Monat: März 2016

Gastbeitrag: körpersprachlich führen

Kennt ihr schon Aida? 

Durch Zufall habe ich vor einiger Zeit ihre Seite auf Face­book ent­deckt. Noch ein größeres Zufall war, dass die hüb­sche Schäfi — Dame nur 400 Meter Luftlinie von meinen Eltern ent­fernt wohnt. 

Natür­lich haben wir uns direkt mit Aida und ihrem lieben Frauli getrof­fen. Seit­dem gehen wir regelmäßig zusam­men spazieren und ent­decken jedes Mal neue Gemein­samkeit von Aida und Queen. Die bei­den haben nur Quatsch im Kopf, wenn sie zusam­men sind. 

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Aida zog mit drei Jahren bei Ramona ein. Bis dahin durfte Aida fast auss­chließlich ohne Leine laufen. Ramona stand also vor dem Prob­lem, dass Aida erst ein­mal ler­nen musste, an der Leine geführt zu wer­den. Wenn Aida angeleint auf andere Hunde traf, bellte sie zunächst und zog auch an der Leine. Unan­geleint ist Aida unfass­bar lieb und will eigentlich nur spie­len. Den­noch wollte Ramona das Prob­lem natür­lich in den Griff bekom­men und ver­suchte zunächst Aida mit Leck­erlis abzu­lenken. Dann hörte sie von einem Sem­i­nar, in dem man lernt, seinen Hund lediglich mith­ilfe der eige­nen Kör­per­sprache zu führen. Bere­its nach weni­gen Train­ingsstun­den sah man deut­liche Erfolge. Ramonas Erzäh­lun­gen fand ich super span­nend, daher fand ich es umso besser, als sie ein­willigte, einen Gast­beitrag für mich zu schreiben. 

Nun möchte ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen:

Vor eini­gen Wochen erzählte mir eine Fre­undin von einem Work­shop für “Prob­lem — Hunde”. Da ich offen­sichtlich so einen besitze, musste ich nicht sehr lange über­legen, es zumin­d­est zu probieren.

Wer träumt denn nicht von einem Begleiter an seiner Seite, der ruhig und gelassen ist?

Andere Hunde wer­den von Weitem schon fix­iert und dann geht es los. Es wird gepö­belt was das Zeug hält, in die Leine gesprun­gen und ein ruhiges spazieren gehen ist nicht mehr möglich. Eine Hor­ror — Vorstel­lung eines jeden Hun­de­hal­ters? Genau so sieht es bei uns aus.
Dieser Work­shop soll dieses aber ändern.

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Ich war nicht sehr überzeugt davon, denn was haben wir nicht schon alles aus­pro­biert? Dann pro­bieren wir es jetzt halt mit Körpersprache.
Ja richtig gele­sen, Kör­per­sprache! Und damit ist nicht gemeint, den Hund anzuschreien oder end­lose Diskus­sio­nen mit ihm am Straßen­rand zuführen, son­dern Ruhe und Gelassen­heit auszus­trahlen. Wir fuhren also hin und machten bei der ersten Grup­pen­sitzung mit.

Zuerst stand Leinen­führigkeit auf dem Pro­gramm. Der Hund geht ein kleines Stück hin­ter uns mit lock­erer Leine. Beim Ver­such uns
zu über­holen wird er von uns block­iert. Das bedeutet nichts anderes als ihm den Weg abzuschnei­den, in dem man zum Beispiel das Bein leicht nach außen dreht oder sich direkt vor ihm in den Weg stellt. Man geht seinen Weg und fix­iert einen Punkt, den man erre­ichen möchte. Ich pro­bierte also mein Glück und siehe da, nach ein paar Run­den klappte es.

Zufrieden been­de­ten wir die erste Stunde und trainierten Zuhause genau so weiter.

Es sind erst ein paar Wochen ver­gan­gen, aber die Spaziergänge sind entspan­nter. Ziehen an der Leine gehört in den meis­ten Fällen schon der Ver­gan­gen­heit an. Wir haben in den let­zten Wochen an allen unseren Prob­le­men gear­beitet, nach­dem die Trainer mir sagten, was ich machen soll und wie ich richtig reagiere. Und was soll ich sagen? Ich glaube ich habe eine Lösung gefun­den und bin sehr zuver­sichtlich, dass die Prob­leme in abse­hbarer Zeit der Ver­gan­gen­heit ange­hören. Was habe ich denn grundle­gend verän­dert? Nicht viel, aber anscheinend alles, was die Prob­leme her­vorgerufen hat. Meine innere Ein­stel­lung und damit automa­tisch meine Kör­per­sprache. Ich sage meinen Hund “ich regel alles für dich, ich beschütze dich”. Und warum auch immer, es funk­tion­iert . Wir haben bis jetzt große Erfolge erzielte und täglich merke ich wie sich mein Hund zum Pos­i­tiven verän­dert. Sie ver­traut mir, weil sie jetzt weiß, sie kann sich auf mich verlassen.

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Oft sind es Kleinigkeiten die zu einem bes­timmten Ver­hal­ten führen. Einge­fahrene Routen, die wir immer wieder gehen, die aber auch immer das Fehlver­hal­ten bestärken. Ich hatte früher einen kleinen unverträglichen Hund, der in meinem Bei­sein fast tot gebis­sen wurde. Dieses Erleb­nis hat sich so einge­brannt, dass ich bei Hun­de­begeg­nun­gen immer Angst hatte. Diese Angst hat sich natür­lich auf meinen Hund über­tra­gen und was macht ein Hund, der diese Angst spürt? Genau. Er merkt, dass er diese Sit­u­a­tion regeln muss, weil sein Men­sch nicht dazu in der Lage ist. Also reagiert er so. Ein Teufel­skreis beginnt und steigert sich von Mal zu Mal.

Wenn dieser Kreis aber erst ein­mal durch­brochen ist, scheint es zumin­d­est in unserem Fall fast ein Kinder­spiel zusein. Ich sehe von Weitem einen anderen Hund und nehme meine Hündin auf die ent­ge­genge­set­zte Seite, so dass ich zwis­chen ihr und dem Hund bin. Die Leine ist locker und ich bin ruhig aber bes­timmt “Ich schaffe das, ich regel das”. Dadurch strahle ich Sou­veränität und Gelassen­heit aus und mein Hund spürt das. Sie spürt, dass sie nichts für uns regeln muss, also bleibt sie gelassen. Vielle­icht glaubt ihr das Ganze nicht und könnt es nicht nachvol­lziehen und das kann ich ver­ste­hen. Würde ich dieses jetzt ger­ade nicht selbst erleben, ich würde es auch nicht glauben. Aber es funktioniert.

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Habt Ihr ger­ade einen Spiegel in der Nähe? Dann stellt euch mal davor. Schau dich an, wenn du dir im Innern sagst wovor du Angst hast und ver­gle­iche das mit dem Spiegel­bild, wenn du dir sagst du schaffst das. Du stehst ger­ade und dein Blick ist nach vorne gerichtet. Du wirkst im zweiten Bild sou­verän und ver­trauenswürdig, oder? Genau diese Bildet sieht dein Hund. Ich musste mich verän­dern, damit sich mein Hund verän­dern kann. Beson­ders schön ist, dass nicht nur ich diese Verän­derung sehe, son­dern alle Leute, die mit mir und meinen Hund zutun haben und miter­lebt haben, wie unsere Spaziergänge vorher aus­sa­hen und wie sie jetzt sind und von Erfolg zu Erfolg werde ich ruhiger und souveräner.

Ich hätte nie gedacht, dass dieser Work­shop so etwas bewirken kann und bin so unendlich glück­lich, es pro­biert zu haben und endlich einen Weg für ein entspan­ntes Zusam­men­leben gefun­den zu haben. Für mich und meine Hündin ist es die per­fekte Lösung.

 

Leinenzwang in Niedersachen

Ende let­zten Jahres sind wir nach Nieder­sachen gezo­gen. Dass hier zur Brut — und Set­zzeit Leinenpflicht besteht, wusste ich. Nun steht die Zeit kurz bevor und ich habe mir die Gesetze genauer angesehen.

Nieder­säch­sis­ches Gesetz über den Wald und die Land­schaft­sor­d­nung (NWaldNG)

S i e b e n t e r    T e i l 
Ver­hal­ten in der freien Landschaft

§ 33
Pflichten zum Schutz vor Schäden

(1) In der freien Land­schaft ist jede Per­son verpflichtet,

  1. dafür zu sor­gen, dass ihrer Auf­sicht unter­ste­hende Hunde
    1. nicht stre­unen oder wildern und
    2. in der Zeit vom 1.April bis zum 15.Juli (all­ge­meine Brut-, Setz– und Aufzuchtzeit), an der Leine geführt wer­den, es sei denn, dass sie zur recht­mäßi­gen Jag­dausübung, als Ret­tungs– oder Hüte­hunde oder von der Polizei, dem Bun­des­gren­zschutz oder dem Zoll einge­setzt wer­den oder aus­ge­bildete Blind­en­führhunde sind,
  2. Kop­pel­tore, Wildgat­ter­tore und andere zur Sper­rung von Eingän­gen in einge­friedete Grund­stücke oder von Wegen dienende Vor­rich­tun­gen nach dem Öff­nen zu schließen,
  3. das eigene und das anver­traute Vieh außer­halb einge­friede­ter Grund­stücke zu beauf­sichti­gen oder zu sichern.

(2) Die Feld– und Forstord­nungs­be­hör­den kön­nen durch Verord­nung bes­tim­men, dass Hunde in der freien Land­schaft auch außer­halb der Zeit vom 1.April bis zum 15.Juli an der Leine zu führen sind

  1. zum Schutz der Rück­zugsmöglichkeiten des Wildes oder son­stiger wild leben­der Tiere vor Beun­ruhi­gung durch Fes­tle­gung von Schonge­bi­eten oder
  2. zum Schutz von Erhol­ungssuchen­den vor Beläs­ti­gun­gen durch frei laufende Hunde auf Grund­flächen, die beson­deren For­men der Erhol­ung dienen, ins­beson­dere auf Liegewiesen, Spielplätzen und Sportanlagen.

Die Aus­nah­men nach Absatz 1 Nr.1 Buchst. b bleiben unberührt.

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Ab dem 1. Apil müssen die Hunde in Nieder­sachen also an die Leine. Die all­ge­meine Brut-, Setz– und Aufzucht­szeit beginnt. Nach dreiein­halb Monaten darf die Leine abgenom­men wer­den. Wer sich nicht an diese Vorschrift hält, kann mit Geld­bußen von bis zu 5.000 EUR belegt werden.

Bis zum 15. Juli besteht also eine beson­dere Schutzzeit für Waldge­bi­ete und die übrige freie Land­schaft. Hunde sind also auch auf Wegen und Straßen, die an Grün­flächen, Wei­den und Wäldern ent­lang führen anzuleinen.

Ganz objek­tiv betra­chtet, kann ich diese Regelung sehr gut nachvol­lziehen. Brü­tende Vögel und neuge­borene Rehk­itze sollen geschützt wer­den. Ich habe schon oft miter­lebt, wie rück­sicht­s­los manche Hun­de­hal­ter ihre Hunde durch Wälder und über Felder jagen lassen — frei nach dem Motto: “Dann ist der Vier­beiner auch schön müde”.

Ich glaube auch, dass zwangsläu­fig eine Leinenpflicht ver­hängt wer­den muss, um dieses Ziel adäquat ver­fol­gen zu können.

Den­noch stellt mich diese Regelung vor das ein oder andere Problem.

Queen hat einen aus­geprägten Jagdtrieb. Wir haben jedoch lange und inten­siv trainiert, um diesen kon­trol­lieren zu kön­nen. Queen hat gel­ernt, den Wald­weg nicht zu ver­lassen und falls sie doch mal “vom Weg abkommt”, kennt und befolgt sie das Kom­mando “auf den Weg zurück”. Wir haben sehr lange daran gear­beitet. Auch das Umlenken und Kon­trol­lieren des Jagdtriebes hat mich einige Ner­ven und viele viele Stun­den Arbeit gekostet. Heute ist sie auch in einer solchen Sit­u­a­tion sicher abruf­bar. Im absoluten Not­fall haben wir auch noch eine Pfeiffe, die ich allerd­ings noch nie ern­sthaft gebracht habe.

Queen kennt es also nicht, an der Leine spazieren zu gehen. Am Ende unserer Straße begin­nen die Felder. Dort wird sie immer abgeleint. Oft fahren wir auch in Wäldern spazieren. Dort brauchen wir über­haupt keinen Leine.

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Man merkt ihr auch an, dass sie keine große Freude empfindet, wenn die Leine am Hals­band bleibt.

Da ich sie aber nicht dreiein­halb Monate an einer 2m Leine führen kann, habe ich eine Schlep­pleine besorgt. Neugierig musste ich sie direkt aus­pro­bieren. Ich habe mich gar nicht so schlecht angestellt, den­noch ist es natür­lich etwas anders, als ein­fach ohne Leine loslaufen zu können.

Außer­dem hatte Queen nicht ein­mal ein passendes Geschirr. Nach eini­gen Anläufen sind wir aber schließlich fündig gewor­den und haben ein Brust­geschirr für sie gefun­den, welches auch tat­säch­lich passt. Für Schä­fis ist es gar nicht so ein­fach ein passendes Geschirr zu finden, welches die Bewe­gungs­frei­heit nicht einschränkt.

Falls ich mal keine Lust auf die Schlep­pleine habe, liegt zur Not auch noch eine Flexi — Leine im Auto. Ja, mein Hund hat eine Flexi — Leine 😀 Ich weiß, dass viele diese Dinger has­sen. Aber Queen ist leinen­führig und daher sehe ich da bei uns kein­er­lei Prob­leme. So schlimm sind diese Leinen nicht, solange der Hund grund­sät­zlich erzo­gen und leinen­führig ist. So sehe ich das zumindest 🙂

Das näch­ste Prob­lem wird Püppi sein. Sie muss zwar ler­nen, an der Leine zu laufen. Den­noch muss ich auch mit ihr arbeiten kön­nen. Wir müssen den Rück­ruf trainieren.
Püppi ist noch jung und Queen sehr aktiv. Die bei­den müssen die Möglichkeit bekom­men, sich richtig auszutoben.

Von Freilauf­flächen bin ich abso­lut kein Fre­und. Ich habe bere­its von unseren Erfahrun­gen berichtet. Den Artikel findet ihr hier.

Meine Kan­zlei liegt hin­ter der Lan­des­grenze, sodass wir hier schon wieder in NRW sind und keine generelle Leinenpflicht besteht. In den Mit­tagspausen kön­nten wir also auch unan­geleint spazieren gehen. Anson­sten müsste ich von Zuhause aus nur 3 km fahren und wäre auch schon in NRW. Ich gehe also davon aus, dass ich für die ein oder andere Runde in jedem Fall hin­ter die Lan­des­grenze fahren werde, sodass wir vielle­icht nur einen Spazier­gang täglich mit der Leine absolvieren müssen.

Ich kann die Regelung nachvol­lziehen und sie macht auch defin­i­tiv Sinn. Ich weiß auch, dass 3 km von uns ent­fernt eben­falls Brut– und Set­zzeit sein wird. Den­noch habe ich lange mit Queen trainiert, um sie in jeder Sit­u­a­tion abrufen zu kön­nen. Sie ver­lässt die Wege nicht und ich lasse sie nur auf Wiesen ren­nen, die ich gut ein­se­hen kann. Außer­dem muss ich auch die Möglichkeit haben, mit Püppi trainieren zu können.

Besteht bei euch auch eine Leinenpflicht? Wie geht ihr damit um?

Shoppen für Püppi

In den ver­gan­genen Tagen haben wir uns die Wartezeit und Vor­freude auf Püppi ver­süßt und waren für sie shoppen.

Heute zeige ich euch, was wir für die kleine Maus besorgt haben 🙂

Als erstes brauchten wir eine Box, um die kleine Dame schnell stuben­rein zu bekom­men. Die Box wird im Schlafz­im­mer neben unserem Bett ihren Platz finden. Bis sie stuben­rein ist, soll sie dort schlafen. So höre ich, wenn Püppi wach wird und direkt mit ihr nach unten gehen.

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Eine weit­ere Box steht in meinem Auto auf der Rückbank.

Außer­dem brauchten wir ein Kör­bchen. Na gut, es sind drei gewor­den 🙂 Aber zu meiner Vertei­di­gung würd ich gerne vor­tra­gen, dass ich ein Kör­bchen mit in die Kan­zlei nehme. Eigentlich ist es immer noch ein Kör­bchen zu viel, aber die kleinen Kissen sind so niedlich, dass ich mich nicht entschei­den konnte 🙂

Beson­ders gefreut habe ich mich, als ich Queens Kör­bchen in eini­gen Num­mern kleiner ent­deckt habe. Sogar das Her­rchens fand es niedlich und das will schon was heißen 🙂

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Auf der DogLive erzählte mir Kelly vom York­shire Ter­rier Blog wie schwer es wäre, für kleine Hunde hüb­sche Leinen und Hals­bän­der zu bekom­men. Ich musste geste­hen, nie darauf geachtet zu haben. Als ich nun vor dem gle­ichen Prob­lem stand, fiel schnell auf, wie wenig schöne Sachen es für kleine Hunde gibt. Die meis­ten Hals­bän­der sind mit Strass oder irgendwelchen Nieten besetzt. Ein ein­faches Nylon — Hals­band wollte ich aber auch nicht haben. Nach­dem ich nahezu in jedem Tier­markt in der Gegend war, wurde ich endlich fündig und fand dieses hüb­sche Set von Hunter. Ich hoffe, das Hals­band passt ihr sonst hab ich ein Problem 🙂

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Die meis­ten Näpfe haben einen sehr hohen Rand oder sind der­art abgerun­det, dass die kleine Maus nicht an den Inhalt gelan­gen kön­nte. Ich war schon kurz davor, Näpfe für Katzen zu kaufen, da fand ich dann doch diese hier. Und sie passen auch zu Queens Näpfen, denn sie hat die gle­ichen Schalen in lila 🙂

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Spielzeug haben wir auch schon gefun­den. Schande über mein Haupt, denn in zwei Spielzeu­gen ist ein Qui­etschi. Ich bin mir dur­chaus darüber bewusst, dass viele Men­schen auf­grund der zu erler­nen­den Beißhem­mung ihren Welpen niemals ein qui­etschen­des Spielzeug kaufen wür­den. Meine Hunde haben immer qui­etschen­des Spielzeug bekom­men, welches ich nicht sel­ten beim Rück­ruf­train­ing einge­setzt habe und den­noch kon­nten sie zwis­chen Spielzeug und anderen Hund sehr wohl unter­schei­den. Ich sehe das nicht so eng, da ich nie schlechte Erfahrun­gen damit gemacht habe.

In dem flachen Spielzeug mit dem Schaf (?) vorne drauf wurde knis­ternde Folie ver­ar­beitet. Queen hatte auch schon kurzzeitig ihre Freude mit dem Spielzeug 🙂

Es ist zwar nicht so, dass wir keine Spiel­sachen hät­ten, mit denen Püppi spie­len kön­nte. Ich habe den­noch einige Kleinigkeiten besorgt, weil ich nicht möchte, dass Queen denkt, Püppi würde all ihre Sachen bekom­men. Ich weiß nicht, ob ich ihr damit zu viele men­schliche Eigen­schaften zuschreibe. Eigentlich ist sie auch über­haupt nicht eigen mit ihren Sachen. Und doch wollte ich auf Num­mer sicher gehen… Außer­dem sind die kleinen Sachen ultra niedlich 😀

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Diese Bürste wurde mir im Tier­markt emp­fohlen. Sie ist speziell für Welpen. Das Fell ist am Anfang so weich, dass es kaum ver­knoten wird, den­noch muss Püppi ler­nen, gebürstet zu wer­den und da werde ich auch direkt in den ersten Tagen mit anfangen.

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So ich hoffe, wir haben an alles gedacht 🙂 Anson­sten fahre ich auch gerne nochmal in den Tiermarkt 😀

Unser Monatsphoto — Wir suchen den Osterhasen…

Passend zum Oster­mon­tag möchten wir euch heute unser Foto zum Monat­sphoto zeigen.

In diesem Monat lautet das Thema “Wir suchen den Osterhasen”.

Zahlre­iche Ideen flo­gen durch meinen Kopf. Einige wur­den bere­its von anderen Blog­gern umsetzt, andere ließen sich irgend­wie nicht richtig umsetzen…

So richtig entschei­den kon­nten wir uns irgend­wie auch nicht, daher gibt es in diesem Monat nicht nur ein Foto von uns 🙂

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Die Ähn­lichkeit ist verblüf­fend. Vor allem in Bezug auf die “Öhrchen” 🙂

In diesem Sinne wün­schen wir euch noch einen wun­der­vollen Ostermontag!

Wochenrückblick 21.03. — 27.03.2016

Wie vielle­icht der ein oder andere schon bemerkt hat, war es in den ver­gan­genen Tagen sehr ruhig bei uns.

Fraulis Oma ist am Don­ner­stag ver­stor­ben, sodass der Lap­top sowie die Kan­zlei und der Shop einige Tage geschlossen blieben.

Nun melden wir uns mit unserem Wochen­rück­blick zurück.

Zunächst möchten wir uns für die zahlre­ichen Nach­fra­gen von euch bedanken. Eini­gen ist aufge­fallen, wie ruhig es hier plöt­zlich und unangekündigt war, sodass sie uns fragten, ob bei uns alles in Ord­nung sei. Wirk­lich lieb, dass ihr euch nach uns erkundigt habt. Wir bloggen ein­deutig zu viel, wenn diese weni­gen Tage bere­its ver­muten lassen, dass etwas nicht mit uns stimmt 🙂

In der ver­gan­genen Woche waren wir für Püppi shop­pen. Mit Frauli und Oma war ich im Kölle Zoo. Dort habe ich mit Oma zusam­men die dicken Fis­che gefüt­tert. Irgend­wie waren die mir unheimlich 🙂

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Die kleinen Kan­ninchen waren dafür sehr inter­es­sant, aber Frauli wollte mir keins kaufen 🙁

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Ich habe genau gese­hen, dass Oma Spielies für mich gekauft hat und ich habe auch schon mit­bekom­men, dass heute der Oster­hase kommt. Gle­ich fahren wir zu Oma. Mal gucken, ob ich dort finde, was ich suchen werde 🙂

Anschließend waren wir auch noch zusam­men in der Stadt und ich durfte das Geschenkpa­pier nach Hause tra­gen. Dass die Aut­o­fahrer keinen Unfall verur­sacht haben, war ein Wun­der 😀 Die haben sich alle lachend nach mir umge­se­hen. So lustig sehe ich auch nicht aus, oder?

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Eigentlich sollte Püppi ja erst Mitte April bei uns einziehen, aber ich glaube mit­bekom­men zu haben, dass sie schon ein paar Tage früher kommt. Entweder weiß Frauli es selbst noch nicht genau oder die macht wieder ein riesen Geheim­nis aus der Sache… Naja, ich werd es sehen, wenn es soweit ist. Bis dahin genieße ich noch die Ruhe, denn ich habe auch schon das ein oder andere Video von dem Wild­fang gese­hen und ahne, dass es dann erst­mal vor­bei ist mit meiner geliebten Ruhe. Ich hoffe, sie schafft es nicht über den hohen Rand meines Kör­bchens, sonst gehören meine aus­giebi­gen Schläfchen bald der Ver­gan­gen­heit an…

An dieser Stelle wollen wir uns noch bei der lieben Steffi und ihren Süßen Ren und Stimpy für die liebe Osterkarte bedanken <3 Wir haben uns sehr über die lieben Grüße gefreut!

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Wir wün­schen euch frohe Ostern. Lasst es euch gut gehen und genießt die Zeit mit euren Lieben!

Wie stark ist eigentlich die Bindung zu einem Hund?

Ich bin sicher nicht die einzige, dessen Fre­unde bei Face­book den berühmten Text “Es ist nur ein Hund” in ihren Sta­tus gepostet haben.

Unzäh­lige Mal musste ich mir diesen Satz schon anhören. Offen­bar ver­ste­hen viele Men­schen nicht, wie eng die Bindung zu einem Hund sein kann. Das ist so trau­rig, denn offen­sichtlich haben diese Men­schen nie so etwas schönes erfahren wie wir:

Das Leben mit einem Hund.

Doch wie stark ist eigentlich die Bindung zwischen Mensch und Hund? Ziehen wir unseren Hund tatsächlich anderen Menschen vor?

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Zwei amerikanis­chen Sozi­olo­gen namens Jack Levon und Arnold Arluke haben eine inter­es­sante Studie durchge­führt. Ins­ge­samt 240 Proban­den erhiel­ten einen fik­tiven Zeitungsar­tikel, in dem entweder von der Mis­shand­lung eines Welpen, eines aus­gewach­se­nen Hun­des, eines Kleinkindes oder eines Erwach­se­nen berichtet wurde.

Hier­bei vari­ierte lediglich das Objekt — der beschriebene Vor­gang war jedes Mal gle­ich. Nach­dem die Proban­den den Text gele­sen hatte, sollte sie aus einer Liste mit 16 Emo­tio­nen diejeni­gen auswählen, die den eige­nen Gefühlen beim Lesen am näch­sten gekom­men sind. Beispiele der Liste waren Gefühle wie “irri­tiert”, “bewegt”, “geschockt”, “mitlei­dig” oder “verletzt”.

Die Ergebnisse sind für uns Hundemenschen kaum überraschend:

Kleinkinder und Welpen riefen am meis­ten Mitleid her­vorr. Aus­gewach­sene Hunde erhiel­ten mehr Mit­ge­fühl als Erwachsene.

Warum Hun­den grund­sät­zlich mehr Mitleid zuge­sprochen wird als Men­schen, kön­nen wir nur ver­muten, aber ich habe da eine The­o­rie 🙂  Tieren wer­den intu­itiv als unschuldig und wehr­los ange­se­hen. Wer­den sie schlecht behan­delt, kön­nen sie sich nur sel­ten wehren. Außer­dem tra­gen sie keine Schuld daran, wenn jemand schlecht zu ihnen ist.

Erwach­sene Men­schen wer­den grund­sät­zlich als selb­sständig ange­se­hen. Sie kön­nen sich wehren und entsprechen damit weniger dem Bild eines unschuldigen Opfers.

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Doch steckt vielleicht noch mehr dahinter?

Unser All­tag ist schnel­llebig. Nahezu über­all geht es nur um Entwick­lung, Fortschritt, Erfolg und Reich­tum. Die Men­schen sind ego­is­tisch und rück­sicht­s­los, wenn es um die eige­nen Ziele geht.

Aus beru­flichen Grün­den umzuziehen ist keine Sel­tenheit mehr. Der Job nimmt nahezu den gesamten All­tag ein. Wer hat da noch Zeit, neue Kon­takte zu knüpfen? Wer ist über­haupt noch da, wenn man seinen alten Fre­un­deskreis betrachtet?

Und kann man sich über­haupt noch auf die Men­schen ver­lassen? Vielle­icht ler­nen wir einen net­ten Arbeit­skol­le­gen ken­nen, der uns dann bei der näch­sten Beförderung sein wahres Gesicht zeigt. Vielle­icht haben wir eine Beziehung zu einem tollen Part­ner, der uns bei näch­ster Gele­gen­heit für eine(n) andere(n) sitzen lässt. Vielle­icht bekom­men unsere Fre­unde Kinder und haben keine Zeit mehr, jeden Sam­stag abend ins Kino zu gehen?

Das Leben verän­dert sich. Schnell und beinahe täglich.

Doch eines bleibt:

unser Hund.

Unser Hund ist immer da, wenn wir nach Hause kom­men. Seine Liebe ist gren­zen­los, unab­hängig davon, wieviel Geld wir haben, welchen Beuf wir erlernt haben oder ob wir über­haupt einen Job haben.

Unser Hund ist immer an unserer Seite.

In der heuti­gen Zeit findet man eine bedin­gungslose Beziehung wie diese nicht an jeder Straße­necke. Beständigkeit ist etwas, was man zu schätzen weiß und was man in Ehren trägt.

Je mehr Men­schen ich ken­nen lerne, desto mehr mag ich meinen Hund” würde auch ich blind unterschreiben…

Schutzdienst — (m)ein kritischer Blick

Der Schutz­di­enst ist seit vie­len Jahren äußerst umstritten.

Dieser Sport löst die Gefährlichkeit von Hun­den aus” ist ein nicht sel­ten in diesem Zusam­men­hang gehörter Satz.

Ich selbst mache keinen Schutz­di­enst mit Queen, den­noch bin ich mit diesem Hun­de­sport groß gewor­den. Mein Opa hat lange Zeit Schäfer­hunde gehal­ten und auch als Hobby gezüchtet. Täglich trainierte er mit seinen Hun­den und stand auch mehrmals die Woche auf dem Hun­de­platz. Dien­stags, Don­ner­stags und Sam­stags durfte ich ihn begleiten. Ich bin mit Schäfer­hun­den groß gewor­den und habe einen Ein­blick hin­ter die Kulis­sen bekom­men. Schutz­di­enst ist für mich kein Fremd­wort. Über viele Jahre habe ich mich mit diesem Sport auseinan­derge­setzt. Ich habe sowohl neue Trainigns­meth­o­den als auch ver­al­tete gese­hen und ver­folgt, wie sich Hunde mit den unter­schiedlichen Meth­o­den entwickeln.

Heute möchte ich mich kri­tisch mit dem Schutz­di­enst auseinandersetzen.

Löst dieser Hun­de­sport tat­säch­lich eine gewisse Gefährlichkeit in den Hun­den aus? Oder ist vielle­icht doch alles nur ein großes Spiel?

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Worum geht es beim Schutzdienst eigentlich?

Beim Schutz­di­enst muss der Hund eine gewisse Anzahl an Ver­stecken ablaufen und den Helfer “suchen”, der sich hin­ter einem dieser Ver­stecke befindet. Hat der Hund den Helfer ent­deckt, soll er ihn durch Ver­bellen anzeigen. Hier­bei muss der Hund abruf­bar sein und auf Kom­mando zum Hun­de­führer zurück­kom­men. Der gesamte Schutz­di­enst besteht aus vie­len Ele­menten. Der Helfer bewegt sich zum Beispiel mit schnellen Bewe­gun­gen auf den Hund zu oder vom Hund weg. In diesen Sit­u­a­tio­nen darf der Hund in den Sportarm beißen. In einem Teil der Prü­fung läuft der Hund neben seinem Besitzer, während der Helfer vor ihnen hergeht. Plöt­zlich rennt der Helfer los und der Hund soll ihn stellen und auch hier in den Sportarm beißen. In einer Übung erhält der Hund vom Helfer zwei Schläge mit einem Soft­stock, wobei gewün­scht ist, dass der Hund weit­er­hin den Ärmel festhält.

Sind Hunde, die diese Sportart betreiben, gefährlich?

Trotz der zahlre­ichen Kri­tik weisen vorhan­dene Sta­tis­tiken über auf­fäl­lig gewor­dene Hunde kein­er­lei Zusam­men­hang zum Schutz­di­enst auf.

Dies wird zum Teil daran liegen, dass viel Hun­de­hal­ter den Hun­de­sport richtig ange­hen. Zum Teil liegt es sicher auch daran, dass viele Hunde dieses Sports gar nicht auf der Straße zu sehen sind. Nicht wenige Hun­de­hal­ter, die Schutz­di­enst betreiben, neigen dazu mehrere Hunde auf ihrem Hof zu hal­ten. Außer dem Hun­de­sport findet dort nicht viel statt. Die Hunde sind oft schlecht bis gar nicht sozial­isiert und auf­grund der isolierten Hal­tung für den nor­malen Hun­deall­tag ungeeignet. Die Hunde ken­nen nur die eigene Sche­une und den Anhänger mit dem sie zum Hun­de­platz fahren. Und ich spreche hier­bei lei­der nicht von Einzelfällen.

Schutz­di­enst bedeutet nach wie vor für viele Men­schen, dass die Hunde trainiert wer­den, um ihren Besitzer beschützen zu kön­nen. Das ist völ­liger Quatsch. Auch wer jahre­lang Schutz­di­enst macht, kann nicht sicher sagen, dass sein Hund ihn ihm Ern­st­fall beschützen würde.

Gott sei Dank wollen heutzu­tage die meis­ten Zweibeiner einen Hund, der prob­lem­los in einer Fam­i­lie leben kann, der sich gut in den All­tag int­gri­ert und der Spaß am Hun­de­sport hat.

Grund­vo­raus­set­zung für den Schutz­di­enst muss zwangsläu­fig sein, dass der Hund das gesamte Train­ing als Spiel sieht. Die gesamte Moti­va­tion des Hun­des muss auf dem natür­lichen Beutev­er­hal­ten auf­bauen. Der Sportarm muss zur Beloh­nung wer­den. Nur dann kann es funk­tion­ieren und nur dann kann man sagen: Mein Hund ist ein aus­ge­bilde­ter Schutzhund und den­noch ungefährlich!

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Hunde lernen kontextbezogen.

Wird der Hund immer auf dem Hun­de­platz mit den gle­ichen Reizen und den gle­ichen Umwel­te­in­flüssen trainiert, so wird diese Umge­bung zum Teil des Sig­nals. Der Hun­de­platz, die sechs Ver­stecke sowie der Helfer und der Sportarm müssen für den Hund Teil des Ganzen sein. Nur so kann es funktionieren.

Mir ist dur­chaus bewusst, dass ich hier von dem Schutz­di­enst als Hun­de­sport rede. Dieser ist nicht ver­gle­ich­bar mit der Aus­bil­dung eines Polizei­hun­des, der dur­chaus in jeder Sit­u­a­tio­nen den Täter stellen muss und auch ohne Sportarm bereit sein muss, im Zweifel zuzubeißen. Um die Aus­bil­dung eines Polizei­hun­des soll es jedoch hier nicht gehen…

Eine Gefahr droht immer dann, wenn Hun­de­führer eine “gewisse Aggres­sion” als wün­schenswert beze­ich­nen. Gefährlich wird es auch dann, wenn auch außer­halb des Hun­de­platzes trainiert wird und die Besitzer Spaß daran haben, den “Ern­st­fall” zu probem.

Man darf nie vergessen, dass es sich um Tiere han­delt, desse Ver­hal­ten nie zu 100% vorherse­hbar ist — von niemandem.

Ich habe Men­schen ken­nen­gel­ernt, die ihre Hunde auf ihrem Hof gehal­ten haben. Diese Hunde kamen drei mal in der Woche in einen Anhänger und wur­den zum Hun­de­platz gebracht. Diese Hunde kan­nten keine Innen­stadt, keine Hun­dewiese und hat­ten vielle­icht sogar nie Kon­takt zu anderen Hun­derassen oder Kindern. Einen Fall werde ich nie vergessen: Ein Mann hielt seine Hunde auf genau die eben beschriebene Weise. Auf dem Hun­de­platz stand er am Rand und quas­selte mit anderen Hun­debe­sitzern über die näch­ste Prü­fung. Der Hund sollte als näch­stes auf den Platz und stand schon “in den Startlöch­ern”. Es war Sam­stag und so waren auch Kinder auf dem Hun­de­platz. Der Hun­de­führer war unaufmerk­sam, die Leine lag nur auf seinem Schuh. Plöt­zlich ran­nte ein Kind direkt neben dem Hund los. Der Hund über­legte keine Sekunde, ran­nte los und packte das Kind in den rechten Arm…

Ob der Hund nun die Par­al­lele zu dem vor ihm weglaufenden Helfer gese­hen hat, den er im Train­ing stellen muss, bleibt reine Speku­la­tion. Den­noch darf nie­mand vergessen, dass es eben doch nur Tiere sind und man niemals leichtsin­nig mit diesem Sport umge­hen sollte.

Natür­lich wer­den nun Argu­mente fol­gen wie “Der Hund kann auch andere Motive gehabt haben” oder “Wer weiß, mit welchem Meth­o­den dieses Tier aus­ge­bildet wor­den ist”… Und möglicher­weise stim­men diese Ein­wände sogar. Den­noch darf man die poten­tielle Gefahr dieses Sports nicht aus den Augen verlieren.

Dein Hund wird sich verändern.”

Dies war der Satz, den ein Aus­bilder zu mir sagte, als ich über­legte mit Queen eben­falls diesen Sport zu machen.

Wenn dein Hund erst ein­mal weiß, wofür er seine Zähne hat, dann wird er wachsen.”

Dies war der Satz, dessen Wahrheit ich selbst in zahlre­ichen Fällen miter­lebt habe und der mich schließlich davon abhielt, Queen diesen Sport näher zu bringen.

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Die Trainingsmethoden

Der Schutz­di­enst unter­schei­det sich in keiner Weise vom Train­ing in Hun­de­schulden, anderer Hun­de­sportarten oder dem pri­vaten Train­ing: Ange­fan­gen bei einem gut struk­turi­erten, tier­schutzkon­for­men Train­ing bis hin zu einem belas­ten­den, tier­schutzwidrigem Train­ing ist alles dabei.

Unab­hängig davon, ob der Aus­bil­dungsweg zahlre­iche Jahre durchge­führt wor­den ist, ist es doch immer Auf­gabe eines Hun­de­führers diesen zu hin­ter­fra­gen und bei tier­schutzwidri­gen Ergeb­nisse entsprechend zu verän­dern. Dinge, die im pos­i­tiven Kon­text erlernt wer­den, führen zu den besten sportlichen Leis­tun­gen. Das Train­ing muss auf Ver­trauen und Sicher­heit auf­bauen und auf pos­i­tiver Beloh­nung basieren.

Mein Opa kon­nte früh in Rente gehen und hat nahezu jede freie Minute mit seinen Hun­den ver­bracht. Die Bindung zu seinen Tieren war eng und er hat eine Menge Zeit in die Aus­bil­dung seiner Hunde gesteckt. Meinem Opa war es immer sehr wichtig, dass die Hunde Spaß an der Sache haben. Das sah man natür­lich auch dem Hund an und schließlich spiegelte es sich auch im Erfolg an den Prü­fungsta­gen wieder. Ich erin­nere mich noch gut an den ein oder anderen Nei­der: Sie wollte eben­falls gute Ergeb­nisse, hat­ten aber vielle­icht nicht so viel Zeit oder woll­ten vielle­icht auch gar nicht so viel Zeit und Geduld auf­brin­gen. Nicht sel­ten wurde an dieser Stelle zu tier­schutzwidri­gen Meto­den gegrif­fen. Haupt­sache “Erfolg” — ob nun der Hund gebrochen war, Angst hatte oder vielle­icht sogar den ein oder anderen Strom­schlag ein­stecken musste, war so manchem egal.

Der Weg vom treuen Begleiter, einem Lebe­we­sen an deiner Seite bis hin zum Sport­gerät ist für so manchen aus reinem Ego­is­mus und aus dem Streben nach Erfolg nicht weit gewesen.

Dabei bin ich mir sicher:

Der Hund spiegelt den Train­ingsweg seines Zweibein­ers wieder. Ich gehe jede Wette ein, dass ich bei einer Prü­fung sehen kann, welcher Hund in einem pos­tiven Kon­text gel­ernt hat und bei welchem Hund tier­schutzwidrige Meth­o­den angewen­det wor­den sind.

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Fazit

Zusam­men­fassend lässt sich also fest­stellen, dass Sta­tis­tiken keinen Zusam­men­hang zwis­chen auf­fäl­lig gewor­den Hun­den und dem Schutz­di­enst sehen. Den­noch habe ich in den vie­len Jahren, in denen ich diesen Hun­de­sport begleitet und zum Teil auch selbst gemacht habe, immer wieder gese­hen, dass die Hunde sich nicht sel­ten verän­dern. Damit will ich jedoch nicht sagen, dass die Hunde aggres­siv gewe­sen sind.

Wer diesen Hun­de­sport mit dem Respekt gegenüber dem Tier­schutz durch­führt und die poten­tielle Gefahr nicht außer Acht lässt, kann einen Hund neben sich haben, der viel Spaß am Schutz­di­enst hat und für den alles nur ein großes Spiel ist.

Wer jedoch frag­würdige Meth­o­den anwen­det, wird vielle­icht bald einen Hund neben sich haben, der nicht mehr kon­tol­lier­bar ist und der vielle­icht ein ren­nen­des Kind als Reiz empfindet.

Daher komm ich nicht umher zuzugeben, dass in diesem Artikel eine Botschaft steckt.

Eine Botschaft an alle, die meinen, ihren Hund als Sport­gerät benutzen zu müssen. An alle, die der Mei­n­ung sind, haupt­sache der Hund funk­tion­iert, egal mit welchem Methoden.

 Unser Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.

(Fran­cis Picabis)

Statt Urbex zeig’ ich euch Queen

Heute ist Mon­tag und das bedeutet eigentlich, dass ich euch mit­nehme in einen von mir ent­deck­ten Lost Place. Es ist zwar nicht so, dass ich keine Orte mehr auf meinem Zettel ste­hen hätte, den­noch habe ich es in der ver­gan­genen Woche zeitlich nicht geschafft. Das Her­rchen hat immer lange arbeiten müssen und ganz alleine ist es mir beim näch­sten geplanten Ziel dann doch irgend­wie zu unheimlich…

Aber Foto — Tag bleibt Foto — Tag also zeige ich euch ein­fach die Bilder von unserer Mit­tagsrunde am Freitag 🙂

 

Wochenrückblick 14.03. — 20.03.2016

So langsam bin auch ich aufgeregt. In weni­gen Wochen zieht meine vier­beinige “Schwester” Püppi bei uns ein.

Die ersten Vor­bere­itun­gen begin­nen, denn wir waren schon in dem ein oder anderen Tier­markt, um einiges für Püppi besor­gen zu können.

Frauli ist etwas frus­tri­ert, weil sie der Mei­n­ung ist, dass es für kleine Hunde keine wirk­lich hüb­schen Leinen und Hals­bän­der gibt. Wenn Püppi groß ist, soll sie das gle­iche Set bekom­men wie ich es habe. Aber so lange sie noch wächst und nie­mand weiß, wie groß klein sie sein wird, lohnt es sich nicht so viel Geld auszugeben.

Schließlich sind wir doch fündig gewor­den und haben schon mal das erste Hals­band mitgenom­men. Ich habe das gle­iche Hals­band in einer anderen Farbe. Kaum vorstell­bar, dass Püppi das Hals­band passen soll. Es passt so ger­ade um meine Schnauze 🙂

2016-03-15 20.18.42

Meine Zer­rung scheint kom­plett ver­heilt zu sein. Bere­its nach der Phys­io­ther­a­pie let­zten Fre­itag ging es schon viel besser. Seit Don­ner­stag drehen wir auch endlich wieder große Mittagsrunden 🙂

Mor­gens bin ich ja in der Regel noch sehr ver­schlafen. Ich bin daher während unserer Mor­gen­runde oft etwas lust­los gewe­sen. Frauli hat sich aber etwas ein­fallen lassen, sodass wir jetzt immer auf dem Weg ins Büro an einem kleinen Wald­stück anhal­ten. Mor­gens gibt es dort ganz viele frische Tier­spuren, die ich aufgeregt ver­fol­gen kann. Das find ich super span­nend und Frauli ist froh, dass ich nicht gelang­weilt hin­ter ihr her trotte. Nur jagen darf ich nicht. Frauli stoppt mich rechtzeitig…

Unsere Mit­tagsrunde drehen wir immer in einem sehr großen Wald­stück. Noch immer haben wir nicht alle Wege ent­deckt, sodass es nie lang­weilig wird.

Auch abends drehen wir wieder die große Runde — von Her­rchen gerne “gute Route” genannt.

Zwis­chen­durch schlafe ich momen­tan rel­a­tiv viel. So richtig aktiv bin ich außer­halb der Run­den meist erst am Nachmittag 🙂

Fre­itag abend haben Frauli und ich einen Mädelsabend gemacht. Her­rchen war mit seinen früheren Arbeit­skol­le­gen unter­wegs. Also haben Frauli und ich es uns gemütlich gemacht.
Erst sind wir eine riesen Runde durch unseren Lieblingswald gedreht. Anschließl­lich haben wir gekuschelt und zusam­men gekn­ab­bert. Ich habe einen frischen Knochen bekom­men und Frauli hatte ihre Lieblingschips 🙂

Ach ja, wo ich schon von frischen Knochen schreibe. Am Mittwoch waren wir in der Heimat und Oma hatte mein Lieblingsessen für mich vor­bere­itet: Leber 🙂 Das war sooooo lecker. Frauli hat nicht schlecht geguckt, als ich am Don­ner­stag mor­gen das Trock­en­fut­ter angewidert wieder aus­ge­spuckt habe 🙂 Ich glaube, ich bin wieder auf den Geschmack gekom­men. Frauli hat näm­lich erfahren, dass ich gar nicht zwangsläu­fig Obst und Gemüse fressen muss und ich habe das alles genau gehört 🙂 Außer­dem bekom­men wir näch­ste Woche ein riesen Paket gefrorenes Fleisch zum Testen geschickt…

Ich finde, Frauli kann das Trock­en­fut­ter allein fressen. Sind auch nur noch 10 kg im Eimer 🙂

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Wir haben Püppi besucht!

Am Dien­stag bekam ich eine spon­tane Ein­ladung von Püp­pis “zweibeini­gen Eltern”, ob wir nicht Lust hätte, am Don­nertag mit ihnen die Grill­sai­son zu eröffnen.

Mit “wir” sind Hagrids Frauli Pia und ich gemeint. Wir haben uns eine Woche zuvor auch zusam­men die Welpen ange­se­hen und uns direkt super mit den Men­schen dort verstanden.

Ich kon­nte es kaum erwarten zu sehen, ob sie sich inner­halb einer Woche bere­its verän­dert hat. Die kleine Maus ist schon ein wenig gewach­sen und viel aktiver gewor­den als in der Woche zuvor.

Das Wet­ter war super und so kon­nten die Welpen im Garten spielen.

Hagrid war natür­lich auch dabei. Queen ist erst ein­mal Zuhause geblieben. Das Frauli hatte uns beim let­zten Mal erzählt, dass sie etwas Angst vor großen Hun­den hätte. Gestern fragte sie mich allerd­ings, wann sie Queen denn mal ken­nen­ler­nen dürfte, also wird sie beim näch­sten Besuch vielle­icht mitkommen.

Aber nun möchte ich euch die Bilder von dem Nach­mit­tag gar nicht länger vorenthalten 🙂

Wir kön­nen es kaum noch erwarten, dass die kleine Maus endlich bei uns einzieht. Am Anfang dachte ich, es sind ja nur noch wenige Wochen, aber jetzt kommt mir die Zeit ewig vor…