Monat: März 2016

Unser Wichtelpaket ist da!

Die liebe Neele von Hun­de­blog Fif­fibene hat in diesem Jahr ein Oster — Wichteln unter uns Hun­de­blog­gern organisiert.

Natür­lich woll­ten auch wir unbe­d­ingt dabei sind. Wichtel­pakete sind ein­fach soooo toll und ich liebe Geschenke 🙂

Nach­dem die ersten Blogs bere­its ihr Wichtel­paket vorgestellt haben, stieg bei uns mit jedem Tag die Span­nung. Wann wird es wohl ankommen?

DHL kommt bei uns in der Mit­tagszeit, wenn eigentlich nie­mand zuhause ist. Also öffnete ich jeden Abend als ersten den Briefkas­ten und schaute nach einer kleiner gel­ben Karte, die mir ver­raten würde, wo ich das Paket abholen könnte.

Keine Karte im Briefkas­ten? Vielle­icht hat es ja ein Nach­bar angenom­men? Also fix die Trep­pen rauf und der erste Blick wan­derte auf unsere Fuß­matte. Auch kein Paket? Schade…

Doch als wir gestern mor­gen zur Arbeit fahren woll­ten, stand plöt­zlich das Paket im Haus­flur neben den Briefkästen. Es muss also doch von jeman­dem angenom­men wor­den sein. Dabei bin ich mir sicher, dass es gestern abend nicht dort stand 😀

Wir haben uns auf jeden Fall sehr gefreut und ich kon­nte es kaum erwarten einen Blick auf den Absender zu werfen.

Wer hat uns wohl bewichtelt?

Als ich die Namen Anika und Adgi las, hab ich mich tierisch gefreut und kon­nte es kaum erwarten, das Paket zu öffnen.

Queen drän­gelte allerd­ings, weil sie noch nicht draußen war und so musste ich mich noch etwas gedulden. Im Büro angekom­men, schnappte ich mir direkt eine Schere und öffente das Paket 🙂

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Aber eine Sache muss ich direkt mal loswerden:

Anika, du bist echt verrückt!
Das Paket war rand­voll mit so vie­len tollen Sachen!!

Wir haben uns mega doll gefreut!

So viele tolle Leck­ereien — Queen liebt sie <3

Den Greif­ball haben wir direkt auf unsere Mit­tagsrunde mitgenom­men und Queen hatte richtig doll Spaß mit ihrem neuen Spieliii 🙂

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Meine Liebe,

vie­len vie­len Dank für diese wun­der­volle Osterüber­raschung. Ihr habt uns eine riesige Freude gemacht! <3

Liebster Award — wir wurden nominiert

Kim vom Hun­de­blog Trick­dog Cof­fee hat uns zum Lieb­ster Award nominiert. Wir haben schon einige Male teilgenom­men, freuen uns aber jedes Mal über die Nominierung.

Vie­len Dank liebe Kim, wir beant­worten eure Fra­gen sehr gern 🙂

Wie bist du auf deinen Blognamen gekommen?

Als Schäfer­hundbe­sitzer wird man immer wieder mit ungerecht­fer­tigten Vorurteilen kon­fron­tiert. Viele Men­schen sehen den Schäfer­hund als unberechen­bare Kampf­mas­chine. Dabei vergessen sie, dass der Men­sch die Ursache für ein solches Ver­hal­ten schafft. Kein Hund ist von Natur aus Böse. Schäfer­hunde sind tolle Hunde. Es liegt mir viel daran, den Ruf des DSH in ein zeit­gemäßes Licht zu rücken. Daher schien mir der Name “Dietut­nichts” mehr als passend 🙂

Wenn dein Hund deinen Blog übernehmen würde, worüber würde er schreiben und was würde er vielleicht rausnehmen oder ändern?

Queen würde bes­timmt einige bet­tel­nde Beiträge ver­fassen, indem sie meine Leser bit­tet, ihr Bälle und getrock­nete Hüh­ner­brust zu schicken 😀 Spaß bei­seite, ich bin mir sicher, dass ich ihr mit meinen Beiträ­gen dur­chaus gerecht werde und aus unserem Leben so berichte, wie es tat­säch­lich auch ist.

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Wie bist du auf die Idee gekommen zu bloggen? Hast du vorher schon auf Facebook/Instagram etc über ein ähnliches Thema berichtet?

Ange­fan­gen hat alles auf Insta­gram mit einem Pro­fil, welches mit­tler­weile nicht mehr existiert. Ich habe ewig lange Texte unter die Bilder geschrieben. Lange schon habe ich den Blog Moe&Me ver­folgt. Über Insta­gram habe ich Nicole dann etwas näher ken­nen gel­ernt. Ich mochte die Vorstel­lung, möglichst viel aus dem Leben mit Queen fes­thal­ten zu kön­nen. Ich schreibe gerne und fand den Gedanken toll, meinen All­tag mit Lesern teilen zu kön­nen. So ent­stand der Wun­sch nach einem eige­nen Blog.

Worüber würdest du gern mal auf deinem Blog schreiben und warum hast du es bisher nicht getan?

Ich the­ma­tisiere alles, was mir auf dem Herzen liegt. Manch­mal bin ich wohl zu ehrlich und zu direkt. Erst gestern habe ich genau dies zum Thema auf meinem Blog gemacht. Ich bin kein Fan von “Schön — Wet­ter — Blogs”. Wer sich  mit dem Thema “Hund” auseinan­der­setzt, stößt früher oder später auf The­men wie “Stachel­hals­band”, “Tier­schutz” im all­ge­meinen oder “Welpen­han­del”. Ich ver­schließe meinen Augen davor nicht und mache diese The­men immer wieder zum Gegen­stand auf meinem Blog. Man braucht starke ner­ven, wenn man sich kri­tisch mit Men­schen wie Cesar Mil­lan auseinan­der­setzt, aber der Tier­schutz ist es mir wert.

Kannst du dir ein Leben ohne Hund vorstellen? Was wäre die größte Veränderung für dich?

Nein, das kann ich defin­i­tiv nicht. Ich würde nicht nur meinen Hund ver­mis­sen, son­dern auch das Leben als Hun­de­men­sch. Ich gehe wahnsin­nig gerne mit Queen spazieren und stöbere durch Tier­märkte. Ich liebe es mit ihr zu spie­len und ihr neue Tricks beizubrin­gen. Ein Leben ohne Hund ist für mich abso­lut sinnlos.

Welche Freizeitbeschäftigungen/Sportarten machst du mit deinem Hund?

In erster Linie machen wir Nase­nar­beit. Wir gehen fährten, suchen kleine Gegen­stände oder ver­stecken unter­wegs Leck­ereien. Außer­dem bringe ich Queen ver­schiedene Tricks bei und wir machen ab und zu Dogdancing.

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Welche Orte würdest du mit oder ohne Hund gerne mal bereisen und — wenn ohne Hund — warum?

Ich würde wahnsin­nig gerne mit einem Wohn­mo­bil durch Skan­di­navien und Irland fahren. Ein­fach los­fa­hen, anhal­ten und die end­lose Natur ent­decken, klingt für mich run­dum perfekt.

Mit welchen drei Worten lässt sich dein Hund am besten beschreiben?

treu, liebenswert und verspielt

Wenn dein Hund alleine in einem bekannten Stück Wald wäre, was würde er wohl tun? (Jagen, Frauchen suchen, entspannt seine Runde spazieren gehen…)

In erster Linie würde sie tat­säch­lich mich suchen, weil sie schnell in Panik gerät, sobald ich außer Sichtweite bin. Sie würde aber wahrschein­lich ziem­lich schnell ihrer Lei­den­schaft nachge­hen, Spuren ver­fol­gen und falls möglich auch jagen gehen.

Womit hat dich dein Hund schon mal so richtig aufgeregt/erschreckt?

Vor Kurzem hat sie sich der­art erschrocken, dass sie in Panik geriet und los­ran­nte. Meine Stimme schien sie gar nicht mehr zu erken­nen. Das war wirk­lich beängstigend.

Was ist dein liebster Hundefilm?

Ich liebe die Serie Kom­mis­sar Rex <3 (ich hoffe das zählt auch) Das wun­dert wohl jetzt nie­man­den 😀 Hun­de­filme wie “Mar­ley & Ich” sind mir zu traurig…

Ich nominiere heute nie­man­den. Wer möchte kann sich gern nominiert fühlen und Kims Fra­gen eben­falls beant­worten. Ich denke jedoch, dass so langsam jeder min­destens ein­mal Rede und Antwort stand 🙂

“Haters gonna hate” — Schattenseiten eines Bloggers

Als ich anf­ing zu bloggen, war in meiner Blog­ger — Welt alles rosa. Und das meinte ich wörtlich, denn sogar mein Blog hatte ein rosa­far­ben­des Layout…

Alles war schön und alle waren nett zueinander…

Irgend­wann reichte mir das hüb­sche rosa Design nicht mehr. Ich bin ein ehrgeziger Men­sch und wollte nicht mehr nur eine von vie­len sein, die nie­mand kennt. Wie “die Großen” wollte auch ich Koop­er­a­tio­nen abschließen und bei Google langsam die Leiter hochklettern.

Alles auf Anfang — Alles neu.

Es sollte pro­fes­sioneller sein. Ich wollte ernst genom­men wer­den mit dem, was ich zu sagen hatte.

Die tut nichts ent­stand und dank meiner lieben Fre­undin Nicole auch meine erste Koop­er­a­tion. Ich war stolz wie Bolle und steckte immer mehr Zeit in diesen Blog.

Unter meinen Vorsätzen für das neue Jahr war unter anderem der Gedanke, täglich zu bloggen. Ich wollte möglichst viel aus Queens Leben fes­thal­ten, möglichst viel aus unserem All­tag mit euch teilen.

Der Blog spiegelt natür­lich nicht nur das Leben von Queen wieder, son­dern in dem Blog steckt auch ein riesen Stück von mir. Ich schreibe diese Texte und ich mache mir Gedanken über die The­men. Da bleibt es nicht aus, dass auch mein Charak­ter zwis­chen den Zeilen heraussticht.

Ich war noch nie das Mäd­chen, welches immer allen gefallen wollte. Und genau deshalb ist mein Blog auch kein “Schön — Wet­ter — Blog”. Immer nur tolle Bilder und Berichte von super schö­nen Spaziergän­gen ist in meinen Augen nur die halbe Wahrheit. Es kann nicht immer alles nur toll sein und wenn wir mal über den Teller­rand hin­aus­blicken, so kön­nen wir vor The­men wie Tierquälerei, Welpen­han­del und ja auch vor Cesar Mil­lan nicht die Augen ver­schließen. Ich gehöre nicht zu den Men­schen, die Respekt davor haben, kon­tro­verse The­men anzus­prechen, weil kri­tis­che Kom­mentare fol­gen könnten.

Daher habe ich mich entschlossen, Anfang Jan­uar einen Text über Cesar Mil­lan zu ver­fassen. Hätte ich gewusst, wie oft er gele­sen und geteilt wer­den würde, wäre ich ganz anders vorge­gan­gen. Eigentlich ist der Text weder wis­senschaftlich noch beson­ders orig­inell. Er spiegelt lediglich meine Gedanken wieder, die ich im Moment des Schreibens hatte.

Ab dem Tag wurde alles anders…

Bere­its am ersten Tag wurde der Text mehr als 2000 mal gele­sen. Ich erhielt nicht nur pos­i­tive, son­dern auch belei­di­gende und her­ablassende Kom­mentare. Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich abso­lut schock­iert war. Ich kann heute gar nicht sagen, ob es die harten Worte waren oder die Tat­sache, dass so viele Men­schen diesen Kerl “vergöt­tern”. Ein anderes Wort fällt mir an dieser Stelle nicht ein, denn sek­te­nar­tig stürzten sie sich auf mich. Mit etwas Abstand kon­nte ich fest­stellen, dass kein einziger Kom­men­tar vernün­ftige Argue­mente her­vor­brin­gen kon­nte. Alle Nachrichten und Kom­mentare standen unter dem Motto “Angriff ist die beste Vertei­di­gung”. Und ich sage auch heute noch mit aller Deutlichkeit:

Cesar Millan ist ein Tierquäler. Er misshandelt Hunde und ist nicht in der Lage die Körpersprache und insbesondere die Beschwichtigungssignale eines Hundes richtig zu deuten. Seine Ansätze beruhen auf völlig veralteten Theorien, die kein Wissenschaftler mehr unterschreiben würde. Wer die Methoden dieses Mannes anwendet, dürfte in meinen Augen kein Tier halten!

Und nun los: Mein E-Mail Konto ist ger­ade aufgeräumt. Ihr könnt also wieder eure has­ser­füll­ten Mails schicken, statt die Energie in eine art­gerechte Hal­tung eurer Hunde zu stecken…

Nach diesem Beitrag hat sich einiges verändert.

Meine Leserzahlen stiegen und auch bei Google rutschte ich nach und nach weiter nach oben. Diese eigentlich pos­tive Entwick­lung wurde begleitet von eini­gen Men­schen, die mich mal zum schmun­zeln brin­gen, mal trau­rig stim­men und an manchen Tagen ein­fach nur wütend machen.

Nahezu jeder Beitrag, der irgend­wie im ent­fer­n­testen mit dem Thema Erziehung oder ähn­lichem zu tun hat, wird begleitet von Kom­mentaren und E-Mails, dessen Inhalt ich nicht wiedergeben möchte. Wenn ich jetzt so darüber nach­denke, sind es sogar Beiträge über die Läu­figkeit oder über unsere Spaziergänge, die manche Leute da draußen Anlass geben, um wieder ihren Frust ablassen zu müssen.

Über vieles kann ich schmun­zlen. Bei dem Bericht über Queens Läu­figkeit habe ich zum Beispiel erwähnt, wie uns ein Rüdenbe­sitzer ger­aten hat, auf der Auto­bahn spazieren zu gehen, damit wir keine Rüden ner­ven kön­nen. Daraufhin erteilte mir ein net­ter Herr den Rat, diesen Spazier­gang in jedem Fall ohne Leine durchzuführen.

Am ver­gan­genen Sam­stag habe ich das Geheim­nis gelüftet und berichtet, dass im April die kleine Püppi bei uns einziehen wird. Jeder kann sich vorstellen, wie sehr wir uns auf die kleine Maus freuen. Muss auch dieses durch­weg pos­i­tive Ereig­nis kaputt gemacht wer­den? Muss ich mich als her­z­los und unvernün­ftig betiteln lassen, weil ich mich für einen Hund aus einer Fam­i­lie und nicht für einen Vier­beiner aus dem Tier­schutz entsch­ieden habe? Sogar bei Insta­gram erre­ichten mich der­ar­tige Vorwürfe.

Vielle­icht habe ich mich für diesen Hund entsch­ieden, weil ich gerne einen Welpen aus einer Fam­i­lie haben möchte? Vielle­icht zieht genau dieser Hund bei mir ein, weil es Liebe auf den ersten Blick war? Und vielle­icht möchte ich auch ein­fach nur die Wahrschein­lich für einen run­dum gesun­den Hund möglichst groß hal­ten, weil ich es kaum ertra­gen kön­nte, mir Sor­gen um einen zweiten “kranken” Hund machen zu müssen?

Vielle­icht ist es eine Mis­chung aus allem. Vielle­icht trifft auch nur eine Fage zu. Die Antwort werde ich nicht geben, weil sie nie­mand von mir fordern kann.

Ich bin nie­man­dem Rechen­schaft schuldig. Nur weil ich Blog­gerin habe, habe ich keine Vor­bild­funk­tion dahinge­hend, dass ich zwangsläu­fig einen Hund aus dem Tier­schutz nehmen muss. Klar, gibt es dort tolle Hunde, die ein tolles Zuhause ver­di­ent haben. Das steht außer Frage und soll gar nicht Thema dieses Beitrages sein.

Denn das Schick­sal hat uns zu Püppi gefüht und dafür muss ich mich und werde ich mich bes­timmt nicht recht­fer­ti­gen — vor niemadem!

Nach wie vor wird der CM Beitrag gele­sen und kom­men­tiert. Als Blog­ger sind wir gezwun­gen im Impres­sum unsere Adresse anzugeben. Wenn diese jedoch genutzt wird, um meinem Hund zu dro­hen, dann hört für mich der Spaß auf.

Und genau hier sind wir an dem Punkt angelangt, warum ich heute diese Zeilen veröffentliche:

Ihr könnt mich belei­di­gen und mir dro­hen. Ihr könnt mich nie­der­ma­chen und von mir aus auch als “Idiot”, “naiv” oder “schwachsin­nig” bezeichnen.

Aber — und ich sage das hier mit aller Deutlichkeit — niemand und wirklich niemand droht meinem Hund!

Das geht nicht nur zu weit, son­dern ist ein­fach nur unter­ste Schublade. Ich werde keine einzige Mail dieser Art mehr ignori­eren. Als Anwältin weiß ich dur­chaus, welche Schritte ich in einem solchen Fall gehen kann…

Vielle­icht fragt sich der ein oder andere nun, was genau ich mit diesem Beitrag eigentlich bezwecken will.

Ganz ehrlich:

Ich weiß es nicht.

Ich weiß nicht, ob diese unqual­i­fizieten Kom­mentare und Nachrichten je aufhören wer­den. Vielle­icht gehört es auch ein­fach dazu, wenn man wie ich, auch unan­genehme The­men anspricht und einen klaren Stand­punkt bezieht. Mir liegen The­men wir Tierquälerei am Herzen. Wir Blog­ger haben die Möglichkeit, unge­filtert und ohne Genehmi­gung eines Ver­lages oder ähn­lichem Worte aufzuschreiben, die eine Menge Men­schen erre­ichen. Und wenn ich nur einen einzel­nen Leser dazu bewe­gen kann, vielle­icht kein Ket­ten­hals­band mehr zu benutzen und vielle­icht nicht mehr die tier­schutzrel­e­van­ten Meth­o­den des kleinen Mexikan­ers anzuwen­den, dann ist das für mich ein Erfolg. Und wenn mir plöt­zlich die Idee kommt, über Stromhals­bän­der zu schreiben oder ich Lust habe den Schutz­di­enst unter die Lupe zu nehmen, dann mach ich das.

Kom­mentare mit qual­i­fizierter Kri­tik lasse ich jed­erzeit gerne zu. Diskus­sio­nen brin­gen uns weiter und unter­schiedliche Stand­punkte erweit­ern unseren Hor­i­zont. Belei­di­gende Kom­mentare mit kein­er­lei Inhalt werde ich weit­er­hin löschen.

Doch eines sage ich den­noch erneut mit aller Deut­lichkeit: Nie­mand droht meinem Hund!

Dies hier ist mein erster und wahrschein­licher einziger Beitrag ohne Bilder. Ich habe lange über­legt, welche Fotos zu diesen Worten passen kön­nten und fand es unterm Strich angemessen, ein­fach nur die Worte sprechen zu lassen.

Queen erklärt die Welt: So bekommt ihr das Futter, welches ihr wollt

Die liebe Emmely hat mich gefragt, ob ich ihr etwas erk­lären kön­nte. Sie wollte wis­sen, wie ich es geschafft habe, genau das Fut­ter zu bekom­men, welches ich gerne mag.

Mein Frauli war da ein ganz har­ter Fall. Was die alles angeschleppt hat ist wirk­lich unglaublich.

Dabei habe ich genaue Vorstel­lun­gen von meinem Futter:

Das Trockenfutter

Zunächst ein­mal dür­fen es nicht zu große Brocken sein. Und bitte kein Huhn — oh Wuff, ich hasse Huhn im Trock­en­fut­ter. Getrock­nete Hüh­ner­brust ist super, aber im Fut­ter hat Huhn nichts zu suchen. Und ich mag Abwech­slung, d.h. Frauli muss zwei Sorten mis­chen, sonst bin ich draußen. Am lieb­sten Pferd oder Ente.

Das Nassfutter

Hier gibt es so einiges zu beachten. Das Fut­ter darf nicht zu hart und nicht zu weich sein. Keine getrock­nete Beeren und keine Kräuter. Und niemals aber auch wirk­lich niemals Glib­berzeug. Ich hasse dieses Glib­berzeug… Igitt, da stellen sich mir die Nack­en­haare hoch. Der Geruch muss mich eben­falls überzeu­gen, sonst bin ich raus.

Frisches Fleisch

Wo soll ich anfan­gen? Kein Geflügel, kein Obst und kein Gemüse. Nicht allzu stark riechen­den Kräuter und bitte nur Fis­chöl. Aber bloß kein Fisch im Napf. Und nicht zu klein gewolft. Wenn das nur so eine Pampe ist, dann kann Frauli das selbst schlür­fen. Gulaschar­tige Stückchen bitte und ach ja wo wir bei dem Thema sind: am lieb­sten jeden Tag Gulasch vom Rind mit Rinder­hack. Jap, so wäre es in Ordnung.

Igitt. Huhn ist ekelig ...
ich weiß wirk­lich nicht, was Frauli sich immer bei dem Geflügel — Quatsch denkt… Ekelig

Wie ihr merkt, habe ich so einige Ansprüche an mein Fut­ter. Näpfe sind auch nicht so mein Ding. Wenn es nicht anders geht, über­lege ich mir eine Aus­nahme zu machen, aber Trock­en­fut­ter aus dem Napf? Niemals.

Wenn man seine Ansprüche nicht herun­ter­schrauben möchte — und welche Queen macht das schon — braucht man auf jeden Fall einen guten Plan.

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Bei Rinder­hack mach ich schon mal eine Aus­nahme — aber bitte nur im Liegen 🙂

Möglichkeit Nr.1: stumme Verweigerung

Sollte euer Frauli etwas in euren Napf füllen, wovon ihr nun so gar nicht überzeugt seit, dann schleckt ein oder zwei mal drüber, guckt etwas angewidert und legt euch auf euren Platz. Um genauer zu verdeut­lichen, dass euer Geschmack mal so gar nicht getrof­fen wurde, könnt ihr auch etwas Fut­ter ins Maul nehmen und angeekelt wieder ausspucken. Frauli wird denken, ihr habt Hunger, mögt es aber nicht.

Wenn ihr Glück habt, ver­sucht euer Frauli bere­its jetzt euch eine leckere Mahlzeit zu servieren und holt die guten Sachen aus dem Kühlschrank.

Möglichkeit Nr.2: die Mitleidstour

Diese Option hat bei mir den besten Erfolg erzielt. Habt ihr einen Dackel in der Nach­barschaft? Per­fekt. Schaut euch mal genau seinen Blick an, wenn sein Frauli in ihre Tasche greift. Genau das müsst ihr üben. Kommt nun abends euer Napf an seinen Platz, geht ihr hin und schnup­pert. Dann lasst ihr den Kopf in einem Abstand von ca. 2 cm über dem Fut­ter einen Moment ver­har­ren. Aus dem Augen­winkel könnt ihr schon mal euer Frauli beobachten. Sobald euch ein besorgter Blick erre­icht, geht ihr einige Schritte rück­wärts und bleibt ein­fach ste­hen. Nun kommt der ein­schei­dende Moment: ihr schaut euer Frauli mit Waldis Dack­el­blick an und macht nicht den Fehler und guckt zur Seite. Ihr müsst dem besorgten Blick standhalten.

Mitleid bringt euch oft am schnell­sten ans Ziel

Die Pampe kann Frauli alleine fressen
Die Pampe kann Frauli alleine fressen

Möglichkeit Nr.3: der Hungerstreik

Die let­zte Möglichkeit ist der Hunger­streik. Aber den dürft ihr auf keinen Fall plöt­zlich begin­nen. Ihr müsst vor­bere­itet sein. Bunkert alles, was euch Frauli an Leck­ereien außer der Reihe gibt, sodass ihr etwas zu fut­tern habt, sobald sie mal das Haus ver­lässt. Sichert euch in jedem Fall die Möglichkeit an Fut­ter zu gelan­gen, sobald ihr alleine seit. Diese Möglichkeit ist lei­der nichts für schwache Ner­ven, denn früher oder später wird sie euch vor lauter Sorge zu den Leuten in den weißen Kit­teln schlep­pen. Und aus eigener Erfahrung muss ich berichten, dass die euch Blut abzapfen wer­den. Also ist diese Option nur etwas für die harten unter euch.

Wichtige Regeln

Egal, für welche Möglichkeit ihr euch entschei­det, müsst ihr den­noch einige Regeln beachten. Mein Frauli hat zwis­chen­durch ver­sucht, mich mit Fut­terneid zum Fressen zu brin­gen. Sie hat Hun­dekumpels ein­ge­laden und uns gemein­sam gefüt­tert. Ihr dürft jetzt echt nicht den Fehler machen und fressen. Ich weiß, wie schwer das sein wird aber das würde euch wieder an den Anfang zurück­brin­gen. Kein Frauli kann einen hungern­den Hund ignori­eren. Ein oder zwei tiefe Seufzer und ihr habt sie meist auf euer Seite. Sie wird etwas in euren Napf füllen, was euch entweder zum Fressen brin­gen soll oder etwas kom­plett Neues besor­gen. Ihr müsst euch genau über­legen, ob ihr euch mit dem Ange­bot anfre­un­den könnt, daher soll­tet ihr nur dann zugreifen, wenn ich auch dauer­haft mit diesem Fut­ter ein­ver­standen seit.

Ich hoffe, ich kon­nte euch mit meinen Tips weiter helfen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie anstren­gend dieses Train­ing sein kann, aber es lohnt sich.

Wenn ihr sonst noch Fra­gen habt, dann immer her damit 🙂

Urban Exploration: wir haben mal wieder etwas entdeckt

Wir haben mal wieder etwas entdeckt 🙂

Auch dieses Mal haben wir nicht bewusst gesucht, son­dern haben ein­fach nur die Augen offen gehalten.

Direkt neben einem kleinen Wald­stück lag dieser Bunker direkt an einem Feldweg.

Mein Foto — Ruck­sack ist mit­tler­weile mein ständi­ger Begleiter. Wenn ich in der Mit­tagspause Lust habe mit Queen rausz­u­fahren, dann nehme ich in jedem Fall meine Kam­era mit. Man weiß ja nie 🙂

Als näch­ste Tour ist etwas ganz beson­deres geplant. Ein wenig gruselig, aber bes­timmt inter­es­sant. Es gibt sogar eine kleine Hor­ror — Geschichte zu diesem Ort. Ich ges­pannt, ob wir ihn direkt finden werden 🙂

Wochenrückblick 07.03. — 13.03.2016

Habt ihr es schon gele­sen?

Bei uns zieht im April ein flauschiges Baby ein!

Diese Plüschkugel ist soooo klein. Das ist ja unglaublich. Da sind meine Spielis ja größer als Püppi es bei ihrem Einzug sein wird.

Ich bere­ite mich jeden­falls schon auf den großen Tag vor. Man weiß ja nie…

Als Hagrid let­zte Woche hier war, habe ich schon mal den Test gemacht — erfol­gre­ich 🙂 Mein Kör­bchen ist näm­lich so hoch, dass selbst Hagrid mit seinen fast sechs Monaten noch nicht zu mir rein kom­men kann *hihi*

Also der Rück­zug­sort ist schon mal gesichert!

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Ich habe da so eine Vermutung:

Ich glaube näm­lich, dass die Kleine bes­timmt welche von meinen Knabbeln haben möchte. Bis jetzt kann ich ja alles hin­ter mir liegen lassen, wenn ich ger­ade keine Lust auf getrock­nete Rinderkopfhaut habe. Ich fürchte, dass ich mir etwas ein­fallen lassen muss, sonst sind meine Knabbel nach­her in Püp­pis Bauch ver­schwun­den. Sobald Hagrid seinen Knabbel nicht mehr möchte, klau ich den ganz schnell und lege ihn in mein Kör­bchen. Am Besten ich gewöhne mir schon mal an, alles zu bunkern. Oder ich kön­nte die Knabbel auch unter Fraulis Kopfkissen legen? Was meint ihr?

9 Uhr: "Heute morgen musste ich mein Frühstück erarbeiten :( Stelle euch das mal vor. Jetzt habe ich mir erstmal ein Schläfchen verdient. Mit meinem #wubba von #kong schlummert es sich am besten :)"

Prob­lema­tis­cher wird es da schon mit meinen Spielis. Die sind näm­lich schön gestalpelt in zwei großen Kisten. Alles fein aufgeräumt so wie ich es mag. Sobald die Kleine an die Spielis her­ankommt, brauche ich einen Plan. Alle Spielis in mein Kör­bchen zu brin­gen ist lei­der nicht möglich, weil dann kein Platz mehr für mich in meiner Kuschel­höhle ist 🙂 Na gut, vielle­icht teile ich auch brüder­lich schwest­er­lich mit Püppi. Aber nur solange sie nichts kaputt macht. Schließlich mache ich auch keine Spielis kaputt. Da muss ich als große Schwester wohl aufpassen…

Habt ihr noch Tips für mich? Habe ich etwas nicht bedacht, was mir nach­her graue Haare bescheren könnte?

flauschige Neuigkeiten im Schäfi — Haus

Im Schäfi — Haus gibt es flauschige Neuigkeiten.

Wie ihr vielle­icht schon öfter hier und dort gele­sen habt, denke ich schon eine ganze Weile über einen zweiten Hund nach. Immer mal wieder habe ich diesen Wun­sch hin­ten angestellt.

Ich wollte zuerst wis­sen, wie es bei mir beru­flich weiter geht und ob ich über­haupt die Zeit für einen zweiten Hund haben würde. Nun habe ich mich selb­st­ständig gemacht und Queen begleitet mich ins Büro. Sie hat ihr eigenes Spielz­im­mer und ist so gut wie nie alleine.

Auss­chlaggend war zum Teil auch Queens neuer Fre­und Hagrid. Sie mit dem Kleinen zu sehen ist ein­fach zucker süß und ich liebe es, wie unbeschw­ert sie ist, wenn er dabei ist.

Im Febuar fing ich an, mal hier und da nach einem zweiten Hund zu gucken. Es sollte auf jeden Fall ein kleiner Hund sein, weil Queen mit kleinen Hun­den viel besser zurecht kommt. Eigentlich mag sie alles, was klein und flauschig ist und ich auch 🙂

Es sollte auf jeden Fall ein Welpe sein. Ich möchte ein­fach miter­leben, wie der Hund wächst und sich entwick­elt. Außer­dem war direkt klar, dass es eine Hündin wer­den sollte. Anson­sten müsste ich auf Dauer einen Hund kas­tri­eren lassen und ohne medi­zinis­che Indika­tion kommt das für mich nicht in Frage. Zudem mag ich Hündin­nen und so kön­nen wir unseren Mädels — Haushalt gegenüber dem Her­rchen weiter aus­bauen *hihi*

Am ver­gan­genen Woch­enende erfuhr ich von einem Wurf ganz in der Nähe. Eigentlich war es Liebe auf dem ersten Blick. Die Kleine ist am 02.02.2016 geboren. Am 02.02.2013 zog Queen bei mir ein. Ich liebe das Schicksal 🙂

Mit Hagrids Frauchen Pia fuhr ich Don­ner­stag nach­mit­tag zu der Fam­i­lie. Beide Eltern sind Shih Tzu — Mal­teser Mis­chlinge und leben dort im Haus. Es ist der erste Wurf der drei­jähri­gen Hündin: vier Rüden und eine Hündin.

Ich will euch eigentlich gar nicht länger auf die Folter spannen

Darf ich vorstellen:

Das hier ist Püppi <3

Sie zieht Mitte April bei uns ein 🙂

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Wir freuen uns riesig auf die Kleine <3

Unsere Top 10 — meine liebsten Bilder von Queen

Inspiri­ert durch die liebe Rebecca von Ver­mopst habe auch ich meine Top 10 der absoluten Lieblings­bilder von Queen zusammengestellt.

In den let­zten drei Jahren sind unzäh­lige Bilder zusam­mengekom­men. Den­noch habe auch ich meine absoluten Lieblings­bilder von Queen, die ich euch heute gerne zeigen möchte:

Platz 10

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Dieses Bild ent­stand als Queen sieben Monate alt war. Sie liebte diesen Ball, der — wie ihr euch sicher denken könnt — mit­tler­weile etwas anders aussieht 🙂 Schon damals hat sie immer den Kopf geneigt, wenn man aufgeregt mit ihr gesprochen hat.

Platz 9

Dieses Bild ist ein­fach super, weil es per­fekt zu Queens Charak­ter passt. Ich liebe diesen Schnappschuss 🙂

Platz 8

sprung

Dieses Bild ent­stand bei unserem let­zten Urlaub an der Ost­see. Queen war sofort in den Strand und das Meer ver­liebt. Die Woche ver­lief kom­plett nach ihrem Geschmack 🙂 Wenn ich an die Urlaub­s­bilder denke, kommt mir immer zuerst dieses hier in den Sinn…

Platz 7

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Ich liebe es <3 Das Bild habe nicht ich gemacht, son­dern meine Fre­undin Lea, die wirk­lich unglaublich gut fotografieren. Ich weiß noch genau, dass ich es kaum erwarten kon­nte, die Bilder von dem Shoot­ing zu sehen. Dieses hier gefällt mir am Besten 🙂

Platz 6

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Ich glaube, zu diesem Bild muss ich gar nichts schreiben 😀

Platz 5

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Dies ist das aktuell­ste Bild unter meinen Lieblings­fo­tos. Ich kann nichts dafür: ich werd schwach, wenn sie den Kopf neigt 🙂

Platz 4

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Queen zusam­men mit ihrem aktuellen Lieblingsspielzeug 🙂 Ich liebe dieses Foto, weil ihr Charak­ter so gut zum Aus­druck gebracht wird. Jedes Mal, wenn ich dieses Bild sehe, muss ich schmunzeln 🙂

Platz 3

Schal1

Kurz vor Wei­h­nachten ent­stand dieses Bild. Ich finde Queen auf diesem Foto wun­der­hüb­sch und mein Schal steht ihr ganz beson­ders gut 🙂

 Platz 2

Auf diesem Bild ist Queen drei Monate alt. Ich mag es ganz beson­ders gern, weil sie zusam­men mit ihrem Opa Degas zu sehen ist <3 Die bei­den waren unz­ertrennlich und Degas hat stets gut auf seine kleine Enke­lin aufgepasst 🙂

Platz 1

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Mein absolutes Lieblings­bild <3 Es mag Ein­bil­dung sein, aber ich fühl mich, als würde sie mich anstrahlen. Aus fotografis­cher Sicht mag es vielle­icht nicht das per­fekte Bild sein, aber ich liebe es trotzdem 🙂

Ich habe gedacht, die Wahl meiner Top 10 würde mir leichter fallen. Ich hätte ohne Prob­leme noch 20 weit­ere Lieblings­bilder zusam­men­stellen können 🙂

Die Haftung eines Hundehalters

Sowohl in meinem All­tag als Hun­de­hal­terin sowie in meinem Beruf als Recht­san­wältin bekam ich immer wieder den Ein­druck, viele Hun­de­hal­ter glauben, sie wür­den sich in einem rechts­freien Raum befinden. Dass jedem Hun­de­hal­ter eine Auf­sicht­spflicht zukommt, scheinen vie­len zu ver­drän­gen. „Der Hund ist doch ver­sichert“ ist kein sel­ten gehörter Satz. Fakt ist jedoch: Sollte der eigene Hund einen Schaden verur­sachen, kann dies unter Umstän­den sehr teuer wer­den. Nicht sel­ten führte dies zu Entset­zen und Fas­sungslosigkeit desjeni­gen Hun­de­hal­ters, der sich zuvor äußerst rück­sicht­s­los ver­hielt. Daher sollte jeder Hun­de­hal­ter einige Grund­sätze beherzi­gen und verinnerlichen.

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Die Aufsichtspflicht

Zunächst ein­mal trifft jeden Hun­de­hal­ter eine gewisse Auf­sichts­flicht. Das bedeutet ganz grob gesprochen, dass man alle erforder­lichen Vor­sichts­maß­nah­men tre­f­fen muss, um eine Gefährdung anderer auszuschließen. Es darf also keine andere Per­son oder Sache zu Schaden kom­men. Und selbst bei einem aus­ge­bilde­ten Hund bleibt auf­grund der Unberechen­barkeit der Tiere immer ein gewisses Risiko beste­hen. Es reicht ein kleiner Moment der Unaufmerk­samkeit oder eine Schreck­sekunde und die Katas­tro­phe ist da. Ich habe auch lange Zeit gedacht, mein Hund und ich wäre von einem solchen Risiko nicht betrof­fen – immer­hin ist Queen schuss­fest. Den­noch musste auch ich die Erfahrung sam­meln, dass Hunde unberechen­bar sind. Wir sind an einer Haupt­straße ent­lang gegan­gen, die sie in– und auswendig kan­nte. Vor einer Gast­stätte stand ein großer sil­ber­nen Aschen­becher, genau an dem­sel­ben Platz wie sonst auch. Ich weiß nicht, ob sie ihn an diesem Tag das erste Mal bemerkte oder ob es an den Lichtver­hält­nisses lag, auf jeden Fall hat sie sich der­art erschrocken, dass sie einen riesen Sprung nach rechts machte – genau auf die Fahrbahn. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn genau in dem Moment ein Auto dort ent­lang gefahren wäre oder wie die Sit­u­a­tion ver­laufe wäre, wenn Queen nicht angeleint gewe­sen wäre.

Aus diesem Grund bieten einige Hun­de­ver­bände Übungsstun­den und Lehrgänge an, bei denen der Hun­de­führer das richtige Ver­hal­ten gegenüber Men­schen und anderen Tieren lernt. In eini­gen Hun­de­schulden kön­nen Sachkun­de­nach­weise erlangt und Prü­fun­gen dies­bezüglich abgelegt wer­den. Im Falle eines Schadensereignisses kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Recht­spo­si­tion eines aus­ge­bilde­ten Hun­des sowie des sachkundi­gen Hun­de­hal­ters defin­i­tiv die bessere ist, also die des uner­fahre­nen Besitzers eines untrainierten Hundes.

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Die Gefährdungshaftung

Jeder Hun­de­hal­ter ist verpflichtet für den Schaden aufzukom­men, der sein Tier verur­sacht hat. Dies bes­timmt § 833 BGB. Hier­bei han­delt es sich um eine soge­nan­nte Gefährdung­shaf­tung. Das bedeutet, dass der Hun­de­hal­ter unab­hängig von seinem Ver­schulden für alle von seinem Hund verur­sachten Schä­den aufkom­men muss. Diese Haf­tung beginnt bei dem ver­wüsteten Garten des Nach­barn, geht über Beißvor­fälle bis hin zur beschmutzten Klei­dung auf­grund eines Hun­des, der fremde Men­schen anspringt. Ebenso führt völ­lig willkür­liches Ver­hal­ten des Hun­des zu einer Haf­tung seines Hal­ters, wenn sich dieser zum Beispiel erschrickt, auf die Straße läuft und einen Verkehrsun­fall verur­sacht. Das Amts­gericht Frank­furt ging in einem Urteil sogar soweit, dass der Tier­hal­ter selbst dann haftet, wenn jemand vor seinem Hund davon­läuft und sich hier­bei ver­letzt. Auch in Abwe­sen­heit des Tier­hal­ters endet die Haf­tung nicht, denn auch hier besteht die Pflicht dafür zu sor­gen, dass der Hund keinen Schaden verur­sachen kann. Wird der Hund jedoch als Nutztier gehal­ten, wie zum Beispiel bei einem Förster, so kann sich der Hal­ter von der Haf­tung befreien, wenn er beweisen kann, dass er die erforder­liche Sorgfalt beachtet hat.

Fraglich ist noch, inwieweit der Hun­de­hal­ter haftet, wenn er das Tier in Obhut gegeben hat und während dieses Zeitraumes ein Schaden ent­standen ist. Han­delt es sich hier­bei um Hun­de­pen­sio­nen oder Hun­de­sit­ter (mit denen ein – wenn auch mündlich geschlossener – Ver­trag zus­tande gekom­men ist), trägt der Tier­hüter die Ver­ant­wor­tung für das Ver­hal­ten des ihm über­lasse­nen Hun­des, wenn er die erforder­liche Sorgfalt außer Acht gelassen hat. Zudem trägt jedoch auch der Hun­de­hal­ter die Ver­ant­wor­tung für sein Tier, sodass gegebe­nen­falls Tier­hüter und Hal­ter zusam­men haften. Wenn kein Ver­trag geschlossen wor­den ist, han­delt es sich bei der Betreu­ung eines Hun­des um eine Gefäl­ligkeit. Auch hier haftet der Tier­hal­ter unab­hängig von seinem Ver­schulden im Falle eines Schaden­sein­tritts. Der Gefäl­lige haftet nur dann, wenn ihm grobe Fahrläs­sigkeit vorge­wor­fen wer­den kann. Dies wäre zum Beispiel dann anzunehmen, wenn der Hun­de­hal­ter aus­drück­lich darauf hingewiesen hat, dass der Hund nicht ohne Leine laufen darf, der Gefäl­lige diesen aber den­noch ableint. Schä­den, die der Hund bei seinem Betreuer verur­sacht, wer­den eben­falls dem Hun­de­hal­ter in Rech­nung gestellt.

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Zum Umfang der Haf­tung ist festzustellen, dass der Hun­de­hal­ter grund­sät­zlich für den gesamten Schaden aufkom­men muss. Hat der Geschädigte jedoch einen Teil dazu beige­tra­gen, dass es zu dem Schaden gekom­men ist, so kann dieses Mitver­schulden bei der Haf­tung berück­sichtigt wer­den. Diese Sit­u­a­tion würde zum Beispiel dann vor­liegen, wenn jemand einen frem­den Hund stre­ichelt oder sich ein Hun­de­hal­ter in eine Beißerei zweier Hunde beg­ibt und hier­bei ver­letzt wird. Es kann sogar dazu kom­men, dass die Haf­tung des Hal­ters kom­plett aus­geschlossen wird. Als Beispiel lässt sich hier das Warn­schild vor freilaufenden Hun­den am eingezäun­ten Grund­stück nen­nen. Allen Gartenbe­sitzern sist also in jedem Fall zu raten,  an den Ein– bzw. Aus­gän­gen des Gartens ein entsprechen­des Warn­schild aufzuhän­gen. Ob der Hund nun tat­säch­lich „bis­sig“ ist oder nicht – sicher ist sicher. Mit­tler­weile gibt es ja nicht mehr nur das typ­is­che „Vor­sicht vor dem bis­si­gen Hund“ – Schild. Bei meinen Eltern hängt zum Beispiel ein Schild mit der Auf­schrift „Vor­sicht, ich kön­nte heute schlechte Laune haben“ – natür­lich mit einem entsprechen­den Bild von Queen 🙂

Wer eine Hund hält, befindet sich selb­stver­ständlich nicht in einem rechts­freien Raum. Wir alle kön­nen schnell vor dem Prob­lem ste­hen, dass unser Hund einen Schaden verur­sacht hat. Daher soll­ten wir uns der Gefahren bewusst sein und entsprechend vor­bere­itet sein.

Der Beitrag erschien am 9. Juni 2015 als Gast­beitrag auf dem Hun­de­blog Gas­sire­port

Queens Läufigkeit — so verliefen die letzten drei Wochen

Queens let­zte Läu­figkeit liegt nun drei Tage hin­ter uns.

Zeit, die let­zten Wochen Revue passieren zu lassen.

Die Läu­figkeit traf uns in diesem Jahr sehr über­raschend. Eigentlich haben wir die “Erd­beer­wochen” 🙂 erst Ende März erwartet. Da wir jedoch von mehreren Hündin­nen gehört haben, dass sie in diesem Jahr zu früh läu­fig gewor­den sind, haben wir uns nichts dabei gedacht und die Her­aus­forderung angenommen 🙂

Herausforderung?

Oh ja, bei Queen ist die Zeit leider nicht immer so einfach.

Zunächst ein­mal haben wir schon alleine wegen ihrer Anatomie das Prob­lem, eine passende Läu­figkeit­shose zu finden. Auf­grund der abfal­l­en­den Kuppe, fällt die Hose eigentlich immer direkt mit ab. Zwei mal habe ich schon mein Glück an der Näh­mas­chine ver­sucht, aber auch diese Hose hiel­ten keine zehn Schritte stand.

Nun haben wir endlich eine Hose gefun­den, die einiger­maßen sitzt. Queen nutzt jedoch jede Gele­gen­heit, um sich den lästi­gen Stoff­fet­zen vom Pöppes zu ziehen.

Was das Queenchen nicht will, will sie nicht.

Also habe ich alle möglichen Bere­iche mit Laken und Tüch­ern abgedeckt. Für Zweibeiner, die keine Hündin Zuhause haben, mag das leicht befremdlich klingen 😀

Gott sei Dank, ist Queen sehr sauber und blutet nicht viel. Und wenn doch mal ein Tropfen auf den Fliesen lan­det, den sie nicht selbst ent­fernt hat, dann wird er eben weggewis­cht. Der Wis­cher steht während der drei Wochen stets griff­bereit in der Kammer.

Queen ist während der Läu­figkeit sehr müde und schläft viel. Sie geht zwar gerne raus und lässt sich auch zum Spie­len motivieren, aber sobald man sich nicht mehr mit ihr beschäftigt, legt sie sich in ihr Kör­bchen und schläft. Dies fällt einem natür­lich beson­ders in den ersten Tagen auf. Und natür­lich, sobald die Läu­figkeit hin­ter ihr liegt und sie wieder auf­blüht. Allzu großen Appetit hat sie auch nicht. Die ein oder andere Mahlzeit lässt sie während der Läu­figkeit schon mal aus­fallen, aber da mache ich mir eigentlich keine Sor­gen drum.

Vor der Läu­figkeit und auch während der drei Wochen ver­liert sie sehr viel Fell.

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Schwierig gestal­ten sich die Spaziergänge. Ich ver­suche während der drei Wochen die typ­is­chen Hun­derun­den und typ­is­chen Gas­sizeiten zu mei­den. Lei­der lässt sich das natür­lich nicht garantieren und man trifft auch mal auf den ein oder anderen Hund. Ich kann mich ja schließlich nicht in Luft auflösen.

In der Regel rufe ich bere­its aus einiger Ent­fer­nung, dass ich eine läu­fige Hündin hätte und leine Queen natür­lich an. Ich bin froh, dass ich sie trotz der Läu­figkeit zwis­chen­durch frei laufen lassen kann. Sie hat noch nie den Ein­druck gemacht, als wolle sie zu anderen Hun­den hin­ren­nen und hört trotz Läu­figkeit verlässlich.

Während der let­zten drei Wochen hatte ich einige unschöne Begeg­nun­gen, von denen ich euch natür­lich eben­falls berichten will. Daher fasse ich die “High­lights” kurz zusammen:

Lassen Sie sie ruhig laufen. Das wird schon gut gehen.” — “Ist Ihr Rüde kas­tri­ert?” — “Nein, wieso?”

Wür­den Sie Ihren Rüden bitte anleinen. Meine Hündin ist läu­fig.” — “Dann gehen Sie doch da spazieren, wo keine anderen Hunde sind.” — “Man begeg­net über­all anderen Hun­den.” — “Nicht auf der Autobahn.”

Ach kom­men Sie schon. Die Mis­chung würde sich toll ausse­hen. Lassen wir sie ein­fach laufen.”

Lassen Sie Ihren Hündin doch ein­fach kastrieren.”

Dann besor­gen Sie sich für die drei Wochen ein Katzen­klo und jedem ist geholfen.”

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Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich mich darüber sehr geärg­ert habe.

Ich nehme Rück­sicht auf Rüdenbe­sitzer und gehe zu Zeiten, an denen kaum Hunde unter­wegs sind und ich gehe dort spazieren, wo mit wenig Hun­den zu rech­nen ist.

Ich rufe bere­its aus weiter Ent­fer­nung, damit die Zweibeiner die Möglichkeit habt, ihre Hunde anleinen. Da ich weiß, wie schwer es sein kann, einen Rüden in dieser Sit­u­a­tion einz­u­fan­gen, biege ich, wenn es mir möglich ist, vorher ab oder schlage einen anderen Weg ein.

Ich weiß zum Beispiel von einem Rüden in unserer Nach­barschaft, der bei läu­fi­gen Hündin­nen extrem reagiert. Er heult und tritt in eine Art Hunger­streik. Natür­lich nehme ich auf den Hund und seine Besitzer Rück­sicht und gehe während der Läu­figkeit nicht durch die Straße, in der er wohnt.

Mehr kann und werde ich nicht machen.

Rüdenbe­sitzer wün­schen sich Rück­sicht von den Zweibeiner, dessen Hündin läu­fig sind. Ich als Besitzerin einer Hündin wün­sche mir eben­falls Ver­ständ­nis und Rücksicht.

So schwer ist das nicht …

Ich bin jeden­falls froh, dass die drei Wochen nun hin­ter uns liegen.