Monat: Mai 2016

Urlaubstagebuch — Tag 2

Heute geht es weiter mit unserem Urlaubstagebuch.

Am zweiten Tag haben wir auf unserer Mor­gen­runde einen wun­der­vollen Hun­de­strand ent­deckt, der nur 10 Minuten von unserem Hotel ent­fernt lag. Der Strand war ein­fach nur wun­der­schön, sodass es uns jeden Abend und jeden Mor­gen dort hin zog 🙂

Nach dem Früh­stück fuhren wir in den Nation­al­parrk zum Wan­dern. Der Park war riesig groß und ver­fügte über zahlre­iche ver­schiedene Eingänge. Jedes umliegende Dorf hatte seinen eige­nen Ein­gang in den Park. Zu Beginn kon­nte man sich an einer Über­sicht­skarte den Park anse­hen und sich für einen Wan­der­weg entschei­den. Jeder Wan­der­weg wurde durch ein Tier gekennze­ich­net, welches dann immer wieder an den Weges­rän­dern auf­tauchte, damit man sich ori­en­tieren kon­nte. Wir entsch­ieden uns für den Hasen — eine ca. 5 km lange Runde.

Während einer kleinen Pause ver­suchten wir ein Foto zu machen, auf dem alle Hunde gle­ichzeitig abge­bildet sein wür­den. Das erwies sich als echte Her­aus­forderung, sodass ich euch quasi nur die “Mak­ing — of” — Bilder zeigen kann.

Dieses hier entspricht wohl am meis­ten unserem Ziel 😀

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Der Nation­al­park ist wirk­lich wun­der­schön. Uns sind während der Runde nur zwei Mal andere Leute begeg­net. Man kann teil­weise unendlich weit schauen und man hört nichts außer Vögel und pletsch­ern­des Wasser.

Nach dem Mit­tag haben wir uns ein Motor­boot gemietet und sind auf den See hin­aus­ge­fahren. Die Hunde durften mit und fan­den das abso­lut super. Die erste Zeit wurde entspannt geschlafen. Anschließend streckte Queen die Nase in den Wind und fand es ganz aufre­gend die Wellen zu beobachten.

Den Abend ließen wir zunächst in Waren, anschließend an dem Hun­de­strand direkt bei uns um die Ecke ausklingen.

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Urlaubstagebuch — Tag 1

Eigentlich sollte heute die Woche zur Reihe “Wahrheit oder Pflicht” starten. Doch bevor ich mich euren Fra­gen und Auf­gaben stelle, möchte ich euch unbe­d­ingt von unserem Urlaub berichten und euch die vie­len Fotos zeigen 🙂 Die Reihe “Wahrheit oder Pflicht” folgt dann in der nächten Woche.

Ein einziger Blog­beitrag über die vier Tage würde der tollen Zeit aber ein­fach nicht gerecht wer­den. Daher erzähle ich euch in einem Urlaub­stage­buch heute erst ein­mal nur von dem ersten Tag an der Meck­len­bur­gis­chen Seenplatte.

Die Anreise ver­lief lei­der nicht ganz so prob­lem­los wie wir uns das gewün­scht hat­ten. Mehrere Staus warteten auf uns und wir brauchten länger als gehofft.

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Dafür war die Ankunft umso schöner, denn die Appart­ments waren per­fekt. Die Räume waren richtig groß und hüb­sch ein­gerichtet. Für die Hunde lagen schon Decken bereit, da sie nicht mit im Bett schlafen soll­ten *räus­per* Queen ent­deckte das zusät­zliche Bett im Schlafz­im­mer und beanspruchte es direkt für sich. Bis zum Urlaub war ich mir sicher, dass Queen nachts im Bett schlafen möchte, weil sie bei mir sein möchte. Allerd­ings scheint sie ein­fach nur bequem liegen zu wollen 🙂 Queen machte es sich dort richtig gemütlich und streckte sich in alle Rich­tun­gen. Püppi wollte trotz­dem bei mir schlafen, was sie natür­lich durfte. Wenig­stens auf einen ist Verlass 😀

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Bevor wir unsere Sachen aus­pack­ten, erkun­de­ten wir alle zusam­men die Gegend um unsere Ferien­woh­nun­gen. Die Woh­nun­gen lagen im kleinen Ort Klink, direkt zwis­chen der Müritz und dem Kölpin­see. Von eini­gen Aus­sicht­spunk­ten aus kann man beide Seen gle­ichzeitig sehen. Der Ort ist wirk­lich wun­der­schön. Alles ist grün und an jeder Ecke kann man direkt zum See gehen. Neben unserem Hotel lag der Hafen mit kleinen hüb­schen Tis­chen und der Möglichkeiten, eine Kleinigkeit zu essen.

Am Abend fuhren wir in die nächst größere Stadt Waren.  Auf dem Weg dor­thin gin­gen wir mit den Hun­den noch eine kleine Runde spazieren und fan­den auch ziem­lich direkt einen Hun­de­strand. Obwohl viele Urlauber mit ihren Vier­bein­ern dort waren, hatte man die Hun­de­strände meist für sich allein.

In Waren schauten wir uns zunächst die Alt­stadt an bevor wir im Hafen zu Abend aßen. Die Hunde waren dort her­zlich Willkom­men und wur­den noch vor uns mit Wasser ver­sorgt. Wirk­lich super 🙂 Beson­ders stolz war ich auf Püppi und Queen, denn die bei­den haben sich super benom­men. Für Püppi war es der erste Restau­rantbe­such und obwohl ihr geliebter Hagrid direkt neben ihr lag, waren alle Hunde völ­lig entspannt und haben sich vor­bildlich benommen.

Den Abend ließen wir gemein­sam ausklin­gen während die Hunde noch eine Runde durch die Ferien­woh­nung tobten.

Auf geht’s — wir sind dann mal weg!

Ihr Lieben, gle­ich geht es los.

Das Auto ist schon gepackt und in weni­gen Minuten geht es auf zur Ost­see Meck­len­bur­gis­chen Seenplatte 😀

Aber ein Blog­ger wäre kein Blog­ger, wenn er sich nicht vorher von euch ver­ab­schieden würde.

Also habt es fein, ihr Lieben. Lasst es euch gut gehen und habt eine tolle Zeit mit euren Vierbeiner.

Wir wer­den am Son­ntag mit hof­fentlich tollen Bildern und aufre­gen­den Erleb­nis­sen im Gepäck zurückkehren.

Natür­lich wer­den wir aus­führlich berichten 🙂

Ein Update: Es geht nicht zur Ostsee

Ich muss da mal ein kleines Update vornehmen. Eigentlich war geplant, mor­gen früh gemein­sam mit Hagrid und seinen Zweibein­ern zur Ost­see zu fahren.

Nun ja, erstens kommt es anders und zweit­ens als man denkt 😀

Aber ich löse die kurze Ver­wirrung mal direkt am Anfang mit einer kleinen Zusam­men­fas­sung auf:

Eigentlich dachte ich ja, dass zwei halb­wegs intel­li­gente Mädels dur­chaus in der Lage wären, in einem Reise­büro eine Reise zu buchen.

Dem ist nicht so.

Zumin­d­est nicht in unserem Fall 🙂

Aaaaaber nun berichte ich mal von Anfang an.

Am 27.04. suchten Pia und ich ein Reise­büro in unserer Heimat­stadt auf. Unser Wun­sch nach einem kurzen Urlaub ent­stand rel­a­tiv spon­tan, sodass wir Schwierigkeiten hatte, selbst etwas zu finden.

Auch im Reise­büro wurde uns inner­halb der ersten Minuten unsere Hoff­nun­gen genom­men. Unser eigentlich Ziel schien kom­plett aus­ge­bucht, sodass wir bei dem Wun­sch “Haupt­sache Ost­see” lan­de­ten und mit der Dame im Reise­büro ein­mal die gesamte Küste abklapperten.

Nach eini­gen Ver­suchen schlug die Dame den Bere­ich um Boltenhagen vor. Wie gesagt, bei uns Mädels hing nur noch der Wun­sch “Haupt­sache Ost­see” in der Luft, sodass wir direkt ein­ver­standen waren.

Genauer gesagt ging es um ein kleines Dorf in der Nähe von Boltenhagen, etwa 7 — 8 km von der Küste ent­fernt. Da aus dem Ange­bot nicht ein­deutig her­vorg­ing, wieviele Hunde in einer Ferien­woh­nung erlaubt sind, rief die Dame direkt bei dem Anbi­eter an, nach­dem sie die Objekte reserviert hatte.

Es wäre zwar möglich gewe­sen, zwei Hunde in eine Ferien­woh­nung mit­brin­gen zu kön­nen, allerd­ings hatte die Reservierung nicht geklappt und genau inner­halb dieser Minuten war eine dieser Woh­nung ander­weitig vergeben worden.

Der Herr am Tele­fon schlug jedoch direkt einen anderen Kom­plex im gle­ichen Ort vor, in welchem noch zwei Ferien­woh­nun­gen frei sein soll­ten. Der Preis passte, die Woh­nun­gen sahen toll aus und auch die Hunde waren kein Problem.

Wir haben nicht lange über­legt und zugeschlagen.

Die Unter­la­gen wollte die Dame fer­tig machen. Zwei Stun­den später kon­nte ich diese abholen.

Momen­tan ist es bei mir wirk­lich stres­sig, sodass der Umschlag mit den Buchung­sun­ter­la­gen erst ein­mal auf dem Esstisch lag bis ich ihn zwei Tage später weg­geräumt hatte. Immer wieder kam mir der Gedanke, die Unter­la­gen abzu­fo­tografieren und der lieben Pia zu schicken, aber irgend­was kam immer dazwischen.

Bis ich let­z­tendlich fest­stellen musste, dass ich die Unter­la­gen nicht mehr finden kon­nte. Also suchte ich erneut das Reise­büro auf und bat um erneuten Aus­druck. Schnell abfo­tografiert, Pia geschickt und los.

Keine fünf Minuten später kam fol­gende Nachricht

Sab­rina, hab nur ich das nicht gescheckt?” — begleitet von diesem Bild

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Mein erster Gedanke war nur “Wo ist das Meer?”

Nach kurzer Panik und einem hek­tis­chen Googeln nach den Ferien­woh­nun­gen mussten wir fest­stellen, dass die vorgeschla­ge­nen und gebuchten Woh­nun­gen nicht wirk­lich in dem Ort lagen, über den wir im Reise­büro gesprochen haben.

Plöt­zlich sprach Pia von der Meck­len­bur­gis­chen Seen­platte. Diese Worte sind im Reise­büro defin­i­tiv nicht gefallen.

Im Kopf hatte ich also einen Ort, der 7 bis 8 Km von der Küste ent­fernt liegt, einen Ort, der an der Ost­see liegt.

Daher ein kurzes Update:

Wir fahren zur Mecklenburgischen Seenplatte 🙂

Pia und ich nehmen es mit Humor und haben vor, das Beste draus zu machen. Wir fahren zwar mehr als eine Stunde länger, den­noch sind wir sicher, auch dort schöne Ecken ent­decken zu kön­nen. Die Hunde kom­men sicher auf ihre Kosten. Wir fahren nach Klink. Dieser Ort liegt direkt zwis­chen zwei großen Seen.

So kann es also gehen, wenn man die Mädels alleine ins Reise­büro schickt 😀

Kennt ihr die Meck­len­bur­gis­che Seen­platte? Habt ihr einen Vorschlag für uns, was wir unbe­d­ingt sehen oder machen sollten?

… und zwar in jeder Hinsicht

Gestern habe ich euch erzählt, welche Dinge Püppi durch Queen viel schneller erlernt hat.

Sie beobachtet Queen und verin­ner­licht, was sie sieht.

Heute berichte ich euch, dass das nicht vor Vorteile hat 🙂

Jeder Hund hat Flausen im Kopf. Queen natür­lich auch.

Typ­isch Schäfer­hund muss Queen alles kon­trol­lieren. Ich scheine etwas an mir zu haben, was ihr das Gefühl gibt, ständig auf mich achten zu müssen. Ich bin mir sicher, dass Queen glaubt, ohne sie sei ich gar nicht lebens­fähig. Durch meine etwas trot­telige Art durchs Leben zu stolpern hat sie wahrschein­lich sogar recht 🙂

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Queen achtet stets auf mich. Sie beobachtet mich und begleitet — manch einer würde hier das Wort “ver­folgt” benutzen — mich über­all hin. Dies scheint auch die erste Weisheit zu sein, die Queen Püppi mit auf den Weg gegeben hat. Sie scheinen sich abge­sprochen zu haben, denn neuerd­ings ver­fol­gen mich beide abwech­selnd. Zunächst sind beide mit in die Küche gekom­men, wenn ich gekocht habe; mit ins Schlafz­im­mer, wenn ich die Wäsche gemacht hab und mit ins Bad, wenn ich geduscht hab. Neuerd­ings kommt nur noch einer der bei­den mit — und zwar abwech­selnd. Liegt Queen im Kör­bchen beobachtet mich Püppi in der Küche, schläft Püppi in ihrer Höhle, kommt Queen mit. Irgend­wie solle ich mir so langsam Gedanken machen. Die bei­den scheinen einen Plan zu haben 😀

Ich weiß nicht, ob ihr es schon wusstet, aber wir haben nicht nur eine Klin­gel, son­dern ein aus­getüfeltes, hoch entwick­eltes Alarm­sys­tem namens Queen. Sobald die Klin­gel ertönt, dauert es keine zwei Sekun­den und die Dame steht bel­lend im Flur. Ich gehe davon aus, dass sie sich als eine Türste­her sieht. Da sie sich aber prob­lem­los in ihr Kör­bchen schicken lässt und ihren laut­starken Alarm auf ein leises Wuf­fen min­imiert, ist das für mich in Ord­nung so. Ich habe nicht das Bedürf­nis diese Sit­u­a­tion zu ändern. Ein Hund darf auch mal bellen. So weiß ich, dass zumin­d­est einer auf­passt. Ich muss mich kor­rigieren: dass zumin­d­est zwei auf­passen, denn Püppi hat von der Meis­terin gel­ernt. Sobald es also klin­gelt, sprin­gen beide in den Flur und schla­gen nebeneinan­der Alarm. Während Queen tief und dunkel bellt, heult Püppi wie ein Wolf — natür­lich in einer weitaus höheren Ton­lage. Doch auch Püppi lässt sich mit Queen ins Kör­bchen schicken, sodass das für mich in Ord­nung ist. Klar, kann man nun von Rudel­stel­lung quatschen und von der Auf­gaben­verteilung inner­halb eines Rudels. Ich stehe aber nicht so auf dieses Rudel­ge­quatsche und bin bisher ganz gut ohne die — in meinen Augen falsche — Vorstel­lung eines Rudelführers aus­gekom­men. Solange ich mich (ins­beson­dere beim Rück­ruf) auf meine Hunde ver­lassen kann, sehe ich solche Dinge locker. Ich möchte ein liebesvolles Ver­hält­nis zu meinen Hun­den und ich möchte, dass wir uns gegen­seitig als treuen Begleiter wahrnehmen. Für Worte wie Rudelführer, Alphatiere und Auf­gaben­verteilun­gen ist in unserem Leben kein Platz und ich habe bisher nur die besten Erfahrun­gen mit dieser Ein­stel­lung gemacht.

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Bevor wir abends ins Bett gehen, geht es auf die Wiese vorm Haus zum let­zten Lösen. Anschließend springt sie wie irre auf mich zu und will Fan­gen spie­len. Ganze zwei Tage hat das gedauert bis Püppi nun eben­falls auf mich zurast und gefan­gen wer­den will. Gut, dass die Hecke sehr hoch gewach­sen ist und nicht sieht, wie eine bek­loppte im Schlafanzug abwech­selnd hin­ter ihren bei­den Hun­den her­rennt, während diese wie wild über den Rasen rennen 🙂

Hunde sind die besseren Lehrer. Soviel steht fest.

Hunde sind die besseren Lehrer…

Püp­pis Erziehung würde kein Kinder­spiel. Während der ersten zwei Wochen war ich mir sicher, dass es eine Her­aus­forderung wer­den würde.

Doch heute sehe ich das anders.

Püppi hat sich wahnsin­nig schnell unserem All­tag, unseren Gewohn­heiten und Regeln angepasst. Von Tag zu Tag kon­nte man zuse­hen, wie es rei­bungsloser klappte.

Während sie an den ersten Tag noch mit einem Frageze­ichen im Gesicht im Flur stand, sobald Queen ihr Hals­band angelegt bekam, steht sie heute schwanzwedelnd neben ihr und lässt sich ohne Prob­leme das Geschirr anle­gen. Ein Geschirr angelegt zu bekom­men, war die ersten Male alles anders als schön für sie. Queen stand ganz ruhig und gelassen neben ihr und Püppi wurde eben­falls zunehmend ruhiger.

Dass Welpen erst ler­nen müssen, an der Leine laufen zu kön­nen, ist jedem klar. Ich war sehr erstaunt wie schnell Püppi mit durch­hän­gener Leine neben mir her­laufen kon­nte. Queen läuft links von mir und Püppi rechts. Beide laufen ruhig, sodass die Leine durch­hän­gen kann. Ich musste so gut wie gar nicht üben und bin jedes Mal erstaunt wie gut das klappt.

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Beim Apportieren üben wir zur Zeit das Kom­mando “aus”. Dass das Spielzeug aber zu mir zurück­ge­bracht wer­den soll, wusste sie direkt. Man erkennt auch deut­lich, wie konzen­tri­ert sie Queen beobachtet, wenn sie apportiert. Als würde Püppi sich das abschauen wollen.

Der Rück­ruf klappt auch schon richtig gut. Bei uns ist das entschei­dende Wort “hier”. Direkt am ersten Tag habe ich sie auf einer gut ein­se­hbaren Wiese frei laufen lassen und zwis­chen­durch immer wieder “hier” gerufen. Als Queen loslief, kam Püppi mit und beide beka­men eine Beloh­nung. Mit­tler­weile klappt der Rück­ruf auch ohne Queen.

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Ich finde es super inter­es­sant zu beobachten, wie Püppi sich an Queen ori­en­tiert. So viele Sachen klap­pen schon so gut. Ich bin richtig stolz auf die kleine Maus. Sie hat Spaß daran Neues zu ler­nen und man spürt direkt, wie happy sie ist, wenn ich sie aus­giebig lobe und sie etwas ver­standen hat.

Queen ist eine tolle Unter­stützung in der Erziehung von Püppi. Bei meinen Eltern zum Beispiel hat Püppi mehrfach hin­tere­inan­der ver­sucht, eine Pflanze im Garten anzukn­ab­bern. Zwar hörte sie nach dem Sig­nal “Tabu” auf, ging jedoch immer wieder hin. Nach mehrma­ligem Hin und Her stand Queen von ihrem Platz auf und legte sich so vor die Pflanze, dass Püppi dort nicht mehr knab­bern kon­nte. Dass Queen der­art aufmerk­sam und ein­fühlsam ist, erstaunt mich immer wieder.

Sie ist ein­fach toll!

Eine Fort­set­zung folgt mor­gen, denn dann erzähle ich euch, welchen Quatsch sich Püppi von Queen abgeguckt hat 🙂 

Dinge, die in einem Urlaub mit Hund nicht fehlen dürfen

Am kom­menden Don­ner­stag fahren wir für vier Tage zur Ost­see. Ich freue mich schon wahnsin­nig auf die Tage. Queen liebt das Meer und ich bin tierisch ges­pannt wie es Püppi gefallen wird. Außer­dem fahren wir zusam­men mit unseren Fre­un­den Pia und Erik — die Zweibeiner von Hagrid, der natür­lich auch dabei sein wird.

Donnerstag machen sich also vier Zweibeiner und drei Hunde zusammen auf den Weg zum Meer 🙂

Queen und Püppi haben ihre eigene Reisetasche.

Schon jetzt gehe ich gedanklich durch, was wir alles in die Wild Hazel packen müssen.

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Ob wohl alles in die Tasche passen wird?

Daher habe ich eine Liste ange­fer­tigt, die ich heute mit euch teilen möchte.

Der Impfpass

Niemals vergessen sollte man den Impf­pass seines Hun­des. Sollte man ins Aus­land reisen, kann man sich vorab beim Tier­arzt informieren, ob zusät­zliche Imp­fun­gen notwendig sein kön­nten und welche Bes­tim­mungen im Urlaub­s­land gel­ten. Da wir nur zur Ost­see reisen, reicht es, den gülti­gen Impf­pass mitzunehmen.

Das Futter

Wer unseren Blog regelmäßig ver­folgt, der weiß, dass ich mehrfach ver­sucht habe, Queen zu bar­fen — lei­der jedes mal ohne Erfolg. Egal, was ich ver­sucht habe, sie mag es ein­fach nicht. Daher mache ich kein Geheim­nis draus, dass meine Hunde Trock­en­fut­ter bekom­men — Plat­inum, um es genau zu sagen. Daher wird es für uns sehr unkom­pliziert. Ich packe eine großzügige Menge Fut­ter ein, nehme den Mess­becher mit und es kann los­ge­hen. Ich werde etwas mehr füt­tern, weil wir viel unter­wegs sein wer­den und ich nicht möchte, dass die bei­den im Urlaub abnehmen.

Sollte man frisch füt­tern, sieht das ganze schon etwas anders aus. Plant man, in einer Ferien­woh­nung zu über­nachten, so kann man sich vroab informieren, ob dort vielle­icht sogar ein Tiefkühlfach im Kühlschrank vorhan­den ist. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es mit­tler­weile tolle Alter­na­tiven zum Bar­fen. Es gibt unzäh­lige Dosen, die dem frischen Fleisch sehr nahe kom­men und für den Urlaub sicher die unkom­plizierteste Vari­ante sind.

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Püppi muss immer prüfen, was ich dort hin­gelegt habe 🙂

Die Näpfe

Nicht vergessen sollte man die Näpfe des Hun­des, oder in unserem Fall den Napf. Wir haben näm­lich nur einen großen Wasser­napf, auf dem beide trinken. Queen und Püppi bekom­men ihr Fut­ter über Such­spiele, Intel­li­gen­zspiele oder über Übun­gen. Queen und Püppi haben ihren eige­nen Fut­ter­beu­tel, den ich mor­gens mit der Tages­menge fülle, sodass sie über den Tag verteilt immer mal wieder zum Ein­satz kom­men. In unserem Fall packen wir also den Wasser­napf und die Fut­ter­beu­tel ein.

Zudem nehmen wir unsere trag­baren Näpfe mit. Die schlanke blaue Flasche besteht aus zwei Fäch­ern, sodass man sowohl Fut­ter als auch Wasser trans­portieren kann, ohne dass die Flasche aus­läuft oder das Fut­ter nass wird. Zu der Flasche gehört ein kleiner Napf aus Silikon, den man bequem wieder zusam­men­fal­ten kann.

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Der andere Napf enthält einen kleinen Behäl­ter, den man eben­falls mit Wasser füllen kann. Im ver­gan­genen Urlaub haben wir diesen Napf mit zum Strand genom­men. Für Wan­derun­gen oder Aus­flüge ist er auf­grund der Größe immer etwas unpraktisch.

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Da möchte wohl jemand mit auf das Foto 🙂

Leine, Halsband und Geschir

Nor­maler­weise läuft Queen am Hals­band, allerd­ings werde ich auf jeden Fall ihr Geschirr mit­nehmen. Püppi trägt immer ein Geschirr. Wir wer­den die nor­malen All­t­ags — Leinen mit­nehmen und zusät­zlich die Flexi — Leinen ein­packen. Ja, wir besitzen Flexi — Leinen und ja, wir benutzen diese sogar. Queen ist abso­lut leinen­führig und auch Püppi macht das schon richtig gut. Solange die Hunde leinen­führig sind und nicht wie wild von links nach rechts ren­nen, finde ich Flexi — Leinen prak­tisch und ich werde sie defin­i­tiv im Urlaub mitnehmen.

Außer­dem sollen beide stets ihre Marke von Petfindu tra­gen — sicher ist sicher.

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Ungezieferschutz

Nicht fehlen darf der Schutz gegen Ungeziefer. In unserem Fall nehmen wir unser Mit­tel gegen Zecken mit sowie ein zusät­zliches Spray für den Fall, dass dort viel Ungeziefer rumkrabbelt. Soll­ten die Hunde doch mal eine Zecke haben, darf eine Zecken­zange nicht fehlen.

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Kein Bild ohne Püppi 😀

Der Schlafplatz

In jedem Fall wer­den wir einen Schlaf­platz für die Hunde mit­nehmen. In der Woh­nung ste­hen ver­schiedene Kör­bchen und liegen ver­schiedene Decken. Ich kann lei­der noch nicht sagen, was genau wir mit­nehmen wer­den. Das liegt daran, dass wir schauen müssen, was noch ins Auto passt 🙂 Auf jeden Fall wer­den wir gewohnte Schlaf­plätze der Hunde mit­nehmen, damit sie sich in der Ferien­woh­nung direkt wohl fühlen kön­nen und einen gewohn­ten Geruch bei sich haben.

Spielzeug

Ein Tag ohne SPielzeug ist ein ver­lorener Tag 🙂 Beide Hunde spie­len für ihr Leben gerne und mit­tler­weile haben wir auch einige schwimm­fähige Spielzeuge, die natür­lich super für die Ost­see sind. Daher wer­den die Lieblinge auf jeden Fall mitkommen.

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ganz schön viele Lieblinge 😀

Hunde — Haushalts — Apotheke

Mit­tler­weile haben wir mehr Mit­telchen für die Hunde Zuhause als für uns selbst. Mit­nehmen müssen wir auf jeden Fall das Mit­tel für Queens Gelenke. Zudem werde ich ein pflan­zliches Schmerzmit­tel und etwas gehen Durch­fall mit­nehmen. Außer­dem haben wir ein Erste — Hilfe — Set, welches wir Gott sei Dank noch nie gebraucht haben, welches aber auf jeden Fall mitkommt.  Kot­beu­tel dür­fen natür­lich auch nicht fehlen.

Handtücher und Hundeshampoo

Bei einem Urlaub an der Ost­see dür­fen Handtücher und Hun­de­sham­poo nicht fehlen. Zumin­d­est die Handtücher wer­den wir auf jeden Fall brauchen und bei jedem Aus­flug mit ins Auto legen.

Kamm und Bürste

Queen ver­liert momen­tan ihr Win­ter­fell und Püppi benötigt sowieso tägliche Fellpflege. Daher wer­den wir unsere Bürsten und Kämme mit­nehmen. Fellpflege muss auch im Urlaub sein 🙂

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Leckerlis

Da hätte ich doch das Wichtig­ste fast vergessen 😀 Dass ich einen abo­luten Leck­erli — Tick habe, hab ich euch let­ztens schon ver­raten. Wer Lust hat, kann hier den Artikel finden. Ich werde eine große Dose ver­schiedener Leck­ereien zusam­men­stellen, sodass wir jede Gele­gen­heit und für jeden Hund etwas bei ist.

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Natür­lich darf auch die Kam­era nicht fehlen, denn ich möchte ja möglichst viele Momente des Urlaubs fes­thal­ten können.

Was nehmt ihr mit, wenn ihr in den Urlaub fahrt? Habt ihr noch weit­ere Dinge, die auf keinen Fall fehlen dürfen?

Wenn der andere Zweibeiner kein Hundemensch ist…

Guten Mor­gen mein Schatz. Ich habe schon mal den Ruck­sack gepackt und die Kam­era aufge­laden. Ich dachte, wir erd­kun­den heute das Wald­stück, was wir let­ztens ent­deckt haben. Die Hunde wer­den es sicher lieben.”

Na das wäre doch mal was, oder? Ein Fre­und, der eben­falls gern mit den Hun­den die Welt ent­deckt. Welcher Hun­de­men­sch wün­scht sich keinen Zweibeiner an der Seite, der die Lei­den­schaft zu den Vier­bein­ern teilt?

Stephan ist kein Hundemensch.

In seiner Fam­i­lie gehören Hunde in den Zwinger. Hunde hält man aller­höch­stens dann, wenn sie das Grund­stück bewachen sollen…

Für mich gehören Hunde zur Fam­i­lie. Zeit mit ihnen zu ver­brin­gen, steht für mich an ober­ster Stelle. Egal was ich mache, ich passe meinen All­tag liebend gerne meinen Vier­bein­ern an, weil ich sowieso nichts lieber mache, als mit ihnen die Welt zu entdecken…

Zwei völ­lig gegen­sät­zliche Sichtweisen.

Wie soll das klappen? Wie kann man diese unterschiedlichen Ansätze unter einen Hut bringen?

Wir alle wis­sen wieviel Zeit ein Hund am Tag beansprucht. Wir alle wis­sen, wieviele Beschäf­ti­gung Hunde brauchen und wir alle wis­sen, wie oft unser Hund unseren All­tag bestimmt.

Stre­ichen wir doch mal gedanklich all unsere Sätze am Tag, die sich um das Thema Hund drehen. Viel übrig bleibt doch nicht.

In unserem Fall kam erschw­erend hinzu, dass wir bere­its mehrere Jahre zusam­men waren als Queen ein­zog. Stephan kan­nte mich ohne Hund. Er kan­nte mich als ein junges, ein wenig naives Mäd­chen, die all ihre Aufmerk­samkeit ihrem Fre­und schenkte.

Queen zog ein und plöt­zlich war unser All­tag ein anderer.

Die Abende im Kino wur­den sel­tener, die Son­ntage wur­den nicht mehr nur auf dem Sofa ver­bracht. DVD — Abende mit Fre­un­den wur­den nach und nach von Spaziergän­gen im Wald abgelöst. Shop­ping — Nach­mit­tage in der Stadt wur­den ersetzt durch Train­ingsstun­den in der Hun­de­schule. Die kleine Hand­tasche mit Lip­gloss und Son­nebrille wurde ersetzt durch einen Ruck­sack mit Spielzeug, Kam­era und Puu — Tüten.

Die Liste ist unendlich lang und endete beinahe in dem gefürchteten Satz

Der Hund oder ich”

Heute bin ich mir sicher, dass diese Worte nur deshalb nie über die Lip­pen kamen, weil er genau wusste, wie meine Antwort aus­ge­se­hen hätte.

Damals dachte ich, wer mich vor diese Wahl stellen sollte, den möchte ich nicht mehr an meiner Seite haben. Allein das Aussprechen dieses Ulti­ma­tums hätte ihn aus meinem Leben gestrichen.

Das sehe ich auch heute noch so.

Den­noch ver­stehe ich auch ihn.

Unser Leben hat sich kom­plett verän­dert, weil ich mich kom­plett verän­dert habe. Er hat mich ken­nen gel­ernt als kleine Tussi, die nur Klam­ot­ten, Nag­el­lack und Schminke kennt. Als ein Mäd­chen, die ihrem Fre­und all ihre Aufmerk­samkeit schenkt.

Nun trage ich Hosen mit Pfoten­ab­drücken, max­i­mal Wim­pern­tusche und trage noch die gle­ichen Klam­ot­ten wie in der let­zten Sai­son. Kinobe­suche, DVD — Abende und Shop­ping — Aus­flüge wur­den ersetzt durch Hun­de­schule, Spaziergän­gen im Wald und Verabre­dun­gen mit anderen Vier­beiner. Das Inter­esse für Filme, die neuste Mode und Klatschgeschichten wurde ersetzt durch das Thema Hund, Hund und nochmals Hund.

Mein ganzes Leben dreht sich nur noch um dieses Thema. Dieser Blog, mein Shop, mein Leben als Recht­san­wältin. Über­all und an jeder Ecke dreht es sich um die geliebten Vierbeiner.

Ich kann ver­ste­hen, dass er seine Zeit brauchte, um diese Entwick­lung ver­ste­hen zu können.

Heute ist es immer noch so, dass er keine Luft­spünge macht, wenn ich eine Wan­derung vorschlage. Die meis­ten Runde gehe ich alleine und auch sonst küm­mere ich mich kom­plett alleine umd die Fell­nasen. Er kuschelt mit ihnen, wenn sie seine Nähe suchen. Er gibt ihnen eine Kaus­tange, wenn Queen ihn bit­tet und zu den Dosen schubst. Passiert etwas niedliches oder lustiges, so hat auch er Freude an diesem Moment.

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Ob das reicht?

Ja. Mir reicht das.

Ich habe keine Prob­leme damit, die meis­ten Run­den alleine zu gehen und ich würde es auch gar nicht wollen, wenn er sich in die Erziehung ein­mis­chen würde. Ich beschäftige mich gerne mit meinen Hun­den und genieße die Zeit. Ich brauche nie­man­den, der mir diese Auf­gabe abn­immt. Ich würde gerne häu­figer län­gere Aus­flüge machen und ich fänd es toll, wenn er mehr Freude an der Fotografie hätte. Aber hey, das sind Luxu­s­prob­leme oder? Er hatte kein Prob­lem damit, dass ein zweiter Hund einzieht, obwohl es ohne mich nicht mal den ersten in seinem Leben gegeben hätte. Er akzep­tiert und ver­steht, dass sich mein ganzes Leben um die Hunde dreht. Er kommt mit zur Welpen­stunde und begleitet mich gerne zum See. Er lacht über Püppi und liebt es, dass Queen genauso gemütlich ist wie er. Es ist ihm recht, dass beide Hunde mit im Bett schlafen und bringt bei­den eine Leck­erei mit, bevor wir uns hinlegen.

Noch vor drei Jahen wäre das undenkbar gewe­sen und wer weiß, wie es in weit­eren drei Jah­ern aussieht 🙂

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Ein nasser Schäfi und ein sandiger Minihund

Den ver­gan­genen Dien­stag haben wir in der Heimat ver­bracht. Viele von euch wis­sen vielle­icht schon, dass wir dort einen tollen See haben. Regelmäßig zieht es uns immer wieder dort. Vor allem deshalb, weil Queen den Ort über alles liebt.

Schon auf dem Weg dahin über­lege ich, wann wohl der Moment kommt, in dem Queen merkt, wo die Reise hingeht. Ab dem Zeit­punkt wird sie unruhig und fiepst immer lauter.

Eigentlich ist Queen leinen­führig und läuft stets mit durch­hän­gen­der Leine neben mir her. Sobald wir allerd­ings am See sind und sie aussteigt, hat sie jede Form von Leinen­führigkeit in der Box im Kof­fer­raum vergessen. Wie irre zieht sie zum Wasser. Unan­geleint müsste ich sie alle zwei Sekun­den daran erin­nern nicht mit Voll­gas los­ren­nen zu können.

Bere­its nach weni­gen Minuten erre­icht man den Strand. Bevor Queen loslaufen darf, muss sie sich kurz set­zen, damit ich sie ableinen kann. Sie jault und heult und hechelt wie ver­rückt. Mit Voll­gas darf sie anschließend ins Wasser rennen.

Aber wer nun denkt, sie würde schwim­men gehen, den muss ich lei­der ent­täuschen. Denn Queen schwimmt nicht — sie plantscht.

Sie liebt es durch das Wasser zu ren­nen und ihren Ball apportieren zu kön­nen. So aufgere­dreht sieht man sie sonst selten.

Auch Püppi mag es dort. Sie schnup­pert im Sand, bud­delt und ver­sucht an auf allem herumzukn­ab­bern. Manch­mal rennt sie mit Queen durchs Wasser, aber sie ist noch sehr vor­sichtig und geht nur ein kleines Stückchen rein. Doch allein das spritzende Wasser der flitzen­den Queen reicht aus, damit auch Püppi nass wird 🙂

Ich freue mich schon sehr auf unseren Urlaub an der Ost­see. Näch­ste Woche Don­ner­stag geht es schon los. Queen wird völ­lig aus­ras­ten, wenn sie das Wasser sieht 😀

Was macht eigentlich einen guten Hundehalter aus?

In let­zter Zeit habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, was eigentlich einen guten Hun­de­hal­ter ausmacht?

Wer wie ich regelmäßig Blogs liest und in Foren stöbert, kommt nicht umher zuzugeben, dass es viele Bere­iche gibt, in denen sich große Extreme entwickeln.

Das Thema Ernährung wird oft nicht mehr wis­senschaftlich betra­chtet, son­dern als eine Art Reli­gion ange­se­hen. Bei dem Thema Imp­fun­gen wird wild und heftig disku­tiert. Möchte man sich über hil­fre­iche Mit­tel gegen Zecken informieren, trifft man auch wilde Beschuldigun­gen; gerichtet an diejeni­gen, die zugeben, chemis­che Mit­tel zu verwenden.

Spricht man mit anderen Hun­de­hal­tern von nebe­nan über solche The­men, trifft man auf eine andere Welt. Es gibt Men­schen da draußen, die wis­sen nicht, was BARF bedeutet. Die denken keine Sekunde darüber nach, ob das Mit­tel im Nacken ihrer Hunde eine Chemiekeule ist oder nicht. Imp­fun­gen sind ebenso selb­stver­ständlich wie Wurmkuren und Nahrungsergänzungsmit­tel sind beim guten alten Pedri­gree nicht notwendig.

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Sind nun die Menschen, die sich dort in den Foren herumtreiben bessere Hundehalter als diejenigen, die sich über all diese Fragen keinerlei Gedanken machen??

Vielle­icht sollte man zur Beant­wor­tung dieser Frage zweier­lei Per­spek­tiven betrachten.

Aus der Sicht eines Men­schen würde ich schon behaupten, dass man ein besserer Hun­de­hal­ter ist, wenn man sich mit dem Thema Ernährung, Gesund­heit und Erziehung adäquat und aus­führlich auseinan­der­setzt. Mit dem Tag des Einzuges unseres Hun­des haben wir die Ver­ant­wor­tung für ein Lebe­we­sen über­nom­men. Es ist unsere Auf­gabe, dass es unserem Hund gut geht. Für mich gehört es ein­fach dazu, sich zu informieren, weit­erzu­bilden und so viele Infor­ma­tio­nen zu sam­meln, dass man let­z­tendlich in der Lage ist, eine Entschei­dung aus dem Bauchge­fühl her­aus tre­f­fen zu können.

Und damit meine ich nicht, dass jeder Bar­fen muss. Dass nie­mand mehr seinen Hund impfen sollte und dass Wurmkuren schädlich sind.

Auch ich barfe nicht (mehr). Ich lasse meine Hunde impfen und sie bekom­men Wurmkuren. Beim Thema Zeck­en­schutz ver­meide ich die Chemiekeule und beschränke mich auf natür­liche Mittel.

Aber man sollte sich mit den The­men auseinan­der­set­zen. Man sollte wis­sen, was in den Spot — ons der Tierär­rzte enthal­ten ist. Man sollte sich darüber bewusst sein, was die Imp­fung für einen Hund bedeutet und man sollte wis­sen, was man seinem Hund füttert.

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Ein Hund würde die Frage wahrscheinlich völlig anders beantworten:

Für ihn wäre wahrschein­lich wichtiger, viel Zeit mit seinem Zweibeiner ver­brin­gen zu kön­nen. Art­gerechte Beschäf­ti­gung ständ wohl eben­falls oben auf dem Zettel. Einem Hund ist es wahrschein­lich gle­ichgültig, ob er nun eine Wurmkur verabre­icht bekommt oder nicht. Haupt­sache, er kann gemein­sam mit seinem Zweibeiner den Wald erkun­den und gemein­sam Aben­teuer erleben.

Einem Hund ist es egal, wieviele Leinen und Hals­bän­der an der Garder­obe hän­gen und wieviel Spiel­sachen in der Kisten liegen. Wieviele Kör­bchen in der Woh­nung ste­hen und ob der Wasser­napf zum Fut­ter­napf passt.

Vielle­icht soll­ten wir die Welt öfter mit den Augen unserer Vier­beiner betrachten.

Sowohl wir als auch unsere Hunde wer­den abends glück­licher ins Bett gehen, wenn wir gemein­sam einen Aben­teuerspazier­gang erlebt haben als wenn wir stun­den­lang über Kot­proben vor Wurmkuren gele­sen haben.

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Das Beste ist wohl wie so oft ein gesunder Mittelweg:

Informieren ist wichtig. Wir soll­ten wis­sen, was wir unserem Hund in den Napf geben, soll­ten uns über die Gesund­heit unseres Hun­des informieren und wir soll­ten auch wis­sen, wie Hunde untere­inan­der kom­mu­nizieren, um sie ver­ste­hen zu können.

Und wenn man zwei oder drei Artikel zum Thema Zeck­en­schutz gele­sen hat, kann man sich die Wan­der­schuhe anziehen, den Ruck­sack packen und loslaufen.

Denn das ist es doch, was uns glück­lich macht:

Einen zufriede­nen Hund neben uns zu haben, mit dem wir die Welt ent­decken können.