Monat: Juni 2016

7 Voraussetzungen für einen zweiten Hund

Der Trend geht zur Mehrhun­de­hal­tung. Ver­ständlich, denn was ist besser als ein Hund? Genau. Zwei Hunde.

Ich bin die erste, die den Wun­sch nach einem zweiten Hund nachvol­lziehen kann. Und den­noch sitze ich hier und schreibe diesen mehr als ernst gemein­ten Beitrag.

Nach Püp­pis Einzug erhielt ich immer wieder Nachrichten von Lesern dieses Blogs und Fol­low­ern bei Instagram.

Ange­fan­gen bei Fra­gen, ob ich die Entschei­dung bereuen würde bis hin zu Fra­gen, was genau sich verän­dert hat. Doch es erre­ichten mich auch Bit­ten. Bit­ten von Kindern die woll­ten, dass ich ihre Eltern überrede, dass zwei Hunde einziehen dürften. Zudem wurde ich oft gefragt, wie man Hunde am besten zusammenführt.

Ich habe Geschichten gehört, die in mir die blanke Wut aus­lösten. Ich wurde um Rat gefragt, was ich machen würde, wenn der erste Hund den neuen ver­suchen würde zu beißen. Auf mein Nach­fra­gen kam her­aus, dass der Ersthund gar keine andere Hunde tol­leriert. Ter­ri­to­ri­ale Hunde wurde im eige­nen Garten mit dem zweiten Hund verge­sellschaftet. Richtig wütend wurde ich, als ich las, dass der zweite Hund nur deshalb ein­zog, weil der sowieso schon keine Gesellschaft tol­lerierende Ersthund zu alt war um die Freizeitbeschäf­ti­gung und den Hun­de­sport zu machen, den das Mädel machen wollte.

Daher wird es heute mal etwas ernster.

Dieser Artikel ist nicht wis­senschaftlich, beruht auf keinen Unter­suchun­gen, son­dern basiert nur auf meinen Erfahrun­gen und meinen Erken­nt­nis­sen, die ich im Zusam­men­leben mit Hunde sam­meln durfte.

Ein Zwei­thund will gut über­legt sein, daher habe ich einige Voraus­set­zun­gen zusam­menge­tra­gen, die meiner Mei­n­ung nach erfüllt sein müssen, bevor ein zweiter Hund einziehen kann.

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Der erste Hund darf entscheiden

Wer einen Ersthund hat, der keine Artgenossen in seinem Ter­ri­to­rium duldet oder vielle­icht sogar all­ge­mein kein Fan von Gesellschaft ist, der sollte sich keinen zweiten Hund ins Leben holen! So ein­fach und deut­lich das ist, so schwer scheint es doch für viele Men­schen zu akzep­tieren zu sein. Was würdest du denn sagen, wenn dein Ehe­mann oder deine Ehe­frau bzw. dein Fre­und oder deine Fre­undin ein­fach einen zweiten Part­ner ins Haus holen, dir vor die Nase set­zen würde mit den Worten “Spielt mal schön zusam­men?” Wer der erste Hund lieber der einzige bleiben möchte, ist das sein gutes Recht und ich finde es unver­ant­wortlich, wenn dieses Recht mis­sachtet wird.

Der erste Hund muss erzogen sein

Der Ersthund sollte erzo­gen sein. Und damit meine ich nicht, dass er wie ein Roboter funk­tion­ieren sollte. Aber die Grun­dregeln soll­ten sitzen. Kom­man­dos wie Sitz, Platz und Bleib, geh auf deinen Platz usw. sind uner­lässlich, wenn ein zweiter Hund das Haus betritt. Vor allem, wenn es sich um einen Welpen han­delt, kann ich euch ver­sprechen, dass es chao­tisch wird. Der Zwei­thund muss sich erst an den All­tag und die Regeln in eurem Haus gewöh­nen. Wenn der Ersthund dann nicht kon­trol­lier­bar ist, endet das ganze im Chaos. Außer­dem sollte der erste Hund leinen­führig sein. Einen zweiten Hund an der Leine zu führen ist nicht nur eine Umstel­lung, son­dern gle­icht einer Her­aus­forderung, wenn es sich um einen Welpen han­deln sollte oder um einen Hund, der das Laufen an der Leine nicht kennt. Wenn das Prob­lem aber auf beide zutrifft, dann wird es nahezu unmöglich, gle­ichzeitig raus­ge­hen zu können.

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Der erste Hund muss ein Vorbild sein können

Ger­ade Welpen schauen sich alles ab. Der erste Hund muss also ein Vor­bild sein kön­nen. Wenn man sich vorstellt, dass der zweite Hund alle Prob­lem­chen und Eige­narten des Ersthun­des annehmen kön­nte, dann muss man zu dem Ergeb­nis kom­men, dass das in Ord­nung wäre. Pöbelt der Ersthund zum Beispiel an der Leine, dann kann es gut sein, dass der zweite sich das abschauen wird. Han­delt es sich nun um zwei 35 kg — Hunde wird es nicht möglich sein, beide Hunde hal­ten zu können.

Man braucht Zeit

Ein zweiter Hund läuft nicht ein­fach neben­her. Der Zwei­thund braucht Zeit. Man muss auch mal getrennt raus­ge­hen, getrennt miteinan­der üben und auch getrennt an der Bindung zu dem neuen Hund arbeiten. Ver­letzt sich einer der Hunde, muss man getrennt spazieren gehen. Ebenso, wenn es sich um einen Welpen han­delt, der noch nicht so weit laufen kann, muss der Ersthund doch die Gele­gen­heit bekom­men, sich aus­pow­ern zu können.

Man braucht Geld

Zwei Hunde bedeutet dop­pelte Kosten. Nicht nur dop­pelt so viel Fut­ter, son­dern auch dop­pelt so viel Zube­hör und höhere Kosten beim Tier­arzt. Vor kurzer Zeit hat Püppi noch gezeigt, wie schnell mal hun­derte Euro loswer­den kann, wenn ein Milchzahn nicht raus will und sich entzün­det. Man muss stets Geld zur Ver­fü­gung haben, um hohe Tier­arztrech­nun­gen begle­ichen zu können.

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Man muss akzeptieren, dass sich der komplette Alltag ändern wird

Der All­tag ändert sich kom­plett. Queen hat mich eigentlich immer begleitet. Nun gab es schon einige Sit­u­a­tio­nen, in denen beide Hunde zuhause geblieben sind. Einen Hund kann man schon mal mit­nehmen, aber zwei Hunde sind schon etwas anderes. Wenn man dann auch noch alleine unter­wegs ist und sowohl links als auch rechts eine Leine in den Hän­den hält, muss man sich voll und ganz auf die Hunde konzentrieren.

Man muss konsequent sein können

Wo man vielle­icht bei einem Hund mal ein Auge zudrücken würde und auch kön­nte, so hat man mit zwei Hunde keine andere Wahl mehr. Der Rück­ruf muss sitzen, anson­sten hat man ein Prob­lem. Vor allem dann, wenn die Hunde auch noch in ver­schiedene Rich­tun­gen laufen. Einen Hund kann man vielle­icht ein­fan­gen, aber zwei? Schwierig. Als ich noch alleine mit Queen unter­wegs war und es kam mir ein Rad oder ein Jog­ger einge­gen, hab ich sie zu mir gerufen und neben mir geführt. Mit Püppi geht das noch nicht. “Fuß” ist noch kein sicheres Kom­mando, also bleibt mir nichts, als beide Hunde am Weges­rand abzule­gen. Queen links und Püppi rechts festzuhal­ten und gle­ichzeitig weit­erzu­laufen ist auf­grund der unter­schiedlichen Kör­per­größe nicht möglich. Sollte nun einer der bei­den auf­ste­hen, wird der andere es eben­falls. Was ich sagen will? Zwei Hunde zu hal­ten bedeutet, dass die Erziehung wirk­lich sitzen muss. Man muss beide Hunde nur mit Worten hän­deln kön­nen, sonst endet es früher oder später im Chaos.

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Selbst, wenn all diese Voraus­set­zun­gen erfüllt sind, so sollte man real­is­tisch bleiben. Es kann den­noch schief gehen. Vielle­icht ver­ste­hen die bei­den sich nicht oder die erhoffte Vorstel­lung von zwei über die Wiese ren­nende Hunde erfüllt sich nicht, weil sie sich schlichtweg ignori­eren. Obwohl ich sicher bin, dass das tausend mal besser ist, als wenn sie sich nicht “riechen kön­nen”. Ich will nie­man­dem ausre­den, sich einen zweiten Hund anzuschaf­fen. Ich möchte nur ein­mal klar und deut­lich auf das Risiko aufmerk­sam machen, welches man hier­bei eingeht. Viele sehen nur die Fotos von Queen und Püppi und denken, ein Zwei­thund “läuft so neben­her”. Das ist aber nicht so. Ein zweiter Hund bedeutet dop­pelt so viel Arbeit, dop­pelt so viel Zeitaufwand. Das Leben ändert sich kom­plett. Bevor man einen zweiten Hund zu sich holt, es aus ver­schiede­nen Grün­den vielle­icht nicht passt und dieses Tier dann wieder gehen soll, sollte man sich real­is­tisch mit diesem Thema auseinandersetzen.

In unserem Fall ist Püp­pis das let­zte Puz­zlestück, was in Queens Leben noch fehlte. Queen ist so viel glück­licher, aus­ge­lassener und unbeschw­erter als vorher. Ich bin unendlich dankbar dafür. Aber ich weiß auch, dass ich unfass­bar viel Glück gehabt habe.

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Über den Heiligen Gral, der sich als Fastfood entpuppte…

Vor Kurzem besuchten wir die House of Dogs in Berlin. Dort hat­ten wir die großar­tige Gele­gen­heit, einige ganz lieber Blog­ger — Kol­legin­nen ken­nen ler­nen zu dür­fen. Schnell wurde die Messe zur Neben­sache und wir saßen im Schat­ten und plauderten.

Natür­lich ging es um unsere Hunde — klar, worum auch sonst 🙂 Schließlich hat uns die Liebe zu unseren Vier­bein­ern an diesem Tag zusammengeführt.

Und immer wieder ging es um das Thema Ernährung. Es war nicht nur inter­es­sant, was unsere Exper­tin Ker­stin von 2und4zusammenunterwegs erzählte. Es war auch erschreck­end, denn ich merkte, wie wenig ich doch eigentlich über gesunde Ernährung wusste.

Ich habe schon ein­mal ver­sucht zu bar­fen. Wollte mich so langsam in dem Thema hinein­le­sen, doch Queen war nicht so begeis­tert und so ließ ich es. Trock­en­fut­ter wie Plat­inum kann doch nicht soooo schlecht sein — schließlich sollen da 70% Fleisch drin sein. Und das fühlt sich so weich an, irgend­wie natür­lich, oder?

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Während der Gespräche mit den Mädels ging es unter anderem um Salz im Hun­de­fut­ter, um Brühe und nicht deklar­i­erte Inhaltsstoffe. Es ging um gekochtes Fleisch, um Dosen­fut­ter und um rohes Fleisch.

Dass “tierische Neben­erzeug­nisse” nichts Gutes bedeuten, habe ich schon vorher gewusst. Aber was die anderen aus den Inhaltsstof­fen einer Pack­ung her­ausle­sen kon­nte, war nicht nur beein­druck­end, son­dern vor allem jagte es mir eine riesen Angst ein.

Mit Ker­stin unter­hielt mich ich nach der Messe noch über ein ganz bes­timmtes Fut­ter. Ich dachte, ich hätte den Heili­gen Gral unter den Hun­de­fut­tern gefun­den, Ker­stin sagte kurz und knapp: Mal ganz nett, aber im Prinzip wie Fastfood.

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What?

Ich habe die Ver­ant­wor­tung für zwei Hunde über­nom­men und auch, wenn meine Leserzahlen nicht ins Unendliche gehen, so habe ich doch eine Vor­bild­funk­tion, oder? Irgendwie…

Eine grobe Vorstel­lung von dem, was in einem Fut­ter vorhan­den sein soll und was nicht, die hatte ich bere­its. Doch dieses Woch­enende machte mir klar, dass eine grobe Vorstel­lung nicht aus­re­ichen kann — nicht aus­re­ichen darf.

Und so musste die liebe Ker­stin ran.

Ich löcherte sie mit Fra­gen und geduldig beant­wortete sie alle meine “Mir fällt da noch was ein” — Nachrichten.

So langsam wird es. Ich weiß nun einiges mehr und ich bin tierisch dankbar für Ker­stins Hilfe.

Natür­lich bin ich keine Exper­tin und werde dies auch niemals sein. Aber ich weiß nun, auf was ich achten muss und wie ich das Fut­ter von meinen Hun­den selbst zusam­men­stellen kann, um sie art­gerecht und gesund ernähren zu können.

Und so komme ich auch schon zu der Botschaft hin­ter diesem Artikel:

Informiert euch. Glaubt nicht alles, was man euch erzählt. Die “Haus­marke” kann nicht die Lösung für alles sein und wenn dir ein Tier­arzt genau das Fut­ter emp­fiehlt, für das in der Warte­halle ein Wer­be­film lief, dann läuft da vielle­icht etwas schief. Das Fehlen von “tierischen Neben­erzeug­nis­sen” ist nicht alles. Rech­net doch mal die % — Angaben zusam­men. Kommt ihr über­haupt auf 100%?

Ihr habt die Ver­ant­wor­tung für eure Tiere über­nom­men und sie haben keine Wahl. Sie müssen das fressen, was ihr ihnen in den Napf gebt. Und sorry, aber nicht nur Pedri­gree und Frolic sowie die Dis­counter — Fut­ter sind Müll.

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Erst let­zte Woche stand ich in einem bekan­nten Tier­markt an der Kassen. Vor mir eine Dame, die sich mit der Mitar­bei­t­erin unter­hielt. “Ich weiß gar nicht, warum er sich das Fell so aus­reißt. Die Haut darunter ist völ­lig vere­it­ert.” “Vielle­icht suchen Sie mal eine Heil­prak­tik­erin auf” schlug die Mitar­bei­t­erin vor. Vor der Dame stand eine Palette voll Pedi­gree. Nun war ich ger­ade drin in dem Thema. War ange­fixt und hab Blut geleckt. Mein kleines Klugscheißer­gen ließ sich nicht mehr länger in Ket­ten hal­ten und so rutsche mir her­aus “Als erstes würd ich mal diesen Mist zurück ins Regal stellen.” Ein kurzes Gespräch kam zus­tande, indem ich meine juris­tis­che Überzeu­gungskraft raus­holen kon­nte und ich hielt ein Plä­doyer für frisches Fleisch. Die Frau war wirk­lich inter­essiert, schien zu besorgt um ihren Vier­beiner, als dass die der Ver­rück­ten hin­ter ihr nicht zuhören wollte. Und siehe da, sie ließ das Fut­ter ste­hen und beschloss mit ihrer Tierärztin über das Bar­fen zu sprechen.

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass die Mitar­bei­t­erin mich nicht mehr soooo fre­undlich bedi­ent hatte, aber das war egal.

Nicht jedes Fut­ter ist schlecht, aber bitte informiert euch! Euren Hun­den zuliebe!

Vie­len Dank nochmal an Ker­stin für deine viele Mühe und dein Geduld mit mir. Ich habe ganz viel mitgenom­men und bin dir sehr dankbar für deine Hilfe!

Wenn ihr euch auch informieren wollte und vielle­icht sogar einen Fut­ter­plan für euren Hund erstellen lassen wollt, dann schaut mal auf der Seite von Ker­stin vor­bei. Sie wird euch helfen können!

Interview mit Susann Bernert — ein Blick hinter die Kulissen von Office Dogs

Heute möchte ich euch die liebe Susann vorstellen. Susann hat Office Dogs gegrün­det und erzählt euch heute in einem Inter­view, was genau dahintersteckt.

Susann, würdest du dich bitte kurz meinen Lesern vorstellen.

Mein Name ist Susann Bern­ert, ich bin 31 und lebe mit meinen bei­den Kindern und unserem tierischen Anhang auf Fehmarn. Ursprünglich habe ich mal Arzthelferin gel­ernt, nach den Kindern kam die erste Selb­st­ständigkeit mit dem Tierser­vice Fehmarn und vor einem Jahr ergänzend hierzu bzw. als zweites Stand­bein Office Dogs.

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Susann mit ihrem See­len­hund Buddy

Nun hast du Office Dogs gegründet. Was genau muss man sich darunter vorstellen? Welche Tätigkeiten und Aufgaben übernimmst du im Rahmen von Office Dogs?

Office Dogs ist ein Büroser­vice, der sich auf die Belange und Anforderun­gen von Selb­st­ständi­gen in der Tier­branche spezial­isiert hat. Da ich sel­ber im Rah­men meiner ersten Selb­st­ständigkeit sehr viele Erfahrun­gen in diesen The­men gesam­melt habe weiß ich genau, welche Anforderun­gen man in diesem Bere­ich hat. Viele in der Branche sind als Einzelkämpfer unter­wegs, viele sind Quere­in­steiger und haben oft nicht so genaue Vorstel­lun­gen, was eigentlich alles mit dem Schritt in die Selb­st­ständigkeit zusam­men­hängt. Da gilt es Werbe­mit­tel und Home­page zu gestal­ten, Mate­ri­alien für den Unter­richt vorzu­bere­iten, die Social-Media-Kanäle zu betreuen, Newslet­ter vorzu­bere­iten und zu versenden, an muss jede Menge Gesetze und Richtlin­ien befol­gen, Preise kalkulieren und die Buch­hal­tung machen. Jede Menge Zeug also, was im Hin­ter­grund ablaufen muss – ohne dass man dafür direkt Geld erhält; denn Zeit für seine Kun­den finden, die muss man außer­dem auch noch. Etwa 40% der Arbeit­szeit muss man für diese Auf­gaben ein­pla­nen, damit das Geschäft ins Rollen kommt und am Laufen bleibt. Das jedoch wird von den meis­ten in dieser Branche unter­schätzt und wir reden dabei noch nicht ein­mal von den Men­schen, die zufäl­lig in die Branche rutschen. Nein, auch wenn der Branch­ene­in­stieg lange vorher geplant wurde, erfordert es trotz­dem regelmäßi­gen Zeit­ein­satz diese Auf­gaben gut und rechtzeitig zu erledigen.
Bei mir kann ein Großteil dieser Hin­ter­grun­dar­beiten abgegeben wer­den, damit man sich auf sein Kerngeschäft konzen­tri­eren kann. Außer­dem kön­nen durch diese Art des Out­sourcens auch Kosten einges­part wer­den, weil man sich beispiel­sweise kein Buch­hal­tungs– oder Layout-Programm kaufen muss, weniger Büroar­tikel benötigt etc.. Und ger­ade diejeni­gen, die erst starten, haben meist noch nicht genug Arbeit, als dass es sich aus finanzieller Sicht lohnt, jeman­den extra für diese Auf­gaben anzustellen. Auch die Zeit, die man benötigt, um sich in diese Sachen einzuar­beiten, ist nicht ger­ade zu ver­achten, denn wie heißt es so schön: „Zeit ist Geld“.
Konkret kann der Kunde zum Beispiel bei mir fol­gende Dinge abgeben:
– Erstel­lung und Wartung des Internetauftrittes
– Erstel­lung von Vor­la­gen für Print­wer­bung und Online­grafiken (für Face­book, Home­page und Co.)
– Buchhaltung
– Social-Media-Betreuung und Quar­talspakete, bei denen der Kunde von mir quasi Anleitun­gen bekommt, welche The­men für seine Branche abgear­beitet wer­den kön­nen. Für die ganz Unkreativen also 😉
– Recherc­hear­beiten und Schreibtätigkeiten

Derzeit besteht mein Kun­den­stamm aus Hun­de­schulen und –train­ern, Tier­pen­sio­nen, Reit­ställen, Ernährungs­ber­atern, Hun­de­friseuren, Tier­fo­tografen und Dog­walk­ern, ich habe aber durch Weit­erempfehlung auch den ein oder anderen ‚branchen­frem­den‘ Kun­den. Man muss aber kein Gewerbe haben, um zum Beispiel ein Facebook-Titelbild von mir erstellen zu lassen oder einen Blog desig­nen zu lassen, ich bin da eigentlich zu fast allen Schand­taten bereit 🙂

Außer­dem biete ich auf http://www.office-dogs.de/ einen Blog an. Dort findet man immer wieder auch Anleitun­gen und Berichte zu aktuellen tech­nis­chen und rechtlichen The­men, wie eine Anleitung zum Updaten von Word­Press. Dort möchte ich auch den Weg zwis­chen meinen Kun­den und deren Kun­den verkürzen, denn viele in der Hun­de­branche haben ein Prob­lem damit, sich aktiv Feed­back einzu­holen. Auf dem Blog haben Tierbe­sitzer die Möglichkeit, (anonym) zu erzählen, welche Ange­bote sie gut finden und was sie sich wün­schen; sie erfahren aber auch, was es bedeutet in dieser Branche zu arbeiten, (hierzu ist ger­ade eine Artikelserie in Vorbereitung).

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Susanns Arbeit­splatz

Auf dem Blog findet man auch Texte aus meiner Feder, denn ich habe mich in einer offenen Fragerunde einigen juristischen Fragen deiner Kunden gestellt.

Gab es eigentlich einen Schlüsselmoment, in dem du beschlossen hast, Office Dogs zu gründen?

Ja, den gab es tat­säch­lich. Ich habe ja noch einen Tierser­vice mit Tier­be­treu­ung im häus­lichen Umfeld und hatte hier auf Fehmarn immer das Prob­lem, dass ger­ade im Win­ter dadurch kaum etwas ‚rumkommt‘, weil viele nur während der Sai­son beschäftigt sind und sich dann schlichtweg die Hun­de­be­treu­ung oder den Urlaub ohne Hund im Win­ter nicht leis­ten kön­nen. Also habe ich für diese Zeit einen 450 € Job angenom­men – im Büro, Buch­hal­tung und alles was anfällt, für 2 Stun­den täglich. Irgend­wann habe ich aber gemerkt, dass sich das nicht mehr mit der Tier­be­treu­ung vere­in­baren lässt, es mir aus­gle­ichend aber gut tat, mal was ‚ohne Tier‘ zu machen. Also habe ich den Schritt gewagt, diesen Aus­gle­ich zu mir nach Hause zu holen und habe beide Selb­st­ständigkeiten nun soweit struk­turi­ert, dass sie sich gegen­seitig gut ergänzen, auch wenn das bedeutet, dass ich die Auf­gaben von Office Dogs häu­fig auch abends erledige, weil ich dafür haupt­säch­lich die Ruhezeiten der Hunde nutze.

Wo genau siehst du dich mit Office Dogs in fünf Jahren? Was sind deine Ziele?

Ich hoffe, dass sich Office Dogs in 5 Jahren soweit etabliert hat, dass Selb­st­ständige im Tier­bere­ich darin eine feste Anlauf­stelle finden, wenn es um Dinge geht, die sie selbst nicht übernehmen kön­nen oder wollen. Damit sie glück­lich ihrer Selb­st­ständigkeit nachge­hen kön­nen, ohne sich durch die Hin­ter­grun­dar­beiten kaputt machen zu lassen (viele in der Branche müssen irgend­wann aufgeben, weil sie sich ein­fach über­fordern). Auf kurz oder lang werde ich Mitar­beiter ein­stellen, die sich auf bes­timmte Bere­iche spezial­isieren, um den Anforderun­gen noch besser gerecht zu wer­den. Office Dogs hat das Ziel, Selb­st­ständige in der Tier­branche darin zu unter­stützen, zufrieden selb­st­ständig zu sein.

Zum Abschluss habe ich noch eine Frage, die uns Hundemenschen alle interessieren wird. Lebst du ebenfalls mit einem Hund zusammen? Was genau beiden Hunde für dich?

Ja, ohne geht ja quasi nicht, oder? 😉 Derzeit habe ich einen eige­nen Hund, eine Amer­i­can Cocker Hündin, sie heißt Pucky. Sie unter­stützt mich im Bere­ich des Tierser­vices immens, wenn es zum Beispiel um Train­ings­geschichten geht. Pucky ist mein zweiter Hund, vorher hatte ich einen American-Cocker-Rüden, der lei­der mit 14,5 Jahren gestor­ben ist – mein See­len­hund Buddy. Außer­dem gehören derzeit noch Kater Leo (kam 2013 aus dem Tier­schutz zu mir auf Pflegestelle und blieb) und 3 Kan­inchen (eben­falls alle aus dem Tier­schutz) zu meiner tierischen Crew. Bis zur Geburt meiner Kinder bin ich auch viel im Pfer­de­bere­ich unter­wegs gewe­sen, dafür fehlt mir aber im Moment die Zeit. Dafür darf meine Tochter ein­mal in der Woche zum Reiten, was ihr unheim­lich viel gibt.

Susann mit ihrem Hund Pucky
Susann mit ihrem Hund Pucky

Hunde – oder vielmehr Tiere sind ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben und es ist mir wichtig, dass auch meine Kinder mit Tieren aufwach­sen kön­nen. Bis auf Pucky stam­men alle meine momen­ta­nen Tiere aus dem Tier­schutz; unser Kater kam zu uns, weil er keine Chance auf Ver­mit­tlung hatte (älter als 10, Dia­betes und chron. Zah­n­fleis­chentzün­dung brachten so hohe Kosten mit sich, dass die Vorbe­sitzer ihn abgaben). Durch meine ehre­namtliche Tier­schutzarbeit lan­den auch immer wieder Flaschenkinder und Wildtiere oder Tiere mit schlechten Ver­mit­tlungschan­cen bei mir. Also ja, Tiere sind defin­i­tiv ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Aber es geht mir auch darum, gut für sie sor­gen zu kön­nen und wie jeder Tier­hal­ter weiß, kann das selbst bei kleineren Tieren finanziell ein ganz großes Prob­lem wer­den. Auch, um für solche Fälle abgesichert zu sein, habe ich nach einem zweiten Stand­bein gesucht und es in Office Dogs gefunden.

Liebe Susann, vie­len Dank für dieses inter­es­sante und aus­führliche Inter­view. Ich freu mich auf unsere Zusam­me­nar­beit und auf viele gemein­same Projekte 🙂

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So entwollst du deinen Hund richtig

Dank des Kurses “Hunde frisieren” bei NHAD weiß ich nun, wie man Hunde richtig entwollt.

Queen hat dickes Unter­fell und quält sich immer sehr durch die Mauser. Ihr juckt das Fell und sie kratzt sich viel. Bisher habe ich ver­sucht, das Prob­lem mit dem Fur­mi­na­tor zu lösen. Ich war stets froh, wenn ich viel Fell aus ihr her­aus­bürsten kon­nte. Ich war mir jedoch nie sicher, ob ich den Fur­mi­na­tor über­haupt richtig anwende, sodass das Ganze immer einen blö­den Beigeschmack hatte.

In der vierten Lek­tion meines Kurses kon­nte ich nun ler­nen, wie man Hunde richtig bürstet und kämmt, welche Bürsten und Kämme sich für welches Fell eignen und mit welcher Teck­nik man diese anwendet.

Dankbar war ich über das Kapi­tel “Ent­wollen”. Queen befindet sich zur Zeit in der Mauser und ich habe alle Hände voll zu tun, ihr die Zeit so angenehm wie möglich zu machen. Sie hat so viel Unter­wolle, dass selbst 20 Grad dazu führten, dass sie hechelnd im Kör­bchen lag.

Manchen Hun­den muss geholfen wer­den, um in die Mauser zu kom­men. Beson­ders Rassen mit dicken Unter­fall und hal­blangem Ober­fell wie bei Schäfer­hun­den, Huskys und Berner Sen­nen­hun­den kann das richtige Mate­r­ial und die richtige Tech­nik Wun­der bewirken.

Ich erin­nere mich noch gut an eine befre­un­dete Züch­terin, die ihren Schäfer­hund ausstellen wollte. Da er sich mit­ten in der Mauser befand, suchte sie einen Hun­de­friseur auf und ließ ihn dort ent­wollen. Der Ter­min dauerte 90 Minuten und dabei ließ er soviel Fell dort, dass man meinen müsste, er wäre nackt zurückgekommen.

Mit den richti­gen Geräten lässt sich also das alte Haar vom Unter­fell her­aus­holen, sodass das neue Fell gut durchkom­men kann.

Hier­bei gilt die Faus­tregel: Von groben zu feinen Geräten.

Holt man mit einm groben Gerät nichts mehr her­aus, kann man auf ein feineres umsteigen.

Nimmt man zu viel Ober­fell mit und kommt durch das Unter­fell nur noch schwer durch, dann hat man ein zu feines Gerät genommen.

Ich habe eine Uni­ver­sal­bürste ver­wen­det, einen groben Kamm, einen Ent­woller, einen Schäfer­hund­harken und einen Coatking.

Zusam­menge­fasst geht man wie folgt vor:

Zunächst bürstet man den gesamten Hund mit der Uni­ver­salnbürste, sodass alle Klet­ten ent­fernt sind. Anschließend geht man mit einem Ent­woller durch das kom­plette Fell. Hier­bei darf nicht zu hart gezo­gen wer­den, damit die Haut nicht ver­letzt wird. Bei Queen habe ich den Fokus aus den Rücken, die Hose, die Seiten und den Hals gelegt. Danach wird das Fell mit einer Schäfer­hund­harke nochmals gebürstet. Zum Schluss kann man die let­zte tote Unter­wolle mit dem Coatk­ing entfernen.

Um das Ergeb­nis abzu­run­den wird der Hund erneut mit der Uni­ver­sal­bürste gebürstet. Das Fell wird nun in Schichten aus­ge­bürstet und man kann tiefer bürsten als beim ersten Mal.

Nach nur einer hal­ben Stunde sah das Ergeb­nis so aus:

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Und hier find­est du die Bürsten, die ich bei Queen ver­wen­det habe.

Universalbürste

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Die Uni­ver­sal­bürste könnt ihr hier* bestellen.

Schäferhundharke

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Diese könnt ihr hier* bestellen.

Coatking

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Diesen bekommt ihr hier*.

*Bei den Links han­delt es sich um soge­nan­nte Ama­zon Affil­i­ate Links. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 

3 Vorteile einer Pfeife im Rückruf

Grund­sät­zlich würde ich mich in der Erziehung meiner Hunde wohl eher in der Wat­te­bäuschchen — Frak­tion einord­nen. Mir ist es wichtig, dass sich meine Hunde “frei ent­fal­ten” kön­nen. Damit meine ich nicht, dass sie wild hin­ter Rehen hin­ter­her ren­nen dür­fen. Son­dern hier­mit meine ich, dass ich kleine “Macken”, weswe­gen andere in der Hun­de­schule den Train­ern die Ohren abkauen, nicht direkt als Prob­lem ansehe. Hunde sind viel intel­li­gen­ter, als wir oft annehmen. Ich gebe ihnen lieber die Möglichkeit, eigene Lern­er­fahrun­gen zu sam­meln, statt sie in eine Rich­tung zu drängen.

Queen zum Beispiel hat ich anfangs auf Schitt und Tritt ver­folgt. Klar, kön­nte man sie nun an ihrem Platz fes­t­binden oder man kön­nte hun­dert mal von links nach rechts laufen, damit sie gen­ervt liegen bleibt. Ich habe das ein­fach ignori­ert und sie hat es ganz von alleine ver­standen. Püppi hinge­gen frisst nicht auf ein­mal ihren Napf leer. Sie nimmt sich zwei oder drei Brocken, geht anschließend ins Wohnz­im­mer, beschäftigt sich dort und geht danach wieder zum Napf. Ich habe nach fün­fzehn Minuten den Napf weggenom­men und wollte ihr so beib­rin­gen, dass sie alles dierkt fressen soll. Das Ergeb­nis sah so aus: während der fün­fzehn Minuten ging sie zwis­chen­durch immer mal wieder dor­thin, schaffte aber nicht alles aufzufressen. So sah jede Mahlzeit aus. Unterm Strich fraß sie also viel weniger als sie sollte. Das änderte sich auch nach einige Tagen nicht. Nun steht der Napf in der Küche, immer etwas gefüllt. Und Püppi denkt trotz­dem nicht, dass sie die Weltherrschaft an sich geris­sen hat.

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Ich ver­suche mich eher meinen Hunde anzu­passen, als dass ich sie zu etwas dränge, “was sich halt so gehört”. Mir tut das nicht weh, wenn da immer etwas im Napf ist. Und ich war auch nicht beein­trächtigt, als Queen mich ver­folgt hat. Wenn es jeman­den ern­sthaft stört, ist das natür­lich etwas anderes. Ich ver­suche mich in einem ruhi­gen, entspan­nten Moment zu fra­gen, ob da für mich Hand­lungs­be­darf besteht. Wenn nicht (und das ist meis­tens so), dann gebe ich ihnen lieber die Option, eigene Erfahrun­gen zu sam­meln und so selbst zu merken, dass sie mir zum Beispiel nicht immer fol­gen müssen. Stimmt die Bindung zum Hund, erledi­gen sich viele Dinge von allein.

So lange alles andere läuft, sind mir solche “Kleinigkeiten” egal.

Und mit “alles andere” meine ich in erster Linie den Rückruf.

Nichts ist mir so wichtig, wie ein ver­lässlicher Rück­ruf. Ich möchte meinen Hun­den möglichst viel Frei­heit bieten und möglichst oft ohne Leine laufen lassen kön­nen. Das kann ich aber nur, wenn sie ver­lässlich zurück­kom­men, wenn ich sie rufe.

Wie die Über­schrift schon ver­rät, bin ich auf die Pfeife gekommen.

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Schon lange hängt sie an meiner Garder­obe, doch so richtig zum Ein­satz gekom­men, ist sie erst vor rund einein­halb Wochen. Mit zwei Hun­den ist es nicht so ein­fach, weil sich eigentlich immer die falsche ange­sprochen fühlt. Ein “Nein” in Püp­pis Rich­tung, verun­sicherte Queen. Daher lautet Püp­pis Wort nun “Tabu”. Ein “Aus” gerichtet an Püppi, ver­an­lasst Queen grund­sät­zlich alles fallen zu lassen, auch, wenn sie ger­ade so schön mit ihrem Ball spielt. “Gib ab” ist daher das Kom­mando für Püppi.

Beim Rück­ruf ist mir aufge­fallen, dass wir unzäh­lige Male am Tage Worte wie “Komm” und “Hier” benutzen. Queen hört eigentlich auf alles. Egal ob ich “Queen”, “Komm” oder “Hier” rufe, sie kommt. Daher habe ich nie über den Ein­satz eine Pfeife nachgedacht. Doch nun habe ich die Vorteile einer solchen erkannt.

Die Stimme

Unsere Stimme ist nie iden­tisch, weil sie nie emo­tion­s­los ist. Sind wir in Eile wird das fre­undliche “Hier” schnell zu einem gen­ervten “Hier” und führt fol­glich zu einem verun­sicherten Hund. Uns allen ist schon aufge­fallen, wie unter­schiedlich wir unsere Hunde rufen. Üben wir den Rück­ruf kommt ein schwungvolles “Hii­i­i­ier”. Kommt uns aber ein anderer Hund ent­ge­gen, von dem wir vielle­icht sogar wis­sen, dass es Ärger geben kön­nte, wir aus dem schwungvollen Rufen schnell ein hek­tis­ches, nervöses “Hier­rrr”. Nicht sel­ten haben wir dann einen Hund vor uns, der sich erst ein­mal umsieht, warum Frauli denn jetzt so nervös wird.

Die Pfeife ist neu­tral. Sie ver­rät unseren Gefühlszu­s­tand nicht, sodass sich dieser nicht auf den Hund auswirken kann.

Die Lautstärke

Eine Pfeife ist so durch­drin­gend, dass sie auch einen weit ent­fer­n­ten Hund erre­ichen kann. Sollte doch mal das Reh inter­es­san­ter sein, müssen wir richtig laut schreien und rufen. Eine Pfeife ist da prak­tis­cher und schont den Hals.

Die Individualität

Wir kön­nen uns einen ganz eige­nen Pfeifton aneignen. Nicht nur ein stumpfer Pfiff ist möglich, son­dern vielle­icht sogar zwei kurze Pfiffe hin­tere­inan­der. Ich bin zwar dur­chaus davon überzeugt, dass ein Hund unsere Stimme auch zwis­chen anderen Stim­men erken­nen würde, den­noch glaube ich, dass ein Pfiff ein­fach durch­drin­gen­der ist. Wir reden so viel auf unsere Hunde ein, dass vieles schon aus­ge­blendet wird. Ein Pfiff kommt nur beim Rück­ruf und nur in dieser Sit­u­a­tion zum Ein­satz. Das ist viel beson­derer als unsere Stimme, die ständig auf unsere Vier­beiner einredet.

Das Training mit einer Pfeife

Wir haben vor einein­halb Wochen ange­fan­gen mit der Pfeife zu trainieren. Hier­bei habe ich mir angewöhnt, eine “Super­be­loh­nung” mitzunehmen. Das ist eine Beloh­nung, die es nur dann gibt, wenn auf den Pfeifton der Hund zurück­kommt. In unserem Fall ist das Leber­wurst, die ich in einer Tube mit mir herum­trage. Püppi ist da völ­lig süchtig nach — die per­fekte Beloh­nung für den Rück­ruf. Bere­its jetzt ist es möglich, sie aus dem Spiel mit Queen her­aus abrufen zu kön­nen. Auch aus dem Anvisieren eines Vogels bekomme ich sie ohne Prob­leme raus. Heute abend ist wieder Hun­de­schule. Wenn es bei dem Plan der let­zten Woche bleibt, üben wir heute abend den Rück­ruf. Ich bin ges­pannt, ob Püppi unter anderer Ablenkung eben­falls auf die Pfeife reagiert. Selbst, wenn nicht, bin ich mit dem Erfolg nach so kurzer Zeit mehr als zufrieden. Die Pfeife ist bei zwei Hun­den wirk­lich prak­tisch. Natür­lich reagiert auch Queen mit­tler­weile gut auf den Pfiff und kommt eben­falls zurück. Klar, sie möchte ja auch gerne die Leberwurst 🙂

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Ich jeden­falls kann die Pfeife jedem nur empfehlen. Ger­ade bei Hun­den, die vielle­icht nicht so gut abruf­bar sind, ist das Ein­führen einer Pfeife nochmal etwas ganz anderes zur men­schlichen Stimme und vielle­icht nochmal eine Chance völ­lig neu mit dem Rück­ruf — Train­ing zu beginnen.

Ich habe das Train­ing so aufge­baut, dass ich zunächst in einer ablenkungs­freien Phase gep­fif­fen habe. Püppi hat sich direkt umgeschaut und war neugierig, wo nun dieses neue Geräusch herkam. Dann habe ich mich sicht­bar hinge­hockt, nochmal gep­fif­fen und sie kam direkt zu mir. Statt sich hinzuhocken, kann man auch lock­end rufen und sobald sich der Hund in die richtige Rich­tung bewegt nochmal pfeif­fen. Sobald Püppi bei mir war gab es die Leber­wurst. Nach zwei Tagen kam sie bere­its beim ersten Pfiff in meine Rich­tung geflitzt und ich kon­nte nach und nach die Ablenkung erhöhen.

Kennt ihr schon die Bedeutung der Nummern auf den Pfeifen?

Die Num­mer steht für eine bes­timmte Ton­lage. Sollte man also seine Pfeife ver­lieren oder sollte sie kaputt gehen, so wäre es hil­fre­ich, man wüsste die Num­mer auf der Rück­seite. So kann man sich genau den gle­ichen Ton wieder kaufen.

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Arbeitet ihr auch mit einer Pfeife? Welche Erfahrun­gen habt ihr machen können?

Wir durften den Osnabrücker Zoo besuchen

Kurz bevor wir nach Berlin gefahren sind, durften wir den Osnabrücker Zoo besuchen.

Ich habe mich riesig auf den Tag gefreut. So pack­ten wir an einem Don­ner­stag unseren Ruck­sack und machten uns auf den Weg. Es war zwar Gott sei Dank kein heißer Tag, den­noch hatte ich mit meinem Heuschnupfen ordentlich zu kämpfen. Aber das sollte uns natür­lich nicht von dem geplanten Besuch abhalten.

Am Ein­gang wur­den wir sehr nett in Emp­fang genom­men. Wir wur­den mit eini­gen Broschüren mit Infor­ma­tio­nen über den Zoo aus­ges­tat­tet und beka­men zudem noch einen kurzen Ein­blick in die aktuellen und geplanten Umbaumaßnahmen.

Pünk­tlich zum 80 — jähri­gen Jubiläum des Zoos soll noch in diesem Jahr de Umbau des Men­schenaf­fen­hauses fer­tig gestellt wer­den. Außer­dem wird im südöstlichen Teil des Zoos inner­halb der näch­sten zwei Jahre eine “Nor­damerika” — Land­schaft entste­hen. Dort sollen Pumas, Skunke, Wölfe und Schwarzbären ein Zuhause finden. Bere­its im näch­sten Jahr soll der erste Teil geöffnet werden.

Der Osnabrücker Zoo ist der einzige Zoo in Deutsch­land, der sich hautp­säch­lich über Spenden und die Ein­tritts­gelder finanziert. Die komu­nalen Zuschüsse sind sehr gering.

Nach dem net­ten Emp­fang und den vie­len Infor­ma­tio­nen machten wir uns auf den Weg. Auch ohne Zoo­plan findet man sich dort supe zurecht. An jeder Gabelung oder Kreuzung befinden sich Schilder, auf denen man entweder direkt zu bes­timmten Tierge­he­gen geleitet wird oder — so wie wir es gemacht haben — dem Rundgang fol­gen kann.

Direkt am Anfang befindet sich auf der rechten Seite ein unterirdis­cher Zoo. Das ist wirk­lich super inter­es­sant und ich habe diese Tiere noch nie zuvor gesehen.

Beson­des gut gefallen hat uns der neue Teil “Takamanda”.

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Dort leben einige Affe­narten, Rot­büf­fel, Warzen­schweine und mein absolutes High­light Tpüfel­hyä­nen. Ich weiß nicht, woher diese Liebe zu den Tieren kommt. Ich denke, ich bin da “König der Löwen” — geprägt. Ich bin immer sehr beein­druckt, wenn ich Hyä­nen live und in Farbe vor mir sehe. Denen kön­nte ich stun­den­lang zuse­hen, obwohl es dort an unserem Tag sehr gemütlich zuging 🙂

Lei­der befinden sich zur Zeit keine Wölfe in dem Zoo. Diese wer­den aber nach den Umbau­maß­nah­men in den Bere­ich “Nor­damerika” einziehen. Ich bin schon sehr ges­pannt auf das Gehege dieser Tiere. Wölfe zu beobachten hat für mich irgend­wie etwas Magis­ches. Ich bin ja schon einige Male um den Zoo herumge­laufen, weil ich die Wölfe sehen wollte. Lei­der habe ich keine sehen kön­nen, aber jetzt weiß ich ja warum 🙂

Beson­ders gefallen hat mir auch der Bere­ich der Tiger. Dieser wurde einem Tem­pel mit sehr viel Liebe zum Detail nachgebaut.

Folgt man dem Rundgang kommt man an allen Gehe­gen vor­bei und ist unge­fähr in drei Stun­den durch. Man kann sich natür­lich weitaus länger dort aufhal­ten. Allerd­ings machte mir mein Heuschnupfen doch sehr zu schaf­fen und Püppi wurde zunehmend quän­geliger. Noch am gle­ichen Abend erfuhr ich von meinem Tier­arzt, dass es an ihrem entzün­de­ten Zahn lag, der ja bere­its einen Tag nach dem Besuch oper­a­tiv ent­fernt wer­den musste.

Wer mit seinem Hund eine Aus­flug plant, ist dort wirk­lich gut aufge­hoben. Der Zoo liegt mit­ten in einem Wald­stück. Die Wege sind sehr breit und man hat eigentlich das Gefühl in einem Wald spazieren zu gehen. An vie­len Ecken findet man Näpfe mit frischem Wasser. Auch Kot­beu­tel sind direkt am Ein­gang angebracht.

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Dass die Hunde nicht mit in die Häuser dür­fen ist ein­leuch­t­end. Nicht nur zum Schutz der dort leben­den Tiere, son­dern auch bezüglich der Hunde. Ger­ade in dem unterirdis­chen Zoo würde sich bes­timmt kein Hund wohl fühlen. Daher ist diese Regel mehr nach als verständlich.

Beson­ders die Gehege in den neuen Bere­ichen sind sehr großzügig und art­gerecht ein­gerichtet. Nicht so gut gefallen hat mir der Bere­ich der Ele­fan­ten. Fraglich ist natür­lich immer, ob man diesen und ver­gle­ich­baren Tiere mit einem der­ar­ti­gen Bewe­gungs­drang wirk­lich je gerecht wer­den kann. Zudem kam es dort zu hefti­gen Rangeleien zwis­chen zwei männlichen Kan­di­daten. Mir wurde jedoch erk­lärt, dass dieses Ver­hal­ten nor­mal sei und beobachtet würde.

Für Kinder ist dort einiges geboten. An jeder Ecke befinden sich große Spielplätze und aus­re­ichend Sitzgele­gen­heiten und die Möglichkeit, etwas zu essen. Dort war es für mein Empfinden lei­der etwas laut, weil aus­gerech­net an unserem Tag viele Schulk­lassen dort waren.

Auch Püppi hate Spaß auf dem Spielplatz :D
Auch Püppi hate Spaß auf dem Spielplatz 😀

An nahezu jedem Weg findet man Infor­ma­tion­stafeln, die sehr kindgerecht gestal­tet sind. Auch, wenn die Schulkinder ein­fach vor­beiliefen, so gibt es doch zahlre­iche Möglichkeiten, seinem Kind die exo­tis­chen Tiere etwas näher zu bringen.

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Uns hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen, auch wenn mein Heuschnupfen und Püp­pis schmerzen­der Zahn dazu führten, dass wir bere­its nach dem Mit­tag auf­brechen musste. Den­noch kon­nten wir alles sehen und hat­ten eine schöne Zeit in dem Zoo. Auch für Hunde ist es dort ein echtes Erlebnis.

Wer also in der Nähe wohnt und Lust auf einen Aus­flug hat, der sollte den Osnabrücker Zoo im Hin­terkopf behalten.

Die Ein­trittskarten sind mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt worden. 

Leben.

Lasst uns ein­fach mal früh aufstehen

und raus­ge­hen.

Lasst uns über Wiesen ren­nen, in Wäldern ver­stecken und durchs Wasser springen.

Lasst uns ein­fach mal wir selbst sein

ohne Angst,

dass das nicht aus­re­ichen könnte.

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Lasst uns aufhören

Unter­schiede zu machen,

denn wer das tut, grenzt sich sel­ber aus.

Lasst uns ein­fach mal kurz ste­hen bleiben

und dur­chat­men

weil das doch viel zu sel­ten passiert.

Lasst uns etwas erschaffen,

was uns bleibt.

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Lasst uns nicht an gestern oder mor­gen denken,

son­dern heute hier und jetzt leben.

Lasst uns mal den Kopf aus dem Hin­tern nehmen

und Fünfe ger­ade sein lassen.

Lasst uns im Regen tanzen und lachen,

denn das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht.

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Und lasst uns auch mal an den kleinen Din­gen erfreuen,

denn das sind die wirk­lich Großen.

Lasst uns die Welt doch ein­fach mal mit den Augen sehen,

die uns jeden Tag mit so viel Liebe anblicken.

Wir kön­nen so viel von ihnen lernen…

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Ich drücke wieder die Schulbank

Ich zähle zu den Men­schen, die immer ein Ziel haben müssen. Eine Peitsche im Rücken und eine Karotte vor der Nase — nur so fühle ich mich gut. Nun sollte man meinen, dass meine Kan­zlei, mein Shop und dieser Blog doch meinen Tag füllen soll­ten. Und eigentlich ist das auch so.

Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, vielle­icht doch nochmal die Schul­bank zu drücken. Vielle­icht doch noch Hun­dewis­senschaften studieren? Vielle­icht doch noch Hun­de­trainer werden?

Ich schob den Gedanken erst ein­mal zur Seite. Weiß ja auch eigentlich noch gar nicht, wo die Reise momen­tan hingeht. Nun habe ich mich kom­plett auf das Tier­recht spezial­isiert und das war auch defin­i­tiv die richtige Entschei­dung. Der Shop läuft aber auch immer besser und macht so viel Spaß. Vielle­icht ist auch das “mein Ding.”

Im Zuge all dieser Gedanken, erre­ichte mich eine Mail. In dieser wurde mir ange­boten, einen Kurs bei NHAD zu besuchen. Zugegeben, im ersten Moment musste ich schmun­zeln. Denn es han­delte sich nicht um Hun­dewis­senschaften oder Hun­depsy­cholo­gie. Der Kurs trägt den schlicht und ein­fachen Namen “Hunde frisieren.”

Ich musste schmun­zeln. Ich sollte also ler­nen, wie man Hunde frisiert?

Ich?

Schnell ent­deckte ich die Vorteile aus dem Kurs. Püp­pis Fell wächst wie Unkraut und ich muss ihr ständig die Augen, Ohren und Pfoten frei schnei­den. Prak­tisch, wenn man auch den Rest des Fells selbst pfle­gen und schnei­den kön­nte. Außer­dem ist der Zeitaufwand über­schaubar und ich hatte Lust auf eine kleine Herausforderung.

Also sagte ich zu.

Schnell bekam ich die Kur­sun­ter­la­gen zugeschicht. Ein hüb­scher Ord­ner und einzeln ver­packte Lek­tio­nen. Jede Lek­tion gliedert sich in einen aus­führlichen Wis­sensteil mit anschaulichem Bild­ma­te­r­ial. Anschließend fol­gen Fra­gen zu dem Kapi­tel, mit denen man selbst prüfen kann, wieviel Wis­sen man sich bere­its aneignen kon­nte. Zum Schluss einer Lek­tion findet man die Hausauf­gaben. Diese muss man zu seinem Dozen­ten schicken und bekommt sie bin­nen 5 Tagen kor­r­rigiert zurück.

Bere­its die erste Lek­tion war anspruchsvoller als ich dachte. Man lernt eine ganz Menge über die Fell­struk­turen, ver­schiede­nen Schneide– und Pflück­tech­niken, Hautkrankheiten und vieles mehr.

Meine ersten Hausauf­gaben habe ich bere­its kor­rigiert zurück­bekom­men und was soll ich sagen: 100 von 100 Punkten 🙂

Vielle­icht ent­decke ich noch ungeah­nte Talente 😀

Nun ist das Geheim­nis um das Bild mit dem Ord­ner von NHAD gelüftet und wer weiß, vielle­icht fahre ich in fünf Jahren mit einem hier­für umge­bauten Wohn­mo­bil durch die Gegend und frisiere Hunde.

Nach dem ver­rück­ten let­zten Jahr sage ich niemals mehr nie 🙂

Ich werde auf jeden Fall noch aus­führlich über den Kurs berichten, sobald ich ihn abgeschlossen habe.

Leichtes Gepäck

Fast jeder kennt den Song “Leichtes Gepäck” von Sil­ber­mond. Für alle, die nicht wis­sen, wovon ich rede, zitiere ich zunächst einige Liedzeilen:

Du siehst dich um in deiner Wohnung,
Siehst ein Kabi­nett aus Sinnlosigkeiten.
Siehst das Ergeb­nis von kaufen
und kaufen von Dingen,
von denen man denkt
man würde sie irgend­wann brauchen.
Siehst die Klam­ot­ten, die du
nie getra­gen hast und die du
nie tra­gen wirst und trotzdem
bleiben sie bei dir
Zu viel Spin­nweben und zu viel Kram
Zu viel Alt­last in Tupperwaren
Und eines Tages fällt dir auf
dass du 99% davon nicht brauchst
Du nimmst all den Ballast
und schmeisst ihn weg
Denn es reist sich besser
mit leichtem Gepäck”

Kennt ihr das Gefühl? Man öffnet eine Schublade und kann gar nicht alles direkt erblicken, weil so viel Kram auf einem Haufen liegt. Mich macht das ver­rückt. Das Gefühl, dass sich Dinge sta­beln, die ich nie benutzen wer­den und eigentlich auch nicht brauche.

So geht es mir seit län­gerem mit dem Schrank von den Wauzis. Es han­delt sich um eine typ­is­che IKEA — Kom­mode, weiß, mit vier großen Schubladen. Man sollte meinen, es han­dele sich um aus­re­ichend Platz, um alle Sachen für die Hunde unter­brin­gen zu können.

Wer mich kennt weiß, dass ich super gerne für meine Hunde shop­pen gehe. Die unter­ste Schublade der Kom­mode war gefüllt mit Leinen, Hals­bän­dern und Geschirren. Völ­lig übertrieben.

Ich weiß gar nicht, was genau der Aus­löser für mein Umdenken war. Wenn ich bisher etwas gese­hen habe was mir gefiel, dann dauerte es zwei oder drei Tage und ich habe es gekauft oder bestellt. Doch nun habe ich zwei Hunde. Und ich liebe es, wenn die bei­den im “Part­ner­look” gehen. Doch immer gle­ich alles dop­pelt kaufen? Immer gle­ich zwei Sets oder zwei Kör­bchen zu bestellen ist eine andere Hausnummer.

Irgend­wann waren es so viele Leinen und Hals­bän­der, dass es mich erdrückt hat. All diese Sachen lösten eine innere Unruhe in mir aus, sodass ich alles nur noch loswer­den wollte. Wenn ich durch den Flur ging, musste ich immer an diese prall gefüllte Schublade denken.

So gern ich das Lieb von Sil­ber­mond mag, so wenig kam mir getreu des Song­textes die Option “Du nimmst all den Bal­last und schmeisst ihn weg” in den Sinn. Klar, so viele tolle Sachen schmeisst man natür­lich nicht ein­fach weg. Also beschloss ich die Sachen zu verkaufen.

Doch ein Hals­band, eine Leine schwebten mir schon seit Monaten im Kopf. Immer, wenn ich im einem Tier­markt gewe­sen bin, stand ich kurz davor und ging dann doch mit einem inner­lichen Schmoll­mund weiter.

Ich schloss mit mir selbst einen Kom­pro­miss. Ich fotografierte all meine Leinen und Hals­bän­der und begann, sie bei Ebay oder in dafür vorge­se­henen Face­book — Grup­pen zu verkaufen. Einige Sachen schmücken bere­its die Hälse von anderen Vier­bein­ern. Ein paar Leinen und Hals­bän­der sind noch in der Schublade, aber auch die werde ich noch verkaufen.

Und damit ich keinen Rückzieher mache und all die schö­nen Dinge doch weit­er­hin bunkere, habe ich mir selbst ver­sprochen, dass ich mir die lang gewün­schten Sets kaufe.

Behal­ten werde ich also nur diese, für Queen und Püppi jew­eils ein Geschirr und unsere Flexi — Leinen (ja, ich find die eigentlich gar nicht so schlecht…). Und ein weit­eres Set als Ersatz. Anson­ten werde ich alle Sachen zum Kauf anbieten.

Fühlt sich gut an. Irgendwie.

Zu viel Kram ist ein­fach erdrück­end. Sollte sich eine Koop­er­a­tion dahinge­hend ergeben, dass wir eine Leine oder ein Hals­band testen dür­fen, sind wir sicher gerne dabei. Aber kaufen will ich vor­erst nichts mehr.

Außer­dem habe ich nun schon so einiges durch und weiß, dass manches auch ein­fach nur gut aussieht, aber lei­der weder prak­tisch ist noch gut in der Hand liegt.

 Aber nun möchte ich euch natür­lich noch unsere neuen Sets zeigen 🙂

Der kleine Löwe fiindet ihr neues Halsband meeegaaaaaa :D
Der kleine Löwe fiin­det ihr neues Hals­band meeegaaaaaa 😀
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Unsere Marke von Petfindu hängt mit­tler­weile an der Leine, weil sie doch noch etwas groß ist für die kleine Püppi. Aber man kön­nte denken, es han­dele sich um ein Pass­foto von ihr 😀

Ich finde, auf Hunter ist Ver­lass. Ich habe schon viele Pro­dukte von Hunter gekauft und war immer run­dum zufrieden. Daher habe ich mich für diese bei­den Hals­bän­der entsch­ieden, jew­eils mit passender Leine aus der Swiss Kollektion.

Ich finde Püppi sieht mit ihrem Hals­band richtig erwach­sen aus. Rot steht ihr ein­fach super 🙂

Queen trägt zum erstem Mal schwarz. Mir gefällt es richtig gut. Schwarz passt ein­fach toll zu ihrem Fell.

Tja ihr Lieben. Nun ist es raus. Wir treten von der Leinen– und Hals­band — Junkie — Front zurück. Wer uns also mit anderer Klam­otte sieht, der weiß, dass ich rück­fäl­lig gewor­den bin und kann mir direkt einen auf den Deckel geben 🙂

(Kooperation) Hundehaftpflichtversicherungen im Vergleich

Wir alle haben schon miter­lebt, wie schnell unsere Vier­beiner einen Schaden verur­sachen können.

Unsere Hunde haben alle schon ein­mal jeman­den ange­sprun­gen. Doch was passiert, wenn diese Per­son sich nicht hal­ten kann und fällt? All unsere Vier­beiner waren schon ein­mal in eine Rauferei ver­wick­elt. Doch wer zahlt eigentlich, wenn einer der Hunde ver­letzt aus der Sit­u­a­tion herausgeht?

§ 833 BGB regelt die Haf­tung eines Hundehalters:

Wird durch ein Tier ein Men­sch getötet oder der Kör­per oder die Gesund­heit eines Men­schen ver­letzt oder eine Sache beschädigt, so ist der­jenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Ver­let­zten den daraus ent­stande­nen Schaden zu ersetzen (…)”

Wie hoch dieser Schaden wer­den kann, wird uns schnell klar, wenn wir uns fol­gende Sit­u­a­tio­nen vorstellen: Ein Hund rennt bel­lend zum Garten­zaun. Der vor­beifahrende Rad­fahrer erschreckt sich und fällt hin. Oder unser Hund sieht auf der gegenüber­liegen­den Seite eine Katze, reißt sich los und rennt auf die Straße, während das her­an­fahren­den Fahrzeug so stark brem­sen muss, dass das Auto hin­ter ihm auffährt.

Schnell kön­nen der­art hohe Sum­men fäl­lig wer­den, dass unter Umstän­den sogar die wirtschaftliche Exis­tenz des Hun­de­hal­ters gefährdet wird.

Finanziell kön­nen wir uns mit einer Hun­de­haftpflichtver­sicherung schützen. Diese deckt alle Kosten, die ein Hund beispiel­sweise verur­sacht, wenn der Hund eine andere Per­son anspricht und dessen Klei­dung beschädigt oder wenn ein Hund einen Auf­fahrun­fall verursacht.

Dieser Auszug aus der Schmerzengeld zeigt, wie schnell man in bei mehreren tausend Euro landen kann
Dieser Auszug aus der Schmerzen­geld zeigt, wie schnell man in bei mehreren tausend Euro lan­den kann

Nicht ver­sichert sind Schä­den, die der Hund dem Hun­debe­sitzer selbst zufüht. Das bedeutet, dass man als Hun­de­hal­ter sein zerkautes Paar Schuhe grund­sät­zlich selbst erset­zen muss.

Doch für wen ist eine Hundehaftpflichtversicherung eigentlich sinnvoll?

Auf­grund meiner Erfahrung als Recht­san­wältin kann ich grund­sät­zlich sagen: für jeden Hun­de­hal­ter. Jeder Hund — egal, ob klein, groß, alt oder jung — kann einen Schaden verur­sachen, der schnell bis in die tausend Euro geht. Hun­de­haftpflichtver­sicherun­gen kann sich jeder leis­ten, sodass man sich bere­its mit niedri­gen Jahres­beiträ­gen vor höheren finanziellen Risiken schützen kann.

Ist eine Hundehaftpflichtversicherung eine Pflichtversicherunng?

Ob es sich um eine Pflichtver­sicherung han­delt, regeln die einzel­nen Bundesländer.

Eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung ist Pflicht in fol­gen­den Län­dern: Berlin, Ham­burg, Nieder­sach­sen, Thürin­gen, Hes­sen, Schleswig — Holstein

Fol­gende Bun­deslän­der ver­lan­gen eine Haftpflichtver­sicherung bei großen Hun­den und sog. Lis­ten­hun­den: Baden Würt­tem­berg, Bay­ern, Nor­drhein — West­falen, Rhein­land — Pfalz, Saar­land, Sach­sen, Sach­sen — Anhalt

Auch, wenn man per­sön­lich nicht von einer Pflichtver­sicherung betrof­fen ist, so kann ich wirk­lich nur jedem aus­drück­lich empfehlen, sich mit einer Hun­de­haftpflichtver­sicherung zu schützen.

Wer sich genauer über die einzel­nen Ver­sicherun­gen informieren möchte, der findet unter fol­gen­dem Link alle nöti­gen Infor­ma­tio­nen, um die einzel­nen Ver­sicherun­gen miteinan­der ver­gle­ichen zu können:

https://www.netzsieger.de/k/haftpflichtversicherungen

Wichtige zu beach­t­en­den Punkte kön­nten bei der Entschei­dung zu der per­sön­lich per­fek­ten Ver­sicherung helfen:

  • Ist mein Hund auch im Aus­land versichert?
  • Wie hoch ist die Deck­ungssumme (meine Empfehlung: 3 bis 5 Millionen)
  • Wie hoch sind Ver­mö­genss­chä­den ver­sichert? (meine Empfehlung: 250.000)
  • Läuft der Ver­trag weiter, wenn der Ver­sicherungsnehme stirbt?
  • Sind Schä­den an gemieteten Objek­ten mitumfasst?
  • Ist die Teil­nahme an Hun­de­v­er­anstal­tun­gen wie zum Beispiel Tunieren mitversichert?
  • Wer­den Welpen im Ver­sicherungss­chutz eingeschlossen?
  • Besteht ver­traglich eine Leinen– und Maulkorbpflicht?
  • Wer ist mitver­sichert, wenn zum Beispiel der Lebenspart­ner den Hund ausführt?

Bei dem Text han­delt es sich um einen finanzierter Beitrag.