Monat: September 2016

Wer Spielzeug benutzt, spielt nicht ?!?!

Am ver­gan­genen Dien­stag habe ich euch von unseren Erfahrun­gen am Sil­bersee berichtet (den Bericht findet ihr hier) Ich habe euch erzählt, dass ich in einer Face­book Gruppe von Hun­de­hal­tern dort am See gepostet habe, was ich von der aktuellen Sit­u­a­tion dort halte. Ich habe mich darüber geärg­ert, dass man kaum noch Platz findet um ungestört mit seinen Hun­den spie­len zu kön­nen. In diesem Zusam­men­hang erwäh­nte ich auch, dass fremde Hunde dort oft unser Spielzeug klauen und dann bru­tal vertei­di­gen. Von einem Hun­de­hal­ter eines typ­is­chen “Der will nur spie­len” kam dann der Satz “Wer mit seinem Hund mit Spielzeug spielt, spielt nicht.”

Schwachsinn oder ist vielleicht doch ein Funken Wahrheit enhalten?

Sicher kann man auch ohne Spielzeug ganz prima mit seinem Hund spielen.

Kein Hund braucht Spielzeug.

Ein gemein­sames Ren­nen über eine Wiese, zusam­men Toben über Baum­stämme im Wald und ein gemein­sames Rangeln auf dem Boden macht jedem Hund eine Menge Spaß und stärkt die Bindung.

Und auch wir ren­nen gemein­sam über Felder, spie­len ver­stecken im Wald und bud­deln gemein­sam im Sand.

Man braucht also sicher kein Spielzeug um mit seinem Hund tolle Aben­teuer erleben zu können.

Doch ich würde nie so weit und sagen, dass derjenige, der Spielzeug nutzt, gar nicht spielt.

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Sowohl Queen als auch Püppi sind wahnsin­nig ver­spielt und beschäfti­gen sich gern mit ihrem Spielzeug. Dann wird gekn­ab­bert, gemein­sam gez­ergelt und gezo­gen. Die bei­den kön­nen sich ganz prima miteinan­der beschäfti­gen. Manch­mal mit und manch­mal ohne Spielzeug. Doch in bei­den Fällen — ob mit oder ohne Ball — spie­len sie miteinander.

Und auch, wenn Spielzeug kein Muss ist, so ist es doch eine tolle Option, um sich art­gerecht mit seinem Hund beschäfti­gen zu können.

Ich würde allerd­ings nie so weit gehen und Spielzeug benutzen, um den Hund stumpf auszupow­ern. Nicht sel­ten sieht man Hun­debe­sitzer, die auf ihrer gesamten Runde ums Fell lust­los den Ball mit einer han­del­süblichen Wurf­schleud­err übers Feld wer­fen. Der Hund hetzt hin­ter­her und spuckt den Ball anschließend vor Her­rchens Füße. Während dieser den angesab­berten Ball zurück in die Schleuder drückt, ohne sich hier­für bücken zu müssen, wird dies meist von einem auf­fordern­den Bellen des Hun­des begleitet.

Wann wir Spielzeug benutzen

Queen und Püppi apportieren gerne.

Wir nehmen Spielzeug mit in den Wald und dann geht’s los. Ein “Sitz Bleib” und das Spielzeug fliegt. Auf Kom­mando hin dür­fen entweder beide (wenn zwei Spielies geflo­gen sind) oder einer das Spieli zurückholen.

Ohne “Bleib” geht bei uns allerd­ings gar nichts. Queen soll auf­grund ihrer Gelenke nicht wild los­ren­nen und abrupt abbrem­sen. Auch für Püppi ist das super, denn die kleine steigert sich richtig extram in das Spiel hinein und so kann das ganze etwas brem­sen und wir spie­len kontrolliert.

Spielzeug eignet sich super für Suchspiele.

Gern nehmen wir einen kleinen Ball oder den Safestix mit auf die Runde und ver­stecken es. Das macht uns allen am meis­ten Spaß, weil man so kreativ sein kann und immer wieder neue Möglichkeiten ent­deckt. Das Spielzeug kann ver­bud­delt wer­den, unter einem Laub­haufen ver­steckt oder in einen holen Baum gelegt wer­den. Man kann das Spielzeug aber auch super in einen Strauch hän­gen. Natür­lich nur so hoch, dass der Hund es noch erre­ichen kann. Man wun­dert sich, wie schwer das für die Hunde sein kann, wenn sich das Spielzeug plöt­zlich nicht mehr auf dem Boden befindet, son­dern an einem kleinen Ast baumelt.

Spielzeug kann auch super in der Woh­nung ver­steckt wer­den, wenn es draußen reg­net oder zu heiß ist.

Und manch­mal trägt Queen ein Spielzeug ein­fach nur mit sich rum. Sie hört, dass es raus geht, nimmt sich ein Spielzeug und ver­sucht dieses an mir vor­beizuschmuggeln. Ich lass sie es meist mit­nehmen, voraus­ge­setzt es han­delt sich nicht um den Safestix wenn Her­rchen mit­geht, denn das ist ihm doch etwas unan­genehm. Kann ich gar nicht verstehen 😉

Wenn wir nach Hause kom­men oder “von Queen erwün­schter” Besuch kommt, holt sich auch eins ihrer Spiel­sachen und bringt es mit zur Tür. Wer jetzt denkt, sie würde es dem Besuch oder mir brin­gen, den muss ich ent­tä­suschen. Voller Stolz zeigt sie ihr Spieli und dreht damit einige Ehren­run­den durch die Wohnung.

Püppi ist den gesamten Tag mit irgen­det­was beschäftigt. In der Regel knab­bert sie auf Spielies herum. Manch­mal nuck­elt sie richtig an einem Stoff­ball. Diesen trägt sie immer von dem einen Schlaf­platz zum anderen, weil sie ohne ihren Stoff­ball kaum schlafen kann. Sie nuck­elt da richtig drauf herum und drückt mit den Pfoten in den Ball als würde sie noch bei ihrer Mama trinken. Das sieht wirk­lich zu niedlich aus 🙂

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Man kann sicher ohne Spielzeug spie­len, aber wer den All­tag mit seinem Hund abwech­slungsre­ich gestal­ten will, der würde sicher das ein oder andere Spielzeug vermissen.

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Klar braucht man nicht wie wir Ver­rück­ten drei große Kisten voll, son­dern wahrschein­lich reichen auch drei bis vier aus­gewählte Spielzeuge völ­lig aus 🙂

Den­noch würde ich nie soweit gehen und sagen, wer mit seinem Hund mit Spielzeug spielt, der spielt gar nicht.

In Anbe­tra­cht der Freude meiner Fell­nasen an ihren Spiel­sachen halte ich diese Aus­sage sogar für schlicht falsch.

Was meint ihr? Spie­len eure Hunde auch gerne mit Spielzeug? Oder seht ihr das wie der Hun­de­hal­ter am See und hal­tet das Spie­len mit Spielzeug gar nicht für ein richtiges Spiel?

Darf ein Vermieter die Hundehaltung generell verbieten?

Die Hal­tung von Tieren jeglicher Art ist untersagt.”

Oft werde ich gefragt, ob der­ar­tige Klauseln über­haupt wirk­sam sind. Darf ein Ver­mi­eter die Hun­de­hal­tung eigentlich generell verbieten?

Der BGH hat ein generelles Haustierverbot in Mietverträgen für unzulässig erklärt.

Doch was bedeutet das eigentlich für den Mieter, der einen Hund in sein Leben holen möchte oder mit seinem Vier­beiner eine neue Woh­nung sucht?
Sollte der Ver­mi­eter nicht mit einer Haustier­hal­tung ein­ver­standen sein, kann er diese nicht generell ver­bi­eten. Er muss zunächst sach­liche Argu­mente vor­brin­gen, um die vom Mieter gewün­schte Tier­hal­tung unter­sagen zu kön­nen. Hier­bei soll eine umfassende Inter­essen­ab­wä­gung stattfinden.
Hier­bei wird berück­sichtigt, um welche Rasse und Größe es sich bei dem gewün­schten Tier han­delt. Außer­dem sind das Ver­hal­ten und die Anzahl der Tiere rel­e­vant. Auch das soziale Umfeld der Woh­nung kann eine Rolle spie­len. Eben­falls Bedeu­tung bekom­men die per­sön­lichen Ver­hält­nis­sen des Mieters, wobei hier­bei vor allem das Alter entschei­dend sein kann. Wichtig sind vor allem die berechtigten Inter­essen des Mieters, des Ver­mi­eters und der übri­gen Mit­be­wohner im Haus. Eben­falls kann die Anzahle bere­its im Haus wohnen­der Tiere und fol­glich die bish­erige Hand­habung des Ver­mi­eters eine Rolle spie­len. Beson­dere Berück­sich­ti­gung finden per­sön­liche Bedürfnisse des Mieters (zum Beispiel die Notwendigkeit eines Blindenhundes).

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All­ge­meine Erwä­gun­gen sowie pauschale Lebenser­fahrun­gen genü­gen an dieser Stelle nicht. Der Ver­mi­eter muss konkrete Stör­fak­toren dar­legen und begrün­den können.

Die mögliche Größe des Tieres sowie die Anzahl der Tiere hängt maßge­blich von der Größe der Woh­nung ab. Besteht hier ein soge­nan­ntes grobes Missver­hält­nis, kann das Inter­esse des Ver­mi­eters unter Umstän­den über­wiegen und zu einer Unter­sa­gung der gewün­schten Tier­hal­tung führen. Um eine grobe Vorstel­lung von einem Missver­hält­nis zu bekom­men: Das Amts­gericht München entsch­ied, dass vier Hunde in einer 40 qm — Woh­nung zu viel seien. Hier spie­len in erster Linie tier­schutzrechtliche Aspekte eine Rolle. Die Sit­u­a­tion in einem Ein­fam­i­lien­haus ist dem­nach anders zu beurteilen als in einem großen Miet­shaus mit vie­len Parteien. Auch auf dem Land kann sich die Sit­u­a­tion im Hin­blick auf die Men­tal­ität der Men­schen anders darstellen als in der Großstadt.

Das soziale Ver­hal­ten des Hun­des kann eben­falls eine Rolle spie­len. Aggres­sive Hunde schaf­fen Angst und Mis­strauen in der Haus­ge­mein­schaft. Da auch auf die übri­gen Mieter Rück­sicht genom­men wer­den muss, ist das Ver­hal­ten des Hun­des unter Umstän­den relevant.

Jede Tier­hal­tung erfordert also eine einzelfall­be­zo­gene Abwä­gung bei der sowohl die Inter­essen des Mieters, des Ver­mi­eters als auch die Inter­essen der übri­gen Haus­be­wohner eine Rolle spie­len. Nur wenn nie­mand beein­trächtigt wird, gibt es keinen Grund für den Ver­mi­eter, dem Mieter die Hal­tung eines Tieres zu untersagen.

Blogreihe Handicaphunde — Diagnose PRA

Über den heit­i­gen Artikel zur Blo­greihe Hand­i­ca­phunde habe ich mich beson­ders gefreut. Denn dieser Beitrag stammt von meiner lieben Fre­undin Lea und ihrem Hund Izzy. Queen und Izzy sind dicke Kumpels und auch Püppi ist ganz begeis­tert von dem hüb­schen Izzy. Diese Geschichte geht mir daher beson­ders nah. 

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Diagnose PRA — Aber den Kopf nicht in den Sand gesteckt

Izzy ist ein Bor­der Col­lie Rüde, 3,5 Jahre alt und ein abso­lut fröh­licher Hund, der Agility und jegliche andere Aktiv­itäten liebt. Vor zwei Monaten haben wir die Diag­nose bekom­men, dass Izzy an PRA erkrankt ist. PRA bedeutet Pro­gres­sive Reti­naa­t­ro­phie und ist eine vererb­bare Augen­erkrankung, bei der die Net­zhaut des Hun­des fortschre­i­t­end abstirbt und somit immer mit einer kom­plet­ten Blind­heit endet. Im Fol­gen­den möchte ich euch erzählen, wie wir über­haupt dazu kamen, Izzy fachärztlich unter­suchen zu lassen jnd wie die Diag­nose unser Leben beeinflusst.

Schon am Ende let­zten Jahres, im Win­ter, merkte ich, dass Izzy in unbekan­nter Umge­bung unsicherer wurde. Kamen uns Pas­san­ten ent­ge­gen spitzte er die Ohren und lief unsicher, genauso wenn plöt­zlich jemand aus einer Haustür kam. Er lief teil­weise wie auf rohen Eiern. Da sich sein Ver­hal­ten aber nur sehr langsam dahinge­hend entwick­elte, machte ich mir nicht so viele Gedanken. Dass Hunde auch nacht­blind sein kön­nen, das hatte ich gehört und beun­ruhigte mich nicht so stark. Es vergin­gen also viele Wochen, Monate bis Izzy an einem Abend plöt­zlich gegen ein park­endes Auto lief. Ich hatte ihn für die Aben­drunde an der Felx­ileine und kurz bevor wir in den kleinen Fußweg ein­biegen kon­nten knallte es plöt­zlich, Izzy schrie auf und kam sofort zu mir gelaufen. Ich war total ver­wun­dert und kon­nte mir vor­erst gar nicht erk­lären, was passiert war. Es war wirk­lich dunkel und als Izzy das Auto zuerst mied, war mir klar, was passiert war. Dieser Vor­fall machte mir bewusst, dass es sich mit Sicher­heit nicht nur um “schlechtes Sehen im Dun­klen” handelt.

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Kurz darauf hatte ich einen Ter­min bei meiner Haustierärztin, die sich Izzys Augen nach Ihren Möglichkeiten anschaute. Sie kon­nte nichts beson­deres fest­stellen, emp­fahl mir aber, Izzy bei der Tierklinik in Bram­sche vorzustellen. Gesagt, getan. Ich vere­in­barte einen Ter­min bei dem Augen­spezial­is­ten. Vor diesem Ter­min laß ich natür­lich viel über Augenkrankheiten und die Symp­tome der PRA passten alle­samt genau zu Izzy: auf­fäl­lig ist die anfängliche Nacht­blind­heit, die späte Form dieser Erkrankung tritt mit ca. drei Jahren auf. Nach meiner Schilderung unter­suchte der Arzt Izzy mit ver­schiede­nen Meth­o­den und fragte mich, ob ich schon ahnen würde, um welche Krankheit es sich han­delte. Ich sprach meine Ver­mu­tung CEA oder PRA aus, er bestätigte mir die PRA und zeigte mir die Auf­fäl­ligkeiten von Izzys Augen anhand der Aufnahmen.

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Okay. Mein Hund wird blind.

Er wird bald nichts mehr sehen kön­nen. Das waren meine Gedanken nach diesem Tier­arztbe­such. Ich war tod­trau­rig, schock­iert und hatte unglaublich viel Mitleid mit meiner kleinen Maus. Es flossen unzäh­lige Trä­nen, mich plagte die Frage nach dem “Warum”. Warum Izzy, warum muss es uns tre­f­fen? Wir hat­ten doch noch so viel vor. Ger­ade erst hat­ten wir uns für den Kurs für die Beglei­thun­de­prü­fung angemeldet. Im Agility lief es super, wir lieben es, auf Fun­turnieren zu starten. Zudem wollte ich Izzy später mit in meine Arbeit als Erzieherin ein­beziehen. Diese ganzen Pläne waren für mich erst­mal hinüber. Wie soll das gehen mit einem Hund, der nichts mehr sieht?

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Als er dann abends neben mir im Bett lag und mich so anschaute und ein­fach genauso war, wie vor der Diag­nose dachte ich mir, das Kopf in den Sand stecken keine Alter­na­tive ist. Irgend­wie muss es ja weit­erge­hen, auch mit der Krankheit. Ich suchte mir bei Insta­gram und Face­book Seiten von Hun­den, die eben­falls blind sind und genau diese machten mir Mut. Den meis­ten Hun­den merkt man ihre Behin­derung gar nicht an, sodass sich wirk­lich die Frage stellt, ob es eine Behin­derung ist. Für die Hunde zumin­d­est nicht, nach­dem sie sich an diesen Zus­tand gewöhnt haben. Um Izzy auf seine Blind­heit vorzu­bere­iten kon­di­tion­iere ich bere­its jetzt Kom­man­dos wie “Treppe” und “Stufe”. Wichtige Kom­man­dos wie “Warte” und “Steh” beherrscht er bere­its, denn auch die kön­nen sehr wichtig für uns wer­den. Auch das Train­ing für die Beglei­thun­de­prü­fung machen wir weiter und wer­den diese Prü­fung able­gen — egal ob sehend oder blind.

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Gemein­sam als Team wird uns diese Krankheit nicht im Wege ste­hen. Unser geliebtes Agility wer­den wir solange fort­führen, wie es geht, auch wenn das bedeutet, dass wir nur über die A-Wand laufen. Oder wir suchen uns eine andere Sportart wie Zielob­jek­t­suche. Wir lassen alles auf uns zukom­men und nehmen es so wie es kommt. Mit­tler­weile sehen wir diese Krankheit nicht mehr als Bestra­fung, son­dern als Ler­nauf­gabe, an der Izzy und ich wach­sen wer­den. Denn ändern kön­nen wir es nicht.

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Vie­len Dank, dass du diese Geschichte mit uns geteilt hast. Ich erin­nere mich noch gut an den Tag, an dem du mich auf dem Rück­weg von der Klinik besucht und mir von der Diag­nose erzählt hast. Izzy bleibt Izzy. Egal, was passiert. Und ihr werdet nicht nur die Beglei­thun­de­prü­fung meis­tern, son­dern auch den Rest. Wer, wenn nicht ihr? 🙂 

Platz da! Ein Rüpel kommt!

In unserer Heimat gibt es einen wun­der­vollen See, der von allen Zwei– und Vier­bein­ern geliebt wird. Wir haben schon häu­figer über Aus­flüge dor­thin berichtet und auch schon einige Bilder gezeigt.

Der Sil­bersee ist ein­fach toll. Der Strand ist wun­der­schön, das Wasser sauber und es befinden sich nahezu keine Steine am Strand oder im Wasser. Der per­fekte Ort, um seine Hunde ins Wasser lassen zu kön­nen. Queen fährt dort super gerne hin. Sobald sie merkt, dass es zum See geht, win­selt sie ganz aufgeregt und ist nicht mehr zu hal­ten. Und zwar wörtlich 😀

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Doch nahezu bei jedem Besuch in den let­zten Monaten kam es zu unschö­nen Begeg­nun­gen dort. Manch­mal waren wir alleine dort, oft auch mit unserem Kumpel Hagrid. Nicht sel­ten haben wir beschlossen das Weite zu suchen. Daher habe ich einen Text ver­fasst und in eine Face­book Gruppe namens “Hunde Gemein­schaft Sil­ber See” geteilt:

Ich wollte ein­fach mal ein paar all­ge­meine Dinge loswerden.

Ich weiß nicht, ob sich der Sil­bersee zu einem rechts­freien Raum entwick­elt hat, in dem Rück­sicht­nahme ein Fremd­wort und Auf­dringlichkeit zur täglichen Tage­sor­d­nung gewor­den ist. 

Wenn jemand dort mit seinen Hun­den spazieren geht und seine Hunde anleint, dann kann man doch von dem ent­ge­genk­om­menden Besitzer das gle­iche erwarten. Jeder ver­ant­wor­tungsvolle Hun­debe­sitzer leint seinen Hund an, wenn der ent­ge­genk­om­mende Hund eben­falls angeleint ist. Oder er ruft ihn zumin­d­est zu sich — voraus­ge­setzt, er bleibt dann auch neben seinem Zweibeiner.  Ich leine meine Hunde grund­sät­zlich an, weil meine Große sich schnell bedrängt und sich sehr unwohl und unsicher fühlt, wenn andere Hunde auf sie zugestürmt kom­men. Meiner Kleinen möchte ich beib­rin­gen, dass ein Zustür­men sich ein­fach nicht gehört. Mehrfach schon bin ich dafür am Sil­bersee verurteilt wor­den. “Was kom­men Sie hier hin, wenn Sie ihre Hunde anleinen?” “Leinen Sie doch ein­fach ab. Das regeln die schon unter sicht.” Der let­zte Satz ist übri­gens schlicht falsch! Wenn ich am Strand an einem ruhi­gen Platz mit bei­den Hunde spiele und andere Vier­beiner zu uns gestürmt kom­men, dann kann es doch nicht zu viel ver­langt sein, wenn ich die Beistzer bitte ihre Hunde zu rufen. Muss das sein, dass fremde Hunde bel­lend zu uns ger­annt kom­men, das Spielzeug klauen und dieses dann noch mit Knur­ren und Ver­beißen vertei­di­gen? Erst let­ztes Mal kam ein Hund mehrfach zu uns gestürmt. Wir standen nicht an dem großen Sand­strand, son­dern in einer kleinen Nis­che ganz am Rand auf der anderen Seite. Erst ran­nte er meine Kleine mehrfach um und stand dann knur­rend vor der Großen. Erst nach mehrfachem Bit­ten kamen die Besitzer und holten ihren Hund ab. Auf Rufe reagierte er kein bißchen. Beim fün­ften Mal knur­rte meine Hündin eben­falls. Daraufhin nahm der Mann seinen Hund am Hals­band, dem ich auf­grund der hochge­zo­ge­nen Lefzen bis auf die Backen­zähne schauen kon­nte und ging mit den Worten “Komm. Der Schäfer­hund ist böse.” 

Also mal ehrlich?

Wenn euch ein Hund ent­ge­gen kommt, der angeleint ist, dann hat das seinen Grund. Vielle­icht ist er krank, hat Flöhe oder Zwinger­hus­ten. Vielle­icht mag er es nicht, wenn man auf ihn zustürmt oder ist vielle­icht sogar generell unverträglich. Habt doch bitte soviel Respekt und leint euren Hund an.

Und noch etwas: Der Sil­bersee ist nicht dazu da, den Hund auszupow­ern, weil man zu faul ist, sich mit seinem Vier­beiner zu beschäfti­gen. Nicht sel­ten habe ich Leute gese­hen, die ihren Hund abgeleint auf jeden haben zustür­men lassen. In der Hoff­nung, dass sie einen Spiel­fre­und finden und mit einem erschöpften Hund nach Hause fahren kön­nen. Sollte der andere Hund ein­fach keine Lust auf Sozialkon­takte haben, dann ist er nicht generell unverträglich. Vielle­icht hat er ger­ade ein­fach nur keine Lust auf Ihren Hund.

Der Sil­bersee ist für alle da. Auch für diejeni­gen, die nur mal mit ihrem Hund spazieren oder spie­len wollen. Ich habe keine Vere­in­barung unter­schrieben, dass mein Hund mit jedem auf uns zustür­menden Spie­len muss. Ich finde es toll, wenn Hunde dort gemein­sam spie­len und toben kön­nen. Doch nur weil meine Hündin lieber mit mir spielt oder spazieren geht, heißt das nicht, dass sie unverträglich ist. Das zeigt ja auch ihr Ver­hal­ten gegenüber den anderen Hun­den. Ich würde mir ein­fach wün­schen, dass man mit etwas mehr Respekt behan­delt wird und ich möchte nicht hören “Der Hund ist böse.” Mein Hund ist nicht böse. Sie spielt nur ein­fach nicht gern mit frem­den Hun­den. Und das ist ihr gutes Recht. Sie darf auch ein­fach nur mit mir am Wasser spie­len und ihren Ball apportieren, ohne dass wir verurteilt werden.

Schon oft haben wir nur wenige Meter von anderen Hunde ges­tanden. Diese haben eben­falls mit ihren Besitzern oder anderen Hun­den gespielt ohne zu uns ger­annt zu kom­men und meine Hunde zu bedrän­gen. Meine Hunde haben gel­ernt nicht ein­fach zu anderen zu stür­men. Selbst die Kleine mit ihren sieben Monaten weiß das schon.

Und bevor wieder Kom­mentare kom­men: Ja ich habe einen Schäfer­hund und viele von euch ken­nen mich auch. Ihr wisst, dass Queen weder aggerssiv noch unverträglich ist. Sie geht frem­den Hun­den ein­fach aus dem Weg. Sie geht weiter oder spielt weiter. Sie knurrt erst wenn sie sich wirk­lich bedrängt fühlt und da gehört bei ihr schon einiges zu.

Es geht mir ein­fach darum, dass wir Hun­deb­sitzer uns das Leben doch nicht unnötig schwer machen müssen. Wir sitzen doch alle im gle­ichen Boot. Wir soll­ten uns daher auch so ver­hal­ten. Rück­sicht­nahme hat noch nie­man­dem geschadet. Und wenn um Selb­stver­ständliches gebeten wird, dann sollte man so viel Anstand haben und dem nachkom­men, ohne dasss man seinen Gegenüber oder dessen Hund verurteilt oder abstempelt.

Daraufhin schrieben mehrere Hun­debe­sitzer, dass sie die gle­ichen Erfahrun­gen sam­meln musste. Sie wür­den den See daher mei­den und irgendwo spazieren gehen, wo sie ihre Ruhe hätten.

Eine Dame berichtete davon, dass ein Hund an ihren Ruck­sack uriniert hätte. Der Besitzer hat das ignori­ert. Als sie dazwis­chenge­hen wollte, knur­rte der Hund sie an und fletschte die Zähne.

Natür­lich melde­ten sich auch diejeni­gen zu Wort, an die der Post in erster Linie gerichtet war.

Warum fährst du denn über­haupt dahin, wenn dein Hund unverträglich ist?”

Wer mit seinem Hund mit Spielzeug spielt, der spielt sowieso nicht richtig mit ihm.” — hierzu am Fre­itag mehr 🙂

Der See ist groß. Die Runde um den See ist ca. 5 km lang. An nahezu jeder Stelle kann man zum Wasser gehen. Wenn ich mir also eine ruhige Ecke am anderen Ende vom “Hun­de­strand” suche, dann ist das doch mein gutes Recht, oder?

Den­noch inter­es­sant, wie ein und dieselbe Sit­u­a­tion zu 100% unter­schiedlich wahrgenom­men wer­den kann…

Ich komme nicht umher mich zu fra­gen, ob das nun der uns verbleibende Weg ist? Müssen wir weichen, weil für Rück­sicht und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein keinen Platz ist? Ist Bequem­lichkeit und Igno­ranz die mod­erne Umgangsform?

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Platz da! Ein Rüpel kommt!

Ich bin ganz ehrlich:

Ich habe meinen Hund nicht erzo­gen, um die schö­nen Orte zu mei­den. Ich habe meinem Hund nicht beige­bracht, nicht auf anderer zuzustür­men, um sel­ten besuchte Orte aufzusuchen, während die Rück­sicht­slosigkeit in Per­son am See ihren Hund ren­nen lässt.

Vielle­icht kommt da der Jurist in mir her­aus, aber es gibt doch gewisse Regeln im Zusam­men­leben, die doch bitte alle beherzi­gen soll­ten. Es kann doch nicht sein, dass Ver­ant­wor­tungslosigkeit den Anstand verdrängt.

 Ver­steht mich nicht falsch. Jeder Hund kann mal nicht abruf­bar sein. Jeder Hund kann mal flitzen gehen. Zu 100% kann man das nie sagen. Queen hat zwar noch nie nicht gehört und wahrschein­lich würde ich bei ihr sogar den berühmten “Hand ins Feuer — Spruch” brin­gen, doch vielle­icht würde ich mich hier­bei eines Tages verbrennen…

Doch wenn mein Hund stiften geht, dann sam­mel ich den wieder ein. Wenn mich jemand bit­tet, anzuleinen dann mach ich das (wenn ich nicht ohne­hin schon angeleint habe). Und wenn mein Hund andere bedrängt, die offen­sichtlich für sich sein wollen, dann gehe ich dazwischen.

Nur weil der See ein öffentlicher Platz ist, bedeuetet das doch nicht, dass die Hunde bzw. dessen Hal­ter machen kön­nen, was ihnen ger­ade in den Sinn kommt.

Vielle­icht wollen wir ein­fach nur unsere Ruhe haben und ein wenig abschal­ten. Vielle­icht wollen wir ein­fach nur spie­len oder uns mit Hun­dekumpels tre­f­fen, um dort eine schöne Zeit zu verbringen.

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Was wir jeden­falls nicht wollen sind auf uns zustür­mende Hunde, die für Stress sor­gen mit dazu passenden pöbel­nden und rück­sicht­slosen Zweibein­ern, die außer dumme Sprüche nichts auf Lager haben. Wozu einen Hund erziehen, wenn man ihn dort so her­rlich aus­pow­ern kann und anschließend seine Ruhe hat? Wozu sich mit einem Hund beschäfti­gen, wenn er dort doch so prima mit anderen “spie­len” kann?

Beobachtet man die typ­is­chen Plätze, sieht das meist wie folgt aus:

6 bis 8 Hunde ren­nen wild durcheinan­der, prügeln sich um Spielzeug oder mobben einen ein­zle­nen, während die Zweibeiner zusam­men­ste­hen und schnacken.

Bravo.

 Ich für meinen Teil jeden­falls habe beschlossen, diese Orte nicht zu mei­den. Ich habe meine Hunde erzo­gen, um sie über­all mit hin­nehmen zu kön­nen und nicht, um die schö­nen Orte zu meiden.

Leinen los — Gesichtsentgleistungen

Habt ihr eurem Hund schon ein­mal genau ins Gesicht gese­hen, wenn er auf euch zuger­annt kommt?
Bei Püppi muss ich oft auf die wild umher fliegen­den Ohren blicken, während Queens Zunge oft unüberse­hbar ist.

Die Augen sind oft weit aufgeris­sen und manch­mal sehen die bei­den aus, als woll­ten ihre Hin­ter­beine noch schneller ren­nen als ihre Vorderbeine.

Aber seht selbst

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Habt ihr eure Hunde auch schon beim Rennen fotografiert? Dann zeigt her 🙂

Welpenstunden — Ja oder Nein?

Mit Queen habe ich nie eine Hun­de­schule besucht. Zwei mal haben wir Kurse bei Mar­tin Rüt­ter DOGS gemacht. Hier­bei ging es um die richtige Gestal­tung von Spaziergän­gen und das Erschnüf­feln kleiner Gegenstände.

Mit Püppi habe ich direkt ab der 9. Woche einen Welpenkurs besucht.

Doch warum eigentlich?

Und lohnt sich das wirklich?

Das Thema Hun­de­schule war für mich schon immer mehr ein “kann” als ein “muss”.

Wenn ich mir einen 50jährigen Mann mit einem Mün­ster­län­der — Welpen vorstelle, der sein Leben lang Hunde gehal­ten und vielle­icht sogar zur Jagd aus­ge­bildet hat, dann kann ich mir kaum vorstellen, dass dieser Mann tat­säch­lich noch viel mit­nehmen kann aus diesen Stunden.

Sozialkon­takte kann man auch außer­halb der Hun­de­schule organ­isieren und das eigentliche Train­ing findet so oder so im eige­nen All­tag statt. Nie­mand kann mir erzählen, dass die eine Stunde pro Woche auf einem Hun­de­platz zur kom­plet­ten Erziehung eines Hun­des aus­re­icht. Übun­gen müssen auch in den eige­nen vier Wän­den und auf den Spaziergän­gen stattfinden.

Anson­sten hat man näm­lich irgend­wann einen Hund, der auf dem Platz alle Übun­gen beherrscht und Zuhause der let­zte Rüpel ist, weil er genau weiß, dass das Zweibein auf dem Platz kon­se­quent ist und im eige­nen Haus nicht.

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich dur­chaus über mich sagen würde, dass ich ein Händ­chen für Hunde habe. Ich habe das Gefühl schnell einen Draht zu den Hun­den zu haben, sie zu ver­ste­hen und so schnell eine Bindung zu ihnen auf­bauen zu kön­nen. Sowieso bin ich der Mei­n­ung, dass eine starke Bindung der Schlüs­sel zu allem ist. Die Erziehung ergibt sich bei uns im All­tag. Ich nehme mir keine Hand voll Leck­erlis, setze mich auf den Tep­pich und übe “sitz” und “platz”. Dadurch, dass ich den gesamten Tag mit meinen Hun­den ver­brin­gen kann, üben wir im All­tag. Kommt ein Jog­ger, set­zen sich die bei­den an den Rand und wer­den aufge­fordert zu bleiben. Dann gibt es eine Beloh­nung und weiter geht’s. Während ich Leck­erlis in Baum­rinden oder im Gras ver­stecke, warten die bei­den liegend am Rand bis sie die Auf­forderung zum Suchen bekommen.

Die Hunde ler­nen auf diese Weise viel schneller als wenn ich erst auf dem Tep­pich, dann im Garten und schließlich auf dem Feld “sitz” übe.

Aber nun zurück zum Thema.

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Wieso bin ich eigentlich in den Welpenkurs gegangen?

Zunächst ein­mal hatte ich das Bedürf­nis etwas mit Püppi alleine machen zu wollen. Zwei Hunde zu haben ist zwar mehr als nur super, aber den­noch finde ich, dass beide auch Zeit alleine brauchen. Queen hat ihre Zeit mit mir alleine, wenn wir im Wald Such­spiele machen. Püppi sollte ihre Zeit mit mir bekom­men, wenn wir in den Welpenkurs gehen.

Außer­dem wollte ich, dass sie Kon­takt zu Gle­ichal­tri­gen hat. Zwar hat sie vom ersten Tag an mit Queen gespielt, doch sie hätte ohne die Hun­de­schule viel weniger Kon­takt zu Artgenossen gehabt. Queen ist zwar grund­sät­zlich verträglich, spielt jedoch nur mit ihren Kumpels. Unbekan­nte Hunde draußen wer­den ignori­ert. Queen ist zudem ziem­lich eifer­süchtig, wenn Püppi mit anderen spie­len will.

Wie lief unser Welpenkurs eigentlich ab?

Den Welpenkurs haben wir eben­falls bei Mar­tin Rüt­ter DOGS gemacht. Zunächst wusste ich gar nicht, dass die dort auch Welpen­stun­den anbi­eten, daher habe ich mir zunächst eine andere Hun­de­schule ange­se­hen. Dort haben wir uns aber so unwohl gefühlt, dass schon nach der ersten Stunde klar war, dass wir nicht wieder kom­men würden.

Die Welpen­stun­den laufen bei Mar­tin Rüt­ter DOGS so ab, dass die Kleinen in der Regel die gesamte Zeit in dem Welpe­naus­lauf frei laufen dür­fen. Sie spie­len miteinan­der, während die Trainerin ganz viel zum Thema Kör­per­sprache erzählt und zudem Fra­gen beant­wortet. Der Welpe­naus­lauf besteht nicht nur aus einem Zaun und einer Wiese, son­dern auch ver­schiede­nen Unter­grün­den. In dem Aus­lauf ste­hen zudem Gegen­stände wie kleine Zelte, Fig­uren aus großen Hun­den, Git­ter­boxen, einem Kas­ten voller Bälle und ver­schiede­nen Sachen aus dem Alltag.

Die ersten kleinen Übun­gen wur­den einge­baut, doch in der Regel stand der Sozialkon­takt und das gemein­same Ent­decken im Vordergrund.

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Was hat mir der Kurs denn gebracht?

Ich muss zugeben, dass ich nicht gedacht hätte, dass ich soviel mit­nehmen würde. Ich habe viel über Kör­per­sprache gel­ernt und ein Gespür für sehr viele Kleinigkeiten bekom­men, worüber ich vorher nicht nachgedacht hab. Ich kann mich noch gut an eine Übung erin­nern, in der wir unseren Kleinen das “bleib” näher brin­gen woll­ten. Püppi bliebt lieb sitzen, doch sobald ich sie belohnen wollte, stand sie auf. Die Trainerin erk­lärte mir dann, dass ich zu frontal auf sie zuge­gan­gen bin und dadurch, dass sie so klein ist, habe ich mich dabei zu allem Über­fluss auch noch vorge­beugt — ihr quasi gedroht.

Ich bin dann seitlich auf sie zuge­gan­gen und habe mich mehr in die Hocke gesetzt statt mich vorzubeu­gen und siehe da: sie blieb sitzen.

Jetzt kann man natür­lich sagen: Hey, das hätte dir doch selbst auf­fallen kön­nen und in anderen Sit­u­a­tio­nen ist mir das auch schon aufge­fallen. Aber in dieser eben nicht und vielle­icht hätte es noch die ein oder anderen Übung­sein­heit gedauert, bis ich gecheckt hätte, was ich da ger­ade falsch mache.

Wenn wir unter­wegs sind und die bei­den laufen frei, dann rufe ich sie grund­sät­zlich, wenn wir an eine Gabelung kom­men. Meis­tens sage ich einige Meter vor der Kreuzung “stop”. Beide bleiben ste­hen, ich geh an ihnen vor­bei und schaue, ob ein anderer Hund oder ein Fahrrad kommt. Dass ich mit diesem Ver­hal­ten gle­ichzeitig die Gegend “abchecke” und so den Hun­den ver­mit­teln würde, sie kön­nen sich auf mich ver­lassen, weil ich das regeln würde, war mir in der Form nicht bewusst.

Und so ganz allgemein

Ein Welpenkurs ist nie verkehrt. Selbst wenn man denkt, man kriegt das alles hin, so kann man den­noch einiges mit­nehmen. Tolle Erleb­nisse dort stärken die Bindung und man hat eine Stunde, in der man sich mal so ganz ohne Handy, Zwei­thund oder andere Ablenkun­gen auf seinen Welpen konzen­tri­eren kann.

Die Trainer ste­hen einem mit Rat und Tat zur Seite und man kann Prob­leme schon früh erken­nen und aus der Welt schaf­fen. Train­ern fällt nochmal einiges mehr auf als einem selbst und auch die eigene Kör­per­sprache und –hal­tung kann verbessert werden.

Zudem hat Püppi in der Welpen­stunde zwei tolle Fre­unde gefun­den, mit denen wir auch jetzt noch gemein­sam in den Junghun­dekurs gehen. Auch pri­vat haben wir uns schon getrof­fen. Natür­lich war Queeni dann auch dabei 🙂

 Ein Welpenkurs ist sicher kein unbe­d­ingtes Muss, aber den­noch sam­melt man dort tolle Erfahrun­gen und nimmt einiges mit. Ich würde es in jedem Fall wieder machen 🙂

Wer haftet, wenn die Leine reißt?

Am ver­gan­genen Don­ner­stag ging es darum, wer haftet, wenn der Hund einen Unfall verur­sacht. In diesem Zusam­men­hang erre­ichte mich die Frage einer Leserin, wer denn eigentlich haften würde, wenn zum Beispiel die Leine, das Hals­band oder das Geschirr reißt und der Hund in dieser Sit­u­a­tion einen Schaden verursacht?

Ich selbst habe schon miter­lebt, dass der Kara­bin­er­haken einer Leine auseinan­derg­eris­sen ist. Zwar ist die Sit­u­a­tion den Umstän­den entsprechend gut aus­ge­gan­gen, den­noch saß uns der Schock noch einige Tage in den Knochen. Außer­dem hätte “Gott weiß was” passieren können.

Doch wer haftet eigentlich, wenn in einer solchen Situation ein Schaden entsteht?

Grund­sät­zlich setzt ein Schadenser­satzanspruch ein Ver­schulden des Schädi­gers voraus. Klingt erst ein­mal gut, doch wer aufmerk­sam gele­sen hat, dem ist das “grund­sät­zlich” am Anfang des Satzes nicht entgangen.

Denn dieser Grund­satz gilt nicht im Rah­men einer Tierhalterhaftung.

Die Tier­hal­ter­haf­tung entsteht näm­lich völ­lig unab­hängig vom eige­nen Ver­schulden. Sie ist ver­schulden­sun­ab­hängig und wird daher auch Gefährdung­shaf­tung genannt. Das beude­tet also, dass es keine Rolle spielt, inwieweit der Hal­ter des Tieres die Sit­u­a­tion vor­w­erf­bar ist. Es spielt keine Rolle, ob man fahrläs­sig gehan­delt hat. Wessen Tier einen Schaden verur­sacht, haftet.

Jeder Hundehalter muss daher in jeder Situation dafür Sorge tragen, dass von seinem eigenen Hund keine Gefahr ausgeht.

Was sagt uns das?

Augen auf beim Leinenkauf

Achtet darauf, dass die Leine auch tat­säch­lich für euren Hund geeignet ist. Ver­wen­det keine alten Leinen, weil die Kara­bin­er­haken abnutzen und an genau dieser Stelle auseinan­der reißen können.

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Durch ständige Bewe­gung inner­halb dieser Stelle nutzt das Mate­r­ial ab und der Stift rutscht bei Zugkraft durch das Loch hin­durch — das Kara­biner reißt sozusagen auseinander

Wer einen Hund hat, der gerne mal an der Leine zieht, der sollte vielle­icht auf Nylon­leinen verzichten. Diese reißen schneller als zum Beispiel Led­er­leinen, die aus einem Stück sind.

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Die Leine ist aus einem Stück gefer­tigt, sodass auf Nähte kom­plett verzichtet wer­den konnte

Wer Flex­ileinen benutzt, geht grund­sät­zlich ein höheres Risiko ein. Die Gefahren hier­bei liegen auf der Hand. Nicht sel­ten hört man von auseinan­der gefal­l­enen Flex­ileinen, geris­se­nen Gurt­bän­dern und ähnlichem.

Geschirre und Hals­bän­der soll­ten aus­brauchssicher sein.

Wer auf “Num­mer Sicher” gehen will, sollte die han­del­süblichen Kara­biner zer­sä­gen und stattdessen einen Kara­biner aus einem Berg­steiger­shop anbringen.

Was bedeutet das nun in einem konkreten Schadensfall?

Kommt es auf­grund einer geris­se­nen Leine zu einem Schaden, haftet der Hun­de­hal­ter. Entweder zahlt die Tier­haftpflichtver­sicherung oder — sollte keine abgeschlossen wor­den sein — der Tier­hal­ter selbst.

Es besteht die Möglichkeit gegen den Her­steller der Leine vorzuge­hen, allerd­ings muss man hier selbst tätig werden.

Voraus­set­zung der Pro­duk­thaf­tung ist gemäß § 1 Abs. 1 S. 1 Prod­HaftG unter anderem, dass ein Fehler der schaden­sursäch­lichen Sache vor­lag. Ein Fehler liegt dann vor, wenn ein Pro­dukt nicht die erforder­liche Sicher­heit bietet. Bei der Bew­er­tung des erforder­lichen Maßes an Sicher­heit müssen beson­ders die Dar­bi­etung des Pro­dukts, der zu erwartende Gebrauch und der Zeit­punkt des Inverkehrbrin­gens beachtet wer­den. Der Fehler muss zum Zeit­punkt des Inverkehrbrin­gens schon vorgele­gen haben und darf nicht später durch übliche Abnutzung oder Ein­wirkung ent­standen sein.

Dass hier dur­chaus einige Hür­den auf den Hun­de­hal­ter zukom­men liegt auf der Hand.

In Rah­men meiner Tätigkeit als Anwältin bin ich da schon auf sehr absurde Fälle gestoßen.

Eine Dame leinte ihren Hund vor einem Geschäft an. Die Leine riss und der Hund war frei. Darauf der Her­steller: “Die Leine ist ja auch nicht dazu geeignet, einen Hund festzubinden.”

Abge­se­hen davon sind die angegebe­nen Kilo­gramm — Werte für die jew­eili­gen Leinen auf das tat­säch­licht Gewicht des Hun­des bezo­gen. Diese Angaben sagen rein gar nichts darüber aus, wie reißfest die Leine tat­säch­lich ist. Im Zweifel also lieber eine dickere und robus­tere Leine verwenden.

Schaut euch Leine & co. richtig an. Ist das Mate­r­ial für meinen Hund geeignet? Besteht der Kara­biner aus robustem Material?

Kon­trol­liert eure Leinen und Hals­bän­der regelmäßig. Schaut euch an, ob das Mate­r­ial abgenutzt ist und spart nicht am falschen Ende.

 

Blogreihe Handicaphunde — die Mandelenzündung die niemals geht

Heute erzählt uns Ker­stin vom Hun­de­blog Kleine Hun­de­schnau­zen ihre Geschichte. 

Die Mandelentzündung die niemals geht

  Kessie war ger­ade 2,5 Jahre alt, da bekam sie im Win­ter 2014 eine Man­de­lentzün­dung. Es war nicht ihre erste Man­de­lentzün­dung, aber es war die, die für immer bleiben sollte. Ich berichte Euch darüber, wie Kessies chro­nis­che Man­de­lentzün­dung unseren All­tag bee­in­flusst, und wie es Kessie damit geht.

Bei Kessie unter­scheide ich zwei Entzün­dungs­grade. Dabei beschreibt die chro­nis­che Man­de­lentzün­dung Kessies dauer­haften Zus­tand. Die Man­deltaschen sind hier­bei immer geöffnet, die Man­deln sel­ber mal mehr mal weniger stark angeschwollen und gerötet. Kessie ist dabei wie ein ganz nor­maler Hund, zeigt kein Unwohl­sein oder irgendwelche anderen Krankheitssymp­tome. Im Blut sind keine Erreger nach­weis­bar, und somit besteht nicht die Gefahr, dass andere Organe, wie zum Beispiel das Herz, durch die Entzün­dung geschädigt werden.

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Bei einer akuten Man­de­lentzün­dung, sind zusät­zlich eitrige Beläge auf den Man­deln, Kessie bekommt Fieber, ist Schlapp und hat Schmerzen beim Schlucken. Hier­bei besteht die Gefahr, dass andere Organe durch die vorhan­de­nen Erreger im Blut geschädigt wer­den. Unser ganzes Han­deln und Tun besteht darin, eine akute Man­de­lentzün­dung zu vermeiden.

Mit­tler­weile haben wir es geschafft, dass Kessie seit 2014 keine akute Man­de­lentzün­dung mehr hatte. Vor allem Nässe und Kälte führt zu einer Ver­schlim­merung der Entzün­dung. Selbst ein warmer Som­mer­re­gen, bei dem Kessie in einem Regen­over­all und großer Kapuze eingepackt war, hat bei ihr zu einer Steigerung der Schwellung der Man­deln geführt. Da wir aber nicht in einem war­men südlichen Land wohnen, son­dern in einem recht kühlen Teil von Deutsch­land, haben wir ein­fach unseren All­tag auf Kessie und ihre Erkrankung angepasst.

Der Hund mit dem gewissen Mehraufwand

Wirk­lich zu spüren bekom­men wir diesen Mehraufwand eher im Win­ter. Aber auch im Som­mer gibt es das ein oder andere zu beachten. Ich schleppe z.B immer eine 0,5 Liter Wasser­flasche mit mir herum, egal ob im Wald oder auf dem Hun­de­platz, Kessie hat immer ihr eigenes Wasser dabei. Es geht ein­fach darum, dass sie nicht zusät­zlich Erreger über Pfützen­wasser aufn­immt, aber vor allem ver­meide ich es, dass sie mit frem­den Hun­den aus einem Napf trinkt, und sich hier­bei noch etwas ein­fängt. Klar bekomme ich ger­ade am Hun­de­platz schon mal von den Neulin­gen schräge Blicke zuge­wor­fen, wenn ich ver­hin­dere, dass andere Hunde von Kessies Wasser trinken, aber es ist ja auch schnell erk­lärt, und bisher zeigten alle Zweibeiner Ver­ständ­nis dafür.

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Um Nässe und Kälte zu ver­mei­den, haben wir mit­tler­weile feste Abläufe im All­tag. Bei Regen oder Schneere­gen gehen wir ein­fach nicht spazieren. Obwohl so ein­fach war es erst mal nicht für mich, weil ich ein Men­sch bin, der am lieb­sten seine ganze Freizeit in der Natur ver­bringt. Nur ist es sinn­los, Kessie 1–2 schöne Stun­den beim Regen im Wald zu gön­nen, und anschließend muss sie ein Antibi­otika bekom­men, weil sie richtig krank gewor­den ist. Ger­ade im Herbst und im Win­ter kann es dann passieren, dass wir tage­lang nicht richtig nach draußen gehen kön­nen. Zum Glück haben wir einen Garten, indem sich Kessie lösen kann. Zur all­ge­meinen Beschäf­ti­gung gibt es ein sehr umfan­gre­iches Beschäf­ti­gung­spro­gramm im Haus, z.B. mit Trick­sen, Dum­my­suche im Wohnz­im­mer, oder ich baue im ganzen Haus einen Agility-Parcour auf. Kessie ist ein Hund, der nicht eine dauer­hafte Beschäf­ti­gung ver­langt, und auch mal mit einem “Kör­bchen­tag” sehr glück­lich ist. Durch ihr ruhiges und aus­geglich­enes Wesen ist es mir möglich, sie über­all mithin zu nehmen. Ob Bau­markt, Tup­per­abend oder Restau­rantbe­such, im Win­ter ist Kessie über­all mit dabei, um etwas Abwech­slung in ihren den All­tag zu bringen.

 

Aber ein biss­chen Gassi gibt es natür­lich bei jeder Gele­gen­heit auch im Win­ter. Im let­zten Win­ter hat­ten wir sehr viel Glück, und es gab fast täglich immer wieder ein paar trock­ene Stun­den. Da Kessie allerd­ings ein kleiner Lang­haarhund ist, bleiben für uns nur schneefreie Wege. Eingepackt im Win­ter­man­tel und Stulpen­schal, kön­nen wir so die Spaziergänge genießen. Mein Auto statte ich jedes Mal mit einem trock­e­nen Schlaf­sack, Handtüch­ern und Wärmepad aus, damit Kessie direkt nach dem Spazier­gang aus den Nassen Sachen raus, und in den war­men Schlaf­sack hinein schlüpfen kann. So bin ich ständig Klam­ot­ten am trock­nen, bevor ich das Haus ver­lasse muss ich mir genau über­legen, was ich alles für Kessie unter­wegs benötige, und ich stehe immer genau 6 Minuten vor der Mikrow­elle, um das Wärmepad zu erhitzen. Das sind halt die Dinge, die zu unserem Leben dazu gehören, genauso wie die tägliche Gabe der homöopathis­chen Mittel.

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Das Einzige, dass schon etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, sind die regelmäßi­gen Besuche bei einer speziellen Tier­heil­prak­tik­erin. Dadurch, dass diese nicht ger­ade hier um die Ecke prak­tiziert, gehen bei so einem Besuch immer 5–6 Stun­den drauf. Der Inter­vall der Ter­mine ist auch recht wet­ter­ab­hängig. Jetzt im Som­mer fahre ich alle 4–6 Wochen mit Kessie dor­thin, im Win­ter liegt der Rhyth­mus bei alle 2–4 Wochen. Da ich allerd­ings nur auf Teilzeit arbeite, bekomme ich diese Besuche gut in meinen All­tag integriert.

 

Es ist schon etwas anderes, als nur die Leine zu nehmen, und mit dem Hund nach draußen in das wilde Schnee­treiben zu gehen, aber dieser gewisse Mehraufwand ist für uns ein­fach zum All­tag gewor­den, auch wenn sich täglich meine Gedanken darum drehen, was geht und was muss ich ger­ade ver­mei­den. Jedoch durch dieses über­belegte han­deln, kann Kessie ein rel­a­tiv nor­males Hun­deleben führen, und muss nicht ständig Antibi­otika zu sich nehmen.

 

Warum die Mandeln nicht entfernt werden?

Darauf werde ich immer wieder ange­sprochen, ob es nicht besser ist, die Man­deln oper­a­tiv zu ent­fer­nen. Aber solange Kessie nicht ständig an akuten Man­de­lentzün­dun­gen lei­det, und damit eine Gefahr der Erkrankung für andere Organe besteht, ist daran über­haupt nicht zu denken. Zum einen ist es ein kom­plizierter und gefährlicher Ein­griff bei kleinen Hun­den, bei dem es zu starken Blu­tun­gen kom­men kann. Zum anderen besteht ein­fach die Gefahr, dass der Hund anschließend ständig mit Infek­tio­nen der unteren Atemwege zu kämpfen hat, also eine Bron­chi­tis oder Lun­genentzün­dung bekommt. Aus diesen Grün­den werde ich diese Oper­a­tion nicht durch­führen lassen, auch haben mir bisher alle Tierärzte davon abger­aten, die mit Kessie Krankengeschichte ver­traut sind.

Vie­len Dank für diesen inter­es­san­ten und per­sön­lichen Ein­blick. Ich habe ehrlich gesagt zum ersten Mal von einer chro­nis­chen Man­de­lentzün­dung bei Hun­den gehört. Ich fand es daher sehr inter­es­sant zu lesen, wie ihr euren All­tag gestal­tet. Es ist wirk­lich toll, dass ihr einen Weg gefun­den habt und Kessi schon so lange keine akute Enzün­dung mehr hatte. Ich drücke euch die Pfoten, dass es lange so bleibt!

Der Wunsch einer liebenden Hundemama

In let­zter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, was es eigentlich bedeutet, einen alten Hund zu haben. Eigentlich ver­suche ich das Thema auszublenden. Immer mal wieder begeg­net es einem aber dann doch.

Und irgend­wie läuft es immer gle­ich ab. Man hört von einem Hund, der schon acht ist und denkt “Schon etwas älter.” Hat man selbst einen achtjähi­gen Hund denkt man “Ist doch kein Alter.”

Ich erin­nere mich noch gut an einen Abend auf einer Mar­tin Rüt­ter Com­edy Ver­anstal­tung. Ich weiß gar nicht mehr, welche es genau war, doch ein Satz ging mir nicht mehr aus dem Kopf “Leute, was gibt es denn geil­eres als einen so richtig alten Hund?”

Über eine mögliche Antwort habe ich nie nachgedacht. Mich beruhigte die Vorstel­lung, dass die Zeit nicht nur Neg­a­tives mit sich bringt. Und ganz ehrlich: es gehört ja auch sowieso zum Leben dazu.

Und den­noch beruhigt es mich, dass Püppi noch kein Jahr und Queen erst drei Jahre alt ist. Ok, fast vier. Seht ihr. Da geht es schon los 😀

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Es ist das Ungewisse, was mich beunruhigt.

Wer­den sie blind, taub oder haben Prob­leme mit dem Herz? Oder wird Queen Prob­leme mit ihren Gelenken bekom­men? Braucht sie vielle­icht irgend­wann Hilfe beim Auf­ste­hen? Und was ist eigentlich mit diesen ganzen Krankheiten, die Hunde so bekom­men kön­nen. Vielle­icht Krebs? So viele Hunde bekom­men Krebs. Die häu­fig­ste Todesur­sache bei unseren Vier­bein­ern. Oder die ganzen Schäfer­hund — typ­is­chen Erkrankun­gen. Was ist mit dieser Erkrankung, bei der die Muskeln abbauen und der Hund die Hin­ter­hand irgend­wann nicht mehr spürt? Und Püppi? Ist sie eigentlich gesund oder wird bei ihr irgend­wann etwas fest­gestellt? Da soll es doch diese verkürzten Atemwege geben?

Ein Hund meiner Trainerin ist nun 14 Jahre und allein der Gedanke, dass sie schon so alt ist, treibt ihr die Trä­nen in die Augen. Manch­mal, so erzählte sie mir, sitzt sie ein­fach nur da, schaut sie an und weint.

18 haben wir aus­gemacht” sagt sie dann mit einem Lächeln und wir wech­seln das Thema.

Einen Hund gehen lassen zu müssen ist wohl das Schlimm­ste, was einem Hun­de­men­schen passieren kann. Dabei gehört es doch eigentlich dazu. Manch­mal wün­sche ich mir, ich wäre mehr so der “Kinder­typ”. Das Leben mit einem Kind ist zumin­d­est in der Regel nicht von der Frage geprägt “Wie viele Jahre haben wir noch zusam­men?” Da ist das Ende nicht vorprogrammiert.

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Auch, wenn ich das Thema in der Regel ver­dränge, so beruhige ich mich mit der Vorstel­lung, dass es dazu gehört. Wir alle wussten, worauf wir uns ein­lassen also Schluss mit dem Gejammer.

Und so stelle ich mir das “alt wer­den” so vor, dass meine Vier­beiner ruhiger wer­den. Gemütlicher und vielle­icht ver­schmuster. Ich wün­sche mir, dass sie gesund altern kön­nen. Vielle­icht unter einem Baum in unserem — hof­fentlich bald existieren­den — Garten. Und wer weiß. Vielle­icht ist Queen irgend­wann taub und kommt damit super zurecht. Vielle­icht treibt sie mir als toll­patschige und niedliche Oma täglich ein Lächeln ins Gesicht. Genau wie sie es heute tut.

Vielle­icht findet man einen Weg mit der Sit­u­a­tion umge­hen zu kön­nen, wenn man den Prozess des Altern langsam miter­lebt. Vielle­icht schafft man es, diese Angst loszu­lassen und mit einem Lächeln im Gesicht jeden Tag zu genießen.

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Schließlich werden wir alle alt, oder?

Ich erin­nere mich noch gut an unseren West­high­land Ter­rier. DJ war sehr krank und wir mussten ihn schon mit drei Jahren gehen lassen. Ich war noch sehr jung und ver­stand vieles noch nicht wie heute. Doch ich erin­nere mich noch genau an einen Tag, an dem wir allein Zuhause waren. Meine Eltern waren arbeiten, doch Mama ver­sprach mich anzu­rufen, wenn sie mit der Tierärzten die Blutwerte besprochen hat. Ich glaube nicht, dass meine Mut­ter so genau gesagt hat, wie es tat­säch­lich um ihn stand, doch irgend­wie wusste ich, dass es für ihn nicht weiter gehen kann, wenn die Werte schlecht waren. Der Anruf kam und Mama war erle­ichtert mir mit­teilen zu kön­nen, dass die Werte besser waren. Glück­lich legte ich auf, sah DJ an und ver­grub mein Gesicht in seinem weißem Fell. “Hast du gehört? Du musst noch nicht ster­ben.” habe ich zu ihm gesagt. Ich muss unge­fähr 12 gewe­sen sein, doch ich werde diese Sit­u­a­tion nie vergessen.

Es kam wie es kom­men musste. Es ging ihm täglich schlechter und nach­dem der nicht mehr zu hal­tende Durch­fall mit Blut gefüllt war, fuhren wir zur Ärztin. Sie brauchte nichts mehr zu sagen. Wir alle wussten, was nun kom­men würde. DJ bekam eine Art Betäubungsspritze und wir wur­den mit ihm alleine gelassen. Über und über war er voll mit dicken roten offe­nen Stellen. Seine Allergie hatte sein Fell und seine Haut kom­plett zer­stört. Der einzige, der mit dieser Sit­u­a­tion im Reinen zu sein schien, war DJ. Völ­lig ruhig und entspannt ließ er sich stre­icheln. Man kon­nte beobachten, wie die Rötun­gen auf seinem Rücken immer mehr ver­schwan­den. Sein sonst so bedrück­ter Gesicht­saus­druck wirkte entspannt und zufrieden.

Es war ein­fach nur schreck­lich ihn gehen lassen zu müssen und noch heute, mehr als 15 Jahre später heule ich Rotz und Wasser, wenn ich an den Tag zurück­denke. Und dann denke ich an seinen Aus­druck im Gesicht, als wollte er sagen “Schon gut. So ist es besser.” Dieser Kleine Kerl, der immer so albern war und immer nur Flausen im Kopf hatte, wirkte plöt­zlich so erwach­sen. Der kleine Puper, der immer kläf­fend die LKW am Garten­zaun ver­fol­gte und ständig auf seinem kleinen braunen Nilpferd mit rot weißem Schwimm­ring herumqui­etschte, stand plöt­zlich vor uns und war mit allem im Reinen.

Man bekommt den Hund, den man braucht”. Dieser Spruch ist so wahr und ich kön­nte ein ganzes Buch darüber schreiben. So trau­rig DJs Geschichte noch heute für mich ist, so beruhi­gend ist es irgend­wie auch. Hunde zeigen einem, wenn es so weit ist. Darauf kann man sich ver­lassen. Man sieht es in ihren Augen.

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Daher habe ich einen Entschluss gefasst:

Egal, was auf uns zukommt. Solange ich in den Augen meiner Hunde lesen kann, dass sie glück­lich sind, solange werde ich alles für sie tun, was notwendig erscheint.

Die typ­is­chen Fra­gen anderer “Ist das noch art­gerecht?” sind mir schlicht egal. Solange mein Hund zufrieden ist, bin ich es auch. Solange mein Hund leben möchte, lebt er.

Und selbst wenn das Leben nur noch aus Fressen und Schläfchen im Garten besteht, dann ist das so. Wenn wir alt sind, gehen wir auch nicht mehr joggen, fahren kein Fahhrad mehr und wer­den gemütlicher. Dann sitzen wir in unserem Ses­sel und lassen uns von irgen­deinem Mist im TV berieseln. Da fragt doch auch nie­mand “Ist das noch artgerecht?”

So trau­rig das Erleb­nis mit DJ war, so beruhigt es mich heute, wenn ich daran denke, dass auch meine bei­den mal alt wer­den. Ich hoffe, dass ich eines Tages in den Augen meiner Hunde sehen kann, dass es für sie Ord­nung ist und die Zeit gekom­men ist.

Das ist der einzige Trost, den ich einer solchen Sit­u­a­tion je empfinden könnte.

Der einzige Wun­sch einer lieben­den Hundemama

Wir durften testen und sind verliebt: Hirtengold

Vor Kurzem erre­ichte uns ein Test­paket von Hirten­gold, worüber wir uns mehr als gefreut haben. Heute möchte ich euch die ver­schiede­nen Pro­dukte aus unserem Paket vorstellen und ver­raten, warum wir schwer in love sind.

Unser Test­paket auf einem Blick

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Aber bevor wir uns den Leckereien widmen, möchte ich gerne einige Worte zu Hirtengold verlieren.

Hirten­gold ver­wen­det auss­chließlich natür­liche Zutaten. Man findet alles, was der Vier­beiner für eine art­gerechte Ernährung braucht. Ob Nass­fut­ter, Öle oder Zusätzen. Mit einer Art Baukas­ten­prinzip lässt sich die für jeden Vier­beiner indi­vidu­elle per­fekte Ernährung zusammenstellen.

Die ver­wen­de­ten Rohstoffe sind rein und unver­fälscht. Hergestellt wird in Lebens­mit­telqual­ität mit Pro­duk­ten von Bauern aus der Region. Das Fleisch stammt aus einer art­gerechten Tier­hal­tung mit eigener Schlach­tung. Auf Chemie wird während des gesamten Ver­ar­beitung­sprozesses kom­plett verzichtet.

Hirten­gold setzt bei den Menüs weder Wasser noch Bindemit­tel hinzu. Die Kon­sis­tenz entspricht daher nicht dem han­del­süblichen Dosen­fut­ter. Die in den Dosen enthal­tenene Flüs­sigkeit entsteht durch scho­nen­des Garen von Fleisch und Gemüse. Der Sud bleibt enthal­ten und kann mit­ge­füt­tert werden.

Zusam­men mit einer Apothek­erin und einer Tierärztin wur­den die Nahrungskom­plet­tierun­gen entwick­elt. Sie beste­hen aus Hirten­gold Cal­cium, Öl Mis­chun­gen sowie den Vitalstoffen.

Pro­duziert wird in einer Met­zgerei, einem alten Fam­i­lienun­ternehmen in einer Kle­in­stadt. Alle Pro­dukte wer­den dort in Han­dar­beit direkt frisch hergestellt. Während Mon­tags gekocht wird, ste­hen die Dosen am Woch­enende schon bei den Kun­den in der Küche. Die Kekse wer­den in einer Bäck­erei mit gle­icher Fam­i­lien­tra­di­tion in einem Nach­barort hergestellt.

Neben dem Fleisch beste­hen die Menüs aus ern­te­frischem und voll­reifen Obst und Gemüse.

Ich möchte an dieser Stelle die Grün­derin von Hirten­gold zitieren, denn ich kön­nte es selbst nicht besser aus­drücken, geschweige denn zusammenfassen 🙂

Sarah, Gründerin & Geschäftsführerin

Ich bin Sarah und liebe meinen Hund.Ich will, dass er gesund is(s)t und bleibt und mich als mein Gefährte lange durchs Leben begleitet. Deshalb habe ich Hirten­gold gegrün­det. Zuvor war ich bei einem Tier­nahrung­sh­er­steller tätig und habe hier die Pro­duk­ten­twick­lung sowie Mar­ket­ing und Ver­trieb geleitet. Durch mein Studium und im Rah­men dieser Tätigkeit habe ich die Unternehmen und Pro­dukte im Markt für Tier­nahrung sehr genau ken­nen gel­ernt. Viele Her­steller wer­ben damit, hochw­er­tige, natür­liche Pro­dukte herzustellen. Bei einem Blick hin­ter die Kulis­sen zeigt sich, dass tat­säch­lich lei­der oft­mals, anders als deklar­i­ert, Neben­erzeug­nisse ver­ar­beitet und die Dosen so lange erhitzt wer­den, bis kaum mehr Nährstoffe erhal­ten sind. Um den Profit zu max­imieren wird den Dosen bis zu 30 Prozent Wasser zuge­setzt. Damit der Dos­en­in­halt fleis­chi­den­tisch aussieht, wer­den dann auch noch gesund­heitss­chädliche Bindemit­tel ver­wen­det. Dies waren Gründe, warum mein Hund damals trotz dieser „hochw­er­ti­gen“ Pro­dukte unter mas­sivem Nährstoff­man­gel litt. Ich durchkämmte den Markt nach geeigneten Prä­paraten zur Ergänzung von natür­lichen Vit­a­mi­nen, Min­er­al­stof­fen und Spurenele­menten beim Hund. Lei­der erfol­g­los. Diese Unzulänglichkeiten im Markt für Tier­nahrung führten zu meiner Entschei­dung, Hirten­gold zu grün­den und alles anders zu machen: Ein spezial­isierter Anbi­eter für ehrlich hochw­er­tiges und art­gerechtes Hun­de­fut­ter und natür­liche Nahrungsergänzungsmittel.”

So nun geht’s auf zu den Produkten.

Getestet haben wir das Wei­den­rind, Hirsch und Hühnchen.

Nassfutter — saftiges Weidenrind

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Zusam­menset­zung
70% Fleisch vom deutschen Weiderind
(davon 90% Muskelfleisch, 5% Herzen, 5% Pansen)
15% Petersilienwurzel
10% Kartoffel
5% Apfel

Rind
Neben Eiweiß ist Eisen der wichtig­ste Inhaltsstoff des Rind­fleis­ches. Unter den im Rind­fleisch enthal­te­nen Vit­a­mi­nen sind beson­ders die Vit­a­mine der B-Gruppe her­vorzuheben, die für die Muskeltätigkeiten und die Ner­ven­funk­tio­nen wichtig sind.

Peter­silien­wurzel
Die zahlre­ichen wertvollen Inhaltsstoffe der Peter­silien­wurzel bewogen sogar Karl den Großen, ihren Anbau per Dekret zu befehlen. Neben B-Vitaminen, Eiweiß, Kalz­ium und Eisen enthal­ten Peter­silien­wurzel viel Vit­a­min C.

Kartof­fel
Kartof­feln liefern viel Vit­a­min C und B-Vitamine. Kartof­feln sind außer­dem eine gute Kali­umquelle und leicht verdaulich.

Apfel
Über 30 Vit­a­mine und Spurenele­mente, 100 bis 180 Mil­ligramm Kalium und viele andere wertvolle Min­er­al­stoffe wie Phos­phor, Kalz­ium, Mag­ne­sium und Eisen enthält ein durch­schnit­tlicher Apfel. Ein wichtiger weit­erer Inhaltsstoff ist das Pek­tin, der Schad­stoffe bindet und ausschwemmt.

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Ana­lytis­che Bestandteile
14,3% Rohprotein
4,8 % Fettgehalt
0,4 % Rohfaser
0,8 % Rohasche
75,2 % Feuchtigkeit
Mj/kg: 4,8

Nassfutter — delikater Hirsch

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Zusam­menset­zung
70% Muskelfleisch vom deutschen Damhirsch
10% Kürbis
10% Gurke
10% Kartoffel

Hirsch
Hirschfleisch ist mager und eine der wertvoll­sten Eisen­quellen. Außer­dem hat es einen hohen Anteil an wertvollem Eiweiß, denn Hirschfleisch ist reich an essen­ziellen Aminosäuren. Außer­dem ver­sorgt Hirschfleisch den Kör­per mit Min­er­al­stof­fen und Spurenele­menten wie Mag­ne­sium, Zink und Selen, ist reich an Vit­a­min B12.

Kür­bis
Kür­bis ist gesund und wichtiger Liefer­ant für Vit­a­mine (u.a. Beta-Carotin als Vorstufe vom Vit­a­min A), Min­er­al­stoffe (u.a. Kalium, Mag­ne­sium, Kalz­ium, Eisen) und sät­ti­gende Bal­last­stoffe. Vor allem das Beta-Karotin ist ein wichtiger Schutzstoff für die Zellen, da es antiox­ida­tive Eigen­schaften besitzt und die Zellen vor dem Angriff freier Radikale schützt.

Gurke
Gurke enthält viele Min­er­al­stoffe, ins­beson­dere Kalium, Eisen, Zink und Fluor.

Kartof­fel
Kartof­feln liefern viel Vit­a­min C und B. Sie sind außer­dem eine gute Kali­umquelle und leicht verdaulich.

Ana­lytis­che Bestandteile
13% Rohprotein
3,8% Fettgehalt
0,1% Rohfaser
0,9% Rohasche
75,1% Feuchtigkeit
Mj/kg: 4,5

Nassfutter — zartes Hühnchen

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Zusam­menset­zung
70% Fleisch von deutschen Freilandhühnchen
(davon 90% Muskelfleisch, 5% Herzen, 5% Mägen)
15% Karotte
10% Vollkornreis
5% Heidelbeere

Huhn
Hüh­nchen hat nur einen gerin­gen Fet­tan­teil, enthält dafür aber hochw­er­tige Eiweiße.

Es enthält zudem viel Mag­ne­sium. Außer­dem enthält Hüh­nchen unter allen Geflügel­sorten die meiste Fol­säure. Dazu kom­men weiter Vit­a­mine der B-Gruppe, Niacin sowie Eisen, Phos­phor und Kalium.

Karotte
Einer der bedeu­tend­sten Inhaltsstoffe in Karot­ten ist das Beta-Carotin. Des Weit­eren enthält die Karotte nen­nenswerte Men­gen an Vit­a­min B6, Vit­a­min C, Vit­a­min K, Fol­säure, Kalium, Eisen, Kupfer, Man­gan und Selen. Pek­tin ist die wichtig­ste Form der lös­lichen Bal­last­stoffe in Karot­ten. Wegen ihres hohen Antiox­i­dantienge­haltes hilft dieses Gemüse, die schädliche Wirkung freier Radikale zu verhindern.

Vol­lko­rn­reis
Reis enthält neben den Kohlen­hy­draten ebenso reich­lich an Vit­a­mi­nen und Min­er­al­stof­fen. Beson­ders her­vorzuheben sind die Vit­a­mine der B-Gruppe, Vit­a­min E, Mag­ne­sium und Man­gan. Ungeschäl­ter Reis hat zudem den Vorteil, dass er auf­grund seiner vie­len Bal­last­stoffe die Ver­dau­ung fördert.

Hei­del­beere
Hei­del­beeren gehören zu den höch­sten antiox­ida­tiven Früchten. Hei­del­beeren beste­hen haupt­säch­lich aus Wasser, Kohlen­hy­drate und dem wertvollen Bal­last­stoff Pektin.
Sie sind fet­tarm und besitzen eine bemerkenswerte Vielzahl natür­licher Pflanzen­nährstoffe wie Min­er­alien, Vit­a­mine und Pig­ment gebende Antioxidantien.
Neben Antho­cya­nen, Vit­a­mi­nen und Min­er­al­stof­fen machen auch spezielle Gerb­stoffe Hei­del­beeren gesund: Gerb­stoffe wirken gegen Durch­fall, hem­men die Ver­mehrung von Bak­te­rien und beschle­u­ni­gen die Heilung von Schleimhautentzündungen.

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Ana­lytis­che Bestandteile
12,9% Rohprotein
3,9% Fettgehalt
0,7% Rohfaser
1,0% Rohasche
71,5% Feuchtigkeit
Mj/kg: 5,2

Und was sagen die Wauzis zu dem Nassfutter?

Queen und Püppi haben alle drei Dosen sehr sehr gerne gefressen. Obwohl beide keine Früh­stücks — Hunde sind, haben sie schon mor­gens Hirten­gold gefressen. Barf — Por­tio­nen wer­den mor­gens nicht angerührt. Der Sud in den Dosen roch frisch und wurde von Püppi erst ein­mal aus­giebig abgeschleckt. Wir sind wirk­lich begeis­tert von dem Nass­fut­ter und wer­den einige Dosen auf Vor­rat bunkern 🙂

Wer sich übri­gens bei dem Nass­fut­ter umsieht, wird über den But­ton “Zube­hör” direkt auf die dazu passenden Vital­stoffe, Zusätze und Öle hingewiesen. Pratisch oder?

Zudem haben wir diese Ölmis­chung getestet.

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Zusam­menset­zung
70% Leinöl
15% Lebertran
15% Schwarzkümmelöl
–  jew­eils kalt­ge­presst und in Lebensmittelqualität

Leinöl
Leinöl ist das Pflanzenöl mit dem höch­sten Gehalt an der wertvollen Linolen­säure (Omega-3). Leinöl enthält zudem Vit­a­mine E, D, C, B1, B2, Provi­t­a­min A, viele Min­er­al­stoffe und Spurenele­mente. Die wun­der­bare Wirkung des frischen, naturbe­lasse­nen Leinöls beruht in erster Linie darauf,  dass es als exzel­len­ter Energiespender für die Zellen dient d.h. Abfall­stoffe und Gifte aus den Zellen her­aus– und frische Nährstoffe in die Zellen hinein zu trans­portieren. Zugle­ich soll die Zellmem­bran genährt und sta­bil­isiert, und  die Gesund­heit der Kör­perzellen damit zusät­zlich gefördert werden.

Leber­tran
Leber­tran enthält ver­schiedene Nährstoffe, Spurenele­mente und Vit­a­mine wie Vit­a­min D. Für den Kör­per ist das Vit­a­min lebenswichtig. Leber­tran wird aus der Leber von Fis­chen (z. B. Dorsch) gewon­nen. Er enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren und beson­ders hohe Men­gen Vit­a­min A und D sowie Jod, Phos­phor und Vit­a­min E. Leber­tran stärkt das Immun­sys­tem, gle­icht den Hor­mon­haushalt aus und unter­stützt die Sehkraft.

Schwarzküm­melöl
Schwarzküm­melöl wird eine Wirkung gegen Ektopar­a­siten (Zecken) nach gesagt, es stärkt das Immun­sys­tem und reg­uliert den Stoffwechsel.


Ana­lytis­che Bestandteile
0,3% Roh­pro­tein
99,8% Fettgehalt
0,2% Rohfaser
0,4% Rohasche

Prak­tisch erschien mir direkt, dass ver­schiedene kalt­ge­presste Öle gemis­cht wor­den sind. Stets nur ein Öl zu füt­tern, wäre nicht aus­re­ichend. Würde man ver­schiedene Öle kaufen, wür­den diese ranzig bevor man sie aufge­braucht hat. Eine Mis­chung aus ver­schiede­nen Ölen finde ich perfekt.

Das Öl wurde von bei­den gut angenom­men. Wir geben es nun schon mehr als vier Wochen ins Fut­ter. Queen hat ein sehr weiches Fell bekom­men. Während ihrer Läu­figkeit wurde dies sehr stumpf, trocken und schup­pig. Nor­maler­weise haben wir lange damit zu kämpfen bis es wieder weich ist und glänzt. Dank der Ölmis­chung hat sie schnell wieder ein tolles Fell bekommen.

Snacks

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Die Snacks gibt es in soooo vie­len ver­schiede­nen Geschmack­srich­tun­gen. Wei­den­rind mit Kartof­fel, Hirsch mit Dinkel, Hüh­ner­brust mit Dinkel, Pferd mit Kartof­fel u. v. weitere.

Die Snacks haben eine hüb­sche Herzchen — Form. Zunächst dachte ich, Püppi kön­nte diese mit­ten im Zah­n­wech­sel nicht beißen, aber das war über­haupt kein Prob­lem. Die Snacks sind nicht — wie han­del­sübliche Kekse — hart wie Stein. Manche Kekse aus dem nor­malen Tier­markt sind nicht nur vollgestopft mit Zucker und anderem Schwachsinn was in Hun­de­fut­ter nichts zu suchen hat, son­dern sie wirken irgend­wie “tot­ge­backen”. Die Snacks von Hirten­gold riechen frisch und natür­lich und lassen sich leicht durchbeißen.

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Unser Highlight

kräftigendes Laufleicht

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Zusam­menset­zung
Grün­lipp­muschel, Teufel­skralle, Ing­wer, Lapacho

Grün­lipp­muschel
Die Grün­lipp­muschel stammt aus Neusee­land, wo sie auf großen Anla­gen gezüchtet wird.
Die Wichtigkeit der Grün­lipp­muschel begrün­det sich in ihren wertvollen Inhaltsstof­fen, die nur wenige andere natür­liche Rohstoffe in so hohem Maße aufweisen. Diese sind: Glykosamino­glykane, Pro­teine, Omega-3-Fettsäuren, Min­er­al­stoffe und Spurenele­mente. Die Wirk­stoffe der Grün­lipp­muschel haben einen entzün­dung­shem­menden Charak­ter, sie kön­nen also bei vie­len Gelenkerkrankun­gen einge­setzt wer­den, um die Symp­tome zu lin­den. Weit­er­hin fördert das Extrakt der Muschel die Pro­duk­tion von Gelenkschmiere. Das wirkt sich pos­i­tiv auf den gesamten Bewe­gungsap­pa­rat aus.

Teufel­skralle
Bere­its seit Jahrhun­derten nutzen die Buschmän­ner der Kala­hari die Kraft der Teufel­skralle. In Europa wurde sie jedoch erst im ver­gan­genen Jahrhun­dert populär.
Extrakte aus Teufel­skral­len­wurzel wirken nicht nur schmerzstil­lend, son­dern auch anti-entzündlich (ähn­lich wie Wei­den­rinde). Ein Hauptwirk­stoff ist Harpagosid, viele weit­ere sind bekannt. Beson­ders wirk­sam bei häu­fi­gen Rück­en­schmerzen oder Muskelschmerzen. Aber wegen der knor­pelschützen­den Wirkung auch bei degen­er­a­tiven, rheuma­tis­chen Gelenkerkrankungen.

Ing­wer
Ing­wer ist eine wahre Wun­der­knolle. Die Wurzel des Ing­w­ergewäch­ses wird nicht nur als schar­faro­ma­tis­ches Gewürz in der Küche ver­wen­det, son­dern findet auch zunehmend medi­zinis­chen Ein­satz zu ther­a­peutis­chen Zwecken. Nicht ohne Grund, spielt in der chi­ne­sis­chen Medi­zin, Ing­wer schon seit Jahrtausenden eine große Rolle. Die medi­zinis­che Wirk­weise des Ing­w­ers ist auf seine zahlre­ichen ätherischen Öle zurück­zuführen. Die enthal­te­nen “Gin­ge­role” ähneln in chemis­cher Struk­tur und Wirkung zum Beispiel dem Medika­ment Aspirin. Die Wirk­samkeit der Knolle ist sowohl bei Muskelschmerzen, als auch bei Arthrose, Rheuma und Arthri­tis belegt.

Lapa­cho
Die medi­zinisch wirk­samen Inhaltsstoffe des Lapa­chobaums sind vor allem die Naph­tochi­non­derivate Lapa­chol und Lapa­chon, die eine antibi­o­tis­che Wirkung haben. Bei Erkrankun­gen des rheuma­tis­chen For­menkreises ( Gicht oder Arthrose ) wirkt Lapa­cho entzün­dung­shem­mend und abschwellend. Auf­grund seiner entzün­dung­shem­menden Wirkung, wird der Lapa­chotee seit Hun­derten von Jahren von Indi­an­ervölk­ern bei entzündlichen Erkrankun­gen mit Erfolg ange­wandt. Es kommt nicht nur zu Lin­derung, vielmehr wer­den sogar kom­plette Heilun­gen von schw­eren entzündlichen Erkrankun­gen wie z.B. Arthri­tis berichtet.


Ana­lytis­che Bestandteile
27,3% Roh­pro­tein
5% Rohfett
8% Rohfaser
11% Rohasche

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Wir geben Lau­fle­icht nun seit fast sechs Wochen. Ich bin mehr als zufrieden mit dieser Kräuter­mis­chung. Queen läuft sehr gut und wir haben keine Prob­leme mehr mit Entzün­dun­gen in den Ell­bo­gen. Diese sind nach lan­gen Spaziergän­gen auch nicht mehr so warm. An ihren schlechteren Tagen wirk­ten ihre Ell­bo­gen manch­mal etwas knubbe­liger. Auch das kon­nte ich in den let­zten Wochen nicht mehr beobachten. Sie läuft kom­plett rund und das teil­weise leichte Knicken beim Tra­ben ist kom­plett ver­schwun­den. Die Kräuter­mis­chung riecht frisch und über­haupt nicht unan­genehm. Ich muss die tägliche Ration nicht mit Leber­wurst anrühren, son­dern kann die Kräuter direkt mit ins Fut­ter mis­chen. Teil­weise stand Queen in den Abend­stun­den langsam auf und streckte sich erst aus­giebig. Das Strecken sehe ich so gut wie gar nicht mehr. Sie steht ganz nor­mal auf und läuft direkt los. Selbst nach Tagen an denen sie mehr gele­gen hat als sonst. Ich muss dazu sagen, dass Queen eher Prob­leme bekommt, wenn sie viel liegt. Dann wirk­ten ihre Gelenke etwas steif. Ich bin von dieser Kräuter­mis­chung abso­lut überzeugt und kann sie abso­lut weiterempfehlen.

Wir sind verliebt

Im ersten Moment habe ich über­legt zu schreiben, dass ich von den Pro­duk­ten pos­i­tiv über­rascht bin. Doch das bin ich nicht.

Als ich auf der House of Dogs die liebe Sarah von Hirten­gold ken­nen gel­ernt hab, war mir direkt klar, dass in den Unternehmen ganz viel Liebe, viel Qual­ität und eine große Menge Pro­fes­sion­al­ität steckt. Daher for­muliere ich es mal so:

Meine ohne­hin schon hohe Erwartun­gen wur­den noch übertroffen.

Das Nass­fut­ter ist super und meine bei­den lieben es. Das Öl wird in jedem Fall dauer­haft bei uns einziehen und auch die Snacks sind so niedlich. Mit dem Lau­fle­icht habe ich eine tolle Möglichkeit gefun­den, Queens Bewe­gungsap­pa­rat auf eine gesunde Weise unter­stützen zu kön­nen. Schon nach weni­gen Tagen merkte man deut­liche Unter­schiede. Daher wird auch das Lau­fle­icht dauer­haft bei uns einziehen.

Die Pro­dukte sind mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestel­llt wor­den. Sarah, tausend Dank <3