Monat: Oktober 2016

Wann ist ein Hund ein Luxushund?

Heute geht es um ein Thema, welches mich in let­zter Zeit immer häu­figer beschäftigt hat:

Luxu­shunde.

Genau wie bei Kinderbe­darf­sar­tikeln, der Ein­rich­tung, dem Auto und den eige­nen Klam­ot­ten: man bekommt Dinge für kleines Geld, hochw­er­tige Artikel für etwas mehr und schließlich auch den puren Luxus.

So auch bei den Vierbeinern.

Mit einem Umsatz­plus von 2,2 Prozent erzielte die deutsche Heimtier­branche 2015 im Fach– und Lebens­mit­teleinzel­han­del einen Gesam­tum­satz von 4,11 Mrd. Euro. Hinzu kamen 450 Mio. Euro über den Online-Markt. Somit hält die Branche das hohe Umsatzniveau der Vor­jahre und entwick­elt sich weit­er­hin positiv.

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Wir alle kom­men nicht umher zuzugeben, dass wir viel Geld für unsere Vier­beiner aus­geben. Und ich rede dabei nicht von den Steuern, Ver­sicherun­gen und Tier­arztkosten. Ich rede von dem Fut­ter, den Kör­bchen, den Leinen und Spielsachen.

Das Fut­ter sollte hochw­er­tig sein. Unab­hängig davon, ob man nun barft oder nicht. Wir alle achten auf die Ernährung unserer Hunde und das ist auch gut so. Inhaltsstoffe spie­len eine größere Rolle als der Preis.

Leinen von der Stange sind irgend­wie lang­weilig, also schauen wir uns im Inter­net um. Han­dar­beit steht ganz oben und Tauleinen sind nun mal der Renner.

Kör­bchen sollen bequem sein und gern mal eine Num­mer größer. Sie sollen hüb­sch ausse­hen und zur Ein­rich­tung passen. Am besten auch noch leicht zu reini­gen. Auch hier findet man ein wahnsin­nig großes Angebot.

Spielzeug sollte lan­glebig sein. Auch das lassen wir uns einiges kosten.

Wer hip ist, trägt Tauleinen, hat eine Kudde von Sabro, zudem eine hüb­sche Fut­ter­bar und teure Intel­li­gen­zspiele aus Holz.

Auch ich kann mich nicht wirk­lich davon freisprechen.

Beim Thema Ernährung achte ich nicht aufs Geld und auch die Knab­ber­sachen für abends kön­nen gerne etwas mehr kosten, solange die Qual­ität stimmt. Die Mäuse schlafen in Kör­bchen von Hunter, fressen aus Näpfen von Hunter und auch sonst dür­fen Geschirre und Spielzeuge gern von dieser Firma sein. Leuchties sind teuer, aber qual­i­ta­tiv hochw­er­tiger als ver­gle­ich­bare Pro­dukte. Spielzeug von Kong wird einem auch nicht hin­ter­her geschmis­sen, aber mal ehrlich: wer hat nicht den typ­is­chen Kong Zuhause, der an gemütlichen Nach­mit­ta­gen mit Leber­wurst gefüllt wird?

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Leben meine Hunde deshalb im Luxus?

Gute Frage, oder?

Ich per­sön­lich würde die Frage mit einem klaren “Nein” beantworten.

Doch ich bin mir dur­chaus darüber bewusst, dass man das auch anders sehen kann.

Die Frage, wann ein Hund ein Luxu­shund ist, scheint wohl nicht ganz objek­tiv beurteilt wer­den zu kön­nen. Das eigene “nor­mal” spielt eine zen­trale Rolle und vielle­icht auch die eigene finanzielle Grenze. Zudem die eigene Vorstel­lung von art­gerechter Hal­tung und dem eige­nen Ver­ständ­nis von einem glück­lichen Hund.

Gehen wir mal einen Moment in uns, dann merken wir sehr schnell, dass unsere Hunde vieles davon nicht zum glück­lich sein brauchen.

Den­noch geben wir mehr Geld für unsere Vier­beiner aus als wir müssten. Doch warum ist das so?

Brauchen wir das um glück­lich zu sein? Brauchen wir das um vielle­icht unser ständi­ges schlechtes Gewis­sen gegenüber unseren Vier­bein­ern auszu­gle­ichen? Oder ist der Hund vielle­icht sogar eine Art Sta­tussym­bol? Brauchen wir all diese teuren Dinge, um selbst etwas darstellen zu können?

Warum kaufen wir Leinen von Hunter, wenn wir das gle­iche Mod­ell auch von einer gün­sti­gen Firma haben kön­nten? Warum kaufen wir teure Tauleinen von denen wir alle wis­sen, dass die Mate­ri­alkosten nur einen so winzi­gen Teil des Preises ausmachen?

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht.

Und den­noch gehöre ich auch zu den­jeni­gen, die gern etwas aus­ge­fal­l­enes und indi­vidu­elles für ihre Hunde kaufen und dafür gern mal etwas mehr Geld ausgeben.

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Und ich will mich auch gar nicht beschweren.

Mein Shop Glück­shund ist voll von “Luxu­sar­tikeln”. Kuscheldecken aus hochw­er­tigem Plüschstoff, indi­vidu­elle Fut­ter­beu­tel mit Kun­stleder­bo­den und einge­stick­tem Namen des Hun­des mit passen­dem Ruck­sack für das Frauchen, eDgar als Kuscheltier, ver­schiede­nen Plüschspielzeu­gen und vieles mehr.

Dabei kön­nten Hunde auch auf gün­sti­gen Fleecedecken liegen, Fut­ter­beu­tel bekommt man für kleines Geld in jedem Tier­markt. Dann ist halt das Logo des Geschäfts drauf aber hey was soll’s. Schließlich hängt dieser Fut­ter­beu­tel an tausend Garderoben.

Obwohl wir hier noch von “Kleinigkeiten” sprechen. Wer bei mir bestellt, wird schließlich nicht arm.

Jedoch erin­nere ich mich an ein Kör­bchen auf einer Hun­demesse. Ange­fer­tigt aus Holz mit maßgeschnei­dertem Kissen mit passenden kleinen Kissen und aufge­stick­tem Namen. Preis: 399,95 EUR

Für ein Kör­bchen. Nahezu 400 EUR.

Ich erin­nere mich an eine Fut­ter­bar für 249,99 EUR. Ange­fer­tigt aus hochw­er­tigem Holz mit wun­der­schö­nen Schalen in einem klas­sis­chen und clea­nen Design.

Eine Fut­ter­bar. Für nahezu 250 EUR.

Ich denke an eine Leine aus Leder. Handge­fer­tigt in Eng­land mit passen­dem Hals­band in einem umw­er­fenden rot. Leine und Hals­band lagen zusam­men bei 229,99 EUR.

Eine Leine mit passen­dem Hals­band. Nahezu 230 EUR.

Der kleine Löwe fiindet ihr neues Halsband meeegaaaaaa :D

Wenn ich diese Preise sehe, dann befinden sich diese Pro­dukte alle weit hin­ter meiner per­sön­lichen Grenze. Ich würde es schlicht nicht ein­se­hen so viel Geld für diese Pro­dukte auszugeben. Und dabei weiß ger­ade ich, was es bedeutet, handge­fer­tigte Pro­dukte anzubieten.

Jeder von uns hat eine Grenze. Bei jedem von uns liegt sie an einer anderen Stelle. Jeder von uns muss diese Grenze selbst stecken. Muss selbst entschei­den, was einem ein Pro­dukt wert ist und ab wann man von “zu viel” spricht.

Und obwohl auch ich von diesem Geschäft lebe, möchte ich doch auf eines aufmerk­sam machen:

Wir alle kön­nen selbst entschei­den, was wir unserem Hund gön­nen und was nicht.

Wir alle kön­nen selbst entschei­den, wieviel Geld wir für unseren Vier­beiner ausgeben.

Doch wenn wir das näch­ste Mal in einen Tier­markt fahren, dann schaut euch in den Ein­gangs­bere­ichen mal etwas genauer um. Schon bald wer­den dort Wei­h­nachts­bäume ste­hen. Geschmückt mit kleinen Bildern von Tieren, die ihr Wei­h­nachts­fest nicht wie unsere Vier­beiner behütet und ver­wöhnt bei uns ver­brin­gen kön­nen. Es han­delt sich um Tiere, die ihre Wei­h­nacht­stage im Tier­heim ver­brin­gen wer­den. Und all diese Tiere haben unter ihrem Bild kleine Wün­sche. Sie wün­schen sich Kau­knochen, um die Zeit totzuschla­gen. Sie wün­schen sich eine neue Leine, um wieder spazieren gehen zu kön­nen und sie wün­schen sich eine Bürste, damit die Knoten aus ihrem Fell verschwinden.

Und bevor wir hem­mungs­los für unseren Vier­beiner shop­pen und den fün­ften Ball oder die vierte Leine in den Einkauf­skorb legen, soll­ten wir vielle­icht den ein oder anderen Wun­sch vom Baum nehmen und dem Vier­beiner auf dem Bild ein Lächeln auf die Lefzen zaubern. Denn es gibt so viele Vier­beiner da draußen, über die sich nie­mand so viele Gedanken macht wie wir es täglich um unsere Hunde tun.

Herbst und so

Ich habe mich auf den Herbst gefreut.

Keine Frage, der Som­mer ist toll, aber nicht so mein Ding. Alle Temeper­a­turen über 25 Grad sind sowohl für Queen und Püppi als auch für mich abso­lut anstrengend.

Ich mag die fal­l­en­den Blät­ter im Herbst und die Far­ben der Bäume. Wenn dann noch die Sonne scheint, ist es perfekt.

Doch sind wir mal ehrlich. Der gold­ende Herbst war kurz. Die Vor­freude war groß, doch die Tage ver­gan­gen viel zu schnell.

Nun haben wir nasskaltes Schmud­del­wet­ter und das ent­pup­pte sich als so gar nicht unser Ding.

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Während der ersten Runde und während der let­zten ist es noch bzw. schon dunkel. Für uns bedeuetet das, dass wir nur noch eine begren­zte Auswahl an Strecken zur Ver­fü­gung haben. Einige Ecken sind mir dann doch zu gruselig — trotz Schäfer­hund und frechem Shih Tzu an der Seite.

Püppi hat das gle­iche Leuchtie bekom­men wie Queen. Eigentlich hätte ich gerne eine andere Farbe gehabt, damit man die bei­den im Freilauf unter­schei­den kann. Doch lei­der war es nicht so ein­fach ein Leuchtie Mini zu ergat­tern, sodass wir uns let­z­tendlich doch mit einem pink zufrieden gegeben haben. Für mich käme es nicht in Betra­cht meinen Hund nicht mit einem Leuchthals­band zu kennze­ich­nen. Vielle­icht bin ich auch von unserem Hor­ro­raus­flug geschädigt (wer möchte kann die Geschichte hier nach­le­sen). In unserer alten Heimat trug eigentlich jeder Hund ein leuch­t­en­des Hals­band. Hier scheint das noch nicht so ganz angekom­men zu sein.

Jeden Mor­gen drehen wir eine Runde ums Feld. Das genügt den bei­den um sich zu lösen und sich aus­re­ichend die Beine zu vertreten. Beide sind richtige Mor­gen­muf­fel und gehen anschließend direkt weiter schlafen. Während unserer Runde begeg­nen mi nahezu täglich frei laufende Hunde ohne Leuchthals­band, die plöt­zlich vor uns ste­hen. Viele lassen ihre Hunde wild über das Feld toben und die frischen Hasen­spuren ver­fol­gen. Durch den Zaun sprin­gen sie dann plöt­zlich auf den Weg und ste­hen direkt vor einem.

An dieser Stelle also ein­fach mal ein paar Worte an alle Hun­de­hal­ter da draußen: Kauft eurem Hund ein leuch­t­en­des Hals­band. Es dient auch dem Schutz eures Hundes!

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Am Abend drehen wir eine Runde durch die Sied­lung. Nahezu die gesamte Runde führt an einem Grün­streifen ent­lang. Das muss abends reichen, denn ableinen möchte ich die bei­den am Abend nicht. Queen ist ziem­lich anges­pannt, wenn es dunkel wird. Dunkel gek­lei­dete Men­schen, die sich vielle­icht noch etwas komisch bewe­gen oder plöt­zlich aus einer Hofe­in­fahrt kom­men, wer­den da gerne mal ange­bellt. Es mag an mir liegen, denn ich fühle mich im Dun­klen über­haupt nicht wohl. Püppi ist im Nor­mal­fall abruf­bar, allerd­ings noch nicht, wenn es sich um Katzen oder Hasen han­delt. Da diese aber ger­ade in den Abend­stun­den hier herum­laufen, bleibt die Kleine eben­falls an der Leine.

Sobald es reg­net, heißt das für mich, ich muss auf Abruf bereit ste­hen. Queen und Püppi wollen beim Regen gar nicht raus. Aller­höch­stens bis zur Wiese, aber nach dem kleinen Geschäft direkt wieder zurück nach Hause. Zwei Hunde, die man nur hin­ter sich herziehen muss und die anschließend kom­plett abgetrock­net oder abge­duscht wer­den müssen, machen wenig Freude. Zudem nutzt Püppi jede Gele­gen­heit nach Hause zu laufen. Es kam schon vor, dass sie plöt­zlich umdreht und allein den Weg nach Hause antritt. Queen ist eher damit beschäftigt ihre Ohren einzuk­lap­pen, weil sie in eine kleine Leben­skrise gerät, sollte es dort hinein­reg­nen. Also beschränken wir unsere Run­den auf die trock­e­nen Stun­den des Tages. Die bei­den sind ziem­lich flex­i­bel, was ihre Run­den bet­rifft und ich Gott sei Dank auch. Sollte es unun­ter­brochen reg­nen, fahren wir in den Wald. Dort bekommt man nicht ganz so viel von dem kühlen Nass mit und die Hunde sind durch die Aufre­gung abgelenkt.

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Die nasse Kälte ist lei­der Gift für Gelenke. Wir laufen daher lieber mehrere kurze Run­den. Gott sei Dank merkt man Queen die nasse Kälte nicht an. Sie läuft rund und will solange es nicht reg­net auch super gerne raus. Da ich auf jeden Fall möchte, dass es so bleibt, sorge ich dafür, dass ihre Gelenke nicht auskühlen. Sollte es noch käl­ter wer­den, bekommt sie wieder ihren Man­tel an. Wir gehen zur Zeit lieber kleinere Run­den, dafür haben häu­figer. Sollte sie nass gewor­den sein, wird sie kom­plett abgetrock­net. Das liebt sie <3 Auch Püppi hat diese Woche einen Man­tel bekom­men. Übri­gens auch hier den gle­ichen wie Queen. Ich liebe es ein­fach, wenn die bei­den im Part­ner­look gehen 😀 Püppi hat draußen schon ganz schön gefroren. Im Wald stand sie zwis­chen zit­ternd neben mir. Die Kleene hat keine Unter­wolle und ist direkt am Boden. Da wird nicht lange über­legt — ein Man­tel musste her.

Die Kop­far­beit wird nun zum großen Teil Zuhause gemacht. Ich ver­stecke Leck­ereien in der Woh­nung oder wir holen unsere Intel­li­gen­zspiele aus dem Schrank. Zu Wei­h­nachten möchte ich unser Sor­ti­ment gern etwas erweit­ern. Ich habe da schon ein tolles Intel­li­gen­zspiel ins Auge gefasst 🙂

Wie kommt ihr durch die kalte Jahreszeit? Hat sich für euch etwas verändert?

AgiTrailTagebuch — Woche 3

Nun waren wir schon das dritte Mal beim Agi und Trailen. Ich kön­nte mich glatt dran gewöhnen 🙂

Beim Agi war es beim drit­ten Train­ing völ­lig ver­dreht. Plöt­zlich war der Tun­nel leicht gruselig und auch die Stan­gen durch die man hund laufen sollte, waren irgend­wie seltsam.

Püppi ver­suchte beim Tun­nel kurz nach dem Ein­gang wieder umzu­drehen und durch die gle­iche Öff­nung wieder her­auszu­laufen. Der Tun­nel lag in einem sehr deut­lichen Knick, sodass die Öff­nun­gen nahezu nebeneinan­der lagen. Püppi machte ein Spiel draus. Ich schickte sie in den Tun­nel und schaute hoff­nungsvoll in die andere Öff­nung. Da ich kaum Schritte von ihr hörte, blickte ich in die Rich­tung der anderen Öff­nung und sah sie hin­ter der ecke her­vor­blicken. Ging ich auf sie machte, ver­suchte sie ein Spiel draus zu machen. Typ­isch Püppi 🙂

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Der Slalom stand nun auch etwas anders und ich hatte das Gefühl sie würde das Gerät zum ersten Mal sehen. Aber alles braucht seine Zeit, also kein Thema 😀

In der zweiten Woche war die Wippe noch gruselig und ich musste sie mit Fut­ter hinüber locken. Als hätte sie mal eben drüber nachgedacht und gemerkt, dass es gar nicht schlimm ist, lief sie über die Wippe als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Die anderen müssen schnell sein und die Wippe an einem Punkt fes­thal­ten bevor sie umschlägt. Das Prob­lem habe ich nicht, da Püppi mit ihen 4 kg die Wippe nur sehr langsam in Bewe­gung set­zen kann und ich ganz in Ruhe das Brett auf­fan­gen kann. Läuft bei uns 🙂

Anson­sten habe ich nach wie vor den Ein­druck, dass Püppi zwar Spaß am Agi hat, aber zwis­chen­durch immer mal denkt “Warum so, wenn es doch so viel mehr Spaß macht?”

Aber das wird schon. Die Trainerin ist sich sicher, dass Agi etwas für Püppi ist und meinte bei der let­zten Stunde “Püppi gefällt mir heute richtig gut.”

Queen war natür­lich auch beim Trailen.

Dieses Mal sind wir eine Runde durch den Wald gedreht, statt immer wieder zu den Autos zurück zu kehren. Das hat mir total gut gefallen. Püppi durfte auch mitkom­men und war zwis­chen­durch bei mir und manch­mal bei der Trainerin.

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Queen wusste direkt, was sie tun sollte und machte das wirk­lich unglaublich gut. Ich bin total stolz auf sie. Ich hatte richtig viel Mühe hin­ter­her zu kom­men, denn die Maus zog wie irre an der Leine und wäre ohne ver­mut­lich los­ger­annt. Auf dem rutschi­gen Laub war das zum Teil eine echt Her­aus­forderung. Drei große Trails ist sie gelaufen. Das hat alles super geklappt und ich brauche immer weniger Anleitung.

Ich muss nur auf­passen, dass Queen nicht zu einem Junkie wird. Wenn sie merkt, dass sie gle­ich suchen kann, win­selt und jam­mert sie unun­ter­brochen und ist soooo aufgeregt. Ich muss ganz ruhig bleiben, damit sie lernt in Ruhe zu arbeiten. Typ­isch Schäfi 😀

Nach den zwei Stun­den waren wir alle total k.o. Püppi hat zwis­chen­durch gefroren und richtig gezit­tert, daher sind wir direkt am gle­ichen Tag los­ge­fa­hen und haben der Maus einen Man­tel gekauft. An manchen Tagen sind mor­gens und abends nur 2 Grad. Püppi hat kein Unter­fell und ist so nah am Boden. Queen hat den gle­ichen Man­tel, sodass die bei­den wenn es richtig kalt wird auch im Part­ner­look gehen können 🙂

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Ich bin total happy mit unseren Fortschrit­ten und ich freu mich schon auf die näch­sten Stunden.

Die drei großen A — oder: können Probleme “weg ignoriert” werden?

Um das schon mal vor­weg zu nehmen: ich bin keine Hundetrainerin.

Alles, was ich weiß, basiert auf meinen Erfahrun­gen und meinem Bauchgefühl.

Nicht mehr und nicht weniger. Den­noch schreibe ich heute mal über das Thema “Grunderziehung”.

Mit Queen habe ich keinen Welpen– und keinen Junghun­dekurs besucht. Wir hat­ten schnell einen sehr guten Draht zueinan­der. Ihre gesamte Erziehung beruht auf dem aus unserer Bindung ent­stande­nen Bauchgefühl.

Doch über die Grun­derziehung im Ganzen zu schreiben, würde wohl den Rah­men eines Artikels spren­gen. Es soll auch gar nicht um das große Ganze gehen, son­dern lediglich um den Umgang mit uner­wün­schtem Verhalten.

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Das einzige Prob­lem, was ich mit Queen je hatte, war ihre Unsicher­heit anderen Hun­den gegenüber. Sie ist rel­a­tiv isoliert aufgewach­sen und kam erst mit 4 Monaten zu mir. Sie kan­nte keine andere Hun­derasse und ver­bellte diese. So oft es ging suchte ich denn Kon­takt zu ver­schiede­nen Hun­den mit unter­schiedlichen Alter, unter­schiedlicher Optik und unter­schiedlichem Wesen. Nun kann und wollte ich gar nicht zu jedem mir ent­ge­genk­om­menden Hund laufen. Schließlich sollte sie ler­nen ruhig und entspannt an anderen Vier­bein­ern vor­beige­hen zu können.

Kam uns ein anderer Hund ent­ge­gen, nahm ich sie auf die andere Seite, sodass ich immer zwis­chen ihr und dem Hund gelaufen bin. Ging sie ruhig und entspannt an dem anderen vor­bei, gab es eine Beloh­nung. Fing sie an zu bellen, blieb ich ste­hen, stellte mich in den Weg, legte meine Hand auf ihre Brust und sagte “nein”. Hier­bei habe ich sie natür­lich nicht gestoßen, son­dern nur ange­fasst. Es ging lediglich um die Berührung an sich und dem “nein”.

Warum ich das gemacht hab? Irgend­wie hatte ich das Gefühl, dass sie sich leichter auf mich konzen­tri­eren kon­nte, wenn ich sie berührt habe. Sie kam leichter aus der Sit­u­a­tion her­aus, wenn ich sie ange­fasst habe. Nur anfassen, mehr nicht.

Nach guten drei bis vier Wochen kon­nten wir entspannt an anderen Hunde vorbeilaufen.

Mit Püppi bin ich von Anfang an in die Welpen­stunde bei Mar­tin Rüt­ters DOGS gegangen.

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Ich bin mit Queens Erziehung abso­lut happy und sie ist ein ganz toller Hund gewor­den. Per­fekt, in meinen Augen.

Den­noch wollte ich mich auf das Exper­i­ment ein­lassen. Ich habe die dort bekomme­nen Tipps beherzigt und bei Püppi umgesetzt.

Uner­wün­schtes Ver­hal­ten sollte grund­sät­zlich ignori­ert wer­den. Hier­bei soll­ten die drei großen A beherzigt wer­den. Nicht anfassen, Nicht ansprechen, nicht anse­hen. Die Begrün­dung liegt darin, dass die Hündin ihre Welpen eben­falls ignori­eren würde.

Uner­wün­schtes Ver­hal­ten sollte also ignori­ert wer­den, erwün­schtes belohnt.

Alles klar. Das klang ein­fach. Mit dem Tim­ing hatte ich eigentlich nie große Prob­leme, sodass ich mich auf das Exper­i­ment ein­lassen wollte.

Wenn wir also zu Beginn der Stunde im Kreis standen und die Prob­leme der einzel­nen durchgin­gen, wur­den bel­lende und aufgekratzte Hunde ignoiert. Diejeni­gen, die lieb und ruhig neben ihrem Zweibeiner saßen wur­den belohnt. Auch im Junghun­dekurs wurde nach diesem Prinzip vorgegangen.

Nun stand ich vor dem gle­ichen Prob­lem wie damals mit Queen. Püppi hat nicht grund­sät­zlich jeden Hund ange­bellt. Wurde sie jedoch angepö­belt, pöbelte sie zurück. Uner­wün­schtes Ver­hal­ten? Für mich auf jeden Fall. Ich will — ger­ade mit zwei Hun­den — entspannt an anderen Vier­bein­ern vor­beilaufen kön­nen. Ob diese nun bellen oder nicht, spielt keine Rolle.

Die drei großen A

Beide Hunde wur­den angeleint und ich bin an dem anderen Hund vor­beige­laufen. Beide wur­den auf die andere Seite genom­men. Manch­mal zog Püppi wie irre zu dem Hund, mach­mal bellte sie. Ich ging ein­fach weiter. Nicht anfassen, nicht ansprechen, nicht anschauen.

Püppi wurde acht Monate alt und das Prob­lem war kein bißchen besser geworden.

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Als wir mit dem Agility anfin­gen, lern­ten wir eine neue Trainerin ken­nen, die wir auch immer zwis­chen­durch mal Grundäst­zliches fra­gen dür­fen. Unsere Fre­undin aus dem Junghun­dekurs fragte wie sie sich ver­hal­ten soll, wenn ihr Hund im Flur sitzt und heult. Ignori­eren brachte da näm­lich nichts und verärg­ert zudem die Nachbarn.

Die Trainerin riet ihr, das uner­wün­schte Ver­hal­ten zu unter­brechen. “Geh zu deinem Hund, fass ihn an und sag ihm, dass du das nicht möchtest.”

In meinem Kopf rat­terte es: Also doch anfassen? Und ansprechen?

Ich änderte also meine Tak­tik. Zog Püppi zu dem anderen Hund oder bellte sogar, blieb ich wie bei Queen früher ste­hen, fasste sie an und sagte “tabu”.

Durch die Berührung an der Brust hatte ich schnell ihre Aufmerk­samkeit und sie schaute mich mit großen Kuller­au­gen an. “Tabu” ist ihr dur­chaus ein Begriff. Klappte das Vor­beige­hen prob­lem­los, gab es eine Belohnung.

Und ich kann sagen: es ist schon um vieles besser geworden.

Kön­nen Prob­leme “weg ignori­ert” wer­den? Ist das wirk­lich der richtige Weg, um dem Hund zu zeigen, dass man etwas nicht möchte?

Ich kann für mich und für meine Hunde sagen: In unserem Fall hat es nicht geklappt.

Zudem frage ich mich, ob es tat­säch­lich sin­nvoll ist, sich an dem ange­blichen Ver­hal­ten von Hündin­nen zu ori­en­tieren? Unter­schätzen wir unsere Hunde damit nicht?

Ich bin mir sicher, dass Hunde sehr viel schlauer sind als wir denken. Sie wis­sen sehr wohl, dass wir keine Artgenossen sind. Sie erken­nen uns zwar als voll­w­er­ti­gen Sozial­part­ner an, wis­sen aber sehr wohl, dass wir keine Hunde sind.

Wie gesagt, ich bin keine Hun­de­trainerin. Das hier sind nur meine Erfahrun­gen und mein Bauchge­fühl. Dabei darf ich nicht vergessen, dass ich zwei ganz tolle Hunde habe und nicht wirk­lich von großen “Prob­le­men” sprechen kann. Den­noch frage ich mich, ob das Ignoieren bei richti­gen Baustellen über­haupt zu Erfolg führen kann? Oder in manchen Fällen vielle­icht sogar con­trapro­duk­tiv ist?

Wie hand­habt ihr das? Ignori­ert ihr uner­wün­schtes Verhalten?

2924 — Fotobuch von Manuela Dörr

Heute möchte ich euch ein Foto­buch von Manuela Dörr vorstellen.

2924 Hunde und 10 Tierheime

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich bisher noch keinen Hund aus dem Tier­schutz adop­tiert habe. Nicht, weil ich es nicht möchte, son­dern weil es sich ein­fach nicht ergeben hat. Der zweite Hund musste zu Queen passen und als ich mich Anfang des Jahres nach einem Zwei­thund umsah, war im Tier­schutz ein­fach nicht der richtige dabei. Das Bauchge­fühl muss stim­men und das war lei­der nicht der Fall.

Ob mein näch­ster Hund aus dem Tier­schutz kom­men wird? Ich weiß es nicht. Vielle­icht ja, vielle­icht aber auch nicht. Ich habe momen­tan ohne­hin nicht den Platz für einen drit­ten Hund. Doch ich kann mir sehr gut vorstellen eines Tages einen Hund aus dem Tier­schutz zu mir holen.

Warum erzähle ich das alles, wenn ich doch eigentlich das Buch vorstellen wollte?

Wenn ich an Tier­schutzhunde denke, dann habe ich auf­grund meiner man­gel­nden Erfahrung ganz bes­timmte Bilder vor Kopf. Ich sehe Hunde in Zwingern vor mir, die am Git­ter ste­hen und hin­auss­chauen. Eine Mis­chung aus Neugierde, Verzweifelung und Hil­flosigkeit strahlt aus ihren Augen.

Ich habe diese Zeilen geschrieben bevor ich das Buch von Manuela Dörr das erste Mal in den Hän­den hielt…

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Als ich es das erste Mal auf­schlug, musste ich erst ein­mal tief einatmen.

Eine Hündin mit ihen Welpen liegt in einem geschlosse­nen Raum auf einer Pappe. Ihre Augen sehen trau­rig aus. Beschützend legt sie ihre Beine um die trink­enden Welpen.

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Die Fotografien in dem Buch zeigen Tier­heime, die Manuela auf ihren Erkun­dun­gen begeg­net sind. Die Bilder sind weder inze­niert, noch dig­i­tal manipuliert.

In dem Fotoro­man geht es um eine Archtitek­tin namens Natalie, die vor die Auf­gabe gestellt wird ein Tier­heim zu errichten. Dabei mag Natalie über­haupt keine Hunde. Vor ihr liegt eine Reise, auf der sie sich die Architek­tur von 10 Tier­heimen anse­hen soll. Die dort gewonnenen Erken­nt­nisse solle sie in ihrem eige­nen Pro­jekt ein­bauen und umsetzen.

Von der Geschichte an sich möchte ich nur noch eines ver­raten: Die Kon­fronta­tion von Natalis Vorurteilen und der in den ver­schiede­nen Län­dern vorge­fun­de­nen Real­ität ist super span­nend und sehr lesenswert.

Die Fotos in diesem einzi­gar­ti­gen Buch sind schlicht eins: perfekt.

Man hätte es nicht besser machen kön­nen. Ich habe mir das Buch genom­men und mich in völ­liger Stille auf das Sofa gesetzt und erst ein­mal kom­plett durchge­blät­tert. Ich hatte das Gefühl mit­ten­drin zu sein. Die Bilder sind echt und kein bißchen gestellt. Es ist ein­fach großar­tig einen so echten und unver­fälschten Ein­blick in die ver­schiede­nen Tier­heime zu bekommen.

Auch das Buch an sich ist völ­lig ungewöhn­lich und passt ein­fach super zum großen Ganzen. Der Buchrücken ist offen. Das Design des Buches ist mehr als hochw­er­tig und gefällt mir total gut.

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Dieses Buch ist abso­lut empfehlenswert und zwar aus einem sim­plen Grund: es ist ehrlich.

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich das Thema Tier­schutz oft gemieden habe. Klar habe ich beru­flich oft mit Tier­schutzhun­den und den rechtlichen Prob­le­mem von Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen zu tun. Doch ich sehe die Hunde nicht. Die Hunde kom­men mit einer Chip­num­mer und einem Namen in meine Akte und bleiben auch dort. Sie gelan­gen nicht in meinen Kopf und ich war mir sicher, dass das genau richtig ist. Schließlich brauche ich einen kühlen Kopf und geord­nete Gedanken.

Doch nun habe ich sie in meinem Kopf. All die Bilder aus dem Buch von Manuela. Und heute bin ich mir sicher: die Augen vor den Zustän­den in den Tier­heimen zu schließen ist nicht der richtige Weg.

Ich danke Manuela nicht nur für das hand­sig­nierte Buch, son­dern auch für dieses unver­fälschte Bild der Real­ität. Ein wirk­lich tolles Buch, welches ich abso­lut empfehlen kann. Bes­timmt auch ein tolles Weihnachtsgeschenk 🙂

Das Buch ist uns kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt worden.

Das Buch könnt ihr übri­gens hier* bestellen.

 
*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 

(Sponsored Post) Flöhe beim Hund

Einer der unbe­liebtesten Par­a­siten ist der Hundefloh.

Hunde sind der ständi­gen Gefahr aus­ge­setzt, Wirt eines solchen Nervtöters zu wer­den. Sie wälzen sich, haben Sozialkon­takt zu Artgenossen und schnup­pern neugierig an allem, was inter­es­sant erscheint.

Ein Hund kann sich überall dort mit Flöhen anstecken, wo andere Tiere mit Flohbefall sich aufhalten oder sich aufgehalten haben.
Dazu reicht es unter Umständen schon aus, einem zufällig aufgestöberten Igel nachzuschnüffeln.

Doch haben wir erst ein­mal Flöhe in den eige­nen vier Wän­den gilt es schnell zu handeln.

Im Laufe ihres Lebens legen Flo­hweibchen ca. 2000 Eier. Und nicht nur das Fell des Hun­des ist hier­bei inter­es­sant. Tep­piche und Tex­tilien wer­den schnell zu einem beliebten Ort für Flöhe und ehe man sich ver­sieht, ist die gesamte Woh­nung befallen.

http://www.du-chateau-magic.de/images/Gesundheit/Kleintier46b.jpg
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Die etwa einen hal­ben cm großen weib­lichen Eier des Hun­de­flohs gedei­hen bei 25 Grad und einer Luft­feuchtigkeit von 80 % am besten. Etwa zwei Tage nach der ersten Blu­tauf­nahme beginnt das Weibchen mit dem Legen der Eier — bis zu 50 Stück pro Insekt. Inner­halb von einer Woche schlüpfen die Junglar­ven. Diese ver­pup­pen sich zu einem Kokon, aus welchen nach ca. 10 Tagen der fer­tige Floh schlüpft.

Aus­gewach­sene Flöhe kann man sehen. Man sieht sie zum Teil sprin­gend auf dem Fell des Hun­des. Aber wussstest du, dass die sicht­baren Flöhe nur etwa 5 % des Befalls aus­machen? 10 % sind Pup­pen, 35 % Lar­ven und 50% sind Eier, die sich nicht nur auf dem Hund son­dern in der gesamten Woh­nung befinden.

Daher ist es nicht nur notwendig, den Hund an sich zu behan­deln, son­dern zudem die gesamte Woh­nung bzw. das gesamte Haus.

Wie sehe ich denn eigentlich, ob ein Hund Flöhe hat?

Zunächst ein­mal wer­den sich Hunde, die von Flöhen befallen sind, häu­fig an den Ohren kratzen oder den Beinen bekn­ab­berrn. Um auf Num­mer sicher gehen zu kön­nen, sollte man den Hund mit einem Flohkamm käm­men. Hierzu eignen sich am besten der Bere­ich an und hin­ter den Ohren, der Nacken sowie der Rutenansatz.

Was sich in dem Flohkamm befindet, sollte vor­sichtig auf ein Küchen­tuch gelegt wer­den. Das Mate­r­ial wird nun mit etwas Wasser ange­feuchtet. Han­delt es sich um Flöhe, färbt sich dieses rot. Dann han­delt es sich um den Flohkot.

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Ein von Flöhen befal­l­enes Tier sollte direkt zu dem Tier­arzt des Ver­trauens gebracht wer­den. Es ist zwangsläu­fig notwendig sowohl das Tier als auch die Umge­bung zu behandeln.

Alles was waschbar ist bei möglichst hohen Tem­per­a­turen waschen. Tep­piche, Böden und Pol­ster gründlich saugen und den Staub­sauger­beu­tel (!) entsorgen.

Mehr Infor­ma­tio­nen zum Hun­de­floh und dessen Bekämp­fung findet ihr auf dieser Infor­ma­tion­s­seite.

Bei diesem Beitrag han­delt es sich um Wer­bung (sog. Spon­sored Post)

Gewünscht: Ernährung für Dummies

Wir alle haben eines gemeinsam:

Wir wollen das Beste für unseren Hund. Auch und vor allem, wenn es um die Ernährung geht.

Doch was ist eigentlich “das Beste”? Und gibt es das überhaupt?

Früher schien alles so einfach.

Ich erin­nere mich noch gut an die Hunde meines Opas. Er füt­terte sie mit frischem Fleisch und viel Pansen. Das Fleisch bezog er direkt von einer Schlachterei. Zwis­chen­druch gab es mal ein Ei und ich erin­nere mich noch gut an einen großen Eimer mit Biotin.

Den Hun­den schmeckte es. Sie hat­ten tolles Fell und waren stets gesund.

Dann kam die Zeit der Futtermittelindustrie.

Vom Bil­lig­fut­ter aus dem Dis­counter bis hin zu teurem Trock­en­fut­ter wurde die Auswahl immer größer. Man hatte das Gefühl, etwas Gutes zu tun, wenn man in den Tier­markt fuhr und sich beraten ließ. Im Zweifel entsch­ied man sich für die “Haus­marke” und schleppte Monat für Monat die Säcke nach Hause. Eucanuba und Royal Canin waren die Creme de la Creme und wer etwas auf seinen Hund gab, der entsch­ied sich für ein namen­haftes Produkt.

Und heute?

Wir wis­sen nun, dass das Trock­en­fut­ter nicht “das Beste” ist. Wir wis­sen, das tierische Neben­erzeug­nisse Müll sind und dass das Trock­en­fut­ter vollgestopft ist mit irgendwelchen kün­stlichen Zusatzstof­fen. Von Flo­hhals­bän­dern über Steuer­marken wurde schon so einiges in Dosen entdeckt.

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Kann man sich da noch auf die Futtermuttelindustrie verlassen?

Ganz klar: nein.

Wer sich für ein fer­tiges Pro­dukt aus dem Tiergeschäft entschei­det, sollte sich in jedem Fall mit den Inhaltsstof­fen auseinandersetzen.

Kann man also machen. Oder etwa doch nicht?

Ich bin Per­fek­tion­ist. Für meine Hunde ist das Beste ger­ade gut genug. Den Gedanken, dass ich mehr machen kön­nte, wäre nichts für mich.

Doch was ist eigentlich das Beste?

Ernährung­sex­perten würde nun den Fin­ger heben und laut die vier magis­chen Buch­staben aneinanderreihen.

BARF

Man füt­tert also frisches Fleisch beste­hend aus Muskelfleisch, Innereien, Pansen und RFK. Dazu kommt Gemüse und Obst. Alles in einem bes­timmten Ver­hält­nis zum Gewicht.

Kein Prob­lem.

Wenn das Wörtchen Wenn nicht wäre…”

Hinzu kom­men Öl. Und hier­bei bitte nicht immer das gle­iche ver­wen­den, aber Achtung nicht jedes Öl ist gut, wenn der Hund Prob­leme mit dem Bewe­gungsap­pa­rat hat. Und manche Öle bitte ganz genau abmessen.

Zudem füt­tert man Kräuter. Hier­für gibt es zahlre­iche Kräuter­mis­chun­gen im Laden, mit angegebener Dosierung. Klingt doch ein­fach oder? Ist es aber nicht. In den Kräuter­mis­chun­gen sind viele Dinge enthal­ten, die der Hund eigentlich gar nicht braucht. Und was ist eigentlich mit Seeal­gen? Braucht der Hund die wirk­lich oder schaden sie ihm vielle­icht sogar?

Und da ist noch das Prob­lem mit dem Fleisch. Wieviel Fett muss da eigentlich drin sein? Wo kommt das eigentlich her? Und sitzt in der Leber nicht vielle­icht sogar der ganze chemis­che Mist, den vorher das Tier bekom­men hat? Und was ist mit Kehlkopf? Sitzt da vielle­icht noch was von der Schild­drüse drin?

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Und über­haupt? Wie abwech­slungsre­ich muss das Fut­ter über­haupt sein? Und wieviel ver­schiedenes Fleisch und Gemüse bzw. Obst muss ich eigentlich geben?

Man kann sich einen Ernährungs­plan erstellen lassen. Doch ich kann für meinen Teil sagen, dass den­noch zahlre­iche Fra­gen aufkom­men. Ein Plan ist hil­fre­ich — keine Frage. Doch immer wieder tauchen neue Fra­gen auf.

Man kann sich nach und nach durch­wurscheln. Kann sich die Antworten auf die Fra­gen im Inter­net suchen oder Experten fragen.

Doch schafft das wirklich Klarheit?

Gesunde Ernährung ist ein Fass ohne Boden.

Immer wieder tauchen neue Fra­gen auf. Immer wieder neue Unsicher­heiten, die einem Angst ein­ja­gen. Die oben aufge­führten Fra­gen sind nur ein Bruchteil vom dem, was einem Bar­fer durch den Kopf geht. Mache ich wirk­lich alles richtig?

Ein Bluttest kann die Lösung sein.

Doch wie lange warte ich damit eigentlich? Und was ist, wenn tat­säch­liche Werte nicht passen? Habe ich dann vielle­icht schon einen Schaden angerichtet?

Oder ist das vielle­icht alles über­trieben? Zurück zu den Wur­zlen? Früher gab es all diese Kräuter doch auch nicht oder? Früher hat man auch nicht das Obst und Gemüse abge­wogen. Und übri­gens: Sollte das eigentlich Bio — Qual­ität haben? Genau wie das Fleisch vielle­icht auch?

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Mir ist es wichtig meine Hunde gesund und art­gerecht zu ernähren.

Doch wo liegt eigentlich die Grenze? Ab wann habe ich diesen Punkt erre­icht und was ist nur für Kun­den wie mich gemacht? Für Men­schen, die eigentlich nur das Beste wollen und nicht wis­sen, was genug ist. Noch eine Kräuter­mis­chung noch mehr Öle und Sup­ple­mente. Was brauche ich wirk­lich und was wird mir vielle­icht nur emp­fohlen, weil eine Zusam­me­nar­beit mit einer Firma vorliegt?

Erin­nert ihr euch noch an diese gelb — schwarzen Bücher aus unserer Schulzeit?

Mathe für Dum­mies, Englisch für Dum­mies und so weiter?

Selbst wenn man nicht zu den “Dum­mies” zählte, so waren diese Bücher ein­fach klasse.

Sie enthiel­ten nur das Wichtig­ste und man kon­nte sich auf den Inhalt verlassen.

So etwas wün­sche ich mir auch.

Ein Buch “gesunde Ernährung für Dum­mies”, welches mir alles ver­rät, was ich wis­sen muss und nichts Unnötiges enthält.

Es wird immer ver­rück­ter. Es wird auf immer mehr geachtet und immer mehr verlangt.

Bar­fen wird zu einer Lebens­form. Ich nehme mir gerne die Zeit eine gesunde Mahlzeit für meine Hunde zuzu­bere­iten, doch wenn mein Küchen­tisch voll steht mit Dosen, Ölen, Zusätzen und son­sti­gen Mis­chun­gen, dann glaube ich, bin ich über das Ziel hinausgeschossen.

Nor­maler­weise ver­lasse ich mich auf mein Bauchge­fühl. Egal, ob es um Erziehungs­fra­gen oder Gesund­heitliches geht. Ich kann mich auf meinen Bauch verlassen.

Doch was das Thema Ernährung bet­rifft, so hat mich mein Bauchge­fühl im Stich gelassen.

Wie macht ihr das? Habt ihr einen Plan, auf den ihr euch ver­lassen könnt? Ignori­ert ihr all die kleinen Fra­gen am Rande oder geht ihr dem nach?

Blogreihe Handicaphunde — die schönste Geschichte

Ver­gan­gene Woche startete mein Aufruf. Ich wollte mir euch die schön­ste und emo­tion­al­ste Geschichte unserer Blo­greihe finden.

Dass alle Geschichten etwas ganz berühren­des an sich haben, ist uns allen klar. Doch als Dankeschön für all eure Geschichten und per­sön­lichen Ein­blicke, wollte ich der schön­sten Geschichte eine kleine Aufmerk­samkeit zukom­men lassen.

Ich ver­rate es euch direkt:

Wir haben keine schön­ste Geschichte gefunden.

Es besteht Gle­ich­stand zwis­chen vier Beiträgen.

Und nun?

Eigentlich traf eine Leserin den Nagel auf den Kopf:

Um ehrlich zu sein: Ich kann gar nicht sagen, welcher Beitrag mich am meis­ten berührt hat.
Alle Geschichten haben einen bleiben­den Ein­druck hin­ter­lassen und gezeigt, wie schön das Leben mit unseren Flausch­p­foten ist — egal, was andere sagen und denken oder wie schwer auch manche Tage sind. Jeder einzelne hat uns gezeigt, wie viel Liebe und Kraft sie ihrem Hund geben. Und genau das ist es, was ein Hund braucht. Ich finde es bewun­dern­swert, wie stark und offen alle damit umgehen.
Wir alle ken­nen doch diese trau­ri­gen Fälle, in denen die Fell­nase dann ein­fach in’s Tier­heim abgegeben wird (oder noch schlim­meres), aber ihr habt uns gezeigt, dass sich die Mühe lohnen und die Liebe durch jedes Erleb­nis größer wird.

Somit würde ich gerne jeder Geschichte eine Stimme geben, wenn das denn erlaubt ist. Jeder von euch hat eine kleine Geste ver­di­ent, um auch euren Hun­den zu zeigen, dass wir an sie denken.
Ganz liebe Grüße,
Nadine mit Motte

Es gibt keinen Gewin­ner, weil alle Geschichten “die schön­ste Geschichte” sind.

Daher habe ich mir über­legt euch allen ein kleines Dankeschön auszusprechen.

Den Gutschein aufzuteilen macht keinen Sinn.

Daher schenke ich allen Teil­nehmer einen Gutschein über 20% über meinen Shop Glück­shund, den ihr noch in diesem Monat ein­lösen könnt.

Wer möchte kann mich hierzu über meine Face­book — Seite kontaktieren.

Und noch einmal:

Vie­len Dank an alle, die mit­gemacht haben. Es war eine sehr schöne, emo­tionale Blo­greihe und ich habe mich sehr über jeden einzel­nen Beitrag von euch gefreut 🙂

AgiTrailTagebuch — Woche 2

Ver­gan­gene Woche habe ich euch erzählt, dass die bei­den Fell­monster nun ihr eigenes Hobby gefun­den haben. Püppi geht zum Agility und Queen zum Mantrailing.

Einige von euch haben mich gefragt, ob ich nicht regelmäßig über unsere Erleb­nisse und Fortschritte beim Hun­de­sport berichten könnte.

Klar, nichts leichter als das.

Und schwups war das Agi­Trail­T­age­buch geboren.

Agility

Püppi war nun zum zweiten Mal beim Agility.

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Wir haben eine kleine Gruppe zusam­men mit Bar­ney und Bub­bles — Püp­pis Fre­unde aus der Welpenstunde.

In der ersten Stunde hat sich deut­lich gezeigt, dass Püppi nicht so selb­st­sicher ist, wie ich sie eingeschätzt habe. Zumin­d­est ist sie weitaus unsicherer, wenn Queen nicht in der Nähe ist.

Der Tun­nel und die Röhre wur­den vor­sichtig durch­laufen und die Wippe war irgend­wie gruselig. Geweigert hat sie sich nicht, aber sie war vorsichtig.

Beim zweiten Mal war die Sit­u­a­tion schon um einiges entspan­nter. Der Tun­nel und die Röhre sind kein Prob­lem mehr. Die Wippe nimmt sie zwar langsam, aber sie geht kom­plett ent­lang und springt nicht an der Seite herunter. Die ersten kleinen Mini­hür­den sind einge­baut wor­den. Das klappt schon richtig gut. Sie springt über die winzige Hürde und weiß genau, was sie tun soll.

Auch die Slalom — Stan­gen klappten von Anfang an richtig gut. Wir gehen dabei rück­wärts und locken die Hunde mit Fut­ter durch die Stan­gen. Dabei nutzen wir die Worte “Sla” und “lom”.

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Wir kon­nten auch schon den ersten kleinen Par­cour laufen. Hier­bei wur­den Geräte wie Tun­nel oder Röhre jew­eils mit zwei kleinen Hür­den kom­biniert. Teil­weise musste auch ich mich erst ein­mal koor­dinieren. Die Hunde wer­den stets auf einer bes­timmten Seite geführt. Teil­weise muss man sich also sowohl auf den Hund, die näch­ste Hürde als auch seine eigene Kör­per­sprache konzen­tri­eren während man das Fut­ter in der Hand auch auf der richti­gen Seite hal­ten muss. Ganz schön kompliziert 🙂

Püppi hat auf jeden Fall eine Menge Spaß, beson­ders wenn sie merkt, dass sie etwas richtig gut gemacht.

Mantrailing

Queen war zum zweiten Mal trailen.

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Direkt zu Anfang haben wir drei kleine Spuren hin­tere­inan­der gemacht.

Bei den ersten bei­den ver­steckte sich unser “Opfer” direkt hin­ter einer näch­sten Ecke. Die dritte Spur enthielt zwei Abbiegun­gen. Lustig war Queens Gesicht­saus­druck beim drit­ten Trail hin­ter der ersten Ecke. “Hier muss sie doch sein? Sie stand doch ger­ade auch hin­ter der ersten Ecke.”

Aber sie hat schnell gemerkt, dass sie weit­er­laufen muss und hat das auch super gemacht.

Wir waren dieses Mal nicht im Wald, son­dern in einer Sied­lung in einem kleinen Ort.

Wir sind noch zwei weit­ere Trails gelaufen. Diese sind etwas länger gwor­den. Ein­mal ging es ca. 300 Meter und drei oder vier mal um die Ecke. Beim let­zten Trail waren es ca. 500 oder 600 Meter und es ging noch einige weit­ere Mal um die Ecken.

Queen hat das super gemacht. Sowohl sie als auch ich brauchen aber noch Anleitung von der Trainerin.

Queen ist manch­mal unsicher, ob sie weit­er­laufen soll. Sie schaut mich dann an als wolle sie sagen “Echt noch weiter?” Sie ließ sich auch ein­mal von einem Briefzusteller ablenken. Irgend­wie war das leicht qui­etschende Fahhrad inter­es­sant für sie. Aber sie fand schnell zu ihrer Auf­gabe zurück.

Auch ich brauche manch­mal noch Anweisun­gen. Zum Teil bin ich zu schnell gelaufen oder habe ihr zu wenig Leine gelassen. Aber das kriegen wir schon hin.

Queen hat einen wahnsin­ni­gen Spaß bei der Sache.

Sobald das “Opfer” losläuft kriegt sie dieses ver­rückte Spiel­gesicht, was sie sonst nur macht, wenn sie einen Ball sieht.

Beim ersten Trailen war sie noch sehr schüchtern den anderen Zweibeiner gegenüber. Beim zweiten Tre­f­fen war das direkt ganz anders. Sie ging sofort zu den Leuten hin und ließ sich streicheln.

Bei ihrem Trail sind alle mit­gekom­men. Nach­dem sie von mir und auch von der Trainerin gelobt wurde, ging sie zu jedem einzel­nen hin und ließ sich aus­giebig stre­icheln. Ein älterer Herr ging nicht bewusst auf sie zu, weil Queen ver­gan­gene Woche noch sehr ver­hal­ten ihm gegenüber war. Queen ging jedoch auch zu ihm und schaute ihn an als wolle sie sagen “Ich habe das doch richtig gut gemacht. Du musst mich auch loben.” 🙂

Die Trainerin ist sich sicher, dass das total “Quee­nis Ding” ist. Ich bin ges­pannt wo die Reise hingeht und freue mich schon auf die näch­ste Woche. Dann trailen wir an einer alten Mühle.

 Und näch­stes Mal gibt es auch einige Fotos vom Trailen  — versprochen 🙂

Gastbeitrag: Von Inseln mit Hunden und Dienstreisen ohne

Wie kön­nte man den Mon­tag besser begin­nen als mit einem Lächeln auf dem Gesicht?

Von Inseln mit Hun­den und Dien­streisen ohne
 
Von Sören Emmzwoaka
 
Mein Hund Moritz gehört zu den drei Din­gen, die ich mit auf eine ein­same Insel nehmen würde. Ich bin mir sicher, dass mir die meis­ten Hun­debe­sitzer beipflichten wür­den ‎- bis auf die Hal­ter von vier Hun­den vielle­icht, denn die müssten vorher eine moralisch unmögliche Entschei­dung tre­f­fen und wür­den wohl eher den math­e­ma­tis­chen Beweis erbrin­gen, dass vier gle­ich drei ist, bevor sie einen Vier­beiner zurücklassen. 
 
Manch­mal sitze ich auf einer Insel und Moritz ist nicht da. Vielle­icht ist die Insel auch eher ein Hotelz­im­mer nach einem Sem­i­nar und der Grund meines Aufen­thalts ist kein Schiff­sunglück‎, son­dern eine Geschäft­sreise. Möglicher­weise bin ich auch nicht vom unendlichen Ozean umgeben und warte auf ret­tende Flugzeuge am Him­mel oder Boote am Hor­i­zont, son­dern befinde mich nur vier­hun­dert Meter vom Haupt­bahn­hof ent­fernt und der Zug fährt mich schon in 12 Stun­den zurück nach Hause. Trotz­dem: Es sind noch zwölf Stun­den ohne Moritz — mit unab­se­hbaren Folgen.
 
‎Es fängt schon damit an, dass ich ver­schlafen kön­nte, weil Moritz am näch­sten Mor­gen nicht parat steht, um mich zu wecken. Sicher, ich kön­nte mir einen Wecker stellen, aber wer garantiert mir, dass ich ohne die den Signal­ton rhyth­misch beglei­t­ende nasse Zunge in meinem Gesicht aufwache? Und selbst wenn ich aufwache: Was mache ich mit der ersparten Zeit, wenn ich nie­man­dem den Wasser­napf auf­füllen muss und keinem Hund den näch­st­gele­ge­nen Baum zeigen muss? Freilich kann man die Zeit beim Früh­stück totschla­gen, aber auch dort fehlt etwas: die Blicke aus zwei sehn­süchti­gen Augen auf mein Leber­wurst­brot. Wenn ich tat­säch­lich solche Blicke vom Nach­barstisch spüre, ist das nicht das­selbe. “Hol dir sel­ber was, es ist genug für alle da” zu einem Hotel­gast zu sagen, kommt einem gestren­gen “Nein” zum eige­nen Hund nicht gleich.
 
Auf der Rück­fahrt tickt der Best-friend-Countdown‎: Noch drei Stun­den, bis ich Moritz wieder­sehe, noch zwei, noch 60 Minuten, 30 Minuten, dann die Hiob­s­botschaft über eine Ver­spä­tung von zehn Minuten und ich ver­fluche die Bahn, weil ich weiß, was ich in zehn Minuten alles mit Moritz machen kön­nte: zweiein­halb Kilo­me­ter laufen zum Beispiel. Oder einen Spazier­gang mit Dar­mausleerziel. Oder ein lehrre­iches Ver­steck­spiel. Vor allem aber geht es darum, sich ein­fach zehn Minuten “früher” (zur Fahrplan-konformen Zeit) zu sehen. 
 
Wenn ich endlich zuhause ankomme‎, fällt die Begrüßung nicht nur dop­pelt stür­misch aus, wie man es bei einem ver­lore­nen Tag ver­muten kön­nte. Es ist eher so, als hätte ich Moritz ein ganzes Jahr nicht gese­hen. Es kön­nte aber auch eine per­fide Psycho-Manipulation sein: Ich habe wegen meiner beru­flichen Abwe­sen­heit ein schlechtes Gewis­sen und ver­suche das Ver­passte nachzu­holen. Moritz und ich gehen anderthalb Stun­den statt 45 Minuten joggen und er kriegt einen extra großen Kau­knochen. Es han­delt sich um eine Pantomime-Version von “Bitte verzeih mir, dass ich eine beru­fliche Verpflich­tung über dein Hun­de­wohl ‎gestellt habe. Ich weiß, dass das ver­di­ente Geld keine Entschuldigung ist, selbst wenn ich es umge­hend in Kau­knochen reinvestiere”.
 
Meine Fre­undin ver­hält sich ähn­lich, was sie jedoch nicht daran hin­dert, über meine Wiedergut­machung den Kopf zu schüt­teln. “Hier bricht nicht die Welt zusam­men, wenn du nicht da bist. Nur für den Fall, dass du es nicht wusstest: Moritz und ich waren gestern den ganzen Tag unter­wegs.” Ich glaube, in der Spaziergangs-und-Bespaßungs-Nettobilanz rech­nen sich meine Dien­streisen für Moritz.

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Weite lustige Geschichten von Sören Emmzwoaka und seinem Hund Moritz sind unter dem Titel “Aus dem Leben eines Rüden” z.B. über Amazon hier* bestellbar.

Cover Aus dem Leben eines Rüden 
 
Vie­len Dank an Sören für diese Kurzgeschichte. 
 
 
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