Monat: Oktober 2016

Der Umgang mit Hatern

Ver­gan­genen Mittwoch veröf­fentlichte Nicole vom großar­ti­gen Hun­de­blog Moe&Me einen Artikel zum Thema “Vom Umgang mit Hatern”. Ich habe mich schnell in diesem Artikel wiederge­fun­den und finde es super, dass sie das Thema so offen und ehrlich ange­sprochen hat. Ihren Beitrag findet ihr übri­gens hier.

Daher möchte ich mich heute gerne anschließen und über meine Erfahrun­gen mit Hatern, Has­skom­mentaren und Trolls berichten.

Eigentlich muss ich mich gar nicht wun­dern. Ich schreibe über Cesar Mil­lan und lasse mehrfach das Wort “Tierquäler” im Text auf­tauchen. Ich berichte über meine Erfahrun­gen mit Bravecto und nenne den Artikel “Bravecto ist gefährlich”. Ich erzähle von Hun­de­begeg­nun­gen, die mich auf die Palme gebracht haben. Von Men­schen, die in meinen Augen keinen Hund hal­ten soll­ten und auch sonst nehme ich eher sel­ten ein Blatt vor dem Mund.

Und wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich schon vor der Veröf­fentlichung mancher Texte, dass es wieder Has­skom­mentare reg­nen wird.

Grundsätzlich habe ich ein dickes Fell.

Ich kann über vie­len hin­wegse­hen, mit­tler­weile auch über einiges Lachen.

Der Löwenanteil von sog. Hasskommentaren ist ohnehin harmlos.

Ich erin­nere mich noch daran, dass wir ein­mal in einem still­gelegten Güter­bahn­hof Fotos gemacht haben. Queen saß auf einem Bild zwis­chen den Gleisen. Dieses Foto habe ich bei Insta­gram hochge­laden. Noch am sel­ben Tag kam fol­gen­der Kom­men­tar “Krank. Du bist ein­fach nur krank.”

Wenn jemand ern­sthaft glaubt, ich würde meinen Hund zwis­chen noch intakte Gleise set­zen, dann tut es mir leid.

Die typ­is­chen Has­skom­mentare unter CM Beiträ­gen sehen so aus: “Du hast von Hun­den ein­fach keine Ahnung.” “Wer die Sprache der Hunde nicht lesen kann, sollte lieber den Mund halten.”

Darüber kann ich nun wirk­lich nichts weiter als Lachen. Denn wer die Sprache von Hunde tat­säch­lich lesen kann, der würde niemals nach CM Meth­o­den arbeiten. Das hake ich ab wie eine Einkaufsliste.

Eine Spur per­sön­licher wird es bei Artikeln rund um das Thema “Erziehung”. Erst bei meinem let­zten Beitrag dieser Art kamen die Worte “Ihr bek­loppten Ama­teur– und Möchte­gern — Trainer soll­tet das Netz nicht mit dum­mer Scheiße voll­stopfen.” In jedem meiner Artikel zu diesem Thema steht, dass ich kein Hun­de­trainer bin und rein aus dem Bauchge­fühl und meiner Erfahrung han­del. Den­noch bin ich dur­chaus in der Lage etwas zu diesem Thema beizu­tra­gen. Ich bin mit Hun­den aufgewach­sen, habe unzäh­lige Bücher gele­sen und bin dur­chaus in der Lage die Kör­per­sprache unserer Vier­beiner zu ver­ste­hen. Das Thema “Erziehung” ist wohl ein ähn­liches heißen Eisen wie das Thema “Ernährung”. Es wird immer mehrere Ansichten geben. Kon­struk­tive Kri­tik würde uns alle voran brin­gen, aber manche kön­nen nichts als per­sön­lich werden.

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Doch es gibt auch Momente, die vergisst man nicht.

Ähn­lich wie Nicoles Erfahrung zum Thema Kas­tra­tion hagelte es bei mir Has­skom­mentare ohne Ende als Püppi ein­zog. Wie kann ich nur einen so kleinen unschuldigen Hund zu einer bösen Bestie set­zen? Wie kann man nur so einen niedlichen kleinen Welpen zwin­gen in dem Tempo eines Schäfer­hun­des durch die Welt zu gehen?

Püppi ist tausend mal frecher und wesentlich schneller unter­wegs als Queen.

Was mich jedoch richtig ver­letzt hat, war ein Kom­men­tar einer Dame:

Jetzt hast du noch einen Hund in dein Leben geholt? Reicht es nicht, dass du einen Hund psy­chisch kaputt gemacht hast? Du lebst deine Kom­plexe und psy­chis­chen Störun­gen an deinen Hun­den aus. Die kön­nen einem nur leid tun. Mach mal lieber eine Ther­a­pie und gib deine Hunde zu Men­schen, bei denen sie es gut haben.”

In diesen Sätzen steckt so viel falsches drin wie nur drin stecken kann. Die Dame hat wohl ver­sucht mit möglichst wenig Worten möglichst viele Ver­let­zun­gen auszusprechen.

Hat sie geschafft.

Obwohl ich weiß, dass ihre Worte nicht stim­men, obwohl ich weiß, dass es meinen Hun­den gut geht und es ihnen an nichts fehlt, haben mich diese Worte zutiefst getroffen.

Man muss sich das mal auf der Zunge zerge­hen lassen.

Da gibt es Men­schen, die mich nicht ken­nen. Weder mich noch meine Hunde live und in Farbe getrof­fen haben und den­noch erlauben sie sich der­ar­tige Urteile.

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Warum?

Ich bin mir sicher, dass nie­mand, der mich kennt, so über mich urteilen würde.

Es sind die Internet — Eier

Wir alle ken­nen diese Men­schen. Sitzen vor ihrem Lap­top und pöbeln was das Zeug hält. Ich wette, dass nicht mal ein Vier­tel dieser Men­schen mir all diese Dinge ins Gesicht gesagt hätte, würde ich vor ihm stehen.

Wie gehe ich mit diesem Kommentaren um?

Ich veröf­fentliche diese Kom­mentare erst gar nicht. Wer auf meinem Blog noch nie kom­men­tiert hat, muss zunächst freigeschal­tet wer­den. Hater sind auf meinem Blog nicht erwün­scht und wer­den daher direkt gelöscht.

Das ist mein Blog und ich bes­timme die Regeln. So ein­fach ist das. Wer kon­struk­tu­ive Kri­tik übt, ist immer willkom­men. Diskus­sio­nen und andere Blick­winkel brin­gen uns voran. Aber Belei­di­gun­gen und Schmähkri­tik sind deplatziert und wer­den sofort gelöscht.

Ich werde auch nichts ändern. Ich werde kein Blatt vor den Mund nehmen. Es ist nicht immer alles rosarot und Dietut­nichts ist kein “Schön — Wet­ter — Blog”.

Bin ich der Mei­n­ung, dass nie­mand CMs Meth­o­den anwen­den sollte, dann sag ich das.

Enthält Bravecto gefährliche Inhaltsstoffe, dann scheib ich das.

Ich sitze nicht vor meinem Rech­ner und denke darüber nach, mit welchem Artikel ich wieviele Leser bekom­men kön­nte. Kommt mir etwas in den Sinn, schreibe ich darüber. Oft wird mir vorge­wor­fen, ich wolle Panik machen und würde nur für die Zahlen schreiben, aber das ist nicht so. Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich über alles schreibe, was uns oder unser Leben ger­ade bee­in­flusst. Haben wir einen tollen Aus­flug zum See gemacht, dann zeig ich euch gerne die Bilder. Habe ich mich über andere Hun­de­hal­ter geärg­ert, dann berichte ich auch darüber.

Ich komme natür­lich nicht umher zuzugeben, dass ich manch­mal hoffe, dass die richti­gen Men­schen meine Artikel lesen.

Ich hoffe, dass ich Men­schen davon überzeu­gen kann, nicht mehr nach CM Meth­o­den zu arbeiten. Ich hoffe, dass ich Hun­debe­sitzer davon abhal­ten kon­nte, Bravecto anzuwen­den. Und ich hoffe auch, dass sich vielle­icht so langsam unter den Hun­de­men­schen herum­spricht wie man sich bei Hun­de­begeg­nun­gen zu ver­hal­ten hat.

Ich war schon immer eine Weltverbesserin. Wollte schon immer dazu beitra­gen, dass die Welt ein bißchen besser wird. Naiv? Bes­timmt. Aber wenn nur einer der Leser das Stachel­hals­band in den Müll wirft, dann hab ich etwas bewegt.

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Mein Blog ist der Spiegel zu unserem Leben.

Ist mir ger­ade nach einem lusti­gen Beitrag, dann schreib ich einen. Möchte ich erzählen, was ger­ade so bei uns los ist, dann mach ich das.

Ich lasse euch an unserem Leben teilhaben.

Ob es gute Tage oder schlechte Tage sind. Ob wir etwas tolles erlebt haben, Prob­leme lösen müssen oder von unseren neuen Hob­bys erzählen wollen.

All meine Artikel haben eines gemein­sam: sie sind ehrlich.

Mir ist schon klar, dass man über das Inter­net nur ein unge­fähres Bild einer Per­son bekom­men kann. Als ich Nicole im ver­gan­genen Som­mer besucht habe, haben wir schon einige Monate vorher Kon­takt gehabt. Wir schrieben und Nachrichten und tele­fonierten und den­noch erzählte sie mir während des Urlaubs, dass sie sich mich irgend­wie anders vorgestellt hatte.

Man mag noch so ehrlich und echt schreiben, man kennt die Per­son hin­ter dem Lap­top nicht.

Umso unpassender finde ich es, über diese Men­schen zu urteilen. Man kennt nie alles, kennt nie die ganze Geschichte.

Doch Has­skom­mentare wird es immer geben. Es wird immer Men­schen geben, die sich hin­ter ihrer Tas­tatur verstecken.

Zu Beginn des Textes habe ich geschrieben, dass ich mit­tler­weile über vieles hin­wegse­hen kann, darüber lache und schnell vergesse. Dass ich aber all diese Sit­u­a­tio­nen noch immer in meinem Kopf habe, zeigt, dass irgen­det­was hän­gen bleibt. Jeder Has­skom­men­tar, jede vor­wurfsvolle und belei­di­gende Mail kann gelöscht wer­den. Doch es bleibt etwas zurück. Wie ein Schat­ten. Denke ich zum Beispiel an Bravecto, denke ich an die vie­len Mails von Tierärzten. Wie kön­nte ich nur? Ich würde ihnen das Geschäft mit Bravecto kaputt machen. Diese paar Neben­wirkun­gen seien ja wohl kein Drama (ich habe diese Mails übri­gens an die zuständige Tierärztekam­mer weit­ergeleitet). Das Bild von Queen zwis­chen den Gleisen sehe ich nun mit anderen Augen. Sehe ich das Bild, kom­men mir die Worte des Unbekan­nten wieder in den Sinn.

Nicole hat in diesem Zusam­men­hang ein sehr passendes Zitat gefunden:

Ärg­ere dich nicht über Kri­tik. Wenn sie unwahr ist, beachte sie nicht. Wenn sie unfair ist, lass dich nicht irri­tieren. Wenn sie dumm ist, lächle. Wenn sie berechtigt ist, lerne von ihr.“

Diese Worte kön­nten nicht passender for­muliert sein und den­noch komme ich nicht umher festzustellen:

Irgen­det­was bleibt immer.

Blogreihe Handicaphunde — jetzt seid ihr dran

Ihr Lieben,

die Blo­greihe Hand­i­ca­phunde ist nun beendet.

Mir wur­den zahlre­iche Geschichten zugeschickt. Geschichten, die sehr per­sön­lich sind. Geschichten, die sicher nicht leicht über die Lip­pen gekom­men sind.

Ich selbst habe auch einen Handicaphund.

Queen hat an bei­den Seiten ED. Es geht ihr aktuell sehr gut und das ist ein­fach nur großartig.

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All­ge­mein scheine ich ein viel größeres Prob­lem mit dieser Sache zu haben als sie. Queen ist ein durch­weg fröh­licher, unternehmungslustiger und aktiver Hund. Sie bekommt Nahrungsergänzungsmit­tel und wir ver­mei­den plöt­zliches Stop­pen und Los­ren­nen, d.h. dass sie beim Apportieren warten muss bis der Ball liegt und ich sie loss­chicke. Ich habe ihr beige­bracht um den Ball herum zu laufen und ihn dabei aufzunehmen. So müssen wir auf dieses Spiel nicht verzichten und über­anspruchen ihre Gelenke nicht. Sie läuft wahnsin­nig gern und viel.

Zur Zeit geht es uns wirk­lich gut und dafür bin ich sehr dankbar.

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Viele eurer Geschichten haben mir Mut gemacht. Viele eurer Geschichten haben mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin und dass es immer einen Weg gibt. Mir wurde bewusst, dass man immer etwas machen kann und ich habe gemerkt, dass die Hunde mit ihrer Sit­u­a­tion meist besser zurecht kom­men als die Zweibeiner.

Dafür möchte ich heute Danke sagen.

Danke, dass ihr eure Geschichten mit uns geteilt habt. Danke, dass ihr uns an euren Gedanken und Empfind­un­gen habt teil­nehmen lassen.

Doch ich möchte nicht ein­fach nur Danke sagen.

Ich möchte mit euch zusam­men die schön­ste Geschichte finden.

Welche Geschichte hat euch am meis­ten berührt? Welche Geschichte ist euch im Gedächt­nis beglieben? Und welche Geschichte hat euch Mut gemacht?

Hier sind noch ein­mal alle Geschichten zum Nachlesen.

Das humpel­nde Brötchen — Heidi und Panini

Char­lie, ein Hund mit PRA — San­dra und Charlie

Ein Leben mit Depri­va­tion­ssyn­drom — Daniela und Skadi

Rede du nur — Diana und Jessi

Die Man­de­lentzün­dung die niemals geht — Ker­stin und Kessie

Diag­nose PRA — Lea und Izzy

Claras Krankheits — Bingo — Christina und Clara

Snowy — beson­ders und bere­ichend — Tina und Snowy

Yuki — Lea und Yuki

Schreibt mir einen Kom­men­tar unter diesen Beitrag und ver­ratet mir, welche Geschichte euch am meis­ten berührt hat.

Die beliebteste Geschichte bekommt von mir einen 30,00 EUR Gutschein für meinen Shop Glück­shund.

Ihr habt nun Zeit bis zum 18.10.2016 abzus­tim­men. Am 19.10.2016 gebe ich die Gewin­nergeschichte hier auf dem Blog bekannt.

Immer der Nase nach

Für mich war immer klar.

Sobald Püppi alt genug ist, gehen wir zum Agility. Hätte es ihr nicht gefallen, hät­ten wir uns natür­lich etwas anderes gesucht, aber testen wollte ich es auf jeden Fall.

Nun haben wir endlich eine Hun­de­schule gefun­den, bei der man auch mit einem Junghund Agi machen kann. Die Sprünge wer­den ver­mieden, dafür kann sie aber schon die Geräte ken­nen ler­nen und schon kleine Par­coure laufen, bei denen die Stan­gen noch auf dem Boden liegen.

Und noch eins war klar.

Sobald Püppi zum Hun­de­sport geht, soll auch Queen ihr eigenes Hobby bekommen.

Queen ist kein Hund fürs Agility. Unterord­nung finde ich ultra lang­weilig und ein­tönig. Longieren ist über­haupt nicht ihr Ding und uner­warteter­weise hat­ten wir auch bei der Suche nach kleinen Gegen­stän­den nicht dii­i­ieeeee Freude, die wir uns erhofft haben.

Im Hin­terkopf hatte ich schon immer etwas, was mich super inter­essierte. Es war lei­der nicht so ein­fach eine gute Hun­de­schule zu finden, die sowohl das als auch Agility für junge Hunde anbi­etet. Wenn, dann sollte es näm­lich die gle­iche Hun­de­schule sein.

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Und so kam es, dass wir uns gestern mit zwei Trainer­in­nen und zwei Hun­debe­sitzern am See getrof­fen haben.

Auf ging es zum Mantrailing.

Suchgeschirr und Leine wurde uns für die erste Zeit von der Trainerin zur Ver­fü­gung gestellt und schon kon­nte es losgehen.

Queen wurde “ange­trailt”. Hier­bei ließ die Trainerin Queen erst ein­mal aus­pro­bieren und bestärkte gewün­schtes Ver­hal­ten. Zwei mal hin­tere­inan­der durfte Queen erst ein­mal testen, was von ihr ver­langt wurde. Die ver­steckte Per­son, die eigentlich nur 20 m hin­ter dem näch­sten Baum saß, war schnell ent­deckt. Nun ver­stand Queen aber nicht sofort, warum sie nun zu dieser Dame hinge­hen sollte. Klar, sie hatte ihr Fut­ter in einer kleinen Dose, aber so fut­ter­ver­rückt ist Queen nicht und schließlich sind Fremde irgend­wie unheimlich.

Sie ging aber schließlich doch hin und fraß ihre Belohnung.

Nun kommt Queen erst ein­mal wieder ins Auto. Sie soll mal einen Moment darüber nachdenken.”

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich inner­lich schmun­zeln musste. Vor meinem geisti­gen Auge sah ich Queen im Kof­fer­raum wie sie sich nach­den­klich mit der Pfote am Kopf kratzen …

Nun waren die anderen Hunde an der Reihe und auch der Hund der Trainer­ing kam zum Ein­satz. Für mich war es inter­es­sant zu sehen, wie das bei Profis ausse­hen muss.

Während die Hunde suchten, beant­wortete die Trainerin mir meine Fra­gen rund ums Trailen.

Inter­es­sant fand ich, dass die Hunde rel­a­tiv wenig am Boden suchten. Doch man muss sich das so vorstellen: Wir ver­lieren bei jedem Schritt den wir gehen Duft­stoffe. Wie bei einem Ruck­sack, der gefüllt ist mit Schneeflocken die ganz langsam zu Boden fallen. Die Wolke unserer Duft­stoffe hält sich lange in der Luft und fällt nach unge­fähr zwei Stun­den zu Boden. Dann wür­den die Hunde mit der Nase am Boden suchen.

Queen kennt es fährten zu gehen. Ich hatte kurz die Befürch­tung sie würde am Boden suchen und sich an der Boden­ver­let­zung ori­en­tieren. Doch die ver­steckte Per­son ging die Wege ganz nor­mal ab, als würde sie spazieren gehen. Also gab es keine Boden­ver­let­zung an der Queen sich ori­en­tieren könnte.

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Für Hunde sind Gerüche wie für uns Far­ben. Sie riechen den Geruch­sträger und blenden alles andere aus. So als wüssten sie, sie müssen eine blaue Spur ver­fol­gen und alle anderen Far­ben inter­essieren sie nicht. Bei der Objek­t­suche schaf­fen Hunde es, ihr eigenes Feuerzeug zwis­chen 100 weit­eren her­auszusuchen. Das funk­tion­iert ähn­lich, denn unter 100 roten Feuerzeu­gen wür­den auch wir ein blauen finden.

Queen durfte noch zwei weit­ere Male trailen. Dieses Mal beobachtete sie die Dame sehr genau. Nach etwa 100 Metern ging sie rechts einen Weg in den Wald hinein und ver­steckte sich ca. 20 Meter weiter hin­ter einem Baum. Die Trainerin hatte Recht: Als ob Queen tat­säch­lich über das Erlebte nachgedacht hätte, wusste sie schein­bar direkt, was sie tun sollte und trailte, als hätte sie nie etwas anderes getan. Nach­dem wir eben­falls rechts in den Wald einge­bo­gen waren, blieb sie kurz ste­hen und hob die Nase in die Luft. Direkt lief sie weiter und fand die Frau. Die Dame war kein Prob­lem mehr für Queen und so holte sie sich direkt die Beloh­nung ab. Beim zweiten Mal klappte es noch besser. Auch die Trainerin war sehr zufrieden mit Queen.

Zum Schluss gin­gen die bei­den anderen Hunde eine Spur ab, die direkt mor­gens vor Beginn des Kurses gelegt wur­den. Die zweite Trainerin set­zte sich mit einer Wolldecke ans Ende der Spur, denn die Suche dauerte länger und es war richtig kalt im Wald. Beein­druck­end, dass die bei­den anderen ohne Prob­leme eine Spur über einen Zeitraum von mehr als zehn Minuten verfolgten.

Ich bin schon ges­pannt, wann Queen so weit ist 🙂

Mir hat es dort wirk­lich gut gefallen. Die Trainer­in­nen sind sehr nett und auch mit der Art der Hun­deerziehung kann ich mich sehr gut iden­ti­fizieren. Die anderen bei­den Kursteil­nehmer waren sehr fre­undlich zu mir. Mir gefiel, dass nur so wenige in dem Kurs sind und man über die zwei Stun­den richtig viel suchen kann. Super lieb fand ich auch, dass Püppi mitkom­men durfte. Sie ran­nte man hier und mal dort mit und durfte mitkom­men Spuren legen.

Anschließend waren beide Hunde müde und schliefen tief und fest zusam­men im Körbchen.

Näch­ste Woche tre­f­fen wir uns in einem kleinen Ort und wer­den dort trailen. Ich bin schon gespannt 🙂

Wir durften testen: Detox von Hirtengold

Vor eini­gen Monaten beka­men meine Hunde Bravecto. Schnell habe ich es bit­ter bereut. Von meinen Erfahrun­gen mit diesem Teufel­szeug habe ich euch hier berichtet.

Ange­blich bleibt der Wirk­stoff drei Monate im Kör­per. Püppi hat auf den Wirk­stoff nicht reagiert, daher kann ich zu ihr nicht so viel sagen. Auch nach den drei Monaten hatte sie keine Zecke mehr. Queen auch nicht.

Queen merkte man nach wie vor an, dass ihre Kon­di­tion sehr schlecht war. Sie hechelte schnell und auch in der Woh­nung lag sie manch­mal ein­fach nur da und hechelte.

Die liebe Sarah von Hirten­gold schickte uns ent­gif­ten­des Detox.

Heute möchte ich euch vorstellen, woraus Detox besteht, was es bewirkt und welche Erfahrun­gen wir mit der Kräuter­mis­chung machen konnten.

Detox wurde von einer Tierärztin, einer Apothek­erin und einer Tier­heil­prak­tik­erin entwickelt.

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Es wirkt reini­gend, auslei­t­end und ent­gifend. Detox ist ideal nach der Gabe von Antibi­otikum, nach einer Narkose bzw. Oper­a­tion. Es unter­stützt die Entschlack­ung und ent­lastet wichtige Organe wie Leber und Niere. Detox fördert zudem das All­ge­mein­befinden und sorgt für mehr Vitalität.

Hirten­gold emp­fiehlt 2 x jährlich eine Kur von 4 Wochen.

Detox besteht aus Chlorella, Spir­ulina, Maiendis­tel, Bren­nes­sel und Artischocke.

An dieser Stelle zitiere ich die Angaben zu den einzel­nen Bestandteilen, die auch auf der Inter­net­seite von Hirten­gold zu finden sind.

Chlorella
Die Chlorella ist eine beson­dere Form der Süßwasser­alge. In der Naturheilkunde wird die Chlorella häu­fig als Nahrungsergänzungsmit­tel ver­wen­det, da sie außergewöhn­lich nährstof­fre­ich ist. Darüber hin­aus wird die Alge aber auch einge­setzt, um den Kör­per zu ent­giften. Neben vie­len Inhaltsstof­fen besticht die Chlorella auch durch ihren hohen Anteil an Chloro­phyll. Chloro­phyll wirkt sich pos­i­tiv auf die Darmtätigkeit aus und schützt die Zell­wände vor Oxi­da­tion­ss­chä­den. Darüber hin­aus soll es auch zu einer Ver­min­derung von Mund– und Kör­pergeruch beitra­gen. Dies geschieht dadurch, dass Chloro­phyll kör­pereigene Schad­stoffe neu­tral­isiert und diese anschließend über die Haut abgibt.

Spir­ulina
Spir­ulina zählt zu den nährstof­fre­ich­sten pflanzenar­ti­gen Lebe­we­sen. Spir­ulina hat eine immun­stärk­ende Wirkung und wird sowohl von Heil­prak­tik­ern als auch von Ärzten sehr geschätzt. Spir­ulina bindet Schad­stoffe im Kör­per, beson­ders Schw­er­met­alle wie z.B. Cad­mium, Queck­sil­ber u.a.

Mariendis­tel
Die Mariendis­tel ist eine berühmte Leber­schutzpflanze. Sie ver­hin­dert das Ein­drin­gen von leber­tox­is­chen Sub­stanzen in die Leberzelle, fördert die Regen­er­a­tion der Leber und die Neu­bil­dung von Leberzellen. Da die Leber unser Ent­gif­tung­sor­gan Num­mer eins ist, darf die Mariendis­tel get­rost als eine ganz beson­ders her­aus­ra­gende die Ent­gif­tung unter­stützende Heilpflanze beze­ich­net werden

Bren­nes­sel
Die Brennnes­sel ist zu allererst eine Heilpflanze, die reinigt – das Blut, die Nieren, den Darm, die Leber. Sie entschlackt, entsäuert, ent­giftet und entwässert. Davon prof­i­tiert eine Reihe von Organ­sys­te­men auf deren vielfältige Erkrankun­gen sich die Brennnes­sel oft ganz her­vor­ra­gend auswirkt. Sie ver­fügt über sehr gute ent­gif­tende Eigen­schaften. Die Brennnes­sel beseit­igt Gifte und Stof­fwech­se­lend­pro­dukte, indem sie die Nieren­funk­tion anregt. Es wird nun mehr Wasser und mit dem Wasser auch ein höherer Anteil an Tox­i­nen und Schad­stof­fen ausgeschieden.

Artischoke
Die Korb­blüt­lerin Artischocke ist im war­men Mit­telmeer­raum behei­matet und als edles Gemüse mit vielfältiger Zubere­itung auf Speisekarten zu finden. Sie gibt der gesun­den Leber enorme Kraft und übt einen Schutzef­fekt auf die Leberzellen aus. Die Inhalt­stoffe Cynarin und Cynar­idin sowie andere Flavonoide fan­gen zellschädi­gende Stoffe ab, die soge­nan­nten freien Radikalen, ver­stärken aber auch den Gal­len­fluss, indem sie die Leberzellen zur ver­mehrten Pro­duk­tion von Gal­len­säure anre­gen. Sie kön­nen aber auch lädierte Leberzellen wieder regenerieren.


Ana­lytis­che Bestandteile
28,6% Roh­pro­tein
3,9% Rohfett
9% Rohfaser
4,3% Rohasche

Unsere Erfahrungen

Wir haben eine Kur über 4 Wochen gemacht, genau wie es von Hirten­gold emp­fohlen wird.

Die Kräuter­mis­chung riecht natür­lich und in keineswegs unan­genehm. Mit ihren anderen Nahrungsergänzungsmit­teln und zusam­men mit dem Hirten­gold Öl habe ich ihr täglich die Kräuter­mis­chung zusam­men mit ein wenig Leber­wurst gegeben.

Sie hat es gern gefressen und gut vertragen.

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Die 4 Wochen liegen nun hin­ter uns und ich kann die Wikung von Detox bestäti­gen. Queen hat wieder zu ihrer alten Kon­di­tion zurück­ge­fun­den und hechelt viel sel­tener und in der Woh­nung über­haupt nicht mehr. Ein Zusam­men­hang zwis­chen dem Hecheln und dem Wet­ter bestand nicht. Auch an küh­leren Tagen hechelte sie bere­its nach weni­gen Minuten.

Nun laufen wir wieder große Run­den und ich sehe sie nur noch hecheln, wenn wir aus­giebig gespielt haben oder sie viel Nase­nar­beit gemacht hat — alles ist also wieder völ­lig normal.

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Ich bin wirk­lich froh, das wir dieses Mit­tel testen dur­fen. Die let­zten Neben­wirkun­gen durch Bravecto sind nun ver­schwun­den und ich kann das Thema endlich abhaken 🙂

Das Pro­dukt wurde uns kosten– und bed­i­n­ungs­los zur Ver­fü­gung gestellt. Danke Sarah <3

4 Tips wie du deinen Hund zum Mäkler erziehst

Ich habe es schon wieder getan.

Püppi fängt an zu mäkeln.

Queen habe ich in der Hin­sicht auch schon ver­saut. Erst durch Püppi hat sie ange­fan­gen vernün­ftig zu fressen.

So ein richtig guter Esser war Püppi von Anfang an nicht. Doch ver­bockt habe ich es.

Daher kom­men heute meine Tips, mit denen ihr euren Hund garantiert zum Mäk­ler erzieht.

Achtung: dieser Beitrag enthält eine Prise Ironie, mit einer Por­tion Selb­stkri­tik und einer Schuss Humor. Also bitte nicht ernst nehmen 🙂

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Lasst das unberührte Futter ruhig stehen

Let­ztens noch gedacht, wir hätte kein Prob­lem mit dieser Sit­u­a­tion. Kaum aus­ge­sprochen, zeigt mir Püppi, dass es eben doch so ist. Bisher stand das Fut­ter tat­säch­lich bis zu mehreren Stun­den in der Küche. Am Nach­mit­tag kam es in den Napf und blieb dort ste­hen bis ich abends die Küche aufräumte. Schein­bar keine gute Idee. Püppi kam in den let­zten Tagen zwar direkt gucken, mehr aber auch nicht. Sie roch an dem Fut­ter, schlick­erte vielle­icht mal drüber und nahm sich vielle­icht sogar einen Brocken. Das war es aber auch.

In der Regel fraß Queen also Püp­pis Por­tion mit, während Püppi auf das abendliche Leck­erli wartet.

Und hier sind wir auch schon am näch­sten Punkt.

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Leckerlis können ruhig in Massen verabreicht werden

Queen hat schon immer Leck­ereien am Abend bekom­men, wenn sie zuvor ihren Napf gelehrt hatte. Also gab es auch weit­er­hin abends aller­hand Knab­bereien: ein bißchen Lunge auf eini­gen Kekse neben einem Stück Rinderkopfhaut angerichtet auf zwei Streifen Dör­rfleisch und Hähnchenbrust.

Püppi knab­berte fleißig mit. Als sie in den let­zten Tagen immer mäke­liger wurde, fiel mir erst ein­mal auf, wieviel das doch eigentlich ist. Ger­ade für Püpsi mit ihrem eigentlich doch winzig kleinen Magen muss das eine ganze Menge gewe­sen sein. Sie wusste es genau: Abends gibt es die guten Sachen. Ich bin mir sicher, sie hat nur darauf gewartet.

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Leckereien zwischendurch sättigen nicht

Wenn wir von einer Runde zurück­kom­men oder ich zwis­chen­durch kurz weg muss, gibt es eine Kleinigkeit zu knab­bern. In der Regel ein Streifen Häh­nchen­brust, den ich ein­fach in zwei Hälften geteilt habe. Queen bekam sonst immer den gesamten Streifen. Also teile ich ihn ein­fach in der Mitte. Dann passt das schon. Oder etwa nicht?

Bedenke ich wie groß Püp­pis Barf — Por­tion ist (kaum mehr als ein gehäufter Ess­löf­fel), so kön­nte man die These auf­stellen, dass so ein hal­ber Streifen Hüh­ner­brust eine ganze Menge für die kleine Maus sein kön­nten. Eine Stunde später den Napf lehren? Lei­der nein.

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Leckereien dürfen auch ruhig mal herum liegen

Was nicht direkt gekn­ab­bert wird, darf liegen bleiben oder gebunkert wer­den. Wenn man dann mal keine Lust aufs Fut­ter hat, hat man immer noch die Möglichkeit, sich über den getrock­neten Pansen aus der Kör­bchen­ritze herzu­machen. Man sollte schließlich immer für genü­gend Auswahl sorgen.

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So viel Ironie wie in diesen Zeilen steckt, so ernst ist die Sit­u­a­tion tat­säch­lich. Püppi mäkelt an ihrem Fut­ter herum, ich nehme es nach kurzer Zeit weg. Wenn wir Pech haben, bricht sie am Mor­gen Galle. Biete ich ihr mor­gens ein Früh­stück an, dreht sie sich noch in der Tür wieder um. Früh­stücken ist so gar nicht ihrs, also wartet sie zwangsläu­fig bis zum nachmittag.

Für uns heißt es also aktuell: Weniger ist mehr.

Keine Leck­ereien, keine Knab­ber­sachen und kein stun­den­langes Ste­hen­bleiben des Futters.

Damit Queen nicht zu kurz kommt, bekommt sie ein Teil zum Schlick­ern, während ich mit Püppi alleine eine Runde drehe. Das bedeutet also, dass wir zum Teil abends getrennt raus gehen.

Ich emp­fand diese Sit­u­a­tion mit Queen alleine vor einige Monaten schon anstren­gend genug, aber mit zwei Hun­den, wovon einer mäkelt, ist es noch eine Spur kom­plizierter. Ich habe es selbst ver­bockt, ich weiß. Lei­der muss Püppi das nun aus­baden, indem es nichts anderes gibt als die Mahlzeiten in ihrem Napf.

Nach­dem sie am Mon­tag ihr Fut­ter kom­plett ver­weigert hat, gab es (weil sie auch nicht wollte) erst am Dien­stag nach­mit­tag etwas. Diese Erfahrung war schon ziem­lich beein­druck­end für Püppi. Sie geht zumin­d­est direkt zum Napf und frisst auch etwas. Meist nicht direkt alles, weil sie zwis­chen­durch durch die gesamte Woh­nung läuft, nochmal einen Brocken holt, wieder durch die Woh­nung geht usw.

Aber wir kriegen das schon in den Griff.

Ich halte euch auf dem Laufenden 🙂

 

Mietrecht und Hund — Was ist erlaubt?

Mietrecht und Hund

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das ist das Thema, welches mir in meinem Beruf immer wieder begeg­net ist. Ein großer Teil meiner Fälle kam aus diesem Bere­ich und die meis­ten Fra­gen, die mich über diesen Blog, Face­book oder aus dem Bekan­ntenkreis erre­ichen, ebenfalls.

Die häu­fig­sten Prob­leme und Fra­gen habe ich daher in diesem Beitrag für euch zusammengetragen.

Bitte bedenkt, dass es sich lediglich um all­ge­meine Leitlin­ien oder Gericht­surteile han­delt. Diese sind nicht in Stein gemeißelt und erset­zen auch keine Rechts­ber­atung. Jeder Fall ist anders und das noch kle­in­ste Detail kann den Fall in die eine oder andere Rich­tung lenken.

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Wann darf der Vermieter seine Zustimmung zur Tierhaltung verweigern?

Knüpft der Mietver­trag die Möglichkeit zur Tier­hal­tung an die Genehmi­gung durch den Ver­mi­eter, kann dieser seine Zus­tim­mung nur dann ver­weigern, wenn seine Entschei­dung von einem vernün­fti­gen Grund getra­gen ist. Dies kann zum Beispiel die Tier­haar­al­lergie einer anderen Miet­partei sein.

Amts­gericht Brücke­berg, 1999-10-12 73 C 353/99

Wann darf der Vermieter die Tierhaltung nicht verbieten?

Geht es um das Ver­bot der Tier­hal­tung in Miet­woh­nun­gen, so hat grund­sät­zlich eine umfan­gre­iche Inter­essen­ab­wä­gung stattzufinden. Dabei wer­den die Inter­essen des Mieters, der übri­gen Miet­parteien sowie die Inter­essen des Ver­mi­eters beerück­sichtigt. Über­wiegt das Inter­esse des Mieters an einer Tier­hal­tung den übri­gen, darf kein Ver­bot erteilt wer­den. Ganz ein­deutig über­wiegen die Inter­essen des Mieters zum Beispiel dann, wenn es sich um einen Blind­en­hund han­delt. Aber auch andere gesund­heitliche Gründe kön­nen eine Rolle spie­len. So wurde das Inter­esse des Tier­hal­ters zum Beispiel auch dann berück­sichtigt, wenn dieser unter Depres­sio­nen litt. Dies ist jedoch nur dann anzunehmen, wenn es keine anderen, gesund­heitlich vertret­baren Möglichekiten gibt.

Lan­des­gericht Ham­burg, 1994-07-26 316 S 44/94

Wird im Mietvertrag generell Haustierhaltung erlaubt, welche Tiere dürfen dann gehalten werden?

Hier­von sind übliche Haustiere umfasst wie Hunde, Katzen, Vögel, Ham­ster und Meer­schweinchen. Wird in dem Mietver­trag generell die Haustier­hal­tung erlaubt, so sind ung­wöhn­liche Tiere wie Würgeschlangen jedoch grund­sät­zlich nicht umfasst.

Sind Haustiere erlaubt, wenn der Mietvertrag hierzu keine Bestimmung enthält?

Grund­sät­zlich dür­fen Klein­tiere wie Ham­ster, Kan­inchen, Meer­schwe­ichen und Ziervögel gehal­ten wer­den, da die Hal­tung solche Klein­tiere zu dem soge­nan­nten “ver­trags­gemäßen Gebrauch” einer Woh­nung gehört. Ob auch Hunde und Katzen zum ver­trags­gemäßen Gebrauch einer Woh­nung zählen, ist unter den Juris­ten umstrit­ten. Einige Gerichte urteilen zugun­sten der Tier­hal­tung und zählen diese so lange zu dem ver­trags­gemäßen Gebrauch wie keine Beläs­ti­gun­gen oder Störun­gen von den Tieren aus­ge­hen. Andere Gerichte zählen Hunde– und Katzen­hal­tung zumin­d­est in städtis­chen Wohnge­bi­eten oder in Mehrfam­i­lien­häusern nicht zu einem nor­malen Mietgebrauch.

Auf­grund dieser unter­schiedlichen Hand­habung der Gerichte, sollte der Ver­mi­eter vor der Anschaf­fung einer Katze oder eines Hun­des um Erlaub­nis gebeten wer­den, wenn der Mietver­trag kein­er­lei Bes­tim­mungen zur Tier­hal­tung enthält.

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Darf die Haustierhaltung generell verboten werden?

Ein gen­relles Ver­bot der Tier­hal­tung ist schon allein deshalb unwirk­sam, weil dann auch die Hal­tung von Klein­tieren wie Meer­schweinchen und Ham­stern unter­sagt wäre. Und ger­ade die Hal­tung dieser Tiere gehört zum ver­trags­gemäßen Gebrauch einer Miet­woh­nung (s. o.). Zudem hat der BGH im Jahr 2013 das generelle Ver­bot für unwirk­sam erk­lärt. Vielmehr muss eine umfan­gre­iche Inter­essen­ab­wä­gung stat­tfinden. Die in diesem Rah­men vorzu­tra­ge­nen Argu­mente müssen sich konkret auf das Tier beziehen und dür­fen nicht generell for­muliert wer­den. Aspekte wie “Hunde machen Dreck” finden im Rah­men einer Inter­essen­ab­wä­gung keine Berück­sich­ti­gung. Argu­mente wie “Der Hund bellt viel und springt andere Haus­be­wohner an” hinge­gen schon.

Kann der Vermieter die Entfernung eines Tieres aus der Wohnung verlangen, wenn der Mieter zum Beispiel einen großen Hund angeschafft hat, obwohl nur kleine Hunde erlaubt sind?

Generell kann der Ver­miter hier die Ent­fer­nung des Tieres aus der Woh­nung ver­lan­gen. Ob es im Rah­men der Hun­de­hal­tung zu kein­er­lei Störun­gen gekom­men ist, ist hier nicht von Bedeu­tung. Allerd­ings kann der Ver­mi­eter sein Recht auf Ent­fer­nung des Tieres dann ver­wirkt haben, wenn er die Tier­hal­tung län­gere Zeit geduldet hat und sich tat­säch­liche Umstände nicht geän­dert haben.

Darf der Vermieter seinem Mieter verbieten Besucher mit Hund zu empfangen?

Grund­sät­zlich darf der Ver­mi­eter seinem Mieter nicht ver­bi­eten, Besucher mit Tieren zu emp­fan­gen. Etwas anderes gilt jedoch dann, wenn von den Tieren Störun­gen zu befürchten sind oder ganz konkrete Gefahren ausgehen.

Unter welchen Aspekten kann der Vermieter die Genehmigung für die Haustierhaltung versagen?

Behält sich der Ver­mi­eter bevor, für die Haustier­hal­tung eine Genehmi­gung zu erteilen, so ist das erst ein­mal rechtlich möglich und nicht zu bean­standen. Das bedeutet also, dass die Erteilung der Genehmi­gung im Ermesssen des Ver­mi­eters steht. Der Ver­mi­eter darf jedoch keine generelle Entschei­dung tre­f­fen, son­dern muss den Einzelfall betra­chten und konkrete Argu­mente vorbringen.

Grund­sät­zlich kann man als Mieter also mit der Genehmi­gung rech­nen, solange keine sach­lichen Gründe vor­liegen, die die Ver­weigerung der Zus­tim­mung recht­fer­ti­gun­gen würde. So kann zum Beispiel der Ver­mi­eter die Hal­tung eines großen Hun­des in einem Ein — Zim­mer — Appart­ments verweigern.

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Der Vermieter hat vor einigen Jahen die Haltung eines Hundes erlaubt. Muss man als Mieter die erneute Zustimmung anfordern, wenn der eigene Hund verstorben ist und man sich erneut einen Hund anschaffen möchte?

Das kommt auf die damals erteilte Zus­tim­mung an.

Wurde lediglich generell nach der Anschaf­fung eines Hun­des gefragt und hat der Ver­mi­eter hier zuges­timmt, so bedarf es keiner erneuten Zus­tim­mung mehr.

Hat der Ver­mi­eter konkret wis­sen wollen, um welches Tier es sich han­delt, wie groß der Hund ist und welches Wesen der Hund hat, so bezog sich die damals erteilte Zus­tim­mung lediglich auf dieses konkrete Tier und der Mieter muss vor der Anschaf­fung eines neuen Hun­des erneut den Ver­mi­eter kontaktieren.

Darf der Vermieter seine erteilte Zustimmung widerrufen und verlangen, dass das Tier aus der Wohnung entfernt wird?

Der Mietver­trag ver­langt die Zus­tim­mung des Ver­mi­eters. Diese hat der Mieter einge­holt und daraufhin einen Hund angeschafftn. Der Ver­mi­eter wider­ruft seine Zus­tim­mung und ver­langt die Ent­fer­nung des Tieres.

Der Wider­ruf ist jedoch nur dann rechtlich zuläs­sig, wenn konkrete Gründe vor­liegen. Wenn der Hund zum Beispiel gele­gentlich bellt, stellt dies keinen trifti­gen Grund dar. Verun­reinigt der Hund jedoch wieder­holt das Trep­pen­haus oder greift andere Miet­parteien an, so kann der Wider­ruf gerecht­fer­tigt sein.

Kann der Vermieter den Mietvertrag kündigen, wenn der Mieter unerlaubt einen Hund hält und bereits mehrfach zur Entfernung des Tieres aufgefordert worden ist?

Grund­sät­zlich nicht. Will der Ver­mi­eter die Hal­tung des Tieres unterbinden, muss er auf Unter­las­sung kla­gen. Die Kündi­gung des Mietvertages ist im All­ge­meinen auf dieser Grund­lage nicht möglich. Aus­nahm­sweise kann die Kündi­gung in Betra­cht kom­men, wenn der Hund erhe­blich stört und / oder gefährlich ist und der Mieter das Ver­hal­ten seines Hun­des duldet.

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Dies waren die mir am häu­fig­sten begeg­neten Fra­gen bezüglich des The­mas Mietrecht und Hund. Ich hoffe, ich kon­nte etwas Licht ins Dun­kle bringen.

Blogreihe Handicaphunde — Yuki

Heute geht es weiter mit unserer Blo­greihe Hand­i­ca­phunde. Heute berichtet die liebe Lea über ihren Hund Yuki.
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Yuki ist nun fast 11 Monate alt, und schon gilt sie als ‘Handicap’-Hund, naja, eigentlich tut sie das von Geburt an, aber es wurde erst im Alter von 14 Wochen fest gestellt.

Aber in dem Alter kan­nten wir sie noch nicht. Eigentlich kam das Thema Zwei­thund für uns nie in Frage. Meine Eltern woll­ten keinen, und so musste ich mich damit abfinden. Doch dann lern­ten wir Yuki ken­nen und es war gegen­seit­ige Liebe auf den ersten Blick. Sie lief viel bei uns in der Nähe, hatte so ein tolles Wesen, was per­fekt zu uns passte und ver­stand sich super mit Alinga.

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Warum war denn dieser tolle Hund noch nicht vergeben?
Und zwar weil sie taub ist. Und so haben wir uns informiert und kamen zu dem Entschluss, dass wir sie zu uns holen wollen, für immer.

Im Alter von 8 Monaten zog Yuki am 12.6.2016 also bei uns ein. Die ersten Tage waren etwas chao­tisch. Ich kon­nte Yuki teil­weise nicht klar machen, was ich von ihr wollte, und sie hatte auf ein­mal ganz andere Regeln im Haus zu beachten.
Aber wie gestal­tet sich so ein Leben mit einem tauben Hund?
Ich sag es mal so:
Wie mit einem hören­dem Hund, nur dass man Sichtze­ichen gibt, anstatt Wortkommandos.

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Yuki lernt unheim­lich schnell. Sie achtet auf viele Kleinigkeiten. Wir haben ihr beige­bracht sich draußen beim Gassi immer wieder zu uns um zu drehen, so kann sie sogar frei laufen, weil sie immer bei uns in der Nähe bleibt und sich immer zu uns umdreht und man ihr so Kom­man­dos geben kann.
Not­falls stupsen wir sie ein­mal an, und dann haben wir ihre Aufmerksamkeit.

Im Haus folgt die jedem von uns wie ein Schat­ten und will immer wis­sen, wo wer ist. Sie ist über­haupt nicht gerne getrennt von uns und hat am lieb­sten immer Körperkontakt.

Sie hat nach einer kurzen Eingewöh­nungszeit schnell ‘Platz’ gel­ernt, und hatte auch unheim­lichen Spaß daran.
So habe ich mit ihr das Trick­sen ange­fan­gen, so war es auch geplant. Das mache ich ja schon seit Jahren mit meiner ersten Hündin Alinga.

Auch mit dem Agility haben wir schon etwas ange­fan­gen. Natür­lich ohne Sprünge, dafür ist sie ja noch nicht alt genug, aber zwis­chen zwei Auslegern durch­laufen und durch einen Tun­nel flitzen darf sie schon und das macht ihr mächtig Spaß.

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Die Unterord­nung klappt auch super und so wollen wir auch, wenn sie alt genug ist, die Beglei­thun­de­prü­fung mit ihr machen.

Am 10.9. hat sie ihren ersten Auftritt mit ihren ersten Tricks, und ich bin schon ges­pannt, wie sie es meis­tern wird.

Leuten, denen wir es nicht sagen, dass sie taub ist, denen fällt es gar nicht auf, bis es ihnen komisch vor kommt, dass sie nur Sichtze­ichen bekommt.

Das Leben mit einem tauben Hund gestal­tet sich also so, wie mit einem Hörenden.

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Ich muss sagen, sie ‘hört’ sogar besser als Alinga in dem Alter, bei Alinga wäre es unmöglich gewe­sen, wenn sie einen anderen Hund sieht, sie zu stop­pen, bei Yuki klappt es meistens.

Uns schränkt das Hand­i­cap von Yuki also so gut wie gar nicht ein, klar, nimmt man sie schneller mal an die Leine, wenn man nicht weiß, was um der näch­sten Ecke ist, etc.
Aber grund­sät­zlich ist ein Leben mit ihr wie ein Leben mit einem nor­malen Hund.

Queen hatte Geburtstag

Am Sam­stag ist Queen vier Jahre alt geworden.

Und das musste natür­lich gefeiert werden.

Ja, bei uns wer­den Hun­dege­burt­stage gefeiert und das nicht zu knapp.

Lange habe ich über­legt, was ich der Maus eigentlich schenken kön­nte. Eigentlich hat die Dame näm­lich so ziem­lich alles an Spielzeug, was die Tier­mark­tre­gale so hergeben. Noch mehr Kör­bchen wür­den nicht in die Woh­nung passen und mit einer neuen Leine oder einem neuen Hals­band würde ich mich wohl in erster Linie selbst beschenken 🙂

Ich entsch­ied mich also dazu in unseren Lieblings­markt nach Mün­ster zu fahren und all ihre lieb­sten Leck­erlis zu besor­gen. Queen liebt die Kauar­tikel von “Lot­tis Häp­pchen” und so staunten wir nicht schlecht, als wir diese hüb­sch ein­gerichtete Ecke in dem Markt vorfanden.

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Na wenn das nicht zum Shop­pen ein­läd, weiß ich es auch nicht mehr <3

Sam­stag war es dann soweit.

Mor­gens durfte Queen direkt ihre neuen Leck­ereien aus­packen. Püppi schnüf­felte sich eben­falls ganz aufgeregt an den Tüten ent­lang. Gefut­tert wurde allerd­ings noch nichts, denn ich wusste ja, was es am Nach­mit­tag geben wird 🙂

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Vor der ersten Runde fan­den wir vor unserer Tür eine liebe Über­raschung von unserem Nach­barshund Nici 🙂

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Natür­lich kamen auch meine Eltern und mein Opa zu Besuch, denn hund wird schließlich nur ein­mal 4 Jahre alt.

Zum Kaf­fee gab es in Hun­de­for­men geback­e­nen Kuchen für die Zweibeiner und einen Geburt­stagskuchen für Queen.

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Das Rezept für den Kuchen hatte ich einem YouTube Video ent­nom­men. Lei­der passt das Ver­hätlich von Kartof­felmehl und Rinder­hack so gar nicht zusam­men, sodass das Ergeb­nis mehr einem Back­stein als einem Kuchen glich. Queen knab­berte die Leck­erlis oben ab und schaute mich dann erwartungsvoll an.

Mama hatte Gott sei Dank für Queen Frikadellen gebacken, sodass Queen schließlich doch noch ihren Geburstagskuchen bekam. Die Maus staunte nicht schlecht als wir mit angezün­de­ten Kerzen in den Frikadellen ins Wohnz­im­mer kamen. Achtet mal auf ihren Blick 😀

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Queen hat tolle Geschenke bekom­men. Leck­ereien und eine gefüllte Spar­dose vom Opa. Meine Mut­ter hat für die Wauzis Ruck­säcke genäht. Püppi bekam einen kleinen Ruck­sack mit einem Spielis für sie und Queen bekam den großen — gefüllt mit Spielzeug und Leckereien.

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Abends drehten wir noch eine große Runde durch den Wald. Die bei­den waren vom vie­len Fut­tern, Spie­len und der ganzen Aufre­gung hun­demüde und kuschel­ten sich früh ins Körbchen.