Monat: April 2017

Blutegeltherapie für den Hund

Dieser Artikel enthält Bilder einer Blutegelther­a­pie. Soll­test du diese nicht sehen wollen, weil du zum Beispiel kein Blut sehen kannst, kannst du den­noch gerne diesen Artikel lesen. Alle Bilder befinden sich aus Rück­sicht auf euch erst am Ende des Artikels. Ich sage euch Bescheid, wenn es so weit ist 🙂 

In let­zter Zeit hat­ten wir ver­mehrt mit einer Entzün­dung in Queens Ell­bo­gen zu kämpfen. Irgend­wie kam sie immer wieder zurück und Queen tra­bte unrund. Da ich die Prob­leme gern auf einem natür­lichen  Weg angehe, habe ich beschlossen, eine Blutegelther­a­pie auszuprobieren.

Schnell wurde ich im Inter­net fündig. Ganz bei uns in der Nähe gab es eine Tierärztin, die auch als Tier­heil­prak­tik­erin arbeitet und die unter anderem Blutegelther­a­pie anbi­etet: Dr. vet. med. (hr) Stella Schulte.

Ich muss zugeben, dass ich ganz schön nervös gewe­sen bin. Tierärzte jagen mir in der Regel eine riesen Angst ein. Doch als die Tür aufging, wurde ich mehr als nur fre­undlich emp­fan­gen. Püppi durfte eben­falls mitkom­men und wir fühlten uns direkt wohl bei Frau Dr. Schulte. Selbst Queen und das will wirk­lich etwas heißen.

Sie legte sich direkt auf die Matte und Frau Dr. Schulte erk­lärte uns alles rund um die Blutegeltherapie.

Die Blutegel wer­den immer direkt an der betrof­fe­nen Stelle ange­setzt. Das ist bei Queen der linke Ell­bo­gen. Ich hatte über­haupt keine Erfahrun­gen mit Blutegeln, sodass ich Frau Dr. Schulte fragte, ob die “Liegestelle” an Queens Ell­bo­gen ein Prob­lem für die Blutegel seien. Sie verneinte meine Frage, erk­lärte mir jedoch, dass es sich keines­falls um eine soge­nan­nte Liegestelle han­deln würde, aber dazu später mehr.

Erst einmal zu den eigentlichen Helden dieses Artikels: den Blutegeln

Auch in der Human­medi­zin ist die Blutegelther­pie eine tra­di­tionelle und anerkan­nte Ther­a­pieform. Mit­tler­weile wird die Blutegelther­a­pie zunehmend auch für Behand­lun­gen von Tieren eingesetzt.

Medi­zinis­che Blutegel ver­fü­gen in ihrem Spe­ichel über eine Reihe von wirk­samen Sub­stanzen, die während des Saugvor­ganges in die Bis­s­wunde abgegeben wer­den. Man kann sich die Blutegel als eine Art biol­o­gis­che Apotheke mit Wirk­stof­fen vorstellen, die auch in der Schul­medi­zin zum Ein­satz kom­men. Die Wirk­stof­fkom­bi­na­tion des Blutegels ist einzigartig.

Mit­tler­weile kon­nte dank mod­erner Analysemeth­o­den fest­gestellt wer­den, dass Blutegel als Fer­ti­garzneimit­tel eingestuft wer­den kön­nen. Sie unter­liegen daher den gle­ichen Anforderun­gen an Sicher­heit, Qual­ität und Wirk­samkeit, die an alle zulas­sungspflichtige Arzneimit­tel gestellt wer­den. Die Wirk­stoffe des Blutegels fördern unter anderem durch Gerin­nung­shem­mung die lokale Blutzirku­la­tion im Bere­ich der Ansatzstelle und helfen ins­beson­dere bei schmerzhaften Entzün­dun­gen. Chro­nis­che Erkrankun­gen kön­nen auf­grund der stark verbessserten Stof­fwech­sel­si­t­u­a­tion durch die Blutegelther­a­pie pos­tiv bee­in­flusst wer­den und es entste­hen neue Chan­cen auf Lin­derung und Heilung.

Blutegel kön­nen bei fol­gen­den Klein­tier­erkrankun­gen helfen:

  • Arthri­tis / Arthorse
  • Gelenk­fehlbil­dung wie HD und ED
  • Erkrankun­gen des Bän­der– und Sehnenapparates
  • Wirbel­säu­len­erkrankun­gen wie Spondylose
  • Neu­ri­ti­den
  • Lum­bago
  • Myo­gelosen
  • Ekzeme
  • Abzesse
  • Mas­ti­tis
  • Wund­heil­störun­gen
  • Nar­ben­prob­lematik
  • Hämatome
  • Venen­erkrankun­gen
  • Lym­phan­gi­tis
  • Zahn– und Kiefererkrankungen

 

Was passiert bei einer Behandlung mit Blutegeln?

In der Regel dauert die Behand­lung zwis­chen 60 und 90 Minuten. Abhängig von der jew­eili­gen Indika­tion ist oft schon eine ein­ma­lige Anwen­dung ausreichend.

Der Blutegel wird an die betrof­fene Stelle gehal­ten. Hier­bei sieht man, wie er suchend über die Stelle gleitet bis er sich schließlich fest­saugt und mit seinen Kalkzäh­nen vor­sichtig in die Haut beißt. Dieser Vor­gang ist weit­ge­hend schmerzfrei. Man geht davon aus, dass der Blutegel schmer­zlin­dernde Stofffe abgibt. Im weit­eren Ver­lauf von ca. 15 bis 90 Minuten saugt der Blutegel die Wirk­stoffe in das Gewebe ein und fällt schließlich von alleine ab. Durch den Wirk­stoff Calin wird die Bis­s­wunde offen gehal­ten und blutet bis zu 12 Stun­den nach.

Der heilende Effekt kann unmit­tel­bar nach der Behand­lung ein­treten, kann aber auch erst 14 Tage nach der Behand­lung auftreten. Bei chon­rischen Erkrankun­gen muss die Behand­lung in der Regel nach 14 Tagen wieder­holt wer­den. Oft hält der Effekt monate­lang an.

Queen hat ohne Prob­leme den Blutegel­biss akzep­tiert. Sie hat lediglich kurz gezuckt, ist aber ruhig liegen geblieben. Manche Experten gehen davon aus, dass die Tiere die heil­same Wirkung der Blutegel in ihrem Instinkt fest ver­ankert haben, sodass sie daher keine Abwehrreak­tio­nen zeigen wür­den. Viele Tiere schlafen sogar ein.

Bei Queen fie­len die drei Blutegel (pro 10 kg Kör­pergewicht ein Blutegel) nach ca. 20 Minuten ab. Sie blutete noch ca. eine Vier­tel­stunde nach. Danach war das Blut geron­nen und die Wunde trocken. Frau Dr. Schulte legte ihr einen Ver­band an, damit wir sauber nach Hause fahren kon­nten. Zuhause angekom­men kon­nte ich den Ver­band direkt ent­fer­nen. Sie blutete nicht mehr nach. Wenn man Verun­reini­gun­gen auss­chließen kann, kann die Wunde offen bleiben.

Ich muss zugeben, dass ich die kleinen Tierchen nicht unbe­d­ingt kuscheln möchte. Und beim ersten Anblick live und in Farbe dachte ich nur “Igitt”. Mit­tler­weile bin ich abso­lut überzeugt von der heilen­den Wirkung und habe großen Respekt entwick­elt. Ein “Iii­ihhh” ist völ­lig deplatziert.

Bevor ich auf die Wirkung bei Queen eingehe, möchte ich euch erzählen, was es mit der “Liegestelle” auf sich hat.

Die von mir als Liegestelle inter­pretierte Kruste hat einen Hin­ter­grund, den ich im Leben nicht erwartet hätte.

Hierzu ein kurzes Aus­flug in die tra­di­tionelle chi­ne­sis­che Medizin:

Obwohl sich in unserem Kreis­lauf­sys­tem immer Blut, Lym­phe und Flüs­sigkeiten durch den Kör­per bewegt, gibt es bes­timmte Zeiten, während der die ver­schiede­nen Organe beson­ders gut funk­tion­ieren. Diese Funk­tion wird außer­dem von einer Leben­skraft bee­in­flusst, die von dem physikalis­chen, dem spir­ituellen und dem emo­tionellen Kör­per ausströmt. Die Chi­ne­sen nen­nen diese Kraft das »Qi« (wird wie »Tschi« aus­ge­sprochen). Das Qi irigiert und koor­diniert den Fluss der Energien und stellt die Haupt­stütze unserer Leben­skraft dar. Jedes Indi­viduum erbt Qi von seinen Ahnen. Dieses ererbte Qi wird von der Umwelt unter­stützt. Qi kann man weder anfassen noch sehen. Es ist aber an allen Funk­tio­nen unseres Kör­pers beteiligt. (…) Die ersten Karten über die Bewe­gung des Qi im Kör­per sind tausende von Jahren alt. Wir denken gar nicht mehr über die stetige Funk­tion unseres Kreis­laufs nach. Die Ärzte des antiken China fan­den bes­timmte Peri­o­den des Tages, in denen sich der Energiefluss auf bes­timmte Bere­iche des Kör­pers konzen­tri­ert. Diese Konzen­tra­tion folgt den Verbindun­gen, die die Organ­sys­teme zueinan­der haben. Aus diesen Erken­nt­nis­sen haben sich die zirka­di­ane Uhr, oder spezielle Tage­suhr, und das Merid­i­an­sys­tem entwickelt. 

Zirka­di­ane Uhr des Körpers:

  • 3–5 Uhr Lunge
  • 5–7 Uhr Dickdarm
  • 7–9 Uhr Magen
  • 9–11 Uhr Milz/Pankreas
  • 11 –13 Uhr Herz
  • 13 –15 Uhr Dünndarm
  • 15 –17 Uhr Blase
  • 17 –19 Uhr Niere
  • 19–21 Uhr Perikard
  • 21 –23 Uhr Dreifacher Erwärmer
  • 23–1 Uhr Gallenblase
  • 1 –3 Uhr Leber

Die Merid­i­ane

(…) Um eine Behand­lung mit Akupunk­tur oder Aku­pres­sur durch­führen zu kön­nen, ist ein Ver­ständ­nis der Merid­i­ane unumgänglich. Sie stellen den Zugang zum Kör­per dar. (…) Ein Merid­ian kann als Kanal gese­hen wer­den, in dem Energie unter der Haut zirkuliert. Jeder Merid­ian ver­läuft in der Nähe von Blut– und Lym­phge­fäßen und Ner­ven­bah­nen. Alle Merid­i­ane zusam­men for­men ein Net­zw­erk, das alle Teile des Kör­pers umspannt. Qj fließt inner­halb dieser Leit­bah­nen oder Merid­i­ane und hilft, Blut und andere Kör­per­flüs­sigkeiten zu verteilen. Aus der Sicht der tra­di­tionellen chi­ne­sis­chen Medi­zin (TCM) wer­den wir so am Leben erhal­ten. Jede der Leit­bah­nen hat Ein­fahrten und Aus­fahrten, die an der Hau­to­ber­fläche liegen. Diese speziellen Punkte sind nur circa 0,1 bis 0,5 cm groß. Sie fallen aber durch eine stark erhöhte elek­trische Leit­fähigkeit auf, wenn man sie mit der umgeben­den Haut ver­gle­icht. Sie weisen alle eine höhere Konzen­tra­tion an Ner­ve­nen­dun­gen und Blut­ge­fäßen auf.

Diese sehr empfind­lichen Hautareale wer­den Akupunk­tur­punkte genannt.

Durch Verbindung der einzel­nen Akupunk­tur­punkte auf dem Kör­per kann man den Ver­lauf aller zwölf Merid­i­ane erken­nen. Wenn man die Merid­i­ane als Stark­strom­leitun­gen betra­chtet, sind die Akupunktur-Punkte die Schal­ter, mit denen Strom an– und aus­geschal­tet wer­den kann.

Da jeder Merid­ian mit einem Organ ver­bun­den ist, stellen die Akupunk­tur­punkte eine Möglichkeit dar, über die Haut innere Organe zu erreichen.
Stell dir mal vor, dein Hund hat eine offene Stelle am Bein. Ein nach TCM arbei­t­en­der Tier­arzt würde sofort darüber nachdenken, 
welcher Merid­ian an genau dieser Stelle ver­läuft. Läge die offene Stelle nun z.B. außen am Ober­schenkel in der Nähe der Hüfte, müsste der 
Gallenblasen-Meridian mit unter­sucht wer­den. Nach­dem die Wunde behan­delt wurde, sollte man sich Gedanken über die innere Ursache der 
Verän­derung machen und den entsprechen­den Merid­ian betrachten.

Das Prob­lem kann entweder vom Organ aus­ge­hen, mit dem der Merid­ian ver­bun­den ist, oder durch eine lokale Störung auf der Energieleit­bahn selbst her­vorgerufen wor­den sein. (…) Wenn es in der Gegend um die Hüfte herum zu einer Block­ade kommt, staut sich die Energie auf dem Merid­ian, der zur Hüfte hin führt. Hin­ter der Block­ade kann es auf dem­sel­ben Merid­ian zu einer Energieleere kom­men. Dadurch kön­nen Rück­en­schmerzen, steifer Gang, Schwäche in den Hin­ter­läufen usw. aus­gelöst wer­den. Wenn wir dem Energiefluss, der zirka­di­a­nen Uhr entsprechend, den Merid­i­a­nen ent­lang fol­gen, wird klar, dass die Merid­i­ane untere­inan­der ver­bun­den sind. Durch diese Verbindun­gen entsteht ein Net­zw­erk, das alle Teile des Körpers erre­icht. Da jeder Merid­ian mit einem Organ ver­bun­den ist, ste­hen auch alle Organe miteinan­der in Verbindung und nehmen an dem Energiekreis­lauf teil. Ein gle­ich­mäßiges und ungestörtes Fließen der Energie ist die Voraus­set­zung für ein Gle­ichgewicht und somit für Gesundheit.

Für viele von euch wird das hier abso­lut neu sein und auch ich habe mich bei Frau Dr. Schulte das erste Mal bewusst mit diesem Thema auseinan­derge­setzt. Und während wir das alles erler­nen müssen, kön­nen unsere Hunde das schon. Sie haben es tief in sich und spüren es bewusst. Sie nehmen durch geziel­ten Druck Ein­fluss auf diese Stellen, um so ein Wohlbefinden aus­lösen zu können.

So auch Queen. Ihre “Liegestelle” liegt genau auf dem Punkt des Dün­ndarm — Merid­ian. Frau Dr. Schulte erkan­nte bere­its nach weni­gen Sekun­den, dass hier ein Prob­lem liegt. Ich dachte immer, dass Queen gut und gesund ernährt würde und habe daher nie über solch kon­plexe Dinge nachgedacht.

Frau Dr. Schulte war sich sicher, dass der Dün­ndarm von Queen im Ungle­ichgewicht sei und emp­fohl eine Darm­sanierungskur. Diese zogen Queen und Püppi (wenn schon, denn schon) gemein­sam durch. Anschließend bekam sie ein anderes Fut­ter und wurde immer mor­gens zwis­chen 7 und 9 Uhr gefüt­tert, zur “Zeit des Magens”.

Bere­its nach weni­gen Tagen spürte man eine Verän­derung. Sie fühlte sich deut­lich wohler, lag oft auf dem Rücken ihrem Korb. Der Kot war endlich wieder richtig fest. Ihr Fell wird täglich weicher und glänzt. Auch an dem rechten Ell­bo­gen hatte sie diese Stelle. Die auf der rechten Seite ist schon nahezu zurück­ge­bildet. Die auf der linken Seite sieht auch schon wesentlich besser aus, ist allerd­ings auf­grund der dort ange­set­zten Blutegel noch nicht so schön wie die andere Seite.

Zurück zu den Blutegeln

Der “große Effekt” blieb zunächst aus. Ich habe mir deshalb wenig Gedanken gemacht, weil man immer wieder über­all hört, dass die Behand­lung bei chro­nis­chen Erkrankun­gen nach zwei bis drei Wochen wieder­holt wer­den müsste. Das haben wir dann auch so gemacht.

Der Effekt kam schleichend.

Zunächst fiel mir auf, dass sie nicht mehr so “tap­sig” lief. Sie lief, als wäre sie plöt­zlich 10 kg leichter. Unsere Run­den wur­den wieder länger. Sie trabt immer häu­figer und wieder rund. Ihre aktuelle Sit­u­a­tion entspricht der, als hätte sie mehrere Tage das vom Tier­arzt emp­foh­lene Schmerzmit­tel bekom­men. Das Gelenk ist nicht mehr warm und sie läuft im Freilauf wieder vor mir statt neben mir. Ihre Ohren sind stets gespitzt und sie ist aufmerk­samer. Aber es gibt noch einen guten Indika­tor dafür, dass es Queen nun besser geht: Sie spielt wieder die Dorfpolizistin 😀

Sie zieht zwis­chen­durch an der Leine und ben­immt sich wie die Dorf­polizei auf unserer Aben­drunde. Wird sie angepö­belt, pöbelt sie zurück. Aus erzieherischer Sicht beden­klich, aus meiner Sicht super, denn so weiß ich, dass es ihr gut geht. Ich stelle nach wie vor jeden Tag eine kleine pos­i­tive Verän­derung fest.

Das waren ganz schön viele Infor­ma­tio­nen, oder? Dann könnt ihr euch vielle­icht vorstellen wie beein­druckt ich gewe­sen bin, als ich das erste Mal bei Frau Dr. Schulte gewe­sen bin. In den zwei Stun­den habe ich so viel gel­ernt und ich bin abso­lut beein­druckt von ihr.

Wir sind sehr froh, die Blutegelther­a­pie aus­pro­biert zu haben und sind auch sehr dankbar, Frau Dr. Schulte gefun­den zu haben.

Quelle:

DGTHA (Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Ther­a­pien mit Hirudi­neen und ihres Arten­schutes e. V.)

 „Tra­di­tionelle Chi­ne­sis­che Medi­zin fün Hunde und Katzen“, Narayana Verlag

So nun kom­men die Bilder von unserer Blutegelther­a­pie. Wer kein Blut sehen kann, der kann hier aussteigen 🙂

Blutegel, kurz nach­dem sie sich fest­ge­bis­sen hat­ten. Die Stelle wurde etwas rasiert. Man erkennt hier noch deut­lich die “Liegestelle”

Die Stelle sieht auf dem ersten Blick wild aus, vor allem auch weil sie für die Behand­lung rasiert wurde. Ver­gle­icht mal allerd­ings mit den vorheri­gen Bild erkennt man, dass die Kruste deut­lich heller ist und sich bere­its zurück­bildet. Zwis­chen den Bildern liegen 5 Tage.
Auf diesem Bild sieht man den rechten Ell­bo­gen. Man erkennt, dass die Kruste sich deut­lich zurück gebildet hat und bere­its Fell über die Stelle wächst. Die Stelle sah vor dem ersten Besuch bei Frau Dr. Schulte aus, wie die Kruste auf dem Bild zuvor.

 

 

Hier ist bere­its ein Blutegel abge­fallen und die Stelle blutet zunächst nach

 

Blutegel vor und nach der Ther­a­pie im Vergleich
Nach der Behand­lung wird die Stelle ver­bun­den, um sauber nach Hause fahren zu können
Oder pink mit Herzchen? 🙂

Mietrecht — Hund darf bleiben

Obwohl der BGH im Jahr 2013 klar Richtlin­ien aufgestellt hat, wann und unter welchen Umstände eine Hun­de­hal­tung durch den Ver­mi­eter unter­sagt wer­den darf, herrscht nach wie vor große Unsicher­heit in Bezug auf Tier­hal­terk­lauseln in Mietverträgen.

Der BGH hat ein generelles Haustierverbot in Mietverträgen für unzulässig erklärt.

Sollte der Ver­mi­eter nicht mit einer Haustier­hal­tung ein­ver­standen sein, kann er diese nicht generell ver­bi­eten. Er muss zunächst sach­liche Argu­mente vor­brin­gen, um die vom Mieter gewün­schte Tier­hal­tung unter­sagen zu kön­nen. Hier­bei soll eine umfassende Inter­essen­ab­wä­gung stattfinden.
Hier­bei wird berück­sichtigt, um welche Rasse und Größe es sich bei dem gewün­schten Tier han­delt. Außer­dem sind das Ver­hal­ten und die Anzahl der Tiere rel­e­vant. Auch das soziale Umfeld der Woh­nung kann eine Rolle spie­len. Eben­falls Bedeu­tung bekom­men die per­sön­lichen Ver­hält­nis­sen des Mieters, wobei hier­bei vor allem das Alter entschei­dend sein kann. Wichtig sind vor allem die berechtigten Inter­essen des Mieters, des Ver­mi­eters und der übri­gen Mit­be­wohner im Haus. Eben­falls kann die Anzahle bere­its im Haus wohnen­der Tiere und fol­glich die bish­erige Hand­habung des Ver­mi­eters eine Rolle spie­len. Beson­dere Berück­sich­ti­gung finden per­sön­liche Bedürfnisse des Mieters (zum Beispiel die Notwendigkeit eines Blindenhundes).

All­ge­meine Erwä­gun­gen sowie pauschale Lebenser­fahrun­gen genü­gen an dieser Stelle nicht. Der Ver­mi­eter muss konkrete Stör­fak­toren dar­legen und begrün­den können.

Doch was passiert eigentlich, wenn der Mieter sich trotz Ver­bot für die Hal­tung eines Hun­des entscheidet?

Diesen Fall hatte Ende ver­gan­genen Jahres das Amts­gericht Nürn­berg zu entschei­den und stellte sich hier deut­lich auf die Seite der Mieterin:

Der Hund durfte bleiben

2001 zog die Mieterin die 1 — Zim­mer — Woh­nung in Nürn­berg. Laut dem Mietver­trag war die Tier­hal­tung generell aus­geschlossen. Hand­schriftlich unter “son­stige Vere­in­barun­gen” hielt der Ver­mi­eter fest: „Tier­hal­tung ist nicht ges­tat­tet und auch die Anbringung von Außenan­ten­nen.“ Außer­dem wurde die Mieterin nochmals bei Abschluss des Mietver­trages von den Ver­mi­etern darauf aufmerk­sam gemacht, dass Hun­de­hal­tung wegen einer Vorschrift unter den Woh­nung­seigen­tümern nicht erlaubt sei.

2015 entsch­ied sich die Mieterin dazu, einen Mops in ihr Leben zu holen. Dies geschah, ohne dass sie den Ver­mi­eter darüber in Ken­nt­nis set­zte. Es lag also keine Zus­tim­mung vor.

Als der Ver­mi­eter von dem Hund erfuhr, forderte er seine Mieterin auf, den Mops aus der Woh­nung zu ent­fer­nen. Sie behielt den Hund und wurde von ihrem Ver­mi­eter auf Ent­fer­nung des Hun­des verklagt.

Das Amts­gericht sah in dem absoluten Ver­bot eine All­ge­meine Geschäfts­be­din­gung, da diese ein­seitig von dem Ver­mi­eter bes­timmt wur­den. Tier­haltng könne nicht pauschal ver­boten wer­den, son­dern müsste immer im Einzelfall abge­wogen und entsch­iedenh werden.

Die Vorschrift im Mietver­trag sei unwirk­sam und der Mops durfte bleiben.

Klein­tiere wie Katzen, kleine Hunde sowie auch Meer­schweinchen und Hasen dürften also grund­sät­zlich auch dann gehal­ten wer­den, wenn es laut dem Mietver­trag ver­boten ist. Solange sich die Anzahl der Tiere im üblichen Maß liegt, ist keine Mit­teilung an den Ver­mi­eter notwendig. Han­delt es sich jedoch um große Hunde sowie im exo­tis­che Tiere oder um eine unübliche hohe Anzahl, kann der Ver­mi­eter mitreden.

(AG Nürn­berg, Urteil vom 18. Novem­ber 2016– 30 C 5357/16)

Stellt die Hundesteuer eine Ungleichbehandlung dar?

 Hun­des­teuern — ein viel disku­tiertes Thema. Aktuell kommt immer wieder die Diskus­sion auf, ob eine Katzen­s­teuer einge­führt wer­den sollte. Hier reichen die Ansichten von “In Anbe­tra­cht der vie­len getöteten Vögel dur­chaus sin­nvoll” bis hin zu “Dann habe ich eben offiziell keine Katze und sie bleibt im Haus”.

Bei den Hun­debe­sitzern sieht das ähn­lich aus. Man meldet seinen Hund bei der Gemeinde an und jährlich oder hal­b­jährlich kommt der nicht gern gese­hene Steuerbescheid.

Doch was passiert eigentlich mit dem Geld? Wozu wird die Hundesteuer eigentlich erhoben? Und stellt die Hundesteuer vielleicht sogar eine Ungleichbehandlung dar?

Das Ver­wal­tungs­gericht hatte nun über die Klage einer Hun­de­hal­terin zu entschei­den. Diese set­zte sich gegen die Her­anziehung einer Hun­des­teuer zu Wehr. Die Hun­des­teuer sei — so die Klägerin — eine durch kein­er­lei Notwendigkeit begrün­dete Steuer. Das Geld würde sach­fremd ver­wen­det und außer­dem sei die Erhöhung der Hun­des­teuer von 98 EUR auf 180 EUR pro Hund sit­ten­widrig. Durch die Hun­des­teuer wür­den ehrlich Hun­debe­sitzer finanziell belastet.

Die Entscheidung des Gerichts

Das Gericht wies die Klage ab.

Bei der Hun­des­teuer han­delt es sich um eine soge­nanne Aufwand­s­teuer. Wer einen Hund hält, trägt die Kosten für das Fut­ter, die Pflege und tierärztliche Ver­sorgung. Diese Aufwand gehe über das hin­aus, was zur Befriedi­gung des all­ge­meinen Lebens­be­darfs diene, sodass hier der Anknüp­fungspunkt einer Besteuerung liege.

Steuer­grund sei also der per­sön­liche Aufwand des Steuerpflichti­gen, nicht der Aufwand der Gemeine für Hunde, besip­iel­sweise ein erhöhtes Straßen­reini­gungs­bedürf­nis wegen des Hundekots.

Eine Steuer muss für keinen bestimmten Zweck verwendet werden, sondern diene allein der Einnahmebeschaffung der Gemeinde zur Erfüllung ihrer allgemeinen Aufgaben.

Es liegt auch kein Ver­stoß gegen den Gle­ich­be­hand­lungs­grund­satz vor, weil die Hal­tung anderer Tiere nicht besteuert wird.

Ob die Gemeinde die Hun­de­hal­tung oder auch die Hal­tung anderer Tiere besteuere, liegt allein in ihrem geset­zge­berischen Ermessen. Die Annahme, dass die Beein­träch­ti­gung der All­ge­mein­heit durch Hunde erhe­blich höher sei als durch Pferde oder Katzen sei nach Auf­fas­sung des Gerichts ein vernün­ftiger und sach­licher Grund für die Ungleichbehandlung.

Zudem kön­nen die Gemein­den die Höhe der Steuer nach eigenem Ermessen fes­tle­gen, sodass sich auch aus dem Ver­gle­ich der Höhe mit anderen Gemein­den kein Ver­stoß gegen den all­ge­meinen Gle­ich­heittssatz ergibt.

Die Erhe­bung der Hun­des­teuer stelle auch nicht deshalb eine Ungle­ich­be­hand­lung dar, weil ein Teil der im Gebiet der Gemeinde gehal­te­nen Hunde nicht angemeldet sei und ihre Hal­ter deshalb bis­lang nicht zur Hun­des­teuer herange­zo­gen wür­den. Die Hun­des­teuer­satzung sei darauf aus­gerichtet, möglichst alle Steuerpflichti­gen zur Hun­des­teuer her­anzuziehen. Die Gemein­den führen ein– bis zweimal jährlich größere Kon­trollen durch, um die Anmel­dung der Hunde sicherzustellen.

Zudem sei nicht ersichtlich, dass infolge einer Steuer­last von 180 € pro Jahr und Hund die Frei­heit, einen Hund aus Grün­den der Lieb­haberei zu hal­ten, unver­hält­nis­mäßig beein­trächtigt wäre. Dass die Hun­des­teuer hier keine soge­nan­nte erdrossel­nde Wirkung habe, ergebe sich zum einen bere­its aus ihrer absoluten Höhe von 180 € im Jahr, d.h., einer monatlichen Belas­tung von 15,00 €.

Zum anderen sei der finanzielle Aufwand für die Hal­tung eines Hun­des “bei zum Teil beträchtlichen Unter­schieden im Einzelfall” in der Regel um ein Vielfaches höher als die finanzielle Belas­tung durch die erhöhte Hun­des­teuer. Angesichts dieser Belas­tun­gen sei nicht erkennbar, dass die Hun­des­teuer­erhöhung zu einer für den einzel­nen Hun­de­hal­ter nicht mehr trag­baren Belas­tung führe.

Solange der Steuer­satz als solcher in seiner Höhe ins­ge­samt nicht zu bean­standen sei, sei auch die Erhöhung der Hun­des­teuer, gle­ich um welchen Fak­tor, nicht unver­hält­nis­mäßig. Im Einzelfall kön­nten unzu­mut­bare Nachteile wegen der Steuer­erhöhung durch die in der Hun­des­teuer­satzung vorge­se­henen Ermäßi­gun­gen und Befreiun­gen sowie durch die Möglichkeit von Stun­dung, Zahlungsauf­schub und Bil­ligkeit­ser­lass ver­mieden werden.

Ver­wal­tungs­gericht Wies­baden, Urteil vom 06.03.2017 — 1 K 919/16.WI

Wenn diese Argu­mente die Basis für die Erhe­bung einer Hun­des­teuer sind, wieso ist dann die Hal­tung von Pfer­den und Katzen steuer­frei? Ich für meine Erfahrun­gen kann sagen, dass hier enorm viele Pfer­deäpfel auf den Wald­we­gen und sogar in den Sied­lun­gen zu finden sind, ganz zu schweigen von dem über­all und sogar in den Blu­men­töpfen auf­tauchen­den Katzenkot. In welchem Punkt stellt die Hun­de­hal­tung eine “enorm höhere Belas­tung” im Ver­gle­ich zur Hal­tung von Pfer­den und Katzen dar? 

Auf der einen Seite wan­dert die Steuer direkt in die Kasse der Gemeinde, ohne, dass das Geld für Straßen­reini­gun­gen oder für die Unter­stützung von Tier­heimen ver­wen­det wird. Auf der anderen Seite wird der Hun­dekot immer wieder als Argu­ment verwendet. 

Ich per­sön­lich finde es nicht schlimm, Hun­des­teuern zahlen zu müssen. Den­noch komme ich nicht umher zuzugeben, dass ich mir eine zweck­ge­bun­dene Ver­wen­dung wün­schen würde. Es würde mit wesentlich leichter fallen, die 270,00 EUR zu über­weisen, wenn zumin­d­est ein Teil sicher davon dem örtlichen Tier­heim zur Ver­fü­gung gestellt wer­den würde. Die Kot­beu­tel­spender sind grund­sät­zlich leer, die Mülleiner darunter ste­hts über­füllt. Dass die Gemeinde das Geld zum Beispiel auch für Straße­nar­beiten nutzen kann, finde ich nicht richtig.

Was meint ihr zu dem Thema? Hun­des­teuer — ja oder nein? 

Groß und Klein — geht das überhaupt?

Vor eini­gen Tagen habe ich via Face­book und Insta­gram dazu aufgerufen, uns Fra­gen zu stellen. Uns Dinge zu fra­gen, die ihr schon immer mal wis­sen wolltet.

Eine Frage tauchte hier­bei immer wieder auf, sodass ich mich entschlossen habe, der Antwort einen eige­nen Blog­a­r­tikel zu widmen.

Hast du dir vor Püppis Einzug Sorgen gemacht, dass der Größenunterschied der beiden ein Problem werden könnte?”

Ich muss zugeben, dass ich diese Frage schon oft gehört habe. Viele sind neugierig und wollen wis­sen, ob ein großer Hund über­haupt mit einem Kleinen zusam­men­leben kann. Einige reagieren auf eine Art, die schon fast an Mitleid mit Püppi grenzt: “Oh die arme Kleine muss bes­timmt ganz schnell laufen, um mit der Großen mithal­ten zu kön­nen.” Und manche ver­ste­hen meine Entschei­dung ein­fach so gar nicht: “Wie kann man nur? Die bei­den Hunde haben doch völ­lig unter­schiedliche Bedürfnisse”

Klar, das haben sie. Aber ich habe auch völ­lig unter­schiedliche Inter­essen im Ver­gle­ich zum Her­rchen und wir leben trotz­dem zusammen 😀

Liebe auf den ersten Blick <3

Ne, mal im ernst.

Natür­lich habe ich mir einige Gedanken darüber gemacht, ob ein kleiner Hund die richtige Entschei­dung sein würde. Und ich weiß gar nicht, ob ich mit diesem Artikel eine befriedi­gende Antwort auf die Frage liefern kann. Ich kann die Frage zwar für uns beant­worten, aber dies stellt keine all­ge­me­ingültige Aus­sage dar.

Zunächst ein­mal kann natür­lich ein kleiner Hund mit einem großen Zusam­men­leben. Warum denn auch nicht? Schließlich gibt es auch genug artenüber­greifende Fre­und­schaften wie Hund und Katze oder Hund und Hase — und diese sind doch weit exo­tis­cher als groß und klein.

Queen hat grund­sät­zlich keine Prob­leme mit anderen Hun­den. Sie ist allerd­ings ein Hund, die schon immer zwis­chen groß und klein unter­schieden hat. Und nicht nur das. Sie hat auch schon immer zwis­chen frech und eher zurück­hal­tend unterschieden.

Queen mochte schon immer kleine, freche Hunde. Mit denen hat sie gern gespielt und gern Zeit ver­bracht. Sie war schon immer sehr vor­sichtig mit kleinen Hun­den und wirkte von Anfang an inter­essierter, wenn ihr Gegenüber ein kleiner, frecher Vier­beiner war.

Püppi hat schon immer gebud­delt. Schnell hat sie Queen damit angesteckt

Queen hat auch große Hun­de­fre­unde, aber das sind auch eher aufgeschlossene und leb­hafte Hunde.

Ruhige und schüchterne Hunde waren nie ihr Ding. Man hatte den Ein­druck, sie wurde dadurch eben­falls unsicher und nervös.

Kleine, freche Hunde waren also schon immer Queens lieb­ste Gefährten. In der Gegen­wart eines kleinen, aufgeschlosse­nen Vier­bein­ers, wirkte sie wesentlich unbeschw­erter und legte ihre eigene Unsicher­heit ab, sodass hier schon immer klar war, wenn es mal einen zweiten Hund geben sollte, dann einen kleinen, aufgeschlosse­nen Frechdachs.

Die Wahl fiel schnell auf einen Shih Tzu, weil die Rasse für ihre Uner­schrock­en­heit und für ihren eige­nen Kopf bekannt ist. Vom Wesen her hätte auch ein Jack Rus­sel gut gepasst, aber das wäre nicht so mein Ding gewe­sen. Ich mag es, wenn ein Hund langes Fell hat und fluffig aussieht 😀 Die Mis­chung macht es, daher sollte es ein Shih Tzu Mal­teser Mis­chling wer­den. Ich wollte einen gesun­den, nicht überzüchteten Hund. Gern einen “Unfall” mit gesun­den Eltern. Ich muss auch zugeben, dass ich die Mis­chlinge süßer finde als rein­ras­sige Shih Tzus.

Zusam­men Kuscheln und gemein­sam Schlafen war schon nach einige Tagen selbstverständlich

Auch ich wollte gern einen kleinen Hund dazu.

Ich war noch die diejenige, für die ein Hund erst da anfängt, “wo man sich nicht mehr bücken muss”. Oh, wie ich den Spruch hasse 😀

Ich wollte gern einen kleinen fluffi­gen, flauschi­gen Hund, der frech ist, seinen eige­nen Kopf hat und Queen so ihre Unsicher­heit ein Stück weit nehmen kann. Ich wollte einen kleinen Hund, der sportlich ist und zudem aufgeschlossen.

Nun muss ich den Kri­tik­ern aber doch in einem Punkt Recht geben:

Große und kleine Hunde haben völlig unterschiedliche Bedürfnisse.

Das ist ein­fach so und da braucht man auch nichts schön reden.

Wer keine Zeit hier­für hat, sollte sich bei einem Zwei­thund für eine Rasse entschei­den, die dem Ersthund sehr nahe kommt.

Queen macht gern Nase­nar­beit und geht gern Trailen. Sie geht gern drei bis vier Mal raus. Auf den Spaziergän­gen sucht sie gern Fut­ter­brocken im Gras, Laub oder in Baum­rinden. Sie sucht gern ver­steckte Spielies und wenn draußen mal nichts passiert, ist sie eher langsam unter­wegs. Sie schnüf­felt viel und spielt gern den “Dorfsherrif”.

Püppi hat gern Action. Ob Agility, Trick­sen oder Apportieren. Haupt­sache schnell. Sie würde am lieb­sten den ganzen Tag spazieren gehen, gern stun­den­lang. Sie schnüfe­flt kaum, markiert im vor­beiren­nen und ist ganz all­ge­meinh haupt­säch­lich ren­nend unterwegs.

Das klingt nun erst­mal, als wären die Spaziergänge das rein­ste Chaos, aber das ist nicht so. Die bei­den haben sich super aneinan­der angepasst. Püppi hat mit­tler­weile auch Gefallen daran gefun­den, Leck­erlis zu suchen und wenn sie mal kein Inter­esse hat, rennt sie ein­fach über die Wiese, während Queen mit der Nase im Gras steckt.

In der Hun­de­schule bele­gen beide unter­schiedliche Kurse, die Zeit nehme ich mir. Zwis­chen­durch gehen wir getrennt raus. Dann geh ich mit Queen in den Wald und wir machen Nase­nar­beit oder ich fahr mit Püppi mit dem Rad durch die Felder.

Zwei Hunde unter­schiedlicher Größe kön­nen sehr gut miteinan­der leben. Ich glaube, dass bezüglich der Har­monie zwis­chen bei­den Hun­den vor allem der Charak­ter entschei­dend ist. Ich habe Püppi und ihre Geschwis­ter vor ihrem Einzug drei mal besucht, um den Charak­ter genau her­aus­fil­tern zu kön­nen. Und sind wir mal ehrlich: auch zwei Hunde gle­icher Rasse kön­nen völ­lig ver­schieden sein. Man sollte also genau über­legen, welcher Typ zu eige­nen Hund passt und danach entschei­den. Der Charak­ter des Hun­des ist hier viel entschei­dener als Rasse oder Größe.

Zudem sollte man sich darüber bewusst sein, dass zwei Hunde mit unter­schiedlichen Bedürfnis­sen viel mehr Zeit und Aufmerk­samkeit benöti­gen als zwei Hunde, die zum Beispiel beide zum Agility gehen oder die beide Mantrail­ing machen.

Und auch, wenn es bes­timmt Tage gibt, an denen Queen die Püppi mit ihrer unendlichen Energie am lieb­sten zur Adop­tion frei geben würde, bin ich mir sicher, dass sie sie spätestens nach ein paar Stun­den ver­mis­sen würde 😀

Habt ihr auch zwei Hunde? Für welche Rassen habt ihr euch entsch­ieden und welche Erfahrun­gen habt ihr gemacht?

Wir durften testen: JuniBARF

Vor Kurzem erre­ichte uns ein tolles Test­paket der Firma Juni­BARF.

Nach­dem sich Queen und Püppi durch die Pakete gefut­tert haben, möchte ich euch heute die Pro­dukte und das Unternehmen genauer vorstellen.

Juni­BARF ver­dankt seinen Namen einer Abkürzung des Fam­i­li­en­na­mens JUng­NIckel. BARF steht — wie ihr alle wisst — für biol­o­gisch art­gerechte, rohe Fütterung.

Zusam­men mit zwei Tierärzten entwick­elte das Unternehmen eine neue Art der rohen Füt­terung, denn ab jetzt kön­nte es vor­bei sein mit lästigem Abwiegen und genauer Por­tion­ierung. Juni­BARF ist bere­its fer­tig zusam­mengestellt und muss lediglich aufge­taut werden.

Egal, ob Junior, Adult oder Senior — vom nor­malen Bedarf bis hin zu einem sen­si­blen Magen ist für jeden etwas dabei. Und alle, die doch nicht ganz auf die eigene Kreativ­ität verzichten wollen, kön­nen bei “Junis schneller Beute” eigene Mahlzeiten kreieren.

Die Rohware stammt auss­chließlich aus EU — Zer­ti­fizierten und kon­trol­lierten Schlachthöfen, welche zum Großteil Lebens­mit­telqual­ität besitzen. Für Pansen gilt dies beispiel­sweise nicht. Der Fisch stammt aus nach­haltigem Fis­chfang und das Lamm von grü­nen Wiesen Irlands und Deutsch­lands. Auch das Wild wird von deutschen Schlacht­be­trieben bezo­gen. Rind und Geflügel stam­men aus regionalen Schlachtbetrieben.

Aber nun zu den einzel­nen Produkten

BARF — Starter Patties

Alle­in­fut­ter­mit­tel für Hunde während der Umstel­lungsphase auf BARF (4 — 6 Wochen)

  • 79% Rind (inkl. Pansen und 2% Leber)
  • 10% Häh­nchen­hälse
  • 10% Gemüse (Möhre, Kohlrüben, Por­ree, Petersilie)
  • kalt­ge­presstes Sonnenblumen-/Leinöl

 

Bello — Patties

Alle­in­fut­ter für erwach­sene Hunde

  • 46% Rind (Fleisch, Pansen, 2% Leber)
  • 40% Häh­nchen (Hälse, Fleisch)
  • 8% Gemüse (Möhre, Kohlrübe, Por­ree, Petersilie)
  • 5% Lachs
  • Öle (kalt­ge­presstes Sonnenblumen-, Leinöl)

Rex — Patties

Alle­in­fut­ter für erwach­sene Hunde

  • 48% Häh­nchen (Hälse, Fleisch, Haut)
  • 30% Rind (Fleisch, Lunge, Herz, 2% Leber)
  • 15% Puten­fleisch
  • 6% Gemüse (Möhre, Kohlrübe, Por­ree, Petersilie)
  • Öle (kalt­ge­presstes Sonnenblumen-, Leinöl)

Und das sagen wir:

Das Paket kam sauber und gut ver­packt bei uns an. Es war nach wie vor gefroren.

Ich finde die kleinen vorge­fer­tigten Por­tio­nen von je 20g super prak­tisch. Ger­ade, wenn man zwei Hunde hat, kann man ganz ein­fach für jeden die vorge­se­hene Menge her­aus­nehmen. Würde man alles für beide Hunde mis­chen, wüsste man nie, ob jeder bekommt, was er braucht; sodass man gezwun­gen ist, beide Mahlzeiten seperat vorzu­bere­iten. Mit den vorge­fer­tigten Por­tio­nen ist das um Län­gen unkomplizierter.

Die Beu­tel sind in der Hand­habung unkom­plizierter als das sonst bekan­nte eingeschweißte Fut­ter. Die mit­gelieferte Klam­mer ist per­fekt, um den Beu­tel wieder ver­schließen zu können.

Das aufge­taute Fleisch roch frisch und natür­lich. Es ist sehr klein gewolft.

Queen und Püppi haben es gern gefressen und gut vertragen.

Den einzi­gen kleinen Kri­tikpunkt, den ich nicht uner­wähnt lassen möchte, wäre die Dekla­ra­tion. Mich würde zum Beispiel inter­essieren, wieviel Prozent der 48% Häh­nchen­fleisch aus Hals, wieviel aus Fleisch und Haut besteht. Oder wieviel Prozent Pansen sich im Rind­fleisch befindet.

Ich emp­fand die Hand­habung sehr prak­tisch, unkom­pliziert und vor allem sauber.

Die kleinen 20g Por­tio­nen in Form einer Pfoten sind zudem super niedlich oder was meint ihr? 🙂

Nach­trag zur Deklaration: 

(…)Lei­der ist es aber so, dass der BARF-Markt stark umkämpft ist und das es mit­tler­weile viele „schwarze Schafe“ unter den Anbi­etern gibt.

Aus diesem Grund ist der Dieb­stahl von Rezep­turen mit­tler­weile Gang und Gebe. Damit uns das nicht auch passiert und jahre­lange Entwick­lun­gen nicht ein­fach „kopiert“ wer­den kön­nen, haben wir uns dazu entschlossen die Dekla­ra­tio­nen nicht voll­ständig anzugeben. Ihr seht daher zwar wieviel der Hauptbe­standteile enthal­ten sind, aber nicht die einzel­nen Zutaten.”

Ich habe mich — in Absprache mit dem Unternehmen — dazu entschlossen, euch dieses Zitat nicht vorzuen­thal­ten. Ich wusste nicht, dass es der­art schwarze Schafe unter den Fir­men gibt und habe mich sehr über die Ehrlichkeit von Juni­BARF gefreut. 

Die Pro­dukte wur­den uns kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt. 

DogDance — vom ersten Trick zur Choreographie

Wer uns regelmäßig folgt, der weiß, dass wir im absoluten Dog­Dance — Fieber sind.

Dabei war Dog­Dance gar nicht von Anfang an “unser Ding”. Mit Queen habe ich schon mehrfach den Zugang zu diesem Sport gesucht und immer wieder den Faden ver­loren. Irgend­wann machte ich einen Haken hin­ter das Pro­jekt. Es war ein­fach nicht ihr Ding.

Auch mit Püppi schlug ich zunächst andere Wege ein. Agility stand ganz oben auf meiner Liste und erst nach und nach merkte ich, dass Dog­Dance per­fekt zu Püppi passen würde.

Schon nach der ersten Stunde in der Hun­de­schule wusste ich, dass ich auf jeden Fall am Ball bleiben möchte.

Mir gefiel die Vorstel­lung, immer und über­all üben zu kön­nen. Dieser Aspekt ist für mich der größte Nachteil am Agility. Auch der Gedanke immer wieder Neues erler­nen zu kön­nen ist ein großer Anreiz. Die Abwech­slung und Indi­vid­u­al­ität sind zwei unschlag­bare Argumente.

Ich habe selbst viele Jahre getanzt. Typ­isch ich, natür­lich auch auf Meis­ter­schaften und Wet­tkämpfen. Mein größter Erfolg war im Jahr 2006 der zweite Platz auf der Welt­meis­ter­schaft mit meiner For­ma­tion im Bere­ich Street Dance und HipHop. Also warum nicht daran anknüpfen? 😀

Das cool­ste am Dog­Dance ist die gefragte Kreativ­ität. Ich laufe keinen vorgegebe­nen Par­cour, son­dern ich erstelle eine eigene Chore­o­gra­phie, die ideal zu mir und meinem Hund passt. Ich finde es super, dass man sich selbst ein­brin­gen kann und let­z­tendlich etwas entsteht, was die Beziehung zwis­chen dir und deinem Hund per­fekt wieder­spiegelt. Welche andere Sportart bietet schon so etwas Cooles?

Aber nun erst ein­mal ein paar all­ge­meine Infos:

In den 1980er finden die ersten Briten an — inspiri­ert durch die Dres­sur im Pfer­de­sport — Obe­di­ence mit Musik zu trainieren. Mary Ray präsen­tierte diese neue Vari­ante des Obe­di­ence erst­mals im Jahr 1990 auf der Crufts in Birm­ing­ham, der welt­größten Rasse­hun­de­schau. Etwa zeit­gle­ich gab es auch in den USA und in Kanada die ersten vier­beini­gen Musikvor­führun­gen. Bis heute sehen die Briten Dog­Dance eher als eine Vari­ante des Obe­di­ence und legen daher den Fokus eher auf die per­fekte Fußar­beit. In Amerika ste­hen die Tricks und Kostüme im Vorder­grund. Hier in Europa hat sich eine Art Mis­chform entwick­elt. In der Regel erfolgt der Ein­stieg über das Trick­train­ing, sel­tender über den Obe­di­ence — Sport.

Mit­tler­weile küm­mern sich einige Organ­i­sa­tio­nen um Dog­Dance als Tunier­sport. Hier gilt das Regle­ments von DogDance.info. Jährlich finden immer mehr Tuniere statt. Kein Wun­der, denn Dog­Dance ist für jeden etwas. Jeder Hund, egal welchen Alters oder welcher Größe, ist grund­sät­zlich geeignet diesen Hun­de­sport auszuführen.

Dog­Dance lastet den Hund sowohl kör­per­lich als auch geistig aus. Die Sportart kann indi­vidu­ell auf den Hund angepasst wer­den. So findet man zum Beispiel in den Tunier­regeln fol­gen­den Pas­sus “Tierge­sund­heit”: Wird ein Hund während einer Chore­o­gra­phie kör­per­lich und / oder geistig über­fordert, haben die Richter die Möglichkeit, empfind­lich hohe Punk­tzahlen abzuziehen. Lei­der habe ich schon selbst gese­hen, dass dies ein­mal offen­sichtlich nicht der Fall gewe­sen ist, aber ich hoffe doch, dass in der Regel von dieser Option Gebrauch gemacht wird.

Ein Hund mit HD kann ein wun­der­barer Tänzer sein, solange man nicht von ihm ver­langt auf den Hin­terp­foten zu laufen. Ein Hund mit einem Rück­en­lei­den sollte keine Rolle machen und keine engen Drehun­gen. Es gibt zahlre­iche Tricks und für jeden ist etwas dabei.

Daher sollte man sich vor dem Üben eines neuen Tricks immer fra­gen: Ist mein Hund kör­per­lich in der Lage den Trick zu erler­nen? Muss er gegeben­falls vorab Muske­latur aufbauen?

Solange der Spaß im Vorder­grund steht und der per­sön­liche Ergeiz niemals zulas­ten des Hun­des geht, steht einer gemein­samen Chore­o­gra­phie nichts mehr im Weg 🙂

Das Training

Grund­sät­zlich lehne ich jede Form der kör­per­lichen Ein­wirkung auf den Hund ab. Ich arbeite auss­chließlich über pos­tive Bestärkung, denn wir wollen ja alle einen motivierten Hund, der mit Freude arbeitet. Kör­per­liche Ein­wirkun­gen zer­stören die Bindung zum Hund, verun­sich­ern unsere Vier­beiner und haben im Hun­de­train­ing nichts zu suchen.

Alles kann, nichts muss.”

Ein oft ver­wen­detes Sprich­wort, welches super zum Dog­Dance passt. Kein Hund muss etwas bes­timmtes erler­nen. Klappt ein Trick, ist es toll. Klappt er auch nach vie­len Übung­sein­heiten nicht und fühlt sich der Hund sichtlich unwohl, dann sollte man es gut sein lassen und einen anderen Trick erlernen.

So ging es uns mit der Rolle. Auch nach vie­len Ein­heiten klappte es ein­fach nicht und Püppi wurde unsicher und wirkte bedrückt. Ich habe den Trick nun auf Eis gelegt und werde es nochmal in eini­gen Wochen oder Monaten ver­suchen. Klappt es auch dann nicht, lernt sie diesen Trick eben nicht. Kein Prob­lem. Es gibt ja genug andere Tricks 🙂

Ich arbeite mit einem Clicker. Für mich war das zunächst unge­wohnt, doch ich habe sehr schnell Zugang gefun­den und möchte nun nicht mehr drauf verzichten. Ich kann jedem, der mit dem Dog­Dance anfan­gen möchte, nur ans Herz legen von Anfang an zu click­ern. Das macht vieles einfacher.

Ganz grund­sät­zlich: Das gewün­schte Ver­hal­ten wird mit einem Click markiert und kündigt so die Beloh­nung an. Man kann also viel präziser arbeiten und viel genauer bestärken als man es ver­bal kann. Zudem hat der Clicker den Vorteil, dass er emo­tion­s­los ist. Wir Men­schen kön­nen vor unseren Hun­den unsere Emo­tio­nen niemals ver­stecken, sodass sich zum Beispiel Ungeduld in unserer Stimme neg­a­tiv auf das Train­ing auswirken würde.

Wir starten unser Train­ing immer mit den Worten “Los geht’s” und been­den es mit dem Wort “Schluss”. So weiß Püppi genau, dass sie nun an der Reihe ist.

Das Wort “nein” ver­wende ich nicht. Sollte ein Trick nicht klap­pen, kom­men­tiere ich den Mis­ser­folg mit “schade”. Dies entspricht unge­fähr dem Wort “kalt” beim Topf­schla­gen. Es sig­nalis­ert dem Hund, dass er auf dem falschen Weg ist.

Einen Trick bzw. das Erler­nen einen Tricks kann man sich vorstellen wie eine Leiter. Ist man ganz oben ange­langt, hat der Hund den Trick erlernt. Jede Sprosse entspricht einem Train­ingss­chritt. Es ist nicht möglich eine Sprosse auszu­lassen, um nach oben zu gelan­gen. Erst wenn man sicher auf einer Sprosse steht, kann man die näch­ste in Angriff nehmen. Das Tempo bes­timmt der Hund. Klappt etwas nicht, geht man ein­fach eine Sprosse zurück.

Allgemein gelten beim Training drei Regeln:

  1. der Hund ist immer der Held, d.h. die Auf­gaben dür­fen nur schwer sein, dass er sie auch meis­tern kann — ich setze das prak­tisch so um, dass ich nach zwei Fehlver­suchen sicher gehe, dass Püppi es beim drit­ten Mal schafft, in dem ich ihr Hil­festel­lung gebe
  2. erst, wenn der Hund mind. 8 von 10 Ver­suche schafft, gehe ich den näch­sten Trainingsschritt
  3. ich höre immer dann auf, wenn alles super klappt und beende das Train­ing nie mit einem Misserfolg

Vom Trick bis zur fertigen Choreographie werden insgesamt fünf Stufen durchlaufen.

Im ersten Schritt wird der neue Trick geübt.

Schritt 1

Beim Erler­nen eines neuen Tricks ver­wende ich grund­sät­zlich keine Handze­ichen. Hunde achten sehr schnell auf unsere Kör­per­sprache, was im Prinzip super, doch beim Dog­Dance kon­trapro­duk­tiv ist. Kann mein Hund zum Beispiel nur dann rück­wärts laufen, wenn ich auf ihn zugehe, dann schränkt mich das beim Erstellen einer Chore­o­gra­phie enorm ein. Außer­dem reagiert ein Hund auch dann auf ein Wort, wenn ich zum Beispiel hin­ter ihm stehe. Beim Dog­Dance gibt es so viele unter­schiedliche Tricks, dass ich zudem gar nicht wüsste, wie ich all diese Tricks mit unter­schiedlichen Handze­ichen verse­hen sollte.

Ich ver­suche also mich so neu­tral wie möglich zu bewe­gen und den Hund mith­ilfe einer Wand oder mith­ilfe von Stan­gen zur richti­gen Bewe­gung zu brin­gen. Ohne Clicker kön­nte ich nie auf diese Weise arbeiten. Viele führen das Wortsig­nal erst dann ein, wenn der Hund den Trick schon erlernt hat. Das mache ich nicht. Sobald der Hund und ich in der Posi­tion ste­hen, dass der Trick aus­ge­führt wer­den kann, benutzt ich vonh Anfang an das Kommando.

Ich ver­suche das mal anhand unseres aktuellen Tricks zu erklären:

Püppi lernt zur Zeit rück­wärts um mich herum zu gehen. Hierzu benutze ich eine Wand. Püppi sitzt in der Grund­stel­lung neben mir — also quasi zwis­chen mir und der Wand, ich halte einen Keks in der linken Hand hin­ter meinen Rücken. Viele Hunde gehen dann automa­tisch einen Schritt zurück. Das wird direkt geclick­ert und nach und nach kann man den Winkel so verän­dern, dass der Hund immer weiter zurück gehen muss und schließlich kom­plett herum läuft.

Die Aus­gangslage ist für mich dann erre­icht, wenn sie neben mir sitzt und ich die Hand auf den Rücken gelegt habt. Bere­its dann sage ich das Wortsig­nal “Fox” und zwar vom ersten Train­ingss­chritt an.

Wahrschein­lich kann man seinem Hund diesen Trick auch beib­rin­gen, in dem man ihn mit einem Keks in der Hand um den eige­nen Kör­per lockt. Allerd­ings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Hunde nicht so bewusst arbeiten, wenn der Keks direkt vor der Nase ist. Der Hund soll selbst aus­pro­bieren und sich aktiv für eine Bewe­gung entschei­den. So ler­nen sie effek­tiver und schneller. Nicht jeder Hund ist hier­für gemacht. Queen verun­sichert diese Train­ings­form sehr, sodass wir schnell an unsere Gren­zen gekom­men sind.

Sollte man dem Hund eine Hil­festel­lung geben müssen, ist es zudem hil­fre­ich, wenn das Kom­mando vorher schon gefallen ist, damit der Hund die Bewe­gung mit dem Wort und nicht mit der Hil­festel­lung verbindet. Das Wort wird zudem nur ein­mal gesagt. Oft hilft es schon, dem Hunde einige Sekun­den Zeit zu geben, aber das Wieder­holen des Wortes ist lediglich kontraproduktiv.

Bis ein Trick erlernt ist, kann man von fol­gen­der Faus­regel ausgehen:

10 bis 15 Trainingseinheiten über ca. 2 bis 3 Wochen mit je 20 Wiederholungen

Manches geht schneller, anderes braucht länger.

Sobald man an den Punkt ange­langt, an dem der Hund von den 20 Wieder­hol­un­gen pro Ein­heit mind. 10 direkt auf das Wortsig­nal hin fehler­frei aus­führt, wird nur noch dann geclickt. Das bedeutet, braucht der Hund ab dann eine Hil­festel­lung, erfolgt kein Click mehr, son­dern eine ver­bale Bestä­ti­gung wie “Super” oder “Prima”.

Schritt 2

Nun geht es darum, den Trick zu gen­er­al­isieren. Der Hund muss nun die Übung an unter­schiedlichen Orten und vor allem auch in unter­schiedlichen Abstän­den zum Zweibeiner ausführen.

Das Train­ing läuft ähn­lich ab wie auf der ersten Stufe. Klappt der Trick direkt auf das Wortsig­nal erfolgt der Click und die Beloh­nung. Benötigt der Hund Hilfe, erfolgt kein Click und der Hund wird ver­bal bestätigt.

Ganz wichtig ist die Verän­derung der eige­nen Posi­tion und der Abstand zum Hund. Nur, weil der Hund sich vor einem ver­beugt, bedeutet das noch lange nicht, dass er dies auch macht, wenn man hin­ter ihm steht oder in einer Ent­fer­nung von zehn statt einem Meter.

Dis­tanz­train­ing ist wirk­lich anspruchsvoll. Oft kom­men die Hunde erst zu einem gelaufen und führen den Trick dann aus. Hier kann es hil­fre­ich sein, dass der Hund hin­ter einer Stange arbeitet und man nach und nach den Abstand von sich und der Stange ver­größert. Führt der Hund das Kom­mando aus, brin­gen wir ihm das Leck­erli. Es wird nicht gewor­fen, weil der Hund ler­nen soll, ruhig hin­ter der Stange zu arbeiten.

Cav­aletti — Stan­gen eignen sich super für das Distanztraining

Schritt 3

Im drit­ten Schritt findet das Vok­a­bel­train­ing statt. Hier lernt der Hund die unter­schiedlichen Kom­man­dos zu unter­schei­den. Einen Click und das damit ver­bun­dene Fut­ter gibt es nur, wenn der Hund direkt den richti­gen Trick auf das Wortsig­nal hin aus­führt. Benötigt er Hilfe, wird er lediglich ver­bal belohnt. Dies klingt vielle­icht komisch oder befremdlich, hat aber dur­chaus viel Sinn. Die Hunde ler­nen wahnsin­nig schnell uns zu trainieren, so auch Püppi. Schnell ler­nen sie, dass sie auch für “weniger” die tolle Beloh­nung bekom­men. Und da wir uns weiter entwick­eln wollen, wenn der Hund es sicher ver­standen hat, wollen wir auch, dass er es richtig aus­führt und nicht ver­sucht mit weniger an den Keks zu kom­men. Auch bei Links– und Rechts­drehun­gen kann hier schnell Ver­wirrung ein­treten. Dreht der Hund sich zum Beispiel falsch herum und man gibt ihm Hil­festel­lung und belohnt zusät­zlich mit einem Click, lernt er unter Umstän­den, dass er sich erst so und anschließend anders herum drehen soll und verbindet dies mit dem Wort.

Schritt 4

Nun wer­den die ersten Tricks kom­biniert und kleine Sequen­zen wird aufgebaut.

An dieser Stelle ist es wichtig, dass nicht mehr nach jedem richtig aus­ge­führten Trick ein Click ertönt. Nach einem Click muss es zu einer Beloh­nung kom­men und dies würde uns hier nur aufhal­ten. Wo wäre sonst der Unter­schied zur drit­ten Stufe? 🙂

Damit der Hund aber den­noch weiß auf dem richti­gen Weg zu sein, bauen wir nun ein weit­eres Wort auf, welches dem “Warm” beim Topf­schla­gen entspricht. Ich ver­wende hier das Sig­nal “Yes”. Es ist kurz genug und kommt im All­tag nicht vor. Dieses Wort wird wie ein Clicker konditioniert.

Klappt die Sequenz von vorn bis hin­ter super, erfolgt der Jack­pot. Dies ist eine ganz beson­dere Beloh­nung wie zum Beispiel Fleis­chwurst oder Käse, etwas, dass der Hund sonst nicht bekommt. So schaf­fen wir es, dass unser Hund über mehrere Tricks hin­weg motiviert arbeitet. Für Spielver­rückte unter uns, kann auch ein Ball der Jack­pot sein.

Das Jack­pot­train­ing läuft wie folgt ab:

Der Jack­pot steht oder liegt am Rand. Der Hund wird hin­se­hen. Wir warten also bis er zu uns sieht, sagen “Yes” und belohnen ihn. Erst, wenn der Jack­pot unin­ter­es­sant ist, darf der Hund ihn haben. Entschei­dend ist, dass der Hund sich nicht alleine bedi­enen kann. Der Jack­pot kann sich also zum Beispiel in einer Dose befinden. Fällt dem Hund das arbeiten schwer, hilft ein größerer Abstand zum Jack­pot. Der Hund wird ler­nen, dass wir die Kon­trolle über den Jack­pot haben und er nur über uns an diesen gelangt.

Mith­ilfe des Bestä­ti­gungswortes und dem Jack­pot lässt sich die Moti­va­tion hochhal­ten und wir begin­nen mit unserer ersten Sequenz. Diese wird immer von hin­ter aufge­baut. Wir fan­gen also mit dem let­zten Trick an. Wird dieser fehler­frei aus­ge­führt, bekommt der Hund den Jack­pot und bei der näch­sten Wieder­hol­ung kommt ein Trick davor. Wird dieser richtig aus­ge­führt, erfolgt das Bestä­ti­gungswort und das Wortsig­nal für den näch­sten Trick. Wird auch dieser richtig aus­ge­führt, gibt es erneut den Jackpot.

Schritt 5

Der let­zte Schritt ist die Chore­o­gra­phie. Hier­bei wer­den ver­schiedene Sequen­zen zusam­menge­fügt. Dies erfolgt genauso wie das Zusamm­set­zen einer Sequenz in Schritt 4 und wird genauso trainiert. Man geht auch hier von hin­ten nach vorne vor und belohnt genau wie auf Stufe 4.

Das Targettraining

Tar­get kommt aus dem Englis­chen und bedeutet Ziel. Die Arbeit mit einem Tar­get ist im Dog­Dance unverzicht­bar und zahlt sich schnell aus.

Wir alle ken­nen den sog. Tar­get­stab, oft ver­bun­den mit einem Clicker. Hier­bei kann ein Stab — fast wie eine Art Antenne — aus dem Gerät her­aus­ge­zo­gen wer­den. Am Ende des Stabes befindet sich eine kleine Kugel. Ziel ist es, dass der Hund die Kugel mit der Nase berührt.

Bei diversen Tricks kann der Tar­get als Hil­femit­tel benutzt werden.

Ger­ade als Ein­stieg eignet sich die Arbeit mit einem Tar­get sehr gut. Hier kön­nen sowohl Men­sch und Hund ler­nen. Alle, die noch nicht so fit im Click­ern sind, kön­nen hier das kor­rekte Tim­ing üben. Die Hunde verin­ner­lichen die Bedeu­tung des Clicker und ler­nen dem Tar­get zu folgen.

Es gibt zahlre­iche ver­schiedene Targets

Der Stab

Hier­bei wird dem Hund der Tar­get­stab gezeigt und bei Bedarf leicht bewegt. Es geht darum, die Neugierde des Hun­des zu wecken, damit dieser auf den Tar­get zugeht und im besten Fall mit Inter­esse daran schnup­pern möchte. Berührt der Hund mit der Nase die Kugel am Ende des Tagets wird geclickt und belohnt. Der Hund wird schnell ver­ste­hen, worum es geht und so kann man direkt anfan­gen, den Tar­get mal nach links und mal nach rechts zu hal­ten. Ziel ist es, dass der Hund dem Stab folgt und die Kugel mit der Nase berührt.

Die Hand

Auch unsere Hand eignet sich als Tar­get. Ähn­lich wie beim Stab, soll der Hund mit seiner Nase unsere Hand­fläche berühren. Nach und nach wird der Click immer weiter hin­aus­gezögert, damit der Hund einen Moment mit der Nase an unserer Hand “kleben” bleibt. Sollte das Hin­auszögern des Clicks nicht den gewün­schten Effekt haben, kann man auch neben seinem Hund her­laufen. Immer wieder bieten wir ihm die Hand als Tar­get an und lassen die Beloh­nung hier­bei in die Tar­get­h­and fallen.

Pfotentarget

Ein Pfo­ten­tar­get soll mit der Pfote berührt wer­den. Hierzu eignet sich eine nor­male Fliegen­klatsche. Das Train­ing ver­läuft genau wie bei den anderen Targets.

Bodentarget

Ein Boden­tar­get ist ein Ziel auf dem Boden. Viele ver­wen­den hier­bei einen kleinen Stab, den sie in den Boden drücken. Auf­grund der Ver­let­zungs­ge­fahr, ver­wende ich einen kleinen Deckel einer Dose. Der Hund muss den Boden­tar­get je nach eige­nen Wün­schen mit der Nase oder den Pfoten berühren. Ich habe mich für die Nase entsch­ieden, weil ich das Gefühl habe, Püppi arbeitet so genauer.

Zur Zeit benutzen wir den Boden­tar­get, weil Püppi lernt, durch meine Arme zu sprin­gen. Hierzu lege ich den Tar­get auf den Boden. Püppi steht in einem Abstand von ca. vier Metern von dem Tar­get ent­fernt. Ich stehe in der Mitte. Nun bilde ich mit meinen Armen einen Kreis, zunächst nah am Boden, später immer höher. So lernt sie durch meine Arme hin­druch zu sprin­gen. Zu Beginn kann man auch die Beloh­nung direkt auf das Tar­get legen. Hier­bei sollte man wach­sam sein und im richti­gen Moment clicken.

Look — Target

Beim Look — Tar­get geht es darum, den Blick des Hun­des einz­u­fan­gen. Der Hund berührt also den Look — Tar­get nicht, son­dern schaut ihn nur an. Dies ist sehr hil­fre­ich, wenn es um ver­schiede­nen Fuß­po­si­tio­nen geht. Als Look — Tar­get ver­wen­den viele ihren Han­drücken. Für mich ist das Look — Tar­get beson­ders wichtig, weil Püppi sehr klein ist und ich sie so von oben “steuern” kann und mich nicht immer bücken muss. Das hat nichts mit Faul­heit zu tun. Ich möchte Püppi nicht mit meiner Kör­per­sprache verun­sich­ern und von Anfang an in der richti­gen Posi­tion trainieren.

Der Look — Tar­get wird wie folgt trainiert:

Der Hund sitzt neben uns. Wir zeigen ihm unsere Hand­fläche, die er mit der Nase berühren wird (Hand­tar­get). Anschließend drehen wir unsere Hand um, sodass der Hund auf unseren Han­drücken schaut. Nun neben wir die Hand etwas an. Sobald der Hund sich in die Rich­tung der Hand reckt und hierzu Kör­perspan­nung auf­baut, erfolgt der Click. So lernt der Hund Span­nung zu hal­ten und auf die Hand zu schauen. Hat er ver­standen, dass er den Han­drücken anschauen muss, begin­nen wir die Hand langsam zu bewe­gen. In der Regel dauert das Look — Train­ing lange. Aber es lohnt sich dabei zu bleiben, denn so kön­nen wir unseren Hund anschließend wie mit einer Fern­s­teuerung bewegen.

Fußarbeit

 Dass der Hund beim Dog­Dance “bei Fuß” laufen kann, ist nicht wegzu­denken. Anders als bei anderen Sportarten, gibt es hier jedoch ver­schiede­nen Möglichkeite und Posi­tio­nen. Der Hund läuft also nicht nur links, son­dern auch rechts neben dem Men­schen oder auch hin­ter ihm.

Die Fußar­beit lässt sich am ein­fach­sten mith­ilfe des Hand­tar­get, oder bei kleinen Hun­den mit dem Look — Tar­get trainieren. Hier­bei wird der Hund immer so dicht geführt, dass er das Bein berührt. Die Berührung hilft dem Hund, die neue Posi­tion zu erler­nen. Ist der Hund in der kor­rek­ten Posi­tion angekom­men, führt man mehrere Male hin­tere­inan­der das Train­ing mit einem Look — Tar­get durch. Der Hund bekommt also mehrere Male hin­tere­inan­der Fut­ter und erlebt die Posi­tion und den Kör­perkon­takt als pos­i­tiv. Er lernt so, dass es sich lohnt in dieser Posi­tion zu ver­weilen. Anschließend machen wir einen großen Schritt. Der Hund ver­liert seine “Fut­terquelle” und er lernt, dass er die Posi­tion nicht selbst aufgeben darf.

Klappt die Posi­tion im Ste­hen, kön­nen die ersten kleinen Schritte gemacht wer­den. Hier­bei wird der Hund mit der Tar­get­h­and oder dem Look — Tar­get unterstützt.

Nach und nach kann das Tar­get verschwinden.

Zwei Dinge soll­ten bei der Fußar­beit immer berück­sichtigt werden:

Die Fußar­beit ist men­tal sehr anstren­gend, sodass die Sit­u­a­tion immer wieder aufge­lock­ert wer­den muss. Fußar­beit ist wie ein Trick zu behan­deln, genauso aufzubauen und zu trainieren. Dem­nach sollte es für jede unter­schiedliche Fußar­beit ein eigenes Wortsig­nal geben.

In unserem Fall trainieren wir die Fußar­beit ohne Kör­perkon­takt, weil Püppi hier­für schlicht zu klein ist. Mir genügt, wenn sie sauber neben mir läuft und mich ansieht. Dadurch, dass wir mit dem Look — Tar­get arbeiten, ver­fügt Püppi über aus­re­ichend Kör­perspan­nung, sodass es aussieht als wür­den ihre kleine Vorderp­foten im Wech­sel nach vorne “fliegen”, ähn­lich wie es die Schäfer­hunde bei der Unterord­nung machen.

Unser erster Trick

Das Verbeugen

Zunächst fand ich es schwierig ein passendes Wortsig­nal für diesen Trick zu finden. “Diener” fand ich irgendie blöd und zu neg­a­tiv behaftet. Ich habe mich schließlich für das spanis­che “chapó” entschieden.

Den Trick baut ihr wie folgt auf:

Sollte euer Hund bere­its den Tar­get­stab ken­nen, könnt ihr diesen für den Trick nutzen.

Hierzu hält man den Stab knapp unter die Hun­de­schnauze, sodass der Hund die Kugel nicht sehen kann. Um nun an die Kugel gelan­gen zu kön­nem muss er seinen Kopf in die Rich­tung des Stabes führen.

Dies kann man einige Male wieder­holen, sodass der Hund den Ansatz — Kopf wird nach unten geführt — verinnerlicht.

Anschließend stellen wir uns vor den ste­hen­den Hund und führen den Tar­get­stab zu seiner Nase. Berührt er die Kugel, erfolgt der Click. Nach und nach wird der Stab immer ein Stück weiter nach unten in Rich­tung Vorderp­foten geführt.

Der Hund wird nun automa­tisch mit dem Vorderkör­per nach unten gehen.

Erfolgt dies schon in Form eines Dieners, wird geclickt und belohnt.

Legt sich der Hund kom­plett hin, gehen wir einen Schritt zurück und fordern den Hund auf, aufzuste­hen. Begleitet von einem “schade” erfolgt der näch­ste Versuch.

Diese Vari­ante hat den Vorteil, dass man schon vor dem Hund steht. Setzt man sich zunächst vor den Hund und führt seinen Oberkör­per mit einem Keks in der Hand nach unten, haben wir das Prob­lem, dass wir uns selbst einen zusät­zlichen Train­ingss­chritt ein­bauen: wir müssen uns wieder aufrichten.

Ziel ist näm­lich, dass der Hund, egal ob er neben oder vor uns steht, auf das Wortsig­nal hin den Trick aus­führt. Natür­lich ste­hen wir in dieser Sit­u­a­tion. Vie­len Hun­den fällt es schwer, wenn sie einen Trick erler­nen, bei dem wir zunächst vor ihnen saßen und uns dann aufrichten wollen. Das geht oft nur Schritt für Schritt mit einem krum­men Rücken.

Mith­ilfe eines Tar­get­stabes erspraren wir uns diesen oft lan­gen Zwischenschritt.

Fer­tig erlernt sieht das Ganze dann so aus:

Tanzt ihr auch mit eurem Hund? Mit welchen Tricks habt ihr angefangen?

Wir durften testen: Dosen von Wildborn

Vor Kurzem habe ich euch das TroFu von Wild­born vorgestellt. Den Bericht dazu findet ihr hier.

Heute möchte ich euch auch das Nass­fut­ter vorstellen.

Das Wild­born Hun­de­fut­ter zeich­net sich durch einen hohen Fleis­chanteil aus und basiert auf regionalem Obst, Gemüse sowie einer Mis­chung aus Heilkräutern. Bei der Her­stel­lung wird kom­plett auf kün­stliche Zusatzstoffe verzichtet. Alle Vit­a­mine, Min­er­al­stoffe und Spurenele­mente sind bere­its in den natür­lichen Zutaten enthal­ten. Das Fleisch kommt nicht aus der Massen­tier­hal­tung, son­dern aus kon­trol­lierter Freilandhaltung.

Wir durften fol­gende Dosen testen.

Wildborn Golden Buffalo

Getrei­de­freies Hun­de­fut­ter mit frischem Büf­fel, Brombeeren, Cran­ber­ries und Moringa Olif­era “Baum des Lebens”

Zusammensetzung:

94,5% Büf­fel (66% beste­hend aus Büf­fel­herzen, Büf­felle­ber, Büf­fel­lun­gen, Büf­fel­pansen, 28,5% Büf­felfleis­chbrühe), 2% Brombeeren, 2% Cran­ber­ries, 1% Min­er­al­stoffe, 0,1% Yucca-Extrakt, 0,1% Grünlippmusche-Extrakt, 0,1% Anis­samen, 0,1% Bock­shorn­klee, 0,1% Moringa Olifera

Wildborn Meadow Lamb

Getrei­de­freies Hun­de­fut­ter mit frischem Lamm­fleisch, Johan­nis­beeren, Cran­ber­ries und Moringa Olif­era “Baum des Lebens”

Zusammensetzung:

94,5% Lamm (66% beste­hend aus Lammherzen, Lamm­fleisch, Lamm­le­ber, Lamm­lun­gen, Lamm­pansen, 28,5% Lamm­fleis­chbrühe), 2% Johan­nis­beeren, 2% Cran­ber­ries, 1% Min­er­al­stoffe, 0,1% Yucca-Extrakt, 0,1% Grünlippmusche-Extrakt, 0,1% Anis­samen, 0,1% Bock­shorn­klee, 0,1% Moringa Olifera

Wildborn Wetland Duck

Getrei­de­freies Hun­de­fut­ter mit frischer Ente, Johan­nis­beeren, Cran­ber­ries und Moringa Olif­era “Baum des Lebens”

Zusammensetzung:

94,5% Ente (66% beste­hend aus Enten­herzen, Enten­le­ber, 28,5% Enten­fleis­chbrühe), 2% Johan­nis­beeren, 2% Cran­ber­ries, 1% Min­er­al­stoffe, 0,1% Yucca-Extrakt, 0,1% Grünlippmusche-Extrakt, 0,1% Anis­samen, 0,1% Bock­shorn­klee, 0,1% Moringa Olifera

Wildborn Crystal Stream

Getrei­de­freies Hun­de­fut­ter mit frischem Lachs & Forellen, Brombeeren, Cran­ber­ries und Moringa Olif­era “Baum des Lebens”

Zusammensetzung:

94,5% Lachs & Forelle (33% Lachs, 33% Forelle, 28,5% Lachs­brühe), 2% Brombeeren, 2% Cran­ber­ries, 1% Min­er­al­stoffe, 0,1% Yucca-Extrakt, 0,1% Grünlippmusche-Extrakt, 0,1% Anis­samen, 0,1% Bock­shorn­klee, 0,1% Moringa Olifera

Wildborn Wild Mustang

Getrei­de­freies Hun­de­fut­ter mit frischem Pfer­de­fleisch, Brombeeren, Cran­ber­ries und Moringa Olif­era “Baum des Lebens”

Zusammensetzung:

94,5% Pferd (66% beste­hend aus Pfer­de­fleisch, Pfer­de­herzen, Pfer­dele­bern, 28,5% Pfer­de­fleis­chbrühe), 2% Brombeeren, 2% Cran­ber­ries, 1% Min­er­al­stoffe, 0,1% Yucca-Extrakt, 0,1% Grünlippmusche-Extrakt, 0,1% Anis­samen, 0,1% Bock­shorn­klee, 0,1% Moringa Olifera

Wildborn Silver Creek

 

Getrei­de­freies Hun­de­fut­ter mit frischer Ziege, Brombeeren, Cran­ber­ries und Moringa Olif­era “Baum des Lebens”

Zusammensetzung:

94,5% Ziege (66% beste­hend aus Ziegen­herzen, Ziegen­le­ber, Ziegen­fleisch, Ziegen­lun­gen, Ziegen­pansen, 28,5% Ziegen­fleis­chbrühe), 2% Brombeeren, 2% Cran­ber­ries, 1% Min­er­al­stoffe, 0,1% Yucca-Extrakt, 0,1% Grünlippmusche-Extrakt, 0,1% Anis­samen, 0,1% Bock­shorn­klee, 0,1% Moringa Olifera

Queen und Püppi haben alle Dosen gefressen und sehr gut vertragen.

Die Dosen riechen frisch und natür­lich. Das Fut­ter lässt sich leicht ent­nehmen und gut zerkleinern.

Mir gefällt an dem Dosen­fut­ter von Wild­born beson­dern, dass das Fut­ter frei von Zucker, Soja, Ble­ich­mit­teln, Vit­a­min K3, Geruchs– Farb– oder Geschmacksver­stärk­ern und kün­stlichen Kon­servierungsmit­teln ist. Das Fleisch in Lebens­mit­telqual­ität stammt aus kon­trol­lierter Herkunft. Der Anteil an Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren ist ausgewogen.

Wir kön­nen sowohl das Trock­en­fut­ter als auch die Dosen empfehlen 🙂

Die Pro­dukte wur­den uns kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt.

rechtliche Betrachtung zur Behandlung beschlagnahmter Tiere

In meinem All­tag als Recht­san­wältin für das Tier­recht begeg­neten mir immer wieder Fälle, in denen es um die Beschlagnah­mung von Tieren geht. Nicht sel­ten kommt es vor, dass die Behör­den rechtliche Gren­zen über­schre­iten. Oft wer­den Tier­hal­ter ein­fach so ste­hen gelassen, ohne diese darüber zu informieren wie es nun weiter gehen kann.

Es gibt aber auch Fälle, in denen die Tiere so schnell wie möglich aus dem Umfeld her­aus genom­men wer­den müssen. Das sind meist die Fälle, in denen die Tiere stark mis­shan­delt wer­den oder so unter­ernährt sind, dass Lebens­ge­fahr droht.

Doch was genau ist eigentlich eine Beschlagnahmung? Wie läuft so etwas eigentlich ab und was passiert mit den Tieren?

Unter der Beschlagnah­mung einer Sache ist die zwangsweise Sich­er­stel­lung durch die Ver­fü­gung einer Behörde zwecks Sicherung öffentlicher oder pri­vater Belange zu verstehen.
Nach § 90a Abs.3 BGB gel­ten auf Tiere die für Sachen gel­tenden Vorschriften soweit nichts anderes bes­timmt ist. Daraus folgt, dass die zuständige Behörde bei vorhan­dener Rechts­grund­lage auch Tiere vorüberge­hend sich­er­stellen oder sogar dauer­haft entziehen darf. In bei­den Fällen wird das beschlagnahmte Tier auf Kosten des Hal­ters art­gerecht ver­wahrt. Bis ein recht­skräftiges Urteil oder ein recht­skräftiger Bescheid vor­liegt, bleibt das Eigen­tum bei dem ursprünglichen Halter.

Es han­delt sich lediglich um ein Ver­wahrver­hält­nis, nicht um einen Eigentumswechsel.

Die Fort­nah­mev­er­fü­gung setzt voraus, dass der zuständige Amt­stier­arzt in einem Gutachten oder in einem schriftlichen Ver­merk fest­gestellt hat, dass der Hal­ter seine Pflichten nach § 2 Tier­schutzge­setz grob ver­nach­läs­sigt hat, wodurch das Tier erhe­blich ver­wahrlost ist oder schw­er­wiegende Ver­hal­tungsstörun­gen aufzeigt. Eine erhe­bliche Ver­nach­läs­si­gung liegt dann vor, wenn die in § 2 Tier­schutzge­setzt normierten Anforderun­gen (Unter­bringung, Pflege, Füt­terung, tierärztliche Ver­sorgung) über einen län­geren Zeitraum oder in beson­ders gravieren­der Form mis­sachtet wor­den sind.

Liegen diese Voraus­set­zun­gen vor, kann die zuständige Behörde nach § 16 a Satz 2 Nr.2 Tier­schutzge­setz Maß­nah­men anord­nen, um tier­schutzgerechte Hal­tungs­be­din­gun­gen wiederherzustellen:

Zunächst erlässt die Behörde eine Weg­nah­meanord­nung, wenn diese geeignet, ver­hält­nis­mäßig und erforder­lich ist. Das Tier wird dann auf behördliche Anord­nung vorüberge­hend weggenom­men und auf Kosten des Hal­ters unterge­bracht. Gle­ichzeitig wird dem Tier­hal­ter unter Frist­set­zung aufgegeben, welche Aufla­gen zu erfüllen sind, damit eine tier­schutzgerechte Hal­tung gesichert ist.

Wenn die Weg­nahme des Tieres sofort erfol­gen muss und nicht abge­wartet wer­den kann, wird die schriftliche Ver­fü­gung gem. § 80 Abs.2 Nr.4, Abs.3 VwGO für sofort vol­lziehbar erk­lärt. Da bedeutet, dass ein Wider­spruch des Tier­hal­ters keine auf­schiebende Wirkung hat und den­noch die Tiere weggenom­men wer­den. Die Fort­nah­mev­er­fü­gung begrün­det für die Dauer der Unter­bringung ein öffentlich
– rechtliches Ver­wahrver­hält­nis. In der Praxis wird das Tier­heim beauf­tragt, das beschlagnahmte Tier art­gerecht zu ver­wahren. Erst nach einer behördlichen Aufhe­bung der Fort­nah­mev­er­fü­gung darf das Tier her­aus­gegeben werden.

Kann das Tier auf­grund erhe­blicher Ver­nach­läs­si­gung nicht bis zur Zustel­lung der schriftlichen Weg­nah­mev­er­fü­gung beim Hal­ter zu verbleiben, ohne dass die Gesund­heit oder das Leben ern­sthaft bedroht ist, liegt Gefahr in Verzug vor. Eine Beschlagnahme erfolgt dann im Wege des Sofortvol­lzuges. Die Behörde han­delt selbst und direkt ohne voraus­ge­hen­den schriftlichen Verwaltungsakt.

Wird dies vom Betrof­fe­nen aus­drück­lich ver­langt, so legt die Behörde die Voraus­set­zun­gen für die Fort­nahme und den Sofortvol­lzug mit nach­fol­gen­der schriftlicher Bestä­ti­gung fest. Dies kommt zum Beispiel dann in Betra­cht, wenn kein Ver­ant­wortlicher als Adres­sat einer auf § 16 Abs.2 Nr.2 Tier­schutzge­setzt gestützten Ver­fü­gung auffind­bar ist. Die Behörde darf das Tier also auch in Abwe­sen­heit des Hal­ters fort­nehmen. Ist zur Weg­nahme des Tieres das Betreten von Räu­men erforder­lich, muss grund­sät­zlich ein richter­licher Durch­suchungs­beschluss einge­holt wer­den, wenn nicht Gefahr im Verzug besteht und das Leben der Tiere ern­sthaft gefährdet ist.

Eine Veräußerung sichergestell­ter Tiere ist zuläs­sig, wenn der Hal­ter inner­halb der geset­zten Frist nicht art­gerechte Hal­tungs­be­din­gun­gen gewährleis­ten kann oder wenn es der Behörde trotz ern­sthafter Bemühun­gen nicht gelun­gen ist, eine geeignete Unter­bringungsmöglichkeit für das Tier zu finden. Liegen diese Voraus­set­zun­gen vor, ergeht eine Anord­nung, dass der Betrof­fene die Veräußerung zu dulden hat. Begrün­det wird dies oft damit, dass die Kosten für die Unter­bringung den zu erwartenden Verkauf­ser­lös bei weitem über­steigen wür­den. Der Hal­ter kann die Veräußerung ver­hin­dern, indem er die geforderten Hal­tungs­be­din­gun­gen schafft oder Rechtsmit­tel gegen diesen Bescheid einlegt.

Zusam­men­fassend kann man also fes­thal­ten, dass der Behörde eine Reihe Möglichkeiten an die Hand gegeben wer­den, sollte der Amt­stier­arzt fest­stellen, dass der Tier­hal­ter seinen Pflichten nach dem Tier­schutzge­setz nicht nachgekom­men ist.

Je nach Dringlichkeit, wird die Weg­nahme entweder schriftlich ange­ord­net oder für sofort vol­lziehbar erk­lärt oder im Sofortvol­lzug durch die Behörde vollzogen.

Anschließend kom­men die Tiere in der Regel in das Tier­heim und wer­den dort ver­wahrt, bis die Sit­u­a­tion rechtlich gek­lärt ist.

Dem Tier­hal­ter wer­den Aufla­gen erteilt, die er in einer bes­timmten Frist erfüllen muss. Sollte dies nicht geschehen, kön­nen die Tiere veräußert werden.

 

 

Programmierfehler in der Hundeerziehung

Heute gibt es wieder etwas zum Schmun­zeln, denn Sören Emmz­woaka hat wieder eine lustige Kurzgeschichte für uns.

Ich bin Jahrgang 1983 und habe die gle­ichen Idole wie mein Vater, der 1938 geboren wurde. Hier ist also nicht von Lukas Podol­ski die Rede. Wenn über­haupt würde ich den mit meiner Mut­ter in Verbindung brin­gen, denn beide sind – zeit­ver­setzt – in dem Braunkohle­moloch west­lich von Köln aufgewach­sen, das Straßenkarten unter dem Namen Bergheim führen. Bei den Vor­bildern meines Vaters han­delt es sich um Ephraim Kishon und Emil Zatopek, mit dem sich mein Vater immer schiedlich-friedlich Geburt­sort (Koprivnice) und Vor­na­men geteilt hat. Mein Vater hatte schon immer eine Schwäche für die feinen Pointen des israelis­chen Satirik­ers und den unfeinen Lauf­stil des tschechis­chen Leich­tath­leten. Seine Anhänger­schaft zu bei­den ist naht­los auf mich überge­gan­gen. Daran sind in meinem Fall allerd­ings die Erziehungsmeth­o­den und nicht die Gene schuld. Wenn ich früher beim Leichtathletik-Training nicht schnell genug um die Aschen­bahn lief, warf mein Vater ein extra schw­eres Kishon-Buch mit spitzen Kan­ten nach mir. Er rief dann noch: “Lauf schneller, sonst wirst du nie der Nach­fol­ger von Emil Zatopek”. Was soll ich sagen? Ich habe eine Narbe am Hin­terkopf, wurde aber nie der Nach­fol­ger von Emil Zatopek. 

Als mir Kishon (eines seiner Bücher; der Mann selbst ist ja längst tot) neulich wieder in die Hände fiel, stieß ich beim Durch­blät­tern auf einen Text über ein Hünd­chen. Da wusste ich auch wieder, wer den Sprach­schatz meines Vaters mit Dutzen­den von Verniedlichun­gen einge­färbt hat. Für meinen Vater ist unser Deutsch-Drahthaar-Rüde Moritz näm­lich immer noch ein Hünd­chen, obwohl dieser mit­tler­weile 30 Kilo­gramm wiegt, einen Rauschebart sein eigen nennt und sich zum hor­mon­ges­teuerten Triebtäter entwick­elt hat. In Kishons Geschichte geht es um einen her­ren­losen Welpen, den er bei sich aufn­immt. Das Hünd­chen heißt Zwinji, liebt ungarische Salami und inter­pretiert Kishons Befehle recht eigen­willig. Ich darf den großen Meis­ter zitieren: 

Sitz!” (Zwinji spitzt die Ohren und leckt mein Gesicht.)

Spring!” (Zwinji kratzt sich den Bauch.)

Gib’s Pfötchen!” (Zwinji rührt sich nicht.)

Das größte Prob­lem mit Zwinji besteht jedoch darin, dass das Hünd­chen immer auf den roten Tep­pich pinkelt. Ver­bale Ver­bote, ein erhobener Zeigefin­ger, der vorüberge­hende Ein­satz eines grauen Tep­pichs, abendliche Marathon­spaziergänge mit dem Ziel, dass sich das Hünd­chen leer­pinkelt, kör­per­liche Züch­ti­gung und die Aus­sicht auf Lecker­bis­sen aller Art schaf­fen keine Abhilfe. Zwinji hält unbeir­rbar an seinen Pinkel­sit­ten fest. In let­zter Kon­se­quenz schmeißt Kishon das Hünd­chen zur Strafe sogar aus dem Fen­ster. Es hilft nichts und es kommt anders, als man denkt: Nach einiger Zeit pinkelt Zwinji zuerst auf den roten Tep­pich, stürzt sich dann von ganz alleine aus dem Fen­ster, läuft über die Treppe wieder hin­auf in die Woh­nung und erwartet freud­e­strahlend seine Beloh­nung. Kishon nennt das „Teil­er­folg“, aber es ist natür­lich ein klarer Fall von Fehlverknüpfung.

So etwas ken­nen wir auch. Moritz‘ Lieblings­beschäf­ti­gung ist das Joggen. Wenn ich mich aber zum Laufen umziehe und nach seinem Laufgeschirr greife, knurrt und bellt der Drahthaar auf eine Weise, wie sie von außen betra­chtet als Aggres­sion ver­standen wer­den kön­nte. So wie Zwinji Fen­ster­sturz und Beloh­nung fehlverknüpft hat, tut Moritz dies mit Jog­ging und Knur­ren. Ich find’s fast schon char­mant. Kennt Ihr auch solche Beispiele für Fehlsynapsen?

Lust auf mehr lustige Geschichten aus dem All­tag von Sören und seinem Hund Moritz? 

Weitere satirische Hundegeschichten von Sören Emmzwoaka sind unter dem Titel “Aus dem Leben eines Rüden” z.B. über Amazon hier* bestellbar.

Cover Aus dem Leben eines Rüden 
Vie­len Dank an Sören für diese Kurzgeschichte. 
 
 
*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 

Hundekekse aus der Backmatte?

Die Hun­de­blogs und Face­book ist voll mit Bildern eines zweck­ent­fremde­ten Haushaltshelfers:

Der Back­matte.

Eigentlich dient sie dazu Back­pa­pier zu erset­zen und Flüs­sigkeiten beim Backen aufz­u­fan­gen. Irgen­dein kluger Kopf hat die Back­matte dann erst­mals zweck­ent­fremdet und mit ihr Hun­dekekse gebacken. Das war der Tag, der das Leben der selb­st­back­enden Hun­dekekse — Men­schen für immer verän­dert hat.

Ich muss zugeben, mich am Anfang gefragt zu haben, ob ich diesen Hype mit­nehmen soll. Eigentlich habe ich schon For­men für Hun­dekekse und so oft komme ich eigentlich gar nicht zum Backen.

Doch wer eben­falls click­ert, Such­spiele macht oder die Beloh­nung für den erfol­gre­ichen Rück­ruf benötigt, der wird mich ver­ste­hen, wenn ich frage: Wo um alles in der Welt bekommt man hochw­er­tige Belohnungen?

Als ich ange­fan­gen habe zu click­ern, stand ich im Tier­markt vor dem Regal und nahm die vie­len kleinen Tüten mit den kleinen Beloh­nun­gen unter die Lupe.

… und tierische Neben­erzeug­nisse.” — nein danke

Getreide” — muss ich auch nicht haben

7 % Fleisch” — what?

Kurzum: Ich fand nichts vernün­ftiges und hatte stets ein schlechtes Gefühl, wenn ich dann doch zu einer dieser Tüten griff. Es hat sich für mich ange­fühlt, als wäre es gesün­der Gum­mibärchen in meinen Hund zu werfen.

Beim Dog­Danc­ing am Fre­itag mor­gen hatte meine “Mit­tänz­erin” ganz kleine kugelige Beloh­nun­gen dabei. Direkt fragte ich sie, ob bei ihr eine Back­matte einge­zo­gen sei.

Ganz begeis­tert berichtete sie mir, dass sie eine Back­matte in einem Geschäft bei uns in der Stadt ent­deckt hätte und sie wäre begeistert.

Es war um mich geschehen.

Am gle­ichen Tag bin ich los­ge­fahren und habe mir die let­zte Back­matte geschnappt. Auf dem Rück­weg schnell am Super­markt ange­hal­ten und die Zutaten besorgt, die ich zuvor in dem Blog der lieben Jana und ihrer Hündin Iva gefun­den habe. Den Artikel findet ihr hier.

Viele haben von einem unan­genehmen chemis­chen Geruch berichtet, aber den habe ich gar nicht fest­gestellt, sodass es direkt los­ge­hen konnte.

Die Zutaten­liste ist über­schaubar. Dies gefiel mir an dem Rezept direkt, denn ich mag es, wenn das Rezept schnell und ohne großere Sauerei umzuset­zen ist.

  • 2 Eier
  • 250 g Quark
  • 1 Dose Thun­fisch im eige­nen Saft
  • 1–2 EL Mehl (ich habe mich für Dinkelmehl entschieden)
  • eventuell ein wenig Öl

Anschließend wird alles gut durch gemixt. Das sieht dann so aus:

Und schon kann man die Masse auf der Back­matte verteilen.

Ich hatte noch ein wenig Teig übrig, sodass ich auch meine anderen For­men noch genutzt habe.

Die Backzeit beträgt 25 Minuten bei 200 Grad.

Nach dem Backen sieht das ganze so aus und die kleinen Knab­bereien kön­nen ganz leicht aus der Matte gelöst wer­den. Nicht eine Kugel klebte fest und alles löste sich quasi von alleine.

Und was sagen die Mäuse?

Queen und Püppi sind schwer begeis­tert und kon­nten gar nicht genug bekommen.

Ich lagere die Kugeln in meinem Fut­ter­beu­tel. In jedem Fall nicht in einem geschlosse­nen Gefäß. Bin schon ges­pannt, wie lange ich mit einer Back­matte auskomme 😀

Und wer sich auch eine Back­matte bestellen möchte, kann dies hier* tun.

Die Silikon­for­men gibt es hier* und hier*.

Und wer auch einen Fut­ter­beu­tel haben möchte, kann diesen hier in meinem Shop bestellen.

*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können.