Monat: Juni 2017

Liebster Award — wir wurden wieder nominiert

Wir sind mal wieder für den Lieb­ster Award nominiert wor­den. Ich weiß, wir haben schon so oft teilgenom­men, aber ich freue mich ein­fach immer wieder über die Nominierung. Schließlich hat jemand bei diesem Award an uns gedacht und sich einige Fra­gen für uns über­legt. Ist doch cool. Da sind wir gern dabei.

Dieses Mal sind wir von der lieben Tamara von dem Hun­de­blog Abgeleint nominiert wor­den. Tama­ras Blog ist ganz neu. Sie schreibt über ihren unglaublich süßen Hund Madox. Schaut unbe­d­ingt mal bei ihr vorbei.

Und hier sind ihre Fragen

Bist du eher der Bücher oder Film Men­sch und warum?

Ich wäre gerne ein Bücher­men­sch, habe aber lei­der viel zu wenig Zeit zum Lesen, sodass ich mich wohl eher zu den Film­men­schen zählen muss. Obwohl auch das nicht richtig passt. Man müsste dann wohl eher von einem Serien­men­sch sprechen. Ich schaue für mein Leben gerne Serien und bin mit Net­flix, Ama­zon und Sky bestens ausgestattet.

Wenn ich es dann doch mal schaffe ein Buch in die Hand zu nehmen, dann sind es entweder Bücher meines Lieblingsautoren Sebas­t­ian Fitzek oder aber Bücher, die zumin­d­est in diese Rich­tung gehen. In let­zter Zeit habe ich auch viele Fach­bücher zum Thema Hund & Ernährung, Gesund­heit und Erziehung gelesen.


Warst du schon mit deinen Vier­beiner im Urlaub? Wenn ja wo?

Ein bis zwei mal pro Jahr fahren wir mit den Hun­den in den Urlaub. Ich habe Queen das Ver­sprechen gegeben ein­mal pro Jahr mit ihr ans Meer zu fahren, daher muss ich dieses Jahr auf jeden Fall nochmal ran 🙂

Im ver­gan­genen Jahr waren wir an der Meck­len­bur­gis­chen Seen­platte. Das kann ich allen Hun­de­men­schen empfehlen. Traumhaft schön dort.

Für mich kommt es nicht in Frage ohne Hund in den Urlaub zu fahren. Das hat dann für mich nichts mehr mit Urlaub zu tun. Folter würde ich es dann eher nennen 🙂


Bevorzugst du eher ruhige Spaziergänge oder findet man dich mit­ten auf einer Hundewiese?

Defin­i­tiv bin ich für die ruhi­gen Spaziergänge. Ich bin kein Fan von Hun­dewiesen und Freilauf­flächen. Uns findet man eher im Wald oder dort, wo nicht viel los ist. Hun­de­beg­nun­gen sind lei­der oft bei all der Unwis­senheit und Rück­sicht­slosigkeit anderer stres­sig und anstren­gend. Ich brauche das nicht und genieße meine Freizeit lieber mit meinen Fell­nasen allein. Gerne verabre­den wir uns mit Fre­un­den zu gemein­samen Run­den, aber in der Regel sind wir allein unter­wegs. Gebi­ete, in denen einem ständig unan­geleinte Hunde über die Füße laufen, meide ich.


Wie stehst du zu Men­schen die von vorn­herein sagen sie mögen keine Hunde?

Ich habe tat­säch­lich Schwierigkeiten Men­schen zu akzep­tieren, die keine Tiere mögen. Ich habe natür­lich Ver­ständ­nis dafür, wenn jemand Angst hat, aber wer davon spricht, Hunde nicht zu mögen, hat in meinem Leben keinen Platz.


Bist du schon mit Hun­den aufgewach­sen oder ist dies dein erster Hund?

Ich hatte das große Glück mit Hun­den aufwach­sen zu dür­fen. Mein Opa hat immer Schäfer­hunde gehabt und ich bin mit dieser Rasse groß gewor­den. Ich habe viel von seiner Zucht und seiner Aus­bil­dung der Hunde miter­leben dür­fen und während dieser Zeit ist auch die Liebe zu dieser Rasse ent­standen. Ohne Schäfer­hund geht’s ein­fach nicht 🙂


Wenn Geld keine Rolle spie­len würde, was würdest du am lieb­sten tun?

Ich muss sowieso kein gel­dori­en­tierter Men­sch. Ich habe nicht tausend Wün­sche und mir ist ein entspan­nter Spazier­gang im Wald tausend mal lieber als Restaurantbesuch.

Aber wenn Geld keine Rolle spie­len würde, dann hätte ich einen Wohn­wa­gen und einen eige­nen Laden mit Glück­shund, würde viel reisen und hätte wahrschein­lich noch so um die 26 Hunde 😀


Welches ist Dein per­sön­liches Lebens­motto und welche Bedeu­tung hat es für Dich?

Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht”

Dass das Leben zu kurz ist, hört man über­all und immer mal wieder. Daher geht es bei vie­len Leuten links rein und rechts wieder raus. Doch man sollte das wirk­lich ernst nehmen. Was einem nicht gefällt, sollte man ändern. Was man nicht ändern kann, sollte man akzeptieren.

Ich habe keine Lust meine Zeit mit Din­gen zu ver­schwen­den, die mir nicht gut tun.

Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?

Puh das ist schwierig. Hun­de­men­sch wäre wohl das erste Wort, was mir ein­fallen würde.

Andere Men­schen würde mich wohl als ehrgeizig beze­ich­nen, während ich vielle­icht noch das Wort “lustig” hinzufü­gen würde. Obwohl ich glaube, dass ich die einzige bin, die mich lustig findet. Auf der anderen Seite empfinde ich mich nicht wirk­lich als ehrgeizig.

Keine Ahnung das ist schwierig. Spon­tan bin ich eigentlich auch nicht so wirklich 😀

Ich sag es mal so: ich bin ein lebens­fro­her, glück­licher Hundemensch.

So jetzt habe ich es 🙂


Hat­test du als Kind einen Traum­beruf? Wenn ja, welchen?

Als Kind wollte ich eine Zeit lang Lehrerin wer­den. Keine Ahnung, was damals in meinem Kopf vor sich ging 🙂

Tierpflegerin stand auch mal auf dem Programm.

Tja und nun bin ich Juristin 😀

Ich hätte wohl auf mein kindliches Ich hören sollen 😀


Was ist dein ulti­ma­tiver Gute-Laune-Tipp? Also was tust du, um dich sofort besser zu fühlen?

Ich gehe mit den Hun­den raus. Ab ins Auto und einen coolen Aus­flug machen. Zeit in der Natur und Abstand zum All­tag ist das beste Mit­tel um Abschal­ten zu können.

Anson­sten hilft auch gute — Laune — Musik und wild tanzen. Dabei meine ich ver­rück­tes Zap­peln zu lauter Musik. Augen zu und los. Das hilft super 🙂

So meine liebe,

ich danke dir für deine Nominierung. Ich hab mich sehr gefreut.

Ich werde heute nie­man­den nominieren, weil ich schon all meine Lieb­sten nominiert habe und langsam nicht mehr durchblicke 🙂

Körbchengeflüster — der Mensch hinter dem Blog — heute: der Aussieblog

Heute geht es weiter mit unserer Blo­greihe Kör­bchenge­flüster — Der Men­sch hin­ter dem Blog. Auf dieses Inter­view habe ich mich beson­ders gefreut. Ich habe Lizzy von Indi­an­er­mäd­chen & Wild­fang — der Aussieblog einige sehr per­sön­liche Fra­gen gestellt. Ich glaube, Lizzy und ich sind uns in vie­len Punk­ten sehr ähn­lich (Lizzy, bitte kor­rigiere mich, falls ich da falsch liege;). Zumin­d­est betr­e­f­fen uns die gle­ichen The­men wie Hun­de­sport und Hun­dezucht sowie die Liebe zu echten “Arbeitshunden”. 

Aber ich möchte euch das Inter­view gar nicht länger vorenthalten 🙂

Dieses Interview wird sehr persönlich und bezieht sich auf den Menschen hinter dem Blog – also auf dich 🙂 Fällt es dir schwer auf deinem Blog über Persönliches zu sprechen?

Also eigentlich fällt es mir nicht schwer, nein. Ich bin ja pri­vat auch eher ein Plap­per­maul und rede oft ohne Punkt und Komma. Natür­lich erzähle ich nicht jedes Detail über meine Arbeit oder mich, aber ich glaube ger­ade genug, dass die Blog­beiträge uns authen­tisch spiegeln. Das hoffe und wün­sche ich mir zumindestens.

Hand aufs Herz? Warum hast du dich für zwei Aussis entschieden?

Also zunächst habe ich mich ja nur für einen Aussie, näm­lich Emmely entsch­ieden. Mein erster Hund sollte Lust haben mit mir zu arbeiten und ich mag schnelle Hunde, sowohl in der Geschwindigkeit aber auch im Denken. Und ja, natür­lich spielte auch die Optik eine Rolle. Wenn man ehrlich ist, spielt die immer eine Rolle — und ich mag ein­fach das fre­undliche und bunte Ausse­hen der Mer­les. Aber Schön­heit liegt bekan­nter­maßen auch im Auge des Betra­chters. Zudem ist die Rasse Aus­tralian Shep­herds eine noch rel­a­tiv gesunde Rasse, sofern man einige Aspekte bei der Zucht beachtet. Beim Zwei­thund habe ich kurzzeitig nochmal über einen Cat­tle Dog oder Bor­der Col­lie nachgedacht, let­z­tendlich dann aber eine tolle Aussiezüch­terin gefun­den und mich doch für einen zweiten Aussie entsch­ieden. Zwei Hunde durften es übri­gens sein, weil wir vor 3 Jahren mal die Schwester von Emmely für einige Wochen zu Besuch hat­ten und Emmely so viel Spaß hatte, dass ich Schwest­erchen Flake am lieb­sten gle­ich behal­ten hätte. Ab da war für mich klar, dass zu gegebener Zeit noch ein zweites Mäd­chen einziehen darf.

Emmely begleitet dich zur Arbeit und ist dort selbst als Therapiehund tätig. Wie sieht Hazels Zukunft aus?

Also der Zwei­thund sollte von vorn­herein nicht als Ther­a­piehund einge­setzt wer­den, son­dern eher in Rich­tung Hun­de­sport. Hazel kommt nun seit einiger Zeit aus organ­isatorischen Grün­den mit zur Arbeit und über­rascht mich immer wieder, wie sie da und auch pri­vat mit Kindern umgeht. In welche sportliche Rich­tung es gehen wird, weiß ich noch nicht. Hüten finde ich ja großar­tig und ich kön­nte mir vorstellen, dass daran Spaß hätte, zumal sie bei der Züch­terin ja schon Laufen­ten ken­nen ler­nen durfte. Auch Fris­bee oder Agility kön­nte ich mir gut vorstellen — sofern sie da nicht zu sehr hochfährt. Vielle­icht bleiben wir aber ein­fach beim Turnier­hun­de­sport. Jetzt ist Hazel ger­ade ein gutes Jahr alt und die Beglei­thun­de­prü­fung steht an, wir haben also noch genug Zeit etwas Passendes zu finden.

Ich durfte dich auf der DogLive in Münster kennen lernen und ich glaube, wir haben einiges gemeinsam. Wir arbeiten beide gerne mit unseren Hunden. Bei uns steht Agility, DogDance, Mantrailing und das Training für die Begleithungeprüfung auf dem Plan. Ich weiß, dass auch Hazel die BH ablegen soll und du allgemein viel THS betreibst. Wie denkst du über Hundehalter, die lediglich mit ihren Hunden spazieren gehen? Hast du
Mitleid mit Hunden, die gar keine Aufgaben haben und so gar nicht beschäftigt werden?

Also zur Zeit machen wir kein THS, was zum Teil am Verein selbst liegt, vor allem aber an meinem Ehrgeiz. Die Turniere im let­zten Jahr liefen näm­lich nicht so gut, obwohl es im Train­ing großar­tig klappte.. Trotz­dem ver­brin­gen wir ja viel Zeit mit Tricks, Apportier­train­ing, Fris­bee spie­len, BH Train­ing für Hazel, Ther­a­pi­es­tun­den mit Emmely und manch­mal auch noch joggen oder skaten. Aber: auch wir gehen ein­fach mal nur spazieren. Und das regelmäßig. Damit meine ich, dass die Mädels ein­fach schnüf­feln und wuseln dür­fen – in einem gewis­sen Rah­men natür­lich — und jeder ein wenig seinen Gedanken nach­hän­gen darf. Ich kenne einige Hunde, für die das völ­lig aus­re­ichend ist und die kein großes Beschäf­ti­gung­spro­gramm brauchen. Was und wie viel ein Hund braucht, kann man ja nicht unbe­d­ingt an der Rasse fest machen, son­dern ist von Hund zu Hund unter­schiedlich. Mir wäre es allerd­ings zu lang­weilig, wenn ich nur spazieren gehen würde und noch schlim­mer: Wenn es jeden Tag die gle­iche Strecke wäre. Zudem glaube ich, dass dieses gemein­same Arbeiten die Bindung untere­inan­der stärkt. Daher ver­passen möglicher­weise eher die Men­schen eine Chance auf eine tief­ere Bindung zu ihrem Vier­beiner und das ist doch ziem­lich schade.

Ich weiß nicht wie es dir geht. Wenn ich vor anderen Hundehaltern erwähne, dass wir Hundesport machen und wieviele Stunden das in der Woche in Anspruch nimmt, kommt oft der Satz „Also mein Hund darf ja noch Hund sein.“ Wie denkst du über eine solche Aussage in diesem Zusammenhang?

Ich glaube, diesen Satz höre ich eher sel­ten, weil viele Leute sowieso glauben, dass Aus­tralian Shep­herds eine 24 Stun­den Beschäf­ti­gung benöti­gen, um zufrieden zu sein. Und obwohl wir viele ver­schiedene Dinge machen, nehmen sie pro Woche wahrschein­lich nicht mehr Zeit weg, als wenn jemand täglich zwei große Run­den mit seinem Hund spazieren geht. Ich lege ja viel Wert darauf, auch Ruhep­hasen für die Mädels einzule­gen. Wenn Emmely mit mir in Ther­a­pi­es­tun­den war, muss sie weder vorher noch nach­her irgend­wie arbeiten oder stun­den­lang spazieren. Und wenn wir am Woch­enende viel gemacht haben, bleibt sie auch mal Mon­tag und vielle­icht auch Dien­stag Zuhause. Ich finde, dass man es nicht übertreiben darf und ver­suchen sollte, eine Bal­ance zwis­chen Beschäf­ti­gung und Auszeiten zu finden. Emmely und Hazel sind, glaube ich, sehr zufrieden mit unserem Leben. Da fällt mir aber ger­ade ein, dass doch mal jemand meinte, dass sein Hund ein­fach Hund sein darf: Und zwar von einem Besitzer eines Jagdhun­des, welcher nicht gut erzo­gen war und deshalb ständig durch das Gebüsch stre­unte, auf der Suche nach Kan­inchen. Das ist übri­gens ganz und gar nicht mein Ver­ständ­nis von “Hund sein dürfen”.

Gibt es Hunderassen, die du dir so gar nicht an deiner Seite vorstellen könntest?

 Ja, gibt es tat­säch­lich einige. Ganz, ganz große oder sehr kleine Rassen zum Beispiel nicht. Die Großen vor allem nicht, weil sie vom Wesen meist eher gemäch­lich und langsam sind — und das ist ein­fach nichts für mich — zudem ist die Lebenser­wartung nicht ger­ade hoch und auch das finde ich für mich schwierig. Bei ganz kleinen Rassen weiß ich gar nicht genau, warum ich mir da keinen vorstellen kann – ein Mini oder gar Toy Aussie wäre übri­gens auch nichts für mich, nicht nur wegen der Größe. Defin­i­tiv würde ich keine Zucht unter­stützen, die so auf das Ausse­hen fix­iert sind, dass die Tiere dadurch krank sind und deshalb lei­den. Dazu zählt auch der Mops, Bas­set, Chi­huahua, Cav­a­lier King Charles, Shar Pei und viele bull­do­ge­nar­tige Rassen.

Wie denkst du über das Züchten im Allgemeinen?

All­ge­mein finde ich, dass es viel zu ein­fach ist, sich Züchter nen­nen. Es gibt lei­der viele Men­schen, die damit ein­fach Geld ver­di­enen wollen und sich vor allem an der Nach­frage ori­en­tieren und Welpen kreieren, die haupt­säch­lich schön sein sollen. Inzwis­chen gibt es ja so unglaublich viele geplante Mixe in „beson­deren sel­te­nen Far­ben“ wie merle oder char­coal und möglichst bun­ten Augen. Die geben denen dann einen neuen ganz tollen Namen und nen­nen sich auch Züchter. Lei­der gibt es da oft auch Ver­paarun­gen, bei denen die Gesund­heit und die Charak­tereigen­schaften kaum noch eine Rolle spie­len. Meiner Mei­n­ung nach sollte es beim Züchten nicht ein­fach ums Ver­mehren gehen, die Auf­gabe einer Zucht sollte auch die Erhal­tung einer gesun­den und wesensstarken Rasse sein. Ich habe ja meine bei­den Mädels von ver­schiede­nen Züchtern und ich weiß daher, dass es unglaublich viele Men­schen gibt, die Aus­tralian Shep­herd Welpen verkaufen und es wirk­lich nicht ein­fach war, eine Zucht zu finden, die meine Kri­te­rien erfüllt. Bei Emmely habe ich damals fast ¼ Jahr gesucht und dann nochmal über ein halbes Jahr auf meinen Wun­schwurf gewartet.

Tierschutzhunde – käme das für dich in Frage?

Mmh, grund­sät­zlich würde ich Ja sagen. Bei meinem ersten Hund kam das nicht in Frage, weil ich diesen ja eventuell als Ther­a­piehund ein­set­zen wollte. Bei einem Hund, über dessen Ver­gan­gen­heit man in der Regel nicht viel weiß, finde ich das Risiko zu hoch, dass vielle­icht doch mal was passiert. Das heißt nicht, dass Hunde aus dem Tier­schutz nicht auch ganz toll als Ther­a­piehund arbeiten kön­nen, nur ich per­sön­lich kön­nte das nicht vertreten. Anson­sten finde ich es super, dass es Men­schen gibt, die Hunde aus dem Tier­schutz aufnehmen. Gemein­sam mit dem Lieblingszweibeiner haben wir ja im Moment drei Mädels und damit ist das Rudel fast komplett.

Auf den Straßen sieht man immer mehr Aussis. Auch in meiner Nachbarschaft leben viele Hunde dieser Rasse. Doch nur mit wenigen davon wird gearbeitet. Was denkst du darüber? Der Aussie als Modehund?

Der Aussie als Mod­e­hund, das ist tat­säch­lich so. Es gibt natür­lich auch Vertreter, die mit wenig Beschäf­ti­gung zufrieden sind, wie das ja bei jeder Rasse sein kann. Mir passiert es häu­figer, dass Leute, denen wir begeg­nen Sätze sagen wie “ Oh, guck mal ein Aussie! Die sind so schön! So einen will auch haben” oder aber sie fra­gen nach der Rasse, um dann auch so einen haben zu wollen. Manche Men­schen lassen sich von der hüb­schen Optik blenden und sehen dazu — wenn die Mädels einen guten Tag haben — brav erzo­gene Hunde, lesen im Anschluss, dass Aussies intel­li­gent sind und einen Will to Please haben und glauben dann, dass sie ein­fach zu erziehnde Fam­i­lien­hunde sind. Kaum einer, der uns wegen dem hüb­schen Fell anspricht, fragt wie viel Arbeit eigentlich in der Erziehung steckt — dass erzähle ich inzwis­chen aber ein­fach unge­fragt *zwinker*.

Was ist für dich das Geheimnis einer guten Bindung zu seinem Hund? Glaubst du, vieleProbleme im Zusammenleben mit einem Hund basieren darauf, dass keine Bindung zu dem Menschen besteht?

Ich glaube, eine gute Bindung baut man durch gemein­same Erleb­nisse auf. Das fängt ja im Welpenal­ter schon an, wenn man den Kleinen die Welt zeigt. Spaß miteinan­der haben baut Bindung auf — und das geht meiner Mei­n­ung nach eben nicht, wenn jeder für sich den Weg ent­lang trot­tet oder der Hund sich alleine im Garten aus­tobt. Zeit zu Zweit ist mir wichtig. Zeit mit Emmely, Zeit mit Hazel und auch Zeit mit Frau Flausch. Ich weiß nicht, ob viele Prob­leme durch fehlende Bindung entste­hen. Einige aber wahrschein­lich schon.

Vie­len Dank, liebe Lizzy. Ich habe mich sehr gefreut, dass du mit­gemacht hast. <3

Vie­len Dank auch an Erik, für die tollen Fotos. Lizzys Fre­und macht näm­lich ganz tolle Bilder. Folgt ihm doch bei Instragm 🙂

Hundesteuer und Bußgeld — Ist das gerecht?

Erst vor Kurzem habe ich über den Sinn und Zweck von Hun­des­teuern geschrieben und gemerkt, dass es sich hier­bei um ein sehr sen­si­bles Thema han­delt. Auch ich kann die Kri­tik an der Hun­des­teuer nachvol­lziehen, denn das Geld fließt nicht etwa in die Anbringung von Kot­beu­tel­spendern oder die Errich­tung von Freilauf­flächen. Oft fließt das Geld in den Straßen­bau oder ähn­liche „hun­de­fremde“ Bereiche.

Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mir die Über­weisung der Hun­des­teuer leichter fallen würde, wenn ich wüsste, dass das Geld für Hunde und Hun­de­hal­ter ver­wen­det wer­den würde.

Doch nicht nur in diesem Punkt stößt das Thema auf hitzige Diskus­sio­nen. Auch die Höhe der Hun­des­teuer sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Ich zum Beispiel zahle 108 EUR für den ersten und 162 EUR für den zweiten Hund. Doch es kann auch anders laufen. In Bochum zum Beispiel liegt der Betrag bezüglich des ersten Hun­des bei 156,00 EUR, sodass je nach Gemeinde erhe­bliche Unter­schiede vorhan­den sind.

Kein Wun­der, dass viele Hun­de­hal­ter eine ein­heitliche Regelung wünschen.

Auch die Beträge für Bußgelder liegen weit auseinan­der. So kann die Mis­sach­tung der Leinenpflicht in Leipzig 5,00 EUR kosten, während man in München bere­its bei 100,00 EUR liegen würde. Und auch die nicht erfol­gte Besei­t­i­gung von Hun­dekot kann zu erhe­blichen Bußgeldern führen, dessen Höhe eben­falls weit auseinan­der gehen kann.

Doch wie hand­haben wir das eigentlich?

Ich will ehrlich sein. Ich beseit­ige die Hin­ter­lassen­schaften meiner Hunde nicht immer. Wir sind viel im Wald unter­wegs und an Orten, wo sich sonst nie­mand aufhält. Sollte der Kot also nicht auf dem Weg lan­den, bleibt er liegen. Gehen wir zum Beispiel am See spazieren, wo viele Fußgänger unter­wegs sind, beseit­ige ich die Hin­ter­lassen­schaften. Zumin­d­est habe ich stets Kot­beu­tel in meiner Tasche, die ich meis­tens aus den öffentlichen Spendern ziehe.

Die Leinenpflicht nehme ich ernst. Ich habe das Glück, dass die Stadt eine Karte veröf­fentlicht hat und man genau weiß, wo Leinenpflicht besteht und wo nicht. Direkt am Ende unserer Straße fan­gen Pfer­dewiesen an, die in einem Wald­stück endet. Der kom­plette Bere­ich ist nicht von der Leinenpflicht umfasst, dass die zwei hier frei laufen kön­nen. Am See herrscht Leinenpflicht und daran hal­ten wir uns auch.

Wollt ihr wis­sen, in welchen Städten Deutsch­lands welche Beträge für Hun­des­teuern und Bußgelder fäl­lig wer­den? Inter­essiert euch, wie ernst Deutsch­land die Besei­t­i­gung von Hun­dekot und die Ein­hal­tung der Leinenpflicht nimmt? Dann schaut euch ein­mal hier um. Die Vex­cash AG hat die Beträge in 20 ver­schieden Großstädten ermit­telt und zudem eine inter­es­sante Umfrage zu diesem Thema unter Hun­de­hal­tern und Nichthun­de­hal­tern durchgeführt.

Körbchengeflüster — der Mensch hinter dem Blog — heute: Moe & Me

Wir alle haben etwas gemein­sam: Wir lesen gerne Hun­de­blogs. Auch ich als Blog­gerin habe auf meiner Liste einige Blogs, die ich regelmäßig lese und gern ver­folge. Die meis­ten dieser Blog­ger durfte ich per­sön­lich ken­nen lernen. 

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich per­sön­lich liebe es, den Men­schen hin­ter dem Blog zu ken­nen. Als Leser bekommt man irgend­wann ein Gespür dafür, was für ein Men­sch hin­ter dem Blog steckt. 

Doch wie viel weiß man eigentlich wirklich?

In einer Zeit, in der die Hun­de­blogs immer mehr zu einem Rat­ge­ber wer­den und das Per­sön­liche immer mehr in den Hin­ter­grund zu rücken scheint, möchte ich heute eine neue Blo­greihe starten. 

In den näch­sten Wochen möchte ich euch meine lieb­sten Blogs vorstellen. Ich werde die Men­schen hin­ter dem Blog inter­viewen und sie mit den per­sön­lich­sten Fra­gen löch­ern, die man nur stellen kann. 

Heute macht die liebe Nicole von Moe & Me den Anfang. Sie hat sich meinen Fra­gen gestellt und es ist ein sehr per­sön­liches Inter­view entstanden.

Das kom­mende Inter­view wird ein sehr Per­sön­liches. Fällt es dir schwer, auf deinem oder in diesem Fall auf meinem Blog Per­sön­liches von dir Preis zu geben?

Mit­tler­weile nicht mehr, obwohl ich den­noch unter­scheide: Es gibt das Per­sön­liche und es gibt das Pri­vate. Mir passieren oft­mals Dinge, die z.B. mit meiner Fam­i­lie & Moe zu tun haben – über diese schreibe ich dann nicht.
Man kann sehr wohl per­sön­lich schreiben, ohne zu pri­vat zu wer­den. Allerd­ings musste ich das auch erst ein­mal ler­nen: Am Anfang hatte ich das Gefühl, die Grenze viel früher ziehen zu müssen und wollte so unper­sön­lich wie möglich schreiben.
Jetzt bin ich an einem Punkt, an dem es mir wichtig ist, per­sön­lich zu schreiben. Nicht, weil das irgend­wie erwartet wird, son­dern weil ich her­aus­ge­fun­den habe, dass es sich so für mich am Leicht­esten schreibt. 🙂

Auf deinem Blog gehst du offen damit um, dass Moe HD hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie man sich dabei fühlt und ich glaube, wir sind uns da ziem­lich ähn­lich. Wie geht es dir damit? Wie gehst du damit um?

Sagen wir es so: Es gibt gute und es gibt schlechte Tage. Nor­maler­weise ver­suche ich ihn ein­fach machen zu lassen.
Wie du weißt, haben bei uns sämtliche Nahrungsergänzungsmit­tel etc. keinen oder nur wenig Erfolg gebracht. Umso älter Moe wird, desto mehr sehe ich, wie er langsamer wird, wie er teil­weise torkelt, es immer schwieriger für ihn wird, aufzustehen.
Bei jedem Sprung zucke ich zusam­men, wenn er humpelt, mache ich mir sofort Gedanken.
Gle­ichzeitig ver­suche ich ruhig zu bleiben. Moe hilft es ja nicht, wenn ich ständig einen kon­trol­lieren­den Blick habe und ihn ein­schränke. Ich denke, so lange er sich so bewegt, wie er das möchte, wird das schon in Ord­nung sein. Er wird mir zeigen, wenn er nicht mehr kann. Aber heute haben wir auch einen guten Tag – sonst hätte ich auf die Frage vielle­icht anders geantwortet. 😉

Ich per­sön­lich finde alte Hunde haben etwas Magis­ches an sich. Lei­der hatte ich nicht das Glück, dass meine Hunde alt gewor­den sind. Moe ist zwar noch kein alter Opi, doch steuert er so langsam darauf zu. Wie denkst du darüber? Freust du dich auf die gemein­same Zeit, in der Moe ein weiser Hun­deopi sein wird oder hast du Angst davor?

Es macht mir Angst, dass wir nur noch begrenzt Zeit haben. Die Uhr tickt – das ist mir bewusst, auch wenn Moe mit seinen fast 8,5 Jahren noch kein richtiger Opi ist.
Aber, wie oben schon gesagt: Ich merke, dass er langsamer wird, mehr Ruhep­ausen braucht. Gle­ichzeitig liebe ich alte Hunde und mag es sehr, dass Moe langsam grau um die Schnauze wird. Natür­lich braucht er mehr Schlaf, aber er ist auch sehr kusche­lig geworden.
Wir ver­brin­gen viel mehr ruhige Momente miteinan­der als vorher und ich hoffe, wir wer­den noch ganz viele gemein­same Jahre haben.

Was möcht­est du in deinem Leben gerne erreichen?

Wenn ich die Frage ganz ego­is­tisch beant­worten darf: Ich möchte für mich die max­i­male Frei­heit. Die Frei­heit, dort zu leben, wo ich es möchte. Die Frei­heit, ich sein zu dür­fen. Die Frei­heit, jeden Tag neu zu entschei­den, wohin die Reise geht.
Und sonst habe ich auch eine Bucket List mit Din­gen, die ich gerne ein­mal erlebt haben möchte.

Welche Werte und Charak­tereigen­schaften sind dir wichtig? Worauf legst du bei deinem Mit­men­schen wert?
Oh, das ist gar nicht so leicht. Eigentlich ver­suche ich, die Men­schen so zu akzep­tieren, wie sie sind. Den­noch gibt es Charak­terzüge und Eigen­schaften, die ich schätze.
Es ist wohl nor­mal, dass man am Ehesten nach Men­schen sucht, die einem ähneln. Von daher ist mir Pünk­tlichkeit sehr wichtig, Ehrlichkeit, jemand, der das Herz auf der Zunge trägt und andere so akzep­tiert, wie sie sind.

Welche Eigen­schaften und Charak­terzüge sind gar nichts für dich?

Jemand, der Tiere kom­plett ablehnt, wäre für mich sehr schwierig. Ebenso ein abso­lut neg­a­tiv oder kom­plett pos­i­tiv denk­ender Mensch.
Ich habe aber auch Prob­leme mit sehr extro­vertierten, lauten Men­schen – gle­ichzeitig kann ich auch nur sehr schwer mit sehr ruhi­gen, in sich gekehrten Typen.
Was mich richtig auf die Palme bringt, sind Men­schen, die sich über andere lustig machen.

Wovor hast du Angst?
Wo fange ich an, wo höre ich auf? 😀 Ich habe panis­che Angst vor Luft­bal­lons. Ich habe Angst vor Weberknechten und Schnaken (die legen näm­lich ihre Eier unter der Haut ab! Ganz sicher.), ich habe große Angst vor Ohrenkneifern, ich mag große Men­schen­men­gen nicht.
Film­szenen, die mir Angst machen, sind die, in denen Män­ner sich rasieren (die kön­nten sich ja schnei­den) und Unter-Wasser-Szenen (wenn Men­schen ertrinken). Dabei liebe ich Hor­ror­filme und schwimme /tauche selbst total gerne – ohne Angst zu haben.
Ich habe Angst davor, dass Moe ganz plöt­zlich stirbt. Und die Liste ist mit Sicher­heit noch sehr viel länger.


Gab es Momente, die dein Leben völ­lig verän­dert haben? 

Es gibt genau 2 Momente. Der eine ist zu pri­vat, als dass ich ihn nieder­schreiben möchte.
Der zweite ist mein Auszug: Das war das Beste und Wichtig­ste, was ich für mich getan habe und das mein Leben kom­plett verän­dert hat. Wäre ich nicht wegge­zo­gen, wäre ich heute defin­i­tiv ein anderer Men­sch – und ich bin nicht sicher, ob ich den mögen würde.

Was stört dich an der Blog­ger­welt, was magst du besonders?
Wenn ich ehrlich bin, halte ich mich weitest­ge­hend aus der Blog­ger­welt raus – obwohl ich sel­ber blogge. Es gibt nur wenige Blog­ger, die mich total inter­essieren und noch weniger, die sel­ber einen Hun­de­blog haben.
Störend finde ich die Entwick­lung, dass viele mit­tler­weile nicht mehr für sich und über ihren Hund schreiben, son­dern dass der Hund nur noch neben­säch­lich erscheint und sich viele als Experten posi­tion­ieren wollen. Aber das ist Geschmackssache.
Glück­licher­weise gibt es ja immer noch kleine, feine Blogs, die anders sind und nicht den Anspruch haben, beson­ders hil­fre­ich sein zu wollen. 😉
Was ich beson­ders mag: Durch das Bloggen habe ich mit­tler­weile viele tolle Men­schen auch per­sön­lich ken­nen ler­nen dür­fen. Es ist großar­tig, wenn man merkt: Ich bin nicht alleine! Für andere ist der Vier­beiner genauso wichtig.

Wo siehst du dich in zehn, wo in zwanzig Jahren?
Ins­ge­heim hoffe ich, mich noch mehr von allem Materiellen lösen zu kön­nen und der Hip­pie sein zu kön­nen, der ich im Herzen längst bin. 🙂
Ich kann nicht sagen, wo ich mich in 10 oder 20 Jahren sehe, weil ich noch nie langfristig geplant habe. Wün­sche habe ich allerd­ings: Ich wün­sche mir, glück­lich zu sein und inner­lich aus­geglichen zu sein.
Ich wün­sche mir, die Welt zu sehen und einen Ort zu finden, an dem ich Frieden finde. Ob das in 10 oder 20 Jahren ist, später, früher – so lange ich das finde, was ich suche, ist es mir egal.

Hast du das Gefühl beim Schreiben deiner Artikel du selbst sein zu kön­nen? Und warum ist das so?

Ja, kom­plett. Aber das war nicht immer so: Meine Artikel von 2010 – 2015 sind angestrengt, irgend­wie nicht richtig ich. Weil ich nicht wusste, was ich eigentlich erzählen wollte. Alles klang so falsch.

Das ist jetzt nicht mehr so. Moe & Me bin ich, abso­lut, 100%.

Liebe Nicole,

vie­len Dank, dass du dich meinen Fra­gen gestellt hast und so viel Per­sön­liches mit uns geteilt hast. 

Ich freue mich schon auf das näch­ste Inter­view und werde der­jeni­gen nun mal verkün­den, was ich mit ihr vorhabe 🙂 

Wo hört Tierschutz auf und fängt Hundehandel an?

In meinem Beruf als Recht­san­wältin im Bere­ich des Tier­rechts arbeite ich immer wieder mit Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen, Pflegestellen und Pri­vat­per­so­nen, die einen Hund aus dem Tier­schutz aufgenom­men haben, zusammen.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass dort immer alles glatt läuft. Und ich würde auch lügen, wenn ich sagen würde, dass immer zugun­sten der Tiere entsch­ieden und gehan­delt wird.

Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen und Tier­schützer sprießen nur so aus dem Boden. Egal, ob erfahrene Hun­de­trainer, Tier­heim­mi­tar­beiter, Haus­frau oder Unternehmer­gat­tin. Wer Tiere liebt, engagiert sich.

In viele Fällen eine mehr als nur gute Sache. Doch lei­der nicht immer.

Zeit, sich ein­mal kri­tisch mit dem Thema Tier­schutz auseinanderzusetzen.

Was passiert dort wirklich? Wie läuft das alles ab und wie sehen eigentlich die rechtlichen Vorgaben aus? Was kann schief laufen und wo hört der Tierschutz eigentlich auf und wir müssen von Hundehandel sprechen?

In diesem Artikel geht es vor allem um die Ret­tung soge­nan­nter Straßen­hunde in Europa. In Süd– und Osteu­ropa gibt es zahlre­iche Tier­schützer, die Straßen­hunde aufnehmen und den Trans­port nach Deutsch­land organ­isieren. Von dort aus wer­den sie aus Tier­heimen und Pflegestellen an pri­vate Hun­de­hal­ter ver­mit­teln. Es gibt aber auch Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen in Deutsch­land, die mit Tier­heimen im Aus­land zusam­me­nar­beiten. In solchen Fällen wer­den die Tiere meist über das Inter­net an Abnehmer oder Pflegestellen in Deutsch­land ver­mit­telt. In solchen Fällen wird der Trans­port oft mith­ilfe soge­nan­nter Flug­paten organ­isiert. Das sind ganz nor­male Touris­ten, die sich auf dem Heimweg nach Deutsch­land befinden und sich bereit erk­lären, den Hund mit ins Land zu bringen.

Nicht jeder Hund hat das Glück in einem Flugzeug trans­portiert zu wer­den. Unzäh­lige Hunde wer­den von pri­vaten Tier­schützern in Klein­trans­porten oder über­füll­ten Kof­fer­räu­men über lange Strecken ins Land gebracht.

Ver­mit­telt wer­den die Hunde von den Tier­schutzvere­inen gegen eine Schutzge­bühr. Meiner Erfahrung nach liegt diese aktuell bei ca. 350 EUR, Ten­denz steigend.

Wer bei den Trans­porten und über­füll­ten Pkw noch keinen Klos im Hals hatte, wird ihn jetzt bekommen.

Im Rah­men der Ver­mit­tlung wer­den “Schutzverträge” aufge­setzt. Einige Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen glauben lei­der, dass sie sich in einem rechts­freien Raum bewe­gen. Nicht sel­ten lagen Verträge auf meinem Tisch, in denen nicht  nur die Kas­tra­tion zur Pflicht gemacht wurde, son­dern auch unangekündigte Kon­trollbe­suche sowie die rechtliche falsche For­mulierung “Der Hund verbleibt im Eigen­tum der Tierschutzorganisation”.

Bitte ver­steht mich nicht falsch: Viele Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen machen eine fan­tastis­che Arbeit, vor der ich jed­erzeit meinen Hut ziehe. Doch lei­der gibt es immer mehr schwarze Schafe. Ich habe Ver­ständ­nis dafür, dass man wis­sen will, dass es dem Hund in seinem neuen Zuhause gut geht. Doch diese Auf­gabe übern­immt das Vet­er­inäramt und keine soge­nan­nten Außen­di­en­st­mi­tar­beiter der Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen. Nicht sel­ten wur­den Tiere ein­fach wieder mitgenom­men. Es lägen ange­bliche Ver­stöße vor. Bevor sich die neuen Hal­ter zur Wehr set­zen kon­nten, war das Tier schon weiter ver­mit­telt. Natür­lich unter erneuter Zahlung der “Schutzgebühr”.

In erster Linie han­delt es sich bei den Straßen­hun­den um Mis­chlinge. Doch es gibt eine Entwick­lung, die mir Bauch­schmerzen bere­itet. Seit einiger Zeit kom­men immer mehr Rasse­hunde — deklar­i­ert als “Straßen­hund” — aus dem Aus­land hier her. Immer mehr rein­ras­sige Welpen. Ich komme nicht umher mich zu fra­gen, ob die tat­säch­lich alle von der Straßen kom­men? Reinrassig?

Die Men­schen bekom­men dann einen meist jun­gen Hund mit­tlerer Größe. Sozial verträglich und freundlich.

Ger­ade Welpen und junge Hunde haben bin­nen aller kürzester Zeit ein Zuhause gefunden.

Diese Umstände eröff­nen einen Markt, der ger­ade aus den osteu­ropäis­chen Län­dern schein­bar jed­erzeit bedi­ent wer­den kann.

Die Schutzge­bühr dient in erster Linie der Ret­tung weit­erer Hunde. Das mag bei ser­iösen Organ­i­sa­tio­nen auch der Fall sein, doch wo genau das Geld hingeht, bleibt oft unklar.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es Organ­i­sa­tio­nen und “Tier­schützer” gibt, die unter dem Deck­man­tel des Tier­schutzes mit Hun­den han­deln. Man kann hier nicht mehr von Tier­schutz sprechen und muss das Wort Hun­de­han­del in den Raum werfen.

Die rechtlichen Aspekte

In Süd– und Osteu­ropa herrscht eine völ­lig andere Beziehung zu Hun­den. Dort ist es nor­mal, dass die Hunde draußen schlafen und an Ket­ten gehal­ten wer­den. Das ist nicht schön, völ­lig ver­al­tet und tier­schutzrechtlich beden­klich, aber es ist nun mal so.

Viele Hunde laufen den ganzen Tag draußen herum und ver­paaren sich mit Straßenhunden.

Viele Straßen­hunde befinden sich in einem schlechten Zus­tand. Sie sind oft krank und unter­ernährt. Immer wieder berichten die Medien über Tötungsak­tio­nen der Regierung, um die Zahl von Straßen­hunde zu reduzieren. Gezielte Kas­tra­tionspro­jekte kön­nten den gle­ichen Effekt erzielen.

Hunde, die dort in Tier­heimen sitzen und nicht ver­mit­telt wer­den, wer­den meist nach kurzer Zeit eingeschläfert. Die Ver­mit­tlungschan­cen in ihrer Heimat sind äußerst gering.

Mit der Ein­führung des § 11 Abs.1 Nr.5 Tier­schutzge­setz wurde der Aus­land­stier­schutz grund­sät­zlich erlaub­nispflichtig. Dies gilt unab­hängig davon, ob der Hund aus dem Aus­land in Deutsch­land zunächst in ein Tier­heim, bei einer Pflegestelle oder direkt bei seinen neuen Besitzern unterge­bracht wird.

§ 11 Abs.1 Nr. 5 i. V. m. § 21 Abs.4a Tier­schutzge­setz bes­timmt, dass der­jenige eine Erlaub­nis benötigt, der Wirbeltiere, die nicht Nutztiere sind, zum Zwecke der Abgabe gegen Ent­gelt oder eine son­stige Gegen­leis­tung in das Inland ver­bringt oder ein­führt oder die Abgabe solcher Tiere, die in das Inland ver­bracht oder einge­führt wer­den sollen oder wor­den sind, gegen Ent­gelt oder eine son­stige Gegen­leis­tung vermittelt.

Wer Fund– oder Abgabehunde aus dem In– oder Aus­land zur weit­eren Ver­mit­teln aufn­immt und pflegt, bedarf abhängig vom Umfang der Tätigkeit und nach Beurteilung durch die zuständige Behörde gem. § 11 Abs.1 Nr.3 Tier­schutzge­setzt einer Erlaubnis.

Die selb­st­ständige Weit­er­ver­mit­tlung der Hunde gegen Ent­gelt oder son­stige Gegen­leis­tung an Dritte fällt unter die Erlaub­nispflicht nach § 11 Abs.1 Nr.5 Tierschutzgesetz.

Die Erlaub­nispflicht nach § 11 Abs.1 Nr.3 Tier­schutzge­setz gilt nach meinem Ver­ständ­nis der Norm auch für pri­vate Pflegestellen, da die Erlaub­nis an die zur Unter­bringung der Hunde zur Ver­fü­gung gestell­ten Räume gebun­den ist.

Viele pri­vate Pflegestellen ver­fü­gen nicht über die tier­schutzrechtliche Erlaub­nis. Auf­grund der Ähn­lichkeit zur Sit­u­a­tion in einem Tier­heim, spricht vieles dafür, dass auch hier eine Erlaub­nis erforder­lich ist. Der Begriff “Pflegestelle” existiert im Tier­schutzge­setz jedoch nicht, sodass hier keine ein­deutige Regelung vor­liegt. In allen von mir erlebten Fällen wurde von den Gerichten und Behör­den angenom­men, dass eine Erlaub­nispflicht besteht.

Eine Erlaub­nis nach § 11 ist nur dann zu erteilen, wenn die für die Ver­sorung der Hunde ver­ant­wortliche Per­son über die notwendige Sachkunde ver­fügt und diese schriftlich nach­weisen kann. Zudem muss diese Per­son über die erforder­liche Zuver­läs­sigkeit ver­fü­gen (in den let­zten 5 Jahren keine tier­schutzwidrige Ord­nungswidrigkeit oder entsprechende Straftat). Die Räume und Ein­rich­tung muss zudem eine angemessene Ernährung, Pflege und ver­hal­tensart­gerechte Unter­bringung ermöglichen.

Mit der Ausübung der Tätigkeit darf erst nach Erteilung der Erlaub­nis begonnen werden.

Sollte keine Erlaub­nis vor­liegen, unter­sagt die zuständige Behörde die weit­ere Ver­mit­tlung und / oder Auf­nahme von Tieren. Tier­heime, Pflegestellen und die Ver­mit­tlungstätigkeit unter­liegen der Auf­sicht der zuständi­gen Kreisor­d­nungs­be­hörde und wer­den daher regelmäßig und unangekündigt kontrolliert.

Tierschutzrechtliche Hürden für den Transport

Bevor ein Hund ein­reisen kann, wird er zunächst in ein Tier­heim, eine Auf­fangsta­tion oder zu einer pri­vaten Pflegestelle gebracht. Dort bleibt das Tier, bis alle Voraus­set­zun­gen für den Trans­port erfüllt sind.

Seit dem 05.01.2007 sind bei dem Trans­port die Bes­tim­mungen der Verord­nung (EG) Nr.1/2005 (Tier­schutz Trans­portverord­nung der EU) zu beachten.

Die Verord­nung ist nach Art. 1 Abs.1 anwend­bar auf alle Trans­porte leben­der Wirbeltiere inner­halb der Gemein­schaft, gilt jedoch nur für Trans­porte, die in Verbindung mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit durchge­führt wer­den. Hier­von ist in jedem Fall auszuge­hen, weil die Ver­mit­tlung gegen eine Schutzge­bühr zumin­d­est einen indi­rek­ten Gewinn darstellt. Auch sollte unter Tier­schutz­gesicht­spunk­ten selb­stver­stän­lich sein, dass die Verord­nung Anwen­dung findet.

Laut der Verord­nung gel­ten fol­gende Regelungen:

  • Hunde dür­fen nur trans­portiert wer­den, wenn sie trans­port­fähig sind und wenn gewährleis­tet ist, dass ihnen unnötige Ver­let­zun­gen und Lei­den erspart werden
  • Welpen müssen min­destens acht Wochen alt sein, außer sie wer­den von ihrer Mut­ter begleitet
  • die Tiere müssen min­destens alls 24 Stun­den gefüt­tert und min­destens alle acht Stun­den getränkt werden
  • schriftliche Füt­terungs– und Tränkean­weisun­gen sind mitzuführen und zu befolgen
  • den Tieren dür­fen keine Beruhi­gungsmit­tel verabre­icht wer­den, es sei denn, dies ist unbe­d­ingt erforder­lich, um das Wohlbefinden der Tiere zu sich­ern. Dann aber nur unter ärztlicher Kontrolle

Zudem gibt es einige Vorschriften, die das Trans­port­mit­tel, Trans­port­be­häl­ter, die erforder­lichen Doku­mente sowie den Umgang mit den Tieren betreffen.

Amtliche Über­prü­fun­gen der Trans­porte auf dem Straßen­weg finden in der Regel nur noch an den Gren­zkon­trollen statt, falls die Tiere aus Drit­tlän­dern in die EU einge­führt wer­den. Inner­halb der EU gibt es grund­sät­zlich keine Kon­trollen an den Gren­zen. Oft wer­den die tat­säch­lichen Trans­portbe­din­gun­gen nur durch eine zufäl­lige Stich­probenüber­prü­fung fest­gestellt. Nicht sel­ten wer­den hier grobe Ver­stöße gegen tier­schutzrechtliche Bedin­gun­gen aufgedeckt. Oft sind die Fahrzeuge über­laden, die Tiere nicht ver­sorgt. Die Trans­portzeiten sind lang und die Tiere oft zu jung.

Beim Trans­port auf dem Flug­weg wer­den die Tiere nach Maß­gabe der ein­schlägi­gen Vorschriften der Inter­na­tional Air Trans­port Asso­ci­a­tion (IATA) befördert. Die einge­fan­genen Straßen­hunde lei­den oft unter gr0ßen Äng­sten in den für sie unge­wohn­ten kleinen Boxen. Die Organ­isatoren verneinen einen solchen Zus­tand, doch wird dieser immer wieder von Mitar­beit­ern der Flugge­sellschaft bestätigt. Oft wird dieser Zus­tand auch unter dem Deck­man­tel “der Hund wird schließlich geretet­tet” schön geredet.

Tierseuchenrechtliche Bewertung

Seit dem 29. Dezem­ber 2014 haben sich die Vet­er­inärbe­din­gun­gen für die Ver­bringung von Heimtieren inner­halb der EU, die durch die Verord­nung (EG) Nr.998/2003 des europäis­chen Par­la­ments und des Rates vom 6. Mai 2003 fest­gelegt wor­den waren, geän­dert. Die Regelung zur Ein­führung eines Heimtier­ausweises wird seit­dem in vollem Umfang angewandt.

Ziel der Regelung ist es, die Vet­er­inärbe­di­gun­gen für die Ver­bringung von Heimtieren im Rei­sev­erkehr zwis­chen den EU — Staaten und Drit­tlän­dern zu har­monieren. Ins­beson­dere die Vorschriften über die Toll­wut haben den Schutz der Bevölkerung zum Ziel.

Zudem gilt der Grund­satz, dass für die Ein­fuhr von Hun­den zu Han­del­szwecken die gle­ichen Regelun­gen gel­ten wie bei Nichthandel­szwecken. Es soll unbe­d­ingt ver­mieden wer­den, dass tierseuchen­rechtliche Anforderun­gen durch die Deklar­ierung als pri­vate Ein­fuhr umgan­gen wer­den können.

So dür­fen zum Beispiel Welpen aus gelis­teten Drit­tlän­dern früh­estens im Alter von knapp vier Monaten (21 Tage nach erfol­gter Toll­wuter­stimp­fung im Alter von 12 Wochen) nach Deutsch­land gebracht wer­den. Aus nicht gelis­teten Drit­tlän­dern dür­fen Hunde früh­estens im Alter von 7 Monaten nach Deutsch­land einge­führt wer­den (nach Toll­wutimp­fung im Alter von 3 Monaten, Blu­tun­ter­suchung auf Toll­wu­tan­tikör­per früh­estens 30 Tage nach erfol­gter Imp­fung und nochma­liger drei­mon­tiger Wartezeit).

Hunde, die den seuchen­rechtlichen Anforderun­gen nicht entsprechen, kön­nen gem. § 24 Abs.3 TierGesG auf Kosten des Hal­ters, der sie einge­führt hat oder ver­bracht hat, in das Herkun­ft­s­land zurück­geschickt wer­den oder solange isoliert gehal­ten wer­den, bis die tierge­sund­heitlichen Anforderun­gen erfüllt sind. Bei Krankheitsver­dacht ist sogar die Tötung des Tieres zuläs­sig. Die Kosten für die Isolierung, Kennze­ich­nung, Imf­pung und Toll­wu­tan­tikör­perbes­tim­mung sind vom Eigen­tümer bzw. Hal­ter zu tragen.

Nach § 19 der Bin­nen­mark­t­tierseuchen­schutz — Verord­nung kann das zuständige Vet­er­inäramt anord­nen, dass der Emp­fang von Hun­den aus anderen Mit­gliedsstat­ten unter Angabe der Ankun­ft­szeit und der Anzahl der Hunde vorab angezeigt wird, sodass stich­probe­nar­tige Über­prü­fun­gen stat­tfinden können.

Nach wie vor wer­den immer noch Heimtier­ausweise über das Inter­net bestellt und in die anderen Staaten mitgenom­men, um sie dort vom zuständi­gen Tier­arzt ausstellen zu lassen. Dieses Vorge­hen ist kostengün­stier als der Kauf eines EU — Heimtier­ausweises im jew­eili­gen Staat. Den­noch ist dieses Vorge­hen ver­boten. Der Heimtier­ausweis muss aus dem Herkun­ft­s­land stammen.

Die seuchen­rechtlichen Bes­tim­mung sind also unbe­d­ingt einzuhal­ten. Hier geht es nicht nur um Toll­wut, son­dern auch um die Ver­hin­derung anderer schw­erer Krankheiten wie Leish­man­iose, Babesiose, Ehrli­chiose, Herzwürmer u.a.

Ethische Aspekte

Ich kann mich nur wiederholen.

Es gibt zahlre­iche Organ­i­sa­tio­nen, die einen per­fek­ten Job machen. Das Wohl der Tiere steht an erster Stelle.

Doch lei­der sprießen die schwarzen Schafe aus dem Boden wie Unkraut. Unser­iöse, inkom­pe­tente Möchte­gern­tier­schützer trans­portieren zahlre­iche Tiere nach Deutsch­land. Der Fokus liegt nicht auf dem Wohl der Tiere, son­dern auf der Ver­mit­tlungs­gs­bühr, die durch zahlre­iche Tricks und krim­inelle Vorge­hensweisen oft dop­pelt und dreifach kassiert wird. Hunde wer­den wieder abge­holt und neu ver­mit­telt. Unter unglaublichen Argu­menten gehen diese Men­schen gegen die neuen Besitzer vor, schicken teil­weise “Män­ner Mod­ell Klei­der­schrank” in die Woh­nun­gen um die Hunde wieder her­auszu­holen. Das Mitleid der Men­schen wird scham­los ausgenutzt.

Man muss sich das mal vorstellen. Ich musste “Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen” ken­nen ler­nen, die keine Erlaub­nis nach § 11 hat­ten. Men­schen haben durch die Grün­dung eines solchen Vere­ins den Weg aus Hartz IV gesucht. Keine Erfahrun­gen mit Hun­den, keine Ken­nt­nisse. In deren Woh­nung lebten mehr als 20 einge­fan­gene Straßen­hunde. Bei Pflegestellen, die mit dem Verein zusam­mengear­beitet haben, sah das Ganze ähn­lich aus. Durch die hohe Anzahl an Tieren kam es erneut zur Ver­mehrung untere­inan­der. Ständig wur­den Hunde ver­mit­telt und wieder abge­holt. Der Hund lebt an einer viel befahre­nen Straße (auf einem eingezäun­ten Grund­stück). Diese “Gefahr” ist  nicht zumut­bar, daher wurde das Tier von drei großen schw­eren Män­nern gegen den Willen der neuen Besitzerin abge­holt. Am Fol­ge­tag war der Hund schon weiter ver­mit­telt. Natür­lich gegen erneute Bezahlung der Gebühr.

Zudem komme ich nicht umher mir die Fra­gen zu stellen, ob man tat­säch­lich jedem dieser Hunde einen Gefallen tut. Straßen­hunde, die nach Schätzun­gen rund 7 bis 8 Jahre auf der Straße gelebt haben, wohlernährt sind und einen gesun­den Ein­druck machen, wer­den einge­fan­gen. Diese Hunde wer­den in kleinen Boxen nach Deutsch­land geflo­gen und ver­mit­telt. Und dann wird sich noch gewun­dert, dass diese Hunde die erste Gele­gen­heit nutzen um weglaufen zu kön­nen. Muss das sein?

Auch die Fol­gen für unsere Tier­heimhunde sind nicht unter den Tisch zu kehren. Nicht sel­ten wer­den Hunde mit ansteck­enden Krankheiten nach Deutsch­land ver­bracht. Die Seuchen­schutzregelun­gen wer­den oft mis­sachtet. Ganze Tier­heime erkranken dann an Staupe oder Par­vovi­rose. Immer mehr Welpen und Junghunde kom­men aus Ost– und Südeur­poa. Diese wer­den in der Regel wesentlich schneller ver­mit­telt. Da bleibt der 6 Jahre alte Mis­chling, der hier in Deutsch­land aus­ge­setzt wurde, lei­der unvermittelt.

Oft wird vergessen, dass die Straßen­hunde dort ein völ­lig anderes Leben geführt haben. Sie haben ihre eige­nen Entschei­dun­gen getrof­fen, ihr Essen selbst besorgt und Prob­leme eigen­ständig gelöst. Kom­men Junghunde hier nach Deutsch­land darf man nicht überse­hen, dass diese in der entschei­de­nen Prä­gungsphase ihres Lebens wahrschein­lich in einer Isolier­sta­tion ver­bracht haben. Ohne Kon­takt zu anderen Hun­den und ohne Kon­takt zu anderen Men­schen. Oft lei­den diese Hunde hier unter Stress und Äng­sten, was dazu führt, dass sie anfäl­liger für Krankheiten sind. Sollte ein solcher Hund dann hier nicht ver­mit­telt wer­den, bleibt er unter Umstän­den den Rest seines Lebens in einem Tier­heim. Würde man den Hund fra­gen, ob er den Zwinger der Frei­heit als Straßen­hund vorziehen würde, dann glaube ich die Antwort zu kennen.

Ich bin der Auf­fas­sung, dass die Arbeit der Tier­schut­zor­gan­is­tio­nen nicht auss­chließlich in dem Trans­port der Hunde nach Deutsch­land beste­hen sollte. Hilfe zur Selb­sthilfe ist hier ein großes Thema. Man sollte dafür sor­gen, dass Straßen­hunde kas­tri­ert und gekennze­ich­net wer­den. Dass die Hunde von Ost– und Südeu­ropa nach Deutsch­land ver­bracht wer­den, führt in zahlre­ichen Städten dazu, dass die Behör­den sich zurück­lehnen und nichts gegen die Sit­u­a­tion ihrer Straßen­hunde unternehmen. Ange­blich wer­den bere­its zahlre­iche Spenden­gelder benutzt, um die Straßen­hunde kas­tri­eren zu lassen. Dies wider­spricht jedoch der unfass­bar deut­lich ansteigen­den Zahl der ver­brachten Welpen und Junghunde.

Aufk­lärung ist eben­falls ein wichtiges Thema. Die Men­schen dort müssen ein anderes Gefühl für Tiere entwick­eln. Tötungsak­tio­nen sind nicht nur grausam, son­dern kon­trapro­duk­tiv. Wer­den Tiere getötet, rücken Tiere aus anderen Gebi­eten an und es kommt zu einer höheren Vermehrungsrate.

Aufk­lärung im Zusam­men­hang mit flächen­deck­ender Kas­tra­tion und Kennze­ich­nung würde die Anzahl der Straßen­hunde senken. Der Fokus sollte also in erster Linie darauf gerichtet sein. Ein Ver­brin­gen der Hunde stellt zwar in vie­len Fällen eine Ret­tung dar. Es gibt aber auch Fälle, in denen man zum Wohl des Tieres anders han­deln müsste.

Ich wün­sche mir einen Tier­schutz, in dem kranke und unter­ernährte Hunde einge­fan­gen wer­den. Die Hunde sollen jede medi­zinis­che Ver­sorgung bekom­men, die sie benöti­gen und anschließend hier ver­mit­telt werden.

Ich wün­sche mir einen Tier­schutz, in dem Straßen­hunde kas­tri­ert und gekennze­ich­net werden.

Einen Tier­schutz, der aufk­lärt und für eine bessere Beziehung zwis­chen Men­sch und Tier sorgt.

Ich wün­sche mir einen Tier­schutz, in dem das Wohl der Tiere an erster Stelle steht und das Geld in die Tiere investiert wird.

Gott sei Dank ist das in den meis­ten Fällen auch so, doch wir dür­fen nicht zulassen, dass mit den Hun­den ein Geschäft gemacht wird.

Daher

Wenn ihr einen Hund aus dem Tier­schutz übernehmen möchtet, dann achtet darauf, dass es sich um eine ser­iöse Tier­schut­zor­gan­i­sa­tion han­delt, die im Sinne der Tiere agiert und denen das Wohl der Tiere am wichtig­sten ist.

Nur so kann unser­iösen Hun­de­händlern das Handw­erk gelegt werden.

natürliche Hilfe bei Gelenkerkrankungen

Gelenkerkrankun­gen sind Arschlöcher.

Das braucht man weder zu erk­lären noch kann man es schön reden.

Viele Hund, vor allem größere Rassen, haben Prob­leme mit dem Bewe­gungsap­pa­rat. HD, ED, Band­scheiben­vor­fälle und was es nicht alles für einen ätzen­den Mist gibt.

Direkt nach­dem Queens ED ent­deckt wurde, habe ich mich damit auseinan­derge­setzt, wie man sie unter­stützen kann. Von dem Tag an sauge ich alle Infor­ma­tio­nen zu diesem Thema auf wie ein Schwamm. Mit­tler­weile haben wir schon so viel aus­pro­biert und heute möchte ich die Gele­gen­heit nutzen um meine Erfahrun­gen mit euch zu teilen.

Ich möchte an dieser Stelle aus­drück­lich darauf hin­weisen, dass ich weder Tier­arzt, Phys­io­ther­a­peut oder Heil­prak­tiker bin. Alles, was ihr gle­ich lesen werdet, basiert auf meinen per­sön­lichen Erfahrun­gen bei und mit Queen. Die Infor­ma­tio­nen erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. 

Gelenkerkrankun­gen sind Mist. Doch sie haben einen entschei­den­den Vorteil gegenüber manch anderen Erkrankun­gen: Man kennt seinen Feind. Man weiß genau, womit man es zu tun hat. Man sieht Verbesserun­gen oder Ver­schlechterun­gen direkt mit dem eige­nen Augen.

Ich jeden­falls habe beschlossen, der ED den Kampf anzusagen und muss sagen: bis­lang schla­gen wir uns wirkl­cih gut 🙂 Ent­deckt wurde sie mehr oder weniger durch Zufall beim ersten Kon­troll­rönt­gen mit einem hal­ben Jahr. Eine Oper­a­tion wurde nicht durchge­führt. Wir haben das mit ver­schiede­nen Ärtzen besprochen und alle haben davon abger­aten. Queens Ell­bo­gen sind nicht per­fekt, aber es steht auch nichts ab und über. Sie sind ein­fach nicht rund aus­ge­bildet. Unser größtes Prob­lem sind Gelenkentzün­dun­gen. Diese zer­stören das Gelenk und verur­sachen Schmerzen. Unser Fokus liegt also vor allem darauf, Gelenkentzün­dun­gen zu ver­mei­den, falls sie doch auf­tauchen soll­ten, möglichst früh zu erken­nen und schnell behan­deln zu können.

Mit­tler­weile weiß ich: Man kann so viel machen und wenn man am Ball bleibt, dann findet man auch etwas, was dem Hund helfen kann.

Daher habe ich hier einige The­men zusam­menge­tra­gen und erzähle euch heute, was bei uns geholfen hat und worauf wir achten.

Die Bewegung

Nur ein bewegtes Gelenk kann ein gesun­des Gelenk sein.”

Bewe­gung ist beson­ders wichtig, denn nur so kön­nen Bän­der, Sehnen und Gelenke intakt bleiben. Bewe­gung sorgt außer­dem dafür, dass genü­gend Gelenkschmiere gebildet wird.

Viele Men­schen machen den Fehler und scho­nen ihrer Hund, sobald sie erfahren, dass ihr Hund ein Prob­lem am Bewe­gungsap­pa­rat hat. Das ist lei­der ein großer Fehler, der alles noch schlim­mer machen kann.

Natür­lich muss jeder selbst entschei­den, wieviel Bewe­gung sein Hund braucht und was vielle­icht zu viel ist.

Den­noch erzähle ich euch ein­fach mal, wie wir das mit der Bewe­gung handhaben:

Wir gehen täglich 3 bis 4 Run­den und sind ins­ge­samt ca. 2 bis 3 Stun­den unter­wegs. Queen läuft also täglich um die 8 bis 10 km. Machen wir einen Aus­flug am Woch­enende kann es auch mal mehr sein. Ist es warm draußen oder machen wir viel Kop­far­beitn, ist es auch mal weniger. Wir haben hier also keine Einschränkung.

Tra­ben ist übri­gens die gesün­deste Gangart.

Was ich zu unterbinden ver­suche sind schnelle Start– und Stop­be­we­gun­gen. Wir apportieren daher nur unge­fähr ein­mal pro Woche. Hier­bei habe ich die Beobach­tung gemacht, dass Queen sich ruhiger und bewusster bewegt, wenn sie zwei Spielzeuge hat. Eins wird also gewor­fen, während sie das andere die ganze Zeit in der Schnauze trägt.

Queen ist sowieso nicht so der typ­is­che “Ich spiel mit frem­den Hun­den — Hund”. Queen spielt meist mit mir, sodass ich gut darauf achten kann, wie sie sich bewegt. Wenn sie mal mit Püppi richtig wild zocken will, lass ich sie zwar, geh aber irgend­wann dazwis­chen und beende das Spiel durch ein neues ruhigeres Spiel.

Die Ernährung

Unab­hängig von der Art der Erkrankung am Bewe­gungsap­pa­rat soll­ten die Hunde in jedem Fall getrei­de­frei ernährt wer­den (Aus­nahme: Braun­hirse, denn diese soll bei Arthri­tis helfen). Es ist beson­ders wichtig, dass die Hunde schlank bleiben. Übergewicht macht nicht nur generell krank, son­dern ist zudem Gift für die Gelenke. BARF wirkt sich pos­i­tiv auf den Bewe­gungsap­pa­rat aus.

Der Hund sollte Nahrung zu sich nehmen, die möglichst reich an Vit­a­mi­nen, Antiox­i­dantien, Min­er­alien und Spurenele­menten sowie enzün­dung­shem­mende sekundäre Pflanzen­stoffe ist.

Hierzu eignen sich inbeson­dere Kräuter wie Wei­den­rinde, Teufel­skralle, Mädesüß, Bren­ness­sel und Ing­wer um Schmerzen und Entzün­dun­gen zu lin­dern. Cory­dalis und Johan­niskraut für ihre anal­ge­sis­che Wirkung. Große Klette, Ampfer­grind­wurzel und Sar­sa­par­illa als Blutreiniger sowie Sel­l­eriesamen, Schaf­garbe und Bren­nes­sel, um durch ihre harn­treibende Wirkung die Eli­m­inierung der Abfall­pro­dukte der Entzün­dun­gen zu fördern. Hage­but­tenkern­pul­ver wirkt gegen Entzün­dun­gen in den Gelenken und stoppt die Zer­störung des Knor­pels, was wiederum Schmerzen lin­dert und die Beweglichkeit verbessert. Knoblauch hilft als Antiox­i­dans gegen freie Radikale und liefert Selen. Die Algen Spir­ulina und Asco­phyl­lum Nodosum liefern zusät­zlich Spurenele­mente und Aminosäuren.

Bei aktuen Schmerzen kann eine kurzzeit­ige Erhöhung der Vit­a­min C — Zufuhr Lin­derung schaf­fen. Omega — 3 — Fis­chöle soll­ten in Verbindung mit Vit­a­min E gefüt­tert wer­den, da Omega — 3 — Fettsäuren stark entzün­dung­shem­mend wirken.

Zudem gibt es zahlre­iche Pul­ver wie zum Beispiel das bekan­nte MSM.

Ich per­sön­lich habe sehr viele aus­pro­biert und kann sagen, dass Col­lag­ile Dog (beste­hend aus bioak­tiven Kol­la­gen­pep­ti­den) sehr sehr gut wirkt. Einen aus­führlichen Artikel von mir findet ihr hier. Zudem bekommt Queen die Kräuter­mis­chung “Kräfti­gen­des Lau­fle­icht” von Hirten­gold. Dieses besteht aus Grün­lipp­muschel, Teufel­skralle, Ing­wer und Lapa­cho. Beide Pro­dukte sind sehr empfehlenswert.

Grün­lipp­muschelpul­ver fördert die Regen­er­a­tion und den Auf­bau von Knor­pel und Bindegewebe und hat zudem eine her­vor­ra­gende entzün­dung­shem­mende Wirk­samkeit. Dieses Muschelfleis­chmehl ist sehr hil­fre­ich bei allen arthri­tis­chen Beschw­er­den und wirkt am besten, wenn die Zufuhr von Vit­a­min C und Vit­a­min E sowie von hochw­er­ti­gen Omega-3-Fettsäuren gle­ichzeitig erhöht wird.

Viele berichten von einer pos­i­tiven Wirkung der DHN Gelenk — Flex Tablet­ten, falls die Hunde Schmerzen haben. Sollte sich Queens Zus­tand irgend­wann ver­schlechtern, wer­den wir diese Tablet­ten eben­falls testen. Bisher habe ich nur Gutes gehört.

Zur Zeit bekommt Queen diese Ergänzungsmittel:

 Physiotherapie

Queen geht zwis­chen­durch immer mal wieder zur Phys­tio­ther­a­pie. Dort bekommt sie Mas­sagen und Behand­lun­gen, die die Zellerneuerung anre­gen und für Entspan­nung und ein all­ge­meines Wohlbefinden sor­gen. Anschließend geht sie eine halbe Stunde auf das Unter­wasser­lauf­band. Dort kön­nen ver­schiedene Stei­gun­gen sowie die Höhe des Wassers eingestellt werden.

Queen geht aber auch oft ganz alleine zur Phys­io­ther­a­pie, denn sobald sie im Wasser steht, fängt sie ganz automa­tisch an von links nach rechts zu laufen und ihr eignes Kneipp Bad zu nehmen 😀

Bewe­gung im Wasser tut gut. Soll­ten eure Hunde nicht schwim­men, kann man sie auch mit einer Reizan­gel durchs Wasser locken, sodass sie zumin­d­est im Wasser laufen.

Zudem arbeiten wir zwis­chen­durch mit Cav­alet­tis­tan­gen. Auf diese Weise kön­nen viele Muskel­grup­pen beansprucht und das Gang­bild ver­fein­ert werden.

Auch helfen kleine Tricks im All­tag die Beweglichkeit zu erhal­ten. Da Queen kein­er­lei Prob­leme mit dem Rücken hat, lasse ich sie regelmäßig Slalom durch die Beine laufen. Vor­wärts und rück­wärst. So bleiben alle Beine und die Motorik fit. Auch Übun­gen wie Pfötchen geben oder der Wech­sel zwis­chen Sitz und Steh fördern die Motorik und Beweglichkeit. Mir ist es wichtig, dass Queen eine starke Musku­latur im gesamten Kör­per hat. Daher achte ich auch immer darauf, Übun­gen für die Hin­ter­hand einzubauen.

Blutegeltherapie

Nach­dem eine Entzün­dung ein­fach nicht ver­schwinden wollte, haben wir sie schließlich mit einer Blutegelther­a­pie in den Griff bekom­men. Hierüber habe ich hier aus­führlich berichtet.

 Der Alltag

Ich achte darauf, dass Queen nicht zu viel springt. So hebe ich sie zum Beispiel aus dem Auto her­aus. Ich würde sie unter­wegs nie auf eine Mauer locken und sie dann auf den Asphalt sprin­gen lassen. Beim Trep­pen­steigen ist sie in der Regel angeleint. So kann ich kon­trol­lieren, dass sie ruhig und gle­ich­mäßig läuft und nicht die let­zten Stufen springt.

Ich käme nie auf den Gedanken mit einem gelenkerkrank­ten Hund Agility oder ähn­liches zu machen. Doch mit­tler­weile gibt es zahlre­iche Ange­bote für gelenkerkrankte oder ältere Hunde wie zum Beispiel Hoop­ers oder Degility. Da Queen jedoch über­haupt nicht der Hund für so etwas ist, bleiben wir bei der Nase­nar­beit und beim Trailen.

Man kann also eine ganze Menge zur Unter­stüzung tun und mit natür­lichen Mit­teln Lin­derung und Besserung schaf­fen. Eine Gelenkerkrankung ist zwar richtig Mist, aber es ist kein Wel­tun­ter­gang und die Hunde kom­men damit oft besser klar als wir. Wer ein paar Dinge berück­sichtigt und seinen Hund mit natür­lichen Mit­teln unter­stützt, kann seinem Hund ein glück­liches Leben bere­iten <3

Ich will mein Bauchgefühl zurück

Wir alle wollen für unsere Vier­beiner nur das Beste.

Ich glaube in dem Punkt sind wir uns alle einig.

Doch ich komme nicht umher mich zu fragen:

Was ist eigentlich das Beste?

Und noch viel wichtiger:

Wer sagt mir was das Beste ist?

Steht das vielle­icht irgendwo geschrieben? Gibt es da vielle­icht ein Buch mit der Auf­schrift “Das Beste für deinen Hund. Sortiert von A bis Z”? Oder gibt es einen weisen Mann ganz oben auf einem Berg, der immer unter dem gle­ichen Baum sitzt und den man all das fra­gen kann?

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich mir so etwas wün­sche. Ein Buch, welches ich wohlbe­hütet neben mein Bett legen kann. Welches ich auf­schla­gen kann, wann immer mir danach ist. Und wo ich Antworten auf all meine Fra­gen finde. Wo ich Ratschläge bekomme und genaue Anleitun­gen, was ich in einem Prob­lem­fall machen kann.

Früher nan­nte sich dieses Buch Bauchge­fühl. Doch ich habe meins ver­loren. Dort, wo früher noch ein wohliges Gefühl gewe­sen ist. Eine innere Stimme, die mir beruhi­gend gesagt hat “Es wird alles gut”. Wie die Stimme von Mama, die immer einen Rat weiß.

Doch nun ist da nichts. Ein tiefes Loch, welches statt Antworten nur das Echo meiner Fra­gen erklin­gen lässt.

Es gibt kein leuch­t­en­des Schild mehr an der Gabelung, welches mir den Weg zeigt.

Wo soll es auch herkommen?

Ein Bauchge­fühl besteht aus Erfahrun­gen, Wis­sen und Vertrauen.

Ich bin weder Tierärztin, noch Ernährungswis­senschaft­lerin oder Heilpraktikerin.

Daher geht man für gewöhn­lich zu diesen Experten und holt sich Rat und Antworten auf seine Fragen.

Doch zu wem soll man eigentlich noch gehen?

Ich habe das Ver­trauen verloren.

Wem soll ich auch vertrauen?

Tierärzten, die nur so mit Chemiebomben um sich wer­fen? Tierärzten, die sinn­los kas­tri­eren oder unnötig operieren? Ich habe schon unzäh­lige Tierärzte erlebt und früher oder später finde ich immer die Nadel im Heuhaufen. Ich finde den einen kleinen Haken, der mein gesamtes Karten­haus zusam­men­fallen lässt. Selbst, wenn ich vor fünf Minuten noch das Gefühl gehabt habe, ver­trauen zu kön­nen, kann dieses Gefühl von jetzt auf gle­ich weg sein.

Es ist nicht so, dass ich keine Chan­cen geben würde. Es ist nicht so, dass ich nicht ver­trauen will. Es ist nur so, dass ich es lieber gle­ich weiß. Bevor ich Ver­trauen auf­baue und dann doch den Schlag bekomme, weiß ich lieber gle­ich, ob ich mich auf den Tier­arzt ver­lassen kann. Es ist wie bei einem Pflaster. Lieber schnell und ruckar­tig abreißen, statt langsam.

Einzelne Sätze wie “Bravecto kön­nen Sie ohne Prob­leme geben” oder “Ja wir kas­tri­eren auch schon mit 9 Monaten” lassen von jetzt auf gle­ich die Bombe platzen. Früher habe ich noch gewartet. Gewartet auf den einen Moment, in dem alles vor­bei ist. Und als wäre ich nicht schon mis­strauisch genug (sorry Leute, Beruf­skrankheit), komme ich mir beim Tier­arzt manch­mal vor wie zu Zeiten bei der Staat­san­waltschaft. Die Akte liegt auf dem Tisch. Man kennt jedes Wort in und auswendig und wartet auf den einen Moment, in dem man die Frage der Fra­gen stellt und schon vorher weiß, dass sie alles aufdecken wird.

Und zack “Was hal­ten Sie eigentlich von der Rohfütterung?”

Da ist sie. Eine der Fra­gen, die alles ändern kann. Die Frage, die darüber entschei­det, ob man wiederkommt oder nicht. Und inner­lich hört man schon das Geräusch, welches man aus der TVShow von früher kennt, wenn der ZONK hin­ter dem Tor wartet und nicht das neue Auto.

Wo wir schon beim Thema sind. Was füt­tert man eigentlich, wenn man für seinen Vier­beiner “nur das Beste” will? Trock­en­fut­ter? Kann das über­haupt art­gerecht und gesund sein? Dosen­fut­ter? Sind Dosen eigentlich besser als Trock­en­fut­ter oder geht das gar nicht? Und bar­fen? Ist das die Lösung aller Lösun­gen? Oder macht man dabei eigentlich alles falsch? Und wie merkt man bei dieser Form der Füt­terung eigentlich, wenn man etwas falsch macht? Merkt man es erst, wenn es schon zu spät ist?

Ich muss zugeben, dass sich schon eine skep­tis­che Grun­de­in­stel­lung in mir aus­bre­itet, wenn ich in eine Praxis komme und das erste, was ich sehe, die Regale voller Royal Canin oder noch besser Hills sind. Was für ein Müll, sorry Fut­ter dort wohl emp­fohlen wird?

Und nun?

Google fra­gen? Nein Danke.

(Warum das keine gute Idee ist, könnt ihr hier nachlesen).

Also auf wen hören wir, wenn wir nicht das Gefühl haben, ver­trauen zu können?

Noch habe ich alles im Griff. Mit Queens ED habe ich genug Erfahrun­gen und genug Wis­sen ange­sam­melt, um dieser den Kampf anzusagen. Doch was ist, wenn etwas Neues kommt? Was ist, wenn einer der bei­den Hunde ern­sthaft erkranken sollte? Wo soll ich hinge­hen? Auf wen soll ich hören? Auf die Tierklinik, die mit den neusten Behand­lungs­geräten nur so um sich schlägt? Zu den Heil­prak­tik­ern, die für alles Glob­u­lis haben? Oder vielle­icht zu jeman­dem, der sich mit chi­ne­sis­cher Heilkunde auskennt?

Und wenn ich mich für einen Weg entscheide und dieser nicht gut aus­geht, kann man sich das dann jemals verzei­hen oder frage ich mich täglich wie es gelaufen wäre, wenn ich den anderen Weg gegan­gen wäre?

Doch wie soll man sich für einen Weg entschei­den, wenn das leuch­t­ende Schild an der Gabelung ver­schwun­den ist?

Ich weiß es nicht und ich hoffe, dass ich entweder jeman­den finde, dem man ver­trauen kann oder dass ich niemals eine solche Entschei­dung tre­f­fen muss…

3 Probleme und 9 Lösungen

Neben sehr kom­plexen Prob­le­men gibt es in der Hun­deerziehung immer wieder die typ­is­chen Klassiker.

Und den typ­is­chen Klas­sik­ern fol­gen meist typ­isch Lösungsansätze.

Heute möchte ich mich daher ein­mal mit drei typ­is­chen Prob­le­men auseinan­der­set­zen, die auch uns betrof­fen haben. Auch, wenn dieser Artikel keinen Anspruch auf All­ge­me­ingültigkeit erhebt, möchte ich ein­fach mal aus dem Nähkästchen plaud­ern, welcher Lösungsansatz uns weiter gebracht hat und was für uns eher kon­trapro­duk­tiv gewe­sen ist.

Wenn der Hund bellt, sobald er Artgenossen sieht…

Wir alle ken­nen Hunde, die bellen, sobald sie Artgenossen sehen. Sowohl Queen als auch Püppi haben das im Junghun­deal­ter für die beste Reak­tion auf das Erscheinen eines Artgenossen gehalten.

Bei diesem Prob­lem trifft man immer wieder auf diese drei Lösungsansätze

  • Hunde mit Leck­erlis ablenken
  • Ignori­eren
  • Unterbinden

 Bei Queen habe ich zunächst auf die Leck­erl­is­frak­tion gehört. Sobald ein Artgenosse auf­tauchte und sie anf­ing zu bellen, lenkte ich sie mit Fut­ter ab. Schließlich sollte sie den Artgenossen mit etwas Pos­i­tivem verbinden, oder wie lautet noch gle­ich das Argu­ment der Keksewerfer?

Ich jeden­falls hatte Null Erfolg mit dieser Meth­ode. Der Keks kam ins Maul, wurde direkt geschluckt und bevor der näch­ste Keks geschluckt wurde, wurde die Mini­pause genutzt um zu bellen. Brachte uns also kein bißchen voran.

Anschließend habe ich ver­sucht, das Bellen zu ignori­eren. Queen wurde also auf die andere Seite genom­men und schnellen Schrittes marscheirte ich an dem Hund vor­bei. Queen nutze jede Lücke um zwis­chen meinen Beinen durchzuse­hen und mal hier und da einen Wuf­fer von sich zu geben. Brachte uns auch kein Stückchen voran.

Als drit­ten Weg habe ich ver­sucht, das Bellen zu unterbinden. Ich habe sie nach wie vor auf die andere Seite genom­men. Das gehört sich ein­fach so und ist der beste Weg seinem Hund zu zeigen, dass man die Sit­u­a­tion im Griff hat. Hat sie ange­fan­gen zu bellen, blieb ich ste­hen, legte meine Hand auf ihre Brust und sagte deut­lich “Schluss”. Blieb sie ruhig wurde sie mit einem Keks oder Spielzeug belohnt. Das hat bei uns in weni­gen Tagen den Erfolg gebracht und das Prob­lem war verschwunden.

Auch Püppi hat zunächst Artgenossen ange­bellt. Auch hier hat uns Ignori­eren kein bißchen weiter gebracht. Sie hing klef­fend in der Leine und wenn ich etwas hasse, dann das. Zudem war es ein­fach nur pein­lich. Und was bei Queen schon zum Erfolg geführt hat, kann man auch bei Püppi aus­pro­bieren. Mit dem Unter­schied, dass ich mich wesentlich weiter bücken musste, um meine Hand auf ihre Brust legen zu kön­nen, funk­tion­ierte es wirk­lich gut. Ich hatte das Gefühl sie durch die Berührung aus der Sit­u­a­tion holen zu kön­nen. Sie ver­stand sehr schnell, dass sie belohnt wer­den würde, wenn sie ruhig blieb und auch bei ihr kon­nten wir sehr schnell das Prob­lem lösen.

Wenn der Hund bellt, sobald es klingelt…

Der Klas­siker, oder?

Auch hier gibt es immer die gle­ichen Tips um das Prob­lem in den Griff zu bekommen.

  • Der Hund wird angeleint
  • Der Hund wird auf seinen Platz geschickt
  • Ablenken durch Futter

Oft wird emp­fohlen, den Hund angeleint mit zur Tür zu nehmen. Dort muss er sich set­zen und darf erst dann den Besuch begrüßen, wenn er sich ruhig verhätlt.

Aus­pro­biert haben wir das natür­lich auch, denn hier bellen beide wenn es klin­gelt. Beide saßen also angeleint brav neben der Tür und bell­ten. Sie ließen sich anleinen und set­zen sich auch hin. Blieben sogar dort, wenn der Besuch hereinkam. Alles wurde nur lei­der nach wie vor von einem bel­len­den Konz­ert begleitet.

Zweiter Ver­such. Queen und Püppi wur­den auf ihren Platz geschickt und durften nicht mit zur Tür. Kein Prob­lem. Auf das Wort “Kör­bchen” gehen beide brav dor­thin, legen sich und bleiben auch dort. Alles kein Thema. Nur auch diese Vari­ante wurde von einem unun­ter­broch­enen Bellen begleitet.

Also habe ich den drit­ten Tip aus­pro­biert. Etwas richtig Leck­eres sollte in einen Napf gefüllt wer­den. Es muss sich um etwas so tolles han­deln, dass der Hund nicht wider­ste­hen kann. Sobald es klin­gelt, wird der Napf hinge­hal­ten. Bei uns sah das so aus, dass Queen zu dem Napf kam, den Pansen in den Mund nahm und bellte, sodass links und rechts kleine Brocken auf mich und den Tep­pich fie­len. Bei Püppi sah das ähn­lich aus. Ich glaube, die kann sogar fressen und bellen zeitgleich.

Drei typiche Tips für dieses typ­is­che Prob­lem. Tja, was soll ich sagen. Bei uns ist eben Alarm, wenn es klin­gelt. Kann ich mit leben 🙂

Wenn der Hund nicht kommt, wenn man ruft

So richtige Prob­leme mit dem Rück­ruf hat­ten wir nie. Klar, kam mal das ein oder andere Austesten der Gren­zen hinzu. Vor allem, wenn sich die Vier­beiner in der Pubertät befinden oder nicht richtig aus­ge­lastet sind.

Auch hier gibt es wieder die typ­is­chen Lösungsansätze

  • du musst dich verstecken
  • du musst in die andere Rich­tung renne
  • du musst dich inter­es­san­ter machen

Sich zu ver­stecken macht bei uns keinen Sinn. Bei Queen würde es ohne­hin nicht so weit kom­men, dass sie sich weit genug ent­fer­nen würde, damit ich mir ein Ver­steck suchen kann. Und Püppi würde mich spätestens bei dem Anblick eines Vogels vergessen. Oder einen Schmetter­lings, vor­bei­fliegen­des Insekts oder wack­el­nden Grashalms. Das trifft auch für die zweite Lösung zu.

Bringt bei uns nichts und ich vom Bauchge­fühl her wider­spricht es auch meinem Ver­ständ­nis von ver­trauensvoller Beziehung sich vor seinem Hund zu ver­stecken. Zudem möchte ich, dass es gar nicht so weit kommt, dass ich mich erst ver­stecken oder wegren­nen muss.

Also mache ich mich stets inter­es­sant. Bei uns gibt es auch jetzt noch für viele alltägliche Dinge Beloh­nun­gen. Sie laufen nicht zu einem Hund obwohl der ein Spielzeug hat oder ren­nen nicht hin­ter einem Wildtier her, dann gibt es eine Beloh­nung. Frei nach dem Motto “Warum sollte der Meis­ter weniger bekom­men als der Lehrling” gibt es bei uns nach wie vor Kekse oder Spielzeug als Lob. Zudem werfe ich oft plöt­zlich Leck­erlis ins hohe Gras oder starte plöt­zlich ein Fangspiel. Bei uns hat das stets Erfolg gebracht.

Typ­isch Queen
Typ­isch Püppi

Egal, auf welches Prob­lem wir gestoßen sind, so habe ich immer ver­sucht den Hun­den zu ver­mit­teln, dass ich das Prob­lem regeln werde. Ver­trauen ist ganz wichtig in der Beziehung zu seinem Hund und nur so kann eine Bindung auge­baut wer­den. In vie­len Sit­u­a­tio­nen ist eine enge Bindung der Schlüs­sel zu vielem. Nur beim Klin­geln an der Haustür scheint das wenig Ein­fluss zu haben 😀

Klas­sis­che Lösungsan­sätze haben sicher schon vie­len Hun­den geholfen. Schließlich wer­den sie nicht ohne Grund immer wieder aufge­grif­fen. Den­noch ist let­z­tendlich jeder Hund anders und jedes Prob­lem hat andere Ursachen.

Mit einer engen Bindung, einer ordentlichen Por­tion ver­trauen, viel Liebe, gemein­samen Erleb­nis­sen und aus­re­ichen­der art­gerechter Beschäf­ti­gung ist ein ordentliches Fun­da­ment gelegt. Vieles erledigt sich dann von allein oder lässt sich ganz ein­fach in den Griff bekom­men. Oder mann kann– wie bei uns das Klin­geln an der Tür — auch ein­fach mal Fünfe ger­ade sein lassen.

Was habt ihr für Prob­leme und wie habt ihr sie in den Griff bekom­men oder welche Meth­o­den haben bei euch nicht zum Erfolg geführt?

Liebster Award — es ist schon wieder passiert :)

Es ist schon wieder passiert. Wir sind für den Lieb­ster Award nominiert worden 🙂

Dieses Mal hat uns die lieben Susann von Office­Dogs nominiert. Susann und ich haben schon oft zusam­mengear­beitet. Sie hat bere­its Artikel für diesen Blog geschrieben und ich stand ihr in ihrem Unternehmen rechts­ber­a­tend zur Seite.

Ich habe mich sehr über die Nominierung gefreut und werde die Fra­gen natür­lich sehr gerne beantworten.

1. Wie lange gibt es deinen Blog bereits und worum geht es darin?

Meinen Blog gibt es fast zwei Jahre. Es dreht sich alles um den All­tag mit meiner Schäfer­hündin Queen und der kleinen Shih Tzu Dame Püppi. Wir berichten aus unserem Leben, schreiben ab und zu wis­senswerte Artikel rund um das Thema Erziehung, Beschäf­ti­gungsmöglichkeiten oder Gesund­heit. Viele verbinden meinen Blog mit meinen Artikeln rund um das Thema Recht & Hund. Hier über­schnei­den sich also Beruf und Blog 🙂

2. Erzähl mir etwas über dein erstes Haustier.

Mein erster Hund hieß Dessy und war eben­falls ein Deutscher Schäfer­hund. Mein Opa, der selbst Schäfer­hunde züchtete und aus­bildete, schenkte mir die Hündin als ich noch ganz klein war 🙂 Dessy war ein Wild­fang und steckte voller Energie — bis sie mich traf 😀 Ich gehörte zu den eher gemütlichen Frak­tion und so hielt ich es für angemessener mit Dessy auf einer Wiese zu liegen und ein Buch zu lesen, statt mit den anderen zu trainieren 🙂 Wir hat­ten eine wirk­lich tolle Zeit. Lei­der blieb uns nicht viel davon, denn Dessy erkrankte schon früh an Krebs und man kon­nte ihr nicht mehr helfen.

3. Kannst du deinen Hund mit in deine Arbeit einbinden?

Ich habe das große Glück von Zuhause aus arbeiten zu kön­nen. Das bedeutet schon ein­mal, dass die Hunde nicht allein sein müssen und ich mich nicht um eine Betreu­ung küm­mern muss. Die bei­den Fell­nasen aus der Hand zu geben, gehört näm­lich so gar nicht zu meinen Stärken.

Neben der Kan­zlei führe ich den Shop Glück­shund. Hier wer­den die bei­den natür­lich oft einge­bun­den, weil sie neue Pro­dukte testen oder auch mal als Model her­hal­ten. Für den Blog, den ich irgend­wie auch ein wenig zu meinem Job zähle, sind sie natür­lich der Fokus. Sie brin­gen mich auf Ideen für neue Artikel und sind Hauptbe­standteil von allem.

Im Großen und Ganzen sind die bei­den Grund­lage von allem. Sie sind der Grund, dass ich mich für das Tier­recht entsch­ieden haben. Würde es Queen nicht geben, hätte ich Glück­shund nicht gegrün­det und den Blog nicht gestartet.

Alles führt also let­z­tendlich über die bei­den. Man lernt Man­dan­ten in der Hun­de­schule ken­nen, gewinnt Kun­den auf der Hun­dewiese und bekommt Beratungsan­fra­gen auf­grund der rechtlichen Artikel hier im Blog. Alles gehört irgend­wie zueinan­der und ergänzt sich.
Würde es Queen und Püppi  nicht geben würde ich ein kom­plett anderes Leben führen.

4. Bist du Vollzeit-Selbstständig und wenn nicht, warum nicht?

Ja ich bin Vol­lzeit­selb­st­ständig. Das hat mehrere Gründe: Zum einen habe ich neben der Kan­zlei auch noch den Shop und den Blog. All das nimmt meine kom­plette Zeit in Anspruch. Außer­dem ist die Recht­san­walt­skam­mer nicht allzu großzügig mit der Erlaub­nis eine zweite Tätigkeit auszuüben, daher ist man schon allein dadurch etwas eingeschräkt.

5. Was ist dein Lieblingstier *abseits* von Hunden und warum?

Ich mag Meer­schweinchen. Lange haben zwei süße kleine Mon­ster bei mir gelebt. Sie hat­ten ein ziem­lich cooles Schweinileben, kon­nten — solange das Wet­ter es zuließ — im Garten ren­nen und hat­ten einen mega coolen selb­st­ge­bauten Stall in der Woh­nung. Ich wollte den bei­den Schweinen ein tolles Leben bieten. Plöt­zlich ver­standen sich die zwei nicht mehr und mussten getrennt wer­den. Also musste noch ein riesen Stall her und sie sahen sich nur noch draußen, getrennt von einem Zaun. Die zwei wur­den fast 8 Jahre alt 🙂 Gefüt­tert wurde nur frisches Gemüse, Obst und selbst Geflück­tes aus der Natur.

Ich habe zudem eine Schwäche für Wölfe und Hyä­nen, aber die eignen sich nicht so gut als Haustiere 🙂

6. Wenn du verreist – nimmst du deinen Hund mit oder wie bringst du ihn unter?

Keine Reise ohne Hund. Ich kön­nte niemals in den Urlaub fahren ohne die bei­den. Wie oben schon beschrieben, bin ich wirk­lich nicht gut darin, die bei­den aus der Hand zu geben. Ich schaffe es ja nicht mal, das Her­rchen alleine mit ihnen rauszuschicken und dann soll ich sie für mehrere Tage abgeben? Nö, das wäre kein Urlaub. Das wäre Folter.

7. Welchen Nutzen siehst du in deinem Blog?

Oh nun lese ich diese span­nende Frage und merke, dass ich oben schon einiges vor­weg genom­men habe. Sorry 😀

Der Blog bringt mir zum einen Man­dan­ten und zum anderen auch Kun­den im Shop. Zudem teste ich regelmäßig Pro­dukte rund um den Hund, sodass Queen und Püppi ihr Taschen­geld selbst verdienen 🙂

Mit dem Blog kann ich mich also nicht nur mit anderen Hun­de­men­schen aus­tauschen, son­dern mich auch ver­net­zen, sodass ich nicht nur per­sön­lich son­dern auch beru­flich davon prof­i­tieren kann. Irgend­wie hängt bei mir alles zusammen 🙂

8. Was macht dich glücklich?

Mein Leben macht mich glücklich.

Ich habe das große Glück tun zu kön­nen, was ich liebe.

Dieser Schritt war mit eini­gen Risiken ver­bun­den und ist nach wie vor nicht immer easy. Aber das Risiko ist es wirk­lich wert gewe­sen. Ganz liebe Men­schen ste­hen hin­ter mir und unter­stützen mich bei allem, was ich tue. Das weiß ich sehr zu schätzen und ist nicht selbstverständlich.

Ich liebe meinen Job und den Shop und ich liebe es hier auf dem Blog zu schreiben.

Ich liebe meine Hunde. Die zwei sind so großar­tig. Ich habe eine tolle Fam­i­lie und bis auf das ein oder andere Wehwe­hchen sind wir alle gesund.

Ich bin nicht reich, aber das brauche ich auch nicht zu sein. Es gibt Dinge im Leben, die man nicht mit Geld bezahlen kann und genau diese Dinge habe ich.

Was will man mehr?

Es gibt Men­schen, die jagen jahre­lang einem Traum hin­ter­her und hal­ten sich mit dem Gedanken daran über Wasser. “Irgend­wann mal” oder “Ich wäre auch so gern” machen nicht glück­lich. Jed­erzeit kann uns etwas aus der Bahn wer­fen und uns endgültig von unserem Traum tren­nen. Ich möchte nicht eines Tages sagen “Hätte ich doch nur”…

9. Was macht dich wütend oder traurig?

Trau­rig und wütend macht mich die Men­schheit. Wenn ich sehe wie Men­schen miteinan­der umge­hen oder wie sie Tiere behan­deln, dann schäme ich mich ein Men­sch zu sein.

Ich habe kein Ver­ständ­nis für Rück­sicht­slosigkeit, Igno­ranz oder Arro­ganz. Ich brauche nie­man­den um mich, für den Worte wie Respekt, Tol­er­anz und Mit­ge­fühl Fremd­wörter sind.

Ich komme nicht umher mich zu fra­gen, warum man sich das Leben gegen­seitig schwer machen muss.

10. Wie sähe dein Leben aus, wenn du keinen Hund hättest?

Wahrschein­lich würde ich nun völ­lig gestresst in einer Großkan­zlei sitzen und Angst haben, meinen Job zu ver­lieren, wenn ich den Fall nicht gewin­nen kann.

In meinem Leben würde etwas fehlen. Ich wäre nicht ich, ohne Hund an meiner Seite.

Ein Leben ohne Hund kann ich mir niemals vorstellen. Nicht ein­mal für einen Tag.

11. Wie reagiert dein privates Umfeld, wenn du ihnen von deiner Tätigkeit und deinem Blog erzählst? Stehen sie hinter dir, oder fühlst du dich eher belächelt?

Meine Fam­i­lie steht immer hin­ter mir. Egal, was ich tue. Und sie wür­den niemals etwas, wofür mein Herz schlägt, belächeln.

Men­schen, die zum ersten mal davon hören, wis­sen oft nicht, was ein Blog ist und ahnen daher auch nicht, was da alles hin­ter­stecken kann.

Meine Fam­i­lie, meine Fre­unde lesen alle meinen Blog und wis­sen, dass der Blog nicht nur pri­vat, son­dern auch beru­flich wichtig für mich ist.

Dass ich von nie­man­dem belächelt werde, liegt aber auch wohl daran, dass ich fast auss­chließlich mit Hun­de­men­schen zusam­men bin.

Würde ich auf jeman­den aus meiner Schulzeit tre­f­fen, der mich als streb­samen, ange­hen­den Juris­ten im Gedächt­nis hat, so würde sicher der ein oder andere nicht ver­ste­hen, warum ich diesen Weg gegan­gen bin.

Als ich ange­fan­gen habe zu studieren, wollte ich in die Strafvertei­di­gung gehen. Das stand für mich fest. Erst ein sehr ver­stören­des Erleb­nis bei der Arbeit als Staat­san­wältin habe ich sicher gewusst, dass das Strafver­fahren nicht meine Welt sein kann.

Nun bin ich Anwältin für das Tier­recht, schreiben in meiner Freizeit diesen Blog und habe zudem den Shop Glück­shund. Ich hätte ja selbst nie gedacht, dass mein Leben ein­mal so ausse­hen kön­nte. Daher kann ich es auch nie­man­dem verü­beln, wenn ich erst ein­mal erk­lären muss, warum ich mache, was ich mache.

Vie­len Dank liebe Susann für die Nominierung. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Ich habe lei­der den Überblick ver­loren, wer schon alles nominiert wurde. Und weil ich selbst schon so oft nominiert habe, werde ich heute darauf verzichten. Wer möchte, kann aber gerne Susanns Fra­gen auf­greifen und sie beantworten 🙂