Monat: September 2017

So trocknet ihr Fleisch in eurem Backofen

Ich liebe es Leck­erlis für die Hunde selbst zubere­iten zu kön­nen. In vie­len Leck­erlis steckt einiges, was in dem Magen unserer Hunde nichts zu suchen hat. Wer es selbst macht, weiß, was in den Leck­erlis drin steckt und so kann bedenken­los genascht werden 🙂

Daher steht ganz oben auf meiner Wun­schliste ein Dör­rautomat. Doch das Exem­plar, welches ich mir aus­ge­sucht habe, kostet einiges. Und so wird der Dör­rautomat wohl doch auf meiner Wei­h­nachtswun­schliste lan­den. Ich hoffe, Her­rchen liest ger­ade mit 😀

Her­rchen, dies hier ist ein deut­licher Hin­weis. Ich wün­sche mir einen Dör­rauto­maten zu Weihnachten 🙂

So nun aber mal im Ernst 🙂

Da der Dör­rautomat wohl noch auf sich warten lässt, habe ich am ver­gan­genen Woch­enende ver­sucht, Fleisch im Back­ofen zu trock­nen. Schließlich habe ich beim Her­rchen Stromzahler angekündigt, dass ich den Back­ofen nutzen würde, falls er mir keinen Dör­rauto­maten kaufen würde. Ich finde, das ist dann nur fair 😀

Also ging es ab in den Super­markt. Dort habe ich 600 g Puten­brust mitgenommen.

Die Puten­brust habe ich anschließend in möglichst dünne Streifen geschnit­ten. Ich habe bewussst ver­sucht gegen die Faser zu schnei­den, damit der Kaus­paß ein wenig größer sein würde. Son­der­lich groß wur­den die Stücke nicht, dafür waren sie aber schön dünn. Mit den 600 g kon­nte ich zwei Back­bleche füllen. Um testen zu kön­nen, was besser funk­tion­iert, habe ich ein Back­blech und ein Lat­ten­rost benutzt.

Anschließend kam alles in den auf 160 Grad vorge­heizten Backofen.

Anschließend kommt alles für 30 bis 40 Minuten in den Ofen. Oft wird zu 30 Minuten ger­aten. Ich habe allerd­ings noch 10 weit­ere Minuten gewartet, weil die Puten­brust nach 30 Minuten noch sehr hell gewe­sen ist. Nach weit­eren 10 Minuten war sie schon deut­lich braun, sodass ich dann die Tem­per­atur auf 100 Grad ver­ringert habe. Eine weit­ere Stunde bleibt das Fleisch bei leicht geöffneter Back­ofen­tür im Ofen.

Anschließend sah das Ergeb­nis so aus:

Aus 600 g frischer Puten­brust wur­den 180 g getrock­nete Fleischstreifen.

Auf dem Lat­ten­rost funk­tion­iert es, wie erwartet, ein bißchen besser. Die Stücke vom Lat­ten­rost sind ein wenig dun­kler geworden.

Die abgekühlten Streifen kön­nen ganz ein­fach in einer Keks­dose gelagert wer­den. Sie müssen nicht in den Kühlschrank und hal­ten sich über Wochen und Monate. Gut, bei uns nicht 🙂 Die bei­den lieben die getrock­nete Hüh­ner­brust und Queen hat sogar ver­such sie vom Küchen­tisch zu klauen. Püppi knab­bert an den Stücken wesentlich länger als an nor­malen getrock­neten Fleis­chstreifen aus dem Tiermarkt.

Zur Abwech­slung kann man auch Rinder­fleisch ver­wen­den. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es wesentlich ein­fach ist, sich für kleine Wür­fel statt Streifen zu entschei­den. Rinder­fleisch lässt sich deut­lich schw­erer in Streifen schnei­den als Geflügelfleisch. Hier bleibt das Fleisch bei 170 Grad für 60 Minuten im Ofen. Anschließend bei leicht geöffneter Tür für weit­ere 2 Stun­den bei 90 Grad trock­nen lassen.

Habt ihr auch schon mal Fleisch im Back­ofen getrock­net? Oder habt ihr vielle­icht einen Dör­rauto­maten Zuhause?

Wir durften testen: Allein Daheim

Wir alle müssen zwis­chen­durch auch mal ohne unsere vier­beini­gen Lieblinge das Haus ver­lassen. Nicht bei allen Besorgun­gen und nicht bei allen Ter­mi­nen kön­nen wir unsere Vier­beiner mitnehmen.

Und so machen wir uns auf den Weg. Zu Fuß, mit dem Rad oder Kfz. Fahren über viel befahrene Straßen, ren­nen in Eile quer über die Straße oder fahren zu einem Ter­min über die Auot­bahn. Ich will nie­man­dem Angst machen, doch wir alle wis­sen, wie schnell etwas passieren kann. Fahrrad­fahrer befinden sich im toten Winkel, Fußgänger wer­den überse­hen und wie schnell es zu einem Unfall auf der Auto­bahn kom­men kann, muss ich hier nie­man­dem erzählen.

Wir wollen schnell wieder nach Hause zu unserem geliebten Vier­beiner, der schon sehn­süchtig auf uns wartet und so fahren wir schneller, wer­den unvor­sichtig oder überse­hen etwas oder jemanden.

Ich muss zugeben, dass ich nicht sel­ten ein komis­ches Gefühl habe, wenn ich Queen und Püppi alleine lassen muss. Nun bin ich es als von Zuhause arbei­t­ende Selb­st­ständige ohne­hin nicht gewohnt, die zwei nicht um mich zu haben. So fällt es mir oft umso schw­erer die Tür hin­ter mir zu zuziehen.

Oft kommt es bei uns zu Diskus­sio­nen, was unsere Woh­nungstür bet­rifft. Her­rchen möchte immer gerne abschließen, während ich die Tür meist ein­fach nur hin­ter mir zu ziehe. Ich weiß nicht warum, aber Queen und Püppi in der Woh­nung einzuschließen kommt mir oft vor, als würde ich ein unüber­wind­bares Hin­der­nis schaf­fen. Wie schnell kommt man zum Beispiel in einem Brand­fall bei uns in die Woh­nung? Ist es schwieriger, wenn dop­pelt abgeschlossen ist? Und sowieso: ret­tet jemand meine Hunde? Und woher soll über­haupt jemand wis­sen, dass die bei­den sich in der Woh­nung befinden?

Um den Ern­st­fall absich­ern zu kön­nen und gle­ichzeitig dem Hun­debe­sitzer für jeden Fall ein gutes Gefühl mitzugeben, hat sich “Allein daheim” nun etwas ein­fallen lassen.

Raoul Wruck, der Zweibeiner hin­ter “Allein Daheim”, hat Karten, Anhänger und Aufk­le­ber in einem Run­dum — Sor­g­los — Paket entwick­elt, damit dem Tier im Not­fall geholfen wer­den kann und damit wir beruhigt ohne unsere Hunde das Haus ver­lassen können.

Die Notfallkarte

Die Not­fal­lka­rte hat die Größe einer Kred­itkarte und kann im Porte­mon­aie platziert wer­den. Bei mir passt sie zum Beispiel in das Fach, in welchem nor­maler­weise ein Foto Platz finden kann. Durch das leuch­t­ende Gelb mit dem rot abge­set­zen Rand springt die Karte direkt ins Auge.

Auf ihr steht:

Mein Hund ist allein daheim. Falls ich durch eine Krankheit oder Ver­let­zung in Not ger­ate, kon­tak­tieren Sie bitte die auf der Rück­seite dieser Karte einge­tra­gene Per­son, sodass sie sich um meinen Hund kümmert.”

Auf der Rück­seite kann der Name des Hun­des einge­tra­gen wer­den. Zudem die Kon­tk­t­per­son sowie dessen Kontaktdaten.

Der Notfall — Schlüsselanhänger

Die Not­fallschlüs­se­lan­hänger beste­hen aus einer kleinen robusten Kun­st­stoff­platte, die mit­tels eines kleines Loches am Schlüssen­bund befes­tigt wer­den kann. Sie ist bei­d­seitig bedruckt und enthält die Worte

Mein Tier ist allein daheim. Siehe Karte in Brief­tasche für Notfallkontakt.”

Der Notfallaufkleber

Der Not­fal­laufk­le­ber ist in zwei Vari­anten erhältlich. Entweder kann man ihn von außen oder von innen aufk­leben. Müh­e­los lässt er sich anbrin­gen und auch wieder abnehmen. Der Aufk­le­ber klebt an jeder glat­ten sauberen Ober­fläche wie zum Beispiel an der Woh­nungs– oder Terassen­tür. Der Aufk­le­ber verblasst nicht in der Sonne und hält im Außen­bere­ich bis zu 4 Jahre.

Alle Pro­dukte zusam­men sind im soge­nan­nten Run­dum — Sor­g­los — Paket erhältlich.

Fazit

Das Run­dum — Sor­g­los — Paket gefällt mir richtig gut.

Der Anhänger und die Karte sind in einem leuch­t­en­den Gelb gefer­tigt, sodass sie direkt ins Auge sprin­gen. Gut finde ich, dass der Anhänger für den Schlüs­sel­bund auf die aus­führliche Not­fal­lka­rte in der Geld­börse hinweist.

Da Queen keinen Frem­den in die Woh­nung lassen und Püppi vor jedem Frem­den flüchten würde, finde ich super, dass man eine Kon­tak­t­per­son angeben kann, die im Not­fall benachrichtigt wird und sich um die Tiere küm­mern kann.

Der Aufk­le­ber fällt durch das große rot gedruckte Wort “NOTFALL” direkt ins Auge. Prak­tisch ist auch, dass man angeben kann, ob es sich um einen Hund oder eine Katze han­delt, die sich im Haus befindet (oder wahlweise auch ein anderes Tier angeben kann). Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit einen Not­fal­lkon­takt anzugeben. Oft haben Nach­barn oder Eltern einen Ersatzschlüs­sel, sodass man sich hier ein gewalt­freies Ein­drin­gen in die Woh­nung als Option offen hal­ten kann.

Auch, wenn jetzt einige denken mögen, “mir wird schon nichts passieren”, so hilft das Run­dum — Sor­g­los — Paket auch wenn es nicht zu einem Not­fall kommt in jedem Fall, denn es gibt einem ein beruhi­gen­des Gefühl. Man kann entspan­nter das Haus ver­lassen und weiß, dass im Ern­st­fall für das Tier gesorgt wäre.

Wen n ihr euch das Paket gerne bestellen möchtet, zum Shop von Allein Daheim gelangt ihr hier.


Die Pro­dukte sind mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt worden

Werbung: So versicherst du deinen Hund

Wir alle wis­sen oder haben sogar schon miter­lebt, wie schnell ein Hund einen Schaden verur­sachen kann. Ob angeleint oder nicht, oft ist es schneller passiert, als wir ein­greifen kön­nen. Der Hund kann noch so gut erzo­gen und sozial­isiert sein, ein Tier bleibt ein Tier. Zu 100% kön­nen wir das Ver­hal­ten unserer Hunde nie vorhersehen.

Und so kann eine vom Wind klap­pernde Müll­tonne oder ein plöt­zlich um die Ecke biegen­der Jog­ger schon als Aus­löser reichen. Der Hund kön­nte sich erschrecken und auf die Straßen sprin­gen. Doch was passiert, wenn dort ger­ade ein Auto ent­lang fährt. Kann er noch rechtzeitig brem­sen? Und wenn ja, fährt dann das Fahrzeug hin­ter ihm vielle­icht auf?

Ich selbst habe auch immer gedacht “Mir passiert so etwas nicht. Ich habe alles im Griff.”

Queen war unge­fähr einein­halb Jahre alt. Wir waren zusam­men in der Stadt und gin­gen den gle­ichen Weg zurück wie so oft. Vor der Gast­stätte stand wie immer der große sil­bernde Stan­daschen­becher. Es schien die Sonne und irgend­wie schien dieses große sil­bernde Ding das Licht zu spiegeln. Queen hat sich der­art erschrocken, dass sie aus­gewichen ist und plöt­zlich — trotz Leine — auf der Haupt­straße stand. Ich möchte gar nicht darüber nach­denken was passiert wäre, wenn genau in dem Moment ein Auto vor­beige­fahren wäre.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Anlagenring

Natür­lich denkt man als lieben­der Hun­debe­sitzer in erster Linie an seinen geliebten Vier­beiner. Schließlich soll unseren Schmuse­backen kein Haar gekrümmt werden.

Doch wenn der erster Schock ver­daut ist, kom­men Gedanken über mögliche andere Kon­se­quen­zen. Was wäre auf mich zugekom­men, wenn Queen in dem Moment einen Auf­fahrun­fall verur­sacht hätte. Wer hätte für die Schä­den gehaftet, wenn ein Rad­fahrer in dieser Sit­u­a­tion hätte auswe­ichen müssen und zu Fall gekom­men wäre?

Grund­sät­zlich haftet der Hun­debe­sitzer gemäß § 833 BGB für alle Schä­den, die der eigene Hunde verursacht.

Nehmen wir also mal an, dass zwei Autos ineinan­der gefahren wären. Ein Insasse vielle­icht mit einem Schleud­er­trauma ins Kranken­haus gekom­men wäre und vielle­icht sogar drei Tage arbeit­sun­fähig gewe­sen wäre. Dem Rad­fahrer wäre vielle­icht noch sein neues Smart­phone aus der Tasche gefallen und das teure Fahrrad wäre auch dahin.

Es kann also schnell teuer werden.

Es ist daher enorm wichtig, sich und seinen Hund durch eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung zu schützen. Diese Ver­sicherung kommt grund­sät­zlich für alle Sach-, Ver­mö­gens– und Per­so­n­en­schä­den auf, die der Hund verur­sacht hat. Auch Prozesskosten, Behand­lungskosten, Schmerzens­geld und sogar unge­wollte Deck­akte sowie Schä­den an Miet­sachen wer­den durch die Ver­sicherung gedeckt. Ohne eine solche haftet man mit seinem Pri­vatver­mö­gen in vollem Umfang.

Wir brauchen gar nicht so weit zu gehen und an mögliche Unfälle denken. Auch eine ver­schmutze Hose, zer­störtes Geschirr durch einen umgestoßener Gar­ten­tisch bei Fre­un­den oder kleine Kratzer an dem Sofa der Schwägerin. Auch diese “kleinen Dinge” kön­nen schnell teuer wer­den und es ist immer beruhi­gend zu wis­sen, dass man in einem solchen Fall nicht selbst ins Porte­mon­aie greifen muss.

In 15 von 16 Bun­deslän­dern gibt es bezüglich der Hun­de­haftpflichtver­sicherung geset­zliche Vor­gaben und das ist auch gut so.

Bre­men, Nor­drhein — West­falen, Hes­sen, Saar­land, Bay­ern, Sach­sen, Bran­den­burg sowie Rhein­land — Pfalz und Baden — Würt­tem­berg ord­nen an, dass die Hun­de­haftlichtver­sicherung Pflicht für alle Kampfhund ist. Welche Hun­derassen als solche gel­ten, kann den jew­eili­gen Lis­ten ent­nom­men werden.

Nor­drhein — West­fal­ten legt zudem fest, dass alle Hal­ter von Hun­den ab einer Wider­risthöhe von 40 cm und einem Gewicht von 20 kg eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung abschließen müssen.

In Ham­burg, Berlin, Sach­sen — Anhalt, Thürin­gen sowie Schleswig — Hol­stein und Nieder­sach­sen ist eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Rasse, Größe und Gewicht spie­len keine Rolle. Und genau diese Regelung sollte auch bun­desweit gel­ten. Jeder Hund, egal wie groß oder klein, kann einen Schaden verur­sachen. Ob sich nun Queen oder Püppi erschreckt und auf die Straße springt, kann es erhe­bliche Fol­gen haben, wenn sich genau dann ein Auto auf der Straße befindet. Und auch kleine Hunde kön­nen zubeißen (Chi­huahua liegen in der Beißs­ta­tis­tik ziem­lich weit oben). Auf Rasse, Gewicht oder Größe abzustellen macht keinen Sinn. Hund bleibt Hund und wenn ein Schaden entsteht kann es schnell teuer werden.

Die Anzahl an gerichtlich zu klären­den Fällen steigt stetig an, sodass die berechtigte Ver­mu­tung besteht, dass die Vorschriften zur Hun­de­haftpflichtver­sicherung bun­desweit in Zukunft strenger gehand­habt werden.

Aber auch unab­hängig von geset­zlichen Vorschriften sollte allein das per­sön­liche Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein dazu führen, dass man eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung abschließt. Sicher ist sicher.

Wenn ihr euch genauer über Hun­de­haftpflichtver­sicherun­gen informieren wollt, dann schaut unbe­d­ingt mal hier vor­bei. Dort findet ihr nicht nur zahlre­iche weit­ere Infor­ma­tio­nen, son­dern könnt euren Liebling von der Zunge bis zur Ruten­spitze schon für 5,55 EUR im Monat ver­sich­ern lassen.

Wieviel ist eigentlich zu viel?

Seit eini­gen Wochen beschäftigt mich immer wieder eine Frage:

Wieviel ist eigentlich zu viel? 

Wieviel Beschäf­ti­gung braucht ein Hund eigentlich wirk­lich? Wieviel Schlaf braucht er? Und ab wann ist es vielle­icht zuviel?

Um diese Fra­gen für mich beant­worten zu kön­nen, habe ich mit Queen und Püppi eine Art Exper­i­ment gestartet.

Mir war schon immer wichtig, dass meine Hunde art­gerecht beschäftigt wer­den. Dieser Gedanke folgt aus meinem Wun­sch, dass meine Hunde glück­lich sind. Ich möchte, dass es ihnen an nichts fehlt und eine art­gerechte Aus­las­tung steht dabei für mich ziem­lich weit oben auf der Liste.

Doch bevor es um Worte wie “zu viel” gehen kann, erzähle ich euch erst ein­mal wie bei uns die Tage so ausse­hen und warum ich mir über die Frage über­haupt Gedanken mache.

Bei uns sehen die Tage eigentlich ziem­lich ähn­lich auch. Dadurch, dass ich von Zuhause aus arbeite, kann ich mir meine Zeit frei einteilen.

Mor­gens gehen wir meis­tens ein­mal um das große Feld am Ende der Straße. Da die bei­den mor­gens ganz viel schnüf­feln, gehen wir rel­a­tiv langsam und sind meis­tens unge­fähr eine halbe Stunde unter­wegs. Da wir direkt nach dem Auf­ste­hen raus gehen, bin ich noch nicht ganz in der Welt und die bei­den kön­nen auf dieser Runde ein­fach Hund sein. Vor dem Früh­stück ist mir noch nicht so richtig nach Such­spie­len oder ähnlichem.

Kurz vor dem Mit­tag sind wir dann eine etwas größere Runde gegan­gen. Meis­tens so zwis­chen 45 und 60 Minuten. Auf dieser Runde beschäftige ich mich mit den bei­den. Wir machen Such­spiele, also Nasen– und Kop­far­beit, kleine Tricks und ähnliches.

Nach­mit­tags sind wir dann nochmal für eine gute halbe Stunde unter­wegs. Abends ca. 45 Minuten.

So kom­men wir auf ca. 2,5 bis 3 Stun­den täglich.

In den Abend­stun­den trick­sen Püppi und ich und Queen macht Such­spiele in der Wohnung.

Wenn ich Besorgun­gen machen muss, nehme die bei­den oft mit und wir hal­ten unter­wegs irgendwo an, wo es sich ger­ade ergibt und drehen eine Runde.

Zunächst fiel mir auf, dass wir uns in der Woh­nung immer weniger miteinan­der beschäftigt haben, weil die bei­den eigentlich immer schliefen oder zumin­d­est ruhten. Teil­weise wirk­ten die zwei draußen lust­los und trot­ten vor sich hin.

Und so kam zum ersten Mal die Frage auf:

Ist es für die zwei vielle­icht zu viel? Oder ist vielle­icht alles gut, wenn die Hunde Zuhause ruhen?

Ich fing an in Foren nachzule­sen, wie andere ihre Hunde beschäfti­gen. Doch die Mei­n­un­gen und Ansichten gin­gen so weit auseinan­der wie bei der Frage nach dem richti­gen Futter.

Einige schrieben, dass sie mit ihrem Hund mor­gens und abends 15 Minuten gehen wür­den, dafür aber mittgs um die 2 Stunden.

Manche gehen mor­gens eine Stunde und nehmen den Hund abends mit zum joggen.

Andere wider­rum drehen die meis­ten Run­den mit dem Rad oder lassen die Hunde viel in den Garten.

Antworten fand ich nicht. Doch was erhoffte ich mir eigentlich? Jeder Hund ist anders und man muss immer das richtige Maß für sich per­sön­lich finden. Doch ich habe zwei Hunde. Finde ich also eine Art Durchschnittswert?

2 Stun­den am Stück spazieren zu gehen kann ich mir nur vorstellen, wenn man einen richtig schö­nen Aus­flug macht. Doch täglich 2 Stun­den am Stück raus zu gehen und sonst nur kurz für 15 Minuten, wäre nichts für mich. Es kommt ja auch nicht auf die Länge der Runde an, son­dern auf die Qualität.

Mit den Hun­den joggen zu gehen, kann ich mir zwis­chen­durch mal vorstellen, doch ehrlich gesagt nicht als Regelmäßigkeit. Ein Hund hat nicht viel davon, wenn er mit zum Joggen kommt. Das entspricht über­haupt nicht dem natür­lichen Spazierver­hal­ten eines Hun­des. Ich habe vor gar nicht allzu langer Zeit über einen Mann gele­sen, der ein ganzes Rudel Hunde hielt. Er ver­suchte, diese so natür­lich wie möglich zu hal­ten und passte sich ihrem Ver­hal­ten an. Die Hunde gin­gen jeden Tag durch das gle­iche Gebiet, doch immer andere Wege. Und sie gin­gen sehr viel langsamer als er erwartet hatte. Sie tra­bten nur sel­ten, die meiste Zeit liefen sie langsam und schnüf­fel­ten unglaublich viel.

Ich bin auch kein Fre­und davon, jede Runde mit dem Rad zu drehen. Ich will mit meinen Hun­den gemein­sam gehen und nicht neben­her fahren.

Ich war also kein Stück weiter.

Also fing ich an, die bei­den entschei­den zu lassen. Auf den Run­den fol­gte ich den bei­den, wenn sie doch den Abstecher durch den Wald machen woll­ten. Wenn sie bis 12 Uhr ruhten, gin­gen wir erst dann raus. Brachten sie mir Spielzeug, so spiel­ten wir und wur­den sie unruhiger, macht­enh wir Such­spiele und trick­sten. So weit es möglich gewe­sen ist, habe ich mich nach den bei­den gerichtet. Zunächst dachte ich, jetzt wird es wild. Ich ver­mutete, dass Queen grund­sät­zlich den Abstecher durch den Wald und übers Feld machen würde. Bei Püppi ahnte ich, dass sie grund­sät­zlich zu jeder Tages– und Nachtzeit ihr Spielzeug brin­gen würde. Doch dem war  nicht so. Schnell pen­delte sich eine Rou­tine ein.

Let­z­tendlich glaub ich nun, ein gutes Maß gefun­den zu haben.

Wir gehen jetzt mor­gens eine etwas größere Runde, unge­fähr 45 Minuten. Dafür gehen wir nicht mehr am späten Vor­mit­tag, son­dern in der Mit­tagszeit für etwa eine Stunde raus. Auf der Mit­tagsrunde machen wir nach wie vor Kop­far­beit und Suchspiele.

Am Nach­mit­tag spie­len wir in der Woh­nung. Wir haben so viele Intel­li­gen­zspiele, die auf­grund der ganzen Run­den am Tag schon fast einges­taubt waren. Wir ver­stecken Spielzeug und Leck­ereien in der Woh­nung und tricksen.

Abends drehen wir noch mal eine Runde für ca. 45 Minuten.

Für die Mit­tagsrunde fahren wir meis­tens in den Wald oder an den See. Mit­tler­weile ken­nen wir genug Strecken, um an allen Wochen­t­a­gen woan­ders gehen zu kön­nen. Das macht uns allen Spaß. Die Hunde haben immer neue Ein­drücke und sind viel aufmerk­samer und mit mehr Freude dabei.

Natür­lich ist das alles nicht in Stein gemeißelt. Manch­mal muss ich Mit­tags Zuhause sein, weil ich Mate­r­ial bestellt habe und auf DHL warten muss. Dann bauen wir die Run­den eben drum herum, gehen etwas eher und dafür am Nach­mit­tag auf die Wiese.

Wir gehen also in der Regel nun eine Runde weniger raus und beschäfti­gen uns dafür mehr in der Woh­nung. So war es auch bevor Püppi ein­zog. Doch da mal mit einem jun­gen Hund öfter raus muss, ent­stand die vierte Runde. Nun ist Püppi erwach­sen und muss schon lange nicht mehr so oft raus.

Ich glaube, die bei­den sind ganz zufrieden so. Drei schöne Run­den am Tag — zwei nor­male Schnüf­fel­run­den und eine aufre­gende Runde woan­ders mit Nasen– und Kop­far­beit. Nach­mit­tags und oft auch abends spie­len wir in der Woh­nung. Die bei­den sind nach wie vor ruhig in der Woh­nung, doch kom­men zwis­chen­durch auch von alleine an und fordern mich zum Spie­len auf. Das finde ich schön und ich gehe da auch gerne drauf ein.

Dadurch, dass die bei­den fast nie alleine sind und ich sie viel mit­nehmen kann, bes­tim­men sie viel mit. Wenn sie mit­tags zu mir kom­men, dann weiß ich, dass sie ihre Runde drehen wollen. Das gefällt mir wesentlich besser als wenn ich schon fast für die Runde wecken muss.

Ich muss zugeben, dass es mir schwer fällt, das richtige Maß zu finden. Ich möchte nicht zu wenig mit ihnen machen, doch zu viel ist auch nicht gut. Beide zeigen keine Zeichen von Über­forderung oder Stress, daher denke ich, dass für die zwei alles in Ord­nung ist.

Aus der ganzen Zeit des Aus­pro­bierens und Über­legens nehme ich in jedem Fall mit, dass Bewe­gung zwar wichtig ist, doch dass es vor allem auf die Qual­ität der Run­den ankommt. Zehn Minuten Nase­nar­beit sind genauso anstren­gend wie eine Runde laufen zu gehen. Wir für unseren Teil mögen es auch mal in neuen Gebi­eten spazieren zu gehen und die bei­den genießen die vie­len neuen Eindrücke.

Ein Spazier­gang  bedeutet nicht zwangsläu­fig, dass der Hund auch art­gerecht beschäftigt ist. Doch man darf auch nicht unter­schätzen, dass Run­den in neuen Gebi­eten aufre­gend und daher anstren­gen­der sein kön­nen. Nase­nar­beit ersetzt zwar keine Runde, kann aber eine tolle Ergänzung sein. Auf aus­re­ichend Bewe­gung darf natür­lich nicht verzichtet wer­den, denn nur ein aus­re­ichend bewegtes Gelenk ist ein gesun­des Gelenk.

Doch da jeder Hund anders ist, muss jeder für sich her­aus­finden wieviel Beschäf­ti­gung sein Hund benötigt. Queen zum Beispiel hat eine ein­deutige Anzeige dafür, dass sie zu wenig Beschäf­ti­gung bekom­men hat: Wenn sie nicht aus­ge­lastet ist, wenn sie an der Leine an zu pöbeln. Dann weiß ich genau, dass sie mehr Kop­far­beit braucht 🙂

Bei dem richti­gen Maß spielt aber nicht nur der Hund eine Rolle, son­dern auch die eige­nen Leben­sum­stände. Unser All­tag würde wahrschein­lich anders ausse­hen, wenn wir einen Garten hät­ten. Hof­fentlich dauert das nicht mehr allzu lange 🙂

Wie ist es bei euch? Wie oft und wie lange geht ihr raus? Wie beschäftigt ihr eure Hunde?

Wir durften testen — ein Trick Trainingstagebuch

Als wir mit dem Dog­Dance ange­fan­gen haben, habe ich schon nach weni­gen Wochen gemerkt, wie viel man sich bei diesem Hun­de­sport eigentlich merken muss.

Wie habe ich den Trick noch gle­ich ange­fan­gen? Welchen Schritt musste ich noch mal ein­bauen, wenn Püppi sich zu weit dreht? Und welche Tricks hat sie eigentlich schon alles gel­ernt? Und das, obwohl ich eigentlich ein echt gutes Gedächt­nis habe…

Ich fing also an, mir kleine Zettelchen zu schreiben. Kleine Lis­ten mit Tricks, die sie schon gel­ernt hat. Hier noch ein kleines Zettelchen mit Ideen und dazu noch ein Pos­tIt mit Noti­zen zu ihrem Train­ings­stand. Und es lief genauso wie ich es mir hätte denken kön­nen: ich habe die Zettel verlegt.

Vor Kurzem bekam ich das Ange­bot, ein Trick Train­ingstage­buch zu testen. Das kam für mich natür­lich wie gerufen und so habe ich mich sehr gefreut, als ich zwei Tage später das kleine Buch schon in meinen Hän­den hal­ten durfte.

Das Train­ingstage­buch ist in drei große Teile eingeteilt.

Vorne darf man ein­tra­gen, wem das Tage­buch gehört und was das große Ziel ist. Auch kleine Zwis­chen­ziele finden vorne im Buch Platz.

Teil 1

Der erste Teil des Train­ingstage­buchs ist wie ein Vokalbel­heft aufgebaut.

Links kann man das Sig­nal ein­tra­gen, während man rechts unter dem Begriff “Beschrei­bung” auf­schreiben kann, was für ein Trick mit dem Kom­mando gemeint ist.

Dieser Teil gefällt mir richtig gut, da ich Kleinigkeiten wie “Rolle” oder “Turn” schnell mal beim Train­ing vergesse. So behält man schnell den Überblick. Ich übe mit Püppi meis­tens im Wohnz­im­mer. Das Train­ingstage­buch lag neben den Leck­erlis auf dem Esstisch und dank der über­sichtlichen Liste habe ich nichts vergessen.

Teil 2

Der zweite Teil des Buches wid­met sich dem Train­ings­stand des Hun­des. Auch hier kann man die Übung links eintragen.

Jedem Tag eines Monats wurde eine kleine Spalte gewid­met. Mith­ilfe der Leg­ende am Rand lässt sich der Train­ings­stand aufze­ich­nen. Am Rand befinden sich kleine Gesichter. Das lachende Gesicht für “hat geklappt”, das neu­trale Gesicht für “das geht besser” und das unglück­liche Gesicht für “üben, üben, …”. In die kleinen Spal­ten kann man also je nach Train­ings­stand das passende Gesicht einze­ich­nen und sieht so deut­lich und auf einem Blick wie sich der Hund entwick­elt hat.

Teil 3

Der größte und let­zte Teil des Buches besteht aus Seiten für detail­lierte Trainingsnotizen.

Neben all­ge­meinen Infor­ma­tio­nen wie das Datum und die Train­ingsart wurde auch an Fak­toren wie Ablenkung und Tageszeit gedacht. So lässt sich ein Zusam­men­hang zwis­chen äußeren Fak­toren und dem Train­ingser­folg erken­nen, der einem ohne detail­lierte Doku­men­ta­tion vielle­icht nie aufge­fallen wäre.

Links kann man wie gewohnt die Übung ein­tra­gen. Im großzügi­gen Teil für “Noti­zen” kann man nun aus­führlich ein­tra­gen, was einem aufge­fallen ist. Was klappt besser? Was ging schief? Wo muss vielle­icht noch genauer trainiert wer­den? Und bei welchen Übun­gen muss ich vielle­icht einen Train­ingss­chritt zurück gehen?

Unten auf den Seiten befindet sich ein Kästchen für “eigene Gefühle / Gedanken”.

Als Beispiel zeige ich euch mal, was ich zu der Übung “Fox” einge­tra­gen habe. Für alle, die nicht wis­sen, was dieses Kom­mando bedeutet: Beim Fox steht der Hund links neben seinem Zweibeiner und dreht sich eng am Kör­per rück­wärts um seinen Men­schen herum.

In das Kästchen “Ziele” habe ich einge­tra­gen, dass Püppi den Trick mehrfach hin­tere­inan­der wider­holt und ich mich zudem mit­drehen kann. Bei Noti­zen habe ich notiert, dass sie manch­mal in der End­po­si­tion schief auskommt. Das hat sich mit­tler­weile erledigt, da sie nun passend auskommt, sodass ich einen Haken hin­ter die Notiz gesetzt habe.

Die let­zte Seite des Buches lässt viel Platz für Noti­zen. Hier habe ich Ideen für die Chore­o­gra­phie gesam­melt und da ich nicht alles ver­raten will, zeige ich euch diese Seite erst­mal nicht 🙂

Fazit:

Mir hat das Train­ingstage­buch wirk­lich gut gefallen. Das Buch ist sehr aus­führlich gestal­tet, sodass jeder aus­re­ichend Platz findet, alles zu notieren, was er sich notieren möchte. Einige Fak­toren wie “Wet­ter” oder “eigene Gefühle” würde ich per­sön­lich jetzt nicht bei jedem Train­ing notieren, daher bleiben die Felder in meinem Fall ein­fach frei. Ich per­sön­lich hätte auch den Teil mit der Monat­süber­sicht nicht benötigt, aber ich bin mir sicher, dass viele diese Über­sicht super nüt­zlich finden wer­den. Jeder findet in jedem Fall genug Optio­nen, sich aus­re­ichen Noti­zen machen zu kön­nen. Das Buch kann flex­i­bel gestal­tet und genutzt wer­den, sodass jeder seiner Gewohn­heit, Noti­zen anzufer­ti­gen, Treu bleiben kann. Das empfinde ich als beson­ders pos­i­tiv. Wir sind ja alle Gewohn­heit­stiere und wenn ich gewzun­gen wäre, meine Art Noti­zen anzufer­ti­gen, umzustellen, würde ich vielle­icht nicht mehr wis­sen, was ich mit dem ein oder anderen gemeint habe. Das Buch lässt aber alle Möglichkeiten zu, sodass hier wirk­lich jeder mit klar kom­men wird.

Beson­ders gefallen hat mir der Teil für die Vok­a­beln am Anfang, weil dieser beson­ders über­sichtlich gestal­tet ist. Super ist auch, dass das Buch eigentlich per­fekt aufgeteilt ist. Für jeden Teil sind die richtige Anzahl an Seiten gewählt, sodass das Buch opti­mal genutzt wer­den kann.

Es hat eine han­dliche Größe und passt in jede Train­ingstasche. Der Umschlag ist unempfind­lich, sodass das Buch auch draußen im Gras liegen kann, ohne gle­ich schmutzig zu sein. Das Papier ist schön fest und lässt sich leicht beschreiben. Es drückt nichts durch.

Ich kann das Train­ingstage­buch uneingeschränkt empfehlen und bin froh, endlich keine Übun­gen mehr zu vergessen.

Das Train­ingstage­buch findet ihr übri­gens hier. In dem Onli­neshop bekommt ihr auch viele weit­ere Train­ingstage­bücher zu anderen Hun­de­sportarten wie IPO, Mantrail­ing, Obe­di­enst und viele mehr.

Das Pro­dukt wurde mit kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt.