Monat: November 2017

(Werbung) Wie du deinen Hund vor Giftködern schützen kannst

Nahezu täglich begeg­nen mir auf Face­book und anderen Social Media Kanälen War­nun­gen vor aus­gelegten Giftködern. Es ist der Alp­traum aller Hun­debe­sitzer und nicht ohne Grund gibt es nun auch in vie­len Hun­de­schulen Giftköder­sem­inare und –kurse.

Auch ich baue in meinen täglichen Run­den immer mal wieder Anti — Giftköder — Train­ing ein. Bei Queen bin ich mir sicher, dass sie nichts fressen würde, was am Weges­rand liegt, doch erstens kön­nen wir das Ver­hal­ten unserer Hunde niemals zu 100% vorherse­hen und zweit­ens habe ich einen kleinen Min­istaub­sauger namens Püppi, die trotz vieler Übun­gen wahrschein­lich munter in den Köder beißen würde.

Ich muss ehrlich zugeben: Ich habe oft gedacht, wird schon gut gehen. Man liest, wo über­all Giftköder verteilt wur­den und ist jedes mal entsetzt über die Skru­pel­losigkeit und Hin­ter­hältigkeit der Men­schen. Doch so richtig bedroht gefühlt habe ich mich nicht. Bis zu dem Tag, an dem Giftköder in der Heimat am beliebten Sil­bersee gefun­den wur­den. Ich erin­nere mich noch gut, dass ein Fre­und von mir zusam­men mit ein paar Kumpels abends am See in den Büschen lag, um die Per­son beim Ausle­gen der Köder erwis­chen zu kön­nen, doch lei­der erfol­g­los. Seit wir in Osnabrück wohnen sind Giftköder an der Tage­sor­d­nung. Immer wieder wer­den sie in bes­timmten Stadt­teilen gefun­den. Es ist ein schmaler Grad, denn die Häu­figkeit lässt viele Hun­debe­sitzer abs­tumpfen. Man mei­det  zwar die typ­is­chen Gebi­ete, doch sicher ist man den­noch nicht.

Doch wie schütze ich meinen Hund vor Giftködern? Wie verhalte ich mich, wenn ich vermute, dass mein Hund Gift gefressen haben könnte?

Peta hat in Zusam­me­nar­beit mit einem örtlichen Tier­arzt und dem Hun­de­ex­perten Hol­ger Schüler in Koop­er­a­tion mit dem Fut­ter­mit­tel­her­steller Josera einen kosten­losen Rat­ge­ber erstellt mit dem Titel „Giftköder – Wie kön­nen Sie Ihren Hund vor der Gefahr schützen?“.

Dieser bein­hal­tet u.a. wichtige Infor­ma­tio­nen zu den Punkten:

  • Hilfe zur Iden­ti­fika­tion von Giftködern
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen
  • Check­liste zum Auss­chnei­den für den Notfall
  • Präven­tive Maßnahmen
  • viele Experten Tipps

Giftköder sind ein ernst zu nehmendes Thema, über das möglichst viele Hun­debe­sitzer aufgek­lärt wer­den sollen. Eine Check­liste für den Not­fall hilft einem Ruhe zu bewahren und die richti­gen Schritte einzuleiten.

Daher schaut euch unbe­d­ingt den Rat­ge­ber an und verin­ner­licht die Erste — Hilfe — Maßnahmen.

Den Rat­g­ber findet ihr hier.

(Werbung) Bello & Friends — Komplettmenüs für Barfer

Das Thema unter den Hun­de­men­schen ist schein­bar nach wie vor das Fut­ter. Kein Wun­der, denn bei kaum einem anderen Thema gehen die Mei­n­un­gen so weit auseinander.

Wenn ich gefragt werde, erzähle ich, dass Queen und Püppi gebarft wer­den. Oft höre ich als Reak­tion “Das wäre mir ja zu aufwendig. Da habe ich keine Zeit für.”

Dabei kann Barfen doch so einfach sein.

Bello & Friends haben sich genau zu diesem Prob­lem etwas über­legt und Kom­plett — Menüs zusam­men gestellt. Diese müssen nur noch aufge­taut wer­den und sind anschließend bereit für den Hundenapf.

Easy, oder?

Die Menüs von Bello & Friends beste­hen aus einem hohem Fleis­chanteil, nährstof­fre­ichem Obst und Gemüse sowie hochw­er­ti­gen Ölen. Bello & Friends garantiert eine opti­male Zusam­menset­zung an Nährstoffen.

Das Team hin­ter Bello & Friends ist eine wirk­lich inter­es­sante Mis­chung von Hun­de­men­schen, die alle ein riesen Paket Erfahrung und Wis­sen mit­brin­gen. So stecken hin­ter dieser Firma nicht nur Hun­de­führer und ehe­ma­lige Aus­bilder, son­dern auch 30 Jahre Erfahrung in der Schlachter­branche. Auch ein Lebens­mit­tel­tech­niker ist mit an Bord.

Das Fleisch wird aus aus­gewählten EU — zer­ti­fizierten Fam­i­lien­be­trieben aus und um das idyl­lis­che Osie bezo­gen. Das beschauliche Dorf in der pol­nis­chen Woi­wod­schaft Kujaw­ien — Pom­mern zeich­net sich durch seine hochw­er­tige Viehzucht aus, die ihren Tieren mit endlich grü­nen Wiesen viel Platz für ein art­gerechtes Leben bietet. Das Obst und Gemüse wird tra­di­tionell vom Wochen­markt bezogen.

Wer also keine Lust auf die Zusam­men­stel­lung von Barf­menüs hat und eine Sauerei in der Küche ver­mei­den will, findet bei Bello & Friends garantiert tolle Zusam­men­stel­lun­gen für den Vierbeiner.

In den Menüs wird auf jede Art von Getreide oder Füll­stoffe verzichtet. Das Fleisch wird schlacht­frisch ver­ar­beitet und sofort Schock­ge­frostet. Ergänzt wird dieses durch frisches Obst und Gemüse sowie gesund­heits­förderne Kräuter und kalt­ge­presste Öle sowie Meersalz.

Die Auswahl ist sehr groß. Ange­fan­gen bei reinem Pfer­de­fleisch bis hin zu einem Mix aus Rind und Geflügel über zu Rind­fleisch und Ei. Hier ist für jeden aus­re­ichend Auswahl vorhanden.

Und was sagen wir

Queen und Püppi durften sich ein­mal durch das Menü fut­tern und haben dies auch mit Vergnü­gen gemacht.

Die Folie ließ sich sehr leicht von dem Fleisch tren­nen. Ein­fach ein­mal mit einem Messer von oben nach unten ent­lang schnei­den. Aber vor­sichtig bitte, für alle die sich an meinen Aus­rutscher erinnern 😉

Die Würste lassen sich bequem in eine Tup­per­dose legen und sind nach weni­gen Stun­den bereit für den Hundenapf.

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf die einzel­nen Menüs einge­hen, weil die Auswahl wirk­lich riesig ist und meine bei­den uneingeschränkt alles gern gefressen haben.

Nor­maler­weise stelle ich die Menüs selbst zusam­men, doch ich kann euch sagen: an den Luxus von Kom­plettmenüs gewöhnt man sich schnell 🙂

Ich finde es wirk­lich super, dass das Unternehmen auf art­gerechte Hal­tung der Tiere achtet und das Gemüse und Obst frisch vom Wochen­markt bezieht. Das bere­its Kräuter und Öl enthal­ten sind, ist natür­lich sehr praktisch.

Super finde ich auch, dass es die Menüs in zwei ver­schiede­nen Größen gibt: 250 g, 500 g und 1000g. Die kleineren Por­tio­nen sind zudem zu kleineren Stücken ver­ar­beitet. Super, dass auch an die kleinen Hunde gedacht wurde.

Uns hat sowohl das Unternehmen als auch die Pro­dukte wirk­lich gut gefallen. Es gab nichts, was die bei­den nicht gerne gefressen haben 🙂

Die Pro­dukte wur­den mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt.

Mythen rund um das Thema “Zweithund”

Ob auf der Hun­dewiese oder hier über den Blog — immer wieder begeg­nen mir Fra­gen rund um das Thema “Zwei­thund”. Und dabei wird oft deut­lich, dass sich in der Hun­dewelt schein­bar einige Mythen rund um dieses Thema ver­bre­itet haben. Oft werde ich gefragt, wie aufwendig ein zweiter Hund wirk­lich ist. Ich kann zwar nicht für alle sprechen, doch ich kann berichten und erzählen, wie das bei uns so läuft und das ein oder andere Gerücht aus der Welt räumen.

Ist der erste Hund gut erzogen, erzieht sich der zweite so mit. Der guckt sich das alles beim Älteren ab.”

Nö. Kann ich defin­i­tiv nicht bestäti­gen. Queen ist wirk­lich ein gut erzo­gener Hund. Sie ist lieb, verträglich, hört aufs erste Wort und muss meist nicht mal ange­sprochen wer­den. Sie läuft nicht weit von mir weg, rennt nicht zu anderen Hun­den und kommt von allein zu mir, wenn uns jemand ent­ge­gen kommt.

Dass es mit Püppi genauso wort­los funk­tion­iert,  kann ich nicht behaupten. Püppi hat kein Prob­lem damit auch mal 50 m weit übers Feld zu ren­nen oder mal ein­fach in den ein oder anderen Weg abzu­biegen, falls der aus ihrer Sicht inter­es­san­ter scheint. Püppi ist dur­chaus abruf­bar, doch sie ori­en­tiert sich bei weitem nicht so sehr an mir wie Queen es tut. Sie hört eben­falls auf meine Sig­nale, doch ich muss sie oft ansprechen.

Abgeguckt hat sie sich dafür Queens Flausen im Kopf. Queen macht auch gerne mal Quatsch und all diese Dinge hat Püppi bin­nen kurzer Zeit auch gemacht. So springt Queen zum Beispiel plöt­zlich auf, geht zur Spielzeugk­iste und schleud­ert und schüt­telt alles durch die Gegend, was ihr vor die Pfoten kommt. Auch herum­liegende Kissen oder Decken sind dann nicht sicher. Lässt man Queen alleine, obwohl sie vorher nicht mehr beschäftigt wurde, deko­ri­ert sie um. Alle Kör­bchen lan­den auf einem Haufen, der Tep­pich wird vor die Tür geschoben und alle Kissen, Decken und Handtücher wer­den wild verteilt. Püppi macht es genauso.

Also ja, die schauen sich schon einiges ab, aber meist nicht das, was man sich wünscht 🙂

Ob du nun mit einem oder zwei Hunden raus gehst, wo ist da der Unterschied?”

Ich finde, da ist ein sehr großer Unter­schied. Es gibt tausend inter­es­sante Stellen, die alle beschnup­pert und genau inspiziert wer­den müssen. Doch wenn der eine nach links läuft, rennt der andere nach rechts. Der eine läuft vor, der andere schnup­pert 15 Meter hin­ter einem und trödelt herum. Ich bin wirk­lich kein Fan von der Benutzung eines Smart­phones während der Hun­derunde, doch man nimmt es ja doch mit. Es kann ja immer mal etwas sein. Ein Hund kön­nte sich ver­let­zen oder man kön­nte den Schlüs­sel vergessen haben. Und während man mit einem Hund doch mal ein Auge zuge­drückt hat und schnell eine Nachricht beant­wortet oder gar ein Gespräch angenomen hat, ist nun nicht mehr daran zu denken. Während der eine nach links rennt und der andere noch hin­ter rechte im Gebüsch stöbert, kann man weder auf Nachrichten antworten noch telefonieren.

Und wenn man nicht möchte, dass seine Arme num 10 cm länger wer­den, dann soll­ten beide Hunde abso­lut leinen­führig sein, wenn man mit zwei Hun­den gle­ichzeitig an der Leine geht. Plöt­zliches brem­sen oder plöt­zlich nach links ziehen kann da schon mal das ein oder andere Leinen­chaos verur­sachen und endet im puren Stress. Ich habe das Thema am Anfang nicht allzu ernst genom­men. Haupt­sache sie ziehen nicht, war mein großes Ziel. Doch wenn man mit bei­den Hun­den an der Leine geht, dann ist ein plöt­zliches hier und da schnup­pern wirk­lich anstren­gend. Daher nehme ich das mit­tler­weile schon etwas genauer, nehme beide kurz wenn ich alleine mit ihnen raus gehe und gehe auf direk­tem Wege dor­thin, wo sie frei laufen können.

Man kann sich auch mit zwei Hunden gleichzeitig beschäftigen.”

Kann man. Klar. Dazu müssen aber auch einige Vorauset­zun­gen erfüllt sein und nicht auf alle hat man einen Einfluss.

Natür­lich kann man sich mit zwei Hun­den auf eine Wiese stellen und einen Ball wer­fen. Aber in meinen Augen kann man das höch­stens als Bespaßung, nicht aber als Beschäf­ti­gung beze­ich­nen. Unter art­gerechter Beschäf­ti­gung ver­stehe ich Kopf– und Nase­nar­beit, struk­turi­ertes Apportieren, Such­spiele und ähnliches.

Nehmen wir also mal den Klas­siker für Unter­wegs: wir ver­stecken Leck­erlis und lassen die Hunde suchen. Sollte man einiger­maßen struk­turi­ert vorge­hen wollen, so soll­ten beide Hunde das Sig­nal­wort “bleib” beherrschen und getrennt abruf­bar sein. Und glaubt mir, das ist wirk­lich nicht so ein­fach. Ich habe mehrere Wochen gebraucht bis ich beide Hunde getrennt abrufen kon­nte. Beide müssen also mit Frus­tra­tion umge­hen kön­nen und auch gel­ernt haben zu warten, während der andere “arbeiten” darf.

Zwei Hunde gle­ichzeitig zu beschäfti­gen erfordert Struk­tur und Übung.

Eine weit­ere und vielle­icht sogar wichtigere Voraus­set­zung ist, dass beide Hunde auch für diese Beschäf­ti­gung gemacht sind. Schäfer­hunde haben beim Agility nichts zu suchen. Sie sind vom Kör­per­bau her über­haupt nicht gemacht für diesen Sport und soll­ten diesen auch nicht ausüben. Queen geht gerne trailen und ist für jedes Such­spiel zu haben. Püppi mag Agility, Dog­Dance und ZOS.

Nun kann man natür­lich sagen, dass ich vorher hätte wis­sen kön­nen. Hab ich auch 🙂 Den­noch kann man auch zwei Hunde gle­icher Rasse haben und beide haben völ­lig unter­schiedliche Inter­essen und Veranlagerungen.

Man sollte also bedenken, dass man unter Umstän­den die Hunde auf kom­plett unter­schiedliche Weise beschäfti­gen muss.

Zwei Hunde bedeuten dop­pelt so viel Zeit und eine genaue Struk­tur. Natür­lich bedeuten zwei Hunde auch dop­pelt so viel Spaß, Freude und dop­pelt so viel Liebe im Haus. Ich möchte weder das Bärchen noch den Pupo­nauten mis­sen, doch ich finde, dass die vie­len Mythen rund um das Thema Zweti­hund gefährlich sein kön­nen. “Der zweite läuft so mit” kön­nte dazu führen, dass einem die Real­ität einen Ham­mer vor den Kopf haut. Würde ich nicht von Zuhause aus arbeiten, dann hätte ich keinen zweiten Hund in mein Leben geholt. Der Trend geht zum Zwei­thund, keine Frage und ich kann das super gut verstehen.

Doch es ist nicht so ein­fach wie es vielle­icht in den niedlichen Insta­gram Accounts aussieht.Und ich finde es auch nicht richtig, wenn man immer nur zeigt und erzählt wie toll doch alles ist. Natür­lich ist es traumhaft schön, wenn man zwei Hunde hat, die sich ver­ste­hen und mit denen man so viel Spaß haben kann. Doch es bedeutet viel Zeit und viel Arbeit. Immer nur die heile und per­fekte Welt zu zeigen, ver­mit­telt anderen den Ein­druck, als würde das alles mit links laufen. Ein zweiter Hund kommt dazu und plöt­zlich ist alles anders. Und wer muss es aus­baden? Die Hunde. Der erste, der vielle­icht zurück­stecken muss. Und / oder der zweite, der vielle­icht wieder abgegeben wird.

Zwei ren­nende und spie­lende Hunde auf der Wiese ist nur eine Momen­tauf­nahme. Es steckt viel Arbeit dahin­ter beide Hunde so frei ren­nen lassen zu können.

Zwei knud­del­nde Hunde im gle­ichen Kör­bchen ist niedlich anzuse­hen, doch erfordert auch eine zeit­in­ten­sive Aus­las­tung, dass beide Hunde so entspannt Zuhause sind.

Flauschige kleine Welpen knab­bern liebevoll am Ohr des Großen ist putzig und süß, doch erfordert eine per­fekte Sozial­isierung und Erziehung des ersten Hundes.

Und den­noch. Was ist besser als ein Hund? Genau. Zwei Hunde 🙂

Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte, findet weit­ere Erfahrun­gen und Infos in meinem Artikel mit dem Titel “7 Voraus­set­zun­gen für einen zweiten Hund”.