2924 — Fotobuch von Manuela Dörr ?>

2924 — Fotobuch von Manuela Dörr

Heute möchte ich euch ein Foto­buch von Manuela Dörr vorstellen.

2924 Hunde und 10 Tierheime

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich bisher noch keinen Hund aus dem Tier­schutz adop­tiert habe. Nicht, weil ich es nicht möchte, son­dern weil es sich ein­fach nicht ergeben hat. Der zweite Hund musste zu Queen passen und als ich mich Anfang des Jahres nach einem Zwei­thund umsah, war im Tier­schutz ein­fach nicht der richtige dabei. Das Bauchge­fühl muss stim­men und das war lei­der nicht der Fall.

Ob mein näch­ster Hund aus dem Tier­schutz kom­men wird? Ich weiß es nicht. Vielle­icht ja, vielle­icht aber auch nicht. Ich habe momen­tan ohne­hin nicht den Platz für einen drit­ten Hund. Doch ich kann mir sehr gut vorstellen eines Tages einen Hund aus dem Tier­schutz zu mir holen.

Warum erzähle ich das alles, wenn ich doch eigentlich das Buch vorstellen wollte?

Wenn ich an Tier­schutzhunde denke, dann habe ich auf­grund meiner man­gel­nden Erfahrung ganz bes­timmte Bilder vor Kopf. Ich sehe Hunde in Zwingern vor mir, die am Git­ter ste­hen und hin­auss­chauen. Eine Mis­chung aus Neugierde, Verzweifelung und Hil­flosigkeit strahlt aus ihren Augen.

Ich habe diese Zeilen geschrieben bevor ich das Buch von Manuela Dörr das erste Mal in den Hän­den hielt…

2016-10-21-09-34-54

Als ich es das erste Mal auf­schlug, musste ich erst ein­mal tief einatmen.

Eine Hündin mit ihen Welpen liegt in einem geschlosse­nen Raum auf einer Pappe. Ihre Augen sehen trau­rig aus. Beschützend legt sie ihre Beine um die trink­enden Welpen.

2016-10-21-09-35-03

Die Fotografien in dem Buch zeigen Tier­heime, die Manuela auf ihren Erkun­dun­gen begeg­net sind. Die Bilder sind weder inze­niert, noch dig­i­tal manipuliert.

In dem Fotoro­man geht es um eine Archtitek­tin namens Natalie, die vor die Auf­gabe gestellt wird ein Tier­heim zu errichten. Dabei mag Natalie über­haupt keine Hunde. Vor ihr liegt eine Reise, auf der sie sich die Architek­tur von 10 Tier­heimen anse­hen soll. Die dort gewonnenen Erken­nt­nisse solle sie in ihrem eige­nen Pro­jekt ein­bauen und umsetzen.

Von der Geschichte an sich möchte ich nur noch eines ver­raten: Die Kon­fronta­tion von Natalis Vorurteilen und der in den ver­schiede­nen Län­dern vorge­fun­de­nen Real­ität ist super span­nend und sehr lesenswert.

Die Fotos in diesem einzi­gar­ti­gen Buch sind schlicht eins: perfekt.

Man hätte es nicht besser machen kön­nen. Ich habe mir das Buch genom­men und mich in völ­liger Stille auf das Sofa gesetzt und erst ein­mal kom­plett durchge­blät­tert. Ich hatte das Gefühl mit­ten­drin zu sein. Die Bilder sind echt und kein bißchen gestellt. Es ist ein­fach großar­tig einen so echten und unver­fälschten Ein­blick in die ver­schiede­nen Tier­heime zu bekommen.

Auch das Buch an sich ist völ­lig ungewöhn­lich und passt ein­fach super zum großen Ganzen. Der Buchrücken ist offen. Das Design des Buches ist mehr als hochw­er­tig und gefällt mir total gut.

2016-10-21-09-46-09

Dieses Buch ist abso­lut empfehlenswert und zwar aus einem sim­plen Grund: es ist ehrlich.

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich das Thema Tier­schutz oft gemieden habe. Klar habe ich beru­flich oft mit Tier­schutzhun­den und den rechtlichen Prob­le­mem von Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen zu tun. Doch ich sehe die Hunde nicht. Die Hunde kom­men mit einer Chip­num­mer und einem Namen in meine Akte und bleiben auch dort. Sie gelan­gen nicht in meinen Kopf und ich war mir sicher, dass das genau richtig ist. Schließlich brauche ich einen kühlen Kopf und geord­nete Gedanken.

Doch nun habe ich sie in meinem Kopf. All die Bilder aus dem Buch von Manuela. Und heute bin ich mir sicher: die Augen vor den Zustän­den in den Tier­heimen zu schließen ist nicht der richtige Weg.

Ich danke Manuela nicht nur für das hand­sig­nierte Buch, son­dern auch für dieses unver­fälschte Bild der Real­ität. Ein wirk­lich tolles Buch, welches ich abso­lut empfehlen kann. Bes­timmt auch ein tolles Weihnachtsgeschenk 🙂

Das Buch ist uns kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt worden.

Das Buch könnt ihr übri­gens hier* bestellen.

 
*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 
Teilen Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+

3 thoughts on “2924 — Fotobuch von Manuela Dörr

  1. Hallo Sab­rina!
    Das Buch scheint wirk­lich toll zu sein und ja sooo ist die harte grausame Real­ität im Tierschutz. 

    Mich hat ja meine erste Schäfer­hund­hündin, die wir als Zweitbe­sitzer bekom­men haben,
    “wachgerüttelt.”
    Es war eine 8 Jahre Schäfer­hündin, die einem Mann gehört hat, der gestor­ben war.
    Der Sohn kon­nte sich nicht um sie küm­mern und hat eine Fre­undin, die im Tier­schutza­k­tiv ist, gefragt, ob sie ihm helfen könne einen guten Platz zu finden.
    Über die gemein­same TA kam dann der Hund zu uns. Als mir dann gesagt wurde, wie der Hunde (hat einen orginalen Stamm­baum) die ersten 8 Jahre seines Lebens leben musste, wußte ich, das ich hier die let­zten Jahre ein­fach nur noch ein Paradies schenken mußte. Dieser Hunde wurde mit Resten gefüt­tert (man fand kein Hun­de­fut­ter in der Woh­nung), hatte kein Korb, keine Decke, die Näpfe fand man total ver­schim­melt und ver­sporrt vor.
    Nach­barn erzählten, der Mann wäre nur um den Block gelaufen mit dem Hund und das in der Großs­tadt, wo es noch nicht ein­mal Gras­nar­ben gab, also auch kein Wald, keine Wiese, kein Wasser…
    Er soll auch immer wieder für 24 Stun­den ver­schwun­den sein um sich besaufen und dann heimgekom­men sein und seinen Rausch aus­geschlafen haben. Diese Hündin, der wir ein neues Zuhause gaben war soooo dankbar. Und alleine deswe­gen würde ich mir immer wieder Hunde aus dem Tier­schutz holen.
    Auch meine Klein­tiere sind aus dem Tier­schutz. Wir haben einen Hasen, der wurde abgeben, weil er bis­sig war. Es war auch so, dass er auf alles los­ge­gan­gen ist. Man kon­nte nur mit Leder­hand­schuhen in den Käfig rein­fassen. Er hat bei uns Freilauf im Wohnz­im­mer und mein Mann saß im Wohnz­im­mer als urplöt­zlich aus dem Nichts her­aus attakiert wurde. Er hatte mas­sive Bis­s­wun­den… Wir wis­sen nicht, was der arme Kerl in seinem Leben erdulden mußte, um so zu wer­den. Es dauerte eine Weile bis wir das Ver­trauen des Tieres gewon­nen hat­ten und aus dem bis­si­gen Hasen, ist ein zah­mer ver­schmuster Kerl gewor­den, der auch super dicke mit Lyko befre­un­det ist…

    Wir haben in der Nach­barschaft viele Hunde, sowohl aus dem Tier­schutz, als auch von Züchtern. Man merkt die Unter­schiede sehr deut­lich, aber ich würde nie was anderes als einem Tierschutzhund/-tier ein Zuhause geben. Mich beschämt der Gedanke, dass Men­schen sich Tiere holen, weil z.B. das Kind ein Tier zum Spie­len und Schmusen will, ist das Kind dann alt und ver­liert das Inter­esse wird das Tier aus­ge­setzt oder besten­falls ins Tier­heim gegeben. Ich schaue regelmäßig Tiere suchen ein zu Hause oder Tiervi­sion (im inter­net), besuche Tier­heim im Umkreis zu besuchen (z.B. bei Fes­ten dies sie aus­richten) und mit Spenden zu unter­stützen. Der Aufen­thalt in diesen Tier­heimen ist schlimm. Es kann lei­der nicht allen Tieren so gut gehen wie auf den Gnaden­höfen in Pok­ing oder Gut Aiderbichl.
    Am lieb­sten würde ich alle Tiere zu mir nach Hause nehmen und ihn ein gutes, liebevolles Zuhause geben und art­gerecht aus­las­ten und füt­tern. Mich macht es immer soooo wütend, das es solche Ein­rich­tun­gen wie Tier­heime, Tier­schut­zor­gan­ista­tio­nen über­haupt geben muß.
    Warum kön­nen Men­schen sie die Ver­ant­wor­tung für ein Tier übernehmen nicht bis zu Ende denken.
    Grad der Tier­schutz im Aus­land ist heftig, die Junghunde die von der Straße aufge­le­sen wer­den… Ich bewun­dere alle Men­schen die dort arbeiten und vor Ort helfen. Ich tue meinen Teil soweit es mir möglich ist… Müsste ich nicht vol­lzeit arbeiten gehen, würde ich meine Energie in den Tier­schutz stecken…

    1. Liebe Silke,
      vie­len Dank, dass du eure Geschichte und deine Ein­stel­lung zu Tier­heimen mit uns geteilt hast.
      Das Thema Kinder und Tiere sehe ich ähn­lich, allerd­ings finde ich es gut, wenn Fam­i­lien sich für ein Haustier entschei­den. So ler­nen die Kleinen, Tiere richtig zu behan­deln und zu schätzen. Das setzt natür­lich voraus, dass die Eltern ihre Kinder entsprechend anleiten.
      In vie­len Län­dern, die ich für das Pro­jekt besucht habe, ist das noch nicht so wie in Deutsch­land. Die Kinder müssen beson­ders durch die Arbeit von Tier­schützern und Lehrern etwas über den Umgang mit Tieren ler­nen. Dazu bedarf ist engagierter Men­schen – Bil­dung ist deshalb eine der meiner Mei­n­ung nach wichtig­sten Auf­gaben im Tierschutz.
      Liebe Grüße
      Manuela

      1. Hallo Manuela!

        Ja, Bil­dung und Aufk­lärung grad im Aus­land ist ver­mut­lich das was langfristig zum Ziel führen kann. 

        Liebe Grüße
        Silke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.