5 Möglichkeiten, einen Hund legal (und sicher?) im Auto zu transportieren

5 Möglichkeiten, einen Hund legal (und sicher?) im Auto zu transportieren

Gestern habe ich mein erster eigenes Auto gekauft 🙂 Da es sich um einen Neuwa­gen han­delt, muss ich noch ein paar Tage warten, bis es endlich vor der Tür steht. Genug Zeit, um her­auszufinden, wie ich Queen in dem Auto trans­portieren werden.

Aber zunächst zu den Möglichkeiten, die einem bei dieser Entschei­dung zur Wahl stehen.

Die Schutzdecke

Bei dem Gebrauch einer Schutzdecke wird der Hund auf der Rück­sichts­bank trans­portiert. Die Decke wird den Kopf­stützen befes­tigt, damit der Innen­raum möglichst wenig ver­schmutzt wird und der Hund nicht in den Fußraum fallen kann. Schutzdecken sind bere­its für unter 100 € in nahezu jedem Tier­fach­markt erhältlich. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass der Hund bei Kol­li­sio­nen kaum geschützt wird. Für uns kommt diese Möglichkeit daher nicht in Betracht.

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Ein Sicher­heits­gurt darf niemals am Hals­band befes­tigt werden

Der Sicherheitsgurt

Genau wie die Schutzdecke, ist auch der Sicher­heits­gurt dazu geeignet, dass der Hund auf der Rück­sitzbank trans­pori­ert wird. Allerd­ings muss hier in jedem Fall ein Geschirr ver­wen­det wer­den, welches am besten noch zusät­zlich gepol­stert ist. Sollte der Fahrer stark brem­sen müssen, kann der Hund in den Fußraum fallen, wenn der Sicher­heits­gurt zu lang ist. Der Hund hat zudem einen gewis­sen Bewe­gungsspiel­raum. Dies kann für das Tier zwar zunächst vorteil­haft wirken, im Falle eines Unfalls kann es jedoch gravierende Fol­gen haben. Zudem kann der Fahrer durch die Bewe­gung auf der Rück­sichts­bank gestört wer­den. Für uns kommt der Sicher­heits­gurt für das neue Fahrzeug nicht mehr in Betra­cht. Bisher habe ich Queen zwar auch diese Weise trans­portiert. Allerd­ings hat das auch den Nachteil, dass höch­stens ein Platz auf der Rück­sichts­bank frei ist. Ein weit­erer Nachteil sind die Haare und der Schmutz im Innenraum.

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Dies ist wohl keine sichere Transportmöglichkeit 🙂

Die Raumtrennung

Bes­timmte Fir­men haben eine Raumtren­nung entwick­elt, die direkt hin­ter den Fahrersitzen ange­bracht wird. Auf diese Weise kann ver­hin­dert wer­den, dass der Hund im Falle einer Kol­li­sion nach vorn geschleud­ert wird. Die Raumtren­nung besteht aus einem Geflecht von Gurt­bän­dern. Die Mon­tage ist jedoch rel­a­tiv aufwendig. Zudem kön­nen die hin­teren Sitze gar nicht mehr genutzt wer­den. Die Raumtren­nung gibt es nicht unter 300 €. Für uns keine Option, da ich immer mal wieder die Rück­sichts­bank benutzen muss.

Trennnetze und Trenngitter

Diese Möglichkeit sollte so aus­gestal­tet sein, dass sie vom Fahrzeug­bo­den bis zur Fahrzeugdecke reicht, um eine aus­re­ichende Sta­bil­ität gewährleis­ten zu kön­nen. Soll­ten diese nicht sta­bil am Fahrzeug befes­tigt sein, kön­nen sie im Zweifel nicht aus­re­ichen Sicher­heit bieten. Der Nachteil besteht in meinen Augen zudem darin, dass der Hund unter Umstän­den und je nach Fahrzeug eine große Fläche zur Ver­fü­gung hat. Queen würde ständig auf­ste­hen und sich anders hin­le­gen. Sobald wir an einer Ampel warten müssten, würde sie her­aus gucken. Das macht mich total ver­rückt und ich möchte nicht immer darauf achten müssen, dass sie auch wirk­lich liegt. Daher ist das für uns lei­der keine Option.

Transportboxen

Von Met­all bis Kun­st­stoff ist alles möglich. Daher vari­iert auch der Preis stark. Eine Box kann da schon mal schnell 300 — 400 € kosten. Die Vorteile liegen auf der Hand. Das Tier ist weites­ge­hend geschützt und kann den Fahrer nicht stören. Die Box kann je nach Größe sowohl im Kof­fer­raum als auch auf der Rück­sitzbank gestellt wer­den. Je nach Größe und Posi­tion muss diese jedoch zusät­zlich gesichert wer­den. Teil­weise müssen die Hunde jedoch erst an die Box gewöhnt wer­den. Wir wer­den uns auf jeden Fall für eine Box entschei­den. Queen ist mir per­sön­lich ein­fach zu aktiv im Auto. Würde sie ruhig liegen bleiben, kön­nte sie vielle­icht auch mit einem Tren­n­git­ter im Kof­fer­raum trans­portiert wer­den. Durch die Box muss ich mir auf jeden Fall keine Sor­gen mehr machen und spare mir die ständi­gen Blicke in den Rück­spiegel, um zu sehen, was sie ger­ade macht. Das lenkt mich immer stark ab, sodass das ein­fach nicht mehr trag­bar ist.

Ich möchte abschließend gern noch ein paar Worte zu den gesetzlichen Vorschriften verlieren:

Der Fahrer muss stets dafür sor­gen, dass die Verkehrssicher­heit des Fahrzeugs durch den Trans­port von Tieren nicht beein­trächtigt ist. Anson­sten droht ein Ver­war­nungs– oder Bußgeld. Frei bewegliche Tiere stellen immer eine Störung des Fahrers da. Zudem kann es im Falle eines Unfalls zu ver­sicherungsrechtlichen Prob­le­men kom­men, wenn der Hund nicht ord­nungs­gemäß trans­portiert wor­den ist. Es ist außer­dem immer sin­nvoll bei dem Kauf von entsprechen­den Pro­duk­ten auf DIN — Prü­fun­gen zu achten.

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Posted on: 26. August 2015Sabrina

12 Gedanken zu „5 Möglichkeiten, einen Hund legal (und sicher?) im Auto zu transportieren

  1. Liebe Sab­rina,
    aber denk für Queen bitte daran, falls Du sie in einer Box im Kof­fer­raum trans­portierst, der Boden recht hart ist & ihr die Stöße unan­genehm sein kön­nen. Cajus brauch inzwis­chen eine 10cm dicke Matratze, die die Stöße e t w a s abfed­ert. Er fährt wegen seinen Gelenken inzwis­chen gar nicht mehr gern Auto. 🙁 Dabei hab ich ihn doch am lieb­sten über­all dabei. 

    Liebe Grüße,
    Sarah von dogfaible

    1. Ja da hab ich auch schon dran gedacht. Ich hab mir eine dicke Schaum­stoff­matte besorgt, für die ich noch einen schö­nen Überzug nähen wollte. Wir haben zum Glück aktuell über­haupt keine Prob­leme wegen der Gelenke, aber Vor­sicht ist ja besser als Nach­sicht, daher hoffe ich, dass Queen mit der dicken matte gut zurecht kommt. Ich kann sie nicht länger auf der Rück­sitzbank trans­portieren. Ich geh davon aus, mal den ein oder anderen Man­dan­ten mit­nehmen zu müssen, sodass ich den Innen­raum immer sauber haben muss. Am lieb­sten würd ich sie ein­fach in den Kof­fer­raum legen, aber sie steht ständig auf und das macht mich ver­rückt beim fahren 🙂

  2. Liebe Sab­rina, liebe Queen,

    erst­mal her­zlichen Glück­wun­sch zum Autokauf!!! 😀

    Lola fährt schon seit Anfang an (das ist bei Ihrer Größe auch nicht so aufwendig 😉 ) in einer Trans­port­box und wir beide finden es ein­fach nur klasse. Für Lola ist es ein Rück­zug­sort, in welchem sie prima schlafen kann, und ich weiß, dass sie sicher ver­staut ist 🙂

    Habt einen feinen Tag und ganz liebe Grüße
    Julia und Lola

    1. Bleibst du denn immer liegen, oder stehst du ständig auf wie Queen? Mich macht das sehr nervös beim fahren, wenn sie sich ständig hin­stellt. Anson­sten wäre das Git­ter eine tolle Lösung für uns

  3. Woop Woop! Her­zlichen Glück­wun­sch zum neuen Auto!

    Moe sitzt auch im Kof­fer­raum. Im Polo saß er auf der Rück­sitzbank, gesichert mit so einem Anschnall­gurt am Geschirr und einer Decke, die ges­pannt war. Aber wie du schon sagst: Die ganze Rück­sitzbank war voller Haare (trotz Decke), dort kon­nte und wollte keiner mehr sitzen und Moe hat immer ver­sucht, nach vorne zu krabbeln.

    Hin­ten im Caddy ist nu Ruhe und das ist für alle besser so.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Habt ihr ihn dort noch zusät­zlich gesichert? Ich würd Queen am lieb­sten auch so trans­portieren aber sie bleibt ein­fach nicht ruhig liegen 🙁

  4. Her­zlichen Glück­wun­sch zum neuen Auto!!!!!!!!

    Ich benutze für Ren und Stimpy auch 2 Boxen, die ich im Kof­fer­raum trans­portiere! Für mich die beste und sich­er­ste Lösung.
    Der Boden der Boxen ist mit dicken Kissen gemütlich gemacht sodass sie auch län­gere Fahrten darin bestens über­ste­hen. Sie wer­den nicht abge­lenkt da sie nicht aus den Fen­stern gucken kön­nen. Zudem bin ich auch beim Fahren nicht abge­lenkt da ich weiß dass sie sicher ver­staut sind!

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

  5. Na auch wir wollen uns recht her­zlich den Glück­wün­schen anschließen und wün­schen allzeit gute und hun­de­fre­undliche Fahrt 😉

    Chilli fährt in meinem Auto auf der Rück­bank mit, natür­lich mit Geschirr und Gurt gesichert. 😉 In Bezug auf die Schutzdecke hat­ten wir bisher zum Glück keine solche Prob­leme, wie ihr beschrieben habt. Ich kann den Gurt durch eine kleine Öff­nung der Decke ziehen und dann mit einem Reißver­schluss wieder so gut ver­schließen, dass nur sehr sel­ten ein Hun­de­haar mal mit durchrutscht.

    In der “Fam­i­lienkutsche” 😛 fährt sie im Kof­fer­raum mit, ist aber auch da äußerst ruhig, legt sich hin und man merkt sie im Auto eigentlich gar nicht, da sie wirk­lich sehr gerne fährt und sehr geduldig ist 😉

    Lieb­ste Grüße senden Jule & Chilli

  6. Hallo,
    Glück­wun­sch zum Auto! Und toll, dass du dir so viele Gedanken zum Trans­port von Queen machst. Ich finde eine Box auch super, es ist aber unbe­d­ingt notwendig (und am sich­er­sten für alle) wenn die Box einen soge­nan­nten Notausstieg hat. Im Falle eine Unfalls, sagen wir, es fährt dir jemand in den Kof­fer­raum, kön­nen sich die Aluboxen ver­biegen und du bekommst deinen Hund nicht mehr aus dem Auto. Das berück­sichti­gen lei­der viele nicht. Es ist halt auch nochmal was teurer, aber gute Boxen gibt es halt erst ab einem gewis­sen Preis.
    Wir haben ein Heckschutzgit­ter. Das ist quasi nochmal eine Kof­fer­raumk­lappe, die kom­biniert mit einem Tren­n­git­ter zwis­chen Kof­fer­raum und Hin­ter­sitze kom­biniert wird. Dafür gibt es auch noch Tren­mgit­ter, dass man den Kof­fer­raum nochmal teilt, dass für den Hund nicht mehr der ganze Platz zur Ver­fü­gung steht. Wir haben unseres super gün­stig bei EBay gekauft.
    Liebe Grüße

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