Recht und Hund

5 Möglichkeiten einen Hund legal in einem Auto zu transportieren

Die Welt zu ent­deck­en und etwas zu erleben liegt in den Genen unser­er Hunde. Daher fahren wir oft mit dem Auto los, um Abwech­slung in unsere Hun­derun­den zu brin­gen. Manch­mal hal­ten wir ein­fach irgend­wo an, manche Routen laufen wir immer wieder.

Doch wie kann man seinen Hund eigentlich am besten im Auto trans­portieren? Was ist erlaubt und sich­er?

Die Schutzdecke

Bei dem Gebrauch ein­er Schutzdecke wird der Hund auf der Rück­sichts­bank trans­portiert. Die Decke wird den Kopf­stützen befes­tigt, damit der Innen­raum möglichst wenig ver­schmutzt wird und der Hund nicht in den Fußraum fall­en kann. Schutzdeck­en sind bere­its für unter 100 € in nahezu jedem Tier­fach­markt erhältlich. Der Nachteil beste­ht jedoch darin, dass der Hund bei Kol­li­sio­nen kaum geschützt wird. Daher ist unbe­d­ingt erforder­lich, dass der Hund zusät­zlich durch einen Anschnall­gurt an seinem Geschirr befes­tigt wird.

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Ein Sicher­heits­gurt darf niemals am Hals­band befes­tigt wer­den

Der Sicherheitsgurt

Bei einem Sicher­heit­shurt muss hier in jedem Fall ein Geschirr ver­wen­det wer­den, welch­es am besten noch zusät­zlich gepol­stert ist. Sollte der Fahrer stark brem­sen müssen, kann der Hund in den Fußraum fall­en, wenn der Sicher­heits­gurt zu lang ist. Der Hund hat zudem einen gewis­sen Bewe­gungsspiel­raum. Dies kann für das Tier zwar zunächst vorteil­haft wirken, im Falle eines Unfalls kann es jedoch gravierende Fol­gen haben. Zudem kann der Fahrer durch die Bewe­gung auf der Rück­sichts­bank gestört wer­den.

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Dies ist wohl keine sichere Trans­port­möglichkeit 🙂

Die Raumtrennung

Bes­timmte Fir­men haben eine Raumtren­nung entwick­elt, die direkt hin­ter den Fahrersitzen ange­bracht wird. Auf diese Weise kann ver­hin­dert wer­den, dass der Hund im Falle ein­er Kol­li­sion nach vorn geschleud­ert wird. Die Raumtren­nung beste­ht aus einem Geflecht von Gurt­bän­dern. Die Mon­tage ist jedoch rel­a­tiv aufwendig. Zudem kön­nen die hin­teren Sitze gar nicht mehr genutzt wer­den. Die Raumtren­nung gibt es nicht unter 300 €.

Trennnetze und Trenngitter

Diese Möglichkeit sollte so aus­gestal­tet sein, dass sie vom Fahrzeug­bo­den bis zur Fahrzeugdecke reicht, um eine aus­re­ichende Sta­bil­ität gewährleis­ten zu kön­nen. Soll­ten diese nicht sta­bil am Fahrzeug befes­tigt sein, kön­nen sie im Zweifel nicht aus­re­ichen Sicher­heit bieten. Der Nachteil beste­ht in meinen Augen zudem darin, dass der Hund unter Umstän­den und je nach Fahrzeug eine große Fläche zur Ver­fü­gung hat. Manche Hunde kön­nten diesen Raum nutzen, oft auf­ste­hen oder an ein­er roten Ampel unruhig wer­den. Das kann den Fahrer unter Umstän­den stören oder nervös machen.

Transportboxen

Von Met­all bis Kun­st­stoff ist alles möglich. Daher vari­iert auch der Preis stark. Eine Box kann da schon mal schnell 300 — 400 € kosten. Die Vorteile liegen auf der Hand. Das Tier ist weites­ge­hend geschützt und kann den Fahrer nicht stören. Die Box kann je nach Größe sowohl im Kof­fer­raum als auch auf der Rück­sitzbank gestellt wer­den. Je nach Größe und Posi­tion muss diese jedoch zusät­zlich gesichert wer­den. Teil­weise müssen die Hunde jedoch erst an die Box gewöh­nt wer­den.

Ich möchte abschließend gern noch ein paar Worte zu den gesetzlichen Vorschriften für den Transport von Tieren in einem Auto verlieren:

Der Fahrer muss stets dafür sor­gen, dass die Verkehrssicher­heit des Fahrzeugs durch den Trans­port von Tieren nicht beein­trächtigt ist. Anson­sten dro­ht ein Ver­war­nungs- oder Bußgeld. Frei bewegliche Tiere stellen immer eine Störung des Fahrers da. Zudem kann es im Falle eines Unfalls zu ver­sicherungsrechtlichen Prob­le­men kom­men, wenn der Hund nicht ord­nungs­gemäß trans­portiert wor­den ist. Es ist außer­dem immer sin­nvoll bei dem Kauf von entsprechen­den Pro­duk­ten auf DIN — Prü­fun­gen zu acht­en.

12 Comments on “5 Möglichkeiten einen Hund legal in einem Auto zu transportieren

  1. Liebe Sab­ri­na,
    aber denk für Queen bitte daran, falls Du sie in ein­er Box im Kof­fer­raum trans­portierst, der Boden recht hart ist & ihr die Stöße unan­genehm sein kön­nen. Cajus brauch inzwis­chen eine 10cm dicke Matratze, die die Stöße e t w a s abfed­ert. Er fährt wegen seinen Gelenken inzwis­chen gar nicht mehr gern Auto. 🙁 Dabei hab ich ihn doch am lieb­sten über­all dabei.

    Liebe Grüße,
    Sarah von dog­faible

    1. Ja da hab ich auch schon dran gedacht. Ich hab mir eine dicke Schaum­stoff­mat­te besorgt, für die ich noch einen schö­nen Überzug nähen wollte. Wir haben zum Glück aktuell über­haupt keine Prob­leme wegen der Gelenke, aber Vor­sicht ist ja bess­er als Nach­sicht, daher hoffe ich, dass Queen mit der dick­en mat­te gut zurecht kommt. Ich kann sie nicht länger auf der Rück­sitzbank trans­portieren. Ich geh davon aus, mal den ein oder anderen Man­dan­ten mit­nehmen zu müssen, sodass ich den Innen­raum immer sauber haben muss. Am lieb­sten würd ich sie ein­fach in den Kof­fer­raum leg­en, aber sie ste­ht ständig auf und das macht mich ver­rückt beim fahren 🙂

  2. Liebe Sab­ri­na, liebe Queen,

    erst­mal her­zlichen Glück­wun­sch zum Autokauf!!! 😀

    Lola fährt schon seit Anfang an (das ist bei Ihrer Größe auch nicht so aufwendig 😉 ) in ein­er Trans­port­box und wir bei­de find­en es ein­fach nur klasse. Für Lola ist es ein Rück­zug­sort, in welchem sie pri­ma schlafen kann, und ich weiß, dass sie sich­er ver­staut ist 🙂

    Habt einen feinen Tag und ganz liebe Grüße
    Julia und Lola

    1. Bleib­st du denn immer liegen, oder stehst du ständig auf wie Queen? Mich macht das sehr nervös beim fahren, wenn sie sich ständig hin­stellt. Anson­sten wäre das Git­ter eine tolle Lösung für uns

  3. Woop Woop! Her­zlichen Glück­wun­sch zum neuen Auto!

    Moe sitzt auch im Kof­fer­raum. Im Polo saß er auf der Rück­sitzbank, gesichert mit so einem Anschnall­gurt am Geschirr und ein­er Decke, die ges­pan­nt war. Aber wie du schon sagst: Die ganze Rück­sitzbank war voller Haare (trotz Decke), dort kon­nte und wollte kein­er mehr sitzen und Moe hat immer ver­sucht, nach vorne zu krabbeln.

    Hin­ten im Cad­dy ist nu Ruhe und das ist für alle bess­er so.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Habt ihr ihn dort noch zusät­zlich gesichert? Ich würd Queen am lieb­sten auch so trans­portieren aber sie bleibt ein­fach nicht ruhig liegen 🙁

  4. Her­zlichen Glück­wun­sch zum neuen Auto!!!!!!!!

    Ich benutze für Ren und Stimpy auch 2 Box­en, die ich im Kof­fer­raum trans­portiere! Für mich die beste und sich­er­ste Lösung.
    Der Boden der Box­en ist mit dick­en Kissen gemütlich gemacht sodass sie auch län­gere Fahrten darin bestens über­ste­hen. Sie wer­den nicht abge­lenkt da sie nicht aus den Fen­stern guck­en kön­nen. Zudem bin ich auch beim Fahren nicht abge­lenkt da ich weiß dass sie sich­er ver­staut sind!

    Viele liebe Grüße
    Stef­fi mit Ren & Stimpy

  5. Na auch wir wollen uns recht her­zlich den Glück­wün­schen anschließen und wün­schen allzeit gute und hun­de­fre­undliche Fahrt 😉

    Chilli fährt in meinem Auto auf der Rück­bank mit, natür­lich mit Geschirr und Gurt gesichert. 😉 In Bezug auf die Schutzdecke hat­ten wir bish­er zum Glück keine solche Prob­leme, wie ihr beschrieben habt. Ich kann den Gurt durch eine kleine Öff­nung der Decke ziehen und dann mit einem Reißver­schluss wieder so gut ver­schließen, dass nur sehr sel­ten ein Hun­de­haar mal mit durchrutscht.

    In der “Fam­i­lienkutsche” 😛 fährt sie im Kof­fer­raum mit, ist aber auch da äußerst ruhig, legt sich hin und man merkt sie im Auto eigentlich gar nicht, da sie wirk­lich sehr gerne fährt und sehr geduldig ist 😉

    Lieb­ste Grüße senden Jule & Chilli

  6. Hal­lo,
    Glück­wun­sch zum Auto! Und toll, dass du dir so viele Gedanken zum Trans­port von Queen machst. Ich finde eine Box auch super, es ist aber unbe­d­ingt notwendig (und am sich­er­sten für alle) wenn die Box einen soge­nan­nten Notausstieg hat. Im Falle eine Unfalls, sagen wir, es fährt dir jemand in den Kof­fer­raum, kön­nen sich die Alubox­en ver­biegen und du bekommst deinen Hund nicht mehr aus dem Auto. Das berück­sichti­gen lei­der viele nicht. Es ist halt auch nochmal was teur­er, aber gute Box­en gibt es halt erst ab einem gewis­sen Preis.
    Wir haben ein Heckschutzgit­ter. Das ist qua­si nochmal eine Kof­fer­raumk­lappe, die kom­biniert mit einem Tren­n­git­ter zwis­chen Kof­fer­raum und Hin­ter­sitze kom­biniert wird. Dafür gibt es auch noch Tren­mgit­ter, dass man den Kof­fer­raum nochmal teilt, dass für den Hund nicht mehr der ganze Platz zur Ver­fü­gung ste­ht. Wir haben unseres super gün­stig bei EBay gekauft.
    Liebe Grüße

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