AgiTrailTagebuch — Woche 2 ?>

AgiTrailTagebuch — Woche 2

Ver­gan­gene Woche habe ich euch erzählt, dass die bei­den Fell­monster nun ihr eigenes Hobby gefun­den haben. Püppi geht zum Agility und Queen zum Mantrailing.

Einige von euch haben mich gefragt, ob ich nicht regelmäßig über unsere Erleb­nisse und Fortschritte beim Hun­de­sport berichten könnte.

Klar, nichts leichter als das.

Und schwups war das Agi­Trail­T­age­buch geboren.

Agility

Püppi war nun zum zweiten Mal beim Agility.

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Wir haben eine kleine Gruppe zusam­men mit Bar­ney und Bub­bles — Püp­pis Fre­unde aus der Welpenstunde.

In der ersten Stunde hat sich deut­lich gezeigt, dass Püppi nicht so selb­st­sicher ist, wie ich sie eingeschätzt habe. Zumin­d­est ist sie weitaus unsicherer, wenn Queen nicht in der Nähe ist.

Der Tun­nel und die Röhre wur­den vor­sichtig durch­laufen und die Wippe war irgend­wie gruselig. Geweigert hat sie sich nicht, aber sie war vorsichtig.

Beim zweiten Mal war die Sit­u­a­tion schon um einiges entspan­nter. Der Tun­nel und die Röhre sind kein Prob­lem mehr. Die Wippe nimmt sie zwar langsam, aber sie geht kom­plett ent­lang und springt nicht an der Seite herunter. Die ersten kleinen Mini­hür­den sind einge­baut wor­den. Das klappt schon richtig gut. Sie springt über die winzige Hürde und weiß genau, was sie tun soll.

Auch die Slalom — Stan­gen klappten von Anfang an richtig gut. Wir gehen dabei rück­wärts und locken die Hunde mit Fut­ter durch die Stan­gen. Dabei nutzen wir die Worte “Sla” und “lom”.

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Wir kon­nten auch schon den ersten kleinen Par­cour laufen. Hier­bei wur­den Geräte wie Tun­nel oder Röhre jew­eils mit zwei kleinen Hür­den kom­biniert. Teil­weise musste auch ich mich erst ein­mal koor­dinieren. Die Hunde wer­den stets auf einer bes­timmten Seite geführt. Teil­weise muss man sich also sowohl auf den Hund, die näch­ste Hürde als auch seine eigene Kör­per­sprache konzen­tri­eren während man das Fut­ter in der Hand auch auf der richti­gen Seite hal­ten muss. Ganz schön kompliziert 🙂

Püppi hat auf jeden Fall eine Menge Spaß, beson­ders wenn sie merkt, dass sie etwas richtig gut gemacht.

Mantrailing

Queen war zum zweiten Mal trailen.

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Direkt zu Anfang haben wir drei kleine Spuren hin­tere­inan­der gemacht.

Bei den ersten bei­den ver­steckte sich unser “Opfer” direkt hin­ter einer näch­sten Ecke. Die dritte Spur enthielt zwei Abbiegun­gen. Lustig war Queens Gesicht­saus­druck beim drit­ten Trail hin­ter der ersten Ecke. “Hier muss sie doch sein? Sie stand doch ger­ade auch hin­ter der ersten Ecke.”

Aber sie hat schnell gemerkt, dass sie weit­er­laufen muss und hat das auch super gemacht.

Wir waren dieses Mal nicht im Wald, son­dern in einer Sied­lung in einem kleinen Ort.

Wir sind noch zwei weit­ere Trails gelaufen. Diese sind etwas länger gwor­den. Ein­mal ging es ca. 300 Meter und drei oder vier mal um die Ecke. Beim let­zten Trail waren es ca. 500 oder 600 Meter und es ging noch einige weit­ere Mal um die Ecken.

Queen hat das super gemacht. Sowohl sie als auch ich brauchen aber noch Anleitung von der Trainerin.

Queen ist manch­mal unsicher, ob sie weit­er­laufen soll. Sie schaut mich dann an als wolle sie sagen “Echt noch weiter?” Sie ließ sich auch ein­mal von einem Briefzusteller ablenken. Irgend­wie war das leicht qui­etschende Fahhrad inter­es­sant für sie. Aber sie fand schnell zu ihrer Auf­gabe zurück.

Auch ich brauche manch­mal noch Anweisun­gen. Zum Teil bin ich zu schnell gelaufen oder habe ihr zu wenig Leine gelassen. Aber das kriegen wir schon hin.

Queen hat einen wahnsin­ni­gen Spaß bei der Sache.

Sobald das “Opfer” losläuft kriegt sie dieses ver­rückte Spiel­gesicht, was sie sonst nur macht, wenn sie einen Ball sieht.

Beim ersten Trailen war sie noch sehr schüchtern den anderen Zweibeiner gegenüber. Beim zweiten Tre­f­fen war das direkt ganz anders. Sie ging sofort zu den Leuten hin und ließ sich streicheln.

Bei ihrem Trail sind alle mit­gekom­men. Nach­dem sie von mir und auch von der Trainerin gelobt wurde, ging sie zu jedem einzel­nen hin und ließ sich aus­giebig stre­icheln. Ein älterer Herr ging nicht bewusst auf sie zu, weil Queen ver­gan­gene Woche noch sehr ver­hal­ten ihm gegenüber war. Queen ging jedoch auch zu ihm und schaute ihn an als wolle sie sagen “Ich habe das doch richtig gut gemacht. Du musst mich auch loben.” 🙂

Die Trainerin ist sich sicher, dass das total “Quee­nis Ding” ist. Ich bin ges­pannt wo die Reise hingeht und freue mich schon auf die näch­ste Woche. Dann trailen wir an einer alten Mühle.

 Und näch­stes Mal gibt es auch einige Fotos vom Trailen  — versprochen 🙂

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8 thoughts on “AgiTrailTagebuch — Woche 2

  1. Oh das klingt so span­nend und ich freue mich für Euch, dass es so gut läuft. Mit Lyko bin ich auch mal Spaßhal­ber auf einem Hun­de­platz ein paar Agi-Gerät gelaufen. Beim Tun­nel ist er immer neben­dran vorbei…,Wippe ging gut, aber die war sehr niedrig und Steg ging er ein­mal danach nicht mehr.
    Er darf ja keinen Sport mehr machen, wegen seinem Kreuzban­dan­riss. Zudem meinte untere Trainierin ganz am Anfang, das würde ihn zu sehr auf­putschen. Mit Nase­nar­beit haben wir für Lyko auch die Richtige Beschäf­ti­gung gesucht. Er hat am Sam­stag, als wir Fährten legten und der erste Kursteil­nehmer die Spur lief im Auto die ganze Zeit gebellt und gemotzt, weil er so lange warten mußte. 

    Ich habe auch gehört, dass ger­ade diese Art von Aus­las­tung für unsichere Hunde gut geeignet seien.
    (Stand auch jetzt im Sprachkurs-Buch von Mar­tin Rütter)

  2. Hey,
    schön das Ihr ein passendes Hobby für Queen und Püppi gefun­den habt.
    Ich mache ja schon lange Mantrail­ing und Agility und laufe auch Turniere. Aber bitte was ist eine Röhre ? Das sind keine FCI-Geräte!? *grübel* 

    Wuff, Deco und Pippa

    1. Ich hab mich schon gefragt, wem das als erstes auffällt 😀
      Ich meine diese Tun­nel bei dem am Ende dieser Stoff herunterhängt 😀

  3. Oh genial. Bei­des sind so tolle Aktio­nen für Hund und Men­sch. Aaron und ich machen bei­des je nach Lust und Laune. Agility haupt­säch­lich im heimis­chen Garten (wenn auch mit weniger Geräten) und Mantrail­ing immer mal auf deinem Spazier­gang mit Fre­un­den dazwis­chen geschoben. ich bin froh, dass wir damals einen Mantrail­ing Kurs besucht haben. Denn für Aaron ist es ein­fach per­fekt. Sobald die Leine an dem Geschirr dran ist und die Per­son sich ent­fernt ist er schon im Arbeitsmodus. Auch der Jagdtrieb ist dann vergessen, da kann man auch im Stadt­park auf ein­mal an den Enten vor­bei laufen 🙂 ihr werdet bes­timmt noch viel Spaß haben. liebe Grüße
    San­dra und Aaron

  4. Ich mache mit bei­den Hun­den sowohl Agi als auch Mantrail­ing und finde bei­des großartig.
    Allerd­ings ist ger­ade beim Agi ein ver­ant­wor­tungsvoller und kor­rek­ter Auf­bau wichtig,damit die Hunde trotz Sport gesund bleiben.
    Der von dir geschilderte Ablauf klingt lei­der abso­lut nicht danach.
    Am Anfang sollen Hunde eigentlich nur Geräte­fokus, Sprungtech­nik und Führtech­nik ler­nen, d.h. sie absolvieren kleine Sequen­zen aus Hür­den und Tunnel.
    Die Wippe und den Sack­tun­nel haben meine früh­estens nach ca.6 Monaten gese­hen, wobei man die Wippe unbe­d­ingt anfangs fes­thal­ten muss,sodass der Hund das Kip­pen nicht selb­st­ständig auslöst.
    Die ganzen Zonengeräte soll­ten sehr klein­schrit­tig und kor­rekt aufge­baut werden.
    Ich möchte hier nicht den Miesepeter spie­len und finde es super,dass euch eure neuen Hob­bys Freude bereiten,nur ist es beim Agi echt wichtig einen fähi­gen Trainer zu finden,der die Hunde möglichst gelenkscho­nend aus­bildet. Dies ist auch der Grund, weshalb ich Agi im Verein und nicht in der Hun­de­schule mache.
    Ver­let­zun­gen sind im Agi abso­lut keine Seltenheit,weshalb es imho unsere Pflicht als Hun­de­hal­ter ist unser Möglich­stes zu tun, um ger­ade diese zu vermeiden.
    Aus Unwis­senheit machen viele HF zu Beginn des Sports Fehler,die sie dann hin­ter­her bereuen und meist erst beim zweiten Hund besser machen können.
    Ob man Agility nur aus Spaß oder auf Leis­tungs­ba­sis betreibt,ist dabei echt fast egal.
    Die Belas­tung für die Knochen ist dieselbe,nur sind Sporthunde meist besser aus­ge­bildet und kör­per­lich fitter.

    1. Selb­stver­ständlich hal­ten wir die Wippe fest und achten auch sonst genauu darauf, dass die Gelenke nicht belastet wer­den. Das Ganze ist mit unserer Phys­io­ther­a­peutin abge­sprochen worden.
      Dies ist ein Artikel zu unserem aktuellen Stand und unseren Erfahrun­gen. Dies ist kein wis­senschaftlicher Beitrag über gesund­heitliche Aspekte beim Agi.
      Beim näch­sten Mal darfst du gerne fra­gen, bevor du auf­grund von Ver­mu­tun­gen den “Miesepeter” spielst 😀

  5. Mit gelenkscho­nen­dem Auf­bau meinte ich, dass die Hunde anfangs auss­chließlich! Sprungtech­nik und Geräte­fokus lernen.
    Die Zonengeräte kom­men erst dazu,wenn der Hund diese bei­den Dinge beherrscht.
    Bei 1-2x die Woche Train­ing dauert das meist so 3–6 Monate. Zumin­d­est bei den Hun­den die ich in den let­zten Jahren gese­hen habe. 

    Ich habe den Post abso­lut nicht böse gemeint. Auch ich habe zu Beginn viele Fehler gemacht. Ich hätte mir jedoch gewünscht,dass mich damals jemand darauf hingewiesen hätte.

    Falls dich das Ganze inter­essiert, es gibt mit­tler­weile ein großes Ange­bot und viele Infos zum Sprung­train­ing. Vor Kurzem ist auch das erste deutsche Buch zu dem Thema erschienen.

    Falls nicht, über­lies den Kom­men­tar einfach.

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