Autor: Sabrina

Die Arbeit einer Tierphysiotherapeutin — Interview mit Isabelle Ternes — Kohn

Heute  habe ich ein ganz beson­ders Inter­view für euch. Ich durfte schon einige Male erleben, wie viel Phys­io­ther­a­pie bei Queen bewirken kon­nte und finde die Arbeit als Tier­phys­io­ther­a­peut super faszinierend. Die liebe Isabelle von Tier­phys­io­ther­a­pie Schritt für Schritt hat sich in einem Inter­view meinen Fra­gen rund um ihre Arbeit gestellt und das möchte ich euch nicht länger vorenthalten. 

Bitte stell dich den Lesern doch einmal kurz vor.

Mein Name ist Isabelle Ternes — Kohn, ich bin 26 Jahre alt, habe eine Tochter und wohne in Niederöf­flin­gen in der schö­nen Vulka­neifel. Zu meiner Fam­i­lie gehören ein Hund, ein Kater, zwei Hasen und ein Pferd. Ich engagiere mich gerne im Tier­schutz und unter­stütze sowohl Vere­ine im In– und Ausland.

 

Du arbeitest als Tierphysiotherapeutin. Wie kam es dazu?

Dass ich beru­flich „irgend­was mit Tieren“ machen wollte, war mir schon sehr früh klar. Lei­der sind (noch) nicht alle tierischen Berufe staatlich geregelt, weswe­gen ich zunächst eine Aus­bil­dung zur Bürokauf­frau absolvierte und hier erst mal Erfahrung in der Arbeitswelt sam­melte. Während meiner Elternzeit hatte ich die Gele­gen­heit in ver­schiedene Bere­iche der Tier­heilkunde reinzuschnup­pern, wie z. B. Homöopathie, Bach­blüten und Heilpflanzenkunde. Jedoch hat mich das Thema Phys­io­ther­a­pie am meis­ten begeis­tert und so startete ich im März 2016 meine Aus­bil­dung zum Tier­phys­io­ther­a­peuten an der Akademie für Tier­heilkunde. Diese schloss ich am 01.07.2017 erfol­gre­ich ab. Seit dem 01.08.2017 arbeite ich als Tier­phys­io­ther­a­peutin im Großraum Wittlich-Land. Zurzeit bin ich noch vor­mit­tags im Büro tätig, Ziel ist es aber die Praxis auf Vol­lzeit auszubauen.

Wie muss ich mir deinen Alltag als Physiotherapeutin genau vorstellen?

Da ich mit vie­len ver­schiede­nen Hun­den und Pfer­den arbeite, die alle unter­schiedliche Charak­tere und Krankheits­bilder haben, ist mein All­tag immer sehr aufre­gend und span­nend. Manche Tierbe­sitzer kom­men mit Rönt­gen­bildern nach einem operierten Bruch oder Diag­nosen wie Arthrose zu mir und wir erstellen Ther­a­piepläne mit kurz– und langfristi­gen Zie­len. Hier ist die Zusam­me­nar­beit mit dem Tier­arzt, dem Hal­ter und evtl. weit­eren Ther­a­peuten (THP, Schmied, Trainer…) von sehr großer Bedeu­tung. Anderen Besitzern fallen Unregelmäßigkeiten im Gang­bild ihres Lieblings auf und sie möchten ihn ein­fach mal phys­io­ther­a­peutisch durchchecken lassen. Wiederum andere Tier­hal­ter möchten ihrem alten Tier mit Mas­sagen etwas Gutes tun oder wün­schen eine Train­ings­be­gleitung ihres Sporthundes.

Ich persönlich habe bereits tolle Erfahrungen mit Physiotherapie beim Hund gemacht. Inwieweit kannst du die Tiere mit deiner Arbeit unterstützen?

Ziel der Phys­io­ther­a­pie ist es, Schmerzen zu lin­dern, Schon­hal­tun­gen ent­ge­gen­zuwirken und das phys­i­ol­o­gis­che Bewe­gungsaus­maß zu erhal­ten bzw. wieder herzustellen. Nach Oper­a­tio­nen von z. B. Knochen­brüchen, ist es wichtig das Gewebe elastisch zu hal­ten, nach der Schonzeit das Gang­bild zu schulen und die atro­phierte Musku­latur wieder aufzubauen. Tiere mit chro­nis­chen Erkrankun­gen, wie Arthrose prof­i­tieren sehr von einer regelmäßi­gen Behand­lung, teil­weise benöti­gen diese Tiere kaum oder gar keine Schmerzmedika­mente mehr. Bei Sporthun­den wird der Fokus auf Kraft– und Aus­dauer­train­ing, Muske­lauf­bau und Verbesserung von Koor­di­na­tion gelegt. Beson­ders faszinierend an der Phys­io­ther­a­pie ist, dass Tiere mit schw­eren Band­scheiben­vor­fällen bei kon­stan­ter und kom­pe­ten­ter Krankengym­nas­tik und guter Mitar­beit des Besitzers die Fähigkeit zu Laufen wieder erlan­gen können.

Welche Therapieformen gibt es und welche Geräte benutzt du?

In der Phys­io­ther­a­pie gibt es sehr viele Bere­iche, auf die man sich spezial­isieren kann. Ich kom­biniere gerne ver­schiedene Ver­fahren indi­vidu­ell auf das entsprechende Tier abges­timmt, um einen möglichst großen Erfolg zu erre­ichen. Ganz oben auf meiner Liste steht die Schmerzther­a­pie, denn die Lin­derung von Schmerzen ist bei mir immer das erste Ziel. Des Weit­eren gehören zu meinem Ther­a­pieange­bot u. a. Krankengymnastik/ post­op­er­a­tive Betreu­ung, ther­a­peutis­che Mas­sagen, Cranio-Sacral-Therapie, Trig­ger­punk­t­di­ag­nos­tik, manuelle Lym­phdrainage und die Bewe­gungs­ther­a­pie. Zur Bewe­gungs­ther­a­pie zählen Tech­niken wie Gelenksmo­bil­i­sa­tion, Dehnen, Pro­pri­ozep­tions– und Koor­di­na­tion­strain­ing, isometrische Übun­gen und Muske­lauf­bau. Beglei­t­end unter­stütze ich bei Bedarf die Behand­lung mit Homöopathie, Heilpflanzen, Aro­mather­a­pie oder Farbther­a­pie. Dieses Jahr wer­den noch einige Zusatzqual­i­fika­tio­nen dazu kom­men, als näch­stes zum Beispiel die Akupunktur.

Ich arbeite aktuell mit ver­schiede­nen Geräten. Das Vibra­tions­mas­sagegerät ist beson­ders für tief­sitzende Verspan­nun­gen geeignet. Die Mag­net­feld­matte, wende ich z.B. zur Anre­gung von Durch­blu­tung und Stof­fwech­sel, sowie zur Schmerzther­a­pie an. Dies sind aber nur wenige von sehr vie­len weit­eren Indika­tio­nen der Mag­net­feldther­a­pie. Des Weit­eren habe ich ein Bal­lkissen, einen Ther­a­piekreisel, ein Cavaletti-Set und „Kleinkram“ wie Igel­bälle, Reflexstäbchen, etc. In näherer Zukunft kom­men u. a. noch ein Laser und eine Vibra­tions­matte dazu.

Kann man jedes Tier mit Physiotherapie behandeln oder gibt es Grenzen?

Natür­lich hat auch die Phys­io­ther­a­pie ihre Gren­zen. So ziem­lich jede Behand­lungs­form gehört zu den soge­nan­nten „durch­blu­tungs­fördern­den Maß­nah­men“, daher ist unbe­d­ingt von Phys­io­ther­a­pie abzu­raten, wenn das Tier an Tumor­erkrankun­gen, entzündlichen Infek­tio­nen oder Pilzbe­fall lei­det, Herz-, Nieren­prob­leme oder Epilep­sie hat. Auch bei trächti­gen Hündin­nen ist Vor­sicht geboten. Unter Umstän­den bitte ich meine Patien­ten, sich zunächst ein „OK“ vom Tier­arzt einzuholen.

Vor Kurzem las ich, dass schätzungsweise 75 % aller Hunde unter Rückenschmerzen leiden. Was sagst du dazu?

In der Tat kom­men die meis­ten meiner Patien­tenbe­sitzer auf­grund von Rück­en­schmerzen zu mir. Hier gehen wir dann erst­mal auf Ursachen­forschung. Hunde sind Kom­pen­sa­tion­skün­stler, das heißt, sie ver­suchen Schmerzen in den Glied­maßen auszu­gle­ichen, indem sie andere Kör­per­re­gio­nen (-> Rücken) ver­mehrt an– und somit verspan­nen. Durch die kon­stante Verspan­nung im Rücken, ändert sich wiederum die Sta­tik und die Bewe­gungs­dy­namik, was zu Fehlbe­las­tung anderer Glied­maßen führt. So entsteht ein „Schmerz-Verspannung-Schmerz“-Teufelskreis. Es gibt aber auch Hunde, die rassen­spez­i­fisch Prob­leme mit dem Ban­dap­pa­rat haben und so anfäl­liger für Band­scheiben­vor­fälle sind. Alte Hunde lei­den oft an dem Cauda-Equina-Kompressionssyndrom, was starke Schmerzen im Bere­ich Rücken/Kruppe und neu­rol­o­gis­che Aus­fälle in der Hin­ter­hand mit sich führen kann. Aber auch der externe Fak­tor „Besitzer“ ist nicht zu unter­schätzen. Man­gel­hafte Liege­plätze, unpassende Geschirre/Halsbänder oder per­ma­nen­ter Zug auf den Sel­bi­gen auf­grund von schlechter Leinen­führigkeit begün­sti­gen Rück­en­prob­leme. Oft sind betrof­fene Hunde auch übergewichtig.

Was würdest du dir für dein Berufsfeld in Zukunft wünschen?

Ther­a­peuten für Tierge­sund­heit sind zwar auf dem Vor­marsch, aber noch immer sind die Tätigkeiten eines Tier­phys­ios oder Tier­heil­prak­tik­ers nicht jedem bekannt. Schön wäre es, wenn auch Tierärzte ver­mehrt über die Arbeiten eines Phys­io­ther­a­peuten aufk­lären und ggf. die Patien­ten gezielt „überweisen“.

Was an deinem Job magst du besonders? Was ist gelegentlich problematisch?

Beson­ders mag ich, dass die Tiere schon nach kurzer Zeit merken, dass meine Ther­a­pie ihnen gut tut und sie sich auf ihre Art bei mir bedanken. Meist werde ich schon nach weni­gen Ter­mi­nen freudig begrüßt, der ein oder andere legt sich schon frei­willig bereit auf den Behand­lungsplatz. Ich finde auch die Zusam­me­nar­beit mit den Tier­hal­tern ein­fach toll. Alle führen die von mir erteil­ten „Hausauf­gaben“ außer­halb der Behand­lungszeiten sorgfältig und kon­se­quent durch. Auch die Koop­er­a­tion mit Hun­de­schulen und anderen Ther­a­peuten finde ich beson­ders gut.

Prob­lema­tisch ist manch­mal die Kom­mu­nika­tion mit Tierärzten, im Großen und Ganzen ist das aber nicht sehr dramatisch.

Viele Hunde sind gestresst, wenn sie in fremden Räumen behandelt werden. Ist es deiner Meinung nach sinnvoller, die Tiere in ihrem gewohnten Umfeld zu therapieren?

Ganz klar: Ja! Ich arbeite auss­chließlich mobil, um sowohl dem Tier, als auch dem Besitzer eine stress­freie Behand­lung zu ermöglichen. In ver­trauter Umge­bung kommt das Tier viel besser zur Ruhe und fasst schneller Ver­trauen. Weit­erer wichtiger Aspekt ist der Trans­port von bewe­gung­seingeschränk­ten Tieren. Nicht jeder hat einen Chi­huahua oder Zwerg­pudel, den man sich mal eben „unter den Arm klem­men kann“. Für mich per­sön­lich wäre es ein großes Prob­lem meinen 30 Kilo Hund alleine ins Auto zu tra­gen, ganz zu schweigen von dem Weg vom Park­platz in die Praxis und eventuellen Treppen.

Eventuell ziehe ich in Betra­cht in weiter Zukunft einen Prax­is­raum zuhause einzurichten, die mobile Arbeit ziehe ich jedoch momen­tan vor. Meine Geräte nehme ich alle in meinem Auto bzw. Kof­fer immer mit.

Überall begegnen einem nun die sogenannten Physiobälle. Profitiert jeder Hund von dieser Physiotherapie für Zuhause? Kann man hierbei etwas falsch machen?

Diese Physio-„Bälle“ gibt es in ver­schiede­nen Far­ben und For­men, wie z. B. Donuts, Erd­nüsse und in Knochen­form (Fit­bones). Die Ober­fläche ist glatt, nop­pig oder „stache­lig“ ähn­lich wie bei einem Igel­ball. Die Anwen­dungsmöglichkeiten sind vielfältig in der Phys­io­ther­a­pie, so eignen sie sich zum Koor­di­na­tions– und Pro­pri­ozep­tion­strain­ing, Verbesserung von Sta­bil­ität und Bal­ance, sowie zum Muske­lauf­bau und Steigerung von Konzentration.

Grund­sät­zlich ist gegen eine Anwen­dung zu Hause nichts einzuwen­den, den­noch sollte man wis­sen, welches Ziel man mit dem Train­ing ver­fol­gen will und sich konkrete Übun­gen vom Tier­phys­io­ther­a­peuten oder auch von einer guten Hun­de­schule zeigen lassen. Obwohl ger­ade die größeren Vari­anten nicht ganz gün­stig sind, ver­wen­den manche Tier­hal­ter Donuts oder Erd­nüsse als Spielzeug für den Garten. Allerd­ings empfehle ich, den Hund nicht unbeauf­sichtigt damit spie­len zu lassen, denn springt der Hund eupho­risch auf eine ungesicherte Rolle, kann er sich über­schla­gen und ern­sthaft ver­let­zen. Aber nicht jeder Hund ist von Fit­bones & Co. begeis­tert. Beson­ders ungeübte Tiere sind sehr unsicher zu Beginn und man muss das Train­ing in kleinen Schrit­ten durch­führen. Klas­sis­cher Fehler eines Tierbe­sitzers ist, den Hund sofort und ohne Vor­war­nung auf die Rolle zu stellen. Resul­tat ist, der Hund spannt sofort alles an oder stürzt sogar herunter, bei­des führt unweiger­lich zu Schmerzen und die neg­a­tiver Erfahrung macht das weit­eres Arbeiten mit der Phys­iorolle fast unmöglich, denn der Hund wird kün­ftig die Biege machen, sobald das Train­ings­gerät aus­gepackt wird. Daher gilt: Aufwär­men und langsames Ken­nen­ler­nen mit viel pos­i­tiver Ver­stärkung ist das A und O!

Mit Angst spielt man nicht

Ich bin kein Hun­de­trainer und habe keine Ahnung, ob ein Experte meine Ansichten teilen würde. Ich habe nur ein kleines Regal mit Büch­ern zum Thema Hun­deerziehung und Hun­depsy­cholo­gie und wahrschein­lich ist mein wis­senschaftliches Wis­sen begrenzt.

All meine Ansichten rund um das Zusam­men­leben mit einem Hund basieren auf meinem Bauchge­fühl. Ich bin mir sicher, dass ich meine Hunde zum Teil ver­men­schliche und ich glaube auch, dass ich zum Teil zu locker bin. Strikte Regeln gibt es bei uns eigentlich nicht. Die Hunde essen, wann sie hunger haben. Liegen, wo sie liegen möchten und wir gehen raus, wenn sie es wollen und meist auch wohin sie wollen. Bei uns geben die Hunde den Ton an und irgend­wie fühle ich mich auch ganz wohl damit. Ich will, dass es ihnen gut geht und ich finde, sie haben ein Recht darauf, ihre eige­nen Bedürfnisse zu äußern. Denn das machen Hunde ganz gewiss, wenn man sie lässt.

Ich zwinge meine Hunde zu nichts. Wenn sie keine Lust auf etwas haben, dann ist das eben so. Irgend­wie habe ich das Gefühl, auf diese Weise eine gute Beziehung zu meinen bei­den Wuf­fels zu haben und ich glaube, die bei­den fühlen sich hier sehr wohl. Ich bin wirk­lich der Überzeu­gung, dass wir miteinan­der kom­mu­nizieren kön­nen. Vielle­icht würde der ein oder andere die Hände über dem Kopf zusam­men­schla­gen. Wenn Queen und Püppi Kinder wären, würde man mir wahrschein­lich raten, “etwas mehr durchzu­greifen, weil sie mir sonst in der Pubertät auf der Nase herum­tanzen wür­den.” Gut, dass wir diese Zeit hin­ter uns haben 🙂 Aber aus meiner Sicht würde ich sagen: wir sind happy.

Ich möchte, dass Queen und Püppi mir zeigen, was sie möchten und was nicht und das machen sie sehr deut­lich. Und wenn sie das machen, dann folge ich dem auch. Und so komme ich zu dem Thema dieses Artikels.

Heute soll es näm­lich um etwas gehen, was mir in let­zter Zeit immer häu­figer aufge­fallen ist.

Es geht um die Begeg­nung mit frem­den Menschen.

Queen wollte sich früher nicht von frem­den Men­schen stre­icheln lassen. Sie ver­suchte auszuwe­ichen, stellte sich hin­ter mich. Ich habe sie gelassen. Ich finde nicht, dass man einen Hund dazu zwin­gen sollte, sich von Frem­den anfassen zu lassen. Ohne­hin finde ich den Gedanken völ­lig befremdlich. Ich gehe ja auch nicht auf Müt­ter zu und fasse ihre Kinder an, stre­ichel ihnen über den Kopf oder die Wange. Sowas ver­rück­tes. Aber gut, in manchen Köpfen steckt wohl das drin­gende Bedürf­nis, alles was Fell hat, stre­icheln zu müssen.

Nun gibt es natür­lich diejenige, die wirk­lich Schiss vor einem Deutschen Schäfer­hund haben. Es gibt aber auch genauso viele, die irgen­deine Erin­nerung mit dieser Rasse verbinden. Omis sind meist die, die “mit Schäfer­hun­den groß gewor­den”. Junge Män­ner “fan­den die Rasse schon immer sehr faszinierend” und Kinder sehen meis­tens Kom­mis­sar Rex und bewun­dern diese Rasse. Bis Queen drei Jahre alt war, ging sie jeder frem­den Hand aus dem Weg. Kon­seuquent ignori­erte sie jeden Stre­ichelver­such. Mit­tler­weile ist das anders. Bei Erwach­se­nen kommt sie gerne und holt sich ihre Stre­ichelein­heiten ab, als würde sie Zuhause niemals gestre­ichelt wer­den. Kinder ignori­ert sie nach wie vor, denn für Kinder hat sie wirk­lich gar nichts übrig. Ich denke, Queen findet Kinder ein­fach zu laut und hek­tisch. Aus ihrer Sicht zu unberechenbar.

Püppi hinge­gen findet jede fremde Hand erst ein­mal gruselig und kom­men­tiert den Stre­ichelver­such mit einem lauten, den Kopf in den Nacken wer­fenden Wouwouwou. Sie braucht lange, bis sie mit Men­schen warm wird und es gibt Per­so­nen, die sie von Anfang an kennt und denen sie den­noch auswe­icht. Für mich kein Prob­lem, denn ich sehe das nicht als meine, son­dern als ihre Entschei­dung an. Wenn man das ein­fach akzep­tiert und sie lässt, dann kommt sie in der Regel früher oder später auch ganz von alleine.

Oft schmun­zeln die Men­schen darüber und stre­icheln stattdessen Queen. Ein Spruch wie “immer die Kleinen” kön­nen sich die wenig­sten verkneifen.

Unser neuer Tier­arzt — ein übri­gens mehr als gut ausse­hen­der junger Herr 😀 — sagte vor Kurzem: “Ich mag die Kleinen. Die sind wenig­stens ehrlich.” Und Recht hat er, wie ich finde.

Doch in let­zter Zeit ist mir immer häu­figer eine bes­timmte Gruppe von Hun­de­men­schen aufge­fallen, die ein­fach nicht hin­nehmen möchten, dass Püppi sich nicht anfassen lassen will. Das sind Hun­de­men­schen, die meist beru­flich mit Hun­den zu tun haben, ohne Experte zu sein. In meinen Erleb­nis­sen waren das Men­schen, die zum Beispiel in einem Zoofach­markt arbeiten oder auch manch­mal Tier­arzthelferin­nen. Es sind meist Frauen, die diesen “Ich liebe jedes Tier über alles und habe drei Hunde und acht Katzen Blick” drauf haben. Meis­tens Frauen, denen man zutraut, die besten Muffins der Welt zu backen und die garantiert Zuhause viele Kerzen herum­ste­hen haben. So zumin­d­est stelle ich sie mir vor, doch ich schweife ab.

Was ich sagen will:

Es kommt zu dem Moment, in dem sie sich herun­ter­beu­gen, um Püppi stre­icheln zu kön­nen. Püppi weicht aus und stellt sich hin­ter mich. Man sieht ihnen an, dass sie gar nicht fassen kön­nen, dass ihnen der Mini­hund auswe­icht und so ver­suchen sie ihr Glück erneut. Die Stimme wird höher, der Arm kommt näher und Püppi tut, was sie tun muss. Sie bellt oder — je nach Hart­näck­igkeit des Gegenüber und je nach Tages­form — knurrt.

Dann kommt der Blick zu mir. Zwei riesen große Kuller­au­gen star­ren mich fra­gend an. Ich merke, dass sie irgen­det­was von mir hören wollen und so kommt von mir meist eine kurze Erk­lärung, die eigentlich auch auf der Hand liegt “Püppi möchte sich nicht gerne von Frem­den anfassen lasssen.”

Doch bevor die Mund­winkel kom­plett herun­ter­fallen, kommt den Men­schen schein­bar eine Art Geis­tes­blitzt. Ein Gedanke, der plöt­zlich wieder ein Lächeln in ihr Gesicht zaubern kann. Es kommt mir vor, als wür­den sie meine Aus­sage nicht hin­nehmen wollen. Als woll­ten sie sagen “Ja, von anderen vielle­icht nicht. Aber ich bin so ein her­zlicher Tier­lieb­haber. Bei mir muss das ein­fach anders sein.” Als wäre mein Satz eine Art Her­aus­forderung. Als woll­ten sie sagen “Chal­lenge accepted” und als woll­ten sie mir beweisen, dass ich Unrecht habe.

Und schwups zaubern sie etwas aus ihrer Jack­en­tasche. Ein Leck­erlis oder ein Spielzeug soll das Eis brechen. Wild fuchteln sie damit vor Püp­pis Nase herum. Für Püppi ist eine fremde Per­son aber auch mit Leck­erlis oder Spielzeug nach wie vor eine fremde Per­son und so ändert sich ein­fach nichts.

Doch diese Men­schen geben nicht auf. Sie kom­men näher, fan­gen an lustige Geräusche von sich zu geben oder sich auf den Boden zu schmeißen. Aus meiner Sicht dur­chaus amüsant.

Und jetzt mal ehrlich: Wenn ein Hun­debe­sitzer sagt, dass sich dieser Hund nicht anfassen lassen will, dann ist das so. Diese Aus­sage ist weder eine Ein­ladung, den Hund zu bedrän­gen, noch als eine Art Her­aus­forderung gemeint. Mir kommt es vor, als woll­ten mir diese Men­schen beweisen, dass Püppi bei ihnen anders wäre. Als wür­den sie Punkte sam­meln für jeden Hund, den sie gestre­ichelt haben und dop­pelte Punk­tzahl bei ängstlichen Hun­den bekom­men. Als wür­den sie denken “Ich bin ein Hun­de­men­sch. Jeder Hund liebt mich.”

Meist ist die Ent­täuschung groß. Als wäre ihr Tag gelaufen, nur weil Püppi sich nicht stre­icheln lassen wollte. Manche schauen auch vor­wurfsvoll in meine Rich­tung. Als hätte ich etwas falsch gemacht. Als würde ich abends neben Püp­pis Kör­bchen sitzen und Gute — Nacht — Geschichten über die bösen Men­schen da draußen erzählen. Als hätte ich eine Art Geheim­sprache benutzt, um Püppi stur zu machen und als würde ich das tun, um sie zu ärgern.

Manch­mal kön­nen Hun­de­men­schen echt selt­sam sein.

(Anzeige) Fliegen mit Hund — das musst du wissen

Viele Hun­de­men­schen wün­schen sich, ihren Vier­beiner immer und über­all um sich haben zu kön­nen. Für mich mehr als nachvol­lziehbar, dass man seinen Urlaub eben­falls mit Hund ver­brin­gen möchte.

Auch ich habe seit Queen hier ist jeden Urlaub zu einem Hun­deurlaub gemacht. Nord­see, Ost­see und Meck­len­bur­gis­che Seen­platte sind absolute Klas­siker für vier­beinige Erhol­ung. Doch was ist, wenn das Urlaub­sziel auch mal etwas weiter weg sein soll?

Ich per­sön­lich bin noch nie geflo­gen. Es hat sich bisher ein­fach nicht ergeben. Klar habe ich auch ein mul­miges Gefühl im Magen, aber das gehört sicher dazu. Fliegen mit Hund war für mich also bisher nie ein Thema. Das liegt jedoch auch daran, dass ich gar nicht weiß, was dabei auf mich zukom­men würde.

Urlaub ohne Hund? Unvorstellbar 🙂

Ich erin­nere mich noch gut an meine Fre­undin Pia, die im ver­gan­genen Jahr zusam­men mit Hagrid nach Ital­ien geflo­gen ist. Hagrid ist ein kleiner Hund, der in einer Box unter den Sitz darf. So viel war schnell her­aus­ge­fun­den. Doch wie groß darf diese Box eigentlich sein? Ich erin­nere mich noch genau, dass man hierzu kaum Infor­ma­tio­nen fand. Und wenn eine Inter­net­seite dann doch genaue Maße angab, waren diese oft wider­sprüch­lich zu anderen Seiten. Mitler­weile weiß ich, dass es unter­schiedliche Bes­tim­mungen gibt. Es war ein riesen Chaos bis man alle Infor­ma­tio­nen zusam­men hatte. Und ob man über­haupt alles wusste, war auch nicht klar.

Püppi dürfte eben­falls bei mir sitzen, doch Queen müsste in den Frach­traum. Wie genau läuft so etwas über­haupt ab? Welche Voraus­set­zun­gen muss ein Hund erfüllen und was genau passiert dort eigentlich mit den Hunden?

Auf­grund all dieser Fra­gen und der vie­len Beson­der­heiten möchte ich euch heute einen tollen Rat­ge­ber ans Herz legen, der detail­liert aufzeigt, was genau beachtet wer­den muss, wenn man mit dem Hund in ein Flugzeug steigt. Hier findet ihr zahlre­iche Infor­ma­tio­nen und Antworten auf alle Fra­gen rund um das Thema Fliegen mit Hund. Richtig cool ist, dass ihr in dem Rat­ge­ber auch eine Check­liste findet, die euch aufzeigt, wie ihr euren Hund am besten auf den Flug vor­bere­iten könnt.

Wir durften testen: Tales & Tails

Vor eini­gen Tagen hat uns ein tolles Test­paket erre­icht, über welches ich mich ganz beson­ders gefreut habt.

Wir durften näm­lich die neuen Leck­ereien des Unternehmes Tales & Tails testen. Und bevor ich euch zeige, was genau sich in dem Paket befand, möchte ich die Gele­gen­heit nutzen und euch das Unternehmen ein­mal genauer vorstellen.

Wofür steht Tales & Tails?

Tales & Tails ver­wen­det auss­chließlich natür­liche Pro­dukte, die in Island bezo­gen und mit 100 % erneuer­barer Energie pro­duziert wer­den. Die Zutaten wer­den scho­nend an der Luft getrock­net und weder erhitzt noch gebacken.

Dass die Pro­dukte in Island bezo­gen wer­den ist kein Zufall. Das Unternehmen entsch­ied sich ganz bewusst für dieses Land. Island besteht aus viel Natur, sehr sauberem Wasser, reiner Lust sowie gesun­dem Essen. Der Fisch stammt von Fis­ch­ern aus der Region und wird frisch vor Ort ver­ar­beitet. Auf­grund des soge­nan­nten Quoten­sys­tems für Fis­chfang wird in Island viel Wert auf Nach­haltigkeit gelegt. Durch die jedes Jahr neu fest­gelegten Gesamt­fangzahlen kon­nten sich die Fis­chbestände erholen.

Island gilt als Vor­bild für die Stromerzeu­gung mit erneuer­baren Energien. Durch die Nutzung von natür­lichen Energiequellen kann ein beson­deres Her­stel­lungsver­fahren für die luft­getrock­neten Pro­dukte genutzt wer­den. Der frisch ver­ar­beit­ete Fisch wird in Trock­nungskam­mern über mehrere Tage scho­nend getrock­net. Über einen Ven­ti­la­tor wird kon­tinuier­lich frische isländis­che Luft (übri­gens die sauber­ste in ganz Europa) in die Kam­mer geblasen. Auf diese Weise kön­nen die Pro­dukte scho­nen trock­nen und Vit­a­mine sowie Nährstoffe bleiben erhalten.

Warum Fisch?

Das Unternehmen setzt auss­chließlich auf Fisch. Fisch ist eine wichtige Pro­tein­quelle und liefert viele Nährstoffe. Fisch ist der beste natür­liche Liefer­ant für wertvolle Omega — 3 Fettsäuren. Die im Fisch enthal­te­nen Fette sind mehrfach gesät­tigte Fette, die sehr gesund sind, vor Entzün­dun­gen und Herz — Kreis­lauf — Erkrankun­gen schützen. Sie stärken das Immun­sys­tem und fördern die Gehirn­funk­tion. Fisch wirkt bei unseren Hun­den zudem dem Alterung­sprozess ent­ge­gen, ist gut für die Musku­latur und Gelenke und wirkt gle­ichzeitig entzün­dung­shem­mend. Er hilft bei Stof­fwech­selde­fiziten und unter­stützt die Heilung von Hau­tir­i­ta­tio­nen. Fisch stbil­isiert die Nieren­funk­tio­nen und ist reich an Spurenele­menten wie Jod und Selen.

Mit Tales & Tails Gutes tun

Mit dem Kauf von Pro­duk­ten dieses Unternehmes könnt ihr nicht nur eurem Hund etwas Gutes tun, son­dern ihr unter­stützt gle­ichzeit Tiere in Not. Tales & Tails arbeitet Hand in Hand mit dem Förderverein Ani­mal Hope and Well­ness e. V. Von jedem verkauften Pro­dukt geht eine Spende an diesen Verein.

Ani­mal Hope and Well­ness e. V. setzt sich gegen den Hun­de­fleis­chan­del in Asien ein. Mis­shan­dalte und gequälte Tiere wer­den aus dem Hun­de­fleis­chhan­del gerettet, tierärztlich behan­delt und schließlich an liebevolle Men­schen in Deutsch­land ver­mit­telt. In China wer­den schätzungsweise 10 Mil­lio­nen Hunde jährlich geschlachtet. Es gibt Schlachthäuser, die täglich bis zu 1000 Hunde töten. Der Verein klärt über diese Missstände und die grausamen Meth­o­den auf. Je nach Pro­dukt wer­den zwis­chen 3 und 12 Cent gespendet. Wer sich an unseren Besuch auf der House of Dogs in Berlin erin­nert: Maja Prinzessin von Hohen­zollern hat für jedes verkaufte Pro­dukte einen Cent gespendet (nur als Ver­gle­ich). Von dem gespendete Geld finanziert der Verein Flüge, Tier­arztkosten und Medika­mente. Teile des Geldes gehen zudem an die Auf­fangsta­tio­nen für die geretteten Hunde. Alle laufenden Kosten tra­gen die Ini­tia­toren pri­vat. 100 % der Spenden kom­men den Tieren zu Gute.

Weit­ere Infos über den Verein findet ihr hier.

Nun aber zu den Produkten

Zunächst durften wir das Nass­fut­ter von Tales & Tails testen.

 

Wer genau hin­sieht, dem wer­den die liebevollen und lusti­gen Namen der Pro­dukte ins Auge fallen. “Ne schnelle Forelle”, “Ohne Flachs mit Lachs” und “Dorschstarten” 🙂 Und wie der Name schon sagt besteht die “schnelle Forelle” aus 100 % Forelle der isländis­chen Gewässer. Reich an Omega — 3 Fettsäuren und ohne Gräten ist dieses Menü auch etwas für den sen­si­blen Hundemagen.

Der frische Fis­chgeruch weckte Queens Neugierde und bei­den Mädels haben die Nass­fut­ter­sorten super geschmeckt. Während Queen wahrschein­lich auch Cola­dosen und Autor­eifen ver­dauen kön­nte, hat Püppi einen sehr empfind­lichen Magen. Bei ihr kommt das ein oder andere auch mal oben wieder her­aus. Doch alle drei Sorten wur­den bestens ver­tra­gen und Püppi hatte weder Bauch­schmerzen noch musste sie sich übergeben, was lei­der nicht selb­stver­ständlich ist.

 

Lachsflash

Als Bar­fer gefiel mir das Lach­söl von Tales & Tails beson­ders gut. Das Öl besteht aus 15 Omega — 3 und Omega — 6 Fettsäuren und enthält einen hohen Anteil an DHA und EPA. Omega — 3 steht hier­bei in einem 1:4 Ver­hältlis zu Omega — 6, also im opti­malen Versorgungsbereich.

Das Öl riecht frisch und lässt sich leicht mit einem Löf­fel por­tion­ieren, ohne dass es an der Flasche herun­ter­läuft. Queen und Püppi haben es super angenom­men und aktuell hilft es Queen durch den Fell­wech­sel, da die Maus kurz vor ihrer Läu­figkeit steht.

 

Die Leckereien

Wir durften diese fünf ver­schiede­nen Leck­ereien testen. Ich habe ja schon zu Beginn dieses Artikels einiges über die Pro­dukte und die Her­stel­lung erzählt. Alle Leck­erlis beste­hen zu 100 % aus Fisch, wer­den scho­nen luft­getrock­net. Wer also wis­sen will, was sein Hund nascht, der ist hier genau richtig. Schluss mit frag­würdi­gen Dekla­ra­tio­nen und bil­ligem Fleisch aus Asien. Wir alle wollen, dass unsere Hunde gesund sind und diese Leck­erlis sind abso­lut natür­lich. Und was gibt es gesün­deres als Fisch?

Queen und Püppi haben alle Leck­erlis super gern gefressen. Allein der Anblick der Tüten lässt die Augen schon groß wer­den. Und wo wir schon bei dem Thema Tüten sind: Die sind auf­grund ihres widerver­schlißbaren Ver­schlusses beson­ders praktisch.

Super finde ich auch, dass es kleine Leck­erlis für Zwis­chen­durch gibt und größere für den län­geren Kaus­paß. Die kleinen haben wir haupt­säch­lich für Nase­nar­beit draußen oder für Intel­li­gen­zspiele genutzt. Die größere gab es abends. Queen hatte die größeren natür­lich auch direkt ver­putzt, doch Püppi hatte daran länger zu knab­bern. Das find ich echt super.

Ich kann euch alle Pro­dukte von Tales & Tails wirk­lich abso­lut empfehlen und obwohl ich nor­maler­weile nicht über Preise schreibe, tu ich es heute aus­nahm­sweise doch. Denn die Preise bei Tales & Tails sind ein­fach mehr als nur fait. Die Tüte mit getrock­netem Kabel­jau (siebe Bild) kostet ger­ade ein­mal 2,99 EUR. Und gle­ichzeitig unter­stützt  man Tier­schutzpro­jekte. Naschen mit guten Gewis­sen sozusagen. Na wenn das nichts ist 🙂

Werde Teil von Tales & Tails

Tales & Tails hat eine Crowd­fund­ing — Kam­pagne ges­tartet und braucht hierzu Unter­stützung. Damit auch in Zukunft tolle 100 % natür­liche Leck­ereien und Snacks hergestellt und noch viele weit­ere Pro­dukte entwick­elt wer­den kön­nen, braucht das Unternehmen eure Hilfe.

Die Kam­pagne findet ihr hier: www.startnext.de/talesandtails

Auf dieser Plat­tform wer­den zu finanzierende Pro­jekte vorgestellt. Fast wie bei der Höhle der Löwen und ihr seid die poten­tiellen Inve­storen 🙂 Gefällt euch das Pro­jekt könnt ihr euch im Falle von start­next mit kleineren oder mit­tleren Beträ­gen im Rah­men von ca. 5 bis 3000 Euro beteili­gen. Beim klas­sis­chen Crowd­fund­ing erhal­ten alle Unter­stützer eine nicht-finanzielle Gegen­leis­tung in Form eines Dankeschöns. Bei Tales & Tails sind dies zum Beispiel ver­schiedene Tüten mit Fut­ter und Snacks oder auch ein Jahresvor­rat an Leck­erli für die Hunde der Unter­stützer. Es lohnt sich also 🙂

Das Projekt Tales & Tails

Dieses Pro­jekt gibt es nun seit August 2017. Alle Pro­dukte sind aus eige­nen Erspar­nissen oder durch die Unter­stützung von Fre­un­den oder Fam­i­lie ent­standen. Prob­lema­tisch war, dass Tales & Tails schon mehrfach ausverkauft gewe­sen ist und Pro­dukte nicht rechtzeitig geliefert wer­den kon­nte. Um größere Pro­duk­tion­s­men­gen erstellen zu kön­nen braucht das Unternehmen eure Hilfe. Außer­dem wird weit­er­hin der Förderverein Ani­mal Hope and Well­ness e.V., der sich für die Aufk­lärung sowie ein Ende des asi­atis­chen Hun­de­fleis­chhan­dels ein­setzt, unterstützt.

Schaut euch doch mal den Onli­neshop von Tales & Tails genauer an. Dort bekommt ihr auch Sparpakete beste­hend aus ver­schiede­nen Pro­duk­ten. Und werft unbe­d­ingt einen Blick auf die Kam­pagne und werdet Teil des Pro­jekts <3 Wir sind run­dum begeistert.

Die Pro­dukte wur­den uns kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt. 

 

Unser ganz persönlicher Jahresrückblick

Bevor wir uns bis Anfang Jan­uar in die Blog­pause ver­ab­schieden, möchte ich die Gele­gen­heit nutzen und mit euch auf das Jahr 2017 zurück­blicken. Dieses Jahr begann mit einem High­light, war geprägt von großen Verän­derun­gen und weit reichen­den Entschei­dun­gen und endete mit einem Schlag ins Gesicht. Einiges werdet ihr mit uns bere­its erlebt haben, einiges hört ihr gle­ich zum ersten Mal. Einige Zeilen gehen leicht von der Hand, die ein oder andere kostet Überwindung.

Aber fangen wir einfach mal vorne an:

Wenn ich an den Anfang von 2017 zurück­denke, dann ist das erste, was mir in den Sinn kommt, die DogLive in Mün­ster. Ich freue mich immer sehr auf diese Messe, doch das ist gar nicht der Haupt­grund, warum ich diese Tage als High­light dieses Jahres beze­ich­nen würde. Der eigentlich Grund liegt darin, dass ich am Fre­itag vor der Messe die liebe Nicole aus Mün­ster abholen durfte. Sie ver­brachte das gesamte Woch­enende bei uns. Viele nette Gespräche, viel Lachen und viel leck­eres Essen begleit­eten uns durch die Tage. Ich habe die Zeit mit Nicole unglaublich genossen, weil wir uns auf­grund der vie­len Kilo­me­ter zwis­chen uns nur sel­ten sehen. Umso schw­erer viel es mir, sie am Son­ntag zu ihrem Bus zu brin­gen. Ich hoffe so sehr, dass wir uns im kom­menden Jahr eben­falls tre­f­fen kön­nen <3

Am 02.02.2017 wurde Püppi ein Jahr alt und am gle­ichen Tag war Queen bere­its vier Jahre an meiner Seite. Klar war das ein Grund die Korken knallen zu lassen. Natür­lich auf hündis­che Weise mit Hack­fleis­chkuchen, vie­len Leck­erlis und Geschenken <3

Im Früh­jahr ent­decken Püppi und ich das Dog­Danc­ing für uns. Inzwis­chen haben wir viel aus­pro­biert und ich muss sagen, dass Trick­sen ist defin­i­tiv unser Lieb­stes und wir wer­den da auch im kom­menden Jahr am Ball bleiben und schauen wo die Reise hinführt.

Wie schnell die Zeit vergeht wurde uns im April vor Augen geführt als der Tag kam, an dem Püppi schon ein Jahr bei uns lebte <3

Der Som­mer stand bei uns ganz im Zeichen wichtiger Entschei­dun­gen und großer Verän­derun­gen. Bis zu diesem Zeit­punkt habe ich ver­sucht als Recht­san­wältin im Bere­ich des Tier­rechts zu arbeiten, gle­ichzeitig den Shop zu führen und diesen Blog zu schreiben. Doch wie das eben so läuft, wenn man alles gle­ichzeitig machen will: Man macht viel aber nichts so richtig. Aus zeitlichen, finanziellen und weit­eren Grün­den stand ich also vor der Entschei­dung wie es weiter gehen soll. Dieser Blog ist mein Hobby, bei dem ich mir frei ein­teilen kann, wann ich mich vor den Lap­top sezte und wann nicht. Ich habe viel Zeit in diesen Blog gesteckt und bin stolz, dass ich mit­tler­weile auch Geld damit ver­di­enen kann. Den Blog aufzugeben war keine Option. Kan­zlei oder Glück­shund? Das war nun die Frage. Um meine Entschei­dung nachempfinden zu kön­nen muss ich vielle­icht etwas weiter ausholen.

Ich habe mich damals dazu entschlossen Jura zu studieren, weil ich — oh Gott wie naiv ich noch gewe­sen bin — Gerechtigkeit schaf­fen wollte. Wahrschein­lich ein Beweg­grund, den einige Erstse­mes­ter mit mir teilen wür­den. Wenn man jedoch erst ein­mal das Grund­studium hin­ter sich gebracht hat, dann weiß man, dass Jura nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat. Nun bin ich zum einen ein Men­sch, der nicht gerne aufgibt und Dinge zu enden bringt und zum anderen auch keine Idee hatte, was ich sonst machen sollte. Medi­zin war schon immer ein Gedanke, doch mein NC reichte hier­für nicht. 1,0 wurde voraus­ge­sagt. Da kon­nte ich nicht mihal­ten. Also blieb ich bei Jura. Naja, im schlimm­sten Fall wirst du halt Recht­san­wältin. Mein eigentliches Ziel war die Staat­san­waltschaft. Und so legte ich von Anfang an meinen Fokus auf das Strafrecht, wählte Krim­i­nolo­gie und Krim­i­nal­wis­senschaften als Schw­er­punkte. Neben­bei besuchte ich Kurse zur Foren­sik und Rechtsmedi­zin. Ler­nen bere­it­ete mir keine Prob­leme. Ich kann mir sehr leicht Dinge merken, sodass das erste Exa­men schnell in der Tasche war. Mein Ref­er­en­dariat absolvierte ich am Landgericht in Essen. Unter anderem war ich dort drei Monate bei der Staat­san­waltschaft. Ich hatte den besten Aus­bilder aller Zeiten und so durfte ich am Ende meiner Zeit dort vor das Schwurg­ericht. Ich werde diesen Tag nie vergessen und es wird nun einige mir nah­este­hende Men­schen geben, die diese Zeilen zum erstem Mal lesen.

Ich erin­nere mich an jedes Detail: An die dicke Akte unter meinem Arm, an meine Robe, die mir viel zu groß ist und an den ermuti­gen­den Blick meines Aus­bilders. Ich darf nicht ins Detail gehen, doch ich darf so viel sagen: Es ging um Recht­sradikalis­mus. Es ging um zwei afrikanis­che Män­ner, die von fünf Recht­sradikalen durch die Straßen getrieben wur­den. Beschimpft, getreten, geschla­gen. Ich erin­nere mich noch genau an das Gesicht des Opfers. Die Wun­den waren zu Nar­ben gewor­den. Er sprach franzö­sisch. Obwohl jeder Satz über­setzt wurde, konzen­tri­erte ich mich auf seine Worte. Ich ver­stand jedes davon und sie haben sich in meinem Gehirn fest­ge­brannt. Wie er schilderte, dass er Tode­sangst hatte, während man seinen Kopf auf die Bor­d­steinkante schlug. Wie er beschrieb, dass er ver­suchte, sich das Blut aus dem Auge zu wis­chen, um sehen zu kön­nen, ob sein Fre­und noch lebt. Das Plä­doyer dauerte 45 Minuten. Doch ich erin­nere mich nur noch an seine Worte.

Nach der Ver­hand­lung saß ich im Zug und star­rte aus dem Fen­ster. Zunächst bekam ich gar nicht mit, wie die Zeit ver­flog und ehe ich mich ver­sah, musste ich aussteigen. Ich wusste nur eins: Das ist nicht das, was ich machen will. Ich habe schon vor einem Mörder gesessen, weil ein weit­erer Aus­bilder ihn vertreten hat. Das war kein Prob­lem für mich. Doch die Worte des Opfers sind noch heute in meinem Kopf. Ich wusste, dass das nicht meine Welt sein kann. Ich habe nicht das dicke Fell, um so etwas mit dem Schließen der Akte vergessen zu können.

Also wid­mete ich mich nach dem zweiten Exa­men dem Tier­recht. Doch ich will ehrlich sein: Es ist nicht ein­fach als junge Anwältin. Glück­shund ist mein Baby. Ich habe all mein Herzblut in diesem Shop gesteckt und alles aus dem nichts aufge­baut. Und ich wollte das nicht aufgeben. Ich wollte unbe­d­ingt her­aus­finden wie weit dieser Weg gehen wird und so entsch­ied ich mich meine Zulas­sung als Anwältin vor­rüberge­hend abzugeben. Ich hätte sie auch behal­ten kön­nen, doch wozu all die Ver­sicherun­gen zahlen und all die Beiträge, wenn ich ohne­hin nicht tätig sein würde. Meine Zulas­sung kann ich jed­erzeit zurück­bekom­men. Ich kann jed­erzeit wieder anfan­gen als Recht­san­wältin zu arbeiten und wieder selb­st­ständig oder als angestellte Anwältin tätig zu sein.

Und so set­zte ich alles auf eine Karte und entsch­ied mich für meinen Shop. Heute ist ein halbes Jahr ver­gan­gen und ich bin glück­lich mit dieser Entschei­dung. Es war richtig so und ich habe das Gefühl mit mir im Reinen zu sein.

Und doch war diese Entschei­dung auch mit einem großen Schat­ten gehaftet. Ende des Som­mers musste ich fest­stellen, dass ein anderer Shop die Idee meiner Kundin nachgemacht hat. Zusam­men mit meiner Kundin habe ich ein Pro­dukt entwick­elt, welches ich dann in einem anderen Shop finden musste. Ich möchte an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, doch ich kann soviel sagen: ich schrieb die junge Dame an und wollte darüber sprechen. In diesem Gespräch fiel auch der Satz, dass ich Recht­san­wältin sei. Ich wollte eine Lösung für das Prob­lem finden. Doch statt einer Antwort erhielt ich Post von der Polizei. Wegen Miss­brauch von Berufs­beze­ich­nun­gen zeigte sie mich an. Natür­lich hätte ich auch schreiben kön­nen, ich bin Volljuristin, doch welcher Laie ver­steht das? Mit­tler­weile ist das Ver­fahren eingestellt wor­den, doch ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mich verän­dert hat. Obwohl wir doch als Hun­de­men­schen alle im sel­ben Boot sitzen, passieren solche Dinge. Ich schaue eignentlich nie danach, was andere Shops machen. Ich will gar nicht wis­sen, was andere machen und genauso wie ich meine eige­nen Ideen oder Ideen meiner Kun­den umsetze genauso wün­sche ich mir auch von anderen, dass sie eben­falls ihr eigenes Ding machen. Mit­tler­weile weiß ich einges mehr. Weiß, wer sich über wen das Maul zer­reißt und wer bei wem was abguckt. Ich für meinen Teil war der­art schock­iert von all diesem, dass ich nun keinem anderen Shop mehr folge und nur noch auf mein Ding blicke. Und obwohl die Anzeige wie erwartet schnell vom Tisch war, so bleibt doch etwas zurück. Ich komme nicht umher mir vorzustellen, wie dieses junge Mäd­chen eine Anzeige schrieb und zur Polizei schickte. Wäre das alles schlecht aus­ge­gan­gen, was zwar nicht zu erwarten aber auch nicht zu 100% auszuschließen war, dann hätte ich nie wieder als Recht­san­wältin arbeiten dür­fen. Ich würde niemals einem anderen Men­schen der­art das Leben kaputt machen. Das ist es, was zurück bleibt. Der Schock darüber, wie manche Men­schen ticken und wie sehr manche Men­schen anderen schaden wollen. Ich für meinen Teil musste ler­nen, dass das Inter­net nicht nur Gutes mit sich bringt. Dass auf der anderen Seite eines manchen Lap­tops auch schlechte Men­schen sitzen. Dass nicht alle Hun­de­men­schen automa­tisch nett zueinan­der sind, nur weil sie die Liebe zu den Vier­bein­ern verbindet.

Wer mich kennt, weiß, wie harm­los ist bin. Dass eigentlich mehr Min­ion als erwach­sener Men­sch in mir steckt und dass ich immer an das Gute in den Men­schen geglaubt habe. Ich wün­sche nie­man­dem etwas Schlechtes und will eigentlich nur, dass es meinen Lieb­sten gut geht. Und dann flat­tert hier eine Anzeige ins Haus. Ich weiß nicht, ob die Anzeige selbst oder der Gedanke, dass jemand meinetwe­gen eine Anzeige schreibt, schock­ieren­der gewe­sen ist. Obwohl die Sache schnell vom Tisch war, ist es noch lange nicht vergessen…

Und bevor unser Jahres­rück­blick zu düster wird, schnell noch etwas erfreuliches: Queen und Püppi geht es super und wir hat­ten mit keinen großen Prob­le­men zu kämpfen. Für Queen haben wir die Blutegelther­a­pie aus­pro­biert und tolle Erfolge erzielt. Es geht ihr mehr als gut. Aktuell gle­icht sie eher einem Wildpferd als einem Schäfi. Manch anderer würde erst ein­mal einen Leinen­führigkeit­skurs buchen, doch ich bin ein­fach nur glück­lich, dass es ihr gut geht 😀 Gut, ein wenig soll­ten wir tat­säch­lich üben 🙂

Und bevor wir uns für dieses Jahr ver­ab­schieden, möchte ich ein­fach noch ein­mal Danke sagen, denn irgdnwie sagt man das viel zu sel­ten <3

Ich fange ein­fach mal bei der Per­son an, ohne die es diesen Blog nicht geben würde: Nicole.

Liebe Nicole, ich kann gar nicht in Worte fassen, wie wichtig du mir bist. Du bist ein­fach immer da und ich kann mich jed­erzeit mit allem an dich wen­den. Du bist mir eine soooo gute Fre­undin, eine Stütze und eine große Hilfe, wenn ich ein­mal Rat brauche. Danke dafür, dass du du bist <3

Ein riesen Dankeschön geht auch an meine Mama, die mir im Shop immer zur Seite steht, mich unter­stützt und mir den Rücken frei hält. Ohen dich wäre Glück­shund nichts das­selbe. Danke <3

Ein Dankeschön geht auch an meine Hun­de­schule Fam­i­lien­hun­daus­bil­dung und ins­beson­dere an unsere Trainerin Silke, die uns so viele schöne Stun­den bere­itet hat. Ich freue mich immer sehr auf den Kurs. Danke auch an unsere Tier­heil­prak­itk­erin Dr. Stella Schulte, die dafür gesorgt hat, dass es Queen so gut geht und die mich dazu gebracht hat, alles etwas lock­erer zu nehmen. Danke an die liebe Ele, unsere Phys­io­ther­a­peutin von der Tierklinik Grußen­dorf, für die vie­len net­ten Stun­den bei dir.

Ein riesen Dankeschön geht auch an euch. Danke, dass ihr eure wertvolle Zeit nehmt und diesen Blog lest. Ohne euch wäre es doch sehr lang­weilig hier 🙂

Danke auch an alle Kun­den von Glück­shund. Ihr seid wirk­lich unglaublich toll. Danke für alle die Kom­mentare, Likes, mir eingeschick­ten Bilder und Beiträge. Ohne euch hätte ich mein Hobby nicht zum Beruf machen kön­nen. Danke <3

Ein großes Dankeschön geht auch an alle Koop­er­a­tionspart­ner. Vie­len Dank für alles.

So nun ver­ab­schieden wir uns und melden uns Anfang des Jahres mit der Vorstel­lung von ganz tollen neuen Naschis bei euch zurück.

Ich wün­sche euch allen unglaublich tolle Wei­h­nacht­stage. Lasst es euch gut gehen und genießt die Zeit mit euren Lieben. Fut­tert euch durch all die leck­eren Kekse und durch Mamas Wei­h­nacht­sessen. Knud­delt eure Vier­beiner. Ich wün­sche euch einen guten Rutsch und ganz viel Liebe, Glück, Gesund­heit und alles was dazu gehört für das neue Jahr. Ich wün­sche euch nur das Beste <3 Und das gle­ich zwei mal 🙂

Habt es fein und vergesst uns nicht <3

Milben bei Mensch und Hund

Hat­tet ihr schon ein­mal Prob­leme mit Mil­ben? Die typ­sichen Ohrmil­ben oder Gras­mil­ben sind uns glaube ich allen schon ein­mal begegnet.

Queen hatte ein­mal kurz Last mit Ohrmil­ben. Aufge­fallen ist es lediglich dadurch, dass sie anf­ing den Kopf zu schüt­teln und das betrof­fene Ohr hän­gen ließ. Sicht­bar im Ohr waren die Mil­ben mit bloßem Auge jedoch nicht. Ein Tier­arztbe­such später hat­ten wir das Prob­lem Gott sei Dank schnell und effek­tiv im Griff.

Püppi ist bis­lang ver­schohnt geblieben.

Mil­ben sind ein Thema, welches uns als Hundbe­sitzern immer mal wieder begeg­net. Gut, dass Milbenmeister.de nun alle wichti­gen Infor­ma­tio­nen für euch bereit gestellt hat und zudem wichtige Tips rund um die Vor­beu­gung und Bekämp­fung enthält.

Genau wie Zecken sind Mil­ben sowohl für uns Men­schen als auch für Tiere ein lästiges Prob­lem. Die etwa 0,2 bis 0,4 Mil­lime­ter großen Mil­ben verur­sachen häu­fig einen starken Juckreiz.

Am häu­fig­sten kom­men die sog. Räude­mil­ben beim Tier vor. Sie leben dauer­haft auf dem Wirt­stier und entwick­eln sich inner­halb von unge­fähr drei Wochen zu einer erwach­se­nen, ver­mehrungs­fähi­gen Milbe, die selbst Eier legt.

https://www.allianz.de/gesundheit/hundekrankenversicherung/milben-beim-hund/

Unsere Hunde wer­den vor allem von Grab­mil­ben befallen. Anstecken kön­nen sie sich über direk­ten Kon­takt zu andern Hun­den,  Katzen oder Wildtieren. Da Mil­ben auch in der Umge­bung mehrere Tage über­lebens­fähig sind, muss es gar nicht immer zu einem direkt Kon­takt kom­men. Unter Umstän­den kann sich auch der Men­sch mit Grab­bil­ben anstecken. Die Mil­ben kön­nen sich jedoch auf dem Men­schen nicht weit­er­ver­mehren und ster­ben nach eini­gen Tagen ab. Die Grab­mil­ben verur­sachen sowohl beim Men­schen als auch beim Tier einen sehr starken Juck­reiz, der bei Wärme und nachts noch inten­siver wird. Bei Hun­den tritt der  Juck­reiz meist an den Ohren, den Glied­maßen und am Bauch auf. Nach einer Ansteck­ung zeigen sich zuerst Bläschen und Pusteln auf der Haut. Auf­grund einer aller­gis­chen Reak­tion kommt es nach­fol­gend zur Krusten­bil­dung, Hau­t­entzün­dung und Hautverdickung.

https://www.allianz.de/gesundheit/hundekrankenversicherung/milben-beim-hund/

Doch wie lassen sich Milben eigentlich vermeiden? Kann man vorbeugen? Und wenn man erst einmal betroffen ist, wie werden die Milben dann effektiv und schnell bekämpft? Was muss ich beachten?

Auf all diese Fragen findet ihr in dem ausführlichen Ratgeber von Milbenmeister.de eine Antwort. Dort findet ihr allgemeine Informationen zu den verschiedenen Milbenarten und erfahrt wie ihr vorbeugen und im Ernstfall die Milben bekämpfen könnt.

Weit­ere Infos zum über die Herkunft, die Auswirkun­gen und Behan­du­lun­gen findet ihr auch auf Allianz.de

Mehr als “nur” ein Frauchen?

Vor Kurzem kam meine Fre­undin Tabea zurück nach Deutsch­land. Sie war lange in Aus­tralien und hat dort auf einem Pfer­de­hof gear­beitet. Nun ist sie zurück und bleibt bis April in Deutsch­land. Dann geht es für sie weiter nach Neuseeland.

Wir ken­nen uns nun schon viele Jahre — 10, wenn ich mich nicht irre. Wir haben uns schon immer gut ver­standen, doch momen­tan ganz beson­ders. Zudem teilen wir uns unseren gemein­samen besten Fre­und. Na wenn das nicht zusammenschweißt 🙂

Doch was hat das nun mit diesem Blog oder den Wuffels zu tun?

Tabea ist die einzige Fre­undin, die keinen Hund hat.

Unser Aktiv­itäten beschränken sich also nicht auf Hun­derun­den oder Stun­den in der Hun­de­schule. Und so kam es, dass wir spon­tan in einem Club waren, weil Jan Leyk — oh ich liebe ihn 😀 — dort aufgelegt hat. Seit Jaaaaaahren bin ich nicht feiern gewe­sen. Einige Tage später waren wir in Biele­feld im Loom shop­pen. Und nun haben wir uns im Fit­nesstu­dio angemeldet.

Für viele von euch wird das vielle­icht nor­mal sein. Für mich ist es das nicht.

Ich arbeite von Zuhause aus und wenn man einen Shop, einen Blog und zwei Hunde hat dann bleibt nicht viel Zeit übrig. Hier liegen drei Bücher, die für Rezen­sio­nen gele­sen wer­den müssen und ich weiß gar nicht, wann ich das schaf­fen soll. Wer eben­falls selb­st­ständig ist, der weiß, dass man irgend­wie nie so richtig Feier­abend hat. Es gibt immer etwas zu tun.

Ich war erstaunt wie gut unsere Aktiv­itäten mit den Hun­den vere­in­bar waren. Bevor es in den Club ging, drehten wir einen große Runde und unterm Strich waren wir auch nicht lange weg. Die Hunde kamen völ­lig ver­schlafen um die Ecke als ich nach Hause kam. Bevor wir nach Biele­feld fuhren, haben wir die große Wal­drunde gedreht, get­rickst und Leck­erlis gesucht. Die bei­den waren platt. Wir sind erst nach dem Mit­tag gefahren und so dauerte es nicht lange, bis Her­rchen nach Hause kam und die Hunde nicht mehr alleine gewe­sen sind. Und mal eben eine Stunde zum Sport gehen ist ja ohne­hin kein Problem.

Doch irgend­wie fühlt es sich komisch an.

Je länger ich von Zuhause weg bin, desto häu­figer checke ich die Uhrzeit. Ich werde zunehmend unruhiger bis ich schließlich nur noch nach Hause will. Die Hunde haben keinen Stress alleine zu bleiben. Manch­mal schlafen sie, manch­mal spie­len sie und manch­mal deko­ri­eren sie die Woh­nung um. Ich habe vor eini­gen Tagen hier darüber berichtet. Doch so richtig wohl fühle ich mich nicht, die bei­den allein zu lassen. Ich bin ohne­hin jemand, der ein­fach gewohnt ist, Zuhause zu sein. Die meis­ten Aktiv­itäten finden mit den Hun­den statt und irgend­wie ist es selt­sam sie nicht dabei zu haben.

Es ist ein komis­ches Gefühl. Irgend­wie habe ich ein schlechtes Gewis­sen. Ich habe Lust zum Sport zu gehen, doch werde ich die bei­den nun ein bis zwei mal die Woche alleine lassen müssen. Ich merke, dass es mir gut tut, auch mal an andere Dinge zu denken. Ich bin den ganzen Tag mit den bei­den zusam­men und ich denke fast den ganzen Tag an sie. Und so kom­men auch einige Sor­gen und Äng­ste zu den Gedanken hinzu. Die bei­den ein­fach mal Hund sein zu lassen, fällt mir als typ­is­ches Helikopter­frauchen wirk­lich schwer. Pausen beim Nähen nutze ich gerne um die bei­den zu beschäfti­gen und ich bin mir sicher, dass es auch einige Tage gibt, an denen die bei­den ein­fach nur gen­ervt von mir sind 😀

Für mich ist es nicht nor­mal auch mal etwas ohne die bei­den zu machen und mich auch mal mit anderen The­men auseinan­der zu set­zen. Doch ich denke, dass es “nor­mal” sein sollte und bes­timmt “gesund” ist. Ich merke, dass ich mir weniger Gedanken und weniger Sor­gen mache. Das ist doch schon mal was 🙂

 Vielle­icht ist es auch ein­fach nur unge­wohnt, weil ich die bei­den sonst eigentlich immer um mich habe. Doch vielle­icht gehören diese Gefühle zum Frauchen sein ein­fach dazu 🙂

Die Sache mit dem Alleine bleiben.

Ich bin grund­sät­zlich nie­mand, der seine Hunde gerne alleine lässt. Gott sei Dank habe ich das große Glück und darf von Zuhause aus arbeiten.

Täglich fahre ich meine Pakete von Glück­shund zur Post. Oft ist das der einzige Moment, in dem die bei­den alleine Zuhause sind. Manch­mal nehme ich sie auch mit und wir fahren von der Post aus weiter in den Wald.

Ein bis zwei mal die Woche muss ich Stoff und Mate­r­ial besor­gen, ein­mal die Woche geht es in den Super­markt. Es gibt Wochen, in denen sind das die einzi­gen Gründe, dass ich die Tür hin­ter mir zuziehe. Ohne Queen und Püppi.

Ich muss zugeben: Ich lass die zwei ungern allein.

Doch warum ist das so? Und was passiert eigentlich, wenn die beiden alleine Zuhause sind?

Das größte Prob­lem ist mein Kopf. Ich weiß, dass die bei­den gerne mitkom­men wür­den. In solchen Momenten ver­men­schliche ich sie und über­lege, ob sie wohl trau­rig sein kön­nten. Wenn es doch dazu kommt, dass ich mal für mehrere Stun­den nicht Zuhause bin, frage ich mich, ob sie mich ver­mis­sen und trau­rig sein kön­nen. Dabei habe ich vor Kurzem gele­sen, dass Hunde eigentlich nur den Moment des Wegge­hens schlimm empfinden. Wie lange man dann tatäsäch­lich weg ist, ob eine Stunde oder drei,  hätte keine große Bedeutung.

Seit Püppi hier ist fällt es mir leichter, die Tür hin­ter mir zu schließen. Die bei­den ver­ste­hen sich gut, sind gern zusam­men und nicht ganz allein.

Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn Queen ganz alleine Zuhause ist?

Mon­tags abends geht Püppi zum Dog­Dance. Queen bleibt allein Zuhause, weil sie für Dog­Dance nichts übrig hat. Mit dem IPad habe ich gefilmt, was sie so treibt, wenn sie ganze alleine ist.

Queen ist da sehr rou­tiniert und es läuft immer nach dem gle­ichen Muster ab. Sie geht in die Küche und guckt, ob da etwas Ess­bares neben dem Wasser­napf steht. Anschließend geht sie ins Schlafz­im­mer und legt sich dort auf das große Kissen, was vor dem Bett liegt. Nach unge­fähr 15 Minuten geht sie zurück ins Wohnz­im­mer in ihre Kudde und bleibt dort bis wir zurück kom­men. Sie schläft nicht, son­dern ist schon ziem­lich wach­sam. Geräusche im Flur wer­den natür­lich kon­trol­liert und auch sonst ist sie sehr aufmerksam.

Und Püppi?

Püppi geht die kom­plette Woh­nung ab. Vor den Fen­stern bleibt sie ste­hen und blickt hin­aus. Jedes Geräusch wird mit einem tiefen Knur­ren kom­men­tiert. Zwis­chen­durch wech­selt sie die Räume und starrt dann entweder aus dem Fen­ster oder auf die Tür. Zur Ruhe kommt sie eigentlich nicht.

Und was passiert, wenn beide gemeinsam alleine sind?

Früher passierte rein gar nichts. Sie lagen gemein­sam im gle­ichen Raum und dösten vor sich hin. Bei Geräuschen im Haus­flur gin­gen sie zur Tür, anson­sten war hier nichts los.

Wer genau gele­sen hat, wird wahrschein­lich an einem Wort hän­gen geblieben sein: Früher.

Denn mit­tler­weile sieht die Welt hier anders aus.

Ich muss sagen, dass ich grund­sät­zlich nur dann das Haus ver­lasse, wenn die bei­den vorher beschäftigt wor­den sind. Natür­lich fahr ich auch mal so eben Pakete weg­brin­gen, denn das dauert max­i­mal fünf Minuten. Sollte ich allerd­ings länger weg sein, so drehen wir vorher eine Runde und machen Kopf– oder Nase­nar­beit. Bevor ich gehe, bekom­men beide noch eine Leck­erei. Meis­tens ein Stückchen Hüh­ner­brust oder einen Kong. Nichts hartes auf jeden Fall, weil ich Angst habe, dass sich einer der bei­den ver­schluckt und ich nicht ein­greifen kann. Ist zwar noch nie passiert, aber als Helikopter­frauchen geht man eben auf Num­mer Sicher.

Zunächst legen sich die bei­den hin und ruhen sich aus. Doch einer der bei­den fängt dann an. Steht auf und weckt den anderen und dann geht alles ganz schnell. Die Decken in den Kud­den wer­den her­aus­ge­bud­delt. Anschließend wer­den die Kud­den auf den Tep­pich gezo­gen. Dann geht Queen los und sam­melt alles ein, was sie für ihren Bud­del­haufen gebrauchen kann. Kissen aus dem Bett, Han­tücher aus dem Bad oder aus der Küche. Alles wird auf den Tep­pich gelegt und dann wird gebud­delt. Beide bud­deln sich wie irre durch die Haufen und legen sich anschleißend mit­ten rein. Wenn Püppi das noch nicht reicht, knab­bert sie im Flur den Tep­pich an. Ein kleiner qua­dratis­cher Flusen­tep­pich aus dem schwedis­chen Möä­bel­haus. Kleine Flusen wer­den gerupft und ganze Fäden gezo­gen. Aber wirk­lich immer nur diesesr blöde kleine Tep­pich im Flur.

Irre oder?

Was ich dage­gen mache?

Gar nichts. Wenn der Tep­pich kaputt ist, kaufe ich einen neuen. Die Handtücher und Kissen bringe ich wieder auf ihren Platz und räume die Kud­den wieder auf. Maßregelun­gen sind nicht mein Ding und es wäre ohne­hin vom Tim­ing her ein Prob­lem. Was ich mir vorstellen kön­nte, wäre eine Kam­era, die mir auf dem Handy anzeigt, was die bei­den machen und dass ich mit einem Mikro zu ihnen sprechen kön­nte 😀 Nein mal im Ernst. Es geht nun schon einige Wochen so und es ist auch noch nie ern­sthaft etwas kaputt gegan­gen. Es ist auch nicht jedes Mal so ein Chaos — vielle­icht jedes zweite Mal 🙂

Mehr als aus­las­ten kann ich sie vorher nicht und alle Türen möchte ich auch nicht schließen. Irgend­wie ist es mit­tler­weile auch schon lustig und wir machen uns schon einen Spaß daraus, ob die Kudde nur auf dem Tep­pich oder bis in den Flur gezo­gen wurde.

Wird abge­hakt unter “wenn mehr nicht ist…” 🙂

Gastbeitrag von Sören Emmzwoaka: Schrittregel zur Fernhaltung des Hundes aus dem Bett

Heute habe ich wieder eine neue Kurzgeschichte von Sören für euch 🙂

Einige Sportarten haben ihre eigene Schrit­tregel. Ein Weit­springer zum Beispiel muss vor dem Balken in Rich­tung Sand­kas­ten abheben, darf dabei aber keine Förm­chen mit sich führen. Einem Bas­ket­baller sind nur drei Schritte mit dem Ball in der Hand ges­tat­tet, es sei denn, er ist ein Teufelskerl now­itzkischen Aus­maßes und titscht den Ball zwis­chen­durch auf den Hal­len­bo­den. Auch Hand­baller sind auf drei Schritte beschränkt, genehmi­gen sich aber fünf, weil ihre ver­schwägerten Schied­srichter erst fünfe ger­ade sein lassen und dann einen Schritt als keinen werten. 

Andere Sportarten basteln noch an einer sin­nvollen Regelung: Für Marathon­läufer kön­nte ich mir eine max­i­male Anzahl von 85.000 Schrit­ten gut vorstellen, denn dann reicht eine Schrit­tlänge von einem hal­ben Meter völ­lig aus, um die 42,195 Kilo­me­ter zu absolvieren. Mit einem Chip im Schuh ist die Kon­trolle kein Prob­lem. Oder man drückt den Läufern einen mech­a­nis­chen Handzäh­ler in die Faust — dann tun sie gle­ichzeitig auch was für die Oberarmmuskulatur. 

Nicht so olymp­isch wie Leich­tath­letik, Bas­ket­ball oder Hand­ball, aber den­noch Leis­tungss­port ist das mor­gendliche Begrüßungsritual zwis­chen meinem Deutsch-Drahthaar-Rüden Moritz und mir. Wenn Moritz aufwacht, ver­schwen­det er keine Zeit, um sein Kör­bchen zu ver­lassen und auf meine Seite des Bettes zu trot­ten. Dort gähnt er ein­mal, trip­pelt dann ein paar Mal auf der Stelle und hievt seinen Oberkör­per auf meinen Bauch. Diesen muss ich zu diesem Zeit­punkt bere­its geis­tes­ge­gen­wär­tig anges­pannt haben, um den Ein­schlag abz­u­fan­gen. Ein paar Sit-ups sind nichts dagegen.

 

Püppi

In unserer Fas­sung des Hun­deknigges steht klar und deut­lich, dass Moritz nicht ins Bett darf. Die Schrit­tregel besagt ein­deutig, dass ein Fuß immer Bodenkon­takt haben muss. Manch­mal ist es auch nur noch eine Kralle – aber darauf bestehe ich! Bevor ich also dazu bereit bin, meinen Hund durchzuknud­deln, kon­trol­liere ich, ob er sich an die Schrit­tregel hält. Ich bin mir nicht sicher, ob es päd­a­gogisch beson­ders wertvoll ist, Liebe an die Ein­hal­tung von Regeln zu knüpfen. Der Hund liebt einen schließlich auch bedingungslos. 

So ein Drahthaar auf dem Bauch fühlt sich nicht ger­ade an wie ein flauschiges Schafs­fell – erstens lebt das Tier zum Glück ja noch, zweit­ens ist das Fell recht drahtig und drit­tens ist der Hund ziem­lich schwer. Trotz­dem bin ich in dieser Sit­u­a­tion schon mehrmals eingeschlafen. Ich kann deshalb nur rekon­stru­ieren, was danach geschieht: Entweder Moritz schläft auch ein und zieht die let­zte Pfote, die noch Bodenkon­takt wahrt, unbe­wusst hin­auf ins Bett – oder der Kerl macht das mit voller Absicht.

Füße runter!“ höre ich plöt­zlich – jetzt wieder wach – jeman­den sagen. Bei uns ist meine Frau die Schiedsrichterin.

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Vie­len Dank an Sören für diese Kurzgeschichte. 
 
 
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“Da muss er durch” — Oder doch nicht?

In let­zter Zeit ist mir immer häu­fig ein ganz bes­timmter Satz begegnet

Da muss er durch”

Beson­ders oft hört man diesen Satz von Hun­debe­sitzern, dessen Vier­beiner ger­ade in der entschei­de­nen Sozial­i­sa­tion­sphase steckt. Hunde, die eher ängstlich sind, “müssen” ler­nen in der vollen Innen­stadt zurecht zu kom­men. Hunde, die sich nicht so gerne von Frem­den anfassen lassen, werde an der Leine fest­ge­hal­ten, damit sie vor der Frem­den Hand nicht flüchten kön­nen. Hunde, die vor lauten und ren­nen­den Kindern am lieb­sten flüchten wür­den, müssen in der Mit­tagszeit an dem Kinder­garten ent­lang, während gefühlte 200 Kids aus dem Gebäude stürmen.

Da muss er durch”

Wir alle haben unsere Hunde gerne bei uns. Wir alle nehmen sie gerne mit und freuen uns über jede Minute, die wir mit ihnen ver­brin­gen können.

Doch ist “Da muss er durch” ein notwendiger Teil der Erziehung oder der Beginn von menschlichem Egoismus?

Es gibt sicher Dinge, die wirk­lich nicht ver­han­del­bar sind.

Für mich gehört hier in erster Linie zu, dass ich meinem Hund in die Ohren, ins Maul und zwis­chen die Pfoten schauen kann. Mir ist es wichtig, dass ich darauf eine Auge habe und kon­trol­lieren kann, ob alles in Ord­nung ist. Ich muss den Hun­den das Fell bürsten kön­nen und muss die Krallen stutzen können.

Doch eigentlich hört es hier bere­its auf.

Meine Hunde müssen nicht mit in die Innen­stadt, müssen sich nicht von Frem­den anfassen lassen und müssen nicht durch eine Horde ren­nen­der lauter Kinder laufen.

Warum denn auch?

Wenn ich Besorgun­gen in der Innen­stadt machen muss, dann bleiben Queen und Püppi Zuhause. Was haben die bei­den denn davon durch über­füllte Gassen zu laufen und wom­öglich noch mit ins Geschäft zu kommen?

Wenn fremde Men­schen sie stre­icheln wollen, dann lasse ich die bei­den entschei­den. Queen geht meis­tens hin. Püppi ver­steckt sich in der Regel hin­ter meinen Beinen. Hunde müssen sich nicht von jedem anfassen lassen. Und selbst wenn ein Spruch kommt wie “Das ist aber ein Schisser” — ja dann ist es eben so. Ich werde die bei­den sicher nicht zwin­gen sich anfassen zu lassen, nur weil  fremde Men­schen meine Hunde stre­icheln wollen. Ich geh doch auch nicht zu jedem Kinder­wa­gen und stre­ichel dem Kind über die Wange. Jeder Men­sch und jedes Tier hat das Recht auf seine Intime Zone, seinen per­sön­lichen Radius. Und wo ich meine Grenze abstecke, das bleibt doch mir über­lassen. Oder in diesem Fall eben meinen Hunden.

Queen und Püppi finden laute und ren­nende Kinder beide gruselig. Püppi bekommt Angst und Queen wird nervös und ver­sucht die Kinder zu begren­zen. Also wech­seln wir die Straßen­seite und laufen nicht direkt am Ein­gang einer Schule oder eines Kinder­gartens vor­bei, wenn dort ger­ade alle rausstür­men. Kein Hund muss da durch. Und ich übri­gens auch nicht 🙂

Doch warum entsteht in eini­gen Köpfen eigentlich die Forderung, dass der Hund da durch müsse?

Hunde sind keine Roboter oder Maschi­nen, die man pro­gram­mieren kann. Hunde sind Lebe­we­sen mit eige­nen Gefühlen und Bedürfnis­sen und soll­ten als solche auch wahr und ernst genom­men werden.

Ich weiß nicht wann der Gedanke ent­standen ist, dass Hunde sicher immer gerne gestre­ichelt wer­den wollen. Ich weiß auch nicht wann der Gedanke ent­standen ist, dass ein guter Hund seinen Besitzer immer und über­all begleiten muss.

Nun begin­nen die ersten Wei­h­nachtsmärkte und ich habe tat­säch­lich schon mit­bekom­men, dass sich Hun­debe­sitzer gezielt verabre­den um mit ihren Hun­den dort ent­lang laufen zu kön­nen — begleitet von der irren Grund­vorstel­lung “Das muss er lernen”.

Ich kann mit bei dem Gedaken bloß die Hand vor den Kopf schla­gen. Stellen wir uns ein­mal die Sit­u­a­tion vor: Der Kof­fer­raum geht auf und vielle­icht ist der erste Blick des Hun­des auf eine über­füllte Tief­garage gerichtet, die nicht nur übel riecht, son­dern auch eine völ­lig selt­same Akustik aufweist. Oben ange­langt wartet schon die liebe Ella, eine Hündin, mit der Anton sonst immer spie­len durfte. Heute aber keine Begrüßung, son­dern es geht stram­men Schrittes auf in die über­füll­ten Gassen. Dort warten dann zahlre­iche Men­schen­beine, denn etwas anderes sieht der Hund wahrschein­lich nicht. Zudem leckere und vor allem unendlich viele Gerüche, über­schwap­pende heiße Getränke, bren­nende Zigaret­ten und dies vielle­icht sogar auf Augen­höhe und einige harte Schuhe, die unter Umstän­den auf den Pfoten landen.

Da muss er durch.”

Nein. Das muss er eben nicht!

Hunde “müssen” durch den Wald schnup­pern, über Felder ren­nen und Löcher bud­deln. Hunde “müssen” sich dreckig machen, im See schwim­men und über Baum­stämme klet­tern. Hunde “müssen” Hund sein dür­fen. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich finde das musste mal gesagt werden…