Blogreihe Handicaphunde — Yuki

Blogreihe Handicaphunde — Yuki

Heute geht es weiter mit unserer Blo­greihe Hand­i­ca­phunde. Heute berichtet die liebe Lea über ihren Hund Yuki.
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Yuki ist nun fast 11 Monate alt, und schon gilt sie als ‘Handicap’-Hund, naja, eigentlich tut sie das von Geburt an, aber es wurde erst im Alter von 14 Wochen fest gestellt.

Aber in dem Alter kan­nten wir sie noch nicht. Eigentlich kam das Thema Zwei­thund für uns nie in Frage. Meine Eltern woll­ten keinen, und so musste ich mich damit abfinden. Doch dann lern­ten wir Yuki ken­nen und es war gegen­seit­ige Liebe auf den ersten Blick. Sie lief viel bei uns in der Nähe, hatte so ein tolles Wesen, was per­fekt zu uns passte und ver­stand sich super mit Alinga.

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Warum war denn dieser tolle Hund noch nicht vergeben?
Und zwar weil sie taub ist. Und so haben wir uns informiert und kamen zu dem Entschluss, dass wir sie zu uns holen wollen, für immer.

Im Alter von 8 Monaten zog Yuki am 12.6.2016 also bei uns ein. Die ersten Tage waren etwas chao­tisch. Ich kon­nte Yuki teil­weise nicht klar machen, was ich von ihr wollte, und sie hatte auf ein­mal ganz andere Regeln im Haus zu beachten.
Aber wie gestal­tet sich so ein Leben mit einem tauben Hund?
Ich sag es mal so:
Wie mit einem hören­dem Hund, nur dass man Sichtze­ichen gibt, anstatt Wortkommandos.

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Yuki lernt unheim­lich schnell. Sie achtet auf viele Kleinigkeiten. Wir haben ihr beige­bracht sich draußen beim Gassi immer wieder zu uns um zu drehen, so kann sie sogar frei laufen, weil sie immer bei uns in der Nähe bleibt und sich immer zu uns umdreht und man ihr so Kom­man­dos geben kann.
Not­falls stupsen wir sie ein­mal an, und dann haben wir ihre Aufmerksamkeit.

Im Haus folgt die jedem von uns wie ein Schat­ten und will immer wis­sen, wo wer ist. Sie ist über­haupt nicht gerne getrennt von uns und hat am lieb­sten immer Körperkontakt.

Sie hat nach einer kurzen Eingewöh­nungszeit schnell ‘Platz’ gel­ernt, und hatte auch unheim­lichen Spaß daran.
So habe ich mit ihr das Trick­sen ange­fan­gen, so war es auch geplant. Das mache ich ja schon seit Jahren mit meiner ersten Hündin Alinga.

Auch mit dem Agility haben wir schon etwas ange­fan­gen. Natür­lich ohne Sprünge, dafür ist sie ja noch nicht alt genug, aber zwis­chen zwei Auslegern durch­laufen und durch einen Tun­nel flitzen darf sie schon und das macht ihr mächtig Spaß.

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Die Unterord­nung klappt auch super und so wollen wir auch, wenn sie alt genug ist, die Beglei­thun­de­prü­fung mit ihr machen.

Am 10.9. hat sie ihren ersten Auftritt mit ihren ersten Tricks, und ich bin schon ges­pannt, wie sie es meis­tern wird.

Leuten, denen wir es nicht sagen, dass sie taub ist, denen fällt es gar nicht auf, bis es ihnen komisch vor kommt, dass sie nur Sichtze­ichen bekommt.

Das Leben mit einem tauben Hund gestal­tet sich also so, wie mit einem Hörenden.

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Ich muss sagen, sie ‘hört’ sogar besser als Alinga in dem Alter, bei Alinga wäre es unmöglich gewe­sen, wenn sie einen anderen Hund sieht, sie zu stop­pen, bei Yuki klappt es meistens.

Uns schränkt das Hand­i­cap von Yuki also so gut wie gar nicht ein, klar, nimmt man sie schneller mal an die Leine, wenn man nicht weiß, was um der näch­sten Ecke ist, etc.
Aber grund­sät­zlich ist ein Leben mit ihr wie ein Leben mit einem nor­malen Hund.

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Posted on: 5. Oktober 2016Sabrina

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