Brandon McMillans “Lucky Dogs — Der Hundetrainer” (Anzeige)

Heute — am 18.11.2019 — erscheint Bran­don McMil­lans Buch “Lucky Dogs — Der Hun­de­train­er” mit dem Unter­ti­tel “Der 7 — Tage — Train­ings­plan für jeden Hund”. Wir durften das Buch vor­ab für euch lesen und ich glaube, es gab bish­er kein Hun­de­buch, welch­es ich so schnell ver­schlun­gen habe wie dieses hier.

Bran­don McMil­lan ist sich­er vie­len von euch bekan­nt aus der SIXX Doku Serie “Lucky Dogs”. Im Mit­telpunkt ein­er jeden Episode ste­ht ein her­ren­los­er Hund, der durch Bran­don eine zweite Chance auf ein neues Zuhause bekomt. Er bringt ihnen Grund­kom­man­dos bei und sucht anschließend die passende Fam­i­lie für den Hund. Auf diese Weise möchte er den Men­schen ver­mit­teln, dass kein Hund ein hoff­nungslos­er Fall ist und jed­er eine Chance ver­di­ent hat.

Als ich die ersten Seit­en des Buch­es las, wurde im Rah­men ein­er Art Ein­führung kurz auf das Leben von Bran­don einge­gan­gen. Er hat bere­its zahlre­iche Tiere für TV Shows und Films trainiert — unter anderem den Tiger aus “Hang­over”. Die Liste sein­er bish­eri­gen Arbeit­en ist beein­druck­end lang und sein Engage­ment im Tier­schutz ist wirk­lich her­aus­ra­gend.

In seinem Buch ste­hen die Grund­kom­man­dos Sitz, Bleib, Platz, Komm, Aus, Bei Fuß und Nein im Fokus. Anhand von logisch nachvol­lziehbaren Schritt für Schritt Anleitun­gen begleit­et von zahlre­ichen Bildern erk­lärt er den detail­lierten Auf­bau dieser Grund­kom­man­dos.

Doch wer jet­zt denkt, dieses Buch sei nichts für ihn, da der eigene Hund diese Kom­man­dos bere­its beherrsche, der irrt sich. Noch bevor Bran­don über­haupt auf diese für ihn unverzicht­baren Kom­man­dos eing­ing, hat­te ich schon mehr gel­ernt, als ich für möglich gehal­ten hat­te. Beson­ders gefall­en hat mir sein Blick für die Genetik unser­er Hunde. Er erk­lärt sehr anschaulich, welche Rassen welche genetis­chen Dis­po­si­tio­nen mit­brin­gen und wie sich diese auf die Erziehung und das Leben des Hun­des auswirken. Was kann ich abtrainieren und was kann ich auf­grund genetis­ch­er Ver­ankerun­gen vielle­icht nur umlenken? Was ist typ­isch für meine Rasse und wozu würde sie über­haupt gezüchtet.

Als Beispiel sprach er unter anderem von einem Mal­teser. Auch in Püp­pi steckt ein Teil dieser Rasse und so war es wirk­lich inter­es­sant zu lesen wofür diese ursprünglich gezüchtet wur­den. Mal­teser wur­den gezielt als Schoßhund gezüchtet. Und so saßen sie auf dem Schoß ihres Besitzers und soll­ten sich näh­ernde Men­schen laut ankündi­gen. Daraus resul­tiert zum einen die teil­weise “große Klappe” und gle­ichzeit­ig die skep­tis­che Grund­hal­tung gegenüber frem­den Men­schen. Auch Püp­pi zeigt dieses Ver­hal­ten. Im eige­nen Garten und Haus bellt sie, wenn fremde Men­schen kom­men und grund­sät­zlich muss sie mit jedem erst ein­mal warm wer­den. Dies dauert je nach Sym­pa­tie mal länger und mal weniger lang — mit manchen ist sie bis heute nicht ganz ein­ver­standen. Außer­dem sitzt sie unglaublich gerne auf dem Schoß und all­ge­mein sitzt und schläft sie gerne erhöht.

Span­nend waren auch die zahlre­ichen Fall­beispiele, in denen Bran­don McMil­lan von seinen bish­eri­gen Erfahrun­gen mit den unter­schiedlich­sten Tier­schutzhun­den berichtet. Beson­ders schmun­zeln musste ich bei der Geschichte, wie er zu seinem eige­nen Hund gekom­men ist — eine Hündin aus dem Tier­heim, die von Fam­i­lie zu Fam­i­lie gere­icht wurde und eigentlich immer wieder bere­its nach weni­gen Tagen bei ihm abgegeben wurde bis er sie schließlich ein­fach behal­ten hat.

Für Junghundbe­sitzer und für Men­schen, die einen Hund in ihr Leben holen wer­den, finde ich das Buch wirk­lich unglaublich empfehlenswert. Ich habe schon zahlre­iche Erziehungsrat­ge­ber gele­sen und ich bin mir sich­er, die Grund­kom­man­dos nie deut­lich­er erk­lärt bekom­men zu haben. Die zahlre­ichen Bilder helfen bei dem Ver­ständ­nis wie das Grund­kom­man­do aufzubauen ist.

Aber das Buch ist defin­i­tiv mehr als nur ein Train­ings­plan für frisch geback­ene Hun­de­men­schen. Auch ich, die mit Hun­den aufgewach­sen ist und immer schon viel mit ihren Hun­den gear­beit­et hat, habe viel aus diesem Buch mitgenom­men. Ich finde es total span­nend, wie immer wieder der Blick auf genetis­che Dis­po­si­tio­nen gelenkt wird. Dies hil­ft, den eige­nen Hund zu ver­ste­hen.

Sein Train­ingskonzept wird immer wieder durch kurze Fallgeschicht­en aus sein­er Arbeit mit Tier­schutzhun­den verdeut­licht. Mir gefällt, dass er jedem Hund mit Ver­ständ­nis begeg­net und sich immer auch ver­sucht, in den Hund und seine Geschichte mit all seinen Erleb­nis­sen hineinzu­ver­set­zen.

Immer wieder geht er neben den genetis­chen Aspek­ten auf den unter­schiedlichen Charak­ter eines jeden Hun­des ein. Kein Hund gle­icht dem anderen und sie kön­nen genau die gle­ichen Eigen­schaften aufweisen wie wir Men­schen auch. Wenn man sich hier­mit auseinan­der­set­zt, so kann man den eige­nen Hund nicht nur bess­er ver­ste­hen, son­dern vor allem auch die richti­gen Wege für das eigene Train­ing find­en. In diesem Zusam­men­hang zitierte Bran­don Albert Ein­stein und ich denke, dieses Zitat sollte jed­er Hun­debe­sitzer schon ein­mal gehört haben: “Jed­er ist ein Genie! Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klet­tern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist!” Viele Hun­debe­sitzer hal­ten ihren Hund für dumm, doch bei jedem Hund gibt es etwas, was er gut kann. Vielle­icht wird er nicht so schnell stuben­rein oder vielle­icht ist er auch nicht der schnell­ste, wenn es um die Grund­kom­man­dos geht, aber es gibt ganz sich­er etwas, in dem er richtig gut ist. Und um genau das her­auszufind­en, sollte man einen Blick in seine Gene wer­fen. Aber zuviel möchte ich an dieser Stelle nicht von dem Buch vor­weg nehmen, denn ich bin der fes­ten Ansicht, dieses Exem­plar gehört in jeden Büch­er­schrank 🙂

Und wer nun neu­girig gewor­den ist, gelangt HIER zum Buch.

Das Pro­dukt wurde mir kosten- und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt.

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