Gedanken

Warum ich kein beliebter Hundebesitzer bin

Würde man in meiner Nach­barschaft und näheren Umgeben nach einer jun­gen Dame mit einem Schäfer­hund und einem kleinen weißen Wuschel fra­gen, dann würde wahrschein­lich nie­mand einen Freuden­sprung machen. Ja, es ist wahr. Ich gehöre wohl nicht zu den beliebtesten Hun­debe­sitzern hier in der Gegend.

Doch ich fange am besten mal ganz vorne an.

In unserem Stadt­teil gibt es nicht allzu viele Hunde und mit­tler­weile kennt man sich. Direkt am Ende der Straße begin­nen Wiesen und Felder, die in einem kleinen Wald­stück enden, kurzum: hier gehen alle spazieren. Man trifft sich. Das lässt sich nicht vermeiden.

Hier gibt es ver­schiedene Hundebesitzer:

Es gibt eine kleine Gruppe, die sich mor­gens um Punkt halb neun und nach­mit­tags um genau halb drei an einer Ecke trifft. Gemein­sam laufen schle­ichen sie dann zu einer Wiese. Dort ver­weilen sie ziem­lich genau eine halbe Stunde. Die Gruppe steht immer an der gle­ichen Stelle. In der einen Hand die Hun­deleine, in der anderen Hand einen trag­baren Kaf­fee­becher. Die Hunde machen was sie wollen und ich bin mir bis heute nicht sicher, wer eigentlich zu wem gehört. Nur einen Hund kann ich ein­deutig zuord­nen. Die Hündin wohnt nur wenige Häuser weiter und ist nicht zu ver­wech­seln. Denn sobald sie das Haus ver­lässt, bellt sie unun­ter­brochen. Das dazuge­hörige Zweibein ver­hält sich, als sei sie taub. Kom­men­tar­los läuft sie mit der Hündin zu dem Tre­ff­punkt. 8.30 Uhr und 14.30 Uhr. Jeden Tag. Begeg­net man sich, so nutzt sie eine kleine Atem­pause ihrer Hündin um nett lächelnd zu grüßen. Die Hündin ist riesig und entsprechend laut. Geht man seine Runde zu diesen Zeiten, hört man sie die gesamte Runde bellen. Das ist wirk­lich nervig. Aber es hat auch seine gute Seiten, denn so weiß ich, wann die Gruppe wieder auf der Wiese ist und ich muss diesen Weg gar nicht erst ein­schla­gen. Sollte man näm­lich doch ein­mal dort ent­lang laufen, kom­men zwis­chen 8 und 10 Hunde direkt auf uns zuger­annt und ren­nen unge­bremst in Queen und Püppi rein. Zu Anfang habe ich laut gerufen, ob sie bitte kurz ihre Hunde zu sich holen kön­nten. Nach­dem sie sich wort­los wieder umgere­dreht und sich ihrem Kaf­feeklatsch gewid­met haben, fing ich an diese Strecke zu meiden.

Und dann gibt es noch die “Darf meiner mal Hallo sagen” — Frak­tion. Hier­von haben wir auch einige. Manche fra­gen sogar jedes mal aufs Neue. Ganz ehrlich: hier wohnen wirk­lich nicht viele Hunde, nur zwei Schäfer­hunde und nur ein­mal die Kom­bi­na­tion von Schäfi und Shih Tzu, aber nein, man muss ja jedes mal wieder fragen.

Ich entschuldige mich jedes mal fre­undlich und erk­läre, dass meine kein “Hallo sagen” möchten. Doch egal wie fre­undlich man ist, das ver­steht hier nie­mand. Frei nach dem Motto “Jeder Hund will doch immer zu anderen Hun­den” wird man mit riesen Augen ange­se­hen. “Aber meiner geht sonst nicht an Ihnen vor­bei, wenn er nicht mal kurz rüber darf.” Sorry, aber dieser Stelle kommt unter Umstän­den schon mal ein “das ändert jetzt aber nichts” oder wenn es schon meine vierte Bege­nung dieser Art auf einer Runde ist ein “das ist nicht mein Problem”.

Ich gehöre grund­sät­zlich zu den Hun­debe­sitzern, die ihre Hunde anleinen, wenn ein anderer Hund kommt. Und ich gehöre auch zu den­jeni­gen, die fre­undlich darum bit­ten, sollte der ent­ge­genk­om­mende Hund ohne Leine laufen. Auch ein “der tut aber nichts” ändert meine Mei­n­ung da nicht. Und je nach­dem wie stur und beratungsre­sistent mein Gegenüber ist, kommt von mir unter Umstän­den auch mal ein “aber meiner tut was”. Spätestens dann machen sie sich eigentlich auch auf den Weg ihren Vier­beiner einzusam­meln. Schade, dass man zu solchen Sätzen greifen muss, damit endlich die Leine an das Hals­band kommt.

Ich habe sogar schon mal eine gelbe Schleife an meine Leinen gemacht. Habe dann auch gefragt, ob man die gelbe Schleife nicht gese­hen hätte. Doch nie­mand wusste, was das bedeutet.

Hier gibt es einige Wege, die sind sehr sehr schmal aber kurz. Die meis­ten warten am Ende, wenn sie sehen, dass ihnen auf den Weg ein anderer Hund ent­ge­gen kommt. Finde ich sehr nett und rück­sichtsvoll und ich bedanke mich jedes mal über­aus fre­undlich, denn der Weg ist wirk­lich ultra schmal und man muss mit seinem Hund in die Bren­nes­sel auswe­ichen, wenn man nicht frontal in den anderen rein­laufen will. Einige warten jedoch nicht und kom­men frontal auf einen zuge­laufen. Ich nehme meine bei­den dann immer zur Seite und weiche so weit es geht in Rich­tung Zaun aus. Wenn der andere es genauso macht, kann man aneinan­der vor­beilaufen. Zwar eng und für die Hunde alles andere als entspannt, aber es würde gehen. Ich erin­nere mich noch gut an eine Dame, die ihren Hund immer unan­geleint laufen lässt. Sie hat auch keine Leine dabei und als sei das noch nicht genug, hört der Hund nicht mal auf seinen Namen. Und so stand der Yorkie genau vor uns, sodass wir auf dem engen Weg nicht vor und nicht zurück kamen. Queen wurde schon nervös und Püppi ver­steckte sich hin­ter mir. Der Hund kam immer näher, schle­ichend mit gesenk­tem Kopf und fix­ieren­dem Blick. Kurz vor uns blieb er ste­hen. Queen knurrte.

Völ­lig entsetzt guckte die Frau mich an. “Ihr Hund ist ja böse.” Oh ja. Ich gebe es zu: Dieser Satz reichte bei mir schon aus, um mich auf die Palme zu brin­gen. Ich erin­nerte mich an einen Vorschlag von der lieben San­dra für Begeg­nun­gen dieser Art. “Nein mein Hund ist nicht böse. Das ist ihr Magen. Die hat bloß Hunger.”

Sie schnappte sich ihrem Yorkie, klemmte ihn sich unter die Arme und ran­nte weg. Seit dem Tag dreht sie sich um sobald sie uns sieht. Ich hake das mal als “Teil­er­folg” ab 😀

Ich habe hier noch nie jeman­den getrof­fen, der darum bit­tet unan­geleinte Hunde anzuleinen. Einige Hunde laufen grund­sät­zlich an der Leine, doch dessen Besitzer trauen sich irgend­wie nicht darum zu bit­ten. Sie drehen sich lieber um oder krabbeln auswe­ichend ins Gebüsch. Muss man also der Rück­sicht­slosigkeit ausweichen?

Vor Kurzem traf ich eine Dame mit einem jun­gen Mün­ster­län­der. Wir kamen ins Gespräch. Sie hatte ihren Hund angeleint und übte während des Gesprächs mit ihm, dass er ruhig liegen blieb. Wir quatschen kurz, waren uns gle­ich sym­pa­thisch. Dann frage sie “Sagen Sie mal. Wohnen hier eigentlich nur rück­sicht­slose Idioten?” (Nur um es deut­lich zu machen. Sie sagte das. Nicht ich :D)

Die meis­ten Hunde laufen grund­sät­zlich ohne Leine. Viele haben gar keine Leine dabei. Einige Hunde tra­gen nicht mal ein Hals­band um sie zumin­d­est fes­thal­ten zu kön­nen. Kaum ein Hund wird gerufen, wenn ein anderer Hund auf­taucht. Frei nach dem Motto “das regeln die schon unter sich”. Und dabei ist hier in Nieder­sachen Pflicht zum “Hun­de­führerschein”. Von anderen habe ich erfahren, dass dieser doch ganz ein­fach umgan­gen wer­den kann. “Ein­fach nicht den Hund beim Ord­nungsamt melden. Dann kommt auch keiner mit der Prüfung.”

Ich komme nicht umher mich zu fragen:

Ist Rück­sicht­slosigkeit nun schick? Haben die Hun­debe­sitzer ihr Gehirn zusam­men mit der Leine an der Garder­obe hän­gen lassen?

Ist es zuviel ver­langt, mitzu­denken und dem anderen seinen Raum zu lassen?

Kann man fre­undlich for­mulierte Erk­lärun­gen nicht ein­fach akzep­tieren? Wobei ich es schon albern finde, mich über­haupt erk­lären zu müssen, wenn ich keinen Hun­dekon­takt möchte.

Ich möchte meine Freizeit nicht mit unbekan­nten Men­schen ver­brin­gen. Ich möchte die Runde nutzen, um mich mit meinen Hun­den beschäfti­gen zu kön­nen. Ich bin weder auf der Suche nach einem Gesürächspart­ner, noch auf der Suche nach einem Spiel­fre­und für meinen Hund, damit er “sich mal so richtig aus­to­ben” kann.

Ja, es stimmt. Ich bin bes­timmt nicht der beliebteste Hun­debe­sitzer hier in der Gegend. Aber das ist in Ord­nung so.

Über Lieblinge, Flops und eine Wunschliste

Bei mir steht aktuell das Aus­mis­ten ganz oben auf der Liste. Volle Schränke, rumpelige Schubladen und der chro­nis­che Platz­man­gel ner­ven mich zur Zeit so richtig. Ich sehne mich nach mehr Platz und Raum.

Und so komme ich auch nicht umher die Sachen der Hunde auszu­mis­ten. Im Flur steht für die zwei eine Kom­mode mit riesi­gen Schubladen, die mit­tler­weile echt voll sind. So viel Kram sam­melt sich an und man brauch es ja doch nicht. Denn eigentlich benutzt man ja doch immer die gle­ichen Sachen.

Und so ent­stand die Idee zu diesem Artikel…

Heute möchte ich euch meine Liebling­spro­dukte rund um das Thema Hund vorstellen. Aber nicht nur meine Lieblinge möchte ich euch zeigen, son­dern auch Pro­dukte, die sich als Flop her­aus­gestellt haben. Und wo wir schon dabei sind, stelle ich euch meine Wun­schliste vor.

Meine Lieblinge

Aber erst ein­mal wid­men wir uns den Lieblingen.

Kudde von Sabro

Ganz oben auf der Liste ste­hen unsere neuen Kör­bchen: die Kudde von Sabro. So lange habe ich hin und her über­legt und immer wieder gün­stigere Alter­na­tiven gesucht. Doch der gün­stigere Preis war lei­der auch immer mit zum Teil ehrlichen Abstrichen ver­bun­den, sodass ich mich vor eini­gen Tagen dann doch dazu entschlossen habe, die Kud­den zu bestelle. Püppi hat die nor­male Kudde in der Größe 2 bekom­men und Queen die Kom­fort Kudde in Größe 5. Dazu das passende Polarpad.

Ok. Ich will ehrlich sein. Das Polarpad hätte man nicht zwangsläu­fig mitbestellen müssen. So toll ist es nun wirk­lich nicht. Zumal ich auch ohne­hin selb­st­genähte Kuscheldecken in die Kud­den legen wollte.

Aber die Kud­den sind der Ham­mer. Die sind ihr Geld wirk­lich wert. Beide liegen total gern in ihrer Kudde und Queen scheint die orthopädis­che Matratze wirk­lich gut zu tun. Also alle Dau­men hoch. Die Kud­den sind super.

Retrieverleine von Hunter

Rel­a­tiv unschein­bar, doch super prak­tisch, lan­glebig und top ver­ar­beitet sind die Retriev­er­leinen von Hunter. Ich bin ja sowieso ein Fan dieses Unternehmens und kaufe gerne Leinen und Hals­bän­der von dort. Die Qual­ität stimmt und sie sehen toll aus. Mit­tler­weile sind mir bei dem Thema Leinen Aspekte wie Qual­ität und Funk­tion­al­ität ein­fach wichtiger als das Ausse­hen. Klar gibt es hüb­schere Tauleinen, aber meine Hunde sind nun mal Hunde, die in Fützen bud­deln und in Tüm­pel sprin­gen. Ich will beim Spazier­gang weder Angst um die Flecken in einem Hals­band haben müssen, noch möchte ich Angst haben, dass die Leine der Begeg­nung einer Katze nicht stand­hal­ten kann. Außer­dem lasse ich meine Hunde gern “nackt” laufen. Für Püppi sind viele Hal­sun­gen zu schwer und ich habe Schiss, dass die bei­den im Wald mit ihrem Hals­band irgendwo hän­gen bleiben. Bei bei­den brauche ich keine Angst zu haben, dass sie weglaufen, sodass sie oft nackig unter­wegs sind. Ich glaube auch, dass Hunde sich ohne Hals­band und Geschirr ein­fach freier bewe­gen können.

Die Leinen haben eine per­fekte Länge von 1,40m und man bekommt sie in meinen Lieblings­far­ben pink und lila. Was will ich mehr? 🙂

Die Leinen findet ihr unter anderem hier*.

Marke von Petfindu

Und wer sich das Bild etwas genauer ange­se­hen hat, der hat auch direkt unseren näch­sten Liebling ent­deckt: Die Marke von Petfindu. Queen hat die Marke mit einem Schutzen­gel in schwarz und Püppi hat eine Marke mit einem Hund drauf, der wie ich finde, aussieht wie Püppi 😀

Sind sie nicht hüb­sch? Also rein optisch kann da in meinen Augen keine andere Marke mithal­ten 🙂 Die Marken enthal­ten einen Link und einen QR-Code auf der Rück­seite,  die Infor­ma­tio­nen zu dem Hund liefern. Sollte er also ent­laufen sin, muss man nur den Code scan­nen oder dem Link fol­gen und schon erfährt man alle Datem über den Hal­ter und nüt­zliche Infos über den Hund (zum Beispiel die Notwendigkeit von Medikamenten).

Erst gestern habe ich ent­deckt, dass es eine Okto­ber­fest — Edi­tion gibt. Die hat es mir direkt ange­tan und ich bin schon ges­pannt wie lange ich noch wieder­ste­hen kann. “Mein Schatz” für Queen und “Meine Prinzessin” für Püppi auf hüb­schen kari­erten Unter­grund sind doch mega 🙂

Collagile

Unverzicht­bar ist für uns das Col­lag­ile. Ein super Pro­dukt zur Unter­stützung des Bewe­gungsap­pa­rats. Queen geht es mit dem Mit­tel so gut, dass ich es kaum glauben kann. Man merkt ihr die ED nicht mehr an und sie ist glück­lich, fit und wild als wäre sie ein halbes Jahr als. Wer noch mehr zu dem Mit­tel lesen möchte, der findet in diesem Artikel von mir mehr Informationen.

Zum Pro­dukt gelangt ihr hier*.

Näpfe von Beco

Vor einiger Zeit habe ich mich mit dem Thema Schad­stof­fen in Fut­ternäpfen auseinan­derge­setzt. Meinen Lieblingsnapf habe ich im Back­ofen geschmolzen (natür­lich nicht absichtlich) und so mussten neue Näpfe her. So viele Infor­ma­tio­nen findet man im Inter­net lei­der nicht, doch wenn ich all die beschichteten Näpfe sehe und die vie­len Kun­st­stoff­schüs­seln, dann sehe ich da doch die typ­is­che Prob­lematik von Beschich­tun­gen und Weich­mach­ern. So habe ich mich für diese Näpfe von Beco entsch­ieden. Beco Pro­dukte wer­den nach­haltig pro­duziert und sind daher umwelt­fre­undlich. Die Pro­dukte wer­den aus zerklein­ertem Bam­bus und Reis hergestellt. Organ­is­cher Harz wird hinzuge­fügr und schon entste­hen diese hüb­schen Näpfe. Das Unternehmen stellt übri­gens auch Spielzeug her — frei von Schad­stof­fen, Weich­mach­ern und son­sti­gen unnatür­lichen Stoffen.

Zu den Näpfen von Beco gelangt ihr hier*.

Der Aufk­le­ber vorne lässt sich natür­lich entfernen 🙂

Leckereien von Lottis Häppchen

Bei Kölle Zoo findet man seit einiger Zeit auch eine BARF — Ecke. Dort gibt es Lot­tis Häp­pchen zu kaufen. Natür­liche, hochw­er­tige Kauar­tikel, die die Hun­de­herzen höher schla­gen lassen. Man findet so viele ver­schiedene Dinge, dass wirk­lich jeder fündig wird. Wir kaufen in der Regel die Rinder­lunge, Dör­rfleisch, gedrehte Kopfhaut vom Büf­fel und die Hasenohren mit Fell.

Hirtengold

Ich liebe alle Artikel von Hirten­gold. Ob Nasse­fut­ter, Öle, Kräuter­mis­chun­gen oder Kaus­nacks. Queen und Püppi lieben alles. Die Kräuter­mis­chung “Lau­fle­icht” ist beson­ders empfehlenswert. Queen bekommt sie immer mal wieder als Kur und es geht ihr super damit. Die Kauar­tikel sind mehr als empfehlenswert. Stöbert euch ein­fach mal durchs Sor­ti­ment. Es lohnt sich.

Das Schnüffelmemory

Ich will mich ja nicht selbst loben, aber ich liebe es 😀 Eigentlich gilt das Lob ja ohne­hin nicht mir, son­dern der lieben San­dra, die die Idee für das Spiel hatte. Das Schnüf­felmem­ory ist die per­fekte Aus­las­tung für Drin­nen und Draußen und aus unserem All­tag nicht mehr wegzu­denken. Wer mich über das Schnüf­felmem­ory erfahren möchte, findet hier einen aus­führlichen Artikel von mir mit Anleitung.

Das Spiel bekommt ihr bei mir im Shop.

 Flopps

Kennt ihr das auch? Ihr kauft etwas Neues für eure Vier­beiner, seid voller Freude und müsst dann fest­stellen, dass es so ganz anders ist als ihr euch das vorgestellt habt?

So ging es mir mit fol­gen­den Produkten:

Der Furminator

Für diese Bürste bin ich zu blöd. Es gibt ja einige, die schwören drauf. Ich hinge­gen hatte das Gefühl, statt zu bürsten würde ich Queen die Haare aus­reißen oder abschnei­den. Auch mit diesem “Schieber” zum Her­auss­chieben der aus­ge­bürsteten Haare kam ich nicht zurecht. Meine Fin­ger waren immer an einer anderen Stelle der Bürste und so musste ich mich nahezu ver­renken, um diesen Schieber nutzen zu kön­nen. Also run­dum ein Flop.

Unsere alten Körbchen

Meine liebe Fre­undin Ele hat mich beim Stöbern im Hunter­store drauf hingewiesen, dass die Kör­bchen wohl nicht son­der­lich lan­glebig sein wür­den. Ich wollte nicht hören und war von dem Plüsch und der tollen Form nahezu geblendet. Ich kann euch sagen: trotz Decke sahen die Teile ultra schnell schmud­delig aus und ließen sich weder beson­ders gut absaugen noch irgend­wie sonst zum Strahlen brin­gen. Schon nach weni­gen Wochen sahen die Dinge uralt aus. Viel Geld aus­gegeben, was sich wirk­lich nicht gelohnt hat. Schade, denn Queen hat wirk­lich gern drin gele­gen und den dicken Rand gern als Kopfkissen benutzt.

 Flexileine für große Hunde

Schande über mein Haupt. Ich besitze Flex­ileinen und noch schlim­mer: ich finde es sogar völ­lig ok, wenn man mit den Dingern vernün­ftig und ver­ant­wor­tungs­be­wusst umgeht. Für kleine Hunde wie Püppi sind die Leinen auch wirk­lich nicht schlecht. Nicht im All­tag, aber wenn man mal in Gebi­ete fahren sollte, wo Leinenpflicht besteht, find ich die echt in Ordnung.

Da ich Queen und Püppi gern im Part­ner­look “kleide”, bekam Queen die gle­iche Leine für große Hunde. Sieht man ja immer mal wieder auf den Straßen, dass auch große Hunde an der Flex­ileine geführt wer­den. Ich weiß nicht, wie die das machen, aber ich habe das Gefühl, Queen genauso gut an einem Bind­faden spazieren führen zu kön­nen. Ich erin­nere mich noch gut an einen Aus­flug an den See zur Zeit der Leinenpflicht. Flexi mit und ab ging es. Her­rchen hat immer Püppi an der Leine und ich Queen. Er kam gut zurecht doch ich hatte das Gefühl, völ­lig die Kon­trolle ver­loren zu haben. Ich muss dazu sagen, dass Queen sich gern mal wie ein Pferd auf­führt, wen sie aufgeregt ist. Am See zieht sie zum Wasser und hat ein Tempo drauf, bei dem man neben­her Joggen kön­nte. Wenn Hunde immer und jed­erzeit ruhig an der Leine laufen vielle­icht, aber wenn die Hunde zwis­chen­durch mal Pfef­fer im Po haben, keine Chance.

Brustgeschirre von Julius K9

Man sieht sie über­all und an jeder Rasse. Muss also ganz gut sein oder? Ich jeden­falls hab mich in einem Tier­markt beraten lassen, als Queen ger­ade aus­gewach­sen war. Natür­lich wurde mir der K9 — Klas­siker emp­fohlen. Alles klar. Niedliche But­tons dazu und ab ging es. Schnell fiel mir Gott sei Dank auf, dass die Geschirre die Bewe­gung der Schul­ter völ­lig ein­schränken und eigentlich bei keinem Hund richtig sitzen. Ab in die Tonne mit den Teilen, damit tut man keinem Hund einen Gefallen.

Meine Wunschliste

Wer hat sie nicht? Wün­sch für die Hunde 🙂

Ganz oben auf meiner Wun­schliste ste­hen Geschirre im Part­ner­look von Annyx. Gern in Pink 🙂 Jeder Hund sollte ein gut sitzen­des Geschirr besitzen und da es mein geliebtes Niggeloh nicht in Püp­pis Größe gibt, müssen auf Dauer zwei von Annyx hier einziehen 🙂

Ich liebe die Marken von Petfindu und hätte gerne die im Okto­ber­fest­stil <3

Unglaug­blich gern hätte ich einen Dör­rauto­maten. Dann kön­nte ich Queens Lieblingsleck­erlis selbst machen: Süßkartof­fel mit Häh­nchen­brust umwickelt 🙂

Und wenn ich mal reich bin 😀 😀 😀 dann gibt es ein Unter­wasser­lauf­band für Queen. Kostet ja fast nichts. Kann man also mache 😀 Man darf schließlich Wün­sche haben 😉

Was sind eure Lieblingsprodukte für eure Vierbeiner? Habt ihr auch Fehlkäuft getätigt und was für Produkte stehen auf eurer Wunschliste?

 

*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 

Über den ungeliebten Konkurrenzkampf

Ich hasse Konkur­ren­zkampf. Ganz ehrlich. Ich habe noch nie jeman­den als Konkur­renz ange­se­hen. Weder in der Schule noch auf Wet­tkämpfen in der Tanzschule. Und auch jetzt als Blog­gerin sehe ich nie­man­den als Konkur­renz an.

Warum auch?

Wir sind alle so unter­schiedlich. Wir haben nicht nur unter­schiedliche Hunde, son­dern auch völ­lig unter­schiedliche The­men. Während der eine gerne backt und für seine Hunde kocht, schreibt der näch­ste gern über Hun­de­sport, gibt Erziehungstips oder schreibt eher im Bere­ich Gesundheit.

Als ich ange­fan­gen habe zu bloggen, wusste ich noch nicht wo der Weg hin­führen würde. Die Zahl der Hun­de­blog­ger war deut­lich über­schaubarer. Dadurch kam der Gedanke, möglichst viele Blogs zu lesen, sich möglichst viel zu ver­net­zen. Es gab eine kleine aber feine Face­book­gruppe, in die alle Hun­de­blog­ger unter sich ihre neuen Artikel hochlu­den. Man ver­passte nichts.

Heute ist das anders. Die Blogs sprießen aus dem Boden wie Unkraut. Ja ich habe das fiese Wort benutzt. Ich kann nicht allen fol­gen und will ich auch gar nicht. Einige Blogs sind inter­es­sant, viele hil­fre­ich und einige auch amüsant. Andere eben nicht.

Mit­tler­weile folge ich nur noch weni­gen Blogs, weil ich schlicht den Überblick ver­loren habe und weil einige Blogs mich auch nicht interessieren.

Doch ich bin mir sicher:

Wir alle haben unseren Platz. Wir alle haben eine kleinen Platz, in den wir passen. Ich für meinen Teil habe mit dem Tier­recht einen Platz gefun­den. Manch einer hat sich auch in diesem Bere­ich ver­sucht, aber man sollte schon Jurist sein, um bei diesem Thema aus­sagekräftige Texte schreiben zu kön­nen. Ich würde ja auch keine Texte über Ernährung oder Tier­medi­zin schreiben.

Ich schreibe eben­falls über unseren All­tag, erzähle vom Hun­de­sport oder stelle neue Pro­dukte vor. Auf meine eigene Weise und in meinem eige­nen Stil. Blogs sind wie Bücher. Entweder man mag den Stil oder man mag ihn eben nicht. Durch den eige­nen Schreib­stil und die ver­schiede­nen The­men ist jeder Blog einzigartig.

Konkur­ren­z­denken ist hier völ­lig deplatziert.

Doch auch wenn man denkt, dass man sich aus dem Konkur­ren­zkampf raushal­ten kön­nte, so holt er einen doch immer wieder ein.

Bei Glück­shund ist es ger­ade soweit.

Ich per­sön­lich habe für mich schon vor langer Zeit beschlossen, nicht nach rechts oder links zu blicken.

Ich folge keinen anderen Shop, die ähn­liche Artikel anbi­eten. Dies ist eine ganz bewusste Entschei­dung. Ich möchte mich abgren­zen, mich nicht inspiri­eren lassen und mich nur auf meine Arbeit konzentrieren.

Die meis­ten Pro­dukte sind in Zusam­me­nar­beit mit meinen Kun­den ent­standen. Das Schnüf­felmem­ory und die Jack­en­taschen­beu­tel waren Kun­denideen. Die Out­do­ordecke ist auf meinen Mist gewach­sen und die Gas­si­tasche ent­stand nach einer Umfrage und eini­gen geziel­ten Kundenbefragungen.

Ich für meinen Teil kann sagen: ich bin mit mir im Reinen. Ich habe nie­man­dem etwas  nachgemacht oder mich inspiri­eren lassen. Klar gibt es über­all Fut­ter­beu­tel mit Kun­stleder­bo­den und jede fün­fte Tasche bei Insta­gram sieht meiner Gas­si­tasche ähn­lich. Das liegt aber zum Einen daran, dass die Kun­den sich die Pro­dukte so gewün­scht haben und zweit­ens habe ich die Pro­dukte auf meine Weise verfeinert.

Ich benutze zum Beispiel fast über­all ganz bes­timmte beschichtete Baum­wolle, die kein anderer hat, weil es die in ganz Deutsch­land eben nur in einem einzi­gen Laden in dieser Qual­ität gibt. Das macht das ein oder andere Pro­dukt vielle­icht ein paar Euro teurer, aber einzi­gar­tig. Und ich bin mir sicher, dass sich Qual­ität auszahlt und am Mate­r­ial zu sparen kommt für mich nicht in Frage.

Doch immer häu­figer werde ich von Kun­den darauf ange­sprochen, dass bes­timmte Shops meine Artikel nach­machen wür­den. Das ist schade und macht mich wütend. Erst heute ist es wieder dazu gekommen.

Mit­tler­weile geht es immer weiter. Viele kleinere Shops ver­suchen sich gegen­seitig zu unter­stützen, doch der Konkur­ren­zkampf wird immer schlim­mer. Mit dem ein oder anderen wird plöt­zlich nicht mehr zusam­mengear­beitet, weil der Shop einem bes­timmten anderen auf Face­book oder Insta­gram folgt. Das ist kindisch, bescheuert und armseelig.

Ich will mit all dem nichts zu tun haben. Ich will mich daraus halten.

Doch das fällt mir zunehmend schw­erer, denn auch ich bin Teil dieses Konkur­ren­zkampfes. Bes­timmten Shops, die mir fol­gen, wurde eine Zusam­me­nar­beit ver­weigert, eben weil sie mir fol­gen. Was soll das? Ich habe nie jeman­dem geschadet, immer mein eigenes Ding gemacht.

Ich hoffe, dass dieser Artikel von den richti­gen Per­so­nen gele­sen wird, daher möchte ich das Ende nutzen, um etwas ein für alle Mal deut­lich zu machen:

Ich konzen­triere mich nur auf meinen Shop. Alle meine Artikel stam­men entweder aus meiner Feder oder sind Wün­sche oder Ideen meiner Kun­den gewe­sen. Wer meiner Seite folgt weiß, wie oft ich Umfra­gen mache und einige Kun­den wur­den von mir schon ganz gezielt nach ihrer Mei­n­ung und nach ihren Vorstel­lun­gen befragt.

Wenn ihr meint mir etwas nach­machen zu müssen, dann nur zu. Was Glück­shund aus­macht, das macht eben nur Glück­shund aus. Konzen­tri­ert euch auf euer Ding und findet einen eige­nen Weg.

Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hin­ter­lässt keine eige­nen Fußspuren.

Von Gassitaschen und Sommerdecken

In den let­zten Wochen war es ganz schön ruhig hier auf dem Blog. Das liegt nicht daran, dass wir uns in die Som­mer­pause ver­ab­schiedet haben, denn eine solche woll­ten wir gar nicht machen. Irgend­wie ist nur aktuell ganz schön viel los 🙂 An dieser Stelle auch noch ein­mal ein “Dan­keeeee” an alle, die bisher beim Kör­bchenge­flüster mit­gemacht haben, denn ohne euch wäre es hier noch ruhiger als es ohne­hin schon ist.

Heute möchte ich die Zeit nutzen und euch erzählen, was bei uns momen­tan so los ist.

Um das Wichtig­ste vor­weg zu nehmen:

Den Wuf­fels geht es super.

Queen ist richtig fit und happy. Ich habe das Gefühl sie wird immer wilder. Andere wer­den im Alter ruhiger, aber Queen wird immer verrückter 🙂

Püppi ist zur Zeit läu­fig, aber sie kommt damit gut zurecht und sie ist sehr sauber. Man merkt es eigentlich gar nicht. Lei­der ist in den let­zten zwei bis drei Wochen beim Dog­Dance ein kleiner Still­stand einge­treten, da Püppi sehr schlecht gefressen hat und sich mit den Leck­erlis beim Trick­sen den Bauch voll geschla­gen hat. Der Napf bliebt unberührt und so habe ich ver­sucht, alles andere zu reduzieren. Lei­der gehörten auch die Leck­erlis für die Tricks dazu. Trotz dass wir schon die kleinen aus der Back­matte nehmen, ist sie nach zehn Minuten üben quasi satt 😀 Das ist der Nachteil bei kleinen Hunden.

Püppi hat die Umstel­lung auf Barf nicht gut mit­gemacht. Sie mochte es schlicht nicht fressen. Leicht anzubraten ging vielle­icht für einen Tag gut. Dann war auch das nicht mehr gewollt. Das war wirk­lich eine blöde Zeit, denn wir mussten kom­plett auf Leck­ereien zwis­chen­durch verzichten. Queen dem­nach ja auch. Ich kann ja schlecht ihr etwas geben und Püppi nicht. Zudem fiel — wie schon erwähnt — das Trick­sen weg und lei­der dann auch noch die Such­spiele unter­wegs. Let­z­tendlich waren wir so weit, dass Püppi unter­wegs zum Teil an die Leine musste, weil sie ver­sucht hat ihren Hunger mit Hasenköt­teln zu stillen.

Die wird schon irgend­wann fressen” hat uns lei­der so sehr eingeschränkt, dass ich nach zwei Wochen aufgegeben hat. Püppi wird nun ihr heiß geliebtes Hirten­gold bekom­men und Queen wird gebarft. Queen hatte sich nach weni­gen Tagen sehr gut dran gewöhnt und macht ihren Napf täglich leer. Sogar Fisch wird mit­tler­weile gefressen, voraus­ge­setzt er wird mit anderem Fleisch gemis­cht, aber das ist ja kein Problem.

Ich hoffe, dass nun wieder Nor­mal­ität im Schä­fi­haus einkehrt.

Anson­sten nimmt der Shop zur Zeit den Löwenan­teil meiner Zeit in Anspruch.

Hier gibt es gle­ich zwei neue Pro­dukte, die man sich auch nach eige­nen Wün­schen zusam­men­stellen kann. Ich finde es immer super, Kun­den­wün­sche umset­zen zu kön­nen, doch natür­lich nimmt das auch mehr Zeit in Anspruch als wenn es nur die fer­ti­gen Mod­elle geben würde. Und wo wir schon beim Thema sind, stelle ich euch diese bei­den ein­fach mal vor.

Zum einen gibt es neben den bekan­nten Kuscheldecken nun auch Som­merdecken im Shop. Diese wer­den haupt­säch­lich im Patch­work­stil genäht und sind — wie ich finde — ein­fach traumhaft schön. Die Rück­seite besteht aus hochw­er­tigem Polarfleece. Dieser macht die Decke schön kuschelig.

Zum anderen gibt es endlich eine super Gassitasche.

Die Gas­si­tasche ist der per­fekte Begleiter für tolle Gas­sirun­den. Die kleine Tasche bietet mit ihren 22 x 25 cm aus­re­ichend Platz für alles Notwendige, ist schön leicht und nicht zu groß. Die Tasche wird mit einem Kun­stleder­bo­den abge­setzt und mit einem Magen­t­knopf ver­schlossen. Im Inneren befindet sich beschichtete Baum­wolle, sodass auch Leck­erlis oder benutztes Spielzeug trans­portiert wer­den kön­nen. Die beschichtete Baum­wolle kann ganz ein­fach abge­waschen wer­den und ist so immer sauber. Im Inneren befinden sich zwei kleine Taschen. Hier passt zum Beispiel euer Smart­phone rein oder eine Rolle Kotbeutel.
Die Tasche wird mit einer hüb­schen Baum­wol­lko­rdel verse­hen. Diese Kordel ist schön weich und schnei­det nicht ein.
Zudem ver­fügt die Tasche über eine kleine Lasche, an der ein Kara­bin­er­haken anbracht wird. Man kann die Tasche so an der Hose oder Jacke befes­tige, sodass sie nicht nach vorne schlägt, wenn man sich bückt. Zudem kann man dort einen Fut­ter­beu­tel oder Jack­en­taschen­beu­tel anbrin­gen. Dieser kann entweder vor der Tasche hän­gen oder in die Tasche gehangen werden.

Aktuell ist der Tasche immer schnell ausverkauft, weil ich haupt­säch­lich Kun­den­wün­sche erstelle und gar nicht dazu kom­men, den Shop aufzufüllen. Aber ein paar sind immer im Shop erhältlich.

Den Shop findet ihr übri­gens hier.

Und hier könnt ihr euch die Pro­dukte selbst zusammenstellen.

So nun wisst ihr, was wir so in den let­zten Wochen getrieben haben. Ich hoffe, nun wieder mehr Zeit für den Blog zu finden. Habt ihr The­men, die euch inter­essieren? Oder Fra­gen, wie wir euch beant­worten sollen? Dann immer ab in die Kom­mentare damit 🙂

Liebster Award — wir wurden wieder nominiert

Wir sind mal wieder für den Lieb­ster Award nominiert wor­den. Ich weiß, wir haben schon so oft teilgenom­men, aber ich freue mich ein­fach immer wieder über die Nominierung. Schließlich hat jemand bei diesem Award an uns gedacht und sich einige Fra­gen für uns über­legt. Ist doch cool. Da sind wir gern dabei.

Dieses Mal sind wir von der lieben Tamara von dem Hun­de­blog Abgeleint nominiert wor­den. Tama­ras Blog ist ganz neu. Sie schreibt über ihren unglaublich süßen Hund Madox. Schaut unbe­d­ingt mal bei ihr vorbei.

Und hier sind ihre Fragen

Bist du eher der Bücher oder Film Men­sch und warum?

Ich wäre gerne ein Bücher­men­sch, habe aber lei­der viel zu wenig Zeit zum Lesen, sodass ich mich wohl eher zu den Film­men­schen zählen muss. Obwohl auch das nicht richtig passt. Man müsste dann wohl eher von einem Serien­men­sch sprechen. Ich schaue für mein Leben gerne Serien und bin mit Net­flix, Ama­zon und Sky bestens ausgestattet.

Wenn ich es dann doch mal schaffe ein Buch in die Hand zu nehmen, dann sind es entweder Bücher meines Lieblingsautoren Sebas­t­ian Fitzek oder aber Bücher, die zumin­d­est in diese Rich­tung gehen. In let­zter Zeit habe ich auch viele Fach­bücher zum Thema Hund & Ernährung, Gesund­heit und Erziehung gelesen.


Warst du schon mit deinen Vier­beiner im Urlaub? Wenn ja wo?

Ein bis zwei mal pro Jahr fahren wir mit den Hun­den in den Urlaub. Ich habe Queen das Ver­sprechen gegeben ein­mal pro Jahr mit ihr ans Meer zu fahren, daher muss ich dieses Jahr auf jeden Fall nochmal ran 🙂

Im ver­gan­genen Jahr waren wir an der Meck­len­bur­gis­chen Seen­platte. Das kann ich allen Hun­de­men­schen empfehlen. Traumhaft schön dort.

Für mich kommt es nicht in Frage ohne Hund in den Urlaub zu fahren. Das hat dann für mich nichts mehr mit Urlaub zu tun. Folter würde ich es dann eher nennen 🙂


Bevorzugst du eher ruhige Spaziergänge oder findet man dich mit­ten auf einer Hundewiese?

Defin­i­tiv bin ich für die ruhi­gen Spaziergänge. Ich bin kein Fan von Hun­dewiesen und Freilauf­flächen. Uns findet man eher im Wald oder dort, wo nicht viel los ist. Hun­de­beg­nun­gen sind lei­der oft bei all der Unwis­senheit und Rück­sicht­slosigkeit anderer stres­sig und anstren­gend. Ich brauche das nicht und genieße meine Freizeit lieber mit meinen Fell­nasen allein. Gerne verabre­den wir uns mit Fre­un­den zu gemein­samen Run­den, aber in der Regel sind wir allein unter­wegs. Gebi­ete, in denen einem ständig unan­geleinte Hunde über die Füße laufen, meide ich.


Wie stehst du zu Men­schen die von vorn­herein sagen sie mögen keine Hunde?

Ich habe tat­säch­lich Schwierigkeiten Men­schen zu akzep­tieren, die keine Tiere mögen. Ich habe natür­lich Ver­ständ­nis dafür, wenn jemand Angst hat, aber wer davon spricht, Hunde nicht zu mögen, hat in meinem Leben keinen Platz.


Bist du schon mit Hun­den aufgewach­sen oder ist dies dein erster Hund?

Ich hatte das große Glück mit Hun­den aufwach­sen zu dür­fen. Mein Opa hat immer Schäfer­hunde gehabt und ich bin mit dieser Rasse groß gewor­den. Ich habe viel von seiner Zucht und seiner Aus­bil­dung der Hunde miter­leben dür­fen und während dieser Zeit ist auch die Liebe zu dieser Rasse ent­standen. Ohne Schäfer­hund geht’s ein­fach nicht 🙂


Wenn Geld keine Rolle spie­len würde, was würdest du am lieb­sten tun?

Ich muss sowieso kein gel­dori­en­tierter Men­sch. Ich habe nicht tausend Wün­sche und mir ist ein entspan­nter Spazier­gang im Wald tausend mal lieber als Restaurantbesuch.

Aber wenn Geld keine Rolle spie­len würde, dann hätte ich einen Wohn­wa­gen und einen eige­nen Laden mit Glück­shund, würde viel reisen und hätte wahrschein­lich noch so um die 26 Hunde 😀


Welches ist Dein per­sön­liches Lebens­motto und welche Bedeu­tung hat es für Dich?

Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht”

Dass das Leben zu kurz ist, hört man über­all und immer mal wieder. Daher geht es bei vie­len Leuten links rein und rechts wieder raus. Doch man sollte das wirk­lich ernst nehmen. Was einem nicht gefällt, sollte man ändern. Was man nicht ändern kann, sollte man akzeptieren.

Ich habe keine Lust meine Zeit mit Din­gen zu ver­schwen­den, die mir nicht gut tun.

Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?

Puh das ist schwierig. Hun­de­men­sch wäre wohl das erste Wort, was mir ein­fallen würde.

Andere Men­schen würde mich wohl als ehrgeizig beze­ich­nen, während ich vielle­icht noch das Wort “lustig” hinzufü­gen würde. Obwohl ich glaube, dass ich die einzige bin, die mich lustig findet. Auf der anderen Seite empfinde ich mich nicht wirk­lich als ehrgeizig.

Keine Ahnung das ist schwierig. Spon­tan bin ich eigentlich auch nicht so wirklich 😀

Ich sag es mal so: ich bin ein lebens­fro­her, glück­licher Hundemensch.

So jetzt habe ich es 🙂


Hat­test du als Kind einen Traum­beruf? Wenn ja, welchen?

Als Kind wollte ich eine Zeit lang Lehrerin wer­den. Keine Ahnung, was damals in meinem Kopf vor sich ging 🙂

Tierpflegerin stand auch mal auf dem Programm.

Tja und nun bin ich Juristin 😀

Ich hätte wohl auf mein kindliches Ich hören sollen 😀


Was ist dein ulti­ma­tiver Gute-Laune-Tipp? Also was tust du, um dich sofort besser zu fühlen?

Ich gehe mit den Hun­den raus. Ab ins Auto und einen coolen Aus­flug machen. Zeit in der Natur und Abstand zum All­tag ist das beste Mit­tel um Abschal­ten zu können.

Anson­sten hilft auch gute — Laune — Musik und wild tanzen. Dabei meine ich ver­rück­tes Zap­peln zu lauter Musik. Augen zu und los. Das hilft super 🙂

So meine liebe,

ich danke dir für deine Nominierung. Ich hab mich sehr gefreut.

Ich werde heute nie­man­den nominieren, weil ich schon all meine Lieb­sten nominiert habe und langsam nicht mehr durchblicke 🙂

Warum du niemals Google fragen solltest

Wie ihr vielle­icht mit­bekom­men habt, hat Püppi sich auf unserer Nach­mit­tagsrunde am Dien­stag eine Ver­let­zung am Auge zugezogen.

Ich habe es erst Zuhause bemerkt, weil sie über­haupt nichts angezeigt hat. Kein Win­seln, kein Kratzen am Auge. Sie ist nicht mal ste­hen geblieben.

Zuhause habe ich dann bemerkt, dass sie ihr linkes Auge nur halb geöffnet hat. Instink­tiv habe ich das Auge auf Fremd­kör­per unter­sucht und vor­sichtig mit Wasser gespühlt. Ich kon­nte weder einen Fremd­kör­per noch eine Rötung erken­nen. Das Auge tränte und sie kniff es irgend­wie zusammen.

Also habe ich getan, was ich tun musste:

ab vor den Rechner und Google fragen

Ich wurde auch direkt fündig. In einem Forum fragte ein Hun­debe­sitzer in die Runde. Er hatte genau das gle­iche beobachtet: ein halb geöffnetes trä­nen­des Auge.

Die Antworten fin­gen an bei:

Am besten du behan­delst das Auge in den näch­sten Tagen mit Kamil­letee. Klingt nach einer Bindehautentzündung.”

Obwohl keine Rötung vorliegt?

Auf keinen Fall Kamille. Damit machst du es nur noch schlim­mer. Warte mal ab bis mor­gen oder über­mor­gen. Das haben Hunde schon mal.”

Abwarten? Wenn es um das Auge geht?

Das klingt für mich nach einem Fremd­kör­per hin­ter dem drit­ten Augenlid.”

Ab zum Tier­arzt. Das Auge läuft ger­ade aus.”

Die Ratschläge began­nen also bei “erst­mal abwartengin­gen über umstrit­te­nen Behand­lungsmeth­o­den mit Kamil­letee und ende­ten in einem panis­chen “direkt zum Arzt”. 

Und jetzt?

Ich rief in der Klinik an, schilderte unser Prob­lem und wir fuhren direkt hin. Püppi hat einen Fremd­kör­per gegen das Auge bekom­men. Die Horn­haut ist ver­letzt. Die Ärztin ver­mutete, dass ein Stein gegen das Auge geflo­gen ist. Vielle­icht durch ein vor­beifahren­des Auo. Püppi bekam ein entzün­dung­shem­mendes Schmerzmit­tel und zudem eine Salbe, die wir nun eine Woche lang drei mal täglich auf­tra­gen. Es ist bere­its deut­lich besser geworden.

Doch was ich eigentlich sagen wollte:

Es ist egal, welche Krankheit oder welche Symp­tome man bei Google ein­gibt. Man wird fündig. Und eigentlich sogar mehr als das. Man findet alles. Ange­fan­gen bei harm­losen “das haben die schon mal” über wertvolle und weniger wertvolle Ratschläge bis hin zu panis­chen “mein Hund wurde deshalb eingeschläfert.”

Um einen groben Überblick zu bekom­men, habe ich schon öfter mal das ein oder andere gegooglt. Let­z­tendlich bin ich meist am gle­ichen Tag noch im Wartez­im­mer unserer Klinik gelandet.

Erschreck­end finde ich stets, dass es schein­bar Men­schen gibt, die den Tier­arztbe­such durch Google erset­zen und auf diese oft völ­lig falschen Ratschläge hören. Aus Bequem­lichkeit? Um Geld zu sparen? Ich weiß es nicht.

Google macht einen irre.

Man sucht Rat, ist ohne­hin schon verzweifelt und liest eine Hor­rorgeschichte nach der näch­sten. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe noch nie nach einem Google — Aus­flug ein beruhi­gen­des Gefühl verspürt.

Ich erin­nere mich immer gern an Queens “Augen­prob­lem”. Wir saßen im Zug und irgend­wie fiel mir auf, dass ihre Augen blau schim­merten. Sofort wurde Google befragt. Ange­fan­gen von einem grauen Star bis hin zur bekan­nten Schäfer­hund­ker­ati­tis und sämtlichen anderen Augen­erkrankun­gen. Eines war direkt sicher: Queen erblindet.

Am näch­sten Tag stand ich also in der Tierklinik und erk­lärte panisch, dass mein Hund blind wird. Der Arzt holte sämtliche Geräte, die die Praxis bot. Nach guten zwanzig Minuten kam nur ein Satz: Die Augen sind gesund.

Aber ich habe doch im Zug diesen Schim­mer gese­hen? Die Augen wer­den bes­timmt bald trüb?”

Sie wis­sen aber schon, dass im Zug das Licht in den Röhren einen Blauschim­mer enthält oder?

Meine Mund­winkel zuck­ten, meine Stirn run­zelte sich.

Stimmt. Jetzt wo er es sagte. Ich schlug mir gedanklich vor die Stirn.

Leute, mal im Ernst.

Wir alle ken­nen unsere Hunde am besten. Haben ein Bauchge­fühl dafür, ob es unserem Hund gut geht, ob er sich in seinem Ver­hal­ten verän­dert hat.

Haben wir ern­sthaft das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, dann ab zum Arzt.

Aber Schluss mit Google. Man macht nur sich und seinen Hund ver­rückt und ist anschließend noch besorgter als vorher. Zudem besteht immer die Gefahr, dass man auf falsche Ratschläge hört oder Symp­tome ver­harm­lost, die uns eigentlich ein Zeichen sein sollten.

Google ist sicher ein hil­fre­icher Kumpel, aber bitte nicht, wenn es um Erkrankun­gen oder Symp­tome geht. Und falls ihr die Fin­ger nicht von den Tas­ten lassen könnt, dann bitte nur als groben Überblick und bitte niemals als Ersatz für den Tierarzt.

3 Dinge, die kein Hund können muss

Unsere Hunde nehmen in unserem Leben einen immer größeren Stel­len­wert ein. Wir haben unsere Hunde gerne um uns und beschäfti­gen uns gerne mit ihnen. Die vie­len Ange­boten an ver­schiede­nen Hun­de­sportarten wer­den gerne genutzt und immer mehr Hunde dür­fen mit ins Büro.

Doch diese im großen und ganzen dur­chaus pos­i­tive Entwick­lung, bringt auch einige unschöne Neben­wirkun­gen mit sich. Hunde sollen dabei sein. Um jeden Preis. Daher geht es heute um:

3 Dinge, die kein Hund können muss

Hunde auf Volksfesten

Auch ich habe meine Hunde gerne um mich und nehme sie gerne mit. Eis essen nach einer schö­nen Wal­drunde? Solange wir einen Tisch draußen bekom­men und es nicht so voll ist, gerne. Besorgun­gen in der Stadt? Solange ich nicht quer durch Osnabrück muss, son­dern zum Beispiel nur in einen nicht so belebten Teil muss oder zum Beispiel in der Heimat bin, nehme ich auch hier schon mal einen der bei­den mit. Doch es gibt Orte, da würde ich meine Hunde niemals mit hinnehmen.

Wei­h­nachts­markt, Kirmes oder Flohmärkte sind abso­lut tabu. Niemals würde ich meine Hunde irgendwo hin mit­nehmen, wo viele Men­schen sind. Auf einem Wei­h­nachts­markt zum Beispiel lauern so viele Gefahren: Große Füße, die nicht darauf achten, wo sie hin­treten. Bren­nende Zigaret­ten oder heißer Glüh­wein. Räder von Kinder­wa­gen und Scher­ben auf dem Boden. Habt ihr euch schon ein­mal auf einer solchen Ver­anstal­tung auf den Boden gesetzt? Für meine Artikel zu diesem Thema (diesen findet ihr übri­gens hier) habe ich ver­sucht, ein Foto aus der Sicht eines Hun­des zu machen. Keine Chance.

Völ­lig daneben sind dann die Argu­men­ta­tio­nen, der Hun­de­hal­ter: Mein Hund muss das kön­nen. Das muss er lernen.

Warum?

Warum sollte er das kön­nen? Was hat er davon? Das ist doch purer men­schlicher Egoismus.

Kein Hund fühlt sich dort wohl. Und selbst, wenn er keine Angst zeigen sollte, so findet er es sicher nicht prick­elnd, all diese tollen Gerüche von leck­erem Essen aus­blenden zu müssen. Solche Feste sind die pure Reizüber­flu­tung für unsere Vierbeiner.

Ich erin­nere mich noch gut an eine Mail im Anschluss an den “Wei­h­nachts­markt — Artikel”.

Mein Hund geht auch mit mir auf Konz­erte. Das findet der total ok.”

What?

Also mal ehrlich. Sobald viele Men­schen auf einem Fleck sind, bleibt der Hund Zuhause.

Ganz ein­fach.

Hunde und fremde Menschen

Kein Hund muss sich von frem­den Men­schen anfassen lassen.

Sollte unser Hund der Hand eines Frem­den auswe­ichen, haben wir das zu akzep­tieren. Wie oft sehe ich Men­schen, die ihre Hunde an der Leine kurz hal­ten, damit ein Kind den Hund stre­icheln kann. Dem Hund sieht man an, dass er am lieb­sten das Weite suchen würde. Nicht nur, dass ihr das Ver­trauen zu eurem Hund völ­lig zer­stört. Ihr provoziert auch eine dur­chaus gefährliche Sit­u­a­tion. Nicht jeder Hund lässt sich das auf Dauer gefallen. Irgend­wann reißt vielle­icht der Gedulds­faden und der Hund schnappt zu.

Ich bin mir dur­chaus darüber bewusst, dass es Sit­u­a­tio­nen gibt, in denen der Hund sich anfassen lassen muss. Zum Beispiel das Ausle­sen des Chips bei einer Prü­fung oder der Besuch beim Tier­arzt. Aber diese speziellen Sit­u­a­tio­nen lassen sich üben und pos­i­tiv bestärken. Nur weil ein Hund sich beim Tier­arzt unter­suchen lassen muss, bedeutet das nicht, dass er sich von jeder frem­den Per­son auf der Straße anfassen lassen muss.

Am Besten noch von einem Spaziergänger unter­wegs, der sich schön vor­beugt und eurem Hund direkt in die Augen blickt. Natür­lich kann man die Per­son bit­ten sich hinzuknien und vielle­icht eines eurer Leck­erlis anbi­eten. Doch sollte euer Hund dieser Sit­u­a­tion auswe­ichen zu wollen, dann akzep­tiert das bitte.

Ein Hund muss mit Artgenossen spielen

Kennt ihr diese “komm — wir — suchen — dir — einen — Spiel­fre­und — Hun­debe­sitzer? Ihr erkennt sie daran, dass sie grund­sät­zlich dort zu finden sind, wo in der Regel auch andere Hunde laufen. Man erkennt sie an dem lang gestreck­ten Hals und dem scan­nen­den Blick, mit dem sie die Gegend abchecken. Grund­sät­zlich wird die Rich­tung anges­teuert, wo andere Hunde gesichtet wurde und direkt drauf zu.

Wollen wir sie mal Hallo sagen lassen?”

Oh wie ich diese Leute liebe. “Nein, wollen wir nicht.”

Ist der Hund aggressiv?”

Nein. Sie hat nur null Inter­esse an frem­den Hunde.”

Woher ich das weiß? Nun ja. Meis­tens ken­nen die Hunde solcher Men­schen es ja nicht anders. Andere Hunde ver­fol­gen, anquatschen, Leinen los und dann “machen die das schon unter sich aus”. Dem­nach hängt der Hund ja schon erwartungsvoll in der Leine. Queen dreht sich meist schon weg und will weit­er­laufen. Und ganz ehrlich: Auch ich habe keine Lust meine Freizeit mit solchen Men­schen zu verbringen.

Kein Hund muss mit anderen spie­len. Kein Hund muss den Kon­takt mit Artgenossen dulden. Warum auch? So ver­schieden wie wir sind, so ver­schieden sind auch unsere Hunde. Auch Hunde kön­nen Einzel­gänger sein und lieber für sich ihre Run­den drehen.

 

Hunde sind keine Menschen. Sie haben eigene Bedürfnisse, die wir respektieren sollten. Hunde haben in Menschenmassen nichts zu suchen, sie brauchen sich von keinen fremden Menschen anfassen zu lassen und sie müssen auch mit keinem Artgenossen spielen, dem sie ausweichen wollen.

Wir müssen uns von den Gedanken tren­nen, dass Hunde etwas erler­nen müssen. Wir müssen den Wun­sch, den Hund immer und uneingeschränkt dabei haben zu wollen, hin­ten die Bedürfnisse unseres Hun­des stellen. Ver­trauen basiert auf gegen­seit­igem Respekt und wer weiß, vielle­icht geht unsere Hund irgend­wann ganz allein zu einer frem­den Per­son, wenn wir die Entschei­dung ihm über­lassen und aufhören, ihm diese Sit­u­a­tio­nen auf­drän­gen zu wollen.

Der schönste Liebsteraward

Es ist wieder passiert.

Wir sind für den Lieb­ster Award nominiert worden.

Wer regelmäßig unseren Blog liest weiß, dass dies nicht die erste Nominierung ist. Doch ich will ehrlich sein: Ich freue mich jedes Mal aufs Neue. Nicht nur, weil es mir Freude bere­itet, die mir gestell­ten Fra­gen zu beant­worten, son­dern vor allem deshalb, weil irgendwer da draußen bei den Worten “Lieb­ster Award” an meinen Blog gedacht hat. Darüber freue ich mich immer sehr und wenn man auch noch mit sooooo lieben Worten nominiert wird, wie dieses Mal ist die Freude riesig.

Nominiert wur­den wir von der lieben Rebecca von dem großar­ti­gen Hun­de­blog LesWauz. Rebecca hat sich dazu entschlossen, keine kleinen und noch nicht so bekan­nten Blog zu nominieren, wie es ursprünglich vorge­se­hen ist. Sie hat ihre lieb­sten Blogs nominiert und ganz liebe Worte zu jedem einzel­nen verfasst.

Und da ich mich wahnsin­nig über ihre Zeilen über uns gefreut habe, möchte ich sie gern zitieren:

Auch Sab­rina durfte ich per­sön­lich in Berlin tre­f­fen und sogar die coole Queen und die entzück­ende Püppi (eine so süße Hündin mit einem riesi­gen Ego 😀 ) waren dabei. Sab­rina ist selb­st­ständige Recht­san­wältin was ihrem Blog noch mal einen total span­nen­den Hin­ter­grund gibt, da sie sich daher natür­lich fan­tastisch mit rechtlichen Din­gen zum Thema Hunde und Hun­de­blogs auskennt. Ihre Artikel über das Leben mit den Mädels Püppi und Queen sind super­toll geschrieben und neben­bei führt Sab­rina zudem noch den Hun­deshop „Glück­shund“ den ihr euch auch mal unbe­d­ingt anschauen solltet. 😉

Also erst ein­mal vie­len Dank meine Liebe für die Nominierung und für deine über­aus lieben Worte. Es ist mir eine Ehre, unter deinen Lieb­sten dabei zu sein <3

Den gesamten Artikel von Rebecca und ihrer tollen Hündin Pixie findet ihr hier.

Und hier sind Rebeccas Fragen an uns

Warum hast du dich dazu entschlossen deinen Blog zu starten?

 Ich habe schon lange bevor ich selbst ange­fan­gen habe zu schreiben, andere Hun­de­blogs gele­sen. Ich mochte Artikel über Ernährung, Gesund­heit und Erziehung. Habe gerne Berichte über neue Pro­dukte gele­sen und mich immer gern von neuen Beschäf­ti­gungsideen inspiri­eren lassen. Irgend­wann wuchs der Wun­sch in mir, ein Teil dieser Welt zu sein und frei nach dem Motto “Warum eigentlich nicht?” habe ich selbst ange­fan­gen zu bloggen. Mein Blog ermöglicht mir, unseren All­tag und unserer Erleb­nisse mit euch zu teilen. Die Zeit mit unseren lieben Vier­beiner vergeht so schnell. Ich wollte möglichst viele gemein­same Erleb­nisse und Erfahrun­gen fes­thal­ten. Wollte mehr als nur Fotos, die irgend­wann in irgendwelchen Ord­nern verschwinden.

Was ist die Geschichte hinter deinem Blog und seinem Namen?

Bevor ich diese Frage beant­worte muss ich euch unbe­d­ingt erzählen, dass ein­mal ein Leser dachte, mein Blog hieße Dietut­nichts, weil ich den ganzen Tag nichts tun würde außer zu bloggen 😀 Unglaublich, oder? Was in manchen Men­schen vorgeht 😀

Tat­säch­lich muss ich zugeben, mir zwei Tage lang den Kopf über den Blog­na­men zer­brochen zu haben. Ich wollte einen rel­a­tiv kurzen Namen, den man sich gut merken kann. Zunächst dachte ich daran, Queen in dem Namen unterzur­bin­gen, doch wie ich es drehte und wen­dete, es kam ein­fach nichts Brauch­bares her­aus. Ich wollte einen Namen, den kein anderer hat und der nicht an einen anderen Blog erinnert.

Dann kam mir in den Sinn, etwas zu nehmen, was ich häu­fig über Queen und im All­tag mit Queen sagte. Guter Gedanke, oder? Dabei blieb es dann auch, weil ich an dieser Stelle ein­fach nicht weiter kam und  mir auch hier nichts einfiel.

Was sagen denn andere Hun­de­hal­ter oft im All­tag? Und dann rat­terte es so langsam. Schon immer habe ich mich über diese von weitem schon rufenden “Der tut nix. Der will nur spie­len” lustig gemacht. Zumal es ja — Hand aufs Herz — bei den wenig­sten dieser Exem­plare auch wirk­lich zutrifft.

Bei Queen trifft es zu, nur auf­grund der vie­len kopflosen “Der tut nixe” da draußen, werde ich mich wohl nie auf eine Hun­dewiese stellen und diese ver­rück­ten Worte rufen.

Doch als Blog­name trifft es voll ins Schwarze. Eine Mis­chung aus “Der tut nichts” ist doch nur ein Syn­onym für “Der hört nicht”, eini­gen Vorurteilen gegenüber Schäfer­hun­den sowie dem Schaf — im Wolf­spelz — Charak­ter von Queen, war “Dietut­nichts” ein­fach run­dum per­fekt für uns.

Für wen schreibst du deinen Blog?

Für euch natürlich.

Ich erin­nere mich noch an die ersten Artikel, die von unge­fähr 30 Leuten gele­sen wurde. Wenn es außergewöhn­liche Artikel waren, stieg die Leserzahl auch mal auf 100 an. Es war eine Zeit, in der man sich fühlte, als wäre man ganz alleine im großen weiten Internet.

Mit­tler­weile lesen meinen Blog täglich um die 1500 bis 1800 Leser und ich bin glück­lich über jeden einzel­nen. Einige durfte ich schon per­sön­lich ken­nen ler­nen und es ist mir immer wieder eine Ehre, die Men­schen und Hunde hin­ter den lieben Kom­mentaren per­sön­lich zu treffen.

Ich schreibe meinen Blog für alle, die Lust haben uns im All­tag zu begleiten. Für alle, die sich für mein Lieblings­thema Recht & Hund inter­essieren. Für alle, die gern über Hun­de­sport, neue Rezepte, DIY, Hun­dege­sund­heit oder Beschäf­ti­gungsmöglichkeiten lesen.

Aber ich schreibe den Blog auch für mich. Mit vie­len emo­tionalen The­men wie die Liebe zu Queen & Püppi oder meine Gedanken als Helikopter­frauchen kon­nte ich durch den Blog und durch die lieben Worte von euch besser umge­hen. Es gibt einige emo­tionale Erfahrun­gen vor allem mit Queen, die ich auch dank dieses Blogs besser ver­ar­beiten kon­nte. Manch­mal hilft es mir, Dinge aufzuschreiben. Ich kann meine Gefühle oft besser in geschriebene Worte statt in Gesproch­enem aus­drücken. Und wenn man dann auch noch so viele liebe und unter­stützende Kom­mentare bekommt, dann ist die Welt wieder in Ord­nung. Klingt als wären wir eine Hun­de­selb­sthil­fe­gruppe 😀 Egal, ihr wisst ja wie ich das meine.

Was für Ratschläge hast du für Neu-Blogger?

Bald wird Dietut­nichts zwei Jahre als, also bin ich mal so frei als “alter Hase” zwei Ratschläge zu erteilen.

Ich per­sön­lich finde es unglaublich wichtig ehrlich zu sein. Das klingt nun erst ein­mal selb­stver­ständlich, doch das ist es nicht. Es ist so ein­fach, sich hin­ter seiner Tas­tatur eine Schein­welt aufzubauen und diese mit net­ten, gestell­ten Fotos aufzuhüb­schen. Doch spätestens nach dem vierten oder fün­ften Artikel liest man her­aus, ob die Welt wirk­lich so schön ist. Seid ehrlich, schreibt drüber, wenn bei euch etwas schief läuft. Schreibt drüber, wenn ihr euch geärg­ert habt oder wenn ihr etwas mal so richtig kacke findet. Lasst uns auch mal hin­ter die Kulis­sen blicken und zeigt euren Lesern, wer ihr seid. Die Welt ist nicht immer rosa rot und es ist doch viel sym­pa­tis­cher, wenn man ehrlich schreibt, was man denkt und erlebt hat.

Findet euren eige­nen Weg. Über­legt, wo ihr mit eurem Blog hin­wollt. Habt ihr ein Thema, welches euch aus­macht. Was könnt ihr den Lesern mit­geben? Man kann sich immer mal inspiri­eren lassen, schließlich kann man das Rad nicht neu erfinden. Doch unterm Strich soll­tet ihr euren eige­nen Weg gehen, euren eige­nen Stil finden und eure eigene Ecke, die nur euch ausmacht.

Wenn mein Hund/Hunde seine/ihre fünf Minuten bekommt, dann…“

… muss ich mich totlachen.

Bekommt Queen ihre fünf Minuten springt sie durch die Gegend wie eine angestoch­ene Ziege auf Dro­gen. Sieht völ­lig irre aus und ist zum Schießen lustig.

Wenn Püppi ihre fünf Minuten bekommt, ist sie entweder nass oder hat Sand unter den Pfoten. Das aber auch zuver­läs­siger als die Deutsche Bahn. Sobald die Pocke nass ist, wird ger­annt. Ob im Kreis oder immer wieder vor und zurück. Je nach Umge­bung und Rennbahn wird geflitzt. Gehen wir spazieren und kom­men an einen Weg aus Sand, sieht das ähn­lich aus. Sind alle Pfoten auf dem Sand, springt sie ein­fach hoch, riecht an dem Sand und dann geht’s ab. Auf einer unserer lieb­sten Run­den ist ein ziem­lich langer Weg aus Sand, ich schätze ihn auf ca. 1 km. Püppi rennt die gesamte Zeit, bis sie keinen Sand mehr unter den Pfoten spürt. Das ist die einzige Runde, nach der sie direkt einschläft 😀

Fünf Dinge, die dir richtig wichtig sind?

Ich fang ein­mal mit dem Thema “Hund” an, weil das hier ja schließlich ein Hun­de­blog ist 🙂 Der Rei­hen­folge kommt also kein­er­lei Bedeu­tung zu.

Richtig wichtig sind mir meine Hunde und gemein­same Zeit mit ihnen. Ich ver­suche jeden Tag so zu gestal­ten, dass beide so art­gerecht wie möglich beschäftigt wer­den. Ich kann nicht ver­ste­hen, wenn Hunde keine Auf­gabe bekom­men. Das wird dann immer nett mit den Worten “Mein Hund darf noch Hund sein” schön gere­det. Für mich wäre das nichts. Daher ist es mir beson­ders wichtig, dass meine bei­den täglich aus­re­ichend Beschäf­ti­gung bekom­men und einige span­nende Run­den drehen können.

Richtig wichtig ist mir meine Fam­i­lie und meine Fre­unde. Daher fahre ich auch jede Woche in die Heimat. Ohne geht’s ein­fach nicht. Mir ist wichtig, dass es allen gut geht und dass alle gesund sind.

Richtig wichtig ist mir, dass ich das tun kann, wofür mein Herz schlägt. Ich stand vor unge­fähr einein­halb Jahren vor der Entschei­dung: angestellte RA in einer Kan­zlei oder Selb­st­ständigkeit. Ich habe mich für die Selb­st­ständigkeit entsch­ieden und das war in jedem Fall zu 100 % richtig so. Ich kön­nte auch jeden Mor­gen ins Büro fahren und mich als angestellte Recht­san­wältin verzweifelt ver­suchen hochzuar­beiten. Ich bin mir sicher, dass ich jeden Son­ntag abend denken wir würde “Oh nein Mor­gen ist wieder Mon­tag”. Das denke ich heute nicht. Ich starte jeden Tag mit Freude und bin mit Herzblut dabei. Das ist mir wichtig.

Richtig wichtig ist mir Glück­shund. Ich liebe meinen Shop und alles was damit zu tun hat. Ich nähe wahnsin­nig gern und ich fer­tige so gern Pro­dukte nach Kun­den­wün­schen an. Ich bin so froh, dass ich den Shop zu Beginn der Selb­st­ständigkeit nicht aufgegeben habe. Ich freue mich über jedes einzelne Pro­dukt, jede Bestel­lung und jedes Paket, was ich packen darf. Glück­shund ist genau das richtige für mich.

Richtig wichtig ist mir Pri­or­itäten zu set­zen. Ich habe keine Lust mehr meine Zeit mit Men­schen oder Din­gen zu ver­schwen­den, die mir nicht gut tun. Ich ver­schwende keine einzige Minute mehr für Men­schen, die nicht ehrlich sind, die nur auf ihren eige­nen Vorteil aus sind und die sich nicht für ihre Mit­men­schen inter­essieren oder freuen kön­nen. Wo ich früher noch so lange wie möglich an das Gute in jedem geglaubt habe, selek­tiere ich heute viel deut­licher. So kann ich zum Beispiel Men­schen, die Tiere nicht respek­tieren, nicht mehr um mich haben. Ich habe aus diesem Grund mit einige Men­schen gebrochen und es geht mir gut damit.

Ohne Hund kann ich nicht leben, weil…“

… meine Hunde ein Teil von mir sind. Hunde sind die besseren Men­schen, das ist mehr als nur ein Spruch für die Son­ntagstasse. Ich ziehe die Pfote eines Hun­des den meis­ten Hän­den anderer Men­schen vor. Hunde sind ein­fach um so vieles liebevoller, ehrlicher und treuer als die meis­ten Zweibeiner auf diesem Plan­eten. Von ihnen kön­nten wir so viel lernen.

Ich merke immer wieder, wie sehr ich die Gesellschaft meiner Hunde brauche. Erst vor weni­gen Tagen waren wir Sam­stag abend auf einem Fest in der Innen­stadt. Nach zehn Minuten war der Aus­flug für mich been­det. So viele Men­schen sind ein­fach nichts für mich. Da laufe ich lieber mit einem Rudel Hunde durch den Wald.

Hunde lassen Prob­leme so klein erscheinen. Wo ich früher noch schreiend im Kreis gelaufen wäre, schaue ich heute auf Queen und Püppi und denk nur “Ich habe alles was ich brauche. Alles andere ist Luxus”. Meine Hunde erden mich. Wo ich früher noch auf der Suche nach den neusten Schuhe gewe­sen bin, mir die zwanzis­gte Hand­tasche gekauft habe oder den hun­der­sten Nag­el­lack, weiß ich heute, was wirk­lich wichtig ist. Mit Löch­ern in den Schuhen, kaput­ten Jean­sho­sen und einem Fleck auf der Jacke läuft es sich sowieso viel besser durchs Leben.

Hunde sind so wertvoll. Mit einem Hund an der Seite schafft man alles.

Beschreibe euren perfekten Tag!

Ich habe lange über­legt, was einen per­fek­ten Tag aus­machen würde.

Von meinen Hun­den geweckt zu wer­den, eine gemütliche Mor­gen­runde zu drehen, wenn der Rest noch schläft. Eine schöne Mit­tagsrunde am Wasser und eine Aben­drunde im Wald. An einem per­fek­ten Tag würde ich viel Zeit mit meinen Hun­den ver­brin­gen. Ich würde Queen ihre Leck­erlis ver­stecken und mit Püppi trick­sen. Kuscheln am Abend gehört natür­lich auch dazu.

Ich bin der glück­lich­ste Men­sch, denn eigentlich sieht jeder Tag bei uns so aus. Ich habe das große Glück und kann von Zuhause aus arbeiten und habe daher meine Hund immer um mich. Ich  nehme mir die Zeit, mich mit bei­den zu beschäfti­gen und fahre gerne mit ihnen zum Spazier­gang raus in den Wald oder an den See. Eigentlich ist jeder Tag bei uns run­dum perfekt.

Betreibt ihr einen Hundesport? Welchen und warum?

Ja wir betreiben Hun­de­sport. Mir ist es wichtig, dass Queen und Püppi art­gerecht beschäftigt wer­den. Hunde brauchen Auf­gaben. Ich per­sön­lich habe mich aus ver­schiede­nen Grün­den für den Hun­de­sport entschieden.

Zum einen mag ich den Kon­takt und den Aus­tausch in der Hun­de­schule. Ger­ade beim Agility sind wir mit zwei lieben Hun­den zusam­men, die Püppi schon seit der 8 Lebenswoche kennt. Zwis­chen uns Hun­de­men­schen sind richtige Fre­und­schaften ent­standen und ich finde es ein­fach super, zusam­men Hun­de­sport zu machen. Zudem mache ich es gern richtig 😀 Ich kön­nte jetzt auch allein für mich einen Agili­ty­par­cour auf­bauen oder für mich allein Dog­Dance machen. Allerd­ings möchte ich mir die Türen offen hal­ten an Tunieren teilzunehmen, sobald Püppi ihre BH bestanden hat. Daher wollte ich von Anfang an kor­rekt trainieren. Außer­dem arbeite ich von Zuhause aus und bin hier den gesamten Tag alleine. Da bin ich abends froh, wenn ich mich mit Hun­de­men­schen aus­tauschen kann 🙂

Queen geht zum Trailen und wir machen ZOS. In näch­ster Zeit möchte ich wieder öfter mit ihr fährten gehen.

Püppi macht Agility, Dog­Dance und Obedience.

Die Hunde haben mehr Ter­mine als ich 😀

Dein liebstes Hundebuch ist?

 Mein lieb­stes Hun­de­buch ist “Der Schlüs­sel zur Hun­dege­sund­heit” von Thomas Back­haus. In dem Buch geht es um die Vor­beu­gung von Krankheiten und um die richtige Ernährung als Basis einer sta­bilen Gesund­heit, um Erkrankun­gen des Hun­des und die ganzheitliche Heilung.

Das Buch ist jedem Tierbe­sitzer zu empfehlen, der eine Vorstel­lung von den vielfälti­gen Möglichkeiten der Heilkunde am Tier bekom­men möchte. Es ver­setzt den Leser in die Lage, kri­tisch zu hin­ter­fra­gen, und macht Mut, die “san­ften” Meth­o­den für sein Tier zu wählen.

Wer sich für das Buch inter­essiert, findet es hier.

Vielen Dank an Rebecca für die Nominierung und für diese tollen Fragen. Ich werde keine Blogs nominieren. Mir würde das System gefallen, seine liebsten Blogs zu wählen, doch meine Liste würde sich zum großen Teil mit Rebeccas decken, sodass ich einfach gespannt die Antworten der anderen von ihr Nominierten erwarten werde 🙂

Wie frech ist Püppi wirklich?

Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Sowohl in meinen Erzäh­lun­gen und Artikeln als auch auf den Fotos wirkt sie auf viele oft frech. Auch meine liebe Blog­gerkol­le­gin San­dra hat mich gefragt, wie frech sie denn nun wirk­lich ist.

Zeit, diese Ver­mu­tung aufzuklären.

Frech. Das sagt sich so leicht. Doch was ver­steht man eigentlich unter diesem Wort?

Unter Frech­heit ver­steht Wikipedia

eine Respek­t­losigkeit, zu der vor allem anmaßen­des und unver­schämtes Benehmen zählt.

Klingt ganz schön hart, oder?

Ich ver­suche es mal etwas net­ter zu for­mulieren, wie Hun­de­men­schen eben über ihre Lieb­sten sprechen:

Sie weiß, was sie will 😀

Püppi ist sehr leb­haft und hat wahnsin­nig viel Energie. Sie flitzt durchs Leben wie eine kleine Rennsemmel.

Wenn man mit ihr zockt, ist sie tat­säch­lich ganz schön wild. Ich bin überzeugt davon, dass sie nicht weiß wie klein sie ist. Sie ben­immt sich als sei sie riesig. Sie neigt ein wenig zur Dis­tan­zlosigkeit. Hat man etwas leck­eres zu essen in den Hän­den, krabbelt sich gern so hoch wie sie kommt. Sollte man auf dem Sofa sitzen, kann es schon mal sein, dass man ihre riesen Knop­fau­gen direkt vor der Nase hat. Will sie spie­len und alle ignori­eren sie, drückt sie so lange das qui­etschende Spielzeug an mein Bein, bis sie irgen­deine Form der Aufmerk­samkeit bekommt.

Bei Queen läuft das ähn­lich. Ignori­ert sie Püppi, fängt diese an  Queen im Gesicht und an den Ohren abzulecken. Auch Queen wird öfter mal Opfer des qui­etschen­den Spielzeu­gan­griffs von Püppi.

Essen klaut sie gern, wenn Queen es zulässt auch direkt aus ihrem Maul.

Unter­wegs macht sie nur Quatsch. Würde man sie lassen, würde sie alles jagen, was sich bewegt. Ob Hase, Vogel oder Reh. Vor Püppi ist nichts sicher. Sie ist auf eine Pfeiffe trainiert, sodass ich sie rechtzeitig stop­pen kann — keine Sorge 🙂 Sie frisst alles, was eke­lig ist und stinkt und sam­melt alles ein, was ihr unter die Pfoten kom­men. Ob Fed­ern, Stöckchen oder Rinde. Was sich tra­gen lässt, wird getra­gen. Stolz und mit erhobe­nen Hauptes. “Tabu” ist ihr zweiter Vorname.

Doch eigentlich war es das auch “schon”. Außer Spielzeug hat sie nie etwas kaputt gemacht und sie hört aufs erste Wort bzw. den ersten Pfiff 🙂 Sie arbeitet unglaublich gern. Egal ob Agility, Dog­Dance oder Dum­my­train­ing. Püppi ist für alles zu begeis­tern und ist stets mit riesen Freude dabei.

Natür­lich fallen Worte wie “Tabu” und “Schluss” bei ihr min­destens zehn mal so häu­fig wie bei Queen, aber solange dann auch wirk­lich Schluss ist oder eben das eke­lige tote Tier aus­ge­spuckt wird, ist alles völ­lig in Ordnung 🙂

Let­z­tendlich muss ich wohl zugeben, dass sie genauso ist wie sie aussieht 😀

Hundesport oder Spaßprogramm?

Schon vor einige Jahren stand ich bei Queen vor der Frage:

Hundesport oder Spaßprogramm?

Verein oder Hundeschule?

Auf­grund ihrer nicht ganz so gesun­den Ell­bo­gen, wurde mir die Entschei­dung abgenom­men. Klar hätte ich den­noch Hun­de­sport machen kön­nen, aber ich wollte Queen so führen, dass ihre Gelenke ihr möglichst lange keine Prob­leme machen wür­den. Ich entsch­ied mich also für das Spaßpro­gramm. Für Queen bedeutet das, fährten zu gehen, Ziel — Objekt — Suche in der Wochnung und Leck­erlis suchen im Wald. Zwis­chen­durch trailen zu gehen und je nach Lust und Laune wird im Wald auch mal ein Dummy versteckt.

Queen ist damit voll und ganz zufrieden. Beschäf­ti­gung ist Beschäf­ti­gung und so kön­nen wir jed­erzeit das machen, worauf wir ger­ade Lust haben.

Dann kam Püppi.

Hundesport oder Spaßprogramm?

Erst ein­mal entsch­ied ich mich für den Welpenkurs mit anschließen­dem Junghun­dekurs. Schnell wur­den die Prob­leme anderer Kursteil­nehmer zum Inhalt der Stunde. “Mein Hund zieht an der Leine” — also wurde Leinen­führigkeit trainiert. “Mein Hund bellt, wenn es klin­gelt” — also wurde mit der men­schlichen Stimme eine Klin­gel imi­tiert während der Hund liegen bleiben sollte. Kein Scheiß! Das Imi­tieren der Klin­gel — in meinem Fall ein vor­sichtiges “Ding­Dong” — wurde ern­sthaft mit dem tat­säch­lichen Klin­geln an der Woh­nungstür und dem damit ver­bun­den Ein­drin­gen eines Frem­den in das eigene Ter­re­to­rium verglichen.

An dieser Stelle war ich raus.

Und nun?

Agility reizte mich schon immer, also ab in die Hun­de­schule. Nach einige Wochen kam Dog­Dance dazu. Lei­der hat eine Hun­de­schule den Nachteil, dass man dort lediglich für sich trainiert und nicht für Tuniersport.

Ganz oder gar nicht” war schon immer ein Satz mit dem ich mich ganz gut iden­ti­fizieren kon­nte. Keine hal­ben Sachen und ein­mal die Woche zum Spaß in der Runde zu ren­nen, kon­nte für mich nicht das Ziel sein. Ich brauche das Ziel. Beim Dog­Dance ist es der näch­ste Trick, doch beim Agility trat schnell ein Still­stand ein. Über Wochen war kein Fortschritt mehr zu erken­nen. “Haupt­sache der Hund läuft durch den Par­cour” ist für mich kein Ziel.

Tuniere reizen mich. Ob Agility oder vielle­icht auch im Dog­Dance. Die Tür möchte ich mir gern offen hal­ten. Und was braucht man dafür? Eine Beglei­thun­de­prü­fung. Und was braucht man hierzu? Einen Verein.

Alles klar. Ein Verein war schnell gefun­den und so tele­fonierte ich eines Abends mit der Frau des Vor­sitzen­den. Im Juni beginnt der Unter­richt für die BH, vorher findet ein­mal pro Woche eine Art Basis­train­ing statt. Hier wer­den schon die ersten Grund­steine für die BH gelegt. Klingt doch gut, oder?

Gestern stand das erste Train­ing auf dem Plan.

Ich war schon ein wenig nervös. Am Tele­fon wurde mir bere­its erzählt, dass nicht jeder in dem Verein aufgenom­men wird. Nach einem hal­ben Jahr Probezeit entschei­den die Mit­glieder nach Mehrheitsbeschluss.

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich mich ein wenig unwohl gefühlt hatte. Mit den anderen kam ich nicht in Kon­takt, da ich auf die Trainerin warten sollte. Die anderen bei­den Neuen kamen jedoch nicht, sodass ich als einzige bei der Trainerin die Stunde gemacht habe. Die anderen trainierten mit einer weit­eren Trainerin.

Die Trainerin bat mich, ihr die Leine zu geben. Ich sollte mich unge­fähr 10 Meter ent­fer­nen und Püppi dann rufen. Püppi ist extrem schüchtern und unsicher, wenn fremde Men­schen in ihrer unmit­tel­baren Nähe sind. Das hatte ich der Trainerin am Tele­fon schon erzählt. Ich rief Püppi, doch diese ver­suchte nur, inner­halb der 1m lan­gen Leine so viel Abstand wie möglich zu der für sie frem­den Per­son zu bekom­men. Ich rief erneut und sie kam, mit angelegten Ohren und unsicherem Blick.

Das fing ja super an.

Sie haben ja noch gar nichts getan.”

Ich musste schlucken.

Anschließend sollte ich Püppi neben mir her­führen. Sie sollte neben mir laufen, während ich sie aus der linken Hand am laufenden Band füt­tern sollte. Püppi blieb zwis­chen­durch einen Schritt zurück, weil selbst die kle­in­sten Stücke einen so kleinen Hund schon mal zum Kauen brin­gen. Aus dem Bauch her­aus hätte ich die Fußar­beit anders aufgebaut.

Die restliche Zeit der Stunde — unge­fähr 50 Minuten — erzählte die Trainerin von der Arbeit mit ihren Hun­den. Zwis­chen­durch fie­len Fra­gen wie “Wollen Sie das wirk­lich?” und “Kön­nen Sie denn über­haupt die notwendige Kon­se­quenz aufbringen?”

Ich arbeite gern mit meinen Hun­den und wer mich kennt weiß, dass ich sehr genau arbeite und auch Wert auf genaue Kör­per­sprache lege. Ob das nun der so oft the­ma­tisierten “Kon­se­quenz” entspricht? Ich weiß es nicht. Die Trainerin stammt aus dem IPO. Ein Welt, mit der ich gar nichts anfan­gen kann.

Kurzum: ich fühlte mich wie ein kleines Mäd­chen, die bisher alles falsch gemacht hat. Es ging noch kurz um Püppi, die im Gras Hasenkot gefun­den hatte und fressen wollte. Auf mein “Tabu” ließ sie zwar ab, ver­suchte es aber einige Sekun­den später erneut. Ich sei nicht kon­se­quent genug. Ich müsse lauter sprechen. Aber bedeutet Laut gle­ichzeitig Kon­se­quenz? Der Hund müsse beein­druckt sein. Ist man kon­se­quent, wenn der Hund beein­druckt ist?

 Ich komme nicht umher mich zu fragen:

Muss ich mich unterord­nen, um Unterord­nung üben zu kön­nen? Muss ich mich dem Train­ingstil fügen, um die Beglei­thun­de­prü­dung beste­hen zu kön­nen? Ist das unser Weg? Mache ich wirk­lich so viel falsch und merke es nicht?