Persönliches

Ein kleiner Hund und ein riesen Schreck

Gestern hat mir Püppi einen riesen Schrecken eingejagd.

Sie war ohne­hin nicht gut drauf. Am Son­ntag abend hat sie erbrochen und gestern mor­gen war sie müde und schlapp. Nach dem Mit­tag lag sie in ihrem Kör­bchen und schlief.

Plöt­zlich stand sie auf und wollte aus dem Kör­bchen her­aus auf das Sofa sprin­gen, so wie sie es so oft macht. Doch noch im Sprung fing sie plöt­zlich an zu win­seln. Queen sprang auf und stand ganz aufgeregt vor Püppi. Püppi legte sich hin und win­selte weiter. Ich nahm sie auf den Arm und set­zte mich mit ihr auf den Tep­pich. Sie schüt­telte ständig den Kopf und win­selte immer noch. Es sah aus, als würde sie den Kopf schief hal­ten. Ich wollte nach ihr sehen, doch bei jeder Berührung im Hals­bere­ich schrie sie auf und schnappte um sich.

Ich zögerte keine Sekunde und rief direkt in der Tierklinik an.

Wie lange brauchen Sie, wenn Sie jetzt losfahren?”

Ich rech­nete mit ca. zwanzig Minuten. Mit­tler­weile kenne ich die Strecke im Schlaf.

Dann kom­men Sie jetzt.”

Ich schnappte mir meine Tasche und Püppi und fuhr los. Für die Strecke brauchte ich nur 8 Minuten, denn ich fuhr so schnell es der Verkehr zulief über die Auto­bahn direkt zur Klinik.

Mir gin­gen tausend Gedanken durch den Kopf. Püppi hat in let­zter Zeit Prob­leme mit dem Magen, frisst nicht allzu gut, übergibt sich zwis­chen­durch. Ich dachte nur, jetzt kommt alles raus. Sie hat eine ern­sthafte Erkrankung.

Als ob die Sit­u­a­tion nicht schon anges­pannt genug gewe­sen ist, schaffte Püppi es, den Reißver­schluss durch ein kleines Loch hoch zu schieben. Sie ver­suchte aus der Box her­aus zu klet­tern und klemmte schließlich zwis­chen Tür und Box. Natür­lich genau in dem Moment, in dem ich am Rast­platz vor­bei gefahren bin.

Auf dem Klinikgelände angekom­men, wurde mir der Ernst der Lage erst so richtig bewusst. Zwei Ärzte warteten schon auf uns und fin­gen uns ab.

Wir müssen mal eben die Vital­w­erte checken.”

Direkt wur­den wir ins Behand­lungsz­im­mer begleitet.

Ich schilderte, was passiert ist. Da Püppi beim Tier­arzt zuschnappt, brauchte sie eine Schlinge.

Die bei­den Ärzte check­ten sie durch.

Schnell kon­nte ein Schla­gan­fall aus­geschlossen wer­den. Ihre Augen waren ok, die Schleimhäute auch. Die Zähne und Ohren einwandfrei.

Wir gin­gen nach draußen. Püppi sollte Trep­pen laufen und ähn­liches. Wieder rein. Weit­ere Unsuchun­gen und Testts folgten.

Ich war völ­lig am Ende und die Ärzte ratlos.

An der Wirbel­säule gab es auch keine Auffälligkeiten.

Um es abzukürzen:

Nach­dem Püppi “auf links gedreht” wurde, mit­tler­weile auch ein drit­ter Arzt dabei war, fan­den die drei nichts.

Im Hals­bere­ich lag eine leichte Verspan­nung vor, sodass die Ärztin die Ver­mu­tung auf­stellte, Püppi habe sich am Hals beim Hochsprin­gen gez­errt, ver­dreht oder vielle­icht so eine Art Krampf gehabt und sich deshalb auch nicht anfassen lassen. Mit­tler­weile ließ sie jede Berührung zu und zeigte kein Schmerzempfinden mehr.

Sie fragte mich, ob sie Püppi ein Schmerzmit­tel spritzen sollte, doch das wollte ich nicht. Es war ja gar nicht klar, was nun los gewe­sen ist und egal welche Schmerzen sie noch zeigen sollte, ich wollte sehen, was es ist. Mit Schmerzmit­teln hätte man nichts sehen kön­nen und ich hätte vielle­icht gedacht, alles sei gut, obwohl sie doch noch Auf­fäl­ligkeiten gezeigt hätte.

Ich nahm sie also wieder mit und die Ärztin bat mich, sie an dem Tag nicht alleine zu lassen und genau zu beobachten, wie sie sich ver­hal­ten würde. Bei jeder Auf­fäl­ligkeiten, sollte ich direkt wieder kommen.

Wir fuhren nach Hause und nach der Aufrege­ung schlief sie erst einmal.

Anschließend habe ich alles wie immer gemacht. Wir waren kurz draußen und sind dann zum Dog­Dance gefahren. Ich wollte schließlich sehen, ob es ihr wirk­lich gut gehen würde. Nur, wenn ich alles wie sonst machen würde, würde ich sehen, wo es Auf­fäl­ligkeiten gibt.

Beim Dog­Dance war alles wie immer. Sie machte alle Übun­gen mit Begeis­terung mit und keine Bewe­gung schien ein Prob­lem zu sein.

Was nun los gewe­sen ist? Ich habe keine Ahnung. Es ist als ob nie etwas gewe­sen sei, doch irgend­wie bleibt ein blöder Beigeschmack, weil ich gern sicher gewusst hätte, was ihr in dem Moment solche Schmerzen bere­itet hat.

Ich bin natür­lich froh, dass in der Tierklinik bei all den Unter­suchun­gen und Tests nichts her­aus gekom­men ist, doch die Unsicher­heit schle­icht noch ein wenig hin­ter mir her.

Haupt­sache es geht ihr wieder gut und haupt­sache, so etwas passiert nicht noch einmal…

Tauleinen von Kuckuckshund

Vor einiger Zeit habe ich über Insta­gram die liebe Coba von Kuck­uck­shund ken­nen gel­ernt. Ihren tollen bun­ten Tau­seilen kon­nte ich nicht wider­ste­hen und so zogen ziem­lich schnell diese beiten hüb­schen Sets bei uns ein.

Beson­ders lustig fan­den wir beide, dass wir nur ca. 10 Minuten auseinan­der wohnen und so habe ich bere­its bei der ersten Bestel­lung die Leinen abholen dür­fen. Coba fer­tigt die Leinen in ihrem hüb­schen Win­ter­garten an. All die fer­ti­gen Leinen und vie­len Taue waren so hüb­sch und so fuhr ich mit vie­len Ideen für weit­ere Kom­bi­na­tion­s­möglichkeiten nach Hause.

Vor Kurzen habe ich zwei Retriev­er­leinen bei ihr bestellt. Ich per­sön­lich finde diese Art von Leine sehr prak­tisch und da ich sie am lieb­sten nutze, wollte ich gern indi­vidu­ell für uns hergestellte Tauleinen bei Kuck­uck­shund für Queen und Püppi anfer­ti­gen lassen.

Schon lange schlum­merte in mir der Wun­sch nach mar­iti­men Tauleinen. Ich mag blau und finde die Takelung mit weiß und rot so schön. Die zweite Leine wollte ich gern ander­sherum: rot mit weiß, blauer Takelung. Für Coba alles kein Prob­lem. Auch auf die Länge kon­nte ich noch Ein­fluss nehmen, denn ich wollte sie gern etwas länger als die herkömm­lichen Retrieverleinen.

Schon nach weni­gen Tagen kon­nte ich mich auf den Weg machen und die zwei Leinen abholen. Wie schon beim ersten Mal haben wir uns wieder fest­ge­quatscht und saßen mit unserem Kaf­fee mit­ten in all den hüb­schen Leinen und Hal­sun­gen <3

Und ja, ich bin schon wieder mit neuen Wün­schen und Ideen nach Hause gefahren 🙂

Heute möchte ich euch gerne die Leinen vorstellen, denn Kuck­uck­shund ist wirk­lich ein tolles kleines Unternehmen.

Wie schon oben beschrieben, habe ich mich für zwei Retriev­er­leinen im Marinestil mit Über­länge in 8mm entsch­ieden. 8mm, weil ich finde, dass die dün­nen Taue besser in der Hand liegen und Queen ohne­hin nicht zieht, sodass sie auch ruhig das dün­nere Tau tra­gen kann.

Die Leinen sind super hüb­sch gewor­den. Sie hätte nicht schöner wer­den kön­nen. Die Taue sind super leicht und dank der kleinen Knoten und der entsprechend kleinen Ringe auch für Püppi per­fekt. Ihr glaubt gar nicht, wie schwer es ist, passenden Leinen und Hals­bän­der für einen winzi­gen Hund zu finden.

Coba hat so viele ver­schiedene Taue zur Wahl und bei der Takelung gibt es auch unzäh­lige Möglichkeiten. Egal, ob Schnur oder Leder. Die Tak­lung ver­setzt jeder Leinen eine tolle indi­vidu­elle Note. Und mit Led­er­schnüren in san­ften Erdtö­nen findet auch jeder kernige Mann eine passende Leine für seinen Vierbeiner 🙂

Die Leinen liegen super in der Hand und sind hochw­er­tig verarbeitet.

Doch nun komme ich zu einem weit­eren riesen Vorteil von Kuckuckshund:

Ich will ehrlich sein, denn als Blog­ger darf ich das 😀 Wahrschein­lich wird das hier dem ein oder anderen nicht schmecken, doch Kuck­uck­shund ist endlich mal ein Unternehmen, welches hochw­er­tiges Mate­r­ial super pro­fes­sionell ver­ar­beitet und zudem auch wirk­lich faire Preise macht. Ich selbst habe auch einen Hun­deshop mit handge­fer­tigten Artikeln und auch ich führe oft einen inneren Kampf, wenn es um die Preise geht. Doch ich weiß, was Taue kosten und ich kann nicht ver­ste­hen, sorry für meine Ehrlichkeit, wie man für ein Set aus Hals­band und Leine 139,00 EUR ver­lan­gen kann, wenn die Mate­ri­akosten bei unge­fähr 13,00 EUR liegen. Sorry, aber da hört mein Ver­ständ­nis auf. Ger­ade ich weiß, was Han­dar­beit wert ist und wieviel Aufwand dahin­ter steckt. Doch es gibt einen Unter­schied zwis­chen einem angemesse­nen Preis für das Handw­erk und Wucher.

Und genau das macht Kuck­uck­shund so unglaublich sym­pa­thisch: Die Qual­ität stimmt, die Ver­ar­beitung ist super. Coba hat viele tolle eigene Ideen und ist bei der Umset­zung stets über­aus behil­flich. Auch die 10. Frage (ja, ich bin anstren­gend), änderte nichts an ihrer Geduld und Freude, mit den Kun­den die Leinen zusam­men­stellen zu können.

Ich bin von vorne bis hin­ten super zufrieden, hab schon wieder viele Ideen für neue Leinen und bin total happy, mit Kuck­uck­shund jeman­den gefun­den zu haben, bei dem ich mich super aufge­hoben fühle.

Wer also immer schon Lust auf eine tolle Tauleine hatte, der sollte unbe­d­ingt mal bei Kuck­uck­shund vorbeischauen.

Kuck­uck­shund findet ihr hier bei Face­book und hier bei Instagram.

Bei diesem Artikel han­delt es sich nicht um eine Kooperation.

Ein Tattoo aus Liebe zum Haustier?

Im Som­mer wer­den die Pullover durch T-Shirts ersetzt und die Hosen wer­den kürzer. So kom­men die ein oder anderen Bild­chen auf der Haut zum Vorschein und auch ich habe erst let­zte Woche wieder Tinte unter die Haut bekommen.

Ich muss zugeben: Früher fand ich es furcht­bar. Wie kann man sich nur ein Tat­too stechen lassen? Das ist doch für immer. Und was ist, wenn es mir irgend­wann nicht mehr gefällt? Oder wenn es nicht gut gemacht ist? Und wird man dann nicht schnell in eine Schublade gesteckt?

Wahrschein­lich hätte ich mich niemals getraut mich tätowieren zu lassen, wenn es den einen Kerl nicht geben würde. “Der eine Kerl” ist mein lieber Cousin Basti. Er hat ein eigenes Tat­toos­t­u­dio und natür­lich folgt man seinen Werken auf Face­book, wie man das als liebe Cou­sine so macht.

Ange­fan­gen hat alles mit einem “na das sieht doch gar nicht schlecht aus”, ging über ein “so etwas würde auch zu mir passen” und endete in einem “ich will auch”.

Und ver­gle­ich­bar hierzu ver­lief auch meine Tattoogeschichte.

Aber man soll es auf keinen Fall sehen.”

Aus diesem Wun­sch wurde ein Tat­too von der Leiste bis zur oberen Rippe. Leute, diese Stelle kann ich als erstes Tat­too echt nicht empfehlen 😀 Rip­pen sind echt schmerzhaft 😀

Ange­fan­gen bei den Rip­pen, tastete ich mich über die Ober­schenkel bis hin zum linken Arm vor. Wer ein­mal ange­fan­gen hat, kann nicht mehr aufhören 😀

Ich bin kein Men­sch, der gut über seine Gefühle sprechen kann. Und als ob das nich schon reichen würde, bin ich auch nicht allzu gut darin, Gefühle zu zeigen. Doch das heißt nicht, dass ich keine habe 🙂 Ich weiß nur nicht, wie ich mich aus­drücken soll.

Mit einem Tat­too habe ich einen Weg gefun­den mich aus­drücken zu kön­nen. Meine Tat­toos haben alle eine ganz bes­timmte Bedeu­tung für mich und sind auch zu ganz bes­timmten Zeit­punk­ten gemacht worden.

Nach dem ersten Tat­too kam schnell der Wun­sch auf, eins in Liebe zu Queen stechen zu lassen.

Ich wollte etwas bei mir haben, was mich für immer an meinen See­len­hund erin­nern würde. Egal, was kommt und egal, was passiert. Das bleibt. Und sowieso ist dieser Gedanke etwas, was mich an Tat­toos reizt. Heutzu­tage ist nichts für immer. Nichts bleibt einem sicher. Alles kann sich so schnell ändern und ein Ereig­nis kann von jetzt auf gle­ich alles auf den Kopf stellen. Doch Tätowierun­gen bleiben. Für immer.

Lange habe ich über­legt, ob es vielle­icht sogar Queens Kopf wer­den soll. Doch ein Schäfer­hund in schwarz weiß? Das gefiel mir nicht und ein buntes Tat­too war irgend­wie nicht mein Wunsch.

Schnell ent­stand die Idee, dass es ihre Pfote sein sollte. Nicht irgen­deine Pfote, son­dern ihre. Darüber eine Krone, stel­lvertre­tend für ihren Namen. Das Zitat dazu gehört zu einem Spruch, der mir schon immer gefiel und schnell stand die Idee für das Tattoo.

Die Pfote sollte so real­is­tisch wer­den wie es nur ging. Wenn das einer kann, dann Basti. Das war direkt klar 🙂 Und ohne­hin würde ich auch nie woan­ders hingehen.

Und so ent­stand dieses Tat­too aus Liebe zu Queen:

Ich liebe es. Ich bin so glück­lich damit.

Püp­pis Pfote kommt irgend­wann auch dazu. Wahrschein­lich mit einer Schleife darüber. Ich glaube, das würde passen 🙂

Habt ihr auch ein Tat­too aus Liebe zu eurem Tier oder denkt ihr darüber nach?

Dann kann ich euch den lieben Basti von Maku­lay Tat­toos in meiner Heimat Dül­men wirk­lich empfehlen. Er macht einen großar­ti­gen Job. Er nimmt sich viel Zeit, um mit euch gemein­sam eure Ideen umset­zen zu kön­nen und bisher hat er meine Erwartun­gen jedes mal übertrof­fen, obwohl ich schon vorab wusste, dass es toll wer­den würde.  Und hier sind noch einige weit­ere Werke von ihm 🙂

Warum ich kein beliebter Hundebesitzer bin

Würde man in meiner Nach­barschaft und näheren Umgeben nach einer jun­gen Dame mit einem Schäfer­hund und einem kleinen weißen Wuschel fra­gen, dann würde wahrschein­lich nie­mand einen Freuden­sprung machen. Ja, es ist wahr. Ich gehöre wohl nicht zu den beliebtesten Hun­debe­sitzern hier in der Gegend.

Doch ich fange am besten mal ganz vorne an.

In unserem Stadt­teil gibt es nicht allzu viele Hunde und mit­tler­weile kennt man sich. Direkt am Ende der Straße begin­nen Wiesen und Felder, die in einem kleinen Wald­stück enden, kurzum: hier gehen alle spazieren. Man trifft sich. Das lässt sich nicht vermeiden.

Hier gibt es ver­schiedene Hundebesitzer:

Es gibt eine kleine Gruppe, die sich mor­gens um Punkt halb neun und nach­mit­tags um genau halb drei an einer Ecke trifft. Gemein­sam laufen schle­ichen sie dann zu einer Wiese. Dort ver­weilen sie ziem­lich genau eine halbe Stunde. Die Gruppe steht immer an der gle­ichen Stelle. In der einen Hand die Hun­deleine, in der anderen Hand einen trag­baren Kaf­fee­becher. Die Hunde machen was sie wollen und ich bin mir bis heute nicht sicher, wer eigentlich zu wem gehört. Nur einen Hund kann ich ein­deutig zuord­nen. Die Hündin wohnt nur wenige Häuser weiter und ist nicht zu ver­wech­seln. Denn sobald sie das Haus ver­lässt, bellt sie unun­ter­brochen. Das dazuge­hörige Zweibein ver­hält sich, als sei sie taub. Kom­men­tar­los läuft sie mit der Hündin zu dem Tre­ff­punkt. 8.30 Uhr und 14.30 Uhr. Jeden Tag. Begeg­net man sich, so nutzt sie eine kleine Atem­pause ihrer Hündin um nett lächelnd zu grüßen. Die Hündin ist riesig und entsprechend laut. Geht man seine Runde zu diesen Zeiten, hört man sie die gesamte Runde bellen. Das ist wirk­lich nervig. Aber es hat auch seine gute Seiten, denn so weiß ich, wann die Gruppe wieder auf der Wiese ist und ich muss diesen Weg gar nicht erst ein­schla­gen. Sollte man näm­lich doch ein­mal dort ent­lang laufen, kom­men zwis­chen 8 und 10 Hunde direkt auf uns zuger­annt und ren­nen unge­bremst in Queen und Püppi rein. Zu Anfang habe ich laut gerufen, ob sie bitte kurz ihre Hunde zu sich holen kön­nten. Nach­dem sie sich wort­los wieder umgere­dreht und sich ihrem Kaf­feeklatsch gewid­met haben, fing ich an diese Strecke zu meiden.

Und dann gibt es noch die “Darf meiner mal Hallo sagen” — Frak­tion. Hier­von haben wir auch einige. Manche fra­gen sogar jedes mal aufs Neue. Ganz ehrlich: hier wohnen wirk­lich nicht viele Hunde, nur zwei Schäfer­hunde und nur ein­mal die Kom­bi­na­tion von Schäfi und Shih Tzu, aber nein, man muss ja jedes mal wieder fragen.

Ich entschuldige mich jedes mal fre­undlich und erk­läre, dass meine kein “Hallo sagen” möchten. Doch egal wie fre­undlich man ist, das ver­steht hier nie­mand. Frei nach dem Motto “Jeder Hund will doch immer zu anderen Hun­den” wird man mit riesen Augen ange­se­hen. “Aber meiner geht sonst nicht an Ihnen vor­bei, wenn er nicht mal kurz rüber darf.” Sorry, aber dieser Stelle kommt unter Umstän­den schon mal ein “das ändert jetzt aber nichts” oder wenn es schon meine vierte Bege­nung dieser Art auf einer Runde ist ein “das ist nicht mein Problem”.

Ich gehöre grund­sät­zlich zu den Hun­debe­sitzern, die ihre Hunde anleinen, wenn ein anderer Hund kommt. Und ich gehöre auch zu den­jeni­gen, die fre­undlich darum bit­ten, sollte der ent­ge­genk­om­mende Hund ohne Leine laufen. Auch ein “der tut aber nichts” ändert meine Mei­n­ung da nicht. Und je nach­dem wie stur und beratungsre­sistent mein Gegenüber ist, kommt von mir unter Umstän­den auch mal ein “aber meiner tut was”. Spätestens dann machen sie sich eigentlich auch auf den Weg ihren Vier­beiner einzusam­meln. Schade, dass man zu solchen Sätzen greifen muss, damit endlich die Leine an das Hals­band kommt.

Ich habe sogar schon mal eine gelbe Schleife an meine Leinen gemacht. Habe dann auch gefragt, ob man die gelbe Schleife nicht gese­hen hätte. Doch nie­mand wusste, was das bedeutet.

Hier gibt es einige Wege, die sind sehr sehr schmal aber kurz. Die meis­ten warten am Ende, wenn sie sehen, dass ihnen auf den Weg ein anderer Hund ent­ge­gen kommt. Finde ich sehr nett und rück­sichtsvoll und ich bedanke mich jedes mal über­aus fre­undlich, denn der Weg ist wirk­lich ultra schmal und man muss mit seinem Hund in die Bren­nes­sel auswe­ichen, wenn man nicht frontal in den anderen rein­laufen will. Einige warten jedoch nicht und kom­men frontal auf einen zuge­laufen. Ich nehme meine bei­den dann immer zur Seite und weiche so weit es geht in Rich­tung Zaun aus. Wenn der andere es genauso macht, kann man aneinan­der vor­beilaufen. Zwar eng und für die Hunde alles andere als entspannt, aber es würde gehen. Ich erin­nere mich noch gut an eine Dame, die ihren Hund immer unan­geleint laufen lässt. Sie hat auch keine Leine dabei und als sei das noch nicht genug, hört der Hund nicht mal auf seinen Namen. Und so stand der Yorkie genau vor uns, sodass wir auf dem engen Weg nicht vor und nicht zurück kamen. Queen wurde schon nervös und Püppi ver­steckte sich hin­ter mir. Der Hund kam immer näher, schle­ichend mit gesenk­tem Kopf und fix­ieren­dem Blick. Kurz vor uns blieb er ste­hen. Queen knurrte.

Völ­lig entsetzt guckte die Frau mich an. “Ihr Hund ist ja böse.” Oh ja. Ich gebe es zu: Dieser Satz reichte bei mir schon aus, um mich auf die Palme zu brin­gen. Ich erin­nerte mich an einen Vorschlag von der lieben San­dra für Begeg­nun­gen dieser Art. “Nein mein Hund ist nicht böse. Das ist ihr Magen. Die hat bloß Hunger.”

Sie schnappte sich ihrem Yorkie, klemmte ihn sich unter die Arme und ran­nte weg. Seit dem Tag dreht sie sich um sobald sie uns sieht. Ich hake das mal als “Teil­er­folg” ab 😀

Ich habe hier noch nie jeman­den getrof­fen, der darum bit­tet unan­geleinte Hunde anzuleinen. Einige Hunde laufen grund­sät­zlich an der Leine, doch dessen Besitzer trauen sich irgend­wie nicht darum zu bit­ten. Sie drehen sich lieber um oder krabbeln auswe­ichend ins Gebüsch. Muss man also der Rück­sicht­slosigkeit ausweichen?

Vor Kurzem traf ich eine Dame mit einem jun­gen Mün­ster­län­der. Wir kamen ins Gespräch. Sie hatte ihren Hund angeleint und übte während des Gesprächs mit ihm, dass er ruhig liegen blieb. Wir quatschen kurz, waren uns gle­ich sym­pa­thisch. Dann frage sie “Sagen Sie mal. Wohnen hier eigentlich nur rück­sicht­slose Idioten?” (Nur um es deut­lich zu machen. Sie sagte das. Nicht ich :D)

Die meis­ten Hunde laufen grund­sät­zlich ohne Leine. Viele haben gar keine Leine dabei. Einige Hunde tra­gen nicht mal ein Hals­band um sie zumin­d­est fes­thal­ten zu kön­nen. Kaum ein Hund wird gerufen, wenn ein anderer Hund auf­taucht. Frei nach dem Motto “das regeln die schon unter sich”. Und dabei ist hier in Nieder­sachen Pflicht zum “Hun­de­führerschein”. Von anderen habe ich erfahren, dass dieser doch ganz ein­fach umgan­gen wer­den kann. “Ein­fach nicht den Hund beim Ord­nungsamt melden. Dann kommt auch keiner mit der Prüfung.”

Ich komme nicht umher mich zu fragen:

Ist Rück­sicht­slosigkeit nun schick? Haben die Hun­debe­sitzer ihr Gehirn zusam­men mit der Leine an der Garder­obe hän­gen lassen?

Ist es zuviel ver­langt, mitzu­denken und dem anderen seinen Raum zu lassen?

Kann man fre­undlich for­mulierte Erk­lärun­gen nicht ein­fach akzep­tieren? Wobei ich es schon albern finde, mich über­haupt erk­lären zu müssen, wenn ich keinen Hun­dekon­takt möchte.

Ich möchte meine Freizeit nicht mit unbekan­nten Men­schen ver­brin­gen. Ich möchte die Runde nutzen, um mich mit meinen Hun­den beschäfti­gen zu kön­nen. Ich bin weder auf der Suche nach einem Gesürächspart­ner, noch auf der Suche nach einem Spiel­fre­und für meinen Hund, damit er “sich mal so richtig aus­to­ben” kann.

Ja, es stimmt. Ich bin bes­timmt nicht der beliebteste Hun­debe­sitzer hier in der Gegend. Aber das ist in Ord­nung so.

Über Lieblinge, Flops und eine Wunschliste

Bei mir steht aktuell das Aus­mis­ten ganz oben auf der Liste. Volle Schränke, rumpelige Schubladen und der chro­nis­che Platz­man­gel ner­ven mich zur Zeit so richtig. Ich sehne mich nach mehr Platz und Raum.

Und so komme ich auch nicht umher die Sachen der Hunde auszu­mis­ten. Im Flur steht für die zwei eine Kom­mode mit riesi­gen Schubladen, die mit­tler­weile echt voll sind. So viel Kram sam­melt sich an und man brauch es ja doch nicht. Denn eigentlich benutzt man ja doch immer die gle­ichen Sachen.

Und so ent­stand die Idee zu diesem Artikel…

Heute möchte ich euch meine Liebling­spro­dukte rund um das Thema Hund vorstellen. Aber nicht nur meine Lieblinge möchte ich euch zeigen, son­dern auch Pro­dukte, die sich als Flop her­aus­gestellt haben. Und wo wir schon dabei sind, stelle ich euch meine Wun­schliste vor.

Meine Lieblinge

Aber erst ein­mal wid­men wir uns den Lieblingen.

Kudde von Sabro

Ganz oben auf der Liste ste­hen unsere neuen Kör­bchen: die Kudde von Sabro. So lange habe ich hin und her über­legt und immer wieder gün­stigere Alter­na­tiven gesucht. Doch der gün­stigere Preis war lei­der auch immer mit zum Teil ehrlichen Abstrichen ver­bun­den, sodass ich mich vor eini­gen Tagen dann doch dazu entschlossen habe, die Kud­den zu bestelle. Püppi hat die nor­male Kudde in der Größe 2 bekom­men und Queen die Kom­fort Kudde in Größe 5. Dazu das passende Polarpad.

Ok. Ich will ehrlich sein. Das Polarpad hätte man nicht zwangsläu­fig mitbestellen müssen. So toll ist es nun wirk­lich nicht. Zumal ich auch ohne­hin selb­st­genähte Kuscheldecken in die Kud­den legen wollte.

Aber die Kud­den sind der Ham­mer. Die sind ihr Geld wirk­lich wert. Beide liegen total gern in ihrer Kudde und Queen scheint die orthopädis­che Matratze wirk­lich gut zu tun. Also alle Dau­men hoch. Die Kud­den sind super.

Retrieverleine von Hunter

Rel­a­tiv unschein­bar, doch super prak­tisch, lan­glebig und top ver­ar­beitet sind die Retriev­er­leinen von Hunter. Ich bin ja sowieso ein Fan dieses Unternehmens und kaufe gerne Leinen und Hals­bän­der von dort. Die Qual­ität stimmt und sie sehen toll aus. Mit­tler­weile sind mir bei dem Thema Leinen Aspekte wie Qual­ität und Funk­tion­al­ität ein­fach wichtiger als das Ausse­hen. Klar gibt es hüb­schere Tauleinen, aber meine Hunde sind nun mal Hunde, die in Fützen bud­deln und in Tüm­pel sprin­gen. Ich will beim Spazier­gang weder Angst um die Flecken in einem Hals­band haben müssen, noch möchte ich Angst haben, dass die Leine der Begeg­nung einer Katze nicht stand­hal­ten kann. Außer­dem lasse ich meine Hunde gern “nackt” laufen. Für Püppi sind viele Hal­sun­gen zu schwer und ich habe Schiss, dass die bei­den im Wald mit ihrem Hals­band irgendwo hän­gen bleiben. Bei bei­den brauche ich keine Angst zu haben, dass sie weglaufen, sodass sie oft nackig unter­wegs sind. Ich glaube auch, dass Hunde sich ohne Hals­band und Geschirr ein­fach freier bewe­gen können.

Die Leinen haben eine per­fekte Länge von 1,40m und man bekommt sie in meinen Lieblings­far­ben pink und lila. Was will ich mehr? 🙂

Die Leinen findet ihr unter anderem hier*.

Marke von Petfindu

Und wer sich das Bild etwas genauer ange­se­hen hat, der hat auch direkt unseren näch­sten Liebling ent­deckt: Die Marke von Petfindu. Queen hat die Marke mit einem Schutzen­gel in schwarz und Püppi hat eine Marke mit einem Hund drauf, der wie ich finde, aussieht wie Püppi 😀

Sind sie nicht hüb­sch? Also rein optisch kann da in meinen Augen keine andere Marke mithal­ten 🙂 Die Marken enthal­ten einen Link und einen QR-Code auf der Rück­seite,  die Infor­ma­tio­nen zu dem Hund liefern. Sollte er also ent­laufen sin, muss man nur den Code scan­nen oder dem Link fol­gen und schon erfährt man alle Datem über den Hal­ter und nüt­zliche Infos über den Hund (zum Beispiel die Notwendigkeit von Medikamenten).

Erst gestern habe ich ent­deckt, dass es eine Okto­ber­fest — Edi­tion gibt. Die hat es mir direkt ange­tan und ich bin schon ges­pannt wie lange ich noch wieder­ste­hen kann. “Mein Schatz” für Queen und “Meine Prinzessin” für Püppi auf hüb­schen kari­erten Unter­grund sind doch mega 🙂

Collagile

Unverzicht­bar ist für uns das Col­lag­ile. Ein super Pro­dukt zur Unter­stützung des Bewe­gungsap­pa­rats. Queen geht es mit dem Mit­tel so gut, dass ich es kaum glauben kann. Man merkt ihr die ED nicht mehr an und sie ist glück­lich, fit und wild als wäre sie ein halbes Jahr als. Wer noch mehr zu dem Mit­tel lesen möchte, der findet in diesem Artikel von mir mehr Informationen.

Zum Pro­dukt gelangt ihr hier*.

Näpfe von Beco

Vor einiger Zeit habe ich mich mit dem Thema Schad­stof­fen in Fut­ternäpfen auseinan­derge­setzt. Meinen Lieblingsnapf habe ich im Back­ofen geschmolzen (natür­lich nicht absichtlich) und so mussten neue Näpfe her. So viele Infor­ma­tio­nen findet man im Inter­net lei­der nicht, doch wenn ich all die beschichteten Näpfe sehe und die vie­len Kun­st­stoff­schüs­seln, dann sehe ich da doch die typ­is­che Prob­lematik von Beschich­tun­gen und Weich­mach­ern. So habe ich mich für diese Näpfe von Beco entsch­ieden. Beco Pro­dukte wer­den nach­haltig pro­duziert und sind daher umwelt­fre­undlich. Die Pro­dukte wer­den aus zerklein­ertem Bam­bus und Reis hergestellt. Organ­is­cher Harz wird hinzuge­fügr und schon entste­hen diese hüb­schen Näpfe. Das Unternehmen stellt übri­gens auch Spielzeug her — frei von Schad­stof­fen, Weich­mach­ern und son­sti­gen unnatür­lichen Stoffen.

Zu den Näpfen von Beco gelangt ihr hier*.

Der Aufk­le­ber vorne lässt sich natür­lich entfernen 🙂

Leckereien von Lottis Häppchen

Bei Kölle Zoo findet man seit einiger Zeit auch eine BARF — Ecke. Dort gibt es Lot­tis Häp­pchen zu kaufen. Natür­liche, hochw­er­tige Kauar­tikel, die die Hun­de­herzen höher schla­gen lassen. Man findet so viele ver­schiedene Dinge, dass wirk­lich jeder fündig wird. Wir kaufen in der Regel die Rinder­lunge, Dör­rfleisch, gedrehte Kopfhaut vom Büf­fel und die Hasenohren mit Fell.

Hirtengold

Ich liebe alle Artikel von Hirten­gold. Ob Nasse­fut­ter, Öle, Kräuter­mis­chun­gen oder Kaus­nacks. Queen und Püppi lieben alles. Die Kräuter­mis­chung “Lau­fle­icht” ist beson­ders empfehlenswert. Queen bekommt sie immer mal wieder als Kur und es geht ihr super damit. Die Kauar­tikel sind mehr als empfehlenswert. Stöbert euch ein­fach mal durchs Sor­ti­ment. Es lohnt sich.

Das Schnüffelmemory

Ich will mich ja nicht selbst loben, aber ich liebe es 😀 Eigentlich gilt das Lob ja ohne­hin nicht mir, son­dern der lieben San­dra, die die Idee für das Spiel hatte. Das Schnüf­felmem­ory ist die per­fekte Aus­las­tung für Drin­nen und Draußen und aus unserem All­tag nicht mehr wegzu­denken. Wer mich über das Schnüf­felmem­ory erfahren möchte, findet hier einen aus­führlichen Artikel von mir mit Anleitung.

Das Spiel bekommt ihr bei mir im Shop.

 Flopps

Kennt ihr das auch? Ihr kauft etwas Neues für eure Vier­beiner, seid voller Freude und müsst dann fest­stellen, dass es so ganz anders ist als ihr euch das vorgestellt habt?

So ging es mir mit fol­gen­den Produkten:

Der Furminator

Für diese Bürste bin ich zu blöd. Es gibt ja einige, die schwören drauf. Ich hinge­gen hatte das Gefühl, statt zu bürsten würde ich Queen die Haare aus­reißen oder abschnei­den. Auch mit diesem “Schieber” zum Her­auss­chieben der aus­ge­bürsteten Haare kam ich nicht zurecht. Meine Fin­ger waren immer an einer anderen Stelle der Bürste und so musste ich mich nahezu ver­renken, um diesen Schieber nutzen zu kön­nen. Also run­dum ein Flop.

Unsere alten Körbchen

Meine liebe Fre­undin Ele hat mich beim Stöbern im Hunter­store drauf hingewiesen, dass die Kör­bchen wohl nicht son­der­lich lan­glebig sein wür­den. Ich wollte nicht hören und war von dem Plüsch und der tollen Form nahezu geblendet. Ich kann euch sagen: trotz Decke sahen die Teile ultra schnell schmud­delig aus und ließen sich weder beson­ders gut absaugen noch irgend­wie sonst zum Strahlen brin­gen. Schon nach weni­gen Wochen sahen die Dinge uralt aus. Viel Geld aus­gegeben, was sich wirk­lich nicht gelohnt hat. Schade, denn Queen hat wirk­lich gern drin gele­gen und den dicken Rand gern als Kopfkissen benutzt.

 Flexileine für große Hunde

Schande über mein Haupt. Ich besitze Flex­ileinen und noch schlim­mer: ich finde es sogar völ­lig ok, wenn man mit den Dingern vernün­ftig und ver­ant­wor­tungs­be­wusst umgeht. Für kleine Hunde wie Püppi sind die Leinen auch wirk­lich nicht schlecht. Nicht im All­tag, aber wenn man mal in Gebi­ete fahren sollte, wo Leinenpflicht besteht, find ich die echt in Ordnung.

Da ich Queen und Püppi gern im Part­ner­look “kleide”, bekam Queen die gle­iche Leine für große Hunde. Sieht man ja immer mal wieder auf den Straßen, dass auch große Hunde an der Flex­ileine geführt wer­den. Ich weiß nicht, wie die das machen, aber ich habe das Gefühl, Queen genauso gut an einem Bind­faden spazieren führen zu kön­nen. Ich erin­nere mich noch gut an einen Aus­flug an den See zur Zeit der Leinenpflicht. Flexi mit und ab ging es. Her­rchen hat immer Püppi an der Leine und ich Queen. Er kam gut zurecht doch ich hatte das Gefühl, völ­lig die Kon­trolle ver­loren zu haben. Ich muss dazu sagen, dass Queen sich gern mal wie ein Pferd auf­führt, wen sie aufgeregt ist. Am See zieht sie zum Wasser und hat ein Tempo drauf, bei dem man neben­her Joggen kön­nte. Wenn Hunde immer und jed­erzeit ruhig an der Leine laufen vielle­icht, aber wenn die Hunde zwis­chen­durch mal Pfef­fer im Po haben, keine Chance.

Brustgeschirre von Julius K9

Man sieht sie über­all und an jeder Rasse. Muss also ganz gut sein oder? Ich jeden­falls hab mich in einem Tier­markt beraten lassen, als Queen ger­ade aus­gewach­sen war. Natür­lich wurde mir der K9 — Klas­siker emp­fohlen. Alles klar. Niedliche But­tons dazu und ab ging es. Schnell fiel mir Gott sei Dank auf, dass die Geschirre die Bewe­gung der Schul­ter völ­lig ein­schränken und eigentlich bei keinem Hund richtig sitzen. Ab in die Tonne mit den Teilen, damit tut man keinem Hund einen Gefallen.

Meine Wunschliste

Wer hat sie nicht? Wün­sch für die Hunde 🙂

Ganz oben auf meiner Wun­schliste ste­hen Geschirre im Part­ner­look von Annyx. Gern in Pink 🙂 Jeder Hund sollte ein gut sitzen­des Geschirr besitzen und da es mein geliebtes Niggeloh nicht in Püp­pis Größe gibt, müssen auf Dauer zwei von Annyx hier einziehen 🙂

Ich liebe die Marken von Petfindu und hätte gerne die im Okto­ber­fest­stil <3

Unglaug­blich gern hätte ich einen Dör­rauto­maten. Dann kön­nte ich Queens Lieblingsleck­erlis selbst machen: Süßkartof­fel mit Häh­nchen­brust umwickelt 🙂

Und wenn ich mal reich bin 😀 😀 😀 dann gibt es ein Unter­wasser­lauf­band für Queen. Kostet ja fast nichts. Kann man also mache 😀 Man darf schließlich Wün­sche haben 😉

Was sind eure Lieblingsprodukte für eure Vierbeiner? Habt ihr auch Fehlkäuft getätigt und was für Produkte stehen auf eurer Wunschliste?

 

*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 

Körbchengeflüster — der Mensch hinter dem Blog — Heute: mit mir :)

Heute habe ich den vor­erst let­zten Artikel der Blo­greihe für euch und irgend­wie fühlt es sich komisch an 🙂 Heute bin ich an der Reihe, denn ich habe alle Blog­ger, die mir auch schon Rede und Antwort standen, gefragt, ob sie Lust haben sich eben­falls ein paar Fra­gen an mich zu über­legen. Und da die Blo­greihe nun eine kleine Pause ein­le­gen wird, möchte ich mich vorher noch den Fra­gen meiner lieben Kol­legin­nen stellen 🙂

Püppi ist ein Shi Tzu Mix, während Queen von einem Züchter stammt. Wie denkst du über Designer Dogs und den daraus resul­tieren­den Streit zwis­chen Mis­chlingslieb­habern und Rassehundfreunden?

Designer Dogs hat es immer schon gegeben und wird es auch immer geben. Lassie hat als Col­lie den Anfang gemacht, der “Cesar — Hund” fol­gte sowie zahlre­iche andere Mod­e­hunde wie der Mops oder die franzö­sis­che Bull­dogge. Und nun sieht man über­all Men­schen mit einem Aus­tralien Shep­erd. Ich sehe diese Entwick­lun­gen sehr kri­tisch. Zum einen holt sich jeder Hans und Franz einen Mod­e­hund ins Haus ohne darüber nachzu­denken, was dieser Hund für Bedürfnisse hat und ob dieser Hund zu meinem Leben passt. Natür­lich gibt es immer wieder Lieb­haber einer bes­timmten Rasse. So liebe ich den Schäfer­hund und obwohl ich weiß, wie krank gezüchtet diese Rasse mit­tler­weile ist, habe auch ich einen Schäfi in mein Leben geholt. Aber nicht, weil ich Fan von Kom­mis­sar Rex bin, son­dern weil mich diese Rasse fasziniert. Weil der Charak­ter eines Schäfer­hun­des zu mir passt und ich die Möglichkeit habe, dieser Rasse gerecht zu werden.

Men­schen holen sich einen Mod­e­hund an ihre Seite, weil es schick ist und weil man das halt ein­fach so macht, wenn man up to date sein möchte. Die Nach­frage bed­ingt das Ange­bot. Es wird immer schw­erer einen ser­iösen Züchter zu finden. Viele Men­schen wit­tern das schnelle Geld und ver­mehren, was ver­mehrt wer­den kann. Und warum nicht kleine eine Miniver­sion von der Rasse? Oder ver­paaren wir ein­fach zwei beliebte Rassen? Mops und franzö­sis­che Bull­dogge? Kein Problem.

Ich halte nichts davon, Hunde zu ver­mehren. Ich finde es wichtig, dass die Rassen durch ver­ant­wor­tungs­be­wusste Zucht gesund erhal­ten bleiben. Doch man muss ver­ant­wor­tungsvolle Zucht klar von Ver­mehrung trennen.

Und dann gibt es ja noch die “für mich kommt nur ein Rasse­hund in Betra­cht” Frak­tion. Das sind die Schlimm­sten. Wer so denkt, der liebt nicht den Hund an sich, son­dern benutzt diesen als Sta­tussym­bol. Furchtbar.

Queen ist bei mir, weil ich eine Lei­den­schaft für Schäfer­hunde habe und Püppi wurde nach ihren Charak­terzü­gen aus­ge­sucht. Ich habe mich bei Püppi ganz bewusst für einen Mis­chling entschieden.

Mit Püppi und Queen machst du sehr viel Sport und pro­bierst gerne Neues aus. Queen darf durch ihre ED zum Beispiel keinen Turnier­hun­de­sport oder Agility machen. Wie find­est du es, wenn ein Hund im Turnier­sport nicht „funk­tion­iert“ und das „Sport­gerät“ aus­ge­tauscht wird?

Ich weiß nicht, wie das bei anderen Rassen aussieht. Ich weiß nur, wie das bei Schäfer­hun­den ist. Ist der Hund nicht als Sport­gerät zu gebrauchen, wird er meist eingeschläfert. Egal, wie es dem Hund geht oder wie gut er mit was auch immer er hat zurecht kommt. Der Hund ist lediglich ein Fresser in der Zwinger­an­lage und nichts wert.

Ich finde das furcht­bar. Aber das Schlimme beginnt nicht erst da, wo der nicht funk­tion­ierende Hund aus­ge­tauscht wird. Son­dern das Übel beginnt schon an der Stelle, an der der Men­sch den Hund als Investi­tion oder als Sport­gerät betra­chtet. Wer sich über die Leis­tun­gen seines Hun­des definiert, hat defin­i­tiv ein großes Problem.

Ich finde es gut, wenn Hunde art­gerecht beschäftigt wer­den und ich finde es auch ok, wenn man das ganze auf Tunieren ausleben möchte. Aber nur, wenn der Hund daran Spaß hat und nicht, wenn der Men­sch seine Bedürfnisse an die erste Stelle stellt.

Es ist ja auch nicht so, dass Queen gar nichts machen würde. Sie macht eben andere Dinge wie Mantrail­ing, Fährte­nar­beit und ganz all­ge­mein Nasen– und Kop­far­beit. Unab­hängig von ihrer ED würde ich niemals mit einem Schäfer­hund Agility machen. Dafür ist er ein­fach anatomisch nicht aus­gelegt und geeignet. Und IPO wäre auch nichts für mich. Also so oder so. Egal, ob ED oder nicht. Bei uns würde der All­tag für Queen ohne ED genauso ausse­hen. Auch von ihrem Wesen her passen eher ruhigere Sportarten zu ihr. Sie ist sehr wild, steigert sich schnell in alles hinein. Sie macht selbst aus einer ruhi­gen Fährte einen Marathon.

Queen und Püppi wer­den gebarft. Sie haben aber auch schon Trock­en­fut­ter oder Nassfutter
bekom­men. Shiva wurde lange Zeit gebarft, aber derzeit bekommt die Nass­fut­ter. Was hältst
du von dem „Glauben­skrieg“ der ver­schiede­nen Fütterer?

Püppi wird nicht gebarft, weil sie es schlicht nicht frisst. Sie mag es ein­fach nicht und frisst nur, wenn es gar nicht anders geht. Dann hungert sie wieder zwei Tage und frisst dann ein wenig um dann wieder einige Tage zu hungern. Das hat uns im All­tag der­art eingeschränkt, dass ich bei Püppi aufgegeben habe. Sie frisst Dosen­fut­ter von Hirten­gold oder Hardys Traum.

Ich per­sön­lich lege viel Wert auf hochw­er­tiges, gesun­des und natür­liches Fut­ter. Ich kann ganz ehrlich nicht ver­ste­hen, wie man dem Hund einen Sack Trock­en­fut­ter aus dem Dis­counter geben kann. Finde ich unver­ant­wortlich diesen Mist in den Napf zu legen. Ich kann es ver­ste­hen, wenn man einen Hund nicht barft, keine Frage. Doch egal, was im Napf lan­det. Man sollte schon auf die Inhaltsstoffe achten.

Was den “Glauben­skrieg” bet­rifft so denke ich “man kann es auch übertreiben”. Ich per­sön­lich halte mich da völ­lig raus. Ich bin auch kein Mit­glied in irgendwelchen Barf — Face­book­grup­pen oder ver­folge Foren mit diesen The­men. Ich habe zwei Wochen investiert und alles gele­sen, was mir in die Fin­ger kam. Daraufhin habe ich einen Barf­plan erstellt und weiß nun, dass ich es richtig mache. Ich will mich von all den ver­schiede­nen Rich­tun­gen nicht anstecken lassen.

Du gehörst zu den Blog­gern, die öfter ihre Mei­n­ung sagen. Bereust du das manchmal?

Nein. Ich habe nie bereut, meine Mei­n­ung zu sagen. Das ist mein Blog und wer den Blog oder mich nicht mag, der findet sicher einen anderen Blog, dem er fol­gen kann. Ich will mich nicht ver­stellen und ich bin auch abseits von Tas­tatur und Lap­top ein ehrlicher Mensch.

Natür­lich hat das auch immer seine Schat­ten­seiten. Wer ehrlich über ein vielle­icht sogar kri­tis­ches Thema wie Cesar Mil­lan, Kas­tra­tion, Tier­schutz usw. spricht, der eckt nun mal an. Und natür­lich sitzen auch Leute vor dem Lap­top, die das anders sehen als ich. Dann gibt es diejeni­gen, die das sach­lich äußern kön­nen und mit denen ein net­ter Aus­tausch ver­schiedener Sichtweisen stat­tfinden kann. Und das gibt es diejeni­gen, die gle­ich per­sön­lich wer­den und denken, sie kön­nen sich hin­ter ihrer Tas­tatur ver­stecken und mal so richtig Dampf ablassen. Solche Leute sind natür­lich anstren­gend und auf Hater hat man nie Lust.

Das ist der Preis, den man für Ehrlichkeit zahlen muss. Aber das ist auch im wirk­lichen Leben so. Wer ehrlich ist, eckt halt bei den­jeni­gen an, die mit Ehrlichkeit nichts anfan­gen kön­nen. Das ist ok so. Den Preis zahle ich gerne.

Welcher Artikel deiner ganzen Blog­ger­lauf­bahn ist dir am wichtig­sten und warum?

Ich habe zweimal ganz per­sön­lich über die Beziehung zu Queen und Püppi geschrieben. Erst in “Queen — mein See­len­hund” und dann noch ein­mal in “Wenn der erste Hund ein See­len­hund ist”. Diese bei­den Artikel sind mir beson­ders wichtig. Manch­mal fange ich ein­fach an zu schreiben und weiß gar nicht, wo die Reise mit dem Artikel hingeht. Genauso sind diese Artikel ent­standen. Man fängt an und ist plöt­zlich in einer Welt, in der die Worte ein­fach so über die Fin­ger kom­men und man nicht erst nach­denkt, was man da eigentlich schreibt. Genauso ging es mir bei bei­den Artikeln. Ich habe vor meinem Lap­top gesessen und Rotz und Wasser geheult, als ich die Zeilen geschrieben habe.

Ich denke, dass solche Blog­posts etwas ganz beson­deres sind.

Kön­ntest du dir vorstellen ganz ohne Inter­net zu leben? Was würdest du dann wohl die ganze Zeit tun?

Eigentlich nicht. Wenn ich kein Inter­net hätte, dann kön­nte ich diesen Blog nicht führen und würde meinen Shop an den Nagel hän­gen müssen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich lebe ja quasi davon 🙂

Aber es gibt auch Tage, an denen ich mein Handy laut­los stelle. Und in let­zter Zeit passiert das immer häu­figer. Mein Handy liegt auch mal auf dem Sofa und nicht immer direkt neben mir. Ich kann nicht jed­erzeit auf Nachrichten antworten. Das würde mich in den Wahnsinn treiben. Es gibt Tage, an denen ist das alles zu viel. Ich ver­suche im All­tag auch mal zwis­chen­durch fünfe ger­ade sein zu lassen und beant­worte die Nachrichten alle zusam­men in der Mit­tagszeit und dann wieder erst am späten Nach­mit­tag. Klar müssen Kun­den auch mal zwei bis drei Stun­den auf eine Antwort warten, aber anders ist das nicht regelbar.

Liebe Sab­rina, zum Thema Klam­ot­ten: Als Hun­de­men­sch macht man sich ja häu­figer auch mal dreckig.. Hast du extra Klei­dung dafür, die vor allem prak­tisch und bequem ist? Und unter­schei­det die sich stilmäßig von deiner „nor­malen“ Klei­dung? Oder bist du eher der Mei­n­ung, dass man ja alles waschen kann und gehst auch mit eher schicken Sachen in den Wald spazieren?

Die schicken Sachen sind nach und nach in der einen Hälfte des Klei­der­schranks ver­schwun­den und mit­tler­weile bes­timmt einges­taubt. Die nor­male All­t­agsklei­dung macht bei mir den Löwenan­teil aus. Ich kleide mich generell eher sportlich oder wie Guido Maria Kretschmer sagen würde “Casual”. Was dreckig wird, wird eben gewaschen. Ich trage im All­tag viel Jeans, da geht sowieso alles raus. Ein bequemes Shirt drüber und los gehts. Ich bin da eher unkom­pliziert und prak­tisch ver­an­lagt. Worin ich mich nicht wohl fühle, das trage ich nicht. Ich laufe ungern auf hohen Schuhen, sodass man mich quasi nur in Sneak­ers sieht.

Bevor Queen zu mir gekom­men ist, lief ich grund­sät­zlich schon etwas schicker rum, trug auch gele­gentlich Schmuck. Ich bin den ganzen Tag über mit den Hun­den zusam­men und wir sind viel draußen. Ich würde irre, wenn ich mich für jede Runde umziehen müsste. Daher trage ich haupt­säch­lich Sachen, die bequem sind und die man leicht waschen kann. Mein Schmuck beschränkt sich auf eine kleine Kette. Alles andere stört mich im All­tag meist.

Und ich liebe ja die Fotos von dem ganzen Spielzeug deiner Mädels! Wie viel haben die eigentlich? Machen die auch mal was kaputt, so dass du Dinge ersetzt oder bunkert ihr für schlechte Zeiten *zwinker* ?

Oh ja das ist ger­ade ein riesen Thema bei uns. Die bei­den haben ja neue Kör­bchen bekom­men und damit unser Wohnz­im­mer auch wieder nach Wohnz­im­mer und nicht nach einem Spiel­paradies für Hunde aussieht, habe ich mich entschlossen, die lieb­sten Spiel­sachen in einem kleinen Korb im Wohnz­im­mer zu lassen und den Rest auszusortieren.

Ins­ge­samt kom­men wir locker auf 300 Spiel­sache. Ich habe vor mehr als einem Jahr mal gezählt und kam auf 287. Die 300-Marke haben wir locker gek­nackt. Ich muss dazu sagen, dass wir auch sehr viel geschenkt bekom­men und ich mit­tler­weile gar kein Spielzeug mehr kaufe.

Kaputt gegan­gen ist hier noch nie etwas. Vielle­icht mal ein kleines Loch in einem Plüschspielzeug, aber das habe ich wieder genäht und fer­tig. In den näch­sten Tagen werde ich die riesen Kisten aus­sortieren und schauen, was ich noch ver­schenken, verkaufen oder spenden kann.

Du hast ja mit Queen und Püppi zwei Hunde, die auf mich total unter­schiedlich wirken. Gibt es für dich wiederum einen Unter­schied in der Aufmerk­samkeit und der Liebe für deine Hunde? Oder ist für dich alles gle­ich und gerecht verteilt?

Ich glaube, dass die Aufmerk­samkeit hier sehr gut verteilt ist. Generell drän­gelt sich Püppi gern in den Mit­telpunkt und ist auch sehr anhänglich, aber ich beschäftige mich in der Regel mit bei­den zusam­men. Außer Püppi geht zum Agility. Zum Dog­Dance geht Queen mit und in Püp­pis Pausen beschäftige ich mich mit ihr. Queen ist ein Hund, der gern auch mal seine Ruhe hat und gern allein in ihrem Korb schläft. Püppi hinge­gen ist da schon etwas kuschelbedürftiger und schläft auch gern bei uns im Bett.

Aber generell gehen wir zusam­men raus, machen zusam­men Nasen– und Kop­far­beit und spie­len auch zusam­men. Gekuschelt wir auch gemein­sam. Püppi ver­folgt mich zwar oft in der Woh­nung, was Queen gar nicht macht, aber das ignoriere ich in der Regel, weil ich ihr das gern abgewöh­nen möchte.

Obwohl beide wirk­lich sehr ver­schieden sind, bekom­men sie die gle­iche Aufmerk­samkeit und wie ich finde auch die gle­iche Liebe. Queen ist eher ver­hal­ten, was das Verteilen von Liebe bet­rifft. Püppi zeigt einem in jeder Sekunde, wie sehr sie einen liebt. Aber ich glaube, dass alles was von mir aus­geht, ziem­lich gerecht verteilt ist. Und das völ­lig unbe­wusst, weil ich mich gern mit bei­den beschäftige und weil ich beide gle­ich liebe.

Queen ist mein See­len­hund, mein ein und alles. Püppi ist wie ich als ich noch klein war. Irgend­wie passt die Kom­bi­na­tion von uns dreien sehr gut zueian­nder glaube ich 🙂

Ich bin der fes­ten Überzeu­gung, dass wir alle die Hunde bekom­men, die wir ger­ade zu dem Moment brauchen und die uns im Leben weit­er­brin­gen. Bist du zum einen auch dieser Mei­n­ung? Und wenn ja, welche Dinge hast du durch deine Hunde gel­ernt? Was spiegeln sie für dich und was habt ihr gemeinsam?

Ja auf jeden Fall. Queen hat mir gezeigt, was wirk­lich wichtig ist. Dass das Glück nicht in der Zukunft, son­dern im Hier und Jetzt liegt. Queen hat mir gezeigt, wie wertvoll Kleinigkeiten sind. Früher hat mich der Kauf einer neuen Hand­tasche glück­lich gemacht. Heute sitze ich mit meinen Hun­den am See und kön­nte nicht glück­licher sein. Sie hat mich geerdet und mir gezeigt, worauf es ankommt.

Püppi hat mir gezeigt, dass mein Leben nicht nur aus Sor­gen um Queen besteht. Sie hat mir gezeigt, dass man das Leben genießen sollte, genauso wie es ist. Püppi strahlt einen in jeder Sekunde an. Sie ist immer happy und steckt alles weg. Mit Püppi hat man das Gefühl, dass man jedes Prob­lem meis­tern kann. Und vor allem, dass das Leben nicht nur aus Sor­gen besteht.

Wovor fürcht­est du dich und was sind deine größten Sorgen?

Ich habe Angst, dass meinen Hun­den etwas zus­toßen kön­nte. Dass sie erkranken kön­nten und wir vor einem gesund­heitlichen Prob­lem ste­hen, welches wir nicht meis­tern kön­nen. Aber genauso habe ich Angst, dass meinen Lieb­sten etwas passieren kön­nte. Im ver­gan­genen Jahr ist meine Oma ver­stor­ben. Nicht plöt­zlich, weil sie krank gewe­sen ist, aber den­noch reißt es einem den Boden unter den Füßen weg. Ich habe lange gebraucht, um das zu ver­ste­hen. Habe es lange nicht wahrhaben wollen und lange gedacht, dass sie in ihrem Ses­sel sitzen würde, wenn ich jetzt zu ihr fahren würde. Ich bin immer noch dabei, es zu ver­ar­beiten. Das war das erste Mal, dass ich den Ver­lust eines Men­schen so bewusst erlebt habe. Daher weiß ich nicht, ob man das je ver­ar­beiten wird.

Ich habe Angst vor Ver­lus­ten, Angst vor Verän­derun­gen und ich mache mir Sor­gen, dass in meinem Leben etwas passieren kön­nte, dass ich nicht meis­tern kann.

Bist du zufrieden mit deinem Leben so wie es aktuell ist oder gibt es etwas, was du rück­blick­end anders machen würdest?

Ja, das bin ich. Ich habe zwei tolle Hunde, einen lieben Fre­und, der mir in allem, was ich tue, den Rücken stärkt. Ich habe ganz liebe Eltern, die immer da sind und mich immer unter­stützen. Einen lieben Opa, der immer da ist und tolle Fre­unde. Ich habe einen Job, der mich glück­lich macht und kann sein, wer ich bin. Was will man mehr?

Ob ich rück­blick­end etwas anders machen würde? Ja wahrschein­lich schon. Ich denke nicht, dass ich mich noch ein­mal einem Juras­tudium stellen würde. Es ist cool, die bei­den Exa­men im Sack zu haben, aber noch ein­mal würde ich das nicht machen. Ich musste mich nicht dadurch quälen, ganz im Gegen­teil. Ich habe nur lei­der erst im Referan­dariat gemerkt, dass Jura nicht “das Ding” für mich ist. Keine Frage, es ist cool, Jurist zu sein. Es gibt mit Sicher­heit lang­weiligere Jobs, aber ich würde es halt schlicht nicht noch ein­mal machen.

Worauf bist du so richtig stolz?

Stolz ist ein starkes Wort. Stolz hat für mich immer etwas mit Leis­tung zu tun und darüber möchte ich mich nicht definieren. Ich bin kein leis­tung­sori­en­tierter Men­sch und ich beurteile nie­man­den danach, was er erre­icht hat.

Aber um doch etwas zu der Fra­gen sagen zu kön­nen, for­muliere ich es mal so. Ich bin stolz darauf, dass ich ziel­stre­big bin und mich nicht unterkriegen lasse. Bin stolz darauf, dass ich noch nie aufgegeben habe. Und ich bin stolz auf Queen und Püppi. Dass sie zwei ganz tolle Hunde sind wir eine ganz tolle Bindung zueinan­der haben.

Wo möcht­est du — sowohl mit deinem Blog als auch den Hun­den — in fünf und dann zehn Jahren sein?

Ob es diesen Blog in fünf Jahren noch gibt, weiß ich nicht. Solange ich Freude an dem Blog habe, schreibe ich weiter. Wird es irgend­wann zu einer Last, höre ich auf.

Ich selbst hoffe, dass ich in fünf Jahren immer noch meine bei­den Fell­nasen an meiner Seite habe. Ich hoffe, dass wir mit­tler­weile in einem Haus mit Garten leben und ich dort einen Verkauf­s­raum für Glück­shund eröff­nen kann 🙂 Sowieso träume ich von dem Gedanken, einen eige­nen Laden aufzu­machen. Vielle­icht bin ich dann ja sogar ver­heiratet 😀 Oder erwachsen? 😀

Was würde mich an dir überraschen?

Diese Frage stammt von Nicole und da sie mich wirk­lich sehr gut kennt, weiß ich nicht, ob ich sie noch mit irgen­det­was über­raschen kann 🙂

Ich glaube im Großen und Ganzen, dass ich schon genauso bin, wie man mich hier ken­nen lernt. Ich erzähle frei Schnauze, was ich denke und daher weiß ich nicht, ob tat­säch­lich jemand über­rascht wäre, wenn er mich tre­f­fen würde.

Aber um das mal ganz all­ge­mein zu formulieren:

Ich glaube, viele Men­schen wis­sen nicht, wie oft ich an sie denke. Wie dankbar ist für vieles bin und dass ich wirk­lich zu schätzen weiß, was man für mich getan hat und wie man mich unter­stützt. Ich glaube, dass ich oft sehr “locker” rüberkomme, das aber gar nicht bin. Ich bin glaube ich sen­si­bler, als man von mir denkt und ich denke mehr nach, als manch einer glauben würde.

Bist du abergläubisch? 

Ich lese weder mein Horoskop noch weiß ich, was für ein chi­ne­sis­ches Sternze­ichen ich habe. Ich weiß nicht, ob es schlecht ist, wenn eine schwarze Katze von links oder rechts die Straße über­quert. Ich habe keinen Glücks­bringer, den ich bei mir trage. Nein, ich glaube ich bin nicht aber­gläu­bisch. Eine liebe Fre­undin von mir ist sehr aber­gläu­bisch, kennt sich mit Sternze­ichen sehr gut aus und hat mir ein­mal erzählt, dass es etwas ganz bes­timmtes bedeutet, wann genau man geboren ist. Es gibt auch Seiten im Inter­net, auf denen man Geburts­da­tum und –Zeit eingeben kann und dann findet man einen lan­gen Text, der etwas über den­jeni­gen sagen soll.

Ich fand ihre Begeis­terung für dieses Thema faszinierend und wir haben lange darüber gesprochen. Da mag auch etwas dran sein und man kann auch sicher bes­timmten Sternze­ichen bes­timmte Eigen­schaften zuord­nen. Aber ich habe mich noch nie aus Eigenini­tia­tive damit auseinandergesetzt.

Welche Erfahrung hat dein Leben verändert?

Den größten Ein­fluss auf mein Leben hatte wohl die Zeit in der Tanzschule. Als kleines Pum­melchen habe ich ange­fan­gen. Wurde ganz hin­ten in die let­zten Reihe gestellt. Von dort aus habe ich mich in die erste Reihe getanzt. Mehr als zehn Jahre war ich in der Tanzschule und hatte rück­blick­end eine tolle Zeit.

Aufge­hört habe ich kurz vor dem Abitur als Vizewelt­meis­terin im Street Dance / HipHop. Dieser Titel war für mich und meine Gruppe eine tolle Erfahrung und ich glaube es war richtig, an dieser Stelle aufzuhören.

Die Zeit dort hat mir gezeigt, dass man alles schaf­fen kann, wenn man die richtige Mis­chung aus Wil­len­skraft und Diszi­plin mit­bringt. Man kann es packen, wenn man es will und hart genug dafür arbeitet.

Wenn ich in deinen Kühlschrank schauen würde: Was wäre dort wirk­lich immer drin?

Wirk­lich immer im Kühlschrank befinden sich neben den typ­is­chen Sachen wie Milch, Marme­lade und Käse in jedem Fall Almighurts. Ich bin völ­lig süchtig nach diesen Dingern und die gesamte Kühlschrank­tür ist voll mit den kleinen Töpfen 🙂 Außer­dem liegt immer Leber­wurst im Kühlschrank für Queen und Püppi.

Vie­len Dank meine Lieben für diese tollen Fra­gen. Ich danke euch auch, dass ihr Teil dieser Blo­greihe gewe­sen seid. Jetzt macht “Kör­bchenge­flüster” erst ein­mal eine kleine Pause, doch ich habe schon den ein oder anderen im Kopf, den ich auch gern noch mit meinen Fra­gen löch­ern würde 🙂 

Über den ungeliebten Konkurrenzkampf

Ich hasse Konkur­ren­zkampf. Ganz ehrlich. Ich habe noch nie jeman­den als Konkur­renz ange­se­hen. Weder in der Schule noch auf Wet­tkämpfen in der Tanzschule. Und auch jetzt als Blog­gerin sehe ich nie­man­den als Konkur­renz an.

Warum auch?

Wir sind alle so unter­schiedlich. Wir haben nicht nur unter­schiedliche Hunde, son­dern auch völ­lig unter­schiedliche The­men. Während der eine gerne backt und für seine Hunde kocht, schreibt der näch­ste gern über Hun­de­sport, gibt Erziehungstips oder schreibt eher im Bere­ich Gesundheit.

Als ich ange­fan­gen habe zu bloggen, wusste ich noch nicht wo der Weg hin­führen würde. Die Zahl der Hun­de­blog­ger war deut­lich über­schaubarer. Dadurch kam der Gedanke, möglichst viele Blogs zu lesen, sich möglichst viel zu ver­net­zen. Es gab eine kleine aber feine Face­book­gruppe, in die alle Hun­de­blog­ger unter sich ihre neuen Artikel hochlu­den. Man ver­passte nichts.

Heute ist das anders. Die Blogs sprießen aus dem Boden wie Unkraut. Ja ich habe das fiese Wort benutzt. Ich kann nicht allen fol­gen und will ich auch gar nicht. Einige Blogs sind inter­es­sant, viele hil­fre­ich und einige auch amüsant. Andere eben nicht.

Mit­tler­weile folge ich nur noch weni­gen Blogs, weil ich schlicht den Überblick ver­loren habe und weil einige Blogs mich auch nicht interessieren.

Doch ich bin mir sicher:

Wir alle haben unseren Platz. Wir alle haben eine kleinen Platz, in den wir passen. Ich für meinen Teil habe mit dem Tier­recht einen Platz gefun­den. Manch einer hat sich auch in diesem Bere­ich ver­sucht, aber man sollte schon Jurist sein, um bei diesem Thema aus­sagekräftige Texte schreiben zu kön­nen. Ich würde ja auch keine Texte über Ernährung oder Tier­medi­zin schreiben.

Ich schreibe eben­falls über unseren All­tag, erzähle vom Hun­de­sport oder stelle neue Pro­dukte vor. Auf meine eigene Weise und in meinem eige­nen Stil. Blogs sind wie Bücher. Entweder man mag den Stil oder man mag ihn eben nicht. Durch den eige­nen Schreib­stil und die ver­schiede­nen The­men ist jeder Blog einzigartig.

Konkur­ren­z­denken ist hier völ­lig deplatziert.

Doch auch wenn man denkt, dass man sich aus dem Konkur­ren­zkampf raushal­ten kön­nte, so holt er einen doch immer wieder ein.

Bei Glück­shund ist es ger­ade soweit.

Ich per­sön­lich habe für mich schon vor langer Zeit beschlossen, nicht nach rechts oder links zu blicken.

Ich folge keinen anderen Shop, die ähn­liche Artikel anbi­eten. Dies ist eine ganz bewusste Entschei­dung. Ich möchte mich abgren­zen, mich nicht inspiri­eren lassen und mich nur auf meine Arbeit konzentrieren.

Die meis­ten Pro­dukte sind in Zusam­me­nar­beit mit meinen Kun­den ent­standen. Das Schnüf­felmem­ory und die Jack­en­taschen­beu­tel waren Kun­denideen. Die Out­do­ordecke ist auf meinen Mist gewach­sen und die Gas­si­tasche ent­stand nach einer Umfrage und eini­gen geziel­ten Kundenbefragungen.

Ich für meinen Teil kann sagen: ich bin mit mir im Reinen. Ich habe nie­man­dem etwas  nachgemacht oder mich inspiri­eren lassen. Klar gibt es über­all Fut­ter­beu­tel mit Kun­stleder­bo­den und jede fün­fte Tasche bei Insta­gram sieht meiner Gas­si­tasche ähn­lich. Das liegt aber zum Einen daran, dass die Kun­den sich die Pro­dukte so gewün­scht haben und zweit­ens habe ich die Pro­dukte auf meine Weise verfeinert.

Ich benutze zum Beispiel fast über­all ganz bes­timmte beschichtete Baum­wolle, die kein anderer hat, weil es die in ganz Deutsch­land eben nur in einem einzi­gen Laden in dieser Qual­ität gibt. Das macht das ein oder andere Pro­dukt vielle­icht ein paar Euro teurer, aber einzi­gar­tig. Und ich bin mir sicher, dass sich Qual­ität auszahlt und am Mate­r­ial zu sparen kommt für mich nicht in Frage.

Doch immer häu­figer werde ich von Kun­den darauf ange­sprochen, dass bes­timmte Shops meine Artikel nach­machen wür­den. Das ist schade und macht mich wütend. Erst heute ist es wieder dazu gekommen.

Mit­tler­weile geht es immer weiter. Viele kleinere Shops ver­suchen sich gegen­seitig zu unter­stützen, doch der Konkur­ren­zkampf wird immer schlim­mer. Mit dem ein oder anderen wird plöt­zlich nicht mehr zusam­mengear­beitet, weil der Shop einem bes­timmten anderen auf Face­book oder Insta­gram folgt. Das ist kindisch, bescheuert und armseelig.

Ich will mit all dem nichts zu tun haben. Ich will mich daraus halten.

Doch das fällt mir zunehmend schw­erer, denn auch ich bin Teil dieses Konkur­ren­zkampfes. Bes­timmten Shops, die mir fol­gen, wurde eine Zusam­me­nar­beit ver­weigert, eben weil sie mir fol­gen. Was soll das? Ich habe nie jeman­dem geschadet, immer mein eigenes Ding gemacht.

Ich hoffe, dass dieser Artikel von den richti­gen Per­so­nen gele­sen wird, daher möchte ich das Ende nutzen, um etwas ein für alle Mal deut­lich zu machen:

Ich konzen­triere mich nur auf meinen Shop. Alle meine Artikel stam­men entweder aus meiner Feder oder sind Wün­sche oder Ideen meiner Kun­den gewe­sen. Wer meiner Seite folgt weiß, wie oft ich Umfra­gen mache und einige Kun­den wur­den von mir schon ganz gezielt nach ihrer Mei­n­ung und nach ihren Vorstel­lun­gen befragt.

Wenn ihr meint mir etwas nach­machen zu müssen, dann nur zu. Was Glück­shund aus­macht, das macht eben nur Glück­shund aus. Konzen­tri­ert euch auf euer Ding und findet einen eige­nen Weg.

Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hin­ter­lässt keine eige­nen Fußspuren.

Von Gassitaschen und Sommerdecken

In den let­zten Wochen war es ganz schön ruhig hier auf dem Blog. Das liegt nicht daran, dass wir uns in die Som­mer­pause ver­ab­schiedet haben, denn eine solche woll­ten wir gar nicht machen. Irgend­wie ist nur aktuell ganz schön viel los 🙂 An dieser Stelle auch noch ein­mal ein “Dan­keeeee” an alle, die bisher beim Kör­bchenge­flüster mit­gemacht haben, denn ohne euch wäre es hier noch ruhiger als es ohne­hin schon ist.

Heute möchte ich die Zeit nutzen und euch erzählen, was bei uns momen­tan so los ist.

Um das Wichtig­ste vor­weg zu nehmen:

Den Wuf­fels geht es super.

Queen ist richtig fit und happy. Ich habe das Gefühl sie wird immer wilder. Andere wer­den im Alter ruhiger, aber Queen wird immer verrückter 🙂

Püppi ist zur Zeit läu­fig, aber sie kommt damit gut zurecht und sie ist sehr sauber. Man merkt es eigentlich gar nicht. Lei­der ist in den let­zten zwei bis drei Wochen beim Dog­Dance ein kleiner Still­stand einge­treten, da Püppi sehr schlecht gefressen hat und sich mit den Leck­erlis beim Trick­sen den Bauch voll geschla­gen hat. Der Napf bliebt unberührt und so habe ich ver­sucht, alles andere zu reduzieren. Lei­der gehörten auch die Leck­erlis für die Tricks dazu. Trotz dass wir schon die kleinen aus der Back­matte nehmen, ist sie nach zehn Minuten üben quasi satt 😀 Das ist der Nachteil bei kleinen Hunden.

Püppi hat die Umstel­lung auf Barf nicht gut mit­gemacht. Sie mochte es schlicht nicht fressen. Leicht anzubraten ging vielle­icht für einen Tag gut. Dann war auch das nicht mehr gewollt. Das war wirk­lich eine blöde Zeit, denn wir mussten kom­plett auf Leck­ereien zwis­chen­durch verzichten. Queen dem­nach ja auch. Ich kann ja schlecht ihr etwas geben und Püppi nicht. Zudem fiel — wie schon erwähnt — das Trick­sen weg und lei­der dann auch noch die Such­spiele unter­wegs. Let­z­tendlich waren wir so weit, dass Püppi unter­wegs zum Teil an die Leine musste, weil sie ver­sucht hat ihren Hunger mit Hasenköt­teln zu stillen.

Die wird schon irgend­wann fressen” hat uns lei­der so sehr eingeschränkt, dass ich nach zwei Wochen aufgegeben hat. Püppi wird nun ihr heiß geliebtes Hirten­gold bekom­men und Queen wird gebarft. Queen hatte sich nach weni­gen Tagen sehr gut dran gewöhnt und macht ihren Napf täglich leer. Sogar Fisch wird mit­tler­weile gefressen, voraus­ge­setzt er wird mit anderem Fleisch gemis­cht, aber das ist ja kein Problem.

Ich hoffe, dass nun wieder Nor­mal­ität im Schä­fi­haus einkehrt.

Anson­sten nimmt der Shop zur Zeit den Löwenan­teil meiner Zeit in Anspruch.

Hier gibt es gle­ich zwei neue Pro­dukte, die man sich auch nach eige­nen Wün­schen zusam­men­stellen kann. Ich finde es immer super, Kun­den­wün­sche umset­zen zu kön­nen, doch natür­lich nimmt das auch mehr Zeit in Anspruch als wenn es nur die fer­ti­gen Mod­elle geben würde. Und wo wir schon beim Thema sind, stelle ich euch diese bei­den ein­fach mal vor.

Zum einen gibt es neben den bekan­nten Kuscheldecken nun auch Som­merdecken im Shop. Diese wer­den haupt­säch­lich im Patch­work­stil genäht und sind — wie ich finde — ein­fach traumhaft schön. Die Rück­seite besteht aus hochw­er­tigem Polarfleece. Dieser macht die Decke schön kuschelig.

Zum anderen gibt es endlich eine super Gassitasche.

Die Gas­si­tasche ist der per­fekte Begleiter für tolle Gas­sirun­den. Die kleine Tasche bietet mit ihren 22 x 25 cm aus­re­ichend Platz für alles Notwendige, ist schön leicht und nicht zu groß. Die Tasche wird mit einem Kun­stleder­bo­den abge­setzt und mit einem Magen­t­knopf ver­schlossen. Im Inneren befindet sich beschichtete Baum­wolle, sodass auch Leck­erlis oder benutztes Spielzeug trans­portiert wer­den kön­nen. Die beschichtete Baum­wolle kann ganz ein­fach abge­waschen wer­den und ist so immer sauber. Im Inneren befinden sich zwei kleine Taschen. Hier passt zum Beispiel euer Smart­phone rein oder eine Rolle Kotbeutel.
Die Tasche wird mit einer hüb­schen Baum­wol­lko­rdel verse­hen. Diese Kordel ist schön weich und schnei­det nicht ein.
Zudem ver­fügt die Tasche über eine kleine Lasche, an der ein Kara­bin­er­haken anbracht wird. Man kann die Tasche so an der Hose oder Jacke befes­tige, sodass sie nicht nach vorne schlägt, wenn man sich bückt. Zudem kann man dort einen Fut­ter­beu­tel oder Jack­en­taschen­beu­tel anbrin­gen. Dieser kann entweder vor der Tasche hän­gen oder in die Tasche gehangen werden.

Aktuell ist der Tasche immer schnell ausverkauft, weil ich haupt­säch­lich Kun­den­wün­sche erstelle und gar nicht dazu kom­men, den Shop aufzufüllen. Aber ein paar sind immer im Shop erhältlich.

Den Shop findet ihr übri­gens hier.

Und hier könnt ihr euch die Pro­dukte selbst zusammenstellen.

So nun wisst ihr, was wir so in den let­zten Wochen getrieben haben. Ich hoffe, nun wieder mehr Zeit für den Blog zu finden. Habt ihr The­men, die euch inter­essieren? Oder Fra­gen, wie wir euch beant­worten sollen? Dann immer ab in die Kom­mentare damit 🙂

Körbchengeflüster — der Mensch hinter dem Blog — heute: Les Wauz

Heute habe ich ein ganz tolles Inter­view für euch. Denn die liebe Rebecca vom großar­ti­gen Hun­de­blog Les Wauz stand mir Rede und Antwort. Rebecca und ich haben uns im ver­gan­genen Som­mer in Berlin ken­nen gel­ernt und ich kann euch sagen: Rebecca ist echt lustig 🙂 Ich habe mich wahnsin­nig gefreut, dass sie bei der Blo­greihe Kör­bchenge­flüster mit­gemacht hat.

Aber nun möchte ich euch das Inter­view nicht länger vorenthalten:

Wenn ich an deinen Blog denke, kom­men mir als erstes Artikel wie der große Test von Dör­rauto­maten oder der Test rund um die ver­schiede­nen Hun­de­bürsten in den Sinn. Nun wird es per­sön­lich. Ist das ein Prob­lem für dich?

Ganz im Gegen­teil, das ist für mich ein großes Kom­pli­ment! Denn dann ist ja bei dir hän­genge­blieben, dass du bei mir Infos und Tests zu wichti­gen Hun­de­the­men bekommst. Das ist doch super. 🙂
Genauso ist dann wohl bei dir angekom­men, dass ich nicht nur einzelne Pro­dukte aus­lobe, son­dern genauer hin­schaue und ver­suche, meine eigene Suche nach der „per­fek­ten“ Bürste, dem halt­baren Dör­rauto­maten (der erste ist mir ja schön weggeschmolzen 😛 ), dem ide­alen Fut­ter für Pixie etc. auf meinen Blog zu übertragen.

Deshalb kooperiere ich auch immer weniger mit Unternehmen, da ich eben nicht nur ein Pro­dukt testen und darüber schreiben möchte. Jeder Hund und Hun­debe­sitzer ist anders und hat unter­schiedliche Bedürfnisse.
Deshalb möchte ich immer eine Band­bre­ite von Pro­duk­ten anbi­eten, die Unter­schiede im Nutzen oder Preis zeigen aber den­noch gle­icht gut sind, damit jeder das Richtige für sich findet.

In den sel­tensten Fällen kann dies ein einzelnes Pro­dukt eines Koop­er­a­tionspart­ners vere­inen. Daher gehe ich – je länger ich den Blog führe – immer weniger Koop­er­a­tio­nen ein, da die meis­ten Fir­men ein Prob­lem damit haben, dass ich auch ihren Wet­tbe­werb abbilden möchte. Aber anson­sten nützt es dem Leser ja nichts, weil er keinen Ver­gle­ich hat.

War es schon immer dein Plan, dass dein Blog haupt­säch­lich als Rat­ge­ber aufge­sucht wird?

Ehrlich gesagt, hatte ich nie einen wirk­lichen Plan für meinen Blog. „Les Wauz“ wurde von mir ges­tartet, weil ich ein abso­lut blauäugiger Erst-Hundebesitzer war und von Hun­den null Ahnung hatte.
Gle­ichzeitig habe ich nir­gendwo wirk­lich hil­fre­iche Infos gefun­den. Deshalb habe ich auf Les Wauz eben meine Erken­nt­nisse und Recherchen in Artikeln gesammelt.

Es ist bis heute noch so: Wenn ich was Neues gel­ernt hab, wird es auf Les Wauz „ver­wurstet“. Unsere The­men hat dann wiederum das Zusam­men­leben mit Pixie vorgegeben.

Die Terrier-Madame wird zum Beispiel von uns (und auch meiner Tierärztin mit einem Augen­zwinkern) liebevoll als „Mon­tagshund“ beze­ich­net, da sie ständig irgendwelche Wehwechen hat. Und lei­der auch immer wieder Magen-Darm-Probleme. Daher hat Les Wauz einen Gesund­heitss­chw­er­punkt bekom­men. Das war null geplant, aber hat sich eben ein­fach ergeben. Wann immer Pixie etwas „Neues“ hatte, ich wieder zur Tierärztin gepil­gert bin, dieser ein Loch in den Bauch gefragt und dann Zuhause dazu recheriert habe, wurde daraus ein neuer Artikel.

Ein weit­erer Schw­er­punkt ist eben auch die Ernährung gewor­den, da Pixie unglaublich mäke­lig ist. Ich musste mich zwangsweise mit der Qual­ität der unter­schiedlichen Nassfutter-Marken beschäfti­gen, da ich her­aus­finden wollte, welches Fut­ter was enthält und wirk­lich gut für sie ist. Denn ich habe gehofft, dass ein besseres Fut­ter ihr vielle­icht auch besser schmeckt, was ganz gut funk­tion­iert hat.

Somit ist unsere Nis­che als Ratgeber-Blog ein­fach ganz natür­lich gewach­sen. Sowas kann man auch nicht wirk­lich pla­nen, glaube ich.
Und ich bin ganz ehrlich: Wann immer mir ein Leser schreibt, dass er durch unsere Artikel und Infos zum Beispiel das Fut­ter seines Hun­des umgestellt hat und dieser seit­dem ein glänzen­des Fell bekom­men hat, oder aktiver gewor­den ist, keinen Mundgeruch mehr hat und ein­fach wie aus­gewech­selt ist, grinse ich für den Rest des Tages wie blöd vor mich hin, weil es mich sooo glück­lich macht, dass ich etwas im Kleinen verän­dern konnte!

Der Gedanke, dass der „Kram“, den ich dig­i­tal fab­riziere, für einen Hund eine Verbesserung gebracht hat, ist für mich das Allerschönste.
Ich denke immer mal wieder ans Aufhören, weil Les Wauz so unglaublich viel Zeit ver­schlingt, mich echt Energie und automa­tisch auch Geld kostet. Aber das Feed­back meiner Leser ist für mich immer wieder der Motor den Blog weiterzuführen.
Ver­steh’ mich nicht falsch: Ich will mich hier jetzt über­haupt nicht beweihräuch­ern und feiern. Ich glaube, dass all wir Blog­ger eine eigene Funk­tion haben und Les Wauz hat eben seine als Rat­ge­ber gefunden.

Wie wichtig sind dir Begriffe wie Google-Ranking oder SEO?

Da ich ja — wie du und einige meiner Leser wis­sen — in der dig­i­talen Werbe-Branche arbeite und mich auch mit dem Thema „Con­tent Mar­ket­ing“ viel auseinan­der setze, wende ich natür­lich mein Job-Wissen auf „Les Wauz“ an. Und da gehören SEO und die Hin­ter­gründe von Google zum täglichen Brot.
Genauso wie du viele The­men auf deinem Blog aus rechtlicher Sicht betra­cht­est, kann ich auch diese „zusät­zliche Brille“ durch meinen Job-Hintergrund gar nicht ablegen.

Wenn ich schreibe, dann achte ich natür­lich aktiv auf ein paar Punkte, mit denen ich die Chance für den Artikel verbessere, dass er höher auf Google ger­ankt wird.
Aber es reicht eben nicht aus, dass ein Artikel „SEO-optimiert“ ist. Dann kön­nte das ja jeder! Die User müssen auch wirk­lich viel Zeit auf meinem Blog und meinen Artikeln ver­brin­gen, sich länger durch Artikel klicken und mit diesen beispiel­sweise durch Kom­mentare und Shares inter­agieren, damit der Artikel weiter oben bei der Google-Suche geführt wird. Google achtet mehr auf Qual­ität beim Con­tent, als auf faule SEO-Tricks denn je.

Mir ist es wichtig, dass die User meine Infos bei Google schnell und ein­fach finden, wenn sie sie brauchen. Ger­ade wenn der Hund krank ist, ist man ja für klare und umfassende Infos total dankbar! Und wenn du in Sorge um deinen Hund bist, hast du auch keinen wirk­lichen Bock drauf stun­den­lang Foren zu durch­forsten und dann doch keine wirk­liche Antwort zu bekommen.
Deshalb finde ich SEO und Google echt wichtig.
Wenn keiner meine Artikel findet, dann ste­hen sie ja ziem­lich sinn­los im Netz rum. 😉

Ist Pixie ein Wun­schhund? War alles geplant oder kam es eher spontan?

Solange ich denken kann, habe ich mir einen Hund gewün­scht. Aber es war in meiner Kind­heit nie möglich und hat sich danach auch nicht ergeben. Deshalb ist sie defin­i­tiv ein Wun­schhund, aber geplant war da gar nix.
Mein Fre­und und ich haben immer wieder über „unseren Hund“ gesprochen. Aber als ich an einem Freitag-Abend vor knapp sechs Jahren ein­fach mal „Jack Rus­sell Ter­rier“ und Ham­burg bei Google eingegeben habe, wollte ich ein­fach nur schauen, was es so in meiner Gegend zu dem Thema gab.
Doch als mich dann plöt­zlich Pixie anschaute, wusste ich, dass das da mein Hund ist. Ich war wie ver­hext! Und ja, ich habe sie über Ebay-Kleinanzeigen bekom­men, was ich bis heute gruselig finde. Doch sie musste ja irgend­wie zu mir finden. 😉
Sie war ja auch ein „Sec­ond Hand“-Hund und kein Welpe! Ich finde es schlimm, wie „Ver­mehrer“ (das sind ja keine Züchter!) auf Ebay-Kleinanzeigen unter meist schlim­men Umstän­den Welpen „verticken“. Das gehört echt ver­boten, dass dort mit den Hun­den wie mit einer Ware umge­gan­gen wird.

Der Hin­ter­grund bei Pixie war der, dass ihre Terrier-Mutter war ein Biest son­der­gle­ichen ist und sie Pixie seit ihrer ersten Läu­figkeit ständig gebis­sen hat (als ich sie bekam hatte sie zahlre­iche Wun­den am Hals) und sie aus dem Rudel vertreiben wollte.
Aber das ging eben nicht, wenn alle in einem Haushalt wohnen.
Es kommt wohl schon regelmäßig vor, dass die Müt­ter ihre Töchter wegekeln wollen, aber die Züchter haben sich dies lei­der viel zu lang angeschaut bis sie endlich einge­se­hen haben, dass sie ein neues Zuhause braucht.

Deshalb also die Pixie-Anzeige auf Ebay-Kleinanzeigen.
Und zum Thema „geplant“: Ich habe Pixie am Freitag-Abend ent­deckt, sie Mittwoch Abend besucht (sie saß die kom­plet­ten zwei Stun­den zit­ternd unter einem Couch-Tisch und sie tat mir so leid! Ich wusste, dass ich sie dort so schnell wie möglich raus­holen musste) und am Sam­stag Mit­tag darauf hatte ich plöt­zlich einen Hund. Hier erzähle ich auf Les Wauz die kom­plette Geschichte wie Pixie zu uns gekom­men ist, wer sie gerne lesen möchte. 🙂

Ein Leben ohne Hund? Wäre das für dich denkbar?

Nein, abso­lut nicht. Ich war schon viel zu lange „ohne Hund“. Ab jetzt wer­den mich defin­i­tiv immer min­destens einer wenn nicht vielle­icht sogar mehrere Hunde durch mein Leben begleiten.

Hast du eine Schwäche für Jack Rus­sell Terrier?

Abso­lut! Mein Fre­und lustiger­weise genauso. Da waren wir uns sofort einig. Ich finde es faszinierend wie eigensin­nig und toll bek­loppt diese Hunde sind. Sie sind so robust, unfass­bar wil­lensstark (Pixie testet immer noch häu­fig meinen Dick­kopf!), energiege­laden und über­schätzen sich durchge­hend in allem was sie tun und sind. Deine Püppi wirkt für mich da übri­gens ganz ähn­lich, auch wenn sie eine kom­plett andere Rasse ist. Deshalb finde ich Püppi aus der Ferne auch so toll!
Es ist bis heute so: Wann immer ich einen Jackie sehe, hüpft mein Herz.


Sicher­lich nicken sich Hun­debe­sitzer mit der­sel­ben Hun­derasse immer beson­ders fre­undlich zu. Weil man eben „etwas gemein­sam“ hat.
Wenn man sich jedoch unter Terrier-Besitzern trifft, kommt es mehr zu einem gemein­samen Augen­rollen, wenn man kurz über die Hunde spricht.
„Ist ihrer auch „so“?
„Ein Arschloch meinen Sie? Ja total!“
„Ter­rier kommt eben von Terror.“
„Hach ja, es sind ein­fach soooo tolle Hunde!“
„Ich bin auch immer noch so ver­liebt!“ und dann trennt man sich lächelnd.
Ich denke, dass man als Terrier-Besitzer ein biss­chen bek­loppt sein muss, um sich mit so einem Hund das Leben zu teilen. Wenn ich bespiel­sweise anderen Leuten erzähle, dass ich einen Jack-Russell-Terrier habe, kommt dann total oft als Antwort „Oh GOTT!“

Und häu­fig sagen mir Fre­unde auch, dass Pixie und ich so viel gemein­sam haben. Ich weiß dann immer nicht, ob das ein Kom­pli­ment oder eine Belei­di­gung ist, denn ich bin defin­i­tiv nicht so süß wie sie und habe keine braunen Mandelaugen. 😉

Aus deinem Blog wis­sen wir, dass Pixie ein ängstlicher Hund ist. Wie gehst du damit um?

Wie ich schon erzählt habe, hat Pixie ihre kom­plette „Prägezeit“ bei ihren Züchtern ver­bracht. Da diese jedoch planten mit ihr zu züchten, haben sie — warum auch immer — mit Pixie über­haupt kein Welpen­train­ing gemacht. Sie war stuben­rein, aber das war’s!
Sie kan­nte keine frem­den Hun­derassen ausser Ter­rier und Doggen. Alle anderen Hunde waren eine Bedro­hung. Män­ner haben ihr soviel Angst gemacht, dass sie teil­weise unter sich gepieselt hat. Sie hatte panis­che Angst vor Kindern, da es wohl mal Kinderbe­such gegeben hat, aber diese offen­sichtlich für Pix­ies Geschmack zu wild gewe­sen sein müssen. Und und und… die Liste ist unendlich!

Als ich ganz naiv gefragt habe, woran sie gewöhnt wurde und ob sie mal einen Aus­flug in eine Einkauf­s­pas­sage gemacht haben, in ein Café oder ob sie es kennt, dass ein paar mehr Men­schen um sie herum sind, bekam ich die Antwort „Ja, wir waren mit ihr beim Griechen!“ Mein dummes Gesicht kannst du dir vorstellen! Und dieser Hund musste nun mit mir in die Großs­tadt Ham­burg ziehen. Von heute auf mor­gen. Schockschwerenot!
Eins ist für mich aber schon immer klar gewe­sen: Ich bin mir abso­lut sicher, dass Pixie so oder so von Geburt an ein ängstlicher Hund war. Sie hat immer die Ten­denz das Schlimm­ste in einer Sit­u­a­tion zu sehen und nicht das Gute.
Alles Fremde bedeutete bei ihr immer erst­mal Angst bis sie vom Gegen­teil überzeugt wird.
Aber die Tat­sache, dass sie mit Nichts kon­fron­tiert wurde und bei ihr mit 10 Monaten die Prägephase kom­plett ungenutzt ver­strichen war, hat ihr den Ein­stieg bei mir natür­lich noch mehr erschwert.

Wir haben bei Null ange­fan­gen. Eigentlich eher bei Minus 10. Und die Angst saß noch oben drauf.
Meine erste Trainerin nan­nte Pixie ganz liebevoll den „Kasper Hauser-Hund“. Ich habe erst nach Jahren erfahren, dass dies das soge­nan­nte „Depri­va­tion­ssyn­drom“ ist und es sogar Lit­er­atur dazu gibt. Was hätte mir dies geholfen! Damals war ich ein­fach nur kom­plett überfordert.
Als Pixie einge­zo­gen ist, hatte sie wirk­lich vor jedem und allem Angst und alles was ihr Angst gemacht hat, wurde mit voller Energie ange­bellt. Ich hatte also einen Hund an meiner Seite, der ständig explodierte. Über­haupt nicht zu beruhi­gen war. Und null einzuschätzen. Jeder Spazier­gang war ein Spießrutenlauf.
Es gab nie eine ruhige Runde, es sei denn wir sind im Nichts gelaufen wo keiner war. Aber finde mal solche Orte in einer Großs­tadt. Es war alles Stress. Pixie ver­traute mir nicht und ich kon­nte sie (noch) nicht lesen und wusste nicht, wie ich ihr helfen konnte.
Aber ich hatte zwei fan­tastis­che Trainer­in­nen, denen ich alles ver­danke. Und mit ganz viel Geduld (von der ich über­haupt keine habe, aber man bekommt ja immer den Hund den man braucht) Ruhe, Liebe und Leck­er­lies kann ich tat­säch­lich behaupten, dass wir an guten Tagen kom­plett entspan­nte Spaziergänge machen und Pixie inzwis­chen eher neugierig durchs Leben läuft und es auch immer häu­figer zu pos­i­tiven Hunde-Begegnungen kommt.
Sie läuft durch Ham­burg wie eine richtige Ham­burger Göre und ob Elb­strand, Alster oder Neuer Wall: inzwis­chen bleibt sie cool.

Ich hätte mir vor fünf Jahren niemals erträumt, wie weit wir jetzt sind. Aber eins ist klar: mit so einem ängstlichen Hund hört das Train­ing niemals auf. Deshalb gibt es auf Les Wauz zum Thema „Der ängstliche Hund“ auch so viele Artikel. 😉 Ich möchte anderen Hun­debe­sitzern Mut machen. Denn es wird wirk­lich besser und man darf seinen Hund niemals aufgeben.

Auf was würdest du achten, wenn du dir wieder einen Hund in dein Leben holen würdest?

Wir liebäugeln tat­säch­lich immer wieder mit einem Zweit-Hund. Aber aktuell suchen wir erst­mal nach einem Haus mit Garten welches etwas weniger zen­tral in Ham­burg liegt. Und erst dann machen Tagträume zu einem Zweit-Hund wirk­lich Sinn.

Und um auf deine Frage zurück zu kom­men: am Aller­wichtig­sten wäre es mir, dass Pixie den zweiten Hund mag und es bei den Bei­den passt. Ich bin davon überzeugt, dass Hunde „Fre­unde“ haben und manche Hunde mehr und andere weniger mögen. Und da es aktuell kaum Hunde gibt, mit denen Pixie spielt und gerne Zeit ver­bringt, fände ich es wun­der­bar, wenn ein Hund einziehen würde, der ihr Buddy wird. Spie­len, Kon­takt liegen, die Welt erkun­den und sich schön gegen uns ver­bün­den und Mist bauen. Das wün­sche ich mir! 🙂
Und ich möchte defin­i­tiv wieder einen Hund „ret­ten“, der in Not ist. Egal woher. Ich denke tat­säch­lich, dass es dann genauso wie bei Pixie sein wird: wir wer­den ihn sehen und dann wis­sen wir „Das ist unser Hund!“

Was bringt dich so richtig auf die Palme?

Wie schon oben erwähnt, habe ich tat­säch­lich nicht so richtig viel Geduld. Das ist durch Pixie tat­säch­lich besser gewor­den, da sie mir ein­fach keine Wahl gelassen hat.
Aber bei Men­schen bin ich da nicht immer so entspannt.
Ger­ade im Job mache ich Sachen dann meist lieber sel­ber, bevor ich auf jemand anderes warten muss und dann damit auch noch nicht so richtig zufrieden bin. Ein biss­chen Per­fek­tion­is­mus ist da defin­i­tiv auch mit drin.
Außer­dem bekomme ich richtig schlechte Laune, wenn andere Tiere schlecht behan­delt wer­den. Denn sie kön­nen sich so gut wie nie wehren. Wenn ein Hun­debe­sitzer seinen Hund verk­loppt, weil er sel­ber unfähig ist, seinem Hund zu ver­mit­teln was er will. Wenn ein Rad­fahrer mit einem jun­gen Hund an mir vor­bei heizt und der Hund auf seiner Zunge läuft, da er keine Wahl hat. Dann kommt bei mir die Ham­burger Göre durch und ich lege mich auch gerne mal mit frem­den Leuten an. Ich weiß, bringt meis­tens nichts, aber ich kann meine Klappe dann nicht halten!

Was möcht­est du über dich sagen kön­nen, wenn du alt bist?

Ich bin jetzt 38 und finde das schon ziem­lich „alt“. 🙂 Jeden­falls ist es in der Wer­be­branche „alt“ sowie im Ver­gle­ich mit den zwanzigjähri­gen Stu­den­ten der Kreativ-Academy, die ich hier in Ham­burg seit vie­len Jahren Jahrgang für Jahrgang betreue.

Ich erkenne in diesen „jun­gen Dingern“ nicht nur mein 20-jähriges Selbst wieder, son­dern real­isiere gle­ichzeitig, wieviel Erfahrung ich tat­säch­lich schon habe. Ich bin seit 19 Jahren in der Branche, da macht mir wirk­lich keiner mehr was vor.
Und mir macht es unfass­bar viel Spaß mein Wis­sen an sie weit­erzugeben. Ob beru­flich als Dozentin oder Men­tor für die jun­gen Kreativen oder eben auf Les Wauz, wenn ich meinen Leser Hin­ter­grund­in­fos und prak­tis­che Hilfe vermittle.
Ich brauche für manche Artikel ungel­o­gen 10–20 Stun­den, da ich immer sehr umfan­gre­ich recher­chiere (ich will die The­men dann richtig ver­ste­hen und mir auch sicher sein, dass ich keinen Quatsch schreibe) und ver­fasse zudem auch immer gle­ich Romane.
Wie du sicher hier auch schon gemerkt hast. 😉 In meiner Welt existiert kein „kurz und knapp“ wenn es sich um Artikel dreht. Aber es ist für mich auch total toll mich in so ein Thema zu ver­beißen und ihm auf den Grund zu gehen.
Somit fände ich es schön, dass ich im „Alter“ darauf zurück schauen kön­nte, anderen geholfen zu haben und über die Jahrzehnte immer wieder mein Wis­sen und Erfahrun­gen weit­ergeben konnte.

Bist du der Men­sch, der du sein willst?

Puh liebe Sab­rina, das ist aber echt mal ne Frage! 🙂
Da müsste ich erst­mal wis­sen, was ich wirk­lich für ein Men­sch sein möchte. Wie heißt es so schön: „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“
Und das ist schon eine Über­legung, die nicht nur extrem kom­plex ist, son­dern worüber ich sicher auch seit­en­lang schreiben könnte.
Aber ich ver­suche mal spon­tan zu antworten und mich kurz zu hal­ten: Ich möchte gern eine gute Fre­undin, Schwester, Tochter, Kol­le­gin, Dozentin etc. für all die Men­schen sein, die mir wichtig sind.
Dabei ist es mir wichtig immer ein offenes Ohr zu haben und mich sel­ber auch mal zurück­stellen zu kön­nen. Auch wenn ich viel arbeite, einen vollen Kalen­der habe und ne Menge Pro­jekte noch neben­bei mache (Les Wauz ist ja auch ein „Pro­jekt“, das eben immer gern meine Freizeit füllt) möchte ich trotz­dem bei einem Tre­f­fen meinem Gegenüber meine volle Aufmerk­samkeit schenken.

Dies gelingt mir mal besser und mal schlechter — aber das ken­nen wir ja alle. Doch ohne unser Umfeld und Net­zw­erk sind wir alle nichts. Und wenn ich der Men­sch sein kann, den meine Fre­unde brauchen, dann macht mich das gle­ichzeitig auch glücklich.
Das bezieht sich natür­lich auch genauso auf Pixie: Durch unser gemein­sames Train­ing und über die Jahre habe ich gel­ernt für sie so da zu sein, dass sie mir wirk­lich ver­traut. Ich führe und gebe ihr inzwis­chen so viel Sicher­heit, dass sie unter­wegs in Ruhe schnüf­feln, auch mal durch die Gegend träu­men und ein­fach „Hundedinge“ machen kann. Dazu war sie anfangs über­haupt nicht im Stande, da die Angst alles beherrschte. Dass ich diese Rolle für sie erfüllen kann, macht mich sehr glücklich.

Danke für die Fra­gen, liebe Sab­rina. Es hat mir echt großen Spaß gemacht, für dich und deine Leser in mich zu gehen und eine passende Antwort zu finden.

 

Körbchengeflüster — der Mensch hinter dem Blog: heute Shiva Wuschelmädchen

Als ich mich damals entschloss einen Blog zu eröff­nen (nennt man das so?), war San­dra vom zauber­haften Blog Shiva Wuschelmäd­chen von Anfang an da. San­dra hat auch vom ersten Tag an meinen Shop begleitet und stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Ich bin San­dra sehr dankbar für all ihren lieben Worte und ihre Unter­stützung über all die Zeit. Umso mehr freue ich mich, dass sie sich meinen Fra­gen gestellt hat und ich heute das Inter­view veröf­fentlichen kann 🙂

San­dra hat nicht nur selbst die Fra­gen beant­wortet, son­dern auch ganz süß Shiva mit einbezogen 🙂

Wenn man euren Blog und euren Seiten folgt, dann bekommt man das Gefühl, dass du und Shiva zueinan­der­passt wie die Faust aufs Auge. Wie siehst du das?

Wir beide haben uns zusam­menger­auft und heute kann keiner ohne den anderen. Es gab aber auch schon Zeiten, da hab ich ern­sthaft gezweifelt, ob wir jemals eine Ein­heit bilden und ob ich die richtige Per­son für Shiva bin. Aber aufgeben ist kein Option für mich. Wenn ich mich für etwas oder jeman­den entsch­ieden habe, dann ändere ich meine Mei­n­ung eigentlich nicht mehr. Ganz kurz habe ich über­legt, ob es für Shiva — also nicht für mich — das beste wäre, wenn ich sie in kom­pe­ten­tere Hände gebe. Aber wie man sieht… wir haben diese Krise zusam­men gemeis­tert und sind ein Team gewor­den. Viel inniger als je zuvor.

Um ein­fach mal an Frauli anzuknüpfen: Also Frauli zu ver­lassen war niemals eine Option für mich. Ich weiß zwar, worauf sie anspielt, aber ich war mir immer sicher, dass wir beide es schaf­fen. Ich fand von Anfang an, dass wir beide per­fekt zusam­men passen, aber Frauli musste erst überzeugt wer­den. Ich denke ja, dass das Unsicher­heits­ge­fühl mit dem Ver­lust von Rocky zusam­men­hängt. Je länger sein Tod zurück liegt und Fraulis Nar­ben ver­heilen, umso mehr ver­traut sie mir und umso mehr sind wir ein Team geworden.

Wer dir folgt weiß, dass du ein­mal einen Hund namens Rocky an deiner Seite hat­test. Über ihn schreibst du, er sei dein See­len­hund gewe­sen. Warum?

Kennst du Jerry Maguire? Da gibt es eine Szene in der Rene Zell­weger sagt: „Du hat­test mich schon mit dem Hallo“ So war es mit Rocky. Ich war voller Trauer um meine Jenny und kon­nte nicht ohne Hund sein. Ander­er­seits war kein Hund gut genug, um ihr Nach­fol­ger zu
sein. Dann kam Rocky. Ich habe ihn gese­hen und es war um mich geschehen. Wenn ich heute an dieses erstes Zusam­men­tr­e­f­fen zurück­denke, dann kön­nte ich lachen, weinen, schreien, sin­gen — alles gle­ichzeitig. In mir zieht sich alles zusam­men, gle­ichzeitig kön­nte ich vor lauter Glück die Welt umar­men. Er war ein Mil­lio­nen­tr­e­f­fer. Er war DER Hund! Er hat mich so sehr zu dem gemacht, wer ich heute bin. Wir beide waren eine Ein­heit, ein Team vom ersten Augen­blick an. Wir haben uns blind ver­standen. Ein Blick, ein Gedanke und Rocky tat genau das, was ich wünschte.

Ich habe Rocky ken­nen­gel­ernt, als ich voller Angst nach einem tage­lan­gen Trans­port mit einem klap­pri­gen Bus aus Bul­gar­ien kam. Er hat mir trotz seiner Krankheit Sicher­heit gegeben und mich beschützt, als ein anderer Hund mir zu nahe kam. Mit Rocky wäre mein Leben noch viel wun­der­barer gewor­den und vor allem einfacher.

Ist Shiva auch dein See­len­hund oder wie siehst du deine Beziehung zu ihr?

Shiva ist anders als Rocky. Er war vom ersten Moment, von der ersten Sekunde mein Hund und mein See­len­hund. Shiva und ich hat­ten keinen ein­fachen Start. Ich habe mein kleines Zot­teltierchen vom ersten Moment an geliebt. Sie war so klein, zer­brech­lich und verängstigt und so sehr auf mich angewiesen. Aber sie war kein ein­facherer Kuschel­welpe. Nein, ich hatte einen regel­rechten Kampf mit ihr. Wir beide mussten erst einen gemein­samen Weg finden und ich musste ihr ihre vie­len Äng­ste nehmen und gle­ichzeitig so viel Sicher­heit ausstrahlen, dass sie ihre Aggres­sio­nen gegen alles und jeden in den Griff bekom­men hat. Mein Herz hatte sie schnell erobert und viele meiner Fre­unde sagen, dass sie mein Spiegel
ist. Bin ich schlecht drauf, ist Shiva eine Zicke, hab ich gute Laune, dann ist Shiva ein Gute– Laune-Hund, bin ich trau­rig, dann ist sie verkuschelt wie nie. Sie ist vielle­icht (noch) nicht mein See­len­hund, aber ich bin sicher, dass ich ihr See­len­men­sch bin.

Ich stram­ple mich ab und ver­suche alles, um Frauli glück­lich zu machen. Sie ist mein Men­sch und ich möchte niemals ohne sie sein, aber ihre Seele hängt immer noch an Rocky. Aber ihr Herz hatte schnell einen Platz für mich frei. Wir haben viel zusam­men durchgemacht und erlebt und ich bin sicher, dass ich es eines Tages schaffe. Mein Ziel ist, ihr See­len­hund zu wer­den. Ich möchte Rocky nicht erset­zen, aber ich möchte mit ihm auf einer Stufe ste­hen. Jenny ist etwas anderes… sie war Fraulis erster Hund und das ist etwas ganz beson­deres und unerr­e­ich­bar.

Ich liebe es zu lesen, welche Aben­teuer ihr erlebt habt. Ihr seid viel unter­wegs, fahrt in den Urlaub und seid auf Turnieren zu finden. Wie wichtig ist dir all das?

Ich war immer schon unternehmungslustig und viel und gerne unter­wegs. Einen Hund zu haben, war schon immer mein Traum. Ich wollte die Welt ent­decken und als Jugendliche war es für mich nor­mal beinahe jedes Woch­enende auf einem anderen Wet­tkampf zu ver­brin­gen. Ich habe viel Leich­tath­letik gemacht, war Klet­tern und hab Paraglid­ing gemacht. Zusam­men mit meinem Hund was zu unternehmen ist für mich sehr wichtig. Es kommt nicht so sehr auf das darauf an, was ich unternehme, aber umso mehr, dass ich mit Shiva zusam­men bin. Durch einen Vol­lzeitjob, der mich eben den ganzen Tag von Shiva fern hält, sind mir Woch­enen­den, Abende oder Urlaube mit Hund sehr wertvoll. Sie muss so viel auf mich
verzichten, daher möchte ich möglichst meine gesamte Freizeit mit Shiva verbringen.

Mir ist es egal, was wir machen. Haupt­sache wir sind zusam­men. Ob wir beide nun gemein­sam auf dem Sofa sitzen, wan­dern gehen oder auf Turnieren sind, ist mir egal. Mir ist nur wichtig, dass Frauli bei mir ist. Ich freue mich aber, wenn wir gemein­sam was unternehmen und neues ent­decken, weil ich merke, wie glück­lich Frauli damit ist und das macht mich wieder glücklich.

Wie denkst du über Men­schen, die mit ihrem Hund lediglich drei mal täglich die gle­iche kurze Runde gehen?

Ich kann den Men­schen nur vor den Kopf gucken und kann nicht sagen, was sie sonst alles unternehmen. Vielle­icht seh ich sie eben nur auf diesen Run­den, aber der Hund ist den ganzen Tag mit beim Beruf dabei und es ist nur der Aus­gle­ich für die bei­den, um herunter zu kom­men. Vielle­icht ist der Hund den ganzen Tag beim Hun­de­sit­ter und so viel unter­wegs, dass er nicht mehr möchte. Eventuell kön­nen die bei­den ein­fach nicht mehr so viel und diese gemein­samen kleinen Run­den sind ein liebge­wonnenes Rit­ual. Da ich ein pos­i­tiv denk­ender Men­sch bin, ver­suche ich stets das Beste von anderen zu denken und nicht zu hart zu urteilen. Meine Nach­barin geht mit ihrer kleinen Hündin jeden Tag 3-5x eine Minirunde, bei der
Shiva noch nicht mal warm wird. Ander­er­seits weiß ich, dass Trixi vor 3 Jahren einen Unfall hatte, bei dem sie sich die Hüfte gebrochen hatte. Sie kann ein­fach nicht mehr, sonst beginnt sie stark zu humpeln und hat auch Schmerzen. Wobei ich mir meine zynis­chen Kommentare
manch­mal verkneifen muss, wenn sie mir vor­wirft, dass ich an manchen Tagen keine 3 Run­den gehe, son­dern nur eine richtig große und der Rest wird im Garten absolviert. Die große Runde geht dann halt 3 Stun­den und ich übe unter­wegs auch viel mit Shiva. Abends
wird dann im Garten Rally Obe­di­ence gemacht oder Schnüf­fel­spiele. Trixie bekommt außer den Gas­sirun­den kaum Bespaßung…
Ich ver­suche nicht zu (ver-)urteilen, aber mir tun diese Hunde etwas leid. Wenn ich sehe, wie sehr sich Shiva über die Gartenbe­spaßung freut oder spon­tane Aus­flüge, die uns in uner­wartete Gegen­den führen, dann hab ich Mitleid mit den Hun­den, die diesen Spaß und diese Freude nicht erleben dürfen.

Also ich denke, 3 kleine Run­den am Tag ist so lahm, da geh ich doch gar nicht mehr mit… Es soll kein Pflicht­pro­gramm sein, son­dern eine gemein­same Unternehmung, die bei­den gefällt und für beide Part­ner schön ist. Hund muss Zeitung lesen, aber auch mit Frauchen oder Her­rchen etwas gemein­sam erleben. Frauchen oder Her­rchen soll die Beziehung zu seinem Hund erleben und ver­tiefen kön­nen. Da bin ich lieber mit Frauli unter­wegs oder mache einen faulen Tag mit ihr. Das tut manch­mal sooooo gut.

Nun weiß ich, dass du Shiva gern ver­wöhnst. Genau wie Queen und Püppi auch bekommt sie regelmäßig neue Spielies und tolle
Leck­erlis. Wie wichtig ist das für dich? Was bedeutet dir das?

Ich habe schon immer gerne geschenkt, anderen eine Freude gemacht oder kleine Aufmerk­samkeiten vergeben. Mir hat mal jemand vorge­wor­fen, dass ich das mache, weil ich mich in den Mit­telpunkt stellen möchte. Das ist aber nicht meine Inten­tion. Ich freue mich, wenn sich jemand anders über etwas freut. Es ist für mich genauso schön, als hätte ich sel­ber etwas geschenkt bekom­men. Selbst wenn Shiva nur 2 Minuten Freude mit etwas hat, ist es für mich ein unaus­löschliches Gefühl des Glücks, der Freude und eine Erin­nerung, die ich tief in meinem Herzen abspe­ichere. Vor ein paar Tagen habe ich Shiva eine Plüschschild­kröte mit­ge­bracht, die mir sel­ber so gut gefallen hat, dass ich sie auch für mich gekauft hätte. Kaum war ich daheim, hat sich Shiva die Schild­kröte gekrallt und ist mit ihr durch den Garten getobt. Sie hatte einen riesen­großen Spaß damit und ich hab mich gar
nicht sattse­hen kön­nen. Die Schild­kröte sitzt seit dem Tag unange­tastet in Shivas Kuschelkorb. Aber das ist mir egal, Shiva hatte für 10 Minuten einen Megas­paß und ich bin sicher, dass sie sie sich wieder krallt und genauso viel Spaß damit haben wird.

Ich bekomme gerne kleine Geschenke von Frauli und tobe dann beson­ders aus­ge­lassen damit durch den Garten oder die Woh­nung. Schließlich weiß ich doch, dass Frauli sich dann immer freut. Aber ich sel­ber freue mich ja auch darüber. Frauli bringt mir aber auch immer so tolle Sachen mit. Die Schild­kröte war der Ren­ner! Hmmm… muss mich gle­ich mal wieder drauf stürzen.

Wenn du arbeiten musst, passen deine Eltern auf Shiva auf, oder? Hättest du auch dann einen Hund, wenn das nicht möglich wäre?

Ja, defin­i­tiv. Ich kann nicht ohne Hund sein und bisher kon­nte ich meinen Beruf immer so organ­isieren, dass der Hund trotz Vol­lzeitjob nicht zu kurz kam. Als es mir nicht möglich war, für meinen Hund — damals war es Rocky — genug Zeit zu haben, habe ich gekündigt und mir einen besseren Job gesucht. Diese Entschei­dung würde ich immer wieder tre­f­fen. Aber für mich stellt sich diese Frage nicht mehr, da ich in der Ein­liegerwoh­nung bei meinen Eltern wohne.

Frauli und ich sind ja erst vor 2 Jahren zu Papa­her­rli und Mamafrauli gezo­gen. Davor war ich nach dem Mor­gen­gassi alleine bis entweder Frauli oder Gas­sigänger kamen und nach der Bespaßung hab ich wieder ein paar Stun­den auf Frauli warten müssen. So ist es mir aber wesentlich lieber. Jetzt bin ich nie mehr alleine und ich hab ein sooooo tolles Leben.

Was möcht­est du in zwanzig Jahren über dich sagen kön­nen? Ein Leben ohne Hund? Ist das für dich eine Option?

Ein Leben ohne Hund käme für mich nie in Frage. Es war die ersten 15 Jahre meines Lebens mein größter Wun­sch und sei­ther war ich niemals mehr ohne Hund. In 20 Jahren stehe ich kurz vor der Rente und da würde ich mich wohl auf meinen Ruh­e­s­tand und viel Zeit mit meinem Hund freuen. Ich war nie der große Planer oder Grübler son­dern lebe im Hier und Jetzt. Das wird sich wohl nie ändern. Ich kann nicht sagen, was ich in 20 Jahren
tun werde oder wie ich dann über mein bish­eriges Leben denken werde, ich hoffe ein­fach, dass ich weit­er­hin glück­lich bin und nichts zu bereuen habe.

Diese Frage kann ich nicht beant­worten. Ich hoffe, dass ich ein langes und glück­liches Leben an der Seite von Frauli ver­brin­gen werde und sie mich nicht vergisst.

Shiva kommt aus dem Tier­schutz. Mit­tler­weile wird es immer schw­erer eine ser­iöse Tier­schut­zor­gan­i­sa­tion zu finden. Wird dein
näch­stes Hund auch aus dem Tier­schutz kommen?

Nein. Rocky war auch ein Tier­schutzhund, aber er war schon in Deutsch­land. Ich kon­nte ihn ken­nen­ler­nen und mich überzeu­gen, dass der Hund nor­mal agiert. Ich finde Tier­schutz gut und wichtig, aber ich werde nach Shiva keinen Tier­schutzhund mehr nehmen — zumindest
keinen Aus­land­shund. Tier­schutzhunde brin­gen einen dicken fet­ten Ruck­sack voller Erfahrun­gen mit. Die wenig­sten sind gut. Wenn es ein sen­si­bler Hund ist, belastet es ihn sein Leben lang und er kommt wom­öglich niemals über seine Ver­gan­gen­heit hin­weg. Shiva hat schreck­liche Erfahrun­gen gemacht und kann diese nicht vergessen. Ich hoffe, dass ich die Erin­nerun­gen ver­drän­gen kann, indem wir möglichst viele schöne Erleb­nisse haben, die sich in den Vorder­grund drän­geln und aus ihr den glück­lichen und fröh­lichen Hund machen, den ich immer in ihr sehe.

Frauli wurde über meine Ver­gan­gen­heit und mein Wesen so sehr bel­o­gen, dass sie nun ent­täuscht ist. Nicht von mir! Son­dern von den Men­schen. Deshalb wird sie wohl keinen Tier­schutzhund mehr nehmen, weil Frauli den Men­schen nicht mehr ver­trauen kann.

Wir danken dir für die Gele­gen­heit uns mal etwas näher zu beleuchten und auch mal aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Und ich danke euch für die liebevollen Antworten <3