Unser Leben

Ein kleiner Hund und ein riesen Schreck

Gestern hat mir Püppi einen riesen Schrecken eingejagd.

Sie war ohne­hin nicht gut drauf. Am Son­ntag abend hat sie erbrochen und gestern mor­gen war sie müde und schlapp. Nach dem Mit­tag lag sie in ihrem Kör­bchen und schlief.

Plöt­zlich stand sie auf und wollte aus dem Kör­bchen her­aus auf das Sofa sprin­gen, so wie sie es so oft macht. Doch noch im Sprung fing sie plöt­zlich an zu win­seln. Queen sprang auf und stand ganz aufgeregt vor Püppi. Püppi legte sich hin und win­selte weiter. Ich nahm sie auf den Arm und set­zte mich mit ihr auf den Tep­pich. Sie schüt­telte ständig den Kopf und win­selte immer noch. Es sah aus, als würde sie den Kopf schief hal­ten. Ich wollte nach ihr sehen, doch bei jeder Berührung im Hals­bere­ich schrie sie auf und schnappte um sich.

Ich zögerte keine Sekunde und rief direkt in der Tierklinik an.

Wie lange brauchen Sie, wenn Sie jetzt losfahren?”

Ich rech­nete mit ca. zwanzig Minuten. Mit­tler­weile kenne ich die Strecke im Schlaf.

Dann kom­men Sie jetzt.”

Ich schnappte mir meine Tasche und Püppi und fuhr los. Für die Strecke brauchte ich nur 8 Minuten, denn ich fuhr so schnell es der Verkehr zulief über die Auto­bahn direkt zur Klinik.

Mir gin­gen tausend Gedanken durch den Kopf. Püppi hat in let­zter Zeit Prob­leme mit dem Magen, frisst nicht allzu gut, übergibt sich zwis­chen­durch. Ich dachte nur, jetzt kommt alles raus. Sie hat eine ern­sthafte Erkrankung.

Als ob die Sit­u­a­tion nicht schon anges­pannt genug gewe­sen ist, schaffte Püppi es, den Reißver­schluss durch ein kleines Loch hoch zu schieben. Sie ver­suchte aus der Box her­aus zu klet­tern und klemmte schließlich zwis­chen Tür und Box. Natür­lich genau in dem Moment, in dem ich am Rast­platz vor­bei gefahren bin.

Auf dem Klinikgelände angekom­men, wurde mir der Ernst der Lage erst so richtig bewusst. Zwei Ärzte warteten schon auf uns und fin­gen uns ab.

Wir müssen mal eben die Vital­w­erte checken.”

Direkt wur­den wir ins Behand­lungsz­im­mer begleitet.

Ich schilderte, was passiert ist. Da Püppi beim Tier­arzt zuschnappt, brauchte sie eine Schlinge.

Die bei­den Ärzte check­ten sie durch.

Schnell kon­nte ein Schla­gan­fall aus­geschlossen wer­den. Ihre Augen waren ok, die Schleimhäute auch. Die Zähne und Ohren einwandfrei.

Wir gin­gen nach draußen. Püppi sollte Trep­pen laufen und ähn­liches. Wieder rein. Weit­ere Unsuchun­gen und Testts folgten.

Ich war völ­lig am Ende und die Ärzte ratlos.

An der Wirbel­säule gab es auch keine Auffälligkeiten.

Um es abzukürzen:

Nach­dem Püppi “auf links gedreht” wurde, mit­tler­weile auch ein drit­ter Arzt dabei war, fan­den die drei nichts.

Im Hals­bere­ich lag eine leichte Verspan­nung vor, sodass die Ärztin die Ver­mu­tung auf­stellte, Püppi habe sich am Hals beim Hochsprin­gen gez­errt, ver­dreht oder vielle­icht so eine Art Krampf gehabt und sich deshalb auch nicht anfassen lassen. Mit­tler­weile ließ sie jede Berührung zu und zeigte kein Schmerzempfinden mehr.

Sie fragte mich, ob sie Püppi ein Schmerzmit­tel spritzen sollte, doch das wollte ich nicht. Es war ja gar nicht klar, was nun los gewe­sen ist und egal welche Schmerzen sie noch zeigen sollte, ich wollte sehen, was es ist. Mit Schmerzmit­teln hätte man nichts sehen kön­nen und ich hätte vielle­icht gedacht, alles sei gut, obwohl sie doch noch Auf­fäl­ligkeiten gezeigt hätte.

Ich nahm sie also wieder mit und die Ärztin bat mich, sie an dem Tag nicht alleine zu lassen und genau zu beobachten, wie sie sich ver­hal­ten würde. Bei jeder Auf­fäl­ligkeiten, sollte ich direkt wieder kommen.

Wir fuhren nach Hause und nach der Aufrege­ung schlief sie erst einmal.

Anschließend habe ich alles wie immer gemacht. Wir waren kurz draußen und sind dann zum Dog­Dance gefahren. Ich wollte schließlich sehen, ob es ihr wirk­lich gut gehen würde. Nur, wenn ich alles wie sonst machen würde, würde ich sehen, wo es Auf­fäl­ligkeiten gibt.

Beim Dog­Dance war alles wie immer. Sie machte alle Übun­gen mit Begeis­terung mit und keine Bewe­gung schien ein Prob­lem zu sein.

Was nun los gewe­sen ist? Ich habe keine Ahnung. Es ist als ob nie etwas gewe­sen sei, doch irgend­wie bleibt ein blöder Beigeschmack, weil ich gern sicher gewusst hätte, was ihr in dem Moment solche Schmerzen bere­itet hat.

Ich bin natür­lich froh, dass in der Tierklinik bei all den Unter­suchun­gen und Tests nichts her­aus gekom­men ist, doch die Unsicher­heit schle­icht noch ein wenig hin­ter mir her.

Haupt­sache es geht ihr wieder gut und haupt­sache, so etwas passiert nicht noch einmal…

Tauleinen von Kuckuckshund

Vor einiger Zeit habe ich über Insta­gram die liebe Coba von Kuck­uck­shund ken­nen gel­ernt. Ihren tollen bun­ten Tau­seilen kon­nte ich nicht wider­ste­hen und so zogen ziem­lich schnell diese beiten hüb­schen Sets bei uns ein.

Beson­ders lustig fan­den wir beide, dass wir nur ca. 10 Minuten auseinan­der wohnen und so habe ich bere­its bei der ersten Bestel­lung die Leinen abholen dür­fen. Coba fer­tigt die Leinen in ihrem hüb­schen Win­ter­garten an. All die fer­ti­gen Leinen und vie­len Taue waren so hüb­sch und so fuhr ich mit vie­len Ideen für weit­ere Kom­bi­na­tion­s­möglichkeiten nach Hause.

Vor Kurzen habe ich zwei Retriev­er­leinen bei ihr bestellt. Ich per­sön­lich finde diese Art von Leine sehr prak­tisch und da ich sie am lieb­sten nutze, wollte ich gern indi­vidu­ell für uns hergestellte Tauleinen bei Kuck­uck­shund für Queen und Püppi anfer­ti­gen lassen.

Schon lange schlum­merte in mir der Wun­sch nach mar­iti­men Tauleinen. Ich mag blau und finde die Takelung mit weiß und rot so schön. Die zweite Leine wollte ich gern ander­sherum: rot mit weiß, blauer Takelung. Für Coba alles kein Prob­lem. Auch auf die Länge kon­nte ich noch Ein­fluss nehmen, denn ich wollte sie gern etwas länger als die herkömm­lichen Retrieverleinen.

Schon nach weni­gen Tagen kon­nte ich mich auf den Weg machen und die zwei Leinen abholen. Wie schon beim ersten Mal haben wir uns wieder fest­ge­quatscht und saßen mit unserem Kaf­fee mit­ten in all den hüb­schen Leinen und Hal­sun­gen <3

Und ja, ich bin schon wieder mit neuen Wün­schen und Ideen nach Hause gefahren 🙂

Heute möchte ich euch gerne die Leinen vorstellen, denn Kuck­uck­shund ist wirk­lich ein tolles kleines Unternehmen.

Wie schon oben beschrieben, habe ich mich für zwei Retriev­er­leinen im Marinestil mit Über­länge in 8mm entsch­ieden. 8mm, weil ich finde, dass die dün­nen Taue besser in der Hand liegen und Queen ohne­hin nicht zieht, sodass sie auch ruhig das dün­nere Tau tra­gen kann.

Die Leinen sind super hüb­sch gewor­den. Sie hätte nicht schöner wer­den kön­nen. Die Taue sind super leicht und dank der kleinen Knoten und der entsprechend kleinen Ringe auch für Püppi per­fekt. Ihr glaubt gar nicht, wie schwer es ist, passenden Leinen und Hals­bän­der für einen winzi­gen Hund zu finden.

Coba hat so viele ver­schiedene Taue zur Wahl und bei der Takelung gibt es auch unzäh­lige Möglichkeiten. Egal, ob Schnur oder Leder. Die Tak­lung ver­setzt jeder Leinen eine tolle indi­vidu­elle Note. Und mit Led­er­schnüren in san­ften Erdtö­nen findet auch jeder kernige Mann eine passende Leine für seinen Vierbeiner 🙂

Die Leinen liegen super in der Hand und sind hochw­er­tig verarbeitet.

Doch nun komme ich zu einem weit­eren riesen Vorteil von Kuckuckshund:

Ich will ehrlich sein, denn als Blog­ger darf ich das 😀 Wahrschein­lich wird das hier dem ein oder anderen nicht schmecken, doch Kuck­uck­shund ist endlich mal ein Unternehmen, welches hochw­er­tiges Mate­r­ial super pro­fes­sionell ver­ar­beitet und zudem auch wirk­lich faire Preise macht. Ich selbst habe auch einen Hun­deshop mit handge­fer­tigten Artikeln und auch ich führe oft einen inneren Kampf, wenn es um die Preise geht. Doch ich weiß, was Taue kosten und ich kann nicht ver­ste­hen, sorry für meine Ehrlichkeit, wie man für ein Set aus Hals­band und Leine 139,00 EUR ver­lan­gen kann, wenn die Mate­ri­akosten bei unge­fähr 13,00 EUR liegen. Sorry, aber da hört mein Ver­ständ­nis auf. Ger­ade ich weiß, was Han­dar­beit wert ist und wieviel Aufwand dahin­ter steckt. Doch es gibt einen Unter­schied zwis­chen einem angemesse­nen Preis für das Handw­erk und Wucher.

Und genau das macht Kuck­uck­shund so unglaublich sym­pa­thisch: Die Qual­ität stimmt, die Ver­ar­beitung ist super. Coba hat viele tolle eigene Ideen und ist bei der Umset­zung stets über­aus behil­flich. Auch die 10. Frage (ja, ich bin anstren­gend), änderte nichts an ihrer Geduld und Freude, mit den Kun­den die Leinen zusam­men­stellen zu können.

Ich bin von vorne bis hin­ten super zufrieden, hab schon wieder viele Ideen für neue Leinen und bin total happy, mit Kuck­uck­shund jeman­den gefun­den zu haben, bei dem ich mich super aufge­hoben fühle.

Wer also immer schon Lust auf eine tolle Tauleine hatte, der sollte unbe­d­ingt mal bei Kuck­uck­shund vorbeischauen.

Kuck­uck­shund findet ihr hier bei Face­book und hier bei Instagram.

Bei diesem Artikel han­delt es sich nicht um eine Kooperation.

Ein Tattoo aus Liebe zum Haustier?

Im Som­mer wer­den die Pullover durch T-Shirts ersetzt und die Hosen wer­den kürzer. So kom­men die ein oder anderen Bild­chen auf der Haut zum Vorschein und auch ich habe erst let­zte Woche wieder Tinte unter die Haut bekommen.

Ich muss zugeben: Früher fand ich es furcht­bar. Wie kann man sich nur ein Tat­too stechen lassen? Das ist doch für immer. Und was ist, wenn es mir irgend­wann nicht mehr gefällt? Oder wenn es nicht gut gemacht ist? Und wird man dann nicht schnell in eine Schublade gesteckt?

Wahrschein­lich hätte ich mich niemals getraut mich tätowieren zu lassen, wenn es den einen Kerl nicht geben würde. “Der eine Kerl” ist mein lieber Cousin Basti. Er hat ein eigenes Tat­toos­t­u­dio und natür­lich folgt man seinen Werken auf Face­book, wie man das als liebe Cou­sine so macht.

Ange­fan­gen hat alles mit einem “na das sieht doch gar nicht schlecht aus”, ging über ein “so etwas würde auch zu mir passen” und endete in einem “ich will auch”.

Und ver­gle­ich­bar hierzu ver­lief auch meine Tattoogeschichte.

Aber man soll es auf keinen Fall sehen.”

Aus diesem Wun­sch wurde ein Tat­too von der Leiste bis zur oberen Rippe. Leute, diese Stelle kann ich als erstes Tat­too echt nicht empfehlen 😀 Rip­pen sind echt schmerzhaft 😀

Ange­fan­gen bei den Rip­pen, tastete ich mich über die Ober­schenkel bis hin zum linken Arm vor. Wer ein­mal ange­fan­gen hat, kann nicht mehr aufhören 😀

Ich bin kein Men­sch, der gut über seine Gefühle sprechen kann. Und als ob das nich schon reichen würde, bin ich auch nicht allzu gut darin, Gefühle zu zeigen. Doch das heißt nicht, dass ich keine habe 🙂 Ich weiß nur nicht, wie ich mich aus­drücken soll.

Mit einem Tat­too habe ich einen Weg gefun­den mich aus­drücken zu kön­nen. Meine Tat­toos haben alle eine ganz bes­timmte Bedeu­tung für mich und sind auch zu ganz bes­timmten Zeit­punk­ten gemacht worden.

Nach dem ersten Tat­too kam schnell der Wun­sch auf, eins in Liebe zu Queen stechen zu lassen.

Ich wollte etwas bei mir haben, was mich für immer an meinen See­len­hund erin­nern würde. Egal, was kommt und egal, was passiert. Das bleibt. Und sowieso ist dieser Gedanke etwas, was mich an Tat­toos reizt. Heutzu­tage ist nichts für immer. Nichts bleibt einem sicher. Alles kann sich so schnell ändern und ein Ereig­nis kann von jetzt auf gle­ich alles auf den Kopf stellen. Doch Tätowierun­gen bleiben. Für immer.

Lange habe ich über­legt, ob es vielle­icht sogar Queens Kopf wer­den soll. Doch ein Schäfer­hund in schwarz weiß? Das gefiel mir nicht und ein buntes Tat­too war irgend­wie nicht mein Wunsch.

Schnell ent­stand die Idee, dass es ihre Pfote sein sollte. Nicht irgen­deine Pfote, son­dern ihre. Darüber eine Krone, stel­lvertre­tend für ihren Namen. Das Zitat dazu gehört zu einem Spruch, der mir schon immer gefiel und schnell stand die Idee für das Tattoo.

Die Pfote sollte so real­is­tisch wer­den wie es nur ging. Wenn das einer kann, dann Basti. Das war direkt klar 🙂 Und ohne­hin würde ich auch nie woan­ders hingehen.

Und so ent­stand dieses Tat­too aus Liebe zu Queen:

Ich liebe es. Ich bin so glück­lich damit.

Püp­pis Pfote kommt irgend­wann auch dazu. Wahrschein­lich mit einer Schleife darüber. Ich glaube, das würde passen 🙂

Habt ihr auch ein Tat­too aus Liebe zu eurem Tier oder denkt ihr darüber nach?

Dann kann ich euch den lieben Basti von Maku­lay Tat­toos in meiner Heimat Dül­men wirk­lich empfehlen. Er macht einen großar­ti­gen Job. Er nimmt sich viel Zeit, um mit euch gemein­sam eure Ideen umset­zen zu kön­nen und bisher hat er meine Erwartun­gen jedes mal übertrof­fen, obwohl ich schon vorab wusste, dass es toll wer­den würde.  Und hier sind noch einige weit­ere Werke von ihm 🙂

Ich will mein Bauchgefühl zurück

Wir alle wollen für unsere Vier­beiner nur das Beste.

Ich glaube in dem Punkt sind wir uns alle einig.

Doch ich komme nicht umher mich zu fragen:

Was ist eigentlich das Beste?

Und noch viel wichtiger:

Wer sagt mir was das Beste ist?

Steht das vielle­icht irgendwo geschrieben? Gibt es da vielle­icht ein Buch mit der Auf­schrift “Das Beste für deinen Hund. Sortiert von A bis Z”? Oder gibt es einen weisen Mann ganz oben auf einem Berg, der immer unter dem gle­ichen Baum sitzt und den man all das fra­gen kann?

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich mir so etwas wün­sche. Ein Buch, welches ich wohlbe­hütet neben mein Bett legen kann. Welches ich auf­schla­gen kann, wann immer mir danach ist. Und wo ich Antworten auf all meine Fra­gen finde. Wo ich Ratschläge bekomme und genaue Anleitun­gen, was ich in einem Prob­lem­fall machen kann.

Früher nan­nte sich dieses Buch Bauchge­fühl. Doch ich habe meins ver­loren. Dort, wo früher noch ein wohliges Gefühl gewe­sen ist. Eine innere Stimme, die mir beruhi­gend gesagt hat “Es wird alles gut”. Wie die Stimme von Mama, die immer einen Rat weiß.

Doch nun ist da nichts. Ein tiefes Loch, welches statt Antworten nur das Echo meiner Fra­gen erklin­gen lässt.

Es gibt kein leuch­t­en­des Schild mehr an der Gabelung, welches mir den Weg zeigt.

Wo soll es auch herkommen?

Ein Bauchge­fühl besteht aus Erfahrun­gen, Wis­sen und Vertrauen.

Ich bin weder Tierärztin, noch Ernährungswis­senschaft­lerin oder Heilpraktikerin.

Daher geht man für gewöhn­lich zu diesen Experten und holt sich Rat und Antworten auf seine Fragen.

Doch zu wem soll man eigentlich noch gehen?

Ich habe das Ver­trauen verloren.

Wem soll ich auch vertrauen?

Tierärzten, die nur so mit Chemiebomben um sich wer­fen? Tierärzten, die sinn­los kas­tri­eren oder unnötig operieren? Ich habe schon unzäh­lige Tierärzte erlebt und früher oder später finde ich immer die Nadel im Heuhaufen. Ich finde den einen kleinen Haken, der mein gesamtes Karten­haus zusam­men­fallen lässt. Selbst, wenn ich vor fünf Minuten noch das Gefühl gehabt habe, ver­trauen zu kön­nen, kann dieses Gefühl von jetzt auf gle­ich weg sein.

Es ist nicht so, dass ich keine Chan­cen geben würde. Es ist nicht so, dass ich nicht ver­trauen will. Es ist nur so, dass ich es lieber gle­ich weiß. Bevor ich Ver­trauen auf­baue und dann doch den Schlag bekomme, weiß ich lieber gle­ich, ob ich mich auf den Tier­arzt ver­lassen kann. Es ist wie bei einem Pflaster. Lieber schnell und ruckar­tig abreißen, statt langsam.

Einzelne Sätze wie “Bravecto kön­nen Sie ohne Prob­leme geben” oder “Ja wir kas­tri­eren auch schon mit 9 Monaten” lassen von jetzt auf gle­ich die Bombe platzen. Früher habe ich noch gewartet. Gewartet auf den einen Moment, in dem alles vor­bei ist. Und als wäre ich nicht schon mis­strauisch genug (sorry Leute, Beruf­skrankheit), komme ich mir beim Tier­arzt manch­mal vor wie zu Zeiten bei der Staat­san­waltschaft. Die Akte liegt auf dem Tisch. Man kennt jedes Wort in und auswendig und wartet auf den einen Moment, in dem man die Frage der Fra­gen stellt und schon vorher weiß, dass sie alles aufdecken wird.

Und zack “Was hal­ten Sie eigentlich von der Rohfütterung?”

Da ist sie. Eine der Fra­gen, die alles ändern kann. Die Frage, die darüber entschei­det, ob man wiederkommt oder nicht. Und inner­lich hört man schon das Geräusch, welches man aus der TVShow von früher kennt, wenn der ZONK hin­ter dem Tor wartet und nicht das neue Auto.

Wo wir schon beim Thema sind. Was füt­tert man eigentlich, wenn man für seinen Vier­beiner “nur das Beste” will? Trock­en­fut­ter? Kann das über­haupt art­gerecht und gesund sein? Dosen­fut­ter? Sind Dosen eigentlich besser als Trock­en­fut­ter oder geht das gar nicht? Und bar­fen? Ist das die Lösung aller Lösun­gen? Oder macht man dabei eigentlich alles falsch? Und wie merkt man bei dieser Form der Füt­terung eigentlich, wenn man etwas falsch macht? Merkt man es erst, wenn es schon zu spät ist?

Ich muss zugeben, dass sich schon eine skep­tis­che Grun­de­in­stel­lung in mir aus­bre­itet, wenn ich in eine Praxis komme und das erste, was ich sehe, die Regale voller Royal Canin oder noch besser Hills sind. Was für ein Müll, sorry Fut­ter dort wohl emp­fohlen wird?

Und nun?

Google fra­gen? Nein Danke.

(Warum das keine gute Idee ist, könnt ihr hier nachlesen).

Also auf wen hören wir, wenn wir nicht das Gefühl haben, ver­trauen zu können?

Noch habe ich alles im Griff. Mit Queens ED habe ich genug Erfahrun­gen und genug Wis­sen ange­sam­melt, um dieser den Kampf anzusagen. Doch was ist, wenn etwas Neues kommt? Was ist, wenn einer der bei­den Hunde ern­sthaft erkranken sollte? Wo soll ich hinge­hen? Auf wen soll ich hören? Auf die Tierklinik, die mit den neusten Behand­lungs­geräten nur so um sich schlägt? Zu den Heil­prak­tik­ern, die für alles Glob­u­lis haben? Oder vielle­icht zu jeman­dem, der sich mit chi­ne­sis­cher Heilkunde auskennt?

Und wenn ich mich für einen Weg entscheide und dieser nicht gut aus­geht, kann man sich das dann jemals verzei­hen oder frage ich mich täglich wie es gelaufen wäre, wenn ich den anderen Weg gegan­gen wäre?

Doch wie soll man sich für einen Weg entschei­den, wenn das leuch­t­ende Schild an der Gabelung ver­schwun­den ist?

Ich weiß es nicht und ich hoffe, dass ich entweder jeman­den finde, dem man ver­trauen kann oder dass ich niemals eine solche Entschei­dung tre­f­fen muss…

Über Jackentaschenbeutel und andere ständige Begleiter…

Heute bin ich ein­fach mal ganz beson­ders frech. Mon­tags darf man das sein, oder was meint ihr?

Denn heute gibt es ein­fach mal Wer­bung in eigener Sache 😀 Kann man machen, oder?

Mal im Ernst.

In let­zter Zeit ist so viel bei Glück­shund passiert und es sind so viele neue Pro­dukte dazu gekom­men, dass ich euch heute ein­fach mal ein bißchen was über Glück­shund erzählen und euch die Pro­dukte vorstellen möchte.

Ich kann mich wirk­lich glück­lich schätzen. Ich kann genau das machen, was ich möchte und das auch noch von Zuhause aus. Das ist für mich der absolute Luxus und mit keinem Geld auf der Welt zu bezahlen. Ich bin allen Kun­den und Man­dan­ten so dankbar, dass sie mir dies ermöglichen.

Als ich am Anfang stand, habe ich oft gefragt, wie ich mich bloß gegen andere Shops durch­set­zen soll. Ich bin über­haupt kein Men­sch, der andere als Konkur­renz ansieht und ich meide grund­sät­zlich den Blick nach links oder rechts. Das macht unglück­lich und bringt nie­man­den voran. Doch irgend­wie fragt mich sich ja schon, wie man beste­hen kann.

Die vier A

Anders als alle anderen

Ein Merk­satz, der irgend­wie schon immer passte.

Aus dem Leinengeschäft hielt ich mich raus. Es gibt soooo viele Anbi­eter für Leinen, ins­beson­dere für Tauleinen. So viele haben tolle Ideen und machen einen so guten Job. Und es gibt auch einige, die nichts anderes machen als nach links und rechts zu schauen. Wie oft habe ich schon vor dem Lap­top gesessen und mich gefragt wie man so frech sein kann. Ein Unternehmen arbeitet mit Tau und Leder in Kom­bi­na­tion und schwups keine Woche später macht es die ohne­hin schoon für den Blick nach links und rechts bekan­nte Per­son eben­falls. Irre oder?

Ich blieb also bei meinen Kuscheldecken, Fut­ter­beuteln und Co.

Ich achte stets darauf, dass die Stoffe und Mate­ri­alien von guter Qual­ität sind und zahle lieber ein paar Euro mehr dafür. Mir ist es wichtig, dass man sich die Pro­dukte auch nach eige­nen Wün­schen zusam­men­stellen kann. Ich mag es mit Kun­den gemein­sam neue Ideen zu entwick­eln. Gerne nähe ich die Pro­dukte nach den Wün­schen von Kun­den und bin immer wieder erstaunt, wie cool die Sachen anschließend ausse­hen. Auch, wenn es sicher ein­facher wäre, nur fer­tige Pro­dukte anzu­bi­eten, so möchte ich die Option nicht mehr mis­sen. Unzäh­lige Male sind schon richtige Klas­siker aus Kun­den­wün­schen gewor­den. Vie­len von euch bin ich daher so dankbar.

Nun möchte ich euch gern die Pro­dukte hin­ter Glück­shund vorstellen.

Kuscheldecken

Ich liebe die Kuscheldecken. Sie sind so schön weich und kusche­lig. Bei uns liegen auch schon über­all welche herum. In den Kör­bchen, im Auto, auf dem Sofa 😀 Die Kuscheldecken beste­hen aus weichem Plüschstoff. Die Rück­seite wird far­blich zur Vorder­seite abges­timmt. Waschbar sind sie bei 30 Grad. Eine Pflegean­leitung wird mit­geschickt. Zu den Decken gibt es im Shop auch die passenden Plüschknochen und Dot­tys, für alle die genauso irre sind wie ich, denn bei mir muss immer alles zueinan­der passen 😀

Und wo wir schon beim Thema Decken sind, möchte ich euch gern noch das neuste Pro­dukt vorstellen

Outdoordecken

Out­do­ordecken sind die per­fek­ten Begleiter für lange Aus­flüge, Train­ingsstun­den in der Hun­de­schule oder für Wan­derun­gen im Urlaub. Die Decken lassen sich ganz ein­fach mith­ilfe des Klettver­schlusses zusam­men­rollen und mit einem prak­tis­chen Hal­te­griff tra­gen oder am Ruck­sack befestigen.
Die Decken beste­hen aus einer weichen, kusche­li­gen Seite für den Hund oder uns Zweibeiner 😉 sowieso einer abwaschbaren, wasserun­durch­läs­si­gen Rück­seite. Die Out­do­ordecken sind zudem gefüllt mit einer kusche­li­gen Matte, die kom­plett ein­genäht wurde, sodass auch beim Waschen nichts ver­rutschen kann. Die abwaschbare Rück­seite kann ganz sim­ple mit einem nassen Lap­pen sauber gehal­ten wer­den. Die gesamte Decke lässt sich zudem bei 30 Grad waschen.

Lange habe ich über­legt, wie die Decke am besten ausse­hen kön­nte. Vielle­icht doch eine Schnalle statt Klettver­schluss? Blöd, wenn der Hund zum Knab­bern neigt. Eine Schleife? Nicht fest genug. Also wurde es Klett. Ehrlich gesagt habe ich auch lange eine Alter­na­tive zu der beschichteten Baum­wolle gesucht. Ich arbeite gerne und viel damit, doch ich will ehrlich sein: der Stoff ist soooo teuer. Doch es gab ein­fach keine Alter­na­tive zu der beschichteten Baum­wolle aus dem kleinen Laden hier um die Ecke. Der Stoff wird direkt aus Ital­ien bezo­gen. Der Laden hat immer unge­fähr 20 bis 30 Rollen da. Ob ein Stoff wiederkommt, kann man mir dort nicht ver­sprechen, das ist ein kleiner Nachteil an der Sache. Doch kein anderer Stoff kommt an diesen heran, also nehm ich die kleinen Haken in Kauf 🙂

Der lieben San­dra habe ich das Schnüf­felmem­ory zu ver­danken. Sie hat mich auf die Idee gebracht und wir haben ihr dieses mit­tler­weile so beliebte Spiel zu ver­danken <3

Beim Schnüf­felmem­ory geht es darum, dass der Hund einen Mus­ter­duft aus ver­schiede­nen Gerüchen her­aus­fil­tert und anzeigt. Dies ist eine super Möglichkeit, seinen Hund sowohl im Haus als auch draußen art­gerecht zu beschäfti­gen. Das Schnüf­felmem­ory besteht aus fünf Säckchen, die im Design aufeinan­der abges­timmt sind. Die Säckchen beste­hen von innen aus abwaschbarer Baum­wolle. Die Beu­tel sind unge­fähr 7 x 9 cm groß und wer­den in einem hüb­schen Kar­ton zur ein­fachen Auf­be­wahrung geliefert.

Zudem wird eine Schritt für Schritt Anleitung mit­geliefert. Wie genau das Spiel aufge­baut wird, könnt ihr aber auch hier nachlesen.

Unsere Beutel

Mit­tler­weile gibt es sooo viele ver­schiedene Beu­tel, dass ich schon manch­mal selbst über­legen muss, welche Kom­bi­na­tio­nen möglich sind.

Der Klas­siker ist der nor­male Fut­ter­beu­tel. Unsere Fut­ter­beu­tel beste­hen von außen aus einem robustem Baum­woll­stoff. Im Inneren wurde ein abwaschbarer Baum­woll­stoff ver­wen­det, sodass auch Käse, Wurst und Fleisch trans­potiert wer­den kann. Zur Reini­gung lässt sich der innere Teil nach außen ziehen. Dieser kann dann mit einem feuchten Tuch oder unter fließen­dem Wasser gere­inigt wer­den. Der gesamte Beu­tel lässt sich bei 30 Grad waschen. Auf Wun­sch kann mit kleinen Buch­staben den Namen deines Hun­des an der Kordel befes­tigt werden.

Zudem gibt es den Fut­ter­beu­tel auch mit einem zweiten Fach. So lassen sich zwei ver­schiedene Sorten Leck­erlis, ein Clicker, eine Hun­depfeiffe oder das Smart­phone mit im Beu­tel trans­portieren. Beson­ders prak­tisch ist, dass sich das zweite Fach auch an die Seite drücken lässt, sodass der Beu­tel auch ganz nor­mal genutzt wer­den kann.

Rel­a­tiv neu ist der Bauchgurt zu dem Fut­ter­beu­tel, sodass der Beu­tel umgeschnallt statt angesteckt wer­den kann.

Aus der Idee einer Kundin ist der Jack­en­taschen­beu­tel ent­standen. Ein Fut­ter­beu­tel in klein, sodass der Beu­tel per­fekt in die Jack­en­tasche passt und die täglichen Leck­erlis sauber trans­portiert wer­den kön­nen. Ich muss ehrlich geste­hen, nicht geahnt zu haben, wie beliebt die kleinen wer­den kön­nten. Daher bin ich umso dankbarer für die tolle Idee.

Ganz neu sind auch unsere Som­mer­loops in tollen und niedlichen Hund­edesign. Gern fer­tige ich hierzu auch die passenden Loops für den Hund an. Ich liebe Partnerlook 😀

eDgar

Kennt ihr eDgar von Die Strup­pibande? Zusam­men mit Susanne haben wir eDgar als Kuscheltier entwick­elt <3 Für uns die ganz große Liebe <3

Rucksäcke

Der Ruck­sack besteht aus robustem Baum­woll­stoff, abge­setzt mit Kun­stleder. Im Inneren befindet sich ein­far­biger Baum­woll­stoff. Der Ruck­sack ist ca. 30 x 40 cm groß. Die Ruck­säcke gibt es passend zu Fut­ter­beu­tel und Co, damit alles zueinan­der passt 🙂 Ich liebe die Ruck­säcke und habe selbst auch ganz viele 😀

 

Halstücher

Unsere Hal­stücher wer­den nach Maß genau für deinen Hund ange­fer­tigt. Sie beste­hen aus zwei Seiten, sind also auch von zwei Seiten trag­bar. Die Tücher wer­den mit Snaps ver­schlossen und sind bei 30 Grad waschbar.

Spiiiiiieliiiiis

Natür­lich dür­fen auch Spielies nicht fehlen. Das Plüschspielzeug ist mit Watte gefüllt, die auch für Babyspielzeug geeinget ist. Je nach Wun­sch befindet sich ein Qui­etschi, eine Glocke oder auch Knis­ter­folie in den Spilies. Die Spielies gibt es in ver­schiede­nen Größen und For­men. Zudem gibt es auch Zergel aus robustem Textilgarn.

Glücksbox

Du möcht­est nicht nur deinem Vier­beiner eine Freude machen, son­dern auch selbst über­rascht werden?
Dann ist die Glücks­box genau das Richtige für dich!
Unsere Glücks­box wird wie eine Wun­dertüte mit ver­schiede­nen Pro­duk­ten von uns gefüllt. Ihr könnt euch kom­plett über­raschen lassen oder aber kleine Wün­sche und Vor­lieben in dem Bemerkungs­feld bei eurer Bestel­lung angeben. Ihr liebt zum Beispiel die Farbe pink, mögt Stoffe mit Sternchen oder Punk­ten oder woll­tet schon immer einen Plüschknochen für euren Hund? Dann ab ins Bemerkungs­feld mit diesem Wunsch.
Sollte es Pro­dukte geben, die ihr gar nicht gebrauchen könnt, dann bitte gebt dies eben­falls in dem Feld für Bemerkun­gen mit an. Ver­ratet mir bitte zudem, wie euer Hund heißt,um welche Rasse es sich han­delt und welchen Hal­sum­fang euer Hund hat
Die Glücks­box gibt es in ver­schiede­nen Größen. Liegt der Preis zum Beispiel bei 20,00 EUR befinden sich Pro­dukte im Wert von ca. 25,00 bis 30,00 EUR in der Box.
Die Pro­dukte wer­den in einer hüb­schen Box geliefert.

 

Manch­mal bin ich selbst über­rascht, wieviele Pro­dukte mit­tler­weile zu Glück­shund gehören 🙂

Ich freu mich schon auf die erste Glück­shund­party im Juni. Ich tre­ffe mich mit mehreren Mädels zu einem gemütlichen Abend und ich nehme alle Pro­dukte mit. Glück­shund zum Anfassen quasi 🙂 Klingt jetzt ein wenig nach Tup­per­party, ist es ja irgend­wie auch 😀

Ich hoffe, ich kon­nte euch einen kleinen Ein­blick hin­ter die Kulis­sen von Glück­shund geben <3

Wer Lust auf Glück­shund bekom­men hat, kann bis zum 04.06. mit dem Code “Dietut­nichts” 15 % sparen. Diesen Code kannst du in dem Feld “Bemerkun­gen” bei der Bestel­lung mit angeben. Bitte über Vorkasse und nicht über Pay­pal bestellen, damit ich bei der Erstel­lung der Rech­nung die 15 % abziehen kann. Lei­der hielt mein Shopan­bi­eter Gutschein­codes für über­flüs­sig, sodass wir diesen Umweg gehen müssen.

Was sich bei uns im Sommer ändert…

Kann man eigentlich mit­tler­weile davon sprechen, dass der Somme nun da ist? Immer­hin haben wir schon eine Woche lang nahezu 20 Grad. Und da 20 Grad für mich schon sooooooo warm sind, sage ich ein­fach mal: Der Somme ist da!

Für einen heuschnupfenge­plagten Men­schen wie mich, die zudem bei starker Sonnene­in­strahlung zu juck­enden Pocken neigt und bei richtiger Hitze dicke Füße bekommt, kann ich sagen: Für mich bringt keine Jahreszeit so viele Ein­schränkun­gen mit sich wie der Somme.

Während andere sich mit Pfoten­bal­sam und neuem Man­tel auf den Win­ter ein­stellen, kom­men bei uns die größten Verän­derun­gen mit sich, sobald es draußen warm wird.

Wie sich der Som­mer auf unsere Run­den auswirkt, wie wir in diesem Jahr gegen Zecken ankämpfen und was genau uns nun täglich eine Stunde lang beschäftigt, erzähle ich euch heute in meinem Artikel zum Thema

Was sich bei uns im Sommer ändert

Queen ist kein Som­mer­hund und ver­hält sich wie ein Eis­bär. 20 Grad reichen bere­its aus, sodass sie schon nach weni­gen Minuten hechelt. Püppi hält da schein­bar etwas mehr aus, denn bis bei ihr die Zunge raushängt, muss sie schon eine halbe Stunde bei strahlen­dem Son­nen­schein geflitzt sein.

Unsere Spaziergänge

Schon jetzt fan­gen wir an und ver­lagern die große Mit­tagsrunde auf den Mor­gen. Statt einer kleinen Pi und Pu Runde mor­gens um sieben und anschließen­dem Nick­erchen bis halb 11 gibt es nun schon um kurz vor sieben die große Mor­gen­runde. Die kurze Runde ver­lagern wir in die Mit­tagszeit. Sobald es noch wärmer wird, gehen wir zwis­chen 11 und 16 Uhr gar nicht mehr raus. Queen hat nur wenig Freude, wenn es richtig warm ist und bei Püppi habe ich immer Schiss, dass sie sich übern­immt. Für die Aben­drunde geht es meist in den Wald oder an den See. Mit­ten im Net­te­tal gibt es einen Wald, der auch im Sommr so kühl ist, dass man das Bedürf­nis bekommt eine Strick­jacke drüber zu ziehen. Für die Hunde also per­fekt bei war­men Temperaturen.

Die Zeckenzeit

Bis vor einer Woche habe ich noch geglaubt, in diesem Jahr einiger­maßen Ruhe zu haben von den eke­li­gen Mistviech­ern. Daher habe ich den Zeck­en­schutz ehrlichge­sagt etwas ver­nach­läs­sigt. Habe nur spo­radisch unsere Mit­tel genutzt.

Doch die war­men Tem­per­a­turen haben mir schnell den Mit­telfin­ger gezeigt. Nach unserer Runde um den großen See am Mon­tag abend hab ich von Queen 5 und von Püppi 3 Zecken ent­fer­nen müssen. Andere Hunde haben in der ganzen Sai­son so viele Zecken. Wir schon an einem Abend.

Püppi hat vor eini­gen Wochen eine Bern­stein­kette bekom­men. Zusam­men mit Kokosöl zum Ein­reiben funk­tion­ierte das wirk­lich gut. Lei­der gab es die Kette nicht in Queens Größe, sodass ich erst ein­mal abwarten wollte, wie es bei Püppi hilft. Die Kette für Queen ist nun bere­its bestellt und müsste schon mor­gen ankommen.

Wer eben­falls eine Bern­stein­kette für seinen Hund testen möchte, kann diese hier* bestellen.

Kokosöl hat bei uns lei­der den Nachteil, dass Püppi das Zeug richtig lecker findet. Sie ver­sucht also zunächst sich und anschließend Queen abzulecken, was Queen schnell in die Flucht schlägt. Wir haben aber auch mit dem Abwehrkonzen­trat von CDVet sehr gute Erfahrun­gen gemacht.

Das Abwehrkonzen­trat von CDVet findet ihr hier*.

Außer­dem bekom­men wir in den näch­sten Tagen ein Test­paket mit einem neuen völ­lig natür­lichen Zeck­en­schutzmit­tel. In Anbe­tra­cht der vie­len eke­li­gen Krabbeltiere im hohen Gras freuen wir uns schon sehr drauf.

Die Fellpflege

Queen befindet sich zur Zeit in der Mauser, sie bekommt ihr Som­mer­fell. Täglich bürste ich eine Menge aus ihr her­aus, die zweimal so groß ist wie Püppi. Gefühl müsste Queen schon nackt sein. Da ich Hun­de­haare in der Woh­nung wirk­lich ätzend finde, bürste und ent­wolle ich Queen täglich. Die Fellpflege von ihr und Püppi nimmt ins­ge­samt täglich eine Stunde Zeit in Anspruch. Natür­lich ver­liert sie auch so nochmal das ein oder andere Haar, aber in Anbe­tra­cht der riesen Berge Haare, die ich täglich aus ihr her­aus­hole, sind diese paar Haare nicht der Rede wert.

Der CoatK­ing ist im Übri­gen Gold wert für Hunde mit einem Fell wie Queen. Den kann ich euch wirk­lich nur empfehlen. Schaut dazu ein­mal hier*.

Die kleine Erfrischung für Zwischendurch

Als kleine Erfrischung für Zwis­chen­durch friere ich mit Leber­wurst gefüllt Kongs ein. Der neuste Trend im Schä­fi­haus ist Thun­fis­chquark. Der eignet sich auch super für den Kong — auch gefroren. In dieser Sai­son wollte ich unbe­d­ingt mal Hun­deeis sel­ber machen. Die passenden Back­for­men aus Silikon habe ich bere­its. Damit müsste es eigentlich super ein­fach gehen. Ich werde berichten 🙂

DIY Physiotherapie

Wir waren nun schon län­gere Zeit nicht mehr bei der Phys­io­ther­a­pie. Wie ihr bes­timmt schon mit­bekom­men habt, haben wir eine Blutegelther­a­pie getestet und sind mit den Ergeb­nis­sen mehr als zufrieden. Um die Entwick­lung nach der Blutegelther­a­pie nicht zu bee­in­flussen, habe ich alles andere — so auch die Phys­io­ther­a­pie — ausgeblendet.

Sobald warm ist, lass ich die Wauzis wieder ins Wasser. Queen läuft dort immer auf und ab und hin und her. Wie bei einem Unter­wasser­lauf­band läuft sie mal durchs flache und mal durchs tiefe Wasser. Das tut den Hun­den unglaublich gut. Wessen Hund sich nicht von alleine im Wasser bewegt, der kann eine Reizan­gel mit an den See nehmen und den Hund so gezielt durchs Wasser bewe­gen. Queen schwimmt lei­der nicht gerne, sodass wir uns auf das Laufen im Wasser beschränken. Das tut ihr gut und so kön­nen wir selbst ein bis zwei Mal die Woche das Unter­wasser­lauf­band ersetzen.

Wie sieht es bei euch aus? Was ändert sich bei euch zu dieser Jahreszeit? Wie unter­stützt ihr eure Hunde im Sommer?

*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 

Wie frech ist Püppi wirklich?

Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Sowohl in meinen Erzäh­lun­gen und Artikeln als auch auf den Fotos wirkt sie auf viele oft frech. Auch meine liebe Blog­gerkol­le­gin San­dra hat mich gefragt, wie frech sie denn nun wirk­lich ist.

Zeit, diese Ver­mu­tung aufzuklären.

Frech. Das sagt sich so leicht. Doch was ver­steht man eigentlich unter diesem Wort?

Unter Frech­heit ver­steht Wikipedia

eine Respek­t­losigkeit, zu der vor allem anmaßen­des und unver­schämtes Benehmen zählt.

Klingt ganz schön hart, oder?

Ich ver­suche es mal etwas net­ter zu for­mulieren, wie Hun­de­men­schen eben über ihre Lieb­sten sprechen:

Sie weiß, was sie will 😀

Püppi ist sehr leb­haft und hat wahnsin­nig viel Energie. Sie flitzt durchs Leben wie eine kleine Rennsemmel.

Wenn man mit ihr zockt, ist sie tat­säch­lich ganz schön wild. Ich bin überzeugt davon, dass sie nicht weiß wie klein sie ist. Sie ben­immt sich als sei sie riesig. Sie neigt ein wenig zur Dis­tan­zlosigkeit. Hat man etwas leck­eres zu essen in den Hän­den, krabbelt sich gern so hoch wie sie kommt. Sollte man auf dem Sofa sitzen, kann es schon mal sein, dass man ihre riesen Knop­fau­gen direkt vor der Nase hat. Will sie spie­len und alle ignori­eren sie, drückt sie so lange das qui­etschende Spielzeug an mein Bein, bis sie irgen­deine Form der Aufmerk­samkeit bekommt.

Bei Queen läuft das ähn­lich. Ignori­ert sie Püppi, fängt diese an  Queen im Gesicht und an den Ohren abzulecken. Auch Queen wird öfter mal Opfer des qui­etschen­den Spielzeu­gan­griffs von Püppi.

Essen klaut sie gern, wenn Queen es zulässt auch direkt aus ihrem Maul.

Unter­wegs macht sie nur Quatsch. Würde man sie lassen, würde sie alles jagen, was sich bewegt. Ob Hase, Vogel oder Reh. Vor Püppi ist nichts sicher. Sie ist auf eine Pfeiffe trainiert, sodass ich sie rechtzeitig stop­pen kann — keine Sorge 🙂 Sie frisst alles, was eke­lig ist und stinkt und sam­melt alles ein, was ihr unter die Pfoten kom­men. Ob Fed­ern, Stöckchen oder Rinde. Was sich tra­gen lässt, wird getra­gen. Stolz und mit erhobe­nen Hauptes. “Tabu” ist ihr zweiter Vorname.

Doch eigentlich war es das auch “schon”. Außer Spielzeug hat sie nie etwas kaputt gemacht und sie hört aufs erste Wort bzw. den ersten Pfiff 🙂 Sie arbeitet unglaublich gern. Egal ob Agility, Dog­Dance oder Dum­my­train­ing. Püppi ist für alles zu begeis­tern und ist stets mit riesen Freude dabei.

Natür­lich fallen Worte wie “Tabu” und “Schluss” bei ihr min­destens zehn mal so häu­fig wie bei Queen, aber solange dann auch wirk­lich Schluss ist oder eben das eke­lige tote Tier aus­ge­spuckt wird, ist alles völ­lig in Ordnung 🙂

Let­z­tendlich muss ich wohl zugeben, dass sie genauso ist wie sie aussieht 😀

Groß und Klein — geht das überhaupt?

Vor eini­gen Tagen habe ich via Face­book und Insta­gram dazu aufgerufen, uns Fra­gen zu stellen. Uns Dinge zu fra­gen, die ihr schon immer mal wis­sen wolltet.

Eine Frage tauchte hier­bei immer wieder auf, sodass ich mich entschlossen habe, der Antwort einen eige­nen Blog­a­r­tikel zu widmen.

Hast du dir vor Püppis Einzug Sorgen gemacht, dass der Größenunterschied der beiden ein Problem werden könnte?”

Ich muss zugeben, dass ich diese Frage schon oft gehört habe. Viele sind neugierig und wollen wis­sen, ob ein großer Hund über­haupt mit einem Kleinen zusam­men­leben kann. Einige reagieren auf eine Art, die schon fast an Mitleid mit Püppi grenzt: “Oh die arme Kleine muss bes­timmt ganz schnell laufen, um mit der Großen mithal­ten zu kön­nen.” Und manche ver­ste­hen meine Entschei­dung ein­fach so gar nicht: “Wie kann man nur? Die bei­den Hunde haben doch völ­lig unter­schiedliche Bedürfnisse”

Klar, das haben sie. Aber ich habe auch völ­lig unter­schiedliche Inter­essen im Ver­gle­ich zum Her­rchen und wir leben trotz­dem zusammen 😀

Liebe auf den ersten Blick <3

Ne, mal im ernst.

Natür­lich habe ich mir einige Gedanken darüber gemacht, ob ein kleiner Hund die richtige Entschei­dung sein würde. Und ich weiß gar nicht, ob ich mit diesem Artikel eine befriedi­gende Antwort auf die Frage liefern kann. Ich kann die Frage zwar für uns beant­worten, aber dies stellt keine all­ge­me­ingültige Aus­sage dar.

Zunächst ein­mal kann natür­lich ein kleiner Hund mit einem großen Zusam­men­leben. Warum denn auch nicht? Schließlich gibt es auch genug artenüber­greifende Fre­und­schaften wie Hund und Katze oder Hund und Hase — und diese sind doch weit exo­tis­cher als groß und klein.

Queen hat grund­sät­zlich keine Prob­leme mit anderen Hun­den. Sie ist allerd­ings ein Hund, die schon immer zwis­chen groß und klein unter­schieden hat. Und nicht nur das. Sie hat auch schon immer zwis­chen frech und eher zurück­hal­tend unterschieden.

Queen mochte schon immer kleine, freche Hunde. Mit denen hat sie gern gespielt und gern Zeit ver­bracht. Sie war schon immer sehr vor­sichtig mit kleinen Hun­den und wirkte von Anfang an inter­essierter, wenn ihr Gegenüber ein kleiner, frecher Vier­beiner war.

Püppi hat schon immer gebud­delt. Schnell hat sie Queen damit angesteckt

Queen hat auch große Hun­de­fre­unde, aber das sind auch eher aufgeschlossene und leb­hafte Hunde.

Ruhige und schüchterne Hunde waren nie ihr Ding. Man hatte den Ein­druck, sie wurde dadurch eben­falls unsicher und nervös.

Kleine, freche Hunde waren also schon immer Queens lieb­ste Gefährten. In der Gegen­wart eines kleinen, aufgeschlosse­nen Vier­bein­ers, wirkte sie wesentlich unbeschw­erter und legte ihre eigene Unsicher­heit ab, sodass hier schon immer klar war, wenn es mal einen zweiten Hund geben sollte, dann einen kleinen, aufgeschlosse­nen Frechdachs.

Die Wahl fiel schnell auf einen Shih Tzu, weil die Rasse für ihre Uner­schrock­en­heit und für ihren eige­nen Kopf bekannt ist. Vom Wesen her hätte auch ein Jack Rus­sel gut gepasst, aber das wäre nicht so mein Ding gewe­sen. Ich mag es, wenn ein Hund langes Fell hat und fluffig aussieht 😀 Die Mis­chung macht es, daher sollte es ein Shih Tzu Mal­teser Mis­chling wer­den. Ich wollte einen gesun­den, nicht überzüchteten Hund. Gern einen “Unfall” mit gesun­den Eltern. Ich muss auch zugeben, dass ich die Mis­chlinge süßer finde als rein­ras­sige Shih Tzus.

Zusam­men Kuscheln und gemein­sam Schlafen war schon nach einige Tagen selbstverständlich

Auch ich wollte gern einen kleinen Hund dazu.

Ich war noch die diejenige, für die ein Hund erst da anfängt, “wo man sich nicht mehr bücken muss”. Oh, wie ich den Spruch hasse 😀

Ich wollte gern einen kleinen fluffi­gen, flauschi­gen Hund, der frech ist, seinen eige­nen Kopf hat und Queen so ihre Unsicher­heit ein Stück weit nehmen kann. Ich wollte einen kleinen Hund, der sportlich ist und zudem aufgeschlossen.

Nun muss ich den Kri­tik­ern aber doch in einem Punkt Recht geben:

Große und kleine Hunde haben völlig unterschiedliche Bedürfnisse.

Das ist ein­fach so und da braucht man auch nichts schön reden.

Wer keine Zeit hier­für hat, sollte sich bei einem Zwei­thund für eine Rasse entschei­den, die dem Ersthund sehr nahe kommt.

Queen macht gern Nase­nar­beit und geht gern Trailen. Sie geht gern drei bis vier Mal raus. Auf den Spaziergän­gen sucht sie gern Fut­ter­brocken im Gras, Laub oder in Baum­rinden. Sie sucht gern ver­steckte Spielies und wenn draußen mal nichts passiert, ist sie eher langsam unter­wegs. Sie schnüf­felt viel und spielt gern den “Dorfsherrif”.

Püppi hat gern Action. Ob Agility, Trick­sen oder Apportieren. Haupt­sache schnell. Sie würde am lieb­sten den ganzen Tag spazieren gehen, gern stun­den­lang. Sie schnüfe­flt kaum, markiert im vor­beiren­nen und ist ganz all­ge­meinh haupt­säch­lich ren­nend unterwegs.

Das klingt nun erst­mal, als wären die Spaziergänge das rein­ste Chaos, aber das ist nicht so. Die bei­den haben sich super aneinan­der angepasst. Püppi hat mit­tler­weile auch Gefallen daran gefun­den, Leck­erlis zu suchen und wenn sie mal kein Inter­esse hat, rennt sie ein­fach über die Wiese, während Queen mit der Nase im Gras steckt.

In der Hun­de­schule bele­gen beide unter­schiedliche Kurse, die Zeit nehme ich mir. Zwis­chen­durch gehen wir getrennt raus. Dann geh ich mit Queen in den Wald und wir machen Nase­nar­beit oder ich fahr mit Püppi mit dem Rad durch die Felder.

Zwei Hunde unter­schiedlicher Größe kön­nen sehr gut miteinan­der leben. Ich glaube, dass bezüglich der Har­monie zwis­chen bei­den Hun­den vor allem der Charak­ter entschei­dend ist. Ich habe Püppi und ihre Geschwis­ter vor ihrem Einzug drei mal besucht, um den Charak­ter genau her­aus­fil­tern zu kön­nen. Und sind wir mal ehrlich: auch zwei Hunde gle­icher Rasse kön­nen völ­lig ver­schieden sein. Man sollte also genau über­legen, welcher Typ zu eige­nen Hund passt und danach entschei­den. Der Charak­ter des Hun­des ist hier viel entschei­dener als Rasse oder Größe.

Zudem sollte man sich darüber bewusst sein, dass zwei Hunde mit unter­schiedlichen Bedürfnis­sen viel mehr Zeit und Aufmerk­samkeit benöti­gen als zwei Hunde, die zum Beispiel beide zum Agility gehen oder die beide Mantrail­ing machen.

Und auch, wenn es bes­timmt Tage gibt, an denen Queen die Püppi mit ihrer unendlichen Energie am lieb­sten zur Adop­tion frei geben würde, bin ich mir sicher, dass sie sie spätestens nach ein paar Stun­den ver­mis­sen würde 😀

Habt ihr auch zwei Hunde? Für welche Rassen habt ihr euch entsch­ieden und welche Erfahrun­gen habt ihr gemacht?

Programmierfehler in der Hundeerziehung

Heute gibt es wieder etwas zum Schmun­zeln, denn Sören Emmz­woaka hat wieder eine lustige Kurzgeschichte für uns.

Ich bin Jahrgang 1983 und habe die gle­ichen Idole wie mein Vater, der 1938 geboren wurde. Hier ist also nicht von Lukas Podol­ski die Rede. Wenn über­haupt würde ich den mit meiner Mut­ter in Verbindung brin­gen, denn beide sind – zeit­ver­setzt – in dem Braunkohle­moloch west­lich von Köln aufgewach­sen, das Straßenkarten unter dem Namen Bergheim führen. Bei den Vor­bildern meines Vaters han­delt es sich um Ephraim Kishon und Emil Zatopek, mit dem sich mein Vater immer schiedlich-friedlich Geburt­sort (Koprivnice) und Vor­na­men geteilt hat. Mein Vater hatte schon immer eine Schwäche für die feinen Pointen des israelis­chen Satirik­ers und den unfeinen Lauf­stil des tschechis­chen Leich­tath­leten. Seine Anhänger­schaft zu bei­den ist naht­los auf mich überge­gan­gen. Daran sind in meinem Fall allerd­ings die Erziehungsmeth­o­den und nicht die Gene schuld. Wenn ich früher beim Leichtathletik-Training nicht schnell genug um die Aschen­bahn lief, warf mein Vater ein extra schw­eres Kishon-Buch mit spitzen Kan­ten nach mir. Er rief dann noch: “Lauf schneller, sonst wirst du nie der Nach­fol­ger von Emil Zatopek”. Was soll ich sagen? Ich habe eine Narbe am Hin­terkopf, wurde aber nie der Nach­fol­ger von Emil Zatopek. 

Als mir Kishon (eines seiner Bücher; der Mann selbst ist ja längst tot) neulich wieder in die Hände fiel, stieß ich beim Durch­blät­tern auf einen Text über ein Hünd­chen. Da wusste ich auch wieder, wer den Sprach­schatz meines Vaters mit Dutzen­den von Verniedlichun­gen einge­färbt hat. Für meinen Vater ist unser Deutsch-Drahthaar-Rüde Moritz näm­lich immer noch ein Hünd­chen, obwohl dieser mit­tler­weile 30 Kilo­gramm wiegt, einen Rauschebart sein eigen nennt und sich zum hor­mon­ges­teuerten Triebtäter entwick­elt hat. In Kishons Geschichte geht es um einen her­ren­losen Welpen, den er bei sich aufn­immt. Das Hünd­chen heißt Zwinji, liebt ungarische Salami und inter­pretiert Kishons Befehle recht eigen­willig. Ich darf den großen Meis­ter zitieren: 

Sitz!” (Zwinji spitzt die Ohren und leckt mein Gesicht.)

Spring!” (Zwinji kratzt sich den Bauch.)

Gib’s Pfötchen!” (Zwinji rührt sich nicht.)

Das größte Prob­lem mit Zwinji besteht jedoch darin, dass das Hünd­chen immer auf den roten Tep­pich pinkelt. Ver­bale Ver­bote, ein erhobener Zeigefin­ger, der vorüberge­hende Ein­satz eines grauen Tep­pichs, abendliche Marathon­spaziergänge mit dem Ziel, dass sich das Hünd­chen leer­pinkelt, kör­per­liche Züch­ti­gung und die Aus­sicht auf Lecker­bis­sen aller Art schaf­fen keine Abhilfe. Zwinji hält unbeir­rbar an seinen Pinkel­sit­ten fest. In let­zter Kon­se­quenz schmeißt Kishon das Hünd­chen zur Strafe sogar aus dem Fen­ster. Es hilft nichts und es kommt anders, als man denkt: Nach einiger Zeit pinkelt Zwinji zuerst auf den roten Tep­pich, stürzt sich dann von ganz alleine aus dem Fen­ster, läuft über die Treppe wieder hin­auf in die Woh­nung und erwartet freud­e­strahlend seine Beloh­nung. Kishon nennt das „Teil­er­folg“, aber es ist natür­lich ein klarer Fall von Fehlverknüpfung.

So etwas ken­nen wir auch. Moritz‘ Lieblings­beschäf­ti­gung ist das Joggen. Wenn ich mich aber zum Laufen umziehe und nach seinem Laufgeschirr greife, knurrt und bellt der Drahthaar auf eine Weise, wie sie von außen betra­chtet als Aggres­sion ver­standen wer­den kön­nte. So wie Zwinji Fen­ster­sturz und Beloh­nung fehlverknüpft hat, tut Moritz dies mit Jog­ging und Knur­ren. Ich find’s fast schon char­mant. Kennt Ihr auch solche Beispiele für Fehlsynapsen?

Lust auf mehr lustige Geschichten aus dem All­tag von Sören und seinem Hund Moritz? 

Weitere satirische Hundegeschichten von Sören Emmzwoaka sind unter dem Titel “Aus dem Leben eines Rüden” z.B. über Amazon hier* bestellbar.

Cover Aus dem Leben eines Rüden 
Vie­len Dank an Sören für diese Kurzgeschichte. 
 
 
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Hundekekse aus der Backmatte?

Die Hun­de­blogs und Face­book ist voll mit Bildern eines zweck­ent­fremde­ten Haushaltshelfers:

Der Back­matte.

Eigentlich dient sie dazu Back­pa­pier zu erset­zen und Flüs­sigkeiten beim Backen aufz­u­fan­gen. Irgen­dein kluger Kopf hat die Back­matte dann erst­mals zweck­ent­fremdet und mit ihr Hun­dekekse gebacken. Das war der Tag, der das Leben der selb­st­back­enden Hun­dekekse — Men­schen für immer verän­dert hat.

Ich muss zugeben, mich am Anfang gefragt zu haben, ob ich diesen Hype mit­nehmen soll. Eigentlich habe ich schon For­men für Hun­dekekse und so oft komme ich eigentlich gar nicht zum Backen.

Doch wer eben­falls click­ert, Such­spiele macht oder die Beloh­nung für den erfol­gre­ichen Rück­ruf benötigt, der wird mich ver­ste­hen, wenn ich frage: Wo um alles in der Welt bekommt man hochw­er­tige Belohnungen?

Als ich ange­fan­gen habe zu click­ern, stand ich im Tier­markt vor dem Regal und nahm die vie­len kleinen Tüten mit den kleinen Beloh­nun­gen unter die Lupe.

… und tierische Neben­erzeug­nisse.” — nein danke

Getreide” — muss ich auch nicht haben

7 % Fleisch” — what?

Kurzum: Ich fand nichts vernün­ftiges und hatte stets ein schlechtes Gefühl, wenn ich dann doch zu einer dieser Tüten griff. Es hat sich für mich ange­fühlt, als wäre es gesün­der Gum­mibärchen in meinen Hund zu werfen.

Beim Dog­Danc­ing am Fre­itag mor­gen hatte meine “Mit­tänz­erin” ganz kleine kugelige Beloh­nun­gen dabei. Direkt fragte ich sie, ob bei ihr eine Back­matte einge­zo­gen sei.

Ganz begeis­tert berichtete sie mir, dass sie eine Back­matte in einem Geschäft bei uns in der Stadt ent­deckt hätte und sie wäre begeistert.

Es war um mich geschehen.

Am gle­ichen Tag bin ich los­ge­fahren und habe mir die let­zte Back­matte geschnappt. Auf dem Rück­weg schnell am Super­markt ange­hal­ten und die Zutaten besorgt, die ich zuvor in dem Blog der lieben Jana und ihrer Hündin Iva gefun­den habe. Den Artikel findet ihr hier.

Viele haben von einem unan­genehmen chemis­chen Geruch berichtet, aber den habe ich gar nicht fest­gestellt, sodass es direkt los­ge­hen konnte.

Die Zutaten­liste ist über­schaubar. Dies gefiel mir an dem Rezept direkt, denn ich mag es, wenn das Rezept schnell und ohne großere Sauerei umzuset­zen ist.

  • 2 Eier
  • 250 g Quark
  • 1 Dose Thun­fisch im eige­nen Saft
  • 1–2 EL Mehl (ich habe mich für Dinkelmehl entschieden)
  • eventuell ein wenig Öl

Anschließend wird alles gut durch gemixt. Das sieht dann so aus:

Und schon kann man die Masse auf der Back­matte verteilen.

Ich hatte noch ein wenig Teig übrig, sodass ich auch meine anderen For­men noch genutzt habe.

Die Backzeit beträgt 25 Minuten bei 200 Grad.

Nach dem Backen sieht das ganze so aus und die kleinen Knab­bereien kön­nen ganz leicht aus der Matte gelöst wer­den. Nicht eine Kugel klebte fest und alles löste sich quasi von alleine.

Und was sagen die Mäuse?

Queen und Püppi sind schwer begeis­tert und kon­nten gar nicht genug bekommen.

Ich lagere die Kugeln in meinem Fut­ter­beu­tel. In jedem Fall nicht in einem geschlosse­nen Gefäß. Bin schon ges­pannt, wie lange ich mit einer Back­matte auskomme 😀

Und wer sich auch eine Back­matte bestellen möchte, kann dies hier* tun.

Die Silikon­for­men gibt es hier* und hier*.

Und wer auch einen Fut­ter­beu­tel haben möchte, kann diesen hier in meinem Shop bestellen.

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