Unser Leben

Wie frech ist Püppi wirklich?

Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Sowohl in meinen Erzäh­lun­gen und Artikeln als auch auf den Fotos wirkt sie auf viele oft frech. Auch meine liebe Blog­gerkol­le­gin San­dra hat mich gefragt, wie frech sie denn nun wirk­lich ist.

Zeit, diese Ver­mu­tung aufzuklären.

Frech. Das sagt sich so leicht. Doch was ver­steht man eigentlich unter diesem Wort?

Unter Frech­heit ver­steht Wikipedia

eine Respek­t­losigkeit, zu der vor allem anmaßen­des und unver­schämtes Benehmen zählt.

Klingt ganz schön hart, oder?

Ich ver­suche es mal etwas net­ter zu for­mulieren, wie Hun­de­men­schen eben über ihre Lieb­sten sprechen:

Sie weiß, was sie will 😀

Püppi ist sehr leb­haft und hat wahnsin­nig viel Energie. Sie flitzt durchs Leben wie eine kleine Rennsemmel.

Wenn man mit ihr zockt, ist sie tat­säch­lich ganz schön wild. Ich bin überzeugt davon, dass sie nicht weiß wie klein sie ist. Sie ben­immt sich als sei sie riesig. Sie neigt ein wenig zur Dis­tan­zlosigkeit. Hat man etwas leck­eres zu essen in den Hän­den, krabbelt sich gern so hoch wie sie kommt. Sollte man auf dem Sofa sitzen, kann es schon mal sein, dass man ihre riesen Knop­fau­gen direkt vor der Nase hat. Will sie spie­len und alle ignori­eren sie, drückt sie so lange das qui­etschende Spielzeug an mein Bein, bis sie irgen­deine Form der Aufmerk­samkeit bekommt.

Bei Queen läuft das ähn­lich. Ignori­ert sie Püppi, fängt diese an  Queen im Gesicht und an den Ohren abzulecken. Auch Queen wird öfter mal Opfer des qui­etschen­den Spielzeu­gan­griffs von Püppi.

Essen klaut sie gern, wenn Queen es zulässt auch direkt aus ihrem Maul.

Unter­wegs macht sie nur Quatsch. Würde man sie lassen, würde sie alles jagen, was sich bewegt. Ob Hase, Vogel oder Reh. Vor Püppi ist nichts sicher. Sie ist auf eine Pfeiffe trainiert, sodass ich sie rechtzeitig stop­pen kann — keine Sorge 🙂 Sie frisst alles, was eke­lig ist und stinkt und sam­melt alles ein, was ihr unter die Pfoten kom­men. Ob Fed­ern, Stöckchen oder Rinde. Was sich tra­gen lässt, wird getra­gen. Stolz und mit erhobe­nen Hauptes. “Tabu” ist ihr zweiter Vorname.

Doch eigentlich war es das auch “schon”. Außer Spielzeug hat sie nie etwas kaputt gemacht und sie hört aufs erste Wort bzw. den ersten Pfiff 🙂 Sie arbeitet unglaublich gern. Egal ob Agility, Dog­Dance oder Dum­my­train­ing. Püppi ist für alles zu begeis­tern und ist stets mit riesen Freude dabei.

Natür­lich fallen Worte wie “Tabu” und “Schluss” bei ihr min­destens zehn mal so häu­fig wie bei Queen, aber solange dann auch wirk­lich Schluss ist oder eben das eke­lige tote Tier aus­ge­spuckt wird, ist alles völ­lig in Ordnung 🙂

Let­z­tendlich muss ich wohl zugeben, dass sie genauso ist wie sie aussieht 😀

Groß und Klein — geht das überhaupt?

Vor eini­gen Tagen habe ich via Face­book und Insta­gram dazu aufgerufen, uns Fra­gen zu stellen. Uns Dinge zu fra­gen, die ihr schon immer mal wis­sen wolltet.

Eine Frage tauchte hier­bei immer wieder auf, sodass ich mich entschlossen habe, der Antwort einen eige­nen Blog­a­r­tikel zu widmen.

Hast du dir vor Püppis Einzug Sorgen gemacht, dass der Größenunterschied der beiden ein Problem werden könnte?”

Ich muss zugeben, dass ich diese Frage schon oft gehört habe. Viele sind neugierig und wollen wis­sen, ob ein großer Hund über­haupt mit einem Kleinen zusam­men­leben kann. Einige reagieren auf eine Art, die schon fast an Mitleid mit Püppi grenzt: “Oh die arme Kleine muss bes­timmt ganz schnell laufen, um mit der Großen mithal­ten zu kön­nen.” Und manche ver­ste­hen meine Entschei­dung ein­fach so gar nicht: “Wie kann man nur? Die bei­den Hunde haben doch völ­lig unter­schiedliche Bedürfnisse”

Klar, das haben sie. Aber ich habe auch völ­lig unter­schiedliche Inter­essen im Ver­gle­ich zum Her­rchen und wir leben trotz­dem zusammen 😀

Liebe auf den ersten Blick <3

Ne, mal im ernst.

Natür­lich habe ich mir einige Gedanken darüber gemacht, ob ein kleiner Hund die richtige Entschei­dung sein würde. Und ich weiß gar nicht, ob ich mit diesem Artikel eine befriedi­gende Antwort auf die Frage liefern kann. Ich kann die Frage zwar für uns beant­worten, aber dies stellt keine all­ge­me­ingültige Aus­sage dar.

Zunächst ein­mal kann natür­lich ein kleiner Hund mit einem großen Zusam­men­leben. Warum denn auch nicht? Schließlich gibt es auch genug artenüber­greifende Fre­und­schaften wie Hund und Katze oder Hund und Hase — und diese sind doch weit exo­tis­cher als groß und klein.

Queen hat grund­sät­zlich keine Prob­leme mit anderen Hun­den. Sie ist allerd­ings ein Hund, die schon immer zwis­chen groß und klein unter­schieden hat. Und nicht nur das. Sie hat auch schon immer zwis­chen frech und eher zurück­hal­tend unterschieden.

Queen mochte schon immer kleine, freche Hunde. Mit denen hat sie gern gespielt und gern Zeit ver­bracht. Sie war schon immer sehr vor­sichtig mit kleinen Hun­den und wirkte von Anfang an inter­essierter, wenn ihr Gegenüber ein kleiner, frecher Vier­beiner war.

Püppi hat schon immer gebud­delt. Schnell hat sie Queen damit angesteckt

Queen hat auch große Hun­de­fre­unde, aber das sind auch eher aufgeschlossene und leb­hafte Hunde.

Ruhige und schüchterne Hunde waren nie ihr Ding. Man hatte den Ein­druck, sie wurde dadurch eben­falls unsicher und nervös.

Kleine, freche Hunde waren also schon immer Queens lieb­ste Gefährten. In der Gegen­wart eines kleinen, aufgeschlosse­nen Vier­bein­ers, wirkte sie wesentlich unbeschw­erter und legte ihre eigene Unsicher­heit ab, sodass hier schon immer klar war, wenn es mal einen zweiten Hund geben sollte, dann einen kleinen, aufgeschlosse­nen Frechdachs.

Die Wahl fiel schnell auf einen Shih Tzu, weil die Rasse für ihre Uner­schrock­en­heit und für ihren eige­nen Kopf bekannt ist. Vom Wesen her hätte auch ein Jack Rus­sel gut gepasst, aber das wäre nicht so mein Ding gewe­sen. Ich mag es, wenn ein Hund langes Fell hat und fluffig aussieht 😀 Die Mis­chung macht es, daher sollte es ein Shih Tzu Mal­teser Mis­chling wer­den. Ich wollte einen gesun­den, nicht überzüchteten Hund. Gern einen “Unfall” mit gesun­den Eltern. Ich muss auch zugeben, dass ich die Mis­chlinge süßer finde als rein­ras­sige Shih Tzus.

Zusam­men Kuscheln und gemein­sam Schlafen war schon nach einige Tagen selbstverständlich

Auch ich wollte gern einen kleinen Hund dazu.

Ich war noch die diejenige, für die ein Hund erst da anfängt, “wo man sich nicht mehr bücken muss”. Oh, wie ich den Spruch hasse 😀

Ich wollte gern einen kleinen fluffi­gen, flauschi­gen Hund, der frech ist, seinen eige­nen Kopf hat und Queen so ihre Unsicher­heit ein Stück weit nehmen kann. Ich wollte einen kleinen Hund, der sportlich ist und zudem aufgeschlossen.

Nun muss ich den Kri­tik­ern aber doch in einem Punkt Recht geben:

Große und kleine Hunde haben völlig unterschiedliche Bedürfnisse.

Das ist ein­fach so und da braucht man auch nichts schön reden.

Wer keine Zeit hier­für hat, sollte sich bei einem Zwei­thund für eine Rasse entschei­den, die dem Ersthund sehr nahe kommt.

Queen macht gern Nase­nar­beit und geht gern Trailen. Sie geht gern drei bis vier Mal raus. Auf den Spaziergän­gen sucht sie gern Fut­ter­brocken im Gras, Laub oder in Baum­rinden. Sie sucht gern ver­steckte Spielies und wenn draußen mal nichts passiert, ist sie eher langsam unter­wegs. Sie schnüf­felt viel und spielt gern den “Dorfsherrif”.

Püppi hat gern Action. Ob Agility, Trick­sen oder Apportieren. Haupt­sache schnell. Sie würde am lieb­sten den ganzen Tag spazieren gehen, gern stun­den­lang. Sie schnüfe­flt kaum, markiert im vor­beiren­nen und ist ganz all­ge­meinh haupt­säch­lich ren­nend unterwegs.

Das klingt nun erst­mal, als wären die Spaziergänge das rein­ste Chaos, aber das ist nicht so. Die bei­den haben sich super aneinan­der angepasst. Püppi hat mit­tler­weile auch Gefallen daran gefun­den, Leck­erlis zu suchen und wenn sie mal kein Inter­esse hat, rennt sie ein­fach über die Wiese, während Queen mit der Nase im Gras steckt.

In der Hun­de­schule bele­gen beide unter­schiedliche Kurse, die Zeit nehme ich mir. Zwis­chen­durch gehen wir getrennt raus. Dann geh ich mit Queen in den Wald und wir machen Nase­nar­beit oder ich fahr mit Püppi mit dem Rad durch die Felder.

Zwei Hunde unter­schiedlicher Größe kön­nen sehr gut miteinan­der leben. Ich glaube, dass bezüglich der Har­monie zwis­chen bei­den Hun­den vor allem der Charak­ter entschei­dend ist. Ich habe Püppi und ihre Geschwis­ter vor ihrem Einzug drei mal besucht, um den Charak­ter genau her­aus­fil­tern zu kön­nen. Und sind wir mal ehrlich: auch zwei Hunde gle­icher Rasse kön­nen völ­lig ver­schieden sein. Man sollte also genau über­legen, welcher Typ zu eige­nen Hund passt und danach entschei­den. Der Charak­ter des Hun­des ist hier viel entschei­dener als Rasse oder Größe.

Zudem sollte man sich darüber bewusst sein, dass zwei Hunde mit unter­schiedlichen Bedürfnis­sen viel mehr Zeit und Aufmerk­samkeit benöti­gen als zwei Hunde, die zum Beispiel beide zum Agility gehen oder die beide Mantrail­ing machen.

Und auch, wenn es bes­timmt Tage gibt, an denen Queen die Püppi mit ihrer unendlichen Energie am lieb­sten zur Adop­tion frei geben würde, bin ich mir sicher, dass sie sie spätestens nach ein paar Stun­den ver­mis­sen würde 😀

Habt ihr auch zwei Hunde? Für welche Rassen habt ihr euch entsch­ieden und welche Erfahrun­gen habt ihr gemacht?

Programmierfehler in der Hundeerziehung

Heute gibt es wieder etwas zum Schmun­zeln, denn Sören Emmz­woaka hat wieder eine lustige Kurzgeschichte für uns.

Ich bin Jahrgang 1983 und habe die gle­ichen Idole wie mein Vater, der 1938 geboren wurde. Hier ist also nicht von Lukas Podol­ski die Rede. Wenn über­haupt würde ich den mit meiner Mut­ter in Verbindung brin­gen, denn beide sind – zeit­ver­setzt – in dem Braunkohle­moloch west­lich von Köln aufgewach­sen, das Straßenkarten unter dem Namen Bergheim führen. Bei den Vor­bildern meines Vaters han­delt es sich um Ephraim Kishon und Emil Zatopek, mit dem sich mein Vater immer schiedlich-friedlich Geburt­sort (Koprivnice) und Vor­na­men geteilt hat. Mein Vater hatte schon immer eine Schwäche für die feinen Pointen des israelis­chen Satirik­ers und den unfeinen Lauf­stil des tschechis­chen Leich­tath­leten. Seine Anhänger­schaft zu bei­den ist naht­los auf mich überge­gan­gen. Daran sind in meinem Fall allerd­ings die Erziehungsmeth­o­den und nicht die Gene schuld. Wenn ich früher beim Leichtathletik-Training nicht schnell genug um die Aschen­bahn lief, warf mein Vater ein extra schw­eres Kishon-Buch mit spitzen Kan­ten nach mir. Er rief dann noch: “Lauf schneller, sonst wirst du nie der Nach­fol­ger von Emil Zatopek”. Was soll ich sagen? Ich habe eine Narbe am Hin­terkopf, wurde aber nie der Nach­fol­ger von Emil Zatopek. 

Als mir Kishon (eines seiner Bücher; der Mann selbst ist ja längst tot) neulich wieder in die Hände fiel, stieß ich beim Durch­blät­tern auf einen Text über ein Hünd­chen. Da wusste ich auch wieder, wer den Sprach­schatz meines Vaters mit Dutzen­den von Verniedlichun­gen einge­färbt hat. Für meinen Vater ist unser Deutsch-Drahthaar-Rüde Moritz näm­lich immer noch ein Hünd­chen, obwohl dieser mit­tler­weile 30 Kilo­gramm wiegt, einen Rauschebart sein eigen nennt und sich zum hor­mon­ges­teuerten Triebtäter entwick­elt hat. In Kishons Geschichte geht es um einen her­ren­losen Welpen, den er bei sich aufn­immt. Das Hünd­chen heißt Zwinji, liebt ungarische Salami und inter­pretiert Kishons Befehle recht eigen­willig. Ich darf den großen Meis­ter zitieren: 

Sitz!” (Zwinji spitzt die Ohren und leckt mein Gesicht.)

Spring!” (Zwinji kratzt sich den Bauch.)

Gib’s Pfötchen!” (Zwinji rührt sich nicht.)

Das größte Prob­lem mit Zwinji besteht jedoch darin, dass das Hünd­chen immer auf den roten Tep­pich pinkelt. Ver­bale Ver­bote, ein erhobener Zeigefin­ger, der vorüberge­hende Ein­satz eines grauen Tep­pichs, abendliche Marathon­spaziergänge mit dem Ziel, dass sich das Hünd­chen leer­pinkelt, kör­per­liche Züch­ti­gung und die Aus­sicht auf Lecker­bis­sen aller Art schaf­fen keine Abhilfe. Zwinji hält unbeir­rbar an seinen Pinkel­sit­ten fest. In let­zter Kon­se­quenz schmeißt Kishon das Hünd­chen zur Strafe sogar aus dem Fen­ster. Es hilft nichts und es kommt anders, als man denkt: Nach einiger Zeit pinkelt Zwinji zuerst auf den roten Tep­pich, stürzt sich dann von ganz alleine aus dem Fen­ster, läuft über die Treppe wieder hin­auf in die Woh­nung und erwartet freud­e­strahlend seine Beloh­nung. Kishon nennt das „Teil­er­folg“, aber es ist natür­lich ein klarer Fall von Fehlverknüpfung.

So etwas ken­nen wir auch. Moritz‘ Lieblings­beschäf­ti­gung ist das Joggen. Wenn ich mich aber zum Laufen umziehe und nach seinem Laufgeschirr greife, knurrt und bellt der Drahthaar auf eine Weise, wie sie von außen betra­chtet als Aggres­sion ver­standen wer­den kön­nte. So wie Zwinji Fen­ster­sturz und Beloh­nung fehlverknüpft hat, tut Moritz dies mit Jog­ging und Knur­ren. Ich find’s fast schon char­mant. Kennt Ihr auch solche Beispiele für Fehlsynapsen?

Lust auf mehr lustige Geschichten aus dem All­tag von Sören und seinem Hund Moritz? 

Weitere satirische Hundegeschichten von Sören Emmzwoaka sind unter dem Titel “Aus dem Leben eines Rüden” z.B. über Amazon hier* bestellbar.

Cover Aus dem Leben eines Rüden 
Vie­len Dank an Sören für diese Kurzgeschichte. 
 
 
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Hundekekse aus der Backmatte?

Die Hun­de­blogs und Face­book ist voll mit Bildern eines zweck­ent­fremde­ten Haushaltshelfers:

Der Back­matte.

Eigentlich dient sie dazu Back­pa­pier zu erset­zen und Flüs­sigkeiten beim Backen aufz­u­fan­gen. Irgen­dein kluger Kopf hat die Back­matte dann erst­mals zweck­ent­fremdet und mit ihr Hun­dekekse gebacken. Das war der Tag, der das Leben der selb­st­back­enden Hun­dekekse — Men­schen für immer verän­dert hat.

Ich muss zugeben, mich am Anfang gefragt zu haben, ob ich diesen Hype mit­nehmen soll. Eigentlich habe ich schon For­men für Hun­dekekse und so oft komme ich eigentlich gar nicht zum Backen.

Doch wer eben­falls click­ert, Such­spiele macht oder die Beloh­nung für den erfol­gre­ichen Rück­ruf benötigt, der wird mich ver­ste­hen, wenn ich frage: Wo um alles in der Welt bekommt man hochw­er­tige Belohnungen?

Als ich ange­fan­gen habe zu click­ern, stand ich im Tier­markt vor dem Regal und nahm die vie­len kleinen Tüten mit den kleinen Beloh­nun­gen unter die Lupe.

… und tierische Neben­erzeug­nisse.” — nein danke

Getreide” — muss ich auch nicht haben

7 % Fleisch” — what?

Kurzum: Ich fand nichts vernün­ftiges und hatte stets ein schlechtes Gefühl, wenn ich dann doch zu einer dieser Tüten griff. Es hat sich für mich ange­fühlt, als wäre es gesün­der Gum­mibärchen in meinen Hund zu werfen.

Beim Dog­Danc­ing am Fre­itag mor­gen hatte meine “Mit­tänz­erin” ganz kleine kugelige Beloh­nun­gen dabei. Direkt fragte ich sie, ob bei ihr eine Back­matte einge­zo­gen sei.

Ganz begeis­tert berichtete sie mir, dass sie eine Back­matte in einem Geschäft bei uns in der Stadt ent­deckt hätte und sie wäre begeistert.

Es war um mich geschehen.

Am gle­ichen Tag bin ich los­ge­fahren und habe mir die let­zte Back­matte geschnappt. Auf dem Rück­weg schnell am Super­markt ange­hal­ten und die Zutaten besorgt, die ich zuvor in dem Blog der lieben Jana und ihrer Hündin Iva gefun­den habe. Den Artikel findet ihr hier.

Viele haben von einem unan­genehmen chemis­chen Geruch berichtet, aber den habe ich gar nicht fest­gestellt, sodass es direkt los­ge­hen konnte.

Die Zutaten­liste ist über­schaubar. Dies gefiel mir an dem Rezept direkt, denn ich mag es, wenn das Rezept schnell und ohne großere Sauerei umzuset­zen ist.

  • 2 Eier
  • 250 g Quark
  • 1 Dose Thun­fisch im eige­nen Saft
  • 1–2 EL Mehl (ich habe mich für Dinkelmehl entschieden)
  • eventuell ein wenig Öl

Anschließend wird alles gut durch gemixt. Das sieht dann so aus:

Und schon kann man die Masse auf der Back­matte verteilen.

Ich hatte noch ein wenig Teig übrig, sodass ich auch meine anderen For­men noch genutzt habe.

Die Backzeit beträgt 25 Minuten bei 200 Grad.

Nach dem Backen sieht das ganze so aus und die kleinen Knab­bereien kön­nen ganz leicht aus der Matte gelöst wer­den. Nicht eine Kugel klebte fest und alles löste sich quasi von alleine.

Und was sagen die Mäuse?

Queen und Püppi sind schwer begeis­tert und kon­nten gar nicht genug bekommen.

Ich lagere die Kugeln in meinem Fut­ter­beu­tel. In jedem Fall nicht in einem geschlosse­nen Gefäß. Bin schon ges­pannt, wie lange ich mit einer Back­matte auskomme 😀

Und wer sich auch eine Back­matte bestellen möchte, kann dies hier* tun.

Die Silikon­for­men gibt es hier* und hier*.

Und wer auch einen Fut­ter­beu­tel haben möchte, kann diesen hier in meinem Shop bestellen.

*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 

What is in my dog bag?

Von Nicole und Moe wur­den wir vor kurzem nominiert, bei “What is in my dog bag?” mitzumachen.

Hier­bei geht es darum, den Inhalt seiner Gas­si­tasche zu zeigen.

Und tat­säch­lich habe ich eine solche Tasche. Eine Gas­si­tasche, die uns zwar nicht auf jeder Runde begleitet, aber die immer dann mitkommt, wenn wir größere Run­den oder Aus­flüge machen oder ich mit den Wauzis in die Heimat fahre.

Und hier ist meine Gassitasche.

Ich habe sie extra vorab nicht mehr geöffnet, damit ich nicht auf die Idee komme, den Inhalt zu verändern 😀

Und da hät­ten wir:

Ganz wichtig und unverzicht­bar ist für mich der Fut­ter­beu­tel. Der begleitet mich auch auf jeder Runde. Frei nach dem Motto “Warum sollte ein Lehrling mehr Lohn bekom­men als der Meis­ter” bekom­men die bei­den draußen Beloh­nun­gen, wenn sie in beson­ders ver­lock­enden Sit­u­a­tio­nen abruf­bar gewe­sen sind. Bei Queen ist das ver­lock­en­ste ein Hase oder ein Reh. Sie rennt zwar nie hin­ter­her, weil ich sie vorher zum Ste­hen bleiben auf­fordere, aber das muss schließlich hon­ori­ert wer­den. Bei Püppi sind andere, vor allem kleine Hunde noch ein großer Reiz, sodass sie auch hier ihre Beloh­nung bekommt, wenn sie umge­dreht ist, statt hinzuren­nen. Außer­dem brauchen wir den Beu­tel für Suchspiele.

Eben­falls immer dabei ist meine Hun­depfeiffe. Queen ist zwar eben­falls auf den Ton kon­di­tion­iert, aber ich benötige ihn bei ihr so gut wie nie. Püppi hinge­gen jagd alles, was sich bewegt. Gott sei Dank kommt sie auf den Pfiff zurück, aber eben nur auf den Pfiff. Mit Worten bekomm ich sie vom jagen nicht weg.

Unsere bei­den Dum­mys sind auch immer in der Tasche. Meist wer­den sie im Wald ver­steckt und die bei­den müssen suchen. Es kommt zwar immer noch vor, dass Püppi den großen oder umgekehrt Queen den kleinen apportiert, aber da wir mit den Dum­mys eigentlich nur zum Spaß arbeiten, sehe ich das nicht so eng 🙂

Eben­falls dabei haben wir Kot­beu­tel und K.O. Spray. Man weiß ja nie 😉

Zudem habe ich immer einen Klicker in der Tasche und eine Zeckenzange.

Das war es lei­der auch schon. Ziem­lich unspek­takulär würde ich sagen.

Ich nominiere San­dra & Shiva, Vicky & Timmy und Dini & Abby.

Dann zeigt mal her 🙂

Entschleunigung

Laut Wikipedia wird mit Entschle­u­ni­gung umgangssprach­lich ein Ver­hal­ten beschrieben, aktiv der beru­flichen und pri­vaten „Beschle­u­ni­gung“ des Lebens ent­ge­gen­zus­teuern, d. h. wieder langsamer zu wer­den oder sogar zur Langsamkeit zurückzukehren.

Schnel­llebigkeit, Erfolg und Wet­tbe­werb scheinen den aktuellen Trend der Gesellschaft darzustellen. Alles muss “schneller” und “besser” sein, um “mehr” erre­ichen zu können.

Wir alle hän­gen mit drin. Um dem voll und ganz entkom­men zu kön­nen, bleibt nur der Ausstieg.

Eigentlich war es vorherse­hbar. Nur eine Frage der Zeit.

Dabei ist es gar nicht mal so, dass ich zu viel auf der Liste ste­hen habe. Kan­zlei, Shop und Blog lassen sich prima unter einen Hut brin­gen. Ich kann meine Zeit frei ein­teilen und möchte diesen Luxus nicht mehr missen.

Doch manch­mal ist es so, als würde man durch ein Schwimm­becken laufen. Man kann ohne Prob­leme ste­hen, das Wasser ist nicht allzu hoch. Und so läuft man durch das Wasser und plöt­zlich kommt von links ein Strudel, der einen schla­gar­tig nach rechts schleud­ert. Bevor man sich fan­gen kann, kommt von rechts der näch­ste Strudel und man schleud­ert zurück nach links. Den Boden unter den Füßen hat man längst ver­loren und so treibt man voran, bis der Strudel nach­lässt und man wieder laufen kann. Die näch­ste Runde beginnt. Zunächst glaubt man, man könne die Runde dieses Mal schaf­fen. Erin­nert sich an den Strudel von links, der einen aus der Bahn gewor­fen hat. Man macht einen Bogen um diese Stelle und kommt vor­bei. Doch die Runde ist noch lange nicht geschafft und uner­wartet zieht es einen plöt­zlich nach rechts.

Die Strudel kön­nen ganz unter­schiedlicher Natur sein. Mal sind es Sor­gen, wie man Man­dan­ten gewin­nen kann. Sor­gen, ob genug verkauft wird und das Geld am Ende reichen wird. Doch oft sind es Sor­gen um die Vier­beiner. Äng­ste, dass es Queens Gelenken schlechter gehen kön­nte. Äng­ste, dass Püppi nicht gesund sein kön­nte. Ich steigere mich in diese Gedanken so hinein, dass ich Humpeln und Wegknicken sehe, was weder der Arzt noch die Physio sehen.

Manch­mal reichen Gedanken wie “Es geht ihnen doch gut” ein­fach nicht aus. Manch­mal reicht es nicht zu sehen, dass alles in Ord­nung ist.

Ich weiß, mir und den Hun­den keinen Gefallen zu tun, doch so sehr man auch will, man kommt manch­mal ein­fach nicht aus seiner Haut heraus.

Die innere Unruhe schränkt mich ein wie eine dicke schwere Kugel, die an meinem Knöchen hängt…

Ich nutze das Wet­ter, um diesen Kreis­lauf zu durch­brechen. Aus­flüge in der Sonne sind für mich wie Pausen vom Alltag.

Erst gestern bin ich mit den bei­den Mäusen raus­ge­fahren. Ich habe mir Brötchen geschmiert und für die Hunde Leck­ereien eingepackt. Die Kam­era bliebt Zuhause, denn ich wollte ein­fach nur eine schöne große Runde gehen. Wir haben nie­man­den getrof­fen. Es war toten­still und wir waren ganz allein im Wald und am Kanal.

Das sind die Momente, die mir zeigen, dass es in Ord­nung ist. Dass es den bei­den gut geht und das ist das Wichtig­ste. Alles andere ergibt sich schon irgend­wie. Für alles andere kann man eine Lösung finden.

Und so liefen wir eine große Runde durch den Wald und noch ein ganzes Stück am Kanal ent­lang. Es ist her­rlich, sich schon ins trock­ene warme Gras set­zen zu kön­nen. Am Kanal machten wir eine Pause und fut­terten unser Mitgebrachtes.

Das sind Aus­flüge, an die ich mich noch in eini­gen Jahren erin­nern wer­den. Das sind Momente, die bleiben. Ich hab keine Lust mehr auf Tage, die man mor­gens schon ver­gisst. Hunde sind wahnsin­nig große Hil­fen, wenn es darum geht, die Zeit zu genießen. Manch­mal sind es die kleinen Dinge, die uns zurück holen. Manch­mal sind es Kleinigkeit, die uns erden.

Mit Entschleunigung wird umgangssprachlich ein Verhalten beschrieben, aktiv der beruflichen und privaten „Beschleunigung“ des Lebens entgegenzusteuern, d. h. wieder langsamer zu werden oder sogar zur Langsamkeit zurückzukehren.

Warum ich diesen Artikel über­haupt geschrieben habe?

Ich weiß es nicht.

Vielle­icht musste es ein­fach mal gesagt werden.

Jeder Welpe hat ein Recht auf seine Welpenzeit

Welpenkurs, Junghun­de­gruppe, Obe­di­ence und Deckentraining.

Das sind nur wenige Punkte auf dem wöchentlichen Plan vieler Welpen.

Prob­lemhunde” sind immer häu­figer ein Thema, selbst im TVPro­gramm stößt man auf Hun­de­trainer, die Prob­leme “weg­trainieren”. Die Gesellschaft strebt nach Per­fek­tion. Man misst sich mit anderen und definiert sich über erre­ichte Ziele. Unser All­tag ist geprägt von Schnel­llebigkeit, Erfol­gs­druck und Konkurrenzdenken.

Im Inter­net geht es weiter. Ver­steckt hin­ter den Tas­ten des Lap­tops lässt sich leicht eine Welt auf­bauen, die mit der Real­ität nichts mehr zu tun hat. “Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt” hat schließlich schon Pip­i­langstrumpf gesagt.

Kennt ihr nicht den einen Trick­dog? Der kon­nte mit 4 Monaten schon 10 Tricks.”

Erin­nert ihr euch an den Aussie? Der kon­nte mit vier Monaten schon per­fekt “Bei Fuß” laufen”.”

Ein Träum­chen oder?

Wenn ich mich hier im Inter­net oder in der Hun­de­schule umsehe, dann sehe ich ganz oft Hun­de­hal­ter, die ihren Welpen und Junghund vor Auf­gaben stellen, die in mir immer wieder ein bes­timmtes Bild auslösen:

Vor meinem geisti­gen Auge sehe ich kleine japanis­che Schüler in Schu­lu­ni­form, die per­fekt ger­ade auf ihrem Stuhl sitzen, still und aufmerk­sam. Die nach­mit­tags vor dem Klavier sitzen oder Geige ler­nen. Kleine Minierwach­sene in Hemd und Pollunder.

Das ist traurig.

Das fest­ge­set­zte Ziel vor Augen, der ständige Blick zur Seite auf die anderen und das Bedürf­nis, etwas ganz beson­deres zu sein, bringt viele Hun­de­hal­ter dazu aus ihrem Welpen einen japanis­chen Minierwach­se­nen zu machen.

Muss ein Welpe mit vier Monaten wie an der Schnur gezo­gen “Bei Fuß” gehen können?

Muss ein Junghund mit fünf Monaten schon 10 Tricks können?

Und muss ein Welpe mit vier Monaten zuver­läs­sig auf der Decke liegen bleiben, während wir kochen und anschließend essen? Auch, wenn Besuch kommt und erst recht, wenn wir in unserem sowieso schon stres­si­gen Leben ger­ade beson­ders gestresst sind?

Mit­ten im Zah­n­wech­sel wird alles weg­geräumt, damit der Hund auf nichts herumkauen kann. Alter­na­tiven wie gekühlte Möhren? Nö.

Jeder Welpe hat ein Recht auf seine Welpenzeit.

Jeder Welpe hat ein Recht darauf Quatsch zu machen und die Welt zu erkun­den. Er hat ein Recht darauf unbeschw­ert groß zu wer­den ohne ständig Leis­tun­gen erbrin­gen zu müssen.

Schließlich haben auch wir die Möglichkeit bekom­men, im Kinder­garten los­gelöst zu spie­len und uns frei zu entwick­eln. Wir sind auch nicht mit drei Jahren in die Schule gekom­men und das war auch gut so.

Ich habe mich bei Püppi ganz bewusst dazu entsch­ieden, sie bis sie ein Jahr gewor­den ist, ein­fach nur Welpe bzw. Junghund sein zu lassen.

Nur der Rück­ruf war mir wichtig, weil ich wollte, dass sie sich draußen frei bewe­gen kann. Sitz und Platz ergab sich im All­tag. Wir haben weder Deck­en­train­ing, noch Leinen­führigkeit noch Tricks oder sonst etwas geübt.

Vieles ergab sich im All­tag. Sie hat sich von allein an mir ori­en­tiert. Leinen­führigkeit­strain­ing war nie notwendig.

Sie hat von allein die Vorzüge ihres Kör­bchens entdeckt.

Wollte sie bel­lend über die Hun­dewiese ren­nen, dann kon­nte sie das tun. Sie hat sehr schnell alleine gemerkt, dass es gar nicht notwendig ist, vor Aufregerung und Unsicher­heit zu bellen.

Ich wollte, dass sie sich so frei wie möglich entwick­eln kann. Ich wollte weder sie noch ihren Charak­ter for­men. Kurz bevor sie ein Jahr wurde haben wir mit dem Agility ange­fan­gen, um schon mal austesten zu kön­nen, ob es ihr liegt.

Statt “Bei Fuß” zu üben, haben wir den Wald erkun­det. Statt Deck­en­train­ing haben wir Fan­gen gespielt und statt Tricks zu üben, hat Queen Püppi die Welt gezeigt.

Sicher lässt sich auch bei­des verbinden, doch soll­ten wir wirk­lich unsere Welpen zu Minierwach­se­nen mit Hemd und Pol­lun­der machen?

Jeder Welpe hat ein Recht auf seine Welpen­zeit. Sie ist so kurz und es bleibt noch genug Zeit zum Lernen.

Unser Shooting bei Wuschelpfoten

Wie ihr sicher alle wisst, hat die liebe Nicole vom großar­ti­gen Hun­de­blog Moe&Me und von Hun­de­fo­tografie Wuschelp­foten ein Woch­enende im Jan­uar bei uns ver­bracht. An dem Woch­enende haben wir nicht nur gemein­sam die DogLive besucht, son­dern hat­ten auch ein super schönes Shoot­ing bei uns am See.

Am ver­gan­genen Sam­stag hatte ich Geburt­stag und Nicole hat mich mit einem großen Paket über­rascht. Bis uns das Paket erre­icht hat, habe ich die Fotos von dem Shoot­ing noch gar nicht gese­hen gehabt. Ich dachte, Nicole hätte so viel um die Ohren, dass sie noch nicht geschafft hatte, die Fotos zu sichen und zu bearbeiten.

Umso größer war die Über­raschung als ich in dem tollen Paket unter anderem ein auf Lein­wand gedruck­tes Bild, viele kleine als Polaroid entwick­elte Bilder sowie ein niedlich ver­pack­ter USB Stick entdeckte.

Ich muss zugeben: ich war richtig geflasht. Die Bilder sind wun­der­schön und ich bin immer noch wahnsin­nig gerührt.

Ich möchte euch auch gar nicht länger auf die Folter span­nen und euch nun meine lieb­sten 10 Bilder aus dem Shoot­ing zeigen.

Gar nicht so ein­fach, seine 10 Lieb­sten her­auszusuchen 😀 Eigentlich sind alle soooo schön, aber ich will noch einige für die näch­sten Tage aufbewahren 🙂

 Ver­mut­lich werde ich nicht genug bekom­men und sie immer wieder posten müssen 😀

Das Shoot­ing hat wirk­lich unendlich viel Spaß gemacht. Nicole hatte tolle Ideen und die Zeit verg­ing wie im Flug. Die Hunde haben sich völ­lig natür­lich bewegt und die Bilder sind nicht gestellt wor­den, son­dern ganz natür­lich auf dem Spazier­gang ent­standen. Nicole hat mit einer wahnsinns Geduld auf dem Bauch im Schnee gele­gen, die Hunde beobachtet und in den richi­gen Momenten den Aus­löser gedrückt.

Mir bedeuten die Fotos so viel, weil sie nicht nur wun­der­schön, son­dern weil sie von meiner lieben Nicole sind. Es ist immer etwas anderes, wenn man solch tolle Bilder von einem lieben Men­schen bekom­men hat <3

“Wie kann man nur…?”

Wie kann man nur…?”

Eine Frage, die oft gar nicht als solche gemeint ist. Worte, die dem Gegenüber deut­lich zu ver­ste­hen geben, dass man so gar kein Ver­ständ­nis für das Han­deln des anderen auf­brin­gen kann. Rhetorische Fra­gen, die verun­sich­ern und dazu führen, dass einer der wichtig­sten Grund­steine in der Hun­deerziehung erst verblasst und schließlich kom­plett verschwindet:

unser Bauchgefühl.

Wir lassen uns so sehr von anderen bee­in­flussen, dass wir ständig vom eige­nen Weg abkom­men. Wir hören auf andere, weil sie ihre Worte so vor­wurfsvoll ver­packt haben, dass wir davon auge­hen, dass es sich um den einzig richti­gen Weg han­deln muss.

Wie kann man nur…?”

Wie kann man nur mit seinem Hund Ball spielen?”

Als ich diese Frage zum ersten Mal gehört habe, dachte ich, ich bin im falschen Film. “Warum soll ich nicht mit meinem Hund Ball spielen?”

Oh, das kann ich dir erk­lären. Wenn du einen Ball wirfst, dann hat der Hund seinen Erfolg weit weg von dir und lernt so, dass der Spaß nicht in deiner Nähe son­dern in einiger Ent­fer­nung stattfindet.”

Wow.

Also mal im Ernst Leute. Ich würde nun auch nicht zur Wurf­mas­chine wer­den wollen, indem ich kon­tinuier­lich stumpf den Ball werfe. Aber wenn ich ab und zu mit meinem Hund und seinem Ball spiele, dann sehe ich da ganz ehrlich null Prob­lem. Solange der Hund auch andere Spiele kennt und man vielle­icht mal ein “bleib” ein­baut oder den Hund auch zwis­chen­durch mal suchen lässt, ist das doch eine super Möglichkeit den Hund aus­las­ten zu kön­nen. Der Spaß findet mit mir statt und ich bin mir sicher, dass das auch der Hund so sieht.

Wie kann man seine Hunde nur so überfordern?”

Das ist eine Frage, die mir per­sön­lich immer häu­figer begegnet.

Dadurch, dass ich Zuhause arbeite und meine Hunde in der Regel immer bei mir sind, habe ich auch viel Zeit mich mit meinen Hun­den zu beschäfti­gen. Dadurch, dass ich meine Zeit frei ein­teilen kann, kann ich auch mor­gens in die Hun­de­schule und dafür abends oder Sam­stags arbeiten.

Ich beschäftige mich wahnsin­nig gern mit den bei­den und ganz ehrlich: wozu habe ich einen Hund, wenn ich keine Lust habe, mit meinem Vier­beiner etwas zu erleben?

Queen geht trailen, macht ZOS und täglich Nasen– und Kop­far­beit. Püppi geht zum Agility und Dog­danc­ing, dadurch üben wir mit­tler­weile fast täglich, um auch die vie­len Tricks fürs Dog­danc­ing ler­nen zu kön­nen. Zudem wird sie bald auch in einer Hun­de­schule apportieren und Fris­bee steht auch auf dem Plan. Beide Hunde zeigen kein­er­lei Anze­ichen von Über­forderung– im Gegen­teil ich bin mir sicher, dass Püppi das braucht.

Wie kann man nur seine Hunde überall mithin schleppen?”

Auch das ist eine Frage, die ich oft gestellt bekomme. Wenn es geht, kom­men sie mit. Warum auch nicht? Keiner der bei­den gerät in der Stadt, in einem vollen Restau­rant oder auf dem Markt in Stress oder ähn­liches. Wür­den sie in der Innen­stadt Angst bekom­men, wür­den sie Zuhause bleiben, denn kein Hund muss das kön­nen. Aber nur, weil der Wald span­nen­der ist, bedeutet das nicht, dass wir nur dort unter­wegs sein kön­nen. Denn im Prinzip soll der Hund mich begleiten und nicht ich den Hund.

Als ich noch nicht hier gewohnt habe, sind Queen und ich jedes Woch­enende mit Sack und Pack mit dem Zug hier hin gefahren und das teil­weise im Berufsverkehr. Queen hat im Zug grund­sät­zlich geschlafen, zum Teil lag sie auf der Seite und hat entspannt gepennt. Vor­würfe? Aber klar. Prob­leme? In meinen Augen nicht.

Ihr kennt euch und eure Hunde am besten und wenn ihr Bock drauf habt, auf einer Wiese einen Ball zu wer­fen, dann macht das. Und wenn ihr Lust habt, mit eurem Hund Hun­de­sport zu machen ja dann los. Und wenn ihr in die Stadt geht und euren Hund mit­nehmen wollte, na dann Leine dran und ab geht’s. Ihr wisst doch am besten, in welchen Sit­u­a­tio­nen ihr euch und eure Vier­beiner sich wohl fühlen. Achtet auf die Kör­per­sprache und überseht keine Sig­nale, die euch euer Hund mit­teilt und alles ist gut.

Ist so.

Vom Diener und anderen Neuigkeiten

Vor Kurzem habe ich euch berichtet, wie es bei uns mit dem Hun­de­sport läuft. Den Beitrag findet ihr hier.

Am Ende des Artikels habe ich euch ver­raten, dass Püppi und ich uns am ver­gan­genen Fre­itag einen neuen Kurs anse­hen wollten.

Hier­bei han­delt es sich um einen Hun­de­sport, der eigentlich in erster Linie mich interessiert.

Oft habe ich schon Kleinigkeit mit Queen gemacht. Sie machte zwar mit, doch man merkte ihr an, dass es nicht ihr Ding gewe­sen ist. Vielle­icht war es ihr zu sinn­los, vielle­icht ist sie vom Wesen her zu unsicher, vielle­icht fehlte ihr auch ein­fach die Nase­nar­beit bei dem Ganzen.

Püppi geht seit unge­fähr drei Monaten zum Agility. Einige sehen das sehr kri­tisch, weil sie ger­ade erst ein Jahr alt ist. Ich passe jedoch sehr gut auf, dass sie nicht zu viel springt, die Wippe nicht knallt und die Stan­gen nur halb aufge­hangen ist.

Sie braucht das. Sie muss sich kör­per­lich auspowern.

Als ich mich mit meiner Trainerin über die DogLive Gala unter­hielt, erzählte sie mir, dass sie einen Dog­Danc­ing Kurs geben würde.

Direkt war klar, dass ich es unbe­d­ingt aus­pro­bieren musste und so kam es, dass Püppi und ich ver­gan­genen Fre­itag beim Dog­Danc­ing waren.

Der Kurs besteht aus zwei net­ten Frauen und ihren Hun­den. Frodo ist kaum größer als Püppi und sieht auch fast genauso aus. Der Kleine hat es so gut drauf, dass ich aus dem Staunen nicht mehr her­auskam. Zu der anderen Dame gehören zwei große Hunde, die unfass­bar coole Tricks gemein­sam machen. So etwas habe ich noch nie gese­hen und dage­gen war das Niveau auf der DogLive um einiges geringer. Was die bei­den Hunde miteinan­der kön­nen ist wirk­lich unglaublich.

Ich hatte enorm viel Freude beim Zuse­hen und wir durften direkt mit­machen. Schnell wurde mir klar, dass ich um einen Klicker nicht herumkom­men würde, kon­nte aber schon bin­nen weniger Minuten sehen, wie sich der Klick pos­i­tiv auf Püp­pis Lern­ver­hal­ten auswirkte.

Drei neue Tricks haben haben wir an dem Mor­gen erlernt und wieder­holen nun fleißig Zuhause.

Der Kurs ist so aufge­baut, dass zunächst immer eine Art Par­cour getanzt wird. Eine Mis­chung aus Ral­lye Obe­di­ence und Dog­Danc­ing. Beide Frauen haben eine gemein­sam Choreo und jew­eils auch eigene. Anschließend wird an einzel­nen Ele­menten gear­beitet. Frodo zum Beispiel lernt ger­ade, einen Hand­stand in einer bes­timmten Position.

Püppi hat den Diener gel­ernt, rück­wärts ein­parken sowie eine Rolle. Wir per­fek­tion­ieren noch, dann zeigen wir euch Videos 🙂

Ich habe mich direkt wohl gefühlt. Beide Frauen haben mich nett aufgenom­men und sich gefreut, dass Püppi mit in den Kurs kommt. Wir wer­den also wiederkom­men und dabei bleiben. Es hat ohne Ende Spaß gemacht und ich war wirk­lich erstaunt wie schnell und gerne Püppi lernt. Das war echt cool 😀

Doch vor allem muss erst ein­mal ich üben, denn in eini­gen Sit­u­a­tio­nen habe ich mich gek­lick­ert statt den Hund 😉

 Ich bin auf jeden Fall froh noch etwas gefun­den zu haben, womit ich Püppi zwis­chen­durch beschäfti­gen kann und wer weiß, vielle­icht haben wir auch bald eine eigene Choreo. Ich bin jeden­falls schon auf der Suche nach einem geeigneten Song, also immer her mit den Vorschlägen 🙂