Beschäftigung

Wieviel Beschäftigung braucht ein Hund wirklich?

Nach­dem ich mich gestern gefragt habe, ob ich meine Hunde über­fordern würde, möchte ich mich heute etwas wis­senschaftlicher mit dem Thema auseinandersetzen.

Dass Hunde beschäftigt wer­den wollen, ist uns allen klar.

Doch wieviel Beschäf­ti­gung braucht ein Hund eigentlich wirk­lich? Was ist zu wenig und ab wann kann man von Über­forderung sprechen?

Zunächst ein­mal sehe ich einen starken Zusam­men­hang zwis­chen den eige­nen Erwartun­gen an den Hund und einer möglichen Über­forderung seines Tieres.

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Daher habe ich mich als erstes gefragt, welche Erwartungen habe ich eigentlich an Queen (und mit zunehmendem Alter auch an Püppi)?

Queen muss mich in meinem gesamten All­tag begleiten. Schon mor­gens fährt sie mit ins Büro. Dort bekommt sie zwar ihre Ruhep­hasen. Doch momen­tan wer­den diese immer wieder durch Püppi unter­brochen, die entweder raus muss oder spie­len will.

Sind wir unter­wegs, so erwarte ich von ihr, dass ich mich auf sie ver­lassen kann. Das bedeutet, dass sie abruf­bar ist und sich nicht allzu weit von mir ent­fernt. Ich brauche einen Hund, den ich über­all mit hin­nehmen kann. Der sich in einem Restau­rant ruhig ver­hält, der an belebten Straßen entspannt und locker neben mir her­laufen kann. Ich muss sie auch mal für wenige Minuten im Auto lassen kön­nen, weil ich auf dem Weg noch eine Besorgung machen muss.

In der Woh­nung möchte ich, dass sie entspan­nen kann. Ich will nicht, dass sie dort anfängt zu toben. Schon alleine deshalb, weil ich Angst habe, sie könne sich ver­let­zen, wenn sie wie eine Irre über die Fliesen rutscht. Bei Püppi sieht das etwas anders aus, weil die kleine Maus auch mal um die Ecken flitzen kann, ohne gle­ich an den Tür­rah­men zu stoßen. Wenn Queen durch den Flur renne und brem­sen würde, würde sie zwangsläu­fig vor irgen­deine Tür rutschen.

Ich brauche einen Hund, der auch mal für 2 bis 3 Stun­den entspannt alleine zuhause bleiben kann und nichts kaputt macht.

Auf­grund meines unregelmäßi­gen Tages­ry­th­mus kann ich nicht garantieren, immer um zum Beispiel Punkt 18 Uhr raus­ge­hen zu kön­nen. Auch hier muss mein Hund flex­i­bel sein und auch mal eine Stunde später raus­ge­hen kön­nen. Auch den Ort der Runde kann ich nicht immer garantieren. Manch­mal müssen wir unter­wegs an einem unbekan­nten Wald­stück anhal­ten und dort spazieren gehen.

Zusammengefasst brauche ich also einen ruhigen und ausgeglichenen Hund, der anpassungsfähig ist und mich überall hin begleiten kann.

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Manch einer würde alleine diese Über­legun­gen als “hohe Ansprüche” bezeichnen.

Hinzu kommt, dass ich ständig das Gefühl habe, meine Hunde kämen zu kurz. Seit Püppi da ist, habe ich noch mehr den Ein­druck, ich müsse Queen mehr beschäftigen.

Alle zwei Wochen geht Queen zu Physio. Ein­mal die Woche geht Püppi in die Welpen­stunde. Immer Mittwochs fahren wir in die Heimat und haben dort meist volles Pro­gramm. Sobald Püppi etwas älter ist und auch mal für eine Stunde alleine bleiben kann, möchte ich ger­nen einen Kurs zum Thema Nase­nar­beit mit Queen machen. Sollte Püppi alt genug sein, würd ich am lieb­sten mit ihr zum Agility gehen.

Püppi will viel spie­len und muss auch noch viel ler­nen. Daher ver­suche ich Queen mit Such– und Apportier­spie­len gerecht zu wer­den. Fast auf jeder Runde passiert etwas: Such­spiele, Apportieren, Fährten, Tricks, Dogdancing…

Irgend­was fällt mir immer ein um Queen auszulasten.

Doch wieviel Beschäftigung braucht ein Hund? Ist das vielleicht zu viel des Gutes?

Pauschal kann man hier sicher keine genaue Anzahl an Stun­den oder genaue Anzahl an Minuten für die Kop­far­beit nen­nen. Jeder Hund ist unterschiedlich.

Den­noch es gibt Anhalt­spunkte, die auf Stress und Über­forderung hindeuten.

Gestresste Hunde sind unruhig und nervös, sie hecheln viel und reagieren extrem auf Umwel­treize. Einen aus­führlichen Artikel zum Thema “Stress beim Hund” könnt ihr hier finden.

Außerdem gitb es eine Art Faustregel für die Gassi — Zeit.

Leichte, große Hunde brauchen min­destens ein­mal am Tag eine halbe Stunde stür­mis­ches Spiel, aufre­gen­des Schwim­men oder fordern­den Sport plus min­destens drei entspan­nte Gas­sirun­den nicht unter 20 Minuten. Schwere große und kleine Hunde bevorzu­gen kurze Run­den von bis zu 30 Minuten, drei bis vier­mal am Tag und brauchen zudem kör­per­liche Aus­las­tung oder Kopfarbeit.

Es gibt sicher­lich Abwe­ichun­gen von dieser Faus­regel. Den­noch kann sie als erster Anhalt­spunkt weiter helfen.

Die Mischung macht’s.

Eine gute Mis­chung ist das Beste. Nicht nur ein­fache Spaziergänge, aber nicht nur fordernde Run­den voller Kom­man­dos und Auf­gaben. Den Hund auch mal Hund sein lassen, ist nicht nur ein gut gemein­ter Spruch, son­dern ein oft richtiger Ratschlag.

Ich habe fest­gestellt, dass Queen völ­lig zufrieden ist, wenn sie 15 Minuten lang Such­spiele machen kann. 10 Minuten spie­len reichen ihr eben­falls aus. Und wenn wir in einem unbekan­nten Gebiet spazieren gehen, in dem es einiges zu ent­decken und schnüf­feln gibt, so ist sie nach 45 Minuten völ­lig platt. Soll­ten sie lediglich an der Leine laufen kön­nen, so ist das anstren­gen­der für sie, als wenn sie sich frei bewe­gen kann. Sie muss sich ständig auf mich konzen­tri­eren und sich an meinem Tempo ori­en­tieren. Unan­geleint rennt sie gerne bis zu 90 Minuten am Stück durch den Wald. An der Leine ist sie nach 60 Minuten abso­lut müde.

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Und was ist mein persönliches Fazit?

Ich lasse es nun etwas ruhiger ange­hen. Soll­ten wir während unserer Runde Kop­far­beit machen, wird die Runde ensprechend auf 20 oder 25 Minuten gekürzt. Gehen wir lediglich spazieren, reichen 60 Minuten völ­lig aus. Natür­lich wird es auch weit­er­hin Aus­flüge geben, in denen wir länger unter­wegs sind, allerd­ings werde ich dann entsprechende Pausen ein­le­gen und den Rest des Tages ruhig gestal­ten. Sollte sie mich in die Stadt begleiten oder zur Physio müssen, so weiß ich nun, dass es sie stressen kann und nehme entsprechend Rück­sicht für die Zeit danach.

Wie gestal­tet ihr euren Tag? Wie lange geht ihr spazieren und wieviel Beschäf­ti­gung brauchen eure Hunde?

Überfordere ich meine Hunde?

Am Mon­tag berichtete ich von unseren Erfahrun­gen beim Welpen­to­ben bei Matin Rüt­ter DOGS Osnabrück. Den Bericht findet ihr hier.

Wie ver­sprochen möchte ich euch heute von meinen Fra­gen an die Trainierin berichten, denn ihre Antworten regten mich sehr zum Nach­denken an.

Püppi ist nun 11 Wochen alt. Das bedeutet, sie darf eigentlich nur ca. 10 Minuten am Stück spazieren gehen. Da ich sie aber noch nicht alleine lassen kann, nehme ich sie auf die Run­den mit Queen ein­fach mit. Ich schaue auf die Uhr, sodass ich die Zeit im Blick habe. Zwis­chen­durch trage ich sie immer wieder ein Stück oder wir machen gemein­sam eine kleine Pause.

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Nun habe ich das Problem, dass Püppi es überhaupt nicht witzig findet, wieder auf den Arm zu müssen. Von leichtem Fiepsen bis hin zu Knurrem und dem Versuch um sich zu beißen, war schon alles dabei.

Die Trainerin stellte noch ein paar Fra­gen zu den genauen Sit­u­a­tio­nen und erk­lärte mir dann, dass es auf Über­forderung hin­deuten kön­nte. Welpen brauchen viel Schlaf und Ruhe. Gar nicht so ein­fach, denn Püppi steckt voller Engerie. Ich kann sie noch nicht alleine lassen, daher gehen wir alle Run­den zusam­men. Natür­lich muss ich sie immer wieder zwis­chen­durch hochnehmen, weil eine Runde um den See ein­fach noch viel zu viel für die kleine Maus ist. Zur Zeit ver­suche ich Püppi an eine Box zu gewöh­nen. Bere­its in den ersten Tagen brachte sie deut­lich zum Aus­druck, dass sie und die Box keine Fre­unde sein kön­nen. Es dauert seine Zeit und es fordert viel Geduld, aber wir bleiben am Ball. Mit­tler­weile holt sie schon kleine Fut­ter­brocken aus der Box her­aus und stürmt nicht direkt wieder heraus 🙂

Weit­er­hin gab sie mir den Rat, ich solle möglichst ruhige Spiele mit ihr machen und sie ruhig schon ein wenig mit Kop­far­beit beschäftigen.

Bezüglich der Spaziergänge erkundigte sie sich, wie ich diese gestal­ten würde. Ich berichtete, dass ich vier Mal am Tag raus­ge­hen würde. Ich gehe jew­eils zwis­chen 30 und 60 — manch­mal sogar 90 Minuten. Während der Runde mache ich mit Queen Such– oder Apportier­spiele sowie Tricks und Dogdancing.

Du gehst also am Tag 3 bis 4 Stun­den mit Queen raus und beschäftigst dich während der gesamten Runde immer wieder mit ihr. Dein Hund muss ja den ganzen Tag schlafen… Wenn du mit deinem Hund Such­spiele machst oder auch Tricks sind 20 — 25 Minuten ausreichend.”

Überfordere ich Queen also?

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Es stimmt. Sie schläft tat­säch­lich die meiste Zeit. Mehrfach am Tag sogar tief und fest…

Sollte ich vielle­icht etwas kürzer treten?

Ich habe mir ihre Worte sehr zu Herzen genom­men und habe die Run­den nun etwas verkürzt. Den­noch habe ich mich draußen mit ihr beschäftigt und zudem Such­spiele im Haus gemacht. Nun fordert sie mich sogar manch­mal Zuhause zum Spie­len auf, was sie sonst nur draußen gemacht hat. Mit Püppi muss ich mehrfach am Tag nach unten gehen, damit sie sich lösen kann. Queen ist sonst nie mit­gekom­men. Am Woch­enende wollte sie auch dabei sein und nahm sogar ihr Spielzeug mit.

War sie also tat­säch­lich überfordert?

Die Top 3 der peinlichsten Hundespielzeuge

All unsere Hunde haben eines gemein­sam: Sie haben Spielzeug!

Ich muss zugeben, dass ich zu den völ­lig Gestörten zähle, denn meine Hunde haben bes­timmt 200 ver­schiedene Spielzeuge.

Muss das sein? Natür­lich nicht. Wahrschein­lich — nein, ganz sicher — wären sie auch mit einem Ball, na gut vielle­icht mit zwei Bällen glück­lich. Den­noch kaufe ich ihnen gerne neues Spielzeug, weil es mir ein­fach Freude macht und ich — außer meinem Geld­beu­tel — auch nie­man­dem schade.

Aber darum soll es heute gar nicht gehen 🙂

Auf­grund unserer zahlre­ichen Spiel­sachen ist mir aufge­fallen, dass doch das ein oder andere Exem­plar dabei ist, welches ich nicht ger­ade auf den Tisch legen würde, falls uns “Nicht — Hun­de­men­schen” besuchen kommen.

Daher habe ich heute die Top 3 der pein­lich­sten Hun­de­spielzeuge für euch zusammengestellt.

Platz 3: Das Huhn

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Wer kennt es nicht? Dieses hässliche, wabbe­lige und leicht eke­lige Huhn, welches es mit­tler­weile in den ver­schieden­sten Größen zu kaufen gibt. Oft­mals hält dieses Spielzeug nur wenige Minuten und den­noch ist es ein absoluter Klassiker.

Natür­lich liegt das Huhn auch bei uns in der Spielzeugk­iste. Ein beson­ders aufre­gen­des Hun­de­spielzeug? Sicher nicht, aber den­noch fand ich es ein­fach ultra lustig und habe es daher vor län­gerer Zeit angeschafft.

Angesab­bert ist es übri­gens noch eke­liger als die wabbe­lige Ober­fläche ohne­hin schon ist 😀

Platz 2: Der Safestix

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Was für ein unfass­bar cooles Spielzeug 😀 Nein im Ernst. Auf­grund der doch etwas selt­samen Form, die wahrschein­lich den ein oder anderen an ein Spielzeug für Erwach­sene erin­nert, wird der Safestix nicht sel­ten belächelt. Das Her­rchen ver­weigert zum Beispiel die Runde, wenn uns dieses Spieli begleiten soll und den­noch bin ich ein absoluter Fan. Queen liebt Stöckchen heiß und innig. Ich ver­suche das Spie­len mit einem Stock möglichst zu ver­mei­den, denn wie gefährlich es sein kann, wis­sen wir alle.Der Safestix ist eine tolle Alternative.

Für dieses Spielzeug ist Queen immer zu begeis­tern. Und es hält wirk­lich super. Oft zergeln wir mit dem Safestix und auch unzäh­lige Knab­ber­stun­den kön­nen diesem Spielzeug nichts anhaben.

Man mag es belächeln, aber in meinen Augen ist es das per­fekte Hundespielzeug.

 Platz 1: Das namenslose “Ding”

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Soweit ich weiß, ist dieses Spielzeug noch namens­los, daher soll­ten wir vielle­icht kreativ wer­den und uns einen passenden Namen überlegen 😉

Bis dahin nenne ich es mal “das namen­lose Ding”.

Gestern erst ent­deckt und heute schon Grund und Anlass für diesen Beitrag. Ich muss zugeben, dass ich zunächst nur die bun­den Blu­men gese­hen habe und den Qui­etschi aus­pro­biert habe. Erst auf­grund eines lauten Lach­ers meiner Mut­ter wid­mete ich der doch etwas selt­samen Form mehr Aufmerk­samkeit. Nun ja ich gebe zu, man kön­nte nun erneut auf die Idee kom­men, es han­dele sich um ein Spielzeug, welches nicht für Hunde entwick­elt wor­den ist, son­dern welches eher die ein oder andere Nacht­tis­chschublade füllen sollte. Aber hey, ich renne ja nicht alleine mit dem Ding über die Wiese. Mein Hund wird es tra­gen und Nicht — Hun­de­men­schen wer­den ja wohl nicht denken, dass ich meinen Hund mit Erwach­se­nen — Spielzeug beschäfti­gen würde. Oder etwa doch?

Bei genauer Betra­ch­tung fällt auf, dass die Ober­fläche zur Krö­nung auch noch mit kleinen Nop­pen verse­hen ist 😀 Aber bevor ihr lacht, stelle ich mal die Ver­mu­tung auf, diese sollen den Hund zum Kauen annimieren 🙂

Ich jeden­falls finde das Spielzeug super, da Queen sehr gerne ihre Spielis während der Runde selbst trägt und die Form sich hier­für ein­fach super eignet. Außer­dem ist es leicht zu reini­gen. Oh man, ja ich merke es selbst 😀

Ob ich den Safestix oder das “namen­lose Ding” nun ein­fach hier auf dem Tep­pich herum­liegen lasse, wenn Nicht — Hun­de­men­schen zu Besuch kämen, bezweifel ich zwar, aber den­noch bleibe ich dabei: Beide Spielzeuge sind in meinen Augen sin­nvoll und eine tolle Alte­na­tive zum dur­chaus gefährlichen Stock. Queen sieht das übri­gens genauso und das ist doch die Hauptsache 🙂

Lange überlegt und endlich entschieden

Schon lange über­lege ich, ob Queen und ich sportlich wer­den sollen. Und damit meine ich nicht, dass ich mit ihr joggen gehe. Sport ist über­haupt nicht mein Ding und stand daher auch gar nicht erst auf meiner Liste der guten Vorsätze für dieses Jahr 🙂

Gemeint ist der Hundesport.

Hier­bei geht es mir in erster Linie drum, dass Queen und ich ein gemein­sames Hobby entwick­eln, gemein­same Zeit ver­brin­gen und zusam­men Spaß haben. Ich habe gerne ein Ziel vor Augen und arbeite auf etwas hin.

Agility kommt für uns nicht in Betra­cht. Der Schäfer­hund ist anatomisch für diesen Sport nicht wirk­lich geeignet. Longieren ist lei­der nicht mein Ding. Obe­di­ence und Rally Obe­di­ence ist mir zu ein­tönig. Mantrail­ing wäre auf jeden Fall spannend.

Dann war da noch die Frage: Hun­de­schule oder nicht? Auf der einen Seite ist es bes­timmt span­nend neue Leute ken­nen­zuler­nen. Auf der anderen Seite habe ich noch keine passende Hun­de­schule gefun­den. Ich hatte Lust jed­erzeit und über­all mit Queen üben zu können.

Der entschei­dende Impuls kam auf dem Gala Abend der DogLive. Mica Köp­pel hat mich ein­fach mehr als beein­druckt. Ich freue mich wahnsin­nig auf das Sem­i­nar, zu dem sie uns ein­ge­laden hat 🙂

Daher haben wir uns entsch­ieden für:

DogDance und Tricktraining

Tricks kön­nen wir über­all üben. Ob draußen, in der Woh­nung oder in ihrem Spielz­im­mer. Ob Schnee, Regen oder Sonne, wir kön­nen jed­erzeit auch drin­nen aktik werden.

Ein paar Tricks kennt Queen schon. Sie hat eine Menge Spaß und ist immer sehr motiviert. Daher denke ich, dass sie meine Entschei­dung bes­timmt gut finden wird 🙂

Ich habe mir vorgenom­men, mich ein­mal durch das Buch “Die Hunde — Uni” zu arbeiten.

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Wir haben bere­its die ersten Übun­gen hin­ter uns. Allerd­ings mussten wir uns erst ein­mal an den Clicker gewöhnen.

Mith­ilfe von ein­fach Kom­man­dos haben wir das Click­ern geübt. Das Buch emp­fiehlt lediglich mit der Sprache Kom­man­dos geben. Zeichen soll­ten nicht mehr benutzt werden.

Ehrlichge­sagt war ich mir sicher, dass außer “sitz” und “platz” nichts ohne Handze­ichen klap­pen würd. Aber sogar “dreh dich”, “Tun­nel”, “müde” und “Hallo” klappten prob­lem­los. Direkt auf den ersten Seiten habe ich Queen also unter­schätzt. Ich bin schon ges­pannt, ob sie mich noch weiter zum Staunen bringt 🙂

Gestern habe ich einen Tar­get Stick und kleine, weiche Leck­erlis gekauft. Ich bin also bewaffnet für die näch­sten Ein­heiten. Bisher hat Queen noch nie mit einem Tar­get gear­beitet, daher freu ich mich schon beson­ders auf die näch­sten Übungen.

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Was meint ihr? Hät­tet ihr Lust unsere Fortschritte in einer Art Train­ingstage­buch mitzu­ver­fol­gen? Soll ich regelmäßig über unsere Tricks und Ideen berichten? Würdet ihr gerne Anleitun­gen für kleine Tricks lesen?

Futter — Suchspiele für Unterwegs

Eine gute Bindung ist der entschei­dende Schlüs­sel im Zusam­men­leben mit einem Hund, ist die Voraus­set­zung für eine solide Erziehung, bietet Sicher­heit und schafft Vertrauen.

Fut­ter­such — Spiele stellen zwar keine zwangsläu­fige Voraus­set­zung für eine enge Bindung zwis­chen Men­sch und Hund dar, sind jedoch eine tolle Möglichkeit um die Bindung weiter auszubauen. Hier­bei kann indi­vidu­ell auf die natür­lichen Ver­an­lagerun­gen und Bedürfnisse des Hun­des einge­gan­gen wer­den. Such — Spiele kön­nen auf unendlich viele Vari­anten gestal­tet wer­den, sodass der Hund sowohl kör­per­lich als auch geistig aus­ge­lastet wer­den kann. Gemein­sames Spie­len stärkt die Bindung und macht uns zu einem inter­es­san­ten Sozial­part­ner aus Sicht unseres Vier­bein­ers. Man kann nicht nur den Grundge­horm­sam trainieren, son­dern auch die Aufmerk­samkeit des Hun­des gewinnen.

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Heute habe ich ver­schiedene Vari­anten von Fut­ter — Spie­len zusam­mengestellt. Hier­bei han­delt es sich natür­lich nur um eine kleine Auswahl “unserer Lieblinge” — der Fan­tasie sind hier­bei natür­lich keine Gren­zen gesetzt 🙂

Ich hole mir die Aufmerk­samkeit von Queen, indem ich zum Beispiel mit der Zunge schnalze oder ein­fach nur ihren Namen nenne. Sobald sie zu mir schaut, fliegt ein Fut­ter­brocken ins hohe Gras. Mit dem Wort “Such” ani­miere ich sie nach dem Fut­ter zu suchen. Hat sie dieses gefun­den, darf sie es selb­stver­ständlich auch Fressen. Ich habe bis vor Kurzem noch gedacht, dass das Fut­ter an sich schon die Beloh­nung darstellen würde. Bei Rütter’s D.O.G.S. wurde mir jedoch erk­lärt, dass man seinen Hund den­noch zusät­zlich loben sollte, denn wir loben unsere Hund oft viel zu selten 🙂

Statt lediglich die Aufmerk­samkeit von Queen zu fordern, nutze ich auch andere Kom­man­dos wie zum Beispiel “hier”, sodass der Fut­ter­brocken erst dann ins Hohe Gras fliegt, wenn Queen bei mir sitzt.

Ich nutze auch gerne Momente, in denen Queen beschäftigt schnüf­felt, um einige Brocken im Gras zu ver­stecken. Dann rufe ich sie und schicke sie mit dem Wort “Such” und einer Hand­be­we­gung in Rich­tung des Fut­ter los.

Queen findet es super span­nend, einen über den Boden kugel­nden Brocken zu ver­fol­gen. Hierzu sagte ich ein­fach kurz ihren Namen und sobald sie zu mir schaut, kugeln ein oder mehrere Futterstück(e) über den Boden. Hier­bei geht es vor allem um das genaue Hin­se­hen und um das Hinterherrennen.

Soll es vor allem um das Erschnüf­feln gehen, werfe ich mehrere Brocken Fut­ter gle­ichzeitig ins Hohe Gras. Queen kann nicht alle Brocken gle­ichzeitig beobachten und muss zwangsläu­fig ihre Nase ein­set­zen, um alle Stücke finden zu können.

Queen findet es beson­ders inter­es­sant, wenn ich kleine Fut­ter­stücke in Baum­rinden oder unter Laub ver­stecke. Ger­ade Baum­rinden eignen sich per­fekt, um Fut­ter­brocken auch auf einer Höhe ver­stecken zu kön­nen, bei der sich der Hund richtig strecken muss.

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Nase­nar­beit ist viel anstren­gen­der für unsere Hunde als wir es uns vorstellen kön­nen. Daher kön­nen bere­its fün­fzehn Minuten aus­re­ichen, um unseren Vier­beiner geistig auszulasten.

Bei Fut­ter — Such­spie­len habe ich die Möglichkeit, Queen immer wieder vor neue Auf­gaben zu stellen. Dadurch ist sie konzen­tri­erter und entspan­nter bei der Sache. Würde ich stets die gle­iche Übung machen, würde sie sich der­art hine­in­steigern, dass sie wie ein Balljunkie hechelnd vor mir sitzt. Zudem ist die Nase­nar­beit eine tolle Option, um sie art­gerecht und gelenkscho­nend beschä­fi­gen zu kön­nen. Ich kann sie auf diese Weise aus stres­si­gen Sit­u­a­tio­nen her­aus­holen und sie ablenken. Zudem habe ich das Gefühl, dass sie selb­st­be­wusster durch die vie­len kleinen Erfol­gser­leb­nisse selb­st­be­wusster gewor­den ist.

Fut­ter — Such­spiele sind euch sicher nicht fremd 🙂 Daher inter­essiert mich, wie ihr die Such­spiele gestal­tet? Habt ihr noch weit­ere Ideen für uns?