Ernährung

Der neue BARF — Rechner — endlich genaue Zahlen

Der Trend geht immer mehr zum Bar­fen. Zu Recht wie ich finde, denn Hunde die gebarft wer­den leben gesün­der, fit­ter und vor allem länger als Hunde, die mit indus­triellem Fut­ter gefüt­tert werden.

Auch Queen und Püppi wer­den frisch gefüt­tert. Ja, ihr lest richtig. Auch Püppi. Nach­dem auch Queen immer zurück­hal­tender wurde, habe ich den Fleis­chliefer­an­ten gewech­selt und siehe da, nun frisst auch Püppi frisch. Zwar klappt es erst seit Kurzem, doch ich bin sehr happy darüber und hoffe, dass es nun so bleibt *dreimalaufHolzklopf*

Alle Bar­fer ken­nen die Aufteilung zwis­chen Muskelfleisch, Pansen und Inneren. Wieviel Obst und Gemüse ins Fut­ter soll wis­sen wir auch und die Zahlen 2 bis 4 % sind uns eben­falls ein Begriff.

Doch sind wir mal ehrlich: Nicht jeder Hund ist gle­ich. Der eine frisst mehr und ist immer noch schlank. Der andere benötigt weniger und hat vielle­icht den­noch ein paar Gramm zu viel auf den Rip­pen. Der eine fastet an einem Wochen­tag und der näch­ste verträgt keine Knochen.

Eine Standartformel für alle Hunde? Klingt das nur für mich komisch?

Die großar­tige Ernährungs­ber­a­terin Nadine von Barf Check ist genau diesem Prob­lem auf den Grund gegan­gen und hat nun einen neuen Bar­frech­ner entwickelt.

Der neue Bar­frech­ner steht online zur Ver­fü­gung, ist also ohne Down­load oder ähn­lichem nutzbar. Hier­bei wird nicht nur das Gewicht des Hun­des, son­dern son­dern unter anderem auch dessen Aktiv­ität und dessen Hor­mon­sta­tus berück­sichtigt. Für eine unbe­gren­zte Anzahl von Hun­den kann so wesentlich genauer und für jeden Hund per­sön­lich zugeschnit­ten ein Wochen­plan berech­net wer­den. Auch der Fettge­halt findet Berücksichtigung.

Was mir besonders gefällt

Bei der Pla­nung der Wochen­ra­tio­nen fließen viele weit­ere Aspekte mit ein. Ohne Berück­sich­ti­gung dieser müsste man einiges selbst nach­schla­gen und zum Beispiel im Falle eines Fas­tent­ages die Tages­ra­tio­nen neu aufteilen müssen.

All diese Aspekte wer­den in dem neuen Barf — Rech­ner berücksichtigt:

  • Fleis­chfreier Tag ja / nein
  • Fas­tentag ja / nein
  • Getreide ja / nein
  • Milch­pro­dukte ja / nein
  • Knochen ja / nein – mit Wahl der Art der Knochen
  • 30 ver­schiedene Sup­ple­mente als Alter­na­tiven zur Knochenfütterung
  • Öl ja / nein
  • Vit­a­min E ja / nein
  • Seeal­gen ja / nein – mit indi­vidu­ellem Jodge­halt der Algen
  • Leber­tran ja / nein
  • Eier ja /nein
  • 1 oder 2 Mahlzeiten pro Tag

 

Cool, oder? Und man braucht noch nicht mal auf die Zusendung eines Daten­trägers warten, son­dern braucht nichts weiter als einen funk­tions­fähi­gen Internetzugang.

Na dann nichts wie los.

Zu dem Barf –Rech­ner gelangt ihr hier.

Ein Plädoyer für die Darmsanierung

Wie sagte Hip­pokrates so treffend?

Der Tod sitzt im Darm.”

Extreme Worte, aber nicht ganz von der Hand zu weisen.

Der Darm besteht aus einer unglaublich großen Fläche. Die ver­schiede­nen Keimbe­sied­lun­gen der Darm­schleimhaut wer­den unter dem Begriff Darm­flora zusam­menge­fasst. Dieses Sys­tem muss eine Reihe von Auf­gaben wahrnehmen, die für den Kör­per unserer Hunde und fol­glich für ihre Gesund­heit eine große Rolle spielen.

Die Darm­flora ist nicht nur dazu da, die Darm­be­we­gung anzure­gen, son­dern sie nimmt auch Nährstoffe sowie Schad­stoffe auf und pro­duziert gle­ichzeitig Sub­stanzen, die Krankheit­ser­reger beseit­i­gen können.

Dass die Darm­flora im Gle­ichgewicht ist, ist für den Hund und seine Gesund­heit von großer Bedeu­tung. Durch den Kon­takt mit Schad­stof­fen aus Nahrungsmit­teln und der Umwelt oder Anti­ge­nen wie Pilzen, Bak­te­rien sowie Viren und Par­a­siten steht die Darm­flora vor großen Auf­gaben und wird daher nicht ohne Grund als das größte Immun­sys­tem des Kör­pers eingestuft.

Eine gestörte Darm­flora kann zu einem geschwächten Immun­sys­tem führen, was Krankheiten nach sich ziehen kann. Auch Fut­ter­mit­telun­verträglichkeiten kön­nen ihren Ursprung im Darm haben.

Ich muss zugeben:

Ich habe mich bis vor einem hal­ben Jahr nicht mit diesem Thema auseinan­derge­setzt. Schließlich wer­den Queen und Püppi gesund ernährt. Dann muss doch im Darm alles in Ord­nung sein. Oder etwa doch nicht?

Ger­ade wenn man einen Hund mit einer anderen Baustelle hat — wie bei Queen ihre Ell­bo­gen — so rückt der Rest schnell in den Hin­ter­grund. Haupt­sache ihre Ell­bo­gen sind in Ord­nung. Alles andere wird schon passen.

Als ich vor einem hal­ben Jahr zum ersten Mal Blutegel bei Queen getestet habe — den Artikel und weit­ere Infos rund um dieses Thema findet ihr hier — wurde ich zum ersten Mal mit diesem Thema kon­fron­tiert. Die Tier­heil­prak­tik­erin, die auch gle­ichzeitig aus­ge­bildete Tierärztin ist, kon­fron­tierte mich nach fünf Minuten mit dem Satz

Die Entzündung in Queens Ellbogen hat ihren Ursprung im Darm.”

Bere­its nach weni­gen Minuten stand es für sie fest. Während sie sich sicher war, hatte ich ein großes Frageze­ichen im Gesicht.

Nach der Blutegelther­a­pie riet sie mir zu einer Darm­sanierung. Die Frau hatte eine so beein­druck­ende Aura und so einen ver­trauenser­weck­enden Ein­druck hin­ter­lassen, dass ich dem gefolgt bin und mit Queen und Püppi eine Darm­sanierung gemacht haben.

Und ich muss sagen: es hat ihnen unglaublich gut getan. Sie haben gern und gut gefressen (was bei uns nicht selb­stver­ständlich ist), hat­ten viel Energie und ein super tolles Fell bekommen.

Und nun nach einem hal­ben Jahr kann ich sagen: während der gesamten sechs Monate hat­ten wir nicht einen einzi­gen Tag, an dem Queen Prob­leme mit den Ell­bo­gen hatte. Klar, kön­nen die Prob­leme in den Ell­bo­gen viele Gründe haben, doch wir hat­ten bisher auss­chließlich mit Entzün­dun­gen im Gelenk zu kämpfen und die sind in den gesamten sechs Monaten nicht aufgetreten.

Da all­ge­mein ger­aten wird, eine Blutegelther­a­pie bei chro­nis­chen Gelenkbeschw­er­den alle sechs Monate zu wieder­holen, waren wir nun wieder dort. Sie war run­dum zufrieden mit Queen. Das Fell ist toll, der Ell­bo­gen fühlt sich weder dick noch warm an.

Und weil wir natür­lich wollen, dass alles so bleibt, machen wir zur Zeit wieder eine Darmsanierung.

Wann ist eine Darmsanierung überhaupt sinnvoll?

Ist die Darm­flora gestört, emp­fiehlt sich eine Darm­sanierung. Auch nach Gia­r­dien, Antibiotka, Wurmkuren oder Imp­fun­gen ist es sin­nvoll, eine Darm­sanierung vorzunehmen.

Nehmen wir zum Beispiel eine herkömm­liche chemis­che Wurmkur: Nach der Ein­nahme benötigt der Darm ganze 5 bis 7 Monate um sich voll­ständig regener­ieren zu kön­nen. Und nun muss man bedenken, dass Tierärzte häu­fig dazu raten, die Wurmkur alle drei Monate zu wieder­holen. Und zwar ohne vorher durch Kot­proben die Notwendigkeit geprüft zu haben.

Aber nicht nur die Chemie schädigt die Darm­flora. Auch Umwelt­gifte, Stress und all­ge­meine Schad­stoff­be­las­tun­gen sowie unge­sun­des Indus­triefut­ter schädi­gen den Darm und das Immun­sys­tem des Hundes.

Darmsanierung mit Hausmitteln

Zahlre­iche Haus­mit­tel kön­nen eine scho­nende und san­fte Darm­reini­gung vornehmen. Durch ihre darm­reini­gende Eigen­schaft kön­nen sie auch täglich angewen­det werden.

  • Bal­last­stoffe
  • Aloe Vera
  • Heil­erde
  • Bit­terpflanzen und Bitterstoffe
  • Flohsamen

Wenn man es genau nehmen will, sind Bal­last­stoffe keine Darm­reini­gung­shaus­mit­telchen, son­dern selbst Darm­reiniger. Bal­last­stoffe sind zum größten Teil unver­daut­lich für den Hund, haben aber sehr viele pos­i­tive Eigen­schaften. Auf scho­nende Art reg­ulieren sie die Verdauung.

Das innere Gel einer Aloe Vera Pflange wird ent­gif­tend während es gle­ichzeitig die Damrschleimhaut pflege und befeuchtet.

Auch Heil­erde eignet sich zur Darm­reini­gung, weil sie Schad­st­foffe bindet, die so aus­geschieden wer­den können.

Bit­terpflanzen und Bit­ter­stoffe  wirken schädlichen Keimen sowie der Ablagerung von Rück­stän­den entgegen.

Flohsamen bilden bei der Zugabe von Flüs­sigkeit Schleime, die reini­gend und heil­sam wirken.

Darmsanierungskuren

Es gibt auch zahlre­iche Darm­sanierungskuren, die man unter das Fut­ter mis­chen kann.

Ich gebe während der Darm­sanierung sowohl eine spezielle Kräuter­mis­chung als auch ein Saft zur Darm­sanierung. Diese bei­den mis­che ich mit Reis und Pansen. Eine Darm­sanierung dauert in unserem Fall und mit unseren Mit­teln ca. 4 bis 5 Tage. Da meine bei­den die Kur lieben, gebe ich sie sieben Tage lang.

Es gibt auch Darm­sanierungskuren, die über mehrere Wochen gegeben wer­den und ein­fach unter das nor­male Fut­ter gemis­cht wer­den können.

Ich kann jedem Hun­de­hal­ter empfehlen regelmäßige Darm­sanierun­gen anzuwen­den. Queen und Püppi hat die Kur so gut getan und ihr Fell hat sich anschließend ganz toll entwick­elt. Sie haben sich wohl gefühlt, hat­ten viel Energie und Queen hat keine Prob­leme mehr mit Enzün­dun­gen gehabt. Ob dies­bezüglich tat­säch­lich bei Queen die Ursache im Darm lag oder nicht, den Hun­den hat es mehr als nur gut getan und wir wer­den die Darm­sanierun­gen auch in Zukunft defin­i­tiv regelmäßig durch­führen. Der Darm spielt für die Gesund­heit unserer Hunde eine so große Rolle, dass es sich in jedem Fall lohnt, ihm zwis­chen­durch ein wenig Aufmerk­samkeit zu schenken 🙂

Gefahr: rohes Fleisch

Keine Sorge. Dies hier ist kein Beitrag gegen rohes Fleisch.  Denn “Nur roh macht froh” oder wie heißt es noch so schön?

Und obwohl ich ein absoluter glück­licher Bar­fer bin, ist mir etwas passiert, was ich euch gerne erzählen möchte. Denn sollte euch etwas ähn­liches wider­fahren, so erin­nert ihr euch vielle­icht an meinen Artikel und macht nicht den gle­ichen Fehler wie ich.

Vor Kurzem habe ich mich beim Öff­nen der Folie des einge­frore­nen Fleis­ches geschnit­ten. Eine kleine, ca. 1 cm lange Wunde, die nicht mal richtig geblutet hat. Kurz unter kaltes Wasser und weiter ging es. Nach­dem ich alles aus­gepackt hatte, habe ich mir wie immer vernün­ftig die Hände gewaschen und die Arbeits­fläche desinfiziert.

Und obwohl wir eine Hand­seife benutzen, die laut her­steller 99,9% aller Bak­te­rien ent­fernt, fing es zwei Tage später an. Der Fin­ger war heiß und rot und fühlte sich irgend­wie fremd an. Der Fin­ger war entzündet.

Ich habe das gar nicht richtig ernst genom­men. Im Inter­net findet man aller­lei Haus­mit­telchen, die bei Entzün­dun­gen helfen sollen. Die meis­ten hatte ich aber gar nicht im Haus. Wir essen keinen Honig und kochen auch nur sel­ten mit Zwiebeln, sodass das einzige Mit­tel, welches ange­blich helfen sollte und griff­bereit stand, Kokosöl sein sollte.

Also rieb ich den Fin­ger mit Kokosöl ein und tat­säch­lich fühlte es sich angenehm kühl an. Aber das war es dann auch schon. Am Fol­ge­tag war die Entzün­dung so deut­lich fort­geschrit­ten, dass die Fin­gerkuppe richtig dick angeschwollen war. Die Fin­ger­spitze sah aus, als würde ich 120 kg wiegen.

Also fuhr ich zur Apotheke. Die Gesichter der Damen dort wirk­ten leicht geschockt bis angeekelt. Eine doch sehr kom­pe­tent wirk­ende Frau verkaufte mir eine soge­nan­nte Zugsalbe und aller­lei Ver­bands­ma­te­r­ial. Mit dem Hin­weis, einen Arzt aufzusuchen, falls es nicht besser wird, ließ sie mich gehen.

Die Salbe war das eke­lig­ste, was ich in meinem ganzen Leben an meine Haut lassen musste. Die Salbe war schwarz und roch stank nach Teer. Ekel­haft. Man roch es sogar durch den Verband.

Doch am Abend sah der Fin­ger tatäch­lich besser aus.

In den fol­gen­den Tagen ließ ich den Ver­band immer häu­figer weg, denn schließlich musste ich für den Shop nähen und der Ver­band war ein­fach zu dick, um vernün­ftig arbeiten oder tip­pen zu können.

So richtig besser wurde es irgend­wie nicht. “Ach das wird schon” und ein Haufen Arbeit hiel­ten mich irgend­wie ab, über den Fin­ger nachzu­denken. Fre­itag abend kam dann die Hitze zurück und eine auf­fäl­lig rote Stelle an der Seite des Fingers.

Auch die Stinke­salbe half nicht mehr und so stand ich am Sam­stag Nach­mit­tag mit einem dicken roten Fin­ger in der Notauf­nahme, den ich kein Stück mehr bewe­gen kon­nte und der wirk­lich schmerzte.

Auf dem Bild erkannt man gut klein die eigentliche Schnit­twunde gewe­sen ist. An der roten Stelle ist die Haut durch die Entzün­dung eingerissen

Die Ärztin fragte beiläu­fig, wie es passiert sei. Ich erzählte ihr, dass ich mich beim Fleisch schnei­den geschnit­ten hätte. Sie drehte sich langsam um. “Nor­males Fleisch aus dem Super­markt oder?” Ich erzählte ihr vor­sichtig, dass es sich um “Hun­de­fleisch” han­delte. Gott sei Dank lenkte mein Fre­und schnell ein und kor­rigierte “Fleisch für die Hunde”, nicht “Hun­de­fleisch” 😀 Sie wirkte für den Bruchteil einer Sekunde erle­ichtert, doch dann kam der erschrock­ende Blick eines ange­fahre­nen Rehs.

Etwa Pansen und so?”

Klein­laut kam nur ein fra­gen­des “Ja?” von mir.

Dann wurde sie panisch und fragte mich nach meinen Imp­fun­gen. Ich schwindelte und hin­ter­ließ mir eine gedankliche Erin­nerung “Tetanus auffrischen”.

Sie schaute sich den Fin­ger noch ein­mal genauer an und holte einen Chirur­gen dazu. Da ich gegen einige Antibiotka aller­gisch reagiere, hat­ten die bei­den eini­gen Aufwand, ein passendes Medika­ment zu finden.

Der Chirurg war sichtlich besorgt und tastete meine gesamten Arm ab. “Tut es hier weh?”

Ich hatte sonst keine Schmerzen und keine Blutvergif­tung. Das ist offen­sichtlich keine Selb­stver­ständlichkeit. Mir wurde erzählt, dass deswe­gen schon Leute über Wochen im Kranken­haus lagen.

Die Sor­gen­fal­ten der Ärzte waren ansteck­end. Ich musste hoch und heilig ver­sprechen am Fol­ge­tag wiederzukom­men, wenn es mit dem Anit­bi­otikum und einer neuen Salbe nicht besser wer­den würde. Der Chirurg wollte in diesem Fall den Fin­ger auf­schnei­den, um der Entzün­dung, die sich mit­tler­weile bis zum zweiten Gelenk gezo­gen hatte, Herr wer­den zu können.

Am Fol­ge­tag war es Gott sei Dank deut­lich besser und mit­tler­weile ist die Welt auch wieder in Ordnung.

Also ihr Lieben,

soll­tet ihr euch beim Fleisch Schnei­den in den Fin­ger schnei­den, dann bitte nehmt das ernst und desin­fiziert direkt die Wunde, sei sie noch so klein.

Ich habe das Ganze nicht ernst genom­men und wäre fast im Kranken­haus gelandet.

Im rohen Fleisch befinden sich Bak­te­rien. Der Magen unserer Hunde kommt damit zurecht, unsere Wun­den allerd­ings nicht, also bitte nicht vergessen, dass man stets desin­fizieren sollte und sollte man sich doch ein­mal schnei­den, dann bitte direkt aus­giebig die Wunde versorgen.

Wir durften testen: Tiernahrung von Seitz

Kennt ihr schon das Unternehmen “Seitz”? Nein? Na dann wird es höch­ste Zeit, dass ich euch dieses Unternehmen und seine Pro­dukte ein­mal genauer vorstelle.

Das Unternehmen pro­duziert Nahrung für Hunde und Katzen. Neben Nass­fut­ter in Dosen entwick­elt Seitz zudem Wurst­waren und Tiefkühlware für gebarfte Tiere. Die Zutaten stam­men haupt­säch­lich aus dem Nor­den Deutsch­lands. Neben frischem Fle­ich wird ern­te­frisches Obst und Gemüse sowie Kräuter und Öle ver­ar­beitet. Das frisch angelieferte Fleisch wird entweder direkt als BARF ver­ar­beitet und gefrostet oder aber als Dosen– und Wurst­ware in Autoklaven gefüllt, in denen das Fleisch anschließend scho­nend gegart und ster­il­isiert wird.

Wir durften das BARF — Sortiment testen.

Das BARF — Sor­ti­ment ist sehr vielfältig. Es lässt sich in fol­gende Kat­e­gorien ein­teilen: Rind, Geflügel, Pferd / Wild / Lamm / Kän­guru sowie Fisch und Gemüse / Obst. Man kann die Por­tio­nen entweder selbst erstellen oder auch die Nahrung als Mix kaufen. Die Auswahl ist aus­re­ichend und abwech­slungsre­ich. Man bekommt alles, was man braucht um dem Hund die erforder­liche Abwech­slung bieten zu können.

Die meis­ten Sorten bekommt man als 500 g Paket, einige Pack­un­gen bein­hal­ten 1000 g. Das eingeschweißte Fleisch lässt sich prob­lem­los aus der Folie ent­nehmen. Hier hat mir beson­ders gut gefallen, dass das Fleisch in zwei Teile geteilt ist, sodass man die Por­tion bequem teilen kann. Beson­ders bei Inneren taue ich gerne nur 250 g auf. Das ist bei diesen Paketen über­haupt kein Prob­lem und erfordert weder beson­deren Kraftein­satz oder den Ein­satz eines Messers. Man muss auch nichts antauen lassen, um die Por­tion teilen zu kön­nen. Das gefiel mir wirk­lich gut.

Ich bin mit Pansen­geruch aufgewach­sen. Mein Opa hat — wie ich sicher alle mit­tler­weile wisst — Schäfer­hunde gezüchtet und auch, wenn man es damals noch nicht so nan­nte, quasi im Prey Mod­ell gefüt­tet. Mir ist der Geruch von Pansen schon von Klein auf bekannt. Und daher kann ich sagen: Pansen ist noch lange kein Pansen. Ich bin zwar wirk­lich kein Ernährung­sex­perte, aber die Qual­ität von Pansen sehe ich auf Anhieb und rieche ich direkt. Oft nutze ich diese Erfahrung um die Qual­ität von dem Fleisch ein­schätzen zu kön­nen. Daher war ich sehr gepannt auf den Pansen der Firma Seitz und habe dieses Paket daher als erstes aufge­taut. Der Pansen roch wirk­lich abso­lut frisch und natür­lich. Auch die Optik sprach für sehr hochw­er­tiges Fleisch. Queen und Püppi haben meine Ver­mu­tung bestätigt und vor allem die Kleine — die wirk­lich wäh­lerisch  ist — kon­nte von dem Pansen bzw. Blät­ter­ma­gen nicht genug bekommen.

Und wie hat es den beiden geschmeckt:

Queen hat durch die Bank alles gern gefressen und super ver­tra­gen. Püppi wird ja eigentlich gar nicht gebarft, aber auch sie hat sich sehr über den Blät­ter­ma­gen gefreut und auch hier und da ein Stückchen genascht.

Als Kunde würde mich über eine noch genauere Dekla­ra­tion freuen. Bei den Mixen würde ich gerne wis­sen, wieviel Prozent Inneren, Muskelfleisch usw. enthal­ten ist.

Das Fleisch roch natür­lich und enthielt nicht nur kleinere, son­dern auch teil­weise etwas größere Stücke, was mir und vor allem Queen sehr gefiel. Ich habe schon Fleisch gekauft, welches nach der “Zubere­itung” (also nach dem Hinzufü­gen von Gemüse und Obst sowie allen Sup­ple­menten) und dem Umrühren wie ein matschiger Haufen Brei aus­sah. Queen mag es nicht so gern, wenn sich ein matschiger Haufen in ihrem Napf befindet. Dies war hier nicht der Fall, weil das Fleisch nicht allzu klein gewolft ist. Gefiel uns super 🙂

Wir waren mehr als run­dum zufrieden mit den Pro­duk­ten und kön­nen das Unternehmen wirk­lich empfehlen. Die Qual­ität ist super und der Kon­takt über­aus fre­undlich. Man merkt, dass viel Liebe in dem Unternehmen steckt und Zufrieden­heit der Kun­den ganz oben steht. Die Qual­ität des Fleis­ches ist top, also Dau­men hoch 🙂

Die Pro­dukte wur­den mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt.

Wir durften lesen: das BARF — Buch

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich den Artikel geschrieben “Ich will mein Bauchge­fühl zurück”. Wer ihn noch nicht gele­sen hat, kann dies hier nachholen.

Ich hatte das Gefühl, mein Bauchge­fühl ver­loren zu haben, wusste nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Auch bei dem Thema Ernährung waren viele Fragze­ichen in meinem Kopf. Ich wusste, dass ich diese Lücken füllen musste, wollte mich umfan­gre­ich informieren und so mein Bauchge­fühl zurückgewinnen.

Und als hätte man sie gerufen, schrieb mir die liebe Nadine von Der Barf Blog und bot mir an, meine Lück­en­mit ihrem Buch zu schließen. Ich bin schon öfter über ihr Buch gestolpert und habe schon mehrfach drüber nachgedacht, meine Nase darin zu versenken.

So nahm ich das Ange­bot dank­end an und schon wenige Tage später lag ein Exem­plar in meinem Briefkasten.

Nadine hat sogar eine Wid­mung reingeschrieben, über die ich mich sehr gefreut habe.

Aber nun zu dem Buch:

In dem Buch geht es — klar, so sagt der Titel es ja schon — ums Barfen.

Das Buch beginnt mit ganz grundle­gen­den Fak­ten und erk­lärt, auf welchen Grund­la­gen das Prinzip Barf eigentlich basiert. Antworten auf all meine Fra­gen fand ich vor allem im ersten Teil des Buches, welcher mir beson­ders gut gefallen hat.

Nadine geht auf zahlre­iche Mythen und Gerüchte rund um das Thema Barf ein und belegt ihre Aus­sagen mit Stu­dien und Sta­tis­tiken. Wir alle ken­nen die typ­is­chen Gespen­ster “Barf liefert zu viel Eiweiß” oder “Unser Hund hat mit dem Wolf nichts mehr zu tun”. In dem Buch findet man zahlre­iche Belege, dass diese Aus­sagen eben doch nicht stim­men. Ein­fach und ver­ständlich erk­lärt und zudem durch aus­sagekräfti­gen und anschaulichen Tabellen unterstützt.

Ich per­sön­lich hatte schon nach weni­gen Kapiteln das Gefühl, dass nichts anderes als Barf mehr im Napf lan­den wird.

Beson­ders inter­es­sant fand ich auch die Kapi­tel rund um die notwendi­gen Nährstoffe und Zusätze. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl zu ver­ste­hen, was das alles auf sich hat und warum das so ist. Ich war dankbar für die konkrte Anleitung zur Umstel­lung auf Barf und für die deut­lichen For­mulierun­gen, was man wirk­lich braucht und was nicht.

Endlich hatte ich den Ein­druck, wirk­lich zu ver­ste­hen warum man das so macht und was alles dahintersteckt.

Ich bin Nadine sehr dankbar für dieses Buch, weil es nicht nur ein Bar­frat­ge­ber ist, son­dern ein Buch, welches ver­ständlich und ein­fach die Hin­ter­gründe erk­lärt und einen an die Hand nimmt, einen eige­nen Barf­plan erstellen zu können.

Im Ver­gle­ich zu der bekan­nten Barf­broschüre von Swanie finde ich das Barf — Buch wesentlich ver­ständlicher und auch konkreter for­muliert. Während die Broschüre von Swanie eher einem Lehrbuch gle­icht, bietet das Barf — Buch eine konkrete und leicht umzuset­zende Anleitung fürs Barfen.

Ich kann das Buch wirk­lich nur empfehlen. Es hilft einem nicht nur einen Barf­plan zu erstellen, son­dern erk­lärt auch auf eine ver­ständliche Weise kurz und auf das Wichtig­ste reduziert worum es beim Bar­fen geht.

Aus dem Buch kann übri­gens jeder etwas mit­nehmen. Auch Men­schen, die TroFu oder Nass­fut­ter füt­tern kön­nen eine Menge über die Bedürfnisse eines Hun­des ler­nen. Auch diejeni­gen, die schon lange bar­fen, finden mit Sicher­heit noch Infor­ma­tio­nen, die sie bisher nicht kannten.

Richtig cool sind auch die 14 Rezepte am Ende des Buches 🙂

Und hier könnt ihr das Buch bestellen.

Das Pro­dukt wurde mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt. 

Fütterst du noch oder barfst du schon?

Achtung!

Bevor es zu Missver­ständ­nisse kommt, kündige ich schon ein­mal an: Dieser Beitrag enthält eine ordentliche Por­tion Ironie, Sarkas­mus und Übertreibungen.

So. Da wir das nun gek­lärt haben, kann es losgehen 🙂

Füt­terst du noch oder barfst du schon?

Das Thema “art­gerechte und gesunde Ernährung” begeg­net uns über­all und das ist auch gut so. Nach wie vor wis­sen viel zu viele Hun­debe­sitzer über­haupt nichts über den Inhalt von dem Fut­ter, welches sie ihrem Vier­beiner täglich in den Napf geben. Haupt­sache gün­stig, schnell und unkom­pliziert und hey “Das Fut­ter ist schließlich Test­sieger bei Stiftung Warentest”.

Ich bin ehrlich: das sind Momente, in denen ich wahnsin­nig wer­den kön­nte. Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich inner­lich den Kopf schüt­tel, wenn im Super­markt vor mir an der Kasse jemand den 15 kg Sack “Gut und Gün­stig Fut­ter” auf das Fließband legt.

Wer die Ver­ant­wor­tung für ein Tier übern­immt, hat die ver­dammte Pflicht zu prüfen, was im Napf des Lieblings landet.

Ist so.

Jeder kann selbst bes­tim­men, wie er seinen Hund ernährt. Doch in einem Punkt besteht in meinen Augen eine “Null — Toller­anz — Grenze”: man muss wis­sen, was drin ist. Man muss sich über die Inhaltsstoffe informieren und nein, Stiftung War­entest reicht da nicht aus.

Der Trend geht zur frischen Füt­terung, was in jedem Fall ver­ständlich und unter­stützenswert ist.

Doch wie bei allen anderen The­men auch, kommt man irgend­wann an einen Punkt, an dem man sagen kann “Man kann es auch übertreiben”.

Und die Grenze ist dort erre­icht, wenn das Thema zur Reli­gion wird.

Doch Bar­fer sind noch nicht gle­ich Barfer.

Da gibt es

die Gelassenen

Die mir ein­deutig am symath­is­chsten sind “die Gelasse­nen”. Unter­hält man sich mit Bar­fern dieser Gruppe fallen Sätze wie “Bar­fen ist keine Wis­senschaft”, “Mach dir mal nicht so einen Stress” oder “Du kennst deinen Hund am besten”.

Während man mit einem “gelasse­nen Bar­fer” spricht, fühlt man sich gut. Man denkt, man tut das richtige für sein Tier. Man tauscht sich aus und nimmt das ein oder andere aus dem Gespräch mit.

Die Gelasse­nen machen sich nicht viele Gedanken um genaue Gram­mzahlen und haben ein gesun­des Bauchge­fühl. Schließlich sieht man auch am Fell des Hun­des, ob es ihm gut geht.

Dann gibt es noch

die stillen Barfer

Die stillen Bar­fer sind informiert und ziehen ihr Ding durch. Sie reden nicht viel drüber, son­dern tun es ein­fach. Keine bösen Blicke, wenn man über Trock­en­fut­ter spricht, keine Vorurteile gegen Leute die nicht bar­fen. Die stillen Bar­fer wis­sen genau, was sie machen und füllen täglich selb­st­sicher und sou­verän den Napf.

Und dann wären da noch

die Besserwisser

Puh. Jetzt wird es anstren­gend. Die Besser­wisser informieren sich über jedes Detail, glauben genau zu wis­sen, was das Richtige ist und sowieso gibt es nur ein­mal “das Richtige”. “Obst und Gemüse? Also davon halte ich ja gar nichts”. Nicht täglich aufs Gramm genaue Mahlzeiten kom­men nicht in den Napf. Heute nur Kopf­fleisch? “Wie kannst du nur?”

Um einen Besser­wisser zu ent­lar­ven, stelle man sich fol­gende Sit­u­a­tion vor. Einige Hun­de­men­schen ste­hen zusam­men und sprechen über ihre Vier­beiner. Das ein oder andere Erziehung­sprob­lem kommt auf den Tisch, während der Besser­wis­sere sich eher zurück­hält und belustigt grinst. Bis einer in der Runde die Frage aller Fra­gen stellt. “Was füt­tert ihr eigentlich”

Tadaaaa. Der Vor­gang der Bühne wird zur Seite gezo­gen, der Lichtkreisel fällt auf den Besser­wisser und um sicher zu gehen, dass auch keiner den Auftritt ver­passt, kommt nun der Satz der Sätze “Also ich barfe.”

Tadaaaaa. Die Aufmerk­samkeit liegt auf dem Besser­wisser, der seinen Kopf nun etwas höher streckt und ver­acht­ene Blicke an diejeni­gen verteilt, die von Haus­marken eines Tier­mark­tes reden. Den Höhep­unkt der Ver­ach­tung ist allerd­ings erst dann erre­icht, wenn einer der Hun­de­men­schen fragt “was ist denn barfen?”

Dann geht es los. Prozen­tangaben wer­den wild durch die Luft geschleudet. Man fühlt sich von dem Vor­trag nahezu erschla­gen und hat das Gefühl seinen Hund zu vergiften. Egal, wie gut man sich infomiert hat, anschließend fühlt man sich dumm und schlecht. Auch ich gehöre zu den­jeni­gen, die sich schnell verun­sich­ern lassen.

Doch soll­ten wir nicht alle die Kirche im Dorf lassen? Wir alle haben ein Bauchge­fühl auf das es sich zu hören lohnt.

Ihr Lieben, informiert euch über das, was ihr eurem Hund in den Napf gebt. Hin­te­fragt die Zusam­menset­zung und glaubt nicht jeden Mist.

Und wenn ihr alle Infor­ma­tio­nen zusam­men habt, dann hört auf euer Bauchgefühl.

Punkt.