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Wir durften testen: Allein Daheim

Wir alle müssen zwis­chen­durch auch mal ohne unsere vier­beini­gen Lieblinge das Haus ver­lassen. Nicht bei allen Besorgun­gen und nicht bei allen Ter­mi­nen kön­nen wir unsere Vier­beiner mitnehmen.

Und so machen wir uns auf den Weg. Zu Fuß, mit dem Rad oder Kfz. Fahren über viel befahrene Straßen, ren­nen in Eile quer über die Straße oder fahren zu einem Ter­min über die Auot­bahn. Ich will nie­man­dem Angst machen, doch wir alle wis­sen, wie schnell etwas passieren kann. Fahrrad­fahrer befinden sich im toten Winkel, Fußgänger wer­den überse­hen und wie schnell es zu einem Unfall auf der Auto­bahn kom­men kann, muss ich hier nie­man­dem erzählen.

Wir wollen schnell wieder nach Hause zu unserem geliebten Vier­beiner, der schon sehn­süchtig auf uns wartet und so fahren wir schneller, wer­den unvor­sichtig oder überse­hen etwas oder jemanden.

Ich muss zugeben, dass ich nicht sel­ten ein komis­ches Gefühl habe, wenn ich Queen und Püppi alleine lassen muss. Nun bin ich es als von Zuhause arbei­t­ende Selb­st­ständige ohne­hin nicht gewohnt, die zwei nicht um mich zu haben. So fällt es mir oft umso schw­erer die Tür hin­ter mir zu zuziehen.

Oft kommt es bei uns zu Diskus­sio­nen, was unsere Woh­nungstür bet­rifft. Her­rchen möchte immer gerne abschließen, während ich die Tür meist ein­fach nur hin­ter mir zu ziehe. Ich weiß nicht warum, aber Queen und Püppi in der Woh­nung einzuschließen kommt mir oft vor, als würde ich ein unüber­wind­bares Hin­der­nis schaf­fen. Wie schnell kommt man zum Beispiel in einem Brand­fall bei uns in die Woh­nung? Ist es schwieriger, wenn dop­pelt abgeschlossen ist? Und sowieso: ret­tet jemand meine Hunde? Und woher soll über­haupt jemand wis­sen, dass die bei­den sich in der Woh­nung befinden?

Um den Ern­st­fall absich­ern zu kön­nen und gle­ichzeitig dem Hun­debe­sitzer für jeden Fall ein gutes Gefühl mitzugeben, hat sich “Allein daheim” nun etwas ein­fallen lassen.

Raoul Wruck, der Zweibeiner hin­ter “Allein Daheim”, hat Karten, Anhänger und Aufk­le­ber in einem Run­dum — Sor­g­los — Paket entwick­elt, damit dem Tier im Not­fall geholfen wer­den kann und damit wir beruhigt ohne unsere Hunde das Haus ver­lassen können.

Die Notfallkarte

Die Not­fal­lka­rte hat die Größe einer Kred­itkarte und kann im Porte­mon­aie platziert wer­den. Bei mir passt sie zum Beispiel in das Fach, in welchem nor­maler­weise ein Foto Platz finden kann. Durch das leuch­t­ende Gelb mit dem rot abge­set­zen Rand springt die Karte direkt ins Auge.

Auf ihr steht:

Mein Hund ist allein daheim. Falls ich durch eine Krankheit oder Ver­let­zung in Not ger­ate, kon­tak­tieren Sie bitte die auf der Rück­seite dieser Karte einge­tra­gene Per­son, sodass sie sich um meinen Hund kümmert.”

Auf der Rück­seite kann der Name des Hun­des einge­tra­gen wer­den. Zudem die Kon­tk­t­per­son sowie dessen Kontaktdaten.

Der Notfall — Schlüsselanhänger

Die Not­fallschlüs­se­lan­hänger beste­hen aus einer kleinen robusten Kun­st­stoff­platte, die mit­tels eines kleines Loches am Schlüssen­bund befes­tigt wer­den kann. Sie ist bei­d­seitig bedruckt und enthält die Worte

Mein Tier ist allein daheim. Siehe Karte in Brief­tasche für Notfallkontakt.”

Der Notfallaufkleber

Der Not­fal­laufk­le­ber ist in zwei Vari­anten erhältlich. Entweder kann man ihn von außen oder von innen aufk­leben. Müh­e­los lässt er sich anbrin­gen und auch wieder abnehmen. Der Aufk­le­ber klebt an jeder glat­ten sauberen Ober­fläche wie zum Beispiel an der Woh­nungs– oder Terassen­tür. Der Aufk­le­ber verblasst nicht in der Sonne und hält im Außen­bere­ich bis zu 4 Jahre.

Alle Pro­dukte zusam­men sind im soge­nan­nten Run­dum — Sor­g­los — Paket erhältlich.

Fazit

Das Run­dum — Sor­g­los — Paket gefällt mir richtig gut.

Der Anhänger und die Karte sind in einem leuch­t­en­den Gelb gefer­tigt, sodass sie direkt ins Auge sprin­gen. Gut finde ich, dass der Anhänger für den Schlüs­sel­bund auf die aus­führliche Not­fal­lka­rte in der Geld­börse hinweist.

Da Queen keinen Frem­den in die Woh­nung lassen und Püppi vor jedem Frem­den flüchten würde, finde ich super, dass man eine Kon­tak­t­per­son angeben kann, die im Not­fall benachrichtigt wird und sich um die Tiere küm­mern kann.

Der Aufk­le­ber fällt durch das große rot gedruckte Wort “NOTFALL” direkt ins Auge. Prak­tisch ist auch, dass man angeben kann, ob es sich um einen Hund oder eine Katze han­delt, die sich im Haus befindet (oder wahlweise auch ein anderes Tier angeben kann). Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit einen Not­fal­lkon­takt anzugeben. Oft haben Nach­barn oder Eltern einen Ersatzschlüs­sel, sodass man sich hier ein gewalt­freies Ein­drin­gen in die Woh­nung als Option offen hal­ten kann.

Auch, wenn jetzt einige denken mögen, “mir wird schon nichts passieren”, so hilft das Run­dum — Sor­g­los — Paket auch wenn es nicht zu einem Not­fall kommt in jedem Fall, denn es gibt einem ein beruhi­gen­des Gefühl. Man kann entspan­nter das Haus ver­lassen und weiß, dass im Ern­st­fall für das Tier gesorgt wäre.

Wen n ihr euch das Paket gerne bestellen möchtet, zum Shop von Allein Daheim gelangt ihr hier.


Die Pro­dukte sind mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt worden

Werbung: So versicherst du deinen Hund

Wir alle wis­sen oder haben sogar schon miter­lebt, wie schnell ein Hund einen Schaden verur­sachen kann. Ob angeleint oder nicht, oft ist es schneller passiert, als wir ein­greifen kön­nen. Der Hund kann noch so gut erzo­gen und sozial­isiert sein, ein Tier bleibt ein Tier. Zu 100% kön­nen wir das Ver­hal­ten unserer Hunde nie vorhersehen.

Und so kann eine vom Wind klap­pernde Müll­tonne oder ein plöt­zlich um die Ecke biegen­der Jog­ger schon als Aus­löser reichen. Der Hund kön­nte sich erschrecken und auf die Straßen sprin­gen. Doch was passiert, wenn dort ger­ade ein Auto ent­lang fährt. Kann er noch rechtzeitig brem­sen? Und wenn ja, fährt dann das Fahrzeug hin­ter ihm vielle­icht auf?

Ich selbst habe auch immer gedacht “Mir passiert so etwas nicht. Ich habe alles im Griff.”

Queen war unge­fähr einein­halb Jahre alt. Wir waren zusam­men in der Stadt und gin­gen den gle­ichen Weg zurück wie so oft. Vor der Gast­stätte stand wie immer der große sil­bernde Stan­daschen­becher. Es schien die Sonne und irgend­wie schien dieses große sil­bernde Ding das Licht zu spiegeln. Queen hat sich der­art erschrocken, dass sie aus­gewichen ist und plöt­zlich — trotz Leine — auf der Haupt­straße stand. Ich möchte gar nicht darüber nach­denken was passiert wäre, wenn genau in dem Moment ein Auto vor­beige­fahren wäre.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Anlagenring

Natür­lich denkt man als lieben­der Hun­debe­sitzer in erster Linie an seinen geliebten Vier­beiner. Schließlich soll unseren Schmuse­backen kein Haar gekrümmt werden.

Doch wenn der erster Schock ver­daut ist, kom­men Gedanken über mögliche andere Kon­se­quen­zen. Was wäre auf mich zugekom­men, wenn Queen in dem Moment einen Auf­fahrun­fall verur­sacht hätte. Wer hätte für die Schä­den gehaftet, wenn ein Rad­fahrer in dieser Sit­u­a­tion hätte auswe­ichen müssen und zu Fall gekom­men wäre?

Grund­sät­zlich haftet der Hun­debe­sitzer gemäß § 833 BGB für alle Schä­den, die der eigene Hunde verursacht.

Nehmen wir also mal an, dass zwei Autos ineinan­der gefahren wären. Ein Insasse vielle­icht mit einem Schleud­er­trauma ins Kranken­haus gekom­men wäre und vielle­icht sogar drei Tage arbeit­sun­fähig gewe­sen wäre. Dem Rad­fahrer wäre vielle­icht noch sein neues Smart­phone aus der Tasche gefallen und das teure Fahrrad wäre auch dahin.

Es kann also schnell teuer werden.

Es ist daher enorm wichtig, sich und seinen Hund durch eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung zu schützen. Diese Ver­sicherung kommt grund­sät­zlich für alle Sach-, Ver­mö­gens– und Per­so­n­en­schä­den auf, die der Hund verur­sacht hat. Auch Prozesskosten, Behand­lungskosten, Schmerzens­geld und sogar unge­wollte Deck­akte sowie Schä­den an Miet­sachen wer­den durch die Ver­sicherung gedeckt. Ohne eine solche haftet man mit seinem Pri­vatver­mö­gen in vollem Umfang.

Wir brauchen gar nicht so weit zu gehen und an mögliche Unfälle denken. Auch eine ver­schmutze Hose, zer­störtes Geschirr durch einen umgestoßener Gar­ten­tisch bei Fre­un­den oder kleine Kratzer an dem Sofa der Schwägerin. Auch diese “kleinen Dinge” kön­nen schnell teuer wer­den und es ist immer beruhi­gend zu wis­sen, dass man in einem solchen Fall nicht selbst ins Porte­mon­aie greifen muss.

In 15 von 16 Bun­deslän­dern gibt es bezüglich der Hun­de­haftpflichtver­sicherung geset­zliche Vor­gaben und das ist auch gut so.

Bre­men, Nor­drhein — West­falen, Hes­sen, Saar­land, Bay­ern, Sach­sen, Bran­den­burg sowie Rhein­land — Pfalz und Baden — Würt­tem­berg ord­nen an, dass die Hun­de­haftlichtver­sicherung Pflicht für alle Kampfhund ist. Welche Hun­derassen als solche gel­ten, kann den jew­eili­gen Lis­ten ent­nom­men werden.

Nor­drhein — West­fal­ten legt zudem fest, dass alle Hal­ter von Hun­den ab einer Wider­risthöhe von 40 cm und einem Gewicht von 20 kg eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung abschließen müssen.

In Ham­burg, Berlin, Sach­sen — Anhalt, Thürin­gen sowie Schleswig — Hol­stein und Nieder­sach­sen ist eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Rasse, Größe und Gewicht spie­len keine Rolle. Und genau diese Regelung sollte auch bun­desweit gel­ten. Jeder Hund, egal wie groß oder klein, kann einen Schaden verur­sachen. Ob sich nun Queen oder Püppi erschreckt und auf die Straße springt, kann es erhe­bliche Fol­gen haben, wenn sich genau dann ein Auto auf der Straße befindet. Und auch kleine Hunde kön­nen zubeißen (Chi­huahua liegen in der Beißs­ta­tis­tik ziem­lich weit oben). Auf Rasse, Gewicht oder Größe abzustellen macht keinen Sinn. Hund bleibt Hund und wenn ein Schaden entsteht kann es schnell teuer werden.

Die Anzahl an gerichtlich zu klären­den Fällen steigt stetig an, sodass die berechtigte Ver­mu­tung besteht, dass die Vorschriften zur Hun­de­haftpflichtver­sicherung bun­desweit in Zukunft strenger gehand­habt werden.

Aber auch unab­hängig von geset­zlichen Vorschriften sollte allein das per­sön­liche Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein dazu führen, dass man eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung abschließt. Sicher ist sicher.

Wenn ihr euch genauer über Hun­de­haftpflichtver­sicherun­gen informieren wollt, dann schaut unbe­d­ingt mal hier vor­bei. Dort findet ihr nicht nur zahlre­iche weit­ere Infor­ma­tio­nen, son­dern könnt euren Liebling von der Zunge bis zur Ruten­spitze schon für 5,55 EUR im Monat ver­sich­ern lassen.

Wieviel ist eigentlich zu viel?

Seit eini­gen Wochen beschäftigt mich immer wieder eine Frage:

Wieviel ist eigentlich zu viel? 

Wieviel Beschäf­ti­gung braucht ein Hund eigentlich wirk­lich? Wieviel Schlaf braucht er? Und ab wann ist es vielle­icht zuviel?

Um diese Fra­gen für mich beant­worten zu kön­nen, habe ich mit Queen und Püppi eine Art Exper­i­ment gestartet.

Mir war schon immer wichtig, dass meine Hunde art­gerecht beschäftigt wer­den. Dieser Gedanke folgt aus meinem Wun­sch, dass meine Hunde glück­lich sind. Ich möchte, dass es ihnen an nichts fehlt und eine art­gerechte Aus­las­tung steht dabei für mich ziem­lich weit oben auf der Liste.

Doch bevor es um Worte wie “zu viel” gehen kann, erzähle ich euch erst ein­mal wie bei uns die Tage so ausse­hen und warum ich mir über die Frage über­haupt Gedanken mache.

Bei uns sehen die Tage eigentlich ziem­lich ähn­lich auch. Dadurch, dass ich von Zuhause aus arbeite, kann ich mir meine Zeit frei einteilen.

Mor­gens gehen wir meis­tens ein­mal um das große Feld am Ende der Straße. Da die bei­den mor­gens ganz viel schnüf­feln, gehen wir rel­a­tiv langsam und sind meis­tens unge­fähr eine halbe Stunde unter­wegs. Da wir direkt nach dem Auf­ste­hen raus gehen, bin ich noch nicht ganz in der Welt und die bei­den kön­nen auf dieser Runde ein­fach Hund sein. Vor dem Früh­stück ist mir noch nicht so richtig nach Such­spie­len oder ähnlichem.

Kurz vor dem Mit­tag sind wir dann eine etwas größere Runde gegan­gen. Meis­tens so zwis­chen 45 und 60 Minuten. Auf dieser Runde beschäftige ich mich mit den bei­den. Wir machen Such­spiele, also Nasen– und Kop­far­beit, kleine Tricks und ähnliches.

Nach­mit­tags sind wir dann nochmal für eine gute halbe Stunde unter­wegs. Abends ca. 45 Minuten.

So kom­men wir auf ca. 2,5 bis 3 Stun­den täglich.

In den Abend­stun­den trick­sen Püppi und ich und Queen macht Such­spiele in der Wohnung.

Wenn ich Besorgun­gen machen muss, nehme die bei­den oft mit und wir hal­ten unter­wegs irgendwo an, wo es sich ger­ade ergibt und drehen eine Runde.

Zunächst fiel mir auf, dass wir uns in der Woh­nung immer weniger miteinan­der beschäftigt haben, weil die bei­den eigentlich immer schliefen oder zumin­d­est ruhten. Teil­weise wirk­ten die zwei draußen lust­los und trot­ten vor sich hin.

Und so kam zum ersten Mal die Frage auf:

Ist es für die zwei vielle­icht zu viel? Oder ist vielle­icht alles gut, wenn die Hunde Zuhause ruhen?

Ich fing an in Foren nachzule­sen, wie andere ihre Hunde beschäfti­gen. Doch die Mei­n­un­gen und Ansichten gin­gen so weit auseinan­der wie bei der Frage nach dem richti­gen Futter.

Einige schrieben, dass sie mit ihrem Hund mor­gens und abends 15 Minuten gehen wür­den, dafür aber mittgs um die 2 Stunden.

Manche gehen mor­gens eine Stunde und nehmen den Hund abends mit zum joggen.

Andere wider­rum drehen die meis­ten Run­den mit dem Rad oder lassen die Hunde viel in den Garten.

Antworten fand ich nicht. Doch was erhoffte ich mir eigentlich? Jeder Hund ist anders und man muss immer das richtige Maß für sich per­sön­lich finden. Doch ich habe zwei Hunde. Finde ich also eine Art Durchschnittswert?

2 Stun­den am Stück spazieren zu gehen kann ich mir nur vorstellen, wenn man einen richtig schö­nen Aus­flug macht. Doch täglich 2 Stun­den am Stück raus zu gehen und sonst nur kurz für 15 Minuten, wäre nichts für mich. Es kommt ja auch nicht auf die Länge der Runde an, son­dern auf die Qualität.

Mit den Hun­den joggen zu gehen, kann ich mir zwis­chen­durch mal vorstellen, doch ehrlich gesagt nicht als Regelmäßigkeit. Ein Hund hat nicht viel davon, wenn er mit zum Joggen kommt. Das entspricht über­haupt nicht dem natür­lichen Spazierver­hal­ten eines Hun­des. Ich habe vor gar nicht allzu langer Zeit über einen Mann gele­sen, der ein ganzes Rudel Hunde hielt. Er ver­suchte, diese so natür­lich wie möglich zu hal­ten und passte sich ihrem Ver­hal­ten an. Die Hunde gin­gen jeden Tag durch das gle­iche Gebiet, doch immer andere Wege. Und sie gin­gen sehr viel langsamer als er erwartet hatte. Sie tra­bten nur sel­ten, die meiste Zeit liefen sie langsam und schnüf­fel­ten unglaublich viel.

Ich bin auch kein Fre­und davon, jede Runde mit dem Rad zu drehen. Ich will mit meinen Hun­den gemein­sam gehen und nicht neben­her fahren.

Ich war also kein Stück weiter.

Also fing ich an, die bei­den entschei­den zu lassen. Auf den Run­den fol­gte ich den bei­den, wenn sie doch den Abstecher durch den Wald machen woll­ten. Wenn sie bis 12 Uhr ruhten, gin­gen wir erst dann raus. Brachten sie mir Spielzeug, so spiel­ten wir und wur­den sie unruhiger, macht­enh wir Such­spiele und trick­sten. So weit es möglich gewe­sen ist, habe ich mich nach den bei­den gerichtet. Zunächst dachte ich, jetzt wird es wild. Ich ver­mutete, dass Queen grund­sät­zlich den Abstecher durch den Wald und übers Feld machen würde. Bei Püppi ahnte ich, dass sie grund­sät­zlich zu jeder Tages– und Nachtzeit ihr Spielzeug brin­gen würde. Doch dem war  nicht so. Schnell pen­delte sich eine Rou­tine ein.

Let­z­tendlich glaub ich nun, ein gutes Maß gefun­den zu haben.

Wir gehen jetzt mor­gens eine etwas größere Runde, unge­fähr 45 Minuten. Dafür gehen wir nicht mehr am späten Vor­mit­tag, son­dern in der Mit­tagszeit für etwa eine Stunde raus. Auf der Mit­tagsrunde machen wir nach wie vor Kop­far­beit und Suchspiele.

Am Nach­mit­tag spie­len wir in der Woh­nung. Wir haben so viele Intel­li­gen­zspiele, die auf­grund der ganzen Run­den am Tag schon fast einges­taubt waren. Wir ver­stecken Spielzeug und Leck­ereien in der Woh­nung und tricksen.

Abends drehen wir noch mal eine Runde für ca. 45 Minuten.

Für die Mit­tagsrunde fahren wir meis­tens in den Wald oder an den See. Mit­tler­weile ken­nen wir genug Strecken, um an allen Wochen­t­a­gen woan­ders gehen zu kön­nen. Das macht uns allen Spaß. Die Hunde haben immer neue Ein­drücke und sind viel aufmerk­samer und mit mehr Freude dabei.

Natür­lich ist das alles nicht in Stein gemeißelt. Manch­mal muss ich Mit­tags Zuhause sein, weil ich Mate­r­ial bestellt habe und auf DHL warten muss. Dann bauen wir die Run­den eben drum herum, gehen etwas eher und dafür am Nach­mit­tag auf die Wiese.

Wir gehen also in der Regel nun eine Runde weniger raus und beschäfti­gen uns dafür mehr in der Woh­nung. So war es auch bevor Püppi ein­zog. Doch da mal mit einem jun­gen Hund öfter raus muss, ent­stand die vierte Runde. Nun ist Püppi erwach­sen und muss schon lange nicht mehr so oft raus.

Ich glaube, die bei­den sind ganz zufrieden so. Drei schöne Run­den am Tag — zwei nor­male Schnüf­fel­run­den und eine aufre­gende Runde woan­ders mit Nasen– und Kop­far­beit. Nach­mit­tags und oft auch abends spie­len wir in der Woh­nung. Die bei­den sind nach wie vor ruhig in der Woh­nung, doch kom­men zwis­chen­durch auch von alleine an und fordern mich zum Spie­len auf. Das finde ich schön und ich gehe da auch gerne drauf ein.

Dadurch, dass die bei­den fast nie alleine sind und ich sie viel mit­nehmen kann, bes­tim­men sie viel mit. Wenn sie mit­tags zu mir kom­men, dann weiß ich, dass sie ihre Runde drehen wollen. Das gefällt mir wesentlich besser als wenn ich schon fast für die Runde wecken muss.

Ich muss zugeben, dass es mir schwer fällt, das richtige Maß zu finden. Ich möchte nicht zu wenig mit ihnen machen, doch zu viel ist auch nicht gut. Beide zeigen keine Zeichen von Über­forderung oder Stress, daher denke ich, dass für die zwei alles in Ord­nung ist.

Aus der ganzen Zeit des Aus­pro­bierens und Über­legens nehme ich in jedem Fall mit, dass Bewe­gung zwar wichtig ist, doch dass es vor allem auf die Qual­ität der Run­den ankommt. Zehn Minuten Nase­nar­beit sind genauso anstren­gend wie eine Runde laufen zu gehen. Wir für unseren Teil mögen es auch mal in neuen Gebi­eten spazieren zu gehen und die bei­den genießen die vie­len neuen Eindrücke.

Ein Spazier­gang  bedeutet nicht zwangsläu­fig, dass der Hund auch art­gerecht beschäftigt ist. Doch man darf auch nicht unter­schätzen, dass Run­den in neuen Gebi­eten aufre­gend und daher anstren­gen­der sein kön­nen. Nase­nar­beit ersetzt zwar keine Runde, kann aber eine tolle Ergänzung sein. Auf aus­re­ichend Bewe­gung darf natür­lich nicht verzichtet wer­den, denn nur ein aus­re­ichend bewegtes Gelenk ist ein gesun­des Gelenk.

Doch da jeder Hund anders ist, muss jeder für sich her­aus­finden wieviel Beschäf­ti­gung sein Hund benötigt. Queen zum Beispiel hat eine ein­deutige Anzeige dafür, dass sie zu wenig Beschäf­ti­gung bekom­men hat: Wenn sie nicht aus­ge­lastet ist, wenn sie an der Leine an zu pöbeln. Dann weiß ich genau, dass sie mehr Kop­far­beit braucht 🙂

Bei dem richti­gen Maß spielt aber nicht nur der Hund eine Rolle, son­dern auch die eige­nen Leben­sum­stände. Unser All­tag würde wahrschein­lich anders ausse­hen, wenn wir einen Garten hät­ten. Hof­fentlich dauert das nicht mehr allzu lange 🙂

Wie ist es bei euch? Wie oft und wie lange geht ihr raus? Wie beschäftigt ihr eure Hunde?

Wir durften testen — ein Trick Trainingstagebuch

Als wir mit dem Dog­Dance ange­fan­gen haben, habe ich schon nach weni­gen Wochen gemerkt, wie viel man sich bei diesem Hun­de­sport eigentlich merken muss.

Wie habe ich den Trick noch gle­ich ange­fan­gen? Welchen Schritt musste ich noch mal ein­bauen, wenn Püppi sich zu weit dreht? Und welche Tricks hat sie eigentlich schon alles gel­ernt? Und das, obwohl ich eigentlich ein echt gutes Gedächt­nis habe…

Ich fing also an, mir kleine Zettelchen zu schreiben. Kleine Lis­ten mit Tricks, die sie schon gel­ernt hat. Hier noch ein kleines Zettelchen mit Ideen und dazu noch ein Pos­tIt mit Noti­zen zu ihrem Train­ings­stand. Und es lief genauso wie ich es mir hätte denken kön­nen: ich habe die Zettel verlegt.

Vor Kurzem bekam ich das Ange­bot, ein Trick Train­ingstage­buch zu testen. Das kam für mich natür­lich wie gerufen und so habe ich mich sehr gefreut, als ich zwei Tage später das kleine Buch schon in meinen Hän­den hal­ten durfte.

Das Train­ingstage­buch ist in drei große Teile eingeteilt.

Vorne darf man ein­tra­gen, wem das Tage­buch gehört und was das große Ziel ist. Auch kleine Zwis­chen­ziele finden vorne im Buch Platz.

Teil 1

Der erste Teil des Train­ingstage­buchs ist wie ein Vokalbel­heft aufgebaut.

Links kann man das Sig­nal ein­tra­gen, während man rechts unter dem Begriff “Beschrei­bung” auf­schreiben kann, was für ein Trick mit dem Kom­mando gemeint ist.

Dieser Teil gefällt mir richtig gut, da ich Kleinigkeiten wie “Rolle” oder “Turn” schnell mal beim Train­ing vergesse. So behält man schnell den Überblick. Ich übe mit Püppi meis­tens im Wohnz­im­mer. Das Train­ingstage­buch lag neben den Leck­erlis auf dem Esstisch und dank der über­sichtlichen Liste habe ich nichts vergessen.

Teil 2

Der zweite Teil des Buches wid­met sich dem Train­ings­stand des Hun­des. Auch hier kann man die Übung links eintragen.

Jedem Tag eines Monats wurde eine kleine Spalte gewid­met. Mith­ilfe der Leg­ende am Rand lässt sich der Train­ings­stand aufze­ich­nen. Am Rand befinden sich kleine Gesichter. Das lachende Gesicht für “hat geklappt”, das neu­trale Gesicht für “das geht besser” und das unglück­liche Gesicht für “üben, üben, …”. In die kleinen Spal­ten kann man also je nach Train­ings­stand das passende Gesicht einze­ich­nen und sieht so deut­lich und auf einem Blick wie sich der Hund entwick­elt hat.

Teil 3

Der größte und let­zte Teil des Buches besteht aus Seiten für detail­lierte Trainingsnotizen.

Neben all­ge­meinen Infor­ma­tio­nen wie das Datum und die Train­ingsart wurde auch an Fak­toren wie Ablenkung und Tageszeit gedacht. So lässt sich ein Zusam­men­hang zwis­chen äußeren Fak­toren und dem Train­ingser­folg erken­nen, der einem ohne detail­lierte Doku­men­ta­tion vielle­icht nie aufge­fallen wäre.

Links kann man wie gewohnt die Übung ein­tra­gen. Im großzügi­gen Teil für “Noti­zen” kann man nun aus­führlich ein­tra­gen, was einem aufge­fallen ist. Was klappt besser? Was ging schief? Wo muss vielle­icht noch genauer trainiert wer­den? Und bei welchen Übun­gen muss ich vielle­icht einen Train­ingss­chritt zurück gehen?

Unten auf den Seiten befindet sich ein Kästchen für “eigene Gefühle / Gedanken”.

Als Beispiel zeige ich euch mal, was ich zu der Übung “Fox” einge­tra­gen habe. Für alle, die nicht wis­sen, was dieses Kom­mando bedeutet: Beim Fox steht der Hund links neben seinem Zweibeiner und dreht sich eng am Kör­per rück­wärts um seinen Men­schen herum.

In das Kästchen “Ziele” habe ich einge­tra­gen, dass Püppi den Trick mehrfach hin­tere­inan­der wider­holt und ich mich zudem mit­drehen kann. Bei Noti­zen habe ich notiert, dass sie manch­mal in der End­po­si­tion schief auskommt. Das hat sich mit­tler­weile erledigt, da sie nun passend auskommt, sodass ich einen Haken hin­ter die Notiz gesetzt habe.

Die let­zte Seite des Buches lässt viel Platz für Noti­zen. Hier habe ich Ideen für die Chore­o­gra­phie gesam­melt und da ich nicht alles ver­raten will, zeige ich euch diese Seite erst­mal nicht 🙂

Fazit:

Mir hat das Train­ingstage­buch wirk­lich gut gefallen. Das Buch ist sehr aus­führlich gestal­tet, sodass jeder aus­re­ichend Platz findet, alles zu notieren, was er sich notieren möchte. Einige Fak­toren wie “Wet­ter” oder “eigene Gefühle” würde ich per­sön­lich jetzt nicht bei jedem Train­ing notieren, daher bleiben die Felder in meinem Fall ein­fach frei. Ich per­sön­lich hätte auch den Teil mit der Monat­süber­sicht nicht benötigt, aber ich bin mir sicher, dass viele diese Über­sicht super nüt­zlich finden wer­den. Jeder findet in jedem Fall genug Optio­nen, sich aus­re­ichen Noti­zen machen zu kön­nen. Das Buch kann flex­i­bel gestal­tet und genutzt wer­den, sodass jeder seiner Gewohn­heit, Noti­zen anzufer­ti­gen, Treu bleiben kann. Das empfinde ich als beson­ders pos­i­tiv. Wir sind ja alle Gewohn­heit­stiere und wenn ich gewzun­gen wäre, meine Art Noti­zen anzufer­ti­gen, umzustellen, würde ich vielle­icht nicht mehr wis­sen, was ich mit dem ein oder anderen gemeint habe. Das Buch lässt aber alle Möglichkeiten zu, sodass hier wirk­lich jeder mit klar kom­men wird.

Beson­ders gefallen hat mir der Teil für die Vok­a­beln am Anfang, weil dieser beson­ders über­sichtlich gestal­tet ist. Super ist auch, dass das Buch eigentlich per­fekt aufgeteilt ist. Für jeden Teil sind die richtige Anzahl an Seiten gewählt, sodass das Buch opti­mal genutzt wer­den kann.

Es hat eine han­dliche Größe und passt in jede Train­ingstasche. Der Umschlag ist unempfind­lich, sodass das Buch auch draußen im Gras liegen kann, ohne gle­ich schmutzig zu sein. Das Papier ist schön fest und lässt sich leicht beschreiben. Es drückt nichts durch.

Ich kann das Train­ingstage­buch uneingeschränkt empfehlen und bin froh, endlich keine Übun­gen mehr zu vergessen.

Das Train­ingstage­buch findet ihr übri­gens hier. In dem Onli­neshop bekommt ihr auch viele weit­ere Train­ingstage­bücher zu anderen Hun­de­sportarten wie IPO, Mantrail­ing, Obe­di­enst und viele mehr.

Das Pro­dukt wurde mit kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt. 

Mantrailing — So funktioniert die beliebte Hundesportart

Vor unge­fähr einem Jahr haben Queen und ich mit dem Mantrail­ing ange­fan­gen. Von Anfang an hat es uns bei­den eine Menge Spaß bere­itet und ich bin froh, eine Hun­de­sport gefun­den zu haben, der genau zu Queen passt. Daher möchte ich euch heute erzählen, was genau hin­ter dem Mantrail­ing steckt, wie man das Train­ing auf­baut und auf welchem Stand wir aktuell sind.

Beim Mantrail­ing geht es darum, dass der Hund anhang des indi­vidu­ellen Duft des Men­schen seine Spur ver­folgt. Viele ver­wech­seln das Trailen mit dem Fährten. Das liegt vor allem daran, dass bezüglich des Fährtens der weitver­bre­it­ete Irrtum besteht, der Hund würde der Spur des Men­schen fol­gen. Dem ist aber nicht so, denn beim Fährten ver­folgt der Hund lediglich dem Geruch der Boden­ver­let­zung. Dadurch das die Fährte gestampft wird, wird die Gras­narbe des Bodens ver­letzt. Der Boden riecht an diesen Stellen anders und genau dieser Spur folgt der Hund beim Fährten. Nicht dem Geruch des Men­schen — diese Arbeit macht das Trailen aus.

Vielfach wird behauptet, wer Trailen könne, kann auch Fährten. Doch wer Fährten kann, kann noch lange nicht Trailen. Kann ich so unter­schreiben, denn Queen kam vom Fährten zum Trailen und wir haben schnell fest­gestellt, dass es eine völ­lig andere Art zu Arbeiten ist.

Das Trailen kann man sich wie folgt vorstellen:

Jeder Men­sch ver­liert bei jeder Bewe­gung Duft­stoffe. Vorstellen kann man sich das beson­ders gut mit einem Ruck­sack. Der Men­sch trägt einen Ruck­sack mit ganz vie­len Duft­stof­fen. Bei jedem Schritt fallen die Duft­stoffe her­aus und rieseln ganz ganz langsam wie Schneeflocken zu Boden. Nach ca. 2 Stun­den kom­men die Flocken erst am Boden an. Vorher schweben sie ganz langsam herunter. Kommt ein Auto an dem Men­schen vor­bei, so fliegen die Duft­stoffe im Sog des vor­beifahren­den­den Autos zur Seite. Genau das passiert auch, wenn es windig ist.

So nimmt der Hund unsere Geruchsspur wahr. Das ist auch der Grund dafür, dass der Hund beim Trailen mit erhobe­nen Kopfes sucht und nicht wie beim Fährten die Nase am Boden hat. Es kann auch sein, dass der Hund auf der anderen Straßen­seite läuft oder im Wald mal quer durch läuft — je nach­dem wie der Wind steht und wie die Geruchsstoffe sich in der Luft verteilt haben.

Und so beginnt man das Training:

Wir haben vom ersten Tag an mit unserer Trailin­gaus­rüs­tung gear­beitet. Das Geschirr benutzen wir auss­chließlich beim Mantrail­ing, sodass Queen mit­tler­weile genau weiß, worum es geht, wenn ich ihr das Geschirr anziehe. Zudem benutze ich eine 7m Fet­tled­er­leine. Fet­tled­er­leinen liegen beim Trailen viel besser in der Hand als Bio­thane. Man hält die Leine übri­gens immer mit bei­den Hän­den fest. In der einen hält man die aufgewick­elte Leine, in der anderen lässt man die Leine vor– und zurückgleiten.

Beim ersten Trail, steht das “Opfer” noch neben dem Hund. In einer Baum­woll­tasche liegt der sog. Geruch­sträger. Die Per­son, die das Opfer spielt, legt in die Tasche ein Klei­dungsstück, welches an dem Tag schon getra­gen wurde. Gern genom­men wer­den Klei­dungsstücke, die auf der Haut liegen. Ein Top oder ein Schal zum Beispiel.

Damit man dem Hund zeigt, dass dieser Beu­tel inter­es­sant und wichtig ist, wedelt “das Opfer” mit dem Beu­tel vor dem Hund, um die Aufmerk­samkeit des Hun­des einz­u­fan­gen. Ca. 2m vor dem Hund wird der Beu­tel auf den Boden gelegt. “Das Opfer” geht nun einige Schritte von dem Hund weg. Zu Beginn reichen auch ca. 10 Meter. “Das Opfer” stellt sich dann außer Sichtweite hin­ter einen Busch oder eine Hauswand. Bevor man startet, wird die Leine vom Hals­band an das Geschirr gemacht. So weiß der Hund genau, dass die Arbeit beginnt. Nun geht man mit seinem Hund los. Wichtig ist, dass der Hund zumin­d­est den Beu­tel mit der Nase berührt. Das passiert meist völ­lig alleine, denn “das Opfer” hat den Beu­tel zunächst inter­es­sant gemacht und dann vor den Hund abgelegt. Die meis­ten Hunde gehen also automa­tisch zu dem Beu­tel. Das sollte mit einem Lob bestätigt wer­den. Sobald der Hund zumindst kurz am Beu­tel war, kann man schon jetzt das Wort “Trail” sagen. Queen ging anschließend völ­lig selb­st­ständig einige Schritte weiter. Hin­ter dem Busch stand “das Opfer” mit einer kleiner Tup­per­dose mit Fut­ter für den Hund. Wichtig ist, dass “das Opfer” den Hund nicht lockt. Doch sollte eine Per­son mit einer Dose Leck­ereien hin­ter einem Baum hocken, so wer­den die meis­ten Hunde zumin­d­est einen Blick riskieren. Mit Lob habe ich Queen ermutigt hinzuge­hen. An dem “Opfer” angekom­men, hält diese dem Hund die Dose hin, sodass er Fressen darf. Gle­ichzeitig lobt der Hun­de­führer seinen Vier­beiner. Und so hat­ten wir bere­its den ersten kleinen Trail been­det. Die Leine wird wieder am Hals­band befestigt.

Direkt im Anschluss haben wir noch zwei weit­ere kurze Trails gemacht. Genau nach dem gle­ichen Muster.

Ich hatte ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass Queen wusste, was sie tat. Ich war mir sicher, sie würde lediglich dem Weg fol­gen, als würde sie denken, wir gehen spazieren.

Die Trainerin schlug vor, Queen nun erst ein­mal ins Auto zu brin­gen. “Lass sie mal drüber nachdenken.”

Ich war skep­tisch, doch nun war ich an der Reihe “das Opfer” zu spielen.

Nach einer hal­ben Stunde war Queen erneut an der Reihe und sie schien tat­säch­lich ver­ar­beitet zu haben worum es ging.

Gezielt ging sie zum Beu­tel und schien tat­säch­lich nach der Per­son zu suchen. Es klappte schon sehr gut und ich war begeistert.

Nach und nach wurde es schwieriger. Bere­its beim zweiten Ter­min haben wir sie direkt in dem Beu­tel riechen lassen. Hier­bei ist es wichtig, dass der Hund einige Sekun­den die Nase im Beu­tel hat. Anhand der Rip­pen sieht man, ob der Hund atmet oder die Luft anhält. Atmer er ein bis zwei mal, dann hat er den Geruch aufgenommen.

Die Strecken wur­den länger und “das Opfer” stand nicht mehr neben uns, son­dern saß bere­its im Ver­steck, als Queen aus dem Auto kam. Die Trails wur­den kom­plexer. “Das Opfer” saß nicht mehr direkt am Weg, son­dern auch mal im Unter­holz. Schwierig sind vor allem Kreutzun­gen. Viele Hunde bleiben ste­hen und strecken die Nase in die Luft. Queen hat sich die Tak­tik angewöhnt, ein­mal im Kreis zu laufen, wie ein Pferd beim Longieren. Anschließend biegt sie in die Straße ein, aus der sie den Geruch wahrnimmt.

Wichtig ist, dass man dem Hund aus­re­ichend Leine gibt. Queen läuft in der Regel vier bis fünf Meter vor mir. Die Leine ist auf Span­nung, aber nicht zu sehr. Man muss sich in jedem Fall angewöh­nen, seinem Hund zu ver­trauen. Mir fiel das unbe­wusst schwer. Bog Queen falsch ab, wurde ich instink­tiv langsamer. Das ist aber völ­lig falsch, denn der Hund wird von alleine merken, dass er falsch ist und umdrehen. Es stärkt die Bindung, wenn man seinem Hund das Gefühl ver­mit­telt, dass man ihm ver­trauen würde. An schwieri­gen Stellen ist Queen zu Beginn unsicher gewe­sen und ein­fach ste­hen geblieben. Ich habe das aus­sitzen, bzw. “ausste­hen” müssen und gewartet, bis sie von alleine weit­er­lief. Das sind entschei­dende Momente, die den Hund weiter bringen.

Die Trainerin hat mir für mein eigenes Train­ing einige Male nicht ver­raten wo “das Opfer” ist. Sie lief hin­ter uns her und gab kleine Anweisun­gen was zum Beispiel die Länge der Leine bet­rifft. An Kreuzun­gen sollte man seinen Hund näm­lich etwas “ein­fan­gen” und den Abstand ver­ringern um gegebe­nen­falls bei einer Gefahren­si­t­u­a­tion ein­greifen zu kön­nen. Mir hat es geholfen nicht zu wis­sen, wo es lang geht, da ich mich auf Queen ver­lassen musste und das war irgend­wie wirk­lich schön.

Irgend­wann waren wir so weit, dass sich die Wege kreutzen und die Trails auch mehrere Stun­den lagen.

Heute sind wir so weit, dass wir auch in der vollen Osnabrücker Innen­stand trailen kön­nen und Queen sich von nichts ablenken lässt. Sie findet zuver­läs­sig das “Opfer”, auch, wenn der Trail mehrfach an der gle­ichen Stelle vor­beikommt und auch, wenn er schon mehrere Stun­den vor ihrem Ein­satz gelaufen wurde.

Der aktuelle Stand

Ich will ehrlich sein: Wir gehen nur noch äußerst sel­ten zum Kurs. Das liegt zum einen daran, dass es mit zwei Hun­den echt kom­pliziert ist. Wir haben das Alleine bleiben mit Püppi eher sel­ten geübt, sodass sie immer mit zum Trailen kam, weil sie nicht gut ohne Queen alleine bleiben kann.  Sie lag im Auto und kam her­aus, wenn Queen Pause hatte. Das Prob­lem sind heiße Tage und klir­rende Kälte. Bei bei­den extremen Tem­per­a­turen will man seine Hunde nicht im Auto lassen. Auch für Queen ist es nicht schön, wenn sie 10 Minuten Höch­stleis­tung bringt und dann mit war­men Muskeln ins kalte Auto muss.

Zudem fand ich den Kurs rel­a­tiv teuer im Ver­gle­ich zu der Zeit, in der der Hund gear­beitet hat. Von zwei Stun­den Kurs mit ins­ge­samt 3 Teil­nehmern hat Queen vielle­icht 20 Minuten gearbeitet.

Mit­tler­weile gehen wir für uns Trailen. Her­rchen geht mit Püppi vor und Queen folgt entweder ihm oder Püppi. Soll sie ihm fol­gen, nehmen wir ein T-Shirt als Geruch­sträger. Soll sie sich auf Püppi konzen­tri­eren, dann lege ich Haare aus ihrer Bürste in den Beu­tel. Bei­des klappt super.

In der Regel gehen wir drei Trails mit kurzen Pause. Die Trails sind in der Regel ca. 1 bis 1,5 km lang. Manch­mal auch mehr, dann kürzen wir aber die Anzahl auf 2 Trails. Anschließend ist Queen abso­lut k.o. und schläft tief und fest für mehrere Stunden.

Mantrail­ing hat unzäh­lige Vorteile: Man kann es über­all und jed­erzeit machen, es ist gelenkscho­nend und gle­ichzeitig anstren­gend. Man braucht keine Sport­geräte, son­dern nur eine zweite Per­son. Unsichere Hunde gewin­nen Sicher­heit und wer­den selb­st­be­wusster. Hochge­drehte Hunde wer­den ruhiger und ler­nen konzen­tri­ert zu arbeiten.

Wir kön­nen das Trailen wirk­lich jedem empfehlen und vielle­icht habt ihr ja anhand meiner Anleitung Lust bekom­men, es auch ein­mal auszupro­bieren. Oder trailt ihr bere­its und habt Lust, von euren Erfahrun­gen zu berichten?

Gefahr: rohes Fleisch

Keine Sorge. Dies hier ist kein Beitrag gegen rohes Fleisch.  Denn “Nur roh macht froh” oder wie heißt es noch so schön?

Und obwohl ich ein absoluter glück­licher Bar­fer bin, ist mir etwas passiert, was ich euch gerne erzählen möchte. Denn sollte euch etwas ähn­liches wider­fahren, so erin­nert ihr euch vielle­icht an meinen Artikel und macht nicht den gle­ichen Fehler wie ich.

Vor Kurzem habe ich mich beim Öff­nen der Folie des einge­frore­nen Fleis­ches geschnit­ten. Eine kleine, ca. 1 cm lange Wunde, die nicht mal richtig geblutet hat. Kurz unter kaltes Wasser und weiter ging es. Nach­dem ich alles aus­gepackt hatte, habe ich mir wie immer vernün­ftig die Hände gewaschen und die Arbeits­fläche desinfiziert.

Und obwohl wir eine Hand­seife benutzen, die laut her­steller 99,9% aller Bak­te­rien ent­fernt, fing es zwei Tage später an. Der Fin­ger war heiß und rot und fühlte sich irgend­wie fremd an. Der Fin­ger war entzündet.

Ich habe das gar nicht richtig ernst genom­men. Im Inter­net findet man aller­lei Haus­mit­telchen, die bei Entzün­dun­gen helfen sollen. Die meis­ten hatte ich aber gar nicht im Haus. Wir essen keinen Honig und kochen auch nur sel­ten mit Zwiebeln, sodass das einzige Mit­tel, welches ange­blich helfen sollte und griff­bereit stand, Kokosöl sein sollte.

Also rieb ich den Fin­ger mit Kokosöl ein und tat­säch­lich fühlte es sich angenehm kühl an. Aber das war es dann auch schon. Am Fol­ge­tag war die Entzün­dung so deut­lich fort­geschrit­ten, dass die Fin­gerkuppe richtig dick angeschwollen war. Die Fin­ger­spitze sah aus, als würde ich 120 kg wiegen.

Also fuhr ich zur Apotheke. Die Gesichter der Damen dort wirk­ten leicht geschockt bis angeekelt. Eine doch sehr kom­pe­tent wirk­ende Frau verkaufte mir eine soge­nan­nte Zugsalbe und aller­lei Ver­bands­ma­te­r­ial. Mit dem Hin­weis, einen Arzt aufzusuchen, falls es nicht besser wird, ließ sie mich gehen.

Die Salbe war das eke­lig­ste, was ich in meinem ganzen Leben an meine Haut lassen musste. Die Salbe war schwarz und roch stank nach Teer. Ekel­haft. Man roch es sogar durch den Verband.

Doch am Abend sah der Fin­ger tatäch­lich besser aus.

In den fol­gen­den Tagen ließ ich den Ver­band immer häu­figer weg, denn schließlich musste ich für den Shop nähen und der Ver­band war ein­fach zu dick, um vernün­ftig arbeiten oder tip­pen zu können.

So richtig besser wurde es irgend­wie nicht. “Ach das wird schon” und ein Haufen Arbeit hiel­ten mich irgend­wie ab, über den Fin­ger nachzu­denken. Fre­itag abend kam dann die Hitze zurück und eine auf­fäl­lig rote Stelle an der Seite des Fingers.

Auch die Stinke­salbe half nicht mehr und so stand ich am Sam­stag Nach­mit­tag mit einem dicken roten Fin­ger in der Notauf­nahme, den ich kein Stück mehr bewe­gen kon­nte und der wirk­lich schmerzte.

Auf dem Bild erkannt man gut klein die eigentliche Schnit­twunde gewe­sen ist. An der roten Stelle ist die Haut durch die Entzün­dung eingerissen

Die Ärztin fragte beiläu­fig, wie es passiert sei. Ich erzählte ihr, dass ich mich beim Fleisch schnei­den geschnit­ten hätte. Sie drehte sich langsam um. “Nor­males Fleisch aus dem Super­markt oder?” Ich erzählte ihr vor­sichtig, dass es sich um “Hun­de­fleisch” han­delte. Gott sei Dank lenkte mein Fre­und schnell ein und kor­rigierte “Fleisch für die Hunde”, nicht “Hun­de­fleisch” 😀 Sie wirkte für den Bruchteil einer Sekunde erle­ichtert, doch dann kam der erschrock­ende Blick eines ange­fahre­nen Rehs.

Etwa Pansen und so?”

Klein­laut kam nur ein fra­gen­des “Ja?” von mir.

Dann wurde sie panisch und fragte mich nach meinen Imp­fun­gen. Ich schwindelte und hin­ter­ließ mir eine gedankliche Erin­nerung “Tetanus auffrischen”.

Sie schaute sich den Fin­ger noch ein­mal genauer an und holte einen Chirur­gen dazu. Da ich gegen einige Antibiotka aller­gisch reagiere, hat­ten die bei­den eini­gen Aufwand, ein passendes Medika­ment zu finden.

Der Chirurg war sichtlich besorgt und tastete meine gesamten Arm ab. “Tut es hier weh?”

Ich hatte sonst keine Schmerzen und keine Blutvergif­tung. Das ist offen­sichtlich keine Selb­stver­ständlichkeit. Mir wurde erzählt, dass deswe­gen schon Leute über Wochen im Kranken­haus lagen.

Die Sor­gen­fal­ten der Ärzte waren ansteck­end. Ich musste hoch und heilig ver­sprechen am Fol­ge­tag wiederzukom­men, wenn es mit dem Anit­bi­otikum und einer neuen Salbe nicht besser wer­den würde. Der Chirurg wollte in diesem Fall den Fin­ger auf­schnei­den, um der Entzün­dung, die sich mit­tler­weile bis zum zweiten Gelenk gezo­gen hatte, Herr wer­den zu können.

Am Fol­ge­tag war es Gott sei Dank deut­lich besser und mit­tler­weile ist die Welt auch wieder in Ordnung.

Also ihr Lieben,

soll­tet ihr euch beim Fleisch Schnei­den in den Fin­ger schnei­den, dann bitte nehmt das ernst und desin­fiziert direkt die Wunde, sei sie noch so klein.

Ich habe das Ganze nicht ernst genom­men und wäre fast im Kranken­haus gelandet.

Im rohen Fleisch befinden sich Bak­te­rien. Der Magen unserer Hunde kommt damit zurecht, unsere Wun­den allerd­ings nicht, also bitte nicht vergessen, dass man stets desin­fizieren sollte und sollte man sich doch ein­mal schnei­den, dann bitte direkt aus­giebig die Wunde versorgen.

Wir durften testen: Tiernahrung von Seitz

Kennt ihr schon das Unternehmen “Seitz”? Nein? Na dann wird es höch­ste Zeit, dass ich euch dieses Unternehmen und seine Pro­dukte ein­mal genauer vorstelle.

Das Unternehmen pro­duziert Nahrung für Hunde und Katzen. Neben Nass­fut­ter in Dosen entwick­elt Seitz zudem Wurst­waren und Tiefkühlware für gebarfte Tiere. Die Zutaten stam­men haupt­säch­lich aus dem Nor­den Deutsch­lands. Neben frischem Fle­ich wird ern­te­frisches Obst und Gemüse sowie Kräuter und Öle ver­ar­beitet. Das frisch angelieferte Fleisch wird entweder direkt als BARF ver­ar­beitet und gefrostet oder aber als Dosen– und Wurst­ware in Autoklaven gefüllt, in denen das Fleisch anschließend scho­nend gegart und ster­il­isiert wird.

Wir durften das BARF — Sortiment testen.

Das BARF — Sor­ti­ment ist sehr vielfältig. Es lässt sich in fol­gende Kat­e­gorien ein­teilen: Rind, Geflügel, Pferd / Wild / Lamm / Kän­guru sowie Fisch und Gemüse / Obst. Man kann die Por­tio­nen entweder selbst erstellen oder auch die Nahrung als Mix kaufen. Die Auswahl ist aus­re­ichend und abwech­slungsre­ich. Man bekommt alles, was man braucht um dem Hund die erforder­liche Abwech­slung bieten zu können.

Die meis­ten Sorten bekommt man als 500 g Paket, einige Pack­un­gen bein­hal­ten 1000 g. Das eingeschweißte Fleisch lässt sich prob­lem­los aus der Folie ent­nehmen. Hier hat mir beson­ders gut gefallen, dass das Fleisch in zwei Teile geteilt ist, sodass man die Por­tion bequem teilen kann. Beson­ders bei Inneren taue ich gerne nur 250 g auf. Das ist bei diesen Paketen über­haupt kein Prob­lem und erfordert weder beson­deren Kraftein­satz oder den Ein­satz eines Messers. Man muss auch nichts antauen lassen, um die Por­tion teilen zu kön­nen. Das gefiel mir wirk­lich gut.

Ich bin mit Pansen­geruch aufgewach­sen. Mein Opa hat — wie ich sicher alle mit­tler­weile wisst — Schäfer­hunde gezüchtet und auch, wenn man es damals noch nicht so nan­nte, quasi im Prey Mod­ell gefüt­tet. Mir ist der Geruch von Pansen schon von Klein auf bekannt. Und daher kann ich sagen: Pansen ist noch lange kein Pansen. Ich bin zwar wirk­lich kein Ernährung­sex­perte, aber die Qual­ität von Pansen sehe ich auf Anhieb und rieche ich direkt. Oft nutze ich diese Erfahrung um die Qual­ität von dem Fleisch ein­schätzen zu kön­nen. Daher war ich sehr gepannt auf den Pansen der Firma Seitz und habe dieses Paket daher als erstes aufge­taut. Der Pansen roch wirk­lich abso­lut frisch und natür­lich. Auch die Optik sprach für sehr hochw­er­tiges Fleisch. Queen und Püppi haben meine Ver­mu­tung bestätigt und vor allem die Kleine — die wirk­lich wäh­lerisch  ist — kon­nte von dem Pansen bzw. Blät­ter­ma­gen nicht genug bekommen.

Und wie hat es den beiden geschmeckt:

Queen hat durch die Bank alles gern gefressen und super ver­tra­gen. Püppi wird ja eigentlich gar nicht gebarft, aber auch sie hat sich sehr über den Blät­ter­ma­gen gefreut und auch hier und da ein Stückchen genascht.

Als Kunde würde mich über eine noch genauere Dekla­ra­tion freuen. Bei den Mixen würde ich gerne wis­sen, wieviel Prozent Inneren, Muskelfleisch usw. enthal­ten ist.

Das Fleisch roch natür­lich und enthielt nicht nur kleinere, son­dern auch teil­weise etwas größere Stücke, was mir und vor allem Queen sehr gefiel. Ich habe schon Fleisch gekauft, welches nach der “Zubere­itung” (also nach dem Hinzufü­gen von Gemüse und Obst sowie allen Sup­ple­menten) und dem Umrühren wie ein matschiger Haufen Brei aus­sah. Queen mag es nicht so gern, wenn sich ein matschiger Haufen in ihrem Napf befindet. Dies war hier nicht der Fall, weil das Fleisch nicht allzu klein gewolft ist. Gefiel uns super 🙂

Wir waren mehr als run­dum zufrieden mit den Pro­duk­ten und kön­nen das Unternehmen wirk­lich empfehlen. Die Qual­ität ist super und der Kon­takt über­aus fre­undlich. Man merkt, dass viel Liebe in dem Unternehmen steckt und Zufrieden­heit der Kun­den ganz oben steht. Die Qual­ität des Fleis­ches ist top, also Dau­men hoch 🙂

Die Pro­dukte wur­den mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt.

(Werbung) Hundefahrradanhänger — mit Hund und Rad über Stock und Stein

Des Men­schen bester Fre­und ist ein echter Aus­dauer­sportler und Natur­bursche. Treuherzig und übereifrig folgt er seinem Her­rchen auf Schritt und Tritt. Allerd­ings ver­fü­gen nicht alle Hun­derassen über einen sportlichen Kör­per­bau. Vor allem junge, alte oder auch kranke Tiere kön­nen auf lan­gen Strecken nicht immer mithal­ten. Aus­gedehnte Rad­touren mit angelein­ten Vier­bein­ern sind dann nicht mehr möglich und im belebten Straßen­verkehr sogar poten­ziell lebens­ge­fährlich. Hun­debe­sitzer dür­fen jedoch aufat­men. Um diesem Prob­lem effek­tiv zu begeg­nen, existieren spezielle Hun­de­fahrradan­hänger am Markt. Durch diese wird der sichere und müh­elose Trans­port für das Tier selbst auf lan­gen Wegen ermöglicht.

Was genau ist ein Fahrradanhänger für Hunde?

Der Fahrradan­hänger für Hunde funk­tion­iert prinzip­iell genau wie alle ver­gle­ich­baren Trans­portve­hikel für das Fahrrad oder Auto. Er bietet genü­gend Platz für kleine und große Haustiere, die aus ver­schiede­nen Grün­den nicht zu Fuß mit­laufen sollen oder kön­nen. Für den art­gerechten Trans­port müssen bes­timmte Kri­te­rien erfüllt wer­den. Ungesicherte oder man­gel­haft aus­ge­führte Mod­elle gefährden sonst Leib und Leben von Tier und Men­sch. Ein aus­re­ichen­des Maß an Sta­bil­ität gewährt ein solide ver­ar­beit­eter Rah­men aus Stahl oder Alu­minium. In einer geräu­mi­gen Kabine mit Blick nach draußen nimmt der Vier­beiner Platz. Über eine Deich­sel mit Kup­pelung am Ende erfolgt die Anbindung an das vorges­pan­nte Fahrrad. Prinzip­iell genügt dies bere­its als Grun­dausstat­tung für ein akzept­a­bles Hun­de­taxi. Damit das erste Fahrerleb­nis nicht auf die Knochen und Gelenke des Tieres schlägt, ist der Innen­raum mit einer kom­fort­ablen Boden­wanne aus­ges­tat­tet. Beson­ders gute Reifen mit hochw­er­ti­gen Stoßdämpfern neu­tral­isieren sogar auf hol­pri­gen Feld– und Wald­ab­schnit­ten die meis­ten Uneben­heiten und garantieren so eine stets kom­fort­able Reise. Eine frische Brise an heißen Som­merta­gen fällt zudem durch luft­durch­läs­sige Sicht­fen­ster ein. Diese sper­ren gle­ichzeitig dank eines Insek­ten­git­ters lästige Besucher aus dem Innen­bere­ich aus. Gegen direkte Sonnene­in­strahlung hilft im Bedarfs­fall ein Son­nen­schutz, aber auch gegen leichtes Regen­wet­ter erweist sich die Über­dachung als effiziente Bar­riere. Über zwei Ein­stiegsöff­nun­gen erhält der Hund Zugang zur Kabine, während eine Leine aus Sicher­heits­grün­den ihn am vorzeit­i­gen Aussteigen in voller Fahrt hin­dert. Eine wirk­liche prak­tis­che Funk­tion eint übri­gens nahezu alle Mod­elle am Markt: Sie lassen sich nach absolvierter Strecke zusam­men­fal­ten und so platzs­parend ver­stauen. Spezialaus­führun­gen bieten zusät­zliche Alle­in­stel­lungsmerk­male. Mit einem Jogger-Kit erlaubt der Anhänger sogar den manuellen Betrieb per Hand­griff ohne Fahrrad für Spaziergänge. Ein Umbau zu einer mobilen Hun­de­box für die Mit­nahme im Auto ist abhängig vom Her­steller eben­falls eine inter­es­sante Option. Die Preiss­panne zwis­chen Stan­dar­d­aus­führun­gen und Luxu­san­hänger schwanken zwis­chen 100 bis zu 500 Euro.

Im Nahverkehr spielt der Fahrradhundeanhänger seine Stärken aus

Sicher bleibt das Auto auf lan­gen Fahrten der unum­strit­tene Platzhirsch für den Tier­trans­port. In der direk­ten Umge­bung kann die Vari­ante mit Fahrradan­hänger dur­chaus dem Auto­mo­bil den Rang ablaufen. Vor allem im städtis­chen Bere­ich stellt dieser eine prak­tik­able Alter­na­tive zur gemein­samen Fort­be­we­gung mit dem tierischen Fre­und dar. Die zusät­zlichen Kosten für die geset­zlich kor­rekte Unter­bringung im Auto durch eine Absper­rung und Hun­de­box sind eben­falls nicht von der Hand zu weisen. Außer­dem liegen Parkgele­gen­heiten für das Auto sel­ten in unmit­tel­barer Nähe zum Zielort. Häu­fig folgt nach dem Lösen des Parkscheines ein kräftiger Fuß­marsch, der jedoch mit einem kranken oder erschöpften Tier im Schlepp­tau schlicht nicht infrage kommt. Was bleibt als Alter­na­tive? Der zusät­zliche Trans­port von Fahrrad und Hun­dean­hänger auf dem Dach gilt als unnötig kom­pliziert. Diese Möglichkeit ergibt nur für lange Fahrten über Bun­desstraßen oder Auto­bah­nen wirk­lich Sinn. Nur wenige Kilo­me­ter an Wegstrecke lassen sich ebenso gut mit dem Trans­portan­hänger über das Fahrrad absolvieren. Park­platzprob­leme und Stress ent­fallen so zu Freuden von Men­sch und Tier vollständig.

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Gute Gründe für die Nutzung eines Hundeanhängers

Gutes Benehmen ist Erziehungssache. Doch Tiere lassen sich häu­fig trotz aus­re­ichen­der Schu­lung von ihren Instink­ten leiten. Dafür genügt bere­its ein über­raschen­der Moment wie die Begeg­nung mit einer Katze oder ein unge­wohntes Geräusch, der eine entsprechende Gegen­reak­tion provoziert. Daher bleibt das Führen am Fahrrad über eine Hun­deleine immer mit einem gewis­sen Unfall­risiko ver­bun­den. Auf belebten Straßen besteht sogar erhöhte Lebens­ge­fahr für Men­sch und Hund. Über den Trans­port in der abgesicherten Hun­dek­abine im Anhänger min­imiert sich das Gefahren­poten­zial beträchtlich. Gle­ichzeitig überzeugt das prak­tis­che Anhängsel durch seine Viel­seit­igkeit auf Aus­flü­gen. Müde Hunde lassen sich ein­fach ein Stück von ihrem Men­schen chauffieren und tanken so neue Energie. Nach der Ver­schnauf­pause läuft der tierische Begleiter meist wieder bere­itwillig auf seinen vier Pfoten. Dieser Trick ermöglicht sogar die Pla­nung von größeren Rad­touren. Die volle Aufmerk­samkeit gilt stets der Führung des Rades und anderen Verkehrsteil­nehmern. Ablenkun­gen durch stör­rische oder kurzfristig unge­hor­same Hunde stellen dann kein Prob­lem mehr dar. Neue Mod­elle sind von Haus aus wet­ter­fest aus­ges­tat­tet. Schlechtes Wet­ter kann den Insassen nicht die Reise verder­ben. Sonne, Wind und Regen bleiben draußen – ebenso wie Insek­ten. Eine solche Ausstat­tung gehört bere­its zum Stan­dard­reper­toire vieler Anbi­eter und erfordert keine zusät­zliche Investi­tion. Unab­hängig von der Kon­di­tion und dem Gesund­heit­szu­s­tand eines Hun­des ver­langt sein natür­liches Ver­hal­ten die Inspek­tion seines Reviers und regelmäßige Aufen­thalte im Freien. Ein Zurück­lassen im abgeschiede­nen Zuhause führt langfristig zur Vere­in­samung. Das Fahrticket im Hun­dean­hänger beugt der öden Langeweile ohne Her­rchen oder Frauchen vor. Selbst wenn das Haustier keine aktive Rolle bei der Fort­be­we­gung ein­nimmt, sig­nal­isiert die gemein­same Unternehmung sozialen Zusam­men­halt und stärkt die Bindung zwis­chen Men­sch und dem tierischen Fam­i­lien­mit­glied. Viele Argu­mente sprechen für eine Anschaf­fung des Anhängers. Natür­lich gibt es auch Nachteile, die allerd­ings Spaß und den hohen Nutzen kaum schmälern. Auf Dauer macht sich bei schwieri­gen Abschnit­ten und Stei­gun­gen das zusät­zliche Gewicht bemerk­bar und zehrt an Kraft und Aus­dauer des Fahrrad­fahrers. Viel Tiere ver­ste­hen anfangs zudem nicht den Zweck des Vehikels und zeigen wenig Bere­itschaft als Pas­sagier mitz­u­fahren. Nur mit geziel­tem Train­ing sinkt der Arg­wohn und weicht langfristig der Vor­freude auf die näch­ste Radtour.

https://www.pexels.com/de/foto/alternative-transport-fahrradanhanger-haustier-hund-241521/

Vorteile
sichere Alter­na­tive zur Führung an der Leine
höhere Konzen­tra­tion auf den Straßenverkehr
schont alte oder erschöpfte Tiere
stärkt das Gemeinschaftsgefühl
uni­versell bei allen Rassen einsetzbar
ermöglicht auch län­gere Ausflüge
gegen Wind, Sonne und Regen gefeit
Erweiterung zur Hun­de­box und Jog­ger möglich

Nachteile
Gewöh­nung­sprozess erfordert Geduld
zusät­zliche Last für den Fahrradfahrer

Eine lohnenswerte Geduldsprobe: Akzeptanz für den Anhänger antrainieren

Anfängliche Skep­sis gegenüber dem Hun­de­trans­port ist völ­lig nor­mal. Bei neugieri­gen Charak­terzü­gen ver­fliegt die Ablehnung meist schnell. Pos­i­tive Erfahrun­gen auf ersten Reisen helfen beim Abbau von Mis­strauen der Vier­beiner. Neg­a­tive Erleb­nisse hin­ter­lassen aber eben­falls ihre Spuren. Der häu­fig­ste Fehler beim Betreten des Anhängers ist die fehlende Stützung des Fahrrades. Ver­liert dieses das Gle­ichgewicht, kippt es mit­samt dem Anhänger und wirbelt das aufgeschreckte Tier aus der Kabine. Eine kleine Beloh­nung in Form eines leck­eren Häp­pchens weckt all­ge­mein die Neugierde und lässt Hunde rasch die Kabine inspizieren. Ein zunächst ruhiger Fahrstil in fried­voller Umge­bung sorgt für die psy­chol­o­gis­che Akkli­ma­tisierung und nimmt Äng­ste vor der unge­wohn­ten Sit­u­a­tion. Tiefe Schlaglöcher rüt­teln sonst den tierischen Pas­sagier wom­öglich zu stark durch. Eine sorgfältige Befes­ti­gung der Leine in der Kabine ver­hin­dert spon­tane Fluchtver­suche des Hun­des, die meist in voller Fahrt zu Ver­let­zun­gen führen. Strebt das Tier sich aus unken­ntlichen Grün­den gegen eine Probe­fahrt, bleibt meist nur der Umtausch der Ware als let­zter Ausweg. Der Erwerb über den Online-Handel bietet hier klare Vorzüge. Das Wider­ruf­s­recht der Ware inner­halb von zwei Wochen bietet die notwendige Flex­i­bil­ität und Fair­ness gegenüber den Käufern, ein Pro­dukt auch ohne vorherige Sich­tung in pri­vatem Umfeld auf Herz und Nieren über­prüfen zu können.

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Wir durften lesen: Vier Pfoten auf Tour

Geht es euch auch so?

Man sucht im Inter­net nach einer tollen Wan­derung und findet ein­fach keine Infor­ma­tio­nen darüber, ob es auf der Strecke Lokale gibt, in die man seinen Hund mit­nehmen darf? Oder man findet Wan­der­wege und weiß nicht, wie hun­degeeignet sie sind.

Mir geht das ständig so. Daher habe ich mich umso mehr gefreut, als uns das Buch “Vier Pfoten auf Tour” erre­icht hat. Ker­stin Gold­bach und Kirsten Schö­nen­born haben in dem Buch 16 abwech­slungsre­iche Aus­flüge mit Hund in NRW zusam­mengestellt. Zugegeben, wir wohnen nicht mehr in NRW, aber Osnabrück liegt an der Lan­des­grenze und zudem sind wir ja jede Woche in der Heimat unterwegs.

Das Buch enthält 16 Aus­flugsziele, die sowohl den Hund als auch den Zweibeiner ein­beziehen: egal ob ein Besuch im Nean­de­thal Museum am Dog­gy­Day, einer tierischen Kan­u­fahrt, einem Train­ing für die Spür­nasen beim Geodog­ging oder einer klas­sis­chen Hun­dewiese — in dem Buch kommt jeder auf seine Kosten. Ange­fan­gen bei einem entspan­nten Besuch eines Klosters kann man bis zur 26 km Wan­derung durcharbeiten.

Das Buch ent­stand in Koop­er­a­tion mit der WDR Fernsehredak­tion “Tiere suchen ein Zuhause”.

Jedem Aus­flug sind mehrere Seiten in dem Buch gewid­met. Über anschauliche Fotos findet man zudem Infor­ma­tio­nen für Einkehrmöglichkeiten, Unterkün­fte sowie über die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmit­teln. Auch an Tips zur Verpfle­gung sowie den all­ge­meinen Ben­imm­regeln wurde gedacht.

Das Buch ver­fügt über einen hochw­er­ti­gen Umschlag mit prak­tis­chem Ein­schlag, den man zugle­ich als Leseze­ichen nutzen kann. Die Fotos sind sehr ansprechend und das gesamte Design ist zugle­ich hüb­sch und übersichtlich.

Beson­ders inter­es­sant fand ich die Tour Nr. 13 “Wilde Pferde und noch mehr Wild”. Diese Tour geht durch den Wild­park in Dül­men, meiner Heimat­stadt. Wir gehen nahezu jeden Mittwoch dort eine Runde spazieren. Ich bin dort groß gewor­den und kenn jeden Baum auswendig. Umso inter­es­san­ter fand ich zu lesen, wie die Autoren das Aus­flugsziel darstellen würden.

Und eigentlich ist es auch genauso dargestellt, wie es dort ist. Ein Wild­park mit vie­len Wan­der­we­gen läd zu kleinen und großen Run­den ein. Das Wild läuft dort frei herum und kann schon mal direkt hin­ter dem näch­sten Baum ste­hen. Daher besteht dort auch über­all Leinenpflicht. Gut gefallen hat mir, dass das auch genaus in dem Buch aufge­lis­tet stand. Bringt ja nie­man­dem etwas, wenn man denkt seine Vier­beiner ren­nen lassen zu kön­nen und dann von der Leinenpflicht über­rascht wird.

Der Besuch der Wildpferde lohnt sich in jedem Fall, allerd­ings trifft man sie nicht immer an. Das Gelände für die Pferde ist schon rel­a­tiv groß und immer sieht man die Herde nicht. Das hätte ich mir auch so in dem Buch gewün­scht, schließlich lässt sich so eine Ent­täuschung ver­mei­den, falls man wirk­lich vor einem leeren Mer­felder Bruch ste­hen sollte. Die Bilder des Wild­parkes sind toll, allerd­ings kann ich als Insider sagen, dass es noch schönere Ecken gibt.

Zu jeder Tour wer­den einige Run­dum — Infor­ma­tio­nen zur Geschichtes des Ortes erzählt. Das gefiel mir wirk­lich gut.

Zu den einzel­nen Touren lässt sich fes­thal­ten, dass in jedem Fall für jeden etwas dabei ist. Von einer idyl­lis­chen Wan­derung bis hin zur Action­tour ist für jeden etwas dabei. Für mich per­sön­lich kom­men einige Touren nicht in Betra­cht. So würde ich zum Beispiel nicht mit meinen Hun­den an einer Kan­u­fahrt teilnehmen.

Ich bin dann doch eher auf ruhi­gen Wan­der­we­gen zu finden, welche an einem hüb­schen kleinen Lokal vor­beiführen. Ich muss jetzt auch nicht unbe­d­ingt mit meinen Hun­den ein Museum besuchen, weil ich ein­fach glaube, dass die bei­den nichts davon hät­ten. Aber da das Buch so abwech­slungsre­iche Touren bein­hal­tet, kommt sicher jeder auf seine Kosten 🙂

Wer also auf der Suche nach neuen Aus­flugszie­len für sich und seinen Vier­beiner ist, der wird in dem Buch sicher fündig.

Wer möchte, kann das Buch hier* bestellen.

*Bei dem Link han­delt es sich um einen soge­nan­nten Ama­zon Affil­i­ate Link. Wenn ihr auf diesen Link klickt und das Pro­dukt auf Ama­zon bestellt, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion. Für euch ist das völ­lig kosten­los. Ich habe dadurch die Möglichkeit Anschaf­fun­gen für diesen Blog zu täti­gen, um zum Beispiel Pro­dukte für euch testen zu können. 

Das Pro­dukt wurde mir kosten-und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt.

Gastartikel: Mögliche Schadestoffe in Hundebetten

Mögliche Schadstoffe in Hundebetten

Viele herkömm­liche Hun­de­bet­ten wer­den heute im Aus­land gefer­tigt oder beste­hen zum größten Teil aus im asi­atis­chen Raum hergestell­ten Mate­ri­alien. Auf­grund des gün­sti­gen Preises greifen auch deutsche Her­steller meist auf diese Mate­ri­alien zurück. Daher soll­test du beim Kauf eines neuen Hun­de­bettes große Sorgfalt wal­ten lassen und genau darauf achten, dass keine Weich­macher oder andere gesund­heitss­chädlichen Stoffe zur Her­stel­lung des Bettes ver­wen­det wur­den. Diese kön­nten näm­lich nicht nur eine neg­a­tive Auswirkung auf die Gesund­heit deines Hun­des, son­dern auch dir per­sön­lich und deiner Fam­i­lie schaden.
Häu­fig in Hun­de­bet­ten vork­om­mende Schadstoffe:

Die häu­fig­sten Schad­stoffe, welche in han­del­süblichen bzw. gün­sti­gen Hun­de­bet­ten vorkom­men kön­nen, sind kreb­ser­re­gende Weich­macher. Diese can­cero­ge­nen Weich­macher sind meist in syn­thetisch aus Plas­tik oder PVC hergestell­tem Kun­stleder enthal­ten, welches gemein­hin als beliebtes Mate­r­ial für Hun­de­bet­ten gilt. Das Kun­stleder bringt neben vie­len Vorteilen, wie einer leichten Reini­gung, einer hygien­is­chen Hand­habung und einem antial­ler­gis­chen Effekt, aber auch ein paar gesund­heitliche Nachteile mit sich. Da das Kun­stleder haupt­säch­lich im asi­atis­chen Raum hergestellt wird, kom­men bei der Pro­duk­tion andere Gren­zw­erte für die Schad­stoff­be­las­tung zum Tra­gen (falls es über­haupt Gren­zw­erte gibt!) als in Europa. Zudem gibt es kaum geset­zliche Vor­gaben, an die sich die Her­steller hal­ten müssen. Somit greifen viele Her­steller natür­lich auf die gün­stig­sten Ver­fahren zurück, welche eine Belas­tung mit Schad­stof­fen zur Folge haben.

Ger­ade im Online-Handel ver­sucht der Geset­zge­ber hier einen Riegel vorzuschieben und die Qual­itäts­stan­dards von Import­pro­duk­ten zu erhöhen. Lei­der bis­lang mit über­schaubarem Erfolg.

K.Thalhofer – Fotolia.com

Mögliche gesundheitliche Auswirkungen:

Bil­lige und mit Schad­stof­fen belastete Mate­ri­alien kön­nen eine neg­a­tive Auswirkung auf die Gesund­heit deines Hun­des haben. Wenn sich dein Hund in seinem Bett befindet entsteht natür­lich Wärme. Diese Wärme wirkt sich auf das Mate­r­ial aus und es kann bei bere­its mit Schad­stof­fen vor­be­lasteten Mate­ri­alien zur Bil­dung von gesund­heitss­chädlichen Dämpfen oder Gift­stof­fen kom­men. Die aus­tre­tenden Dämpfe bzw. Gift­stoffe kön­nen neben ihrer ohne­hin schon gesund­heitss­chädlichen Wirkung auch stark kreb­ser­re­gend sein. Betrof­fen sind dann sämtliche Lebe­we­sen, die sich in der unmit­tel­baren Umge­bung des Hun­de­betts aufhalten.

Oft kom­men auch Schad­stoffe wie Blei oder andere giftige Schw­er­met­alle in Hun­de­bet­ten vor. Diese kön­nen natür­lich auch eine große Gefährdung für deinen Hund bedeuten, wenn sie in seinen Kör­per gelan­gen. Wenn man daran denkt, wie gerne Hunde auf den meis­ten Gegen­stän­den herumkauen, ist dies ein Aspekt den man auf gar keinen Fall außer Acht lassen sollte. Wir von expertentesten.de arbeiten hierzu ger­ade an Unter­suchun­gen, um die Belas­tung an Schw­er­met­allen an Hun­de­bet­ten aus dem EU-Ausland festzustellen.

Welche Qualitätsmerkmale deuten darauf hin, dass ein Hundebett frei von Schadstoffen ist?

Achte beim Kauf eines Hun­de­bettes stets auf die Qual­ität der ver­wen­de­ten Mate­ri­alien. Hier gilt es genau zu prüfen ob die Mate­ri­alien nicht mit Schad­stof­fen vor­be­lastet sind. Es emp­fiehlt sich daher auf Pro­dukte zurück­greifen, welche bere­its nach europäis­chem Recht auf ihre Inhaltsstoffe geprüft und als unbe­den­klich eingestuft wur­den. Solche bere­its geprüften Hun­de­bet­ten erkennst du an einem Siegel, welches auf eine Prü­fung nach der DIN EN 71–3 Norm hin­weist. Hun­de­bet­ten mit einem solchen Siegel kannst du ohne Bedenken kaufen. Sie sind bestens für deinen Hund geeignet.

K.Thalhofer – Fotolia.com

Tipps die dir den Kauf eines Hundebettes erleichtern:

Achte beim Kauf des Hun­de­bettes vor allem auf die Ver­ar­beitungsqual­ität an den Nähten und, falls vorhan­den, an den Reißver­schlüssen. Dem aus­geprägten Spiel­trieb der Vier­beiner ist es zu ver­danken, das min­der­w­er­tig pro­duzierte Bet­ten häu­fig an diesen Stellen als erstes reißen. Wenn Du also schon im Laden fest­stellst, dass einzelne Nähte Fransen bilden, soll­test du das als Warnsignal inter­pretieren und dich nach höher­w­er­ti­gen Hun­de­bet­ten umsehen.

Neben der Qual­ität der ver­wen­de­ten Mate­ri­alien, ist aber auch die Größe des Bettes von essen­zieller Bedeu­tung. Ein passendes Hun­de­bett ist genauso groß, dass sich dein Hund darin nicht beengt und gle­ichzeitig auch nicht ver­loren vorkommt. Dein treuer Fre­und sollte sich also ein­mal der Länge nach ausstrecken kön­nen. Hast du die richtige Größe gewählt, wird dein Hund das neue Bett sicher lieben.

Größte Bedeu­tung kommt aber dem Mate­r­ial zu, aus welchem das Hun­de­bett hergestellt wurde. Es sollte natür­lich stra­pazier­fähig und robust sein, aber es darf auf gar keinen Fall über irgendwelche schädlichen Inhaltsstoffe ver­fü­gen, die deinem Hund oder dir schaden kön­nten. Grund­sät­zlich emp­fiehlt es sich glatte Mate­ri­alien mit einem niedrigeren Tex­ti­lanteil zu wählen, da diese weniger Flüs­sigkeit auf­saugen und somit deut­lich hygien­is­cher sind. Bestens geeignet sind Bet­ten mit einem abnehm­baren Bezug, welchen man jed­erzeit kom­plett reini­gen kann.

Unser Fazit:

Achte beim Kauf eines neuen Hun­de­bettes bitte immer auf die jew­eili­gen Mate­ri­alien die zur Her­stel­lung ver­wen­det wur­den. Sie soll­ten auf gar keinem Fall eine Gefahr für dich oder deinen Hund darstellen. Daher Fin­ger weg von Pro­duk­ten die Weich­macher oder ähn­liche syn­thetis­che Zusatzstoffe enthal­ten. Ver­lass dich auf geprüfte Qual­ität, welche du am DIN EN 71–3 Siegel erken­nen kannst. Du wirst deinem Hund und dir damit eine große Freude bereiten.

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