Das gefährliche Leben eines Postzustellers ?>

Das gefährliche Leben eines Postzustellers

Habt ihr euch auch schon ein­mal gefragt, wie unsere Postzusteller sich wohl fühlen?

Sicher geht es nicht nur mir so. Es klin­gelt an der Tür und Queen bellt. So schlimm finde ich es ehrlich gesagt nicht, daher gibt es bei uns nur einen Train­ings­plan in der Light — Ver­sion. Queen muss sich auf den Tep­pich in unserer Diele set­zen und ich gehe zur Tür. Sie bleibt dort auch ganz lieb sitzen, nur nicht so still wie ich es gern hätte. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich bekomme oft Pakete, Päckchen und Son­stiges, was nicht in unseren Briefkas­ten passt. Unsere Briefzustel­lerin ist wirk­lich nett. Sie klin­gelt und drückt mir alles mit einem riesen Lächeln in die Hand. Dass Queen im Hin­ter­grund zu hören ist, stört sie über­haupt nicht.

Etwas anders sieht es da schon bei unserem DHL — Mann aus. Ein etwas mür­rischer, zu klein ger­atener Herr, dem eigentlich das Gewicht eines Buches den Schweiß ins Gesicht treibt. Ich komme nicht umher zuzugeben, dass er nicht so sym­pa­tisch ist. Eines Mit­tags klin­gelte es. Ich dachte, es wäre mein Opa, der sich für diese Uhrzeit angekündigt hatte. Daher öffnete ich die Woh­nungstür, drückte auf den Öffner und ließ Queen zur Tür gehen. Es war nicht Opa. Es war der DHL — Mann. Nicht gut! Queen war ebenso erstaunt wie ich und bellte direkt los. Der Typ warf das Paket in den Flur und schrie “Machen Sie das nie wieder!” Ich hab mich brav entschuldigt und die Sit­u­a­tion aufgek­lärt, aber da war nichts zu machen. Der Schock saß zu tief — übri­gens auch bei meiner armen Maus. Die hat sich so erschrocken vor dem dicken, frem­den Mann in gel­ben Shorts 😀

Aber was wäre passiert, wenn Queen zuge­bis­sen hätte?

Ein solcher Vor­fall ereignete sich in Aachen. Eine Briefzustel­lerin wurde von zwei Huskies ange­grif­fen und in den rechten Unter­arm gebis­sen. Nach der Tetanusimp­fung erlitt sie eine mas­sive Erkrankung der Ner­ven­bah­nen. Die beklagten Bun­desre­pub­lik gewährte der Klägerin ein Unfallruhegalt.

Doch die Ver­let­zte ver­langte mehr. Sie wollte ein sog. erhöhtes Ruhege­halt. Voraus­set­zung wäre jedoch, dass die Beamtin bei Ausübung ihrer Dien­sthand­lung einer damit ver­bun­de­nen beson­deren Lebens­ge­fahr aus­ge­setzt ist.

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Das Ver­wal­tungs­gericht Aachen entsch­ied, dass sich keine beson­dere Lebens­ge­fahr bei der Briefzustel­lung fest­stellen lässt — und zwar weder im all­ge­meinen noch in der konkreten Zustel­lung. Es sei zwar bekannt, dass Hunde gele­gentlich Zusteller anfallen wür­den. Der Biss sei jedoch zu keinem Zeit­punkt lebenge­fährlich gewe­sen. Zudem sei klar, dass die Zustel­lung von Briefen nicht mit einer beson­deren Lebens­ge­fahr ver­bun­den sei. Die Wahrschein­lich, hier­bei getötet zu wer­den, sei nicht höher als die Möglichkeit, unversehrt zu bleiben.

Dann kann der DHL — Mann ja beruhigt sein 🙂

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