Das Kasper — Hauser — Syndrom — oder: wie sich der Kreis endlich schloss

Das Kasper — Hauser — Syndrom — oder: wie sich der Kreis endlich schloss

Kasper — Hauser — Syn­drom? Was ist das denn? Und wieso hat sich der Kreis geschlossen?

Ich kann eure Ver­wirrung nachvol­lziehen. Mir geht es genauso 🙂

Daher fange ich ein­fach ganz vorne an…

Queen hatte keine schöne Welpen­zeit. Sie ist in einem Zwinger geboren wor­den und kam mit sieben oder acht Wochen bere­its von ihrer Mut­ter weg. Sie und ihr Bruder waren die einzi­gen Welpen, welche die Geburt über­lebt haben. Ihre vier weit­eren Geschwis­ter haben es nicht geschafft. Zusam­men mit ihrem Bruder kam sie zu einer Züch­terin bei mir in der Stadt. Bere­its seit eini­gen Wochen ver­brachte ich dort meine Freizeit und beschäftigte mich mit ihren Hun­den. Als ich Queen sah, war es Liebe auf den ersten Blick, doch eigentlich sollte sie als Zuchthündin nach Amerika verkauft wer­den. Ich bin zwar mehrfach die Woche zu ihr gefahren und es gab auch Tage, an denen ich sie für zwei Stun­den mit nach Hause genom­men hab. Den Großteil der Zeit war sie jedoch alleine in dem Zwinger. Dieser bestand aus weißen Fliesen in einem Schup­pen. Die Züch­terin ist mor­gens und abends hinge­fahren und hat sie in einen ca. 20 Quadrat­meter großen Aus­lauf gelassen. Queen hat sehr viel gebellt und die Nach­barn des Grund­stücks (die Züch­terin wohnte dort nicht selbst) hat­ten sich bere­its beschw­ert. Queen bekam dann ein Hals­band um, welches das Bellen “von selbst regeln sollte”, jeden­falls hatte sie eine ziem­lich große Wunde am Hals. Ich möchte an dieser Stelle keine weit­eren Worte verlieren…

Für mich war jeden­falls klar, dass Queen zu mir gehört und so kam es auch, dass sie mit vier Monaten bei mir einzog.

Ich habe Queen als vor­sichti­gen und zum Teil ängstlichen Hund ken­nen gel­ernt. Andere Rassen hat sie gar nicht ken­nen gel­ernt und so bellte sie die ersten Wochen erst ein­mal alles an, was irgend­wie nach anderem Hund aus­ge­se­hen hat. Wir haben schnell eine enge Bindung zueinan­der auf­bauen kön­nen, sodass Queen mir ziem­lich bald ver­traut hat. Das Bellen ver­schwand, sie lernte schnell und hatte Spaß an gemein­samen Aktivitäten.

Doch irgend­wie war sie anders…

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Auf unbekan­nte Men­schen reagiert sie skep­tisch. Auch fremde Hunde ver­set­zen sie immer noch in Unsicher­heit und Anspan­nung. Ich habe mir oft die Frage gestellt, warum wir bei jedem neuen Hund und jeder neuen Per­son immer “von vorne anfan­gen”. Gehen wir spazieren und plöt­zlich steht eine Müll­tonne im Weg oder ein Fahrrad steht am Rand, ist das ein Prob­lem. Queen wird unsicher, stellt die Bürste auf und will umdrehen. Ich schaffe es immer, dass sie sich beruhigt und zeige ihr, wie harm­los diese Gegen­stände sind. Passiert das gle­iche zehn Minuten später, fan­gen wir von vorne an. Ich kann sie immer ziem­lich schnell aus der Unsicher­heit her­aus­holen, sodass die Sache für mich in Ord­nung war.

Ich bin mir sicher, dass sie mir ver­traut. Egal, wohin ich sie mit­nehme oder was wir unternehmen, sie geht gerne mit. Queen ori­en­tiert sich sehr stark an mir. Manch­mal kommt es vor, dass wir ein­fach nur laufen und dann dauert es nicht lange, bis sie schräg hin­ter mir läuft und mich genau beobachtet. Bleibe ich ste­hen, so bleibt sie es auch und legt die Ohren an. Spreche ich sie dann fre­undlich an oder locke sie zu mir, entspannt sie sofort und läuft wieder fröh­lich herum. Ich habe oft den Ein­druck, dass sie sich nicht gerne weit von mir ent­fernt. Macht sie ihr großes Geschäft, so ist es zwin­gend notwendig, dass ich ste­hen bleibe, sonst macht sie nicht…

Zuhause ist Queen sehr ruhig. Sie liegt meis­tens an meinen Füßen und sucht meine Nähe. Für jede Beschäf­ti­gung ist sie direkt zu begeis­tern und sie lernt auch schnell und gerne kleine Tricks.

Ins­ge­samt würde ich sie also als anhänglichen und unsicheren Hund beschreiben.

2015-09-03 18.07.18

Würde es nicht das großes Prob­lem “Fressen” geben, so hätte ich mir vielle­icht gar keine Gedanken gemacht.

Queen war schon immer ein schlechter Fresser. Bere­its als Welpe haben ihr die Mäuse das Fut­ter vom Boden des Zwingers geklaut und in kleine Haufen rund um den Zwinger herum verteilt. Als Welpe wurde ihr das Fut­ter auf den Boden gelegt, den Napf nutze sie nur zum Trinken.

Queen hat auch bei mir schlecht gefressen. Wie sich das alles entwick­elt hat, könnt ihr hier nach­le­sen. Zusam­men­fassend lässt sich jedoch sagen, dass ich ihr Ver­hal­ten als Mäkeln gedeutet hab. Ich hab selbst viel aus­pro­biert und immer gedacht, nun ja, du hast dir halt einen Mäk­ler herange­zo­gen. Als sie noch Trock­en­fut­ter bekam, lösten wir das Prob­lem, indem sie während der Spaziergänge ihr Fut­ter bekam. Nun wollte ich aber unbe­d­ingt auf BARF umstellen. Wie ihr vielle­icht mit­bekom­men habt, lief das alles nicht so rund, wie ich mir das vorgestellt hab.

Queen wurde läu­fig und sie fraß immer schlechter. Ich habe wie immer tausend Ausre­den gesucht, bis nun das ver­gan­gene Woch­enende verg­ing. Queen bekam ihr Fut­ter, sie leckte ein paar Mal darüber und erstar­rte schließlich mit einem Abstand von ca. 5 cm zwis­chen Nase und Fut­ter. Ich hab sie dann aus der Sit­u­a­tion her­aus­ge­holen wollen und sie zog sofort die Rute ein und haute ab. Am Abend danach das gle­iche. Dieses Mal hab ich abwarten wollen, was wohl passiert. Nach zehn Minuten (!!) hab ich das ganze unter­brochen und sie suchte wieder das Weite.
Nun muss ich ehrlich zugeben, immer gedacht zu haben, sie sei ein Mäk­ler. Nach­dem sie auch das Beste vom Besten nicht wollte, gab es sicher mal den ein oder anderen Abend, bei dem ich wütend den Napf weg­nahm und sie in ihr Kör­bchen schickte. Queen ist extrem sen­si­bel und sie war für den Rest des Abends nicht mehr gese­hen. Das kam sicher nicht häu­fig war, aber wahrschein­lich war hier schon ein einziges Mal zu viel. Ich hab sie nie ange­meck­ert oder schlim­meres. Das kön­nte ich nicht übers Herz brin­gen. Den­noch spüren Hunde, wenn man sauer und wütend ist. Und ich blöde Kuh dachte nur “tja, dann bleib doch in deinem kör­bchen, wenn dir nichts gut genug ist”.

Heute kön­nte ich heulen, wenn ich darüber nachdenke.

QueenSchlafdecke

Ich wusste, dass es so nicht weiter gehen kann und so schrieb ich direkt Anke Jobi von Lucies Hun­de­fut­terblog und bat sie um Hilfe. Ich schilderte ihr die Sit­u­a­tion und sie schrieb noch am gle­ichen Tag eine richtig lange Mail zurück. Queen sei kein Mäk­ler, son­dern ein Hund mit dem sog. Kasper — Hauser — Syn­drom. Anke erk­lärte mir, dass es sich hier­bei um Entwick­lungsstörun­gen han­delt. Sie beschrieb genau, wie sich Hunde mit diesem Syn­drom ver­hal­ten würden.

Es fiel mir wie Schup­pen von den Augen.

Mir kam es vor, als würde sie Queen beschreiben, ohne dass sie Queen jemals getrof­fen hätte.

Bei dem sog. Depri­va­tion­ssyn­drom (auch als Kasper — Hauser — Syn­drom bekannt) han­delt es sich um irreper­a­ble Störun­gen in der Gehir­nen­twick­lung. Queen hat sich im Welpenal­ter quasi dafür gerüstet, in einem Zwinger zu leben mit Fut­ter auf dem Boden und wenig Men­schen– und Hun­dekon­takt. Auf­grund man­gel­nder Ein­drücke und unzure­ichen­der Erfahrun­gen kon­nten sich in der Prägephase niht aus­re­ichend viele Ver­nutzun­gen von Ner­ven­fasern im Gehirn bilden. Queen lernt zwar sehr schnell wenn es zum Beispiel um Tricks geht. Das ver­all­ge­mein­ernde Ler­nen, wie ich es mit der Müll­tonne oder dem Fahrrad beschrieben ist, ist jedoch fast unmöglich. Alles, was Queen nicht kennt, verun­sichert sie. Bei ihr kommt hin­schw­erend hinzu, dass die ohne­hin schon weni­gen Erfahrun­gen zudem auch noch neg­a­tiv gewe­sen sind.

Ich selbst muss mir noch mehr als zuvor bewusst sein, dass ich in jeder Sit­u­a­tion für Queen der Fels in der Bran­dung sein muss. Mein Ver­hal­ten muss les­bar, ein­schätzbar und nachvol­lziehbar sein. Im Großen und Ganzen hab ich das auch glaube ich aus dem Bauch her­aus oft richtig gemacht.

Das große Prob­lem, bei dem ich rei­hen­weise Fehler gemacht hab, ist das Fressen. Hier­bei unter­stützt Anke uns nun mit Rat und Tat. Es ist dur­chaus möglich Queen auch inner­lich zu unter­stützen, indem sie zum Beispiel Bach­blüten bekommt. Um sicher zu sein, nicht wieder einen Fehler zu bege­hen, hab ich nun Anke beauf­tragt, mit einen Fut­ter­plan zu erstellen. 

Äußer­lich hat sie mir auch einige Tipps gegeben:

Meiner Mei­n­ung nach ist das Haupt­prob­lem bei der Füt­terung der Fut­ter­napf und die gel­ernte Fress­weise. Der Fut­ter­napf müsste über eine Kon­di­tion­ierung pos­i­tiv belegt wer­den. Dazu müsstest du das bish­erige Konzept quasi umdrehen. So kön­ntest du vorge­hen: Kauf einen neuen Fut­ter­napf. Dieser sollte keine Ähn­lichkeit mit dem alten haben, wichtig ist, dass er fest steht, nicht wack­elt oder wegrutscht. Ide­al­er­weise kön­ntest du ihn in einer Farbe wählen, die entspannt. Hier wäre vio­lett (wichtig­ste Farbe für die Psy­che, bei Ner­vosität, Hys­terie, Ängstlichkeit, zur Lösung trau­ma­tis­cher Erleb­nisse) richtig. Du drehst das bish­erige Prinzip nun um: nur die aller­leck­er­sten Sachen kom­men in den Hun­de­napf, der Rest wird aus der Hand gefüt­tert. Am Anfang lässt du den Napf aber erst ein­mal weg. Dein Ziel ist, wie schon gesagt, den Fut­ter­napf mit einer pos­i­tiven Verknüp­fung zu bele­gen. Über­lege dir genau, welche Leck­ereien Queen abso­lut gerne mag. Die gibt es dann ab sofort nur noch aus dem neuen Fut­ter­napf.  Am Anfang hältst du den Napf in der Hand und lässt sie daraus die Super­leck­ereien fressen. Prak­tisch kön­nte das so aussehen:

1. Tag: nur Fut­ter aus der Hand (nur Fut­ter wählen, das sie halb­wegs mag, aber keine Superleckerei)

2. Tag: wie 1. Tag

3. Tag wie erster Tag

4. Tag Haupt­fut­ter aus der Hand, im Laufe des Tages eine Super­leck­erei aus dem Napf in der Hand

5. Tag Haupt­fut­ter aus der Hand, im Laufe des Tages 2 x Super­leck­erei aus dem Napf in der Hand

6. Tag steigern auf 4 x Super­leck­erei aus dem Napf in der Hand

Dann führst du das erst ein­mal so weiter, bis du sicher bist, der Napf mit Super­leck­erei wird so gut angenom­men. Dann fängst du an, den Napf auf den Boden zu stellen. Ich würde das nicht mit­ten im Raum machen, son­dern an einer „geschützten“ Stelle. Es sollte auch eine neue Stelle sein, die du aber später beibehältst (also gut über­legen, wo das sein soll). Da du ja pen­delst, kannst du das mit einer Unter­lage „unter­mauern“ die du dann immer dabei hast. Nach­dem Queen einige Tage ihre Super­leck­ereien prob­lem­los aus dem Napf gefressen hat, fängst du an, diese zu mis­chen. Du mis­chst aber nur kleine Men­gen von Fut­ter bei, die sie halb­wegs gerne frisst. Nichts darf rein, was sie nicht mag. Mit und mit lässt du die Menge im Napf immer größer wer­den. Am Ende gibt es Fut­ter nur noch aus dem Napf. Später, wenn der Napf etabliert ist, kann es auch wieder Train­ing­shap­pen aus der Hand geben. Und noch später, wenn ihr durch seid, kann man ganz langsam anfan­gen, Fut­terkom­po­nen­ten beizufüt­tern, die sie nicht so gerne mag. Das muss aber eben­falls wieder ganz langsam vor sich gehen. Du musst ja auch nicht zehn Gemüs­esorten füt­tern. Es reichen ja schon 2–3 verschiedene.”

2015-07-11 15.02.10

Gestern abend war es soweit. Ich füllte das Fut­ter in den neuen Napf und set­zte mich zu Queen auf den Boden. Pansen in der Hand ist übri­gens nicht so toll, aber wir machen ja alles für unsere Liebsten 🙂

Die ersten Hap­pen nahm sie ohne Prob­leme an und bere­its nach eini­gen Brocken schien sie sichtlich neugierig auf den Napf zu sein. Dieser stand auf meinen Beinen und ich nahm immer wieder nach und nach Brocken her­aus. Queen kam jedoch immer näher und steckte schließlich selbst die Nase hinein. Seit mehreren Wochen war der Napf zum ersten Mal wieder kom­plett leer. Ob es nun die entspan­nte Sit­u­a­tion war oder am Pansen lag. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass wir offen­sichtlich auf dem richti­gen Weg sind.

Ich werde mich auf jeden Fall noch viel detail­lierter mit dem Thema “Kasper — Hauser — Syn­drom” auseinan­der­set­zen. Ich werde ver­suchen durch meine Art, mein Ver­hal­ten aber auch durch unsere gemein­samen Aktiv­itäten möglichst viel Ruhe, Aus­geglichenkeit und möglichst wenig Stress und Hek­tik in unser Leben zu brin­gen. Es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, Queen mehr Selb­stver­trauen und Selb­st­sicher­heit zu geben. All das wird in näch­ster Zeit unseren All­tag begleiten.

Nach­dem ich den ersten Schock über­wun­den hatte, scheint sich so langsam der Kreis zu schließen. Viele Sit­u­a­tio­nen erscheinen nun in einem anderem Licht, aber nun weiß ich wenig­stens, wie alles zusammenpasst.

Ich bin mir sicher, dass wir das zusam­men schaf­fen wer­den <3

wir
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Posted on: 21. Oktober 2015Sabrina

16 Gedanken zu „Das Kasper — Hauser — Syndrom — oder: wie sich der Kreis endlich schloss

  1. Hey ihr Zwei! 

    Sehr inter­es­san­ter Artikel. Wir haben noch nie von diesem Syn­drom gehört. Wir drücken euch Dau­men und Pfoten für das bevorste­hende. Wir glauben ganz fest daran, dass ihr das schaf­fen werdet! 

    Lieb­ste Grüße von uns!

    1. Vie­len Dank!
      Ich kan­nte das Syd­nrom nur von Men­schen, aber nicht bei Hun­den. Ich hab natür­lich schon eine ganze Menge im Inter­net gesucht, aber so wie es aussieht, scheint es auch nicht viel wirk­lich lesenswertes zu geben… Ich bin mir sicher, dass diese Entwick­lungsstörung öfter vorkommt als man zunächst denkt und bes­timmt ganz oft unerkannt bleibt…

  2. Liebe Sab­rina,

    ich bin froh, dass ihr nun zumin­d­est wisst, woran es liegt. Inter­es­san­ter­weise kan­nte ich das Kasper Hauser Syn­drom beim Hund über­haupt nicht und inner­halb von 2 Wochen höre ich jetzt von zwei Leuten, dass ihr Hund das Syn­drom hat! Eine gute Kundin von uns hat das bei ihrer Labrador-Mix Hündin auch. Sie haben allerd­ings nicht das Prob­lem mit dem Fressen gehabt, son­dern mit den „unbekan­nten“ Gegen­stän­den. So erzählte sie die Geschichte, dass sie sich auf einem Spazier­gang mit einer Bekan­nten traf, ihr Hund während der Unter­hal­tung in der Gegend herum­schaute, sich kurz ablegte. Als die Hündin dann wieder hochschaute, erschreckte sie sich total, weil da „plöt­zlich“ die Bekan­nte stand — die ja eigentlich schon die ganze Zeit da gewe­sen ist.

    Die bei­den haben eine Bioresonanz-Therapie ange­fan­gen, etwas, was ich mit Moe ja auch schon lange vor habe. Allerd­ings glaube ich daran ja nicht unbe­d­ingt, wie du ja weißt. Sie hat damit aber super Erfolge erzielt, ihre Hündin ist viel aus­geglich­ener. Vielle­icht ist das ja auch etwas für euch?

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Ich glaube eigentlich auch nicht an die Biores­o­nanz — Ther­a­pie, was aber auch damit zusam­men­hän­gen kann, dass ich zu wenig darüber weiß. Ich werde mich da auf jeden Fall schlau machen. vie­len Dank 🙂

  3. Ein sehr inten­siver und ehrlicher Beitrag der mir wirk­lich unter die Haut ging. Ich habe schon mal von dieser Art Krankheit gehört aber auch nur ent­fernt. Ich bin froh, dass ihr jetzt die Ursachen für Queens Ver­hal­ten kennt und gemein­sam daran arbeiten könnt. Natür­lich macht man sich im Nach­hinein vielle­icht den ein oder anderen Vor­wurf — hätte ich es nicht schon früher merken müssen, etc. Aber sind wir mal ehrlich, wir sind auch nur Men­schen und die Haupt­sache ist doch, dass du es über­haupt — Dank Anke — her­aus­ge­fun­den hast. Nur das zählt und umso mehr freut es mich zu lesen, dass ihr sogar schon erste Fortschritte machen kon­ntet. Ich bin ges­pannt, wie es weit­ergeht und drücke euch alle Dau­men der Welt, dass Queen bald wieder entspan­nter durch’s Leben tapsen kann.

    Lieb­ste Grüße

    1. Vie­len vie­len Dank für deinne lieben Worte. Nach­dem der erste Schock über­wun­den war, emp­fand ich eigentlich nur noch Erle­ichterung. Ich weiß nun, was los ist und kann mich da gezielt mit auseinan­der­set­zen. Anna hat mir ein Buch emp­fohlen, welches ich direkt bestellt hab. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden und werde weit­er­hin berichten…
      Lieb­ste Grüße

      1. Danke für deinen Artikel. Ich ver­suche zZt auch, unseren Hund besser zu ver­ste­hen und habe auch den Ver­dacht eines Kaspar-Hauser-Syndroms. Er war bevor er durchs Tier­heim zu uns kam bei Hal­tern, die ihn nie nach draußen ließen. Er war also nur im Haus. Wir ver­muten, dass er deshalb so Angst vor plöt­zlichen Bewe­gun­gen hat wie schnellen Rad­fahrern, Mofas, LKW..naja und Kindern…und Männern.
        Würdest du mir ver­raten, wie das Buch heißt, das dir emp­fohlen wurde? Vllt hilft uns das auch ein biss­chen weiter. Vie­len Dank vorab, Caro

        1. Das Buch heißt “Leben will gel­ernt sein” von Hage­mann / Laser.
          Das Buch ist empfehlenswert um den Hund ver­ste­hen zu können.
          Was uns geholfen hat, warum Übun­gen und Spiele die das Selb­st­be­wusst­sein steigern kön­nen. Wir haben zum Beispiel viel gez­ergelt und ich hab sie oft gewin­nen lassen. Zudem mus sie sich ihr ganzes Fut­ter erar­beiten. Das klingt jetzt erst­mal komisch ist aber super hil­fre­ich. Man ist so stets daran erin­nert, mit dem Hund Übun­gen zu machen, um ihn mit dem Fut­ter belohnen zu kön­nen. Selbst ein­fache Übun­gen wie “sitz” und “platz” steigern das Selb­st­be­wusst­sein und half Queen enorm viel.
          Mit kleinen Tricks habe ich zudem ihr Selb­st­be­wusst­sein weiter steigern können.
          Den Rest hat Püppi über­nom­men, denn seit­dem sie hier ist, hat Queen keine unsicheren Momente mehr gehabt.
          Ich hoffe ich kon­nte helfen. Anson­sten kannst du mich auch gern per Mail kon­tak­tieren und mir weit­ere Fra­gen stellen 🙂

  4. Wahnsin­nig inter­es­san­ter Artikel — davon haben wir vorher auch noch nie etwas gehört. Deinen Schilderun­gen nach sind wir aber sicher, dass ihr das gemein­sam erfol­gre­ich meis­tern wer­den! 😉 Liebe Grüße, Steffi & Henry

  5. Es ist toll zu hören, dass sie dir so sehr vertraut!
    Deine Geschichte hat mich mitgerissen.
    Adgi ist mit Bruder und Mut­ter 5 Monate aufgewach­sen und hat die ersten Wochen gar nicht gefressen-nur wenn eine Hand von uns im Napf war. Manch­mal hört er heute noch auf zu fressen. 

    Zu der Biores­o­nanz, ja es gibt Dinge, die erscheinen uns komisch. Ich habe an sowas auch nie geglaubt. ABER durch meine Aus­bil­dung habe ich eins gel­ernt: Es gibt mehr zwis­chen Him­mel und Erde als wir glauben und nur, weil wir etwas nicht fassen kön­nen, heißt es nicht, dass es nicht da ist. =)

    Euch alles Gute

    Anika

  6. huhu liebe sabrina,
    ich hab ein kleines tränchen in den augen. natür­lich habe ich für schä­fis ein beson­ders großes herz und solche geschichten wie die von queen, erschüt­tern mich immer stark. ich finde es großar­tig, dass du ihr fels in der bran­dung bist und dich so gut um sie küm­merst! irgend­wie war es euch bes­timmt, euch zu tre­f­fen und sie hätte es wohl nicht besser tre­f­fen können.
    ich hoffe, ihr kriegt ihre krankheit in den griff. wenn ihr mal irgend­was üben müsst o.ä., ste­hen wir euch gern zur ver­fü­gung. ihr wohnt ja nicht weit weg. 🙂
    liebe grüße, kathy

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