Das Training mit einem Welpen

Mir ist es sehr wichtig, dass meine Hunde gut erzo­gen sind. Für mich ist das eine absolute Selb­stver­ständlichkeit. Das klingt jet­zt strenger als es ist, denn eigentlich ist eine gute Erziehung lediglich der Schlüs­sel für ein Max­i­mum an Frei­heit, die ich meinem Hund dann gewähren kann. Ignori­ert der Hund mein Rufen, kann ich ihn nicht von der Leine lassen. Ben­immt er sich Artgenossen gegenüber wie ein Rüpel, kann er nicht mit ihnen spie­len. Zieht er an der Leine und bellt vieles an, kann ich ihn nicht über­all hin mit­nehmen. Queens Erziehung lief eigentlich von selb­st. Sobald sie ver­stand, was ich von ihr wollte, hielt sie sich an die Sig­nale. Bei Püp­pi hat­te ich bere­its am ersten Tag das Gefühl, bei ihr wird das kein Kinder­spiel 😀 Bere­its in der ersten Woche begann bei uns das “Train­ing”. Dabei ist mir zunächst beson­ders wichtig, dass sie auf ihren Namen reagiert. Ich möchte sie auf Feldern und Wiesen auch schon ohne Leine mit Queen ren­nen lassen, daher soll sie so schnell wie möglich abruf­bar sein. Zudem üben wir bere­its die Grund­kom­man­dos “sitz”, “platz” und “bleib”. Doch unter welchen Bedin­gun­gen ler­nen Welpen eigentlich am Besten? Und gibt es vielle­icht Unter­schiede zu der Arbeit mit einem erwach­se­nen Hund? Zunächst ein­mal ist jedem Hun­de­hal­ter klar, dass Welpen sich nicht lange konzen­tri­eren kön­nen. Ich merke das bei Püp­pi immer wieder. Selb­st ein Grashalm kann aus­re­ichen, um sie kom­plett aus dem Konzept zu brin­gen. Zu Anfang reichen also zwei bis drei Minuten völ­lig aus. Die Train­in­sphasen kön­nen dann nach und nach aus­gedehnt wer­den, wobei man davon aus­ge­ht, dass ein 4 Monate alter Hund in der Lage sein wird sich 10 Minuten konzen­tri­eren zu kön­nen. Ein Tag kann also zum Beispiel so ausse­hen, dass man mor­gens für wenige Minuten übt. Anschließend eine kurze Pause macht, in der der Welpe spie­len und sich frei bewe­gen darf. Danach kann die kurze Ein­heit wieder­holt wer­den. Am Nach­mit­tag sollte eine solche Train­ingein­heit wie am Mor­gen wieder­holt wer­den. Am Fol­ge­tag wird nicht gel­ernt. Das bedeutet natür­lich nicht, dass der Welpe gar nichts zu tun haben soll. Man kann spazieren gehen oder bere­its Verin­ner­licht­es wieder­holen. Genau wie bei erwach­se­nen Hun­den, die etwas Neues erler­nen, braucht auch der Welpe zunächst eine ablenkungs­freie Umge­bung. Der Wohnz­im­mertep­pich ist hier sich­er ein guter Start. Alle Spielzeuge aus dem Weg und es kann los­ge­hen. Als zweit­en Schritt eignet sich der eigene Garten oder eine freiliegende Wiese. Nach und nach kann die Ablenkung gesteigert wer­den. Was der Welpe als Ablenkung empfind­et ist oft sehr unter­schiedlich und muss indi­vidu­ell bes­timmt wer­den. Das Train­ing sollte immer so leicht bzw. schwierig sein, dass der Welpe nicht über­fordert ist. Über­forderung merkt man in erster Lin­ie daran, dass der Hund Fehler macht. In diesem Fall sollte man am besten einen Train­ingss­chritt zurück­ge­hen, damit der Hund auch Erfolg hat. Es dauert wirk­lich lange, bis ein Welpe eine Übung tat­säch­lich ver­standen und verin­ner­licht hat. Forsch­er gehen davon aus, dass ein Ver­hal­ten mehrere hun­dert Mal wieder­holt und belohnt wer­den muss, bevor man davon sprechen kann, dass ein Hund weiß, was man von ihm möchte. Irgend­wie ist es lustig, wenn man bedenkt, dass so ein Welpe erst mal gar nichts kann. Aus lauter Gewohn­heit hab ich schon mehrfach “Platz” oder “Bleib” zu ihr gesagt 😀 Püp­pi wird heute 13 Wochen alt. Sie reagiert schon super auf ihren Namen. Das liegt aber auch daran, dass die Züch­terin sie bere­its so ange­sprochen hat, seit sie wusste, wie die kleine Maus heißen soll. Von zehn Mal rufen, kommt sie zwis­chen 8 und 9 mal direkt. Das kön­nte natür­lich auch daran liegen, dass sie richtig aus­giebig belohnt wird, wenn sie abruf­bar ist. “Sitz” klappt super, bei “Platz” muss ich mach­naml noch Hil­festel­lung geben. “Blieb” üben wir fleißig, klappt aber noch nicht zuver­läs­sig 🙂 Püp­pi hat auf jeden Fall richtig viel Spaß bei den Übun­gen. Sie bekommt immer tolle Leck­erlis oder wir spie­len aus­giebig als Beloh­nung 🙂 Welche Erfahrun­gen habt ihr im Train­ing mit einem Welpen gemacht? Auf welche Kom­man­dos habt ihr beson­deren Wert gelegt? (Vis­it­ed 1 times, 1 vis­its today)Ähn­liche Artikel Dog­Dance — vom ersten Trick zur Chore­o­gra­phieKör­bchenge­flüster — der Men­sch hin­ter dem Blog —…Kör­bchenge­flüster — der Men­sch hin­ter dem Blog —…Wo hört Tier­schutz auf und fängt Hun­de­han­del an?Daten­schutzerk­lärungNicht noch ein Cesar Mil­lan — BeitragDer schön­ste Lieb­ster­awardKör­bchenge­flüster — der Men­sch hin­ter dem Blog:…