Allgemein, Persönliches

Der Alltag mit drei Hunden

Die ersten Wochen zu fünft liegen hin­ter uns. Wir haben uns ein­gerichtet, ein­gelebt und kom­men so langsam zur Ruhe. Der All­tag ist eingekehrt und es ist Zeit zu berichten, wie sich das Leben mit drei Hun­den verän­dert hat.

Der Sprung von zwei auf drei Hunde ist nicht so extrem ist wie der Sprung von einem Hund auf zwei. Als Püppi zu uns kam, war der Unter­schied defin­i­tiv größer, doch natür­lich ist es etwas ganz anderes, ob nun zwei oder drei Hunde im Haus leben.

Wenn ich gle­ich von unserem All­tag berichte, darf man dabei nicht vergessen, dass uns einige Umstände in die Karten gespielt haben. Die drei kan­nten sich bere­its und haben sich immer gut ver­standen. Alle drei sind gut erzo­gen, kön­nen ver­lässlich ohne Leine laufen und bleiben ohne Prob­leme alleine. Das ist schon ein­mal die halbe Miete. Sam musste sein Reich plöt­zlich mit zwei Mädels teilen, was Gott sei Dank für ihn über­haupt kein Prob­lem für ihn gewe­sen ist. Wir sind wirk­lich froh, dass das alles so gut geklappt hat.

Vor Kurzem habe ich auf Insta­gram gefragt, ob es irgendwelche The­men gibt, die ich in diesem Artikel ansprechen soll und die euch inter­essieren wür­den. Diese habe ich natür­lich aufge­grif­fen und werde da nun etwas genauer drauf eingehen.

Unser Tagesablauf

Es brauchte einige Tage bis die drei sich aneinan­der gewöhnt hat­ten. Sam und Püppi haben in den ersten Tagen viel miteinan­der gespielt. Mit­tler­weile sind alle zur Ruhe gekom­men und der All­tag ist eingekehrt. Wir gehen drei mal am Tag spazieren und ein­mal täglich im Garten suchen, apportieren und spie­len. Wenn Her­rchen nach Hause kommt, ist kurz Trubel ange­sagt, aber anson­sten ist es hier ruhig tagsüber und jeder liegt mal und mal dort. In den Abend­stun­den beschäfti­gen sich Püppi und Sam manch­mal miteinan­der und Queen fordert bei Her­rchen ihre Stre­ichelein­heiten ein. Alles sehr entspannt und ohne Stress.

Sam war früher meist einen hal­ben Tag alleine, sodass er sich erst daran gewöh­nen musste, dass fast immer jemand Zuhause ist. Noch läuft er mir viel hin­ter­her und Püppi schließt sich ihm oft an. Im Arbeit­sz­im­mer haben wir für die drei Kör­bchen und Kissen hin­gelegt, sodass sie tagsüber bei mir liegen kön­nen. Das nutzen Queen und Püppi gern. Sam liegt auch oft bei uns, ist aber auch an eini­gen Tagen im Wohnz­im­mer zu finden. Je nach­dem ob die große Kuscheldecke auf dem Sofa liegt oder nicht 🙂

Die Spaziergänge

Mit drei Hun­den spazieren zu gehen erfordert deut­liche Regeln und klare Struk­turen. Obwohl alle für sich genom­men leinen­führig sind, ist es etwas völ­lig anderes, plöt­zlich drei Leinen in den Hän­den zu hal­ten. Queen und Püppi kan­nten es schon, dass sie an der Leine rel­a­tiv kurz gehal­ten wer­den und neben mir laufen sollen. Es sind nur wenige Schritte, bis sie ohne Leine laufen kön­nen, daher bin ich dies­bezüglich tat­säch­lich etwas pin­gelig. Ich möchte auch nicht, dass an der Leine markiert wird oder dass einer plöt­zlich nach links oder rechts zieht und Chaos entsteht. Für Sam ist es neu, dass er angeleint auf seinem Platz laufen soll, aber diese Umstel­lung ist ein­fach notwendig, wenn man drei Hunde an der Leine führt und auch kein Prob­lem, da sie nach gefühlten 50 Metern ohne Leine loszis­chen und von mir aus wild markieren können 🙂

Grenzen im Haus

Bei einem Hund kann man schon ein­mal ein Auge zudrücken und in manchen Sit­u­a­tio­nen sicher auch bei zwei Hun­den. Drei Fell­nasen im Haus erfordern klare Regeln und deut­lich mehr Gren­zen als wir es gewohnt gewe­sen sind. So haben wir zum Beispiel das Schlafz­im­mer zur kom­plet­ten Tabu­zone erk­lärt. Alle Hunde schlafen zusam­men im Wohnz­im­mer in ihren Kör­bchen und auf dem Sofa. Drei Hunde im Bett kön­nen wir uns nicht vorstellen und ich muss zugeben, dass ich deut­lich besser schlafe, seit Püppi nicht mehr mein Kopfkissen zu ihrem Schlaf­platz erk­lären kann. Während wir essen schicken wir die drei aus der Küche. Sonst würde alle drei erwartungsvoll neben dem Tisch ste­hen und das wollen wir vermeiden.

Die Fütterung

Alle drei wer­den gemein­sam in der Küche gefüt­tert. Queen braucht immer etwas länger, da sie eher langsam frisst. Daher bekommt sie ihr Fut­ter als erste. Püppi und Sam warten daneben auf ihre Näpfe. Ich habe die Näpfe immer mit etwas Abstand zueinan­der auf den Boden gestellt und bin dazwis­chen gegan­gen, wenn der eine an den Napf des anderen wollte. Schon nach kurzer Zeit wussten die drei genau, wem welcher Napf gehört. Sam ist meis­tens als erster fer­tig und schaut aus etwas Ent­fer­nung ob bei den Mädels etwas im Napf übrig bleibt. An den Napf des anderen geht keiner mehr. Queen und Püppi fressen ihr Fut­ter nun direkt und kom­plett auf. Ich wusste gar nicht, wie entspannt es sein kann, wenn die Hunde prob­lem­los fressen 🙂

Sind drei Hunde zu empfehlen?

Dass es nun drei Hunde sind, war so nicht geplant. In unserer Kon­stel­la­tion ist es jedoch gut so wie es ist. Sam und Püppi sind dicke Fre­unde und spie­len viel zusam­men. Queen ist froh, dass Püppi beschäftigt ist und ist wieder mehr bei  mir. Mit ein paar Regeln und Gren­zen sind die drei gut in den Griff zu bekommen.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass drei Hunde wirk­lich viel Zeit brauchen und in unserem Fall wäre es nicht möglich, wenn ich nicht von Zuhause aus arbeiten würde. Wie man voll beruf­stätig drei Hun­den gerecht wer­den soll, finde ich ehrlich gesagt fraglich. Ich halte aber ohne­hin nichts davon, einen Hund mehr als 6 Stun­den täglich alleine zu lassen. Von daher ist meine Ein­stel­lung hier­bei völ­lig unab­hängig von der Anzahl der Hunde. Wenn die Hunde eine Fremd­be­treu­ung haben, ist das noch ein­mal etwas anderes, aber das Thema würde hier den Rah­men sprengen.

Mehrhun­de­hal­tung muss gut über­legt sein. Es hat sehr viele Vorteile. Bewusst wird mir das immer wieder, wenn wir zum Beispiel die Hunde Zuhause lassen. Man kann mit einem deut­lich besseren Gefühl die Tür hin­ter sich schließen, wenn man weiß, dass der Hund nicht kom­plett alleine ist. Es gibt aber auch einige Ein­schränkun­gen, die eine Mehrhun­de­hal­tung mit sich brin­gen. So denken wir zum Beispiel darüber nach, uns einen Bulli zu kaufen 🙂

Man sollte sich also gut über­legen, ob ein zweiter oder drit­ter Hund in das Leben passt. Doch wenn es wie in unserem Fall zu einem “Patch­work — Rudel” kommt, dann ist auch diese Sit­u­a­tion mit viel Zeit, einer großen Por­tion Liebe, einer Prise Geduld und ein paar Regeln dur­chaus in den Griff zu kriegen.

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One Commnet on “Der Alltag mit drei Hunden

  1. Das Leben mit drei Hun­den 😊 ich kann deine Worte nur bestäti­gen, auch wenn sich unser Rudel ja nicht Patch­work­mäßig zusam­men gesetzt hat.. Zwei Hunde und der. Pubertät plus eine 5 jährige Aussiehündin, die regelmäßig sehr albern ist und wohl nie ganz erwach­sen wird sind manch­mal schon eine Haus­num­mer, aber in der meis­ten Zeit sehr unter­halt­sam. Bei uns spielt Fellpflege und Haushalt eine große Rolle mit drei Hun­den, was natür­lich an Cola­nis Fell liegt.. Da sind deine ja eher die pflegele­ichtere Sorte abge­se­hen von den Haaren, die ihr ver­mut­lich ebenso herum­liegen habt.. Wir wollen uns wohl auch ein großes Auto anschaf­fen.. Ver­mut­lich einen Caddy Maxi 😊
    Schön dass es euch so gut zusam­men geht!
    Viele liebe Grüße
    Lizzy und die Hütehundmädchen

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