Der letzte Tag des Jahres — unser ganz persönlicher Jahresrückblick

Der letzte Tag des Jahres — unser ganz persönlicher Jahresrückblick

Heute ist der let­zte Tag des Jahres 2015.

Daher möchte ich diesen Beitrag nutzen, um auf das Jahr zurückzublicken.

Für mich per­sön­lich war das Jahr 2015 das wohl bedeuten­ste Jahr in meinem Leben. Ich kon­nte maßge­bliche Grund­steine für meine Zukunft legen und wenn ich nun zurück­blicke, dann komme ich nicht umher zu schmun­zlen. Ich erin­nere mich noch sehr gut an das Gefühlschaos bezüglich meiner beru­flichen Lauf­bahn, die ich in diesem Jahr durch­lebt habe.

Im Dezem­ber 2014 schrieb ich die schriftlichen Prü­fun­gen für das zweite Staat­sex­a­men. Ganze drei Monate musste ich auf die Ergeb­nisse warten. Ich erin­nere mich noch gut an die Zeit. Von Para­graphen und Akten hatte ich erst ein­mal genug. Ich nutze die Zeit und baute meinen kleinen Online — Shop auf. Auf ein­mal war der Gedanke da: Ist die Juris­terei wirk­lich das Richtige für mich? Werde ich hier­mit glück­lich? Dabei sind doch Hunde mein Leben und warum sollte ich nicht ein­fach das machen, worauf ich Lust habe?

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Die drei Monate waren geprägt von einem absoluten Gefühlschaos. Von Gedanken wie “wenn ich durchge­fallen bin, schmeiß ich alles hin” bis hin zu “ich wäre gerne Staat­san­wältin” war wirk­lich alles dabei.

Dann kamen die Ergeb­nisse. Ich erin­nere mich noch sehr gut an den Tag — oder besser gesagt: an die Nacht. Denn die Ergeb­nisse wur­den im Inter­net veröf­fentlicht. Eine Liste, auf denen die Kennz­if­fern der­jeni­gen ste­hen, die nicht bestanden haben. Ein Zeit­fen­ster von unge­fähr zwei Tagen kam zur Veröf­fentlichung in Betra­cht. Mit­ten in der Nacht wurde ich wach. Es war 4.13 Uhr (ich werde diesen Zeit­punkt nie vergessen) und ich dachte mir “wenn du schon wach bist, dann aktu­al­isiere doch eben die Seite vom Prü­fungsamt”. Plöt­zlich war dort eine Liste — eine sehr lange Liste, die mir einen riesen Schrecken ein­jagte. Ich weiß meine Kennz­if­fer noch heute und ich weiß noch genau, wie ich immer und immer wieder die Liste durchging und meine Num­mer suchte. Gott sei Dank stand sie nicht dabei — ich hatte also bestanden.

Und nun? Ich wusste doch gar nicht, ob ich als Juristin arbeiten wollte? Und wenn doch, was sollte ich über­haupt machen? Zur Staat­san­waltschaft, in die Ver­wal­tung oder doch die Kanzlei?

Schnell packte mich die Ver­nunft und ich fasste den Entschluss, mich gewis­senhaft auf meine mündliche Prü­fung vorzu­bere­iten. Im Som­mer war es dann soweit und ich machte mich auf den Weg zum Jus­tizmin­is­terium nach Düs­sel­dorf. Ehrlich gesagt stand ich bis kurz vor der Prü­fung am Ober­lan­des­gericht, weil ich fälschlicher­weise dachte, dass dort die Prü­fung stat­tfinden würde. Aber das würde nun den Rah­men sprengen 🙂

Her­zlichen Glück­wun­sch, Frau Kol­le­gin” sagte mein Prüfer nach ganzen sieben Stun­den Prüfungszeit.

Heute bin ich mir sicher, den Grund für meine Unsicher­heit zu ken­nen. Ich hatte ein­fach Angst, die Prü­fung nicht zu schaf­fen. Angst, durchz­u­fallen und dann mit leeren Hän­den dazustehen.

Heute bin ich froh, die Zähne zusam­menge­bis­sen zu haben.

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Am 4. Dezem­ber wurde ich von der Recht­san­walt­skam­mer in Hamm verei­digt und darf mich nun offiziell Recht­san­wältin nen­nen. Voraus­sichtlich am 18. Jan­uar werde ich das erste Mal mor­gens in mein Kostüm schlüpfen, meine Akten­tasche nehmen und in die Kan­lzei fahren. In meine Kan­zlei 🙂 Denn ich werde den Schritt wagen und mich selb­st­ständig machen. Ich freue mich wahnsin­nig auf die Zeit und ich habe ein richtig gutes Gefühl dabei. Ganz alleine bin ich nicht, denn Queen wird mich selb­stver­ständlich begleiten 🙂

2015 wäre für mich nicht ein so bedeu­ten­des Jahr gewor­den, wenn nicht auch dieeser Blog hier ent­standen wäre. Im Juli erschien unser erster Beitrag auf dietut­nichts. Ich liebe diesen Blog und ich liebe den Kon­takt zu so vie­len tollen Men­schen, die ich auf diesem Weg ken­nen­ler­nen durfte. Ich freu mich schon auf viele weit­ere Beiträge und auf die gemein­same Zeit mit euch!

Und was war bei Queen so los?

Na das soll sie mal selbst erzählen…

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Das wurde aber auch mal Zeit. Ich hoffe, das Frauli hat euch nicht allzu sehr gelangweilt. 

Auch ich wollte kurz auf das fast ver­gan­gene Jahr zurück­blicken, denn die Zeit war ein­fach nur super. Frauli hatte viel Zeit für mich und wir haben ziem­lich coole Aus­flüge gemacht. Wir waren in ver­schiede­nen Zoos und Tier­parks, haben neue Gegen­den erkun­det und waren wandern. 

Einige Male musste ich in diesem Jahr zum Tier­arzt. Neben der hal­b­jähri­gen Kon­trolle der Gelenke hab ich Frauli das ein oder andere Mal einen kleinen Schrecken einge­jagd. Von einer Scherbe im Fuß, über eine Enzün­dung im Ohr bis hin zu dem Ver­dacht eines Fremd­kör­pers hin­term Augen­lid war alles dabei. 

Auch in diesem Jahr bin ich von tollen vier­beini­gen Fre­un­den begleitet wor­den. Jerry, Wotan und Izzy tre­ffe ich immer gern. Zusät­zlich habe ich eine neue Schäfi — Fre­undin namens Aida gefun­den, worüber ich mich sehr freue. 

Wir vermissen Pamuk ...
Wir ver­mis­sen Pamuk …

 

Immer im Gedächt­nis bleiben wird mir die tolle Zeit bei Moe und Nicole. Ich liebe den Strand und das Meer und noch heute raste ich total aus, sobald ich Sand unter den Pfoten spüre 🙂 

Im Novem­ber sind wir umge­zo­gen. Manch­mal ver­misse ich den Garten, aber wir sind ja ganz oft in der alten Heimat, sodass ich meine vier­beini­gen Fre­unde tre­f­fen kann. Außer­dem geht Frauli hier öfter mit mir raus, sodass ich nun vier mal am Tag um die Häuser ziehen kann. Hier gibt es tolle Wälder und super Schnüf­fel­strecken. Ich habe mich gut eingelebt.

Frauli hat endlich ver­standen, dass ich dieses gesunde rohe Zeug ein­fach nicht mag. Endlich bekomm ich jetzt das Fut­ter, was ich auch mag. Daher musste Frauli sich let­zte Woche von unserer Ärztin sagen lassen, dass ich “etwas wenig Taille” hätte 🙂 Aber das ist doch nur mein Weihnachtsspeck 😀

Das war unser Jahr 2015. Wir hat­ten eine tolle Zeit und wer­den alles dafür tun, dass es im neuen Jahr genauso weit­erge­hen wird. Mor­gen erzählen wir euch von unseren Vorsätzen und berichten, was uns im neuen Jahr erwarten wird.

Wir wün­schen euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir drücken allen Vier­bein­ern die Dau­men, dass ihr entspannt und angst­frei durch die Nacht kommt. Lasst es euch gut gehen!

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Posted on: 31. Dezember 2015Sabrina

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