Der neue BARF — Rechner — endlich genaue Zahlen

Der neue BARF — Rechner — endlich genaue Zahlen

Der Trend geht immer mehr zum Bar­fen. Zu Recht wie ich finde, denn Hunde die gebarft wer­den leben gesün­der, fit­ter und vor allem länger als Hunde, die mit indus­triellem Fut­ter gefüt­tert werden.

Auch Queen und Püppi wer­den frisch gefüt­tert. Ja, ihr lest richtig. Auch Püppi. Nach­dem auch Queen immer zurück­hal­tender wurde, habe ich den Fleis­chliefer­an­ten gewech­selt und siehe da, nun frisst auch Püppi frisch. Zwar klappt es erst seit Kurzem, doch ich bin sehr happy darüber und hoffe, dass es nun so bleibt *dreimalaufHolzklopf*

Alle Bar­fer ken­nen die Aufteilung zwis­chen Muskelfleisch, Pansen und Inneren. Wieviel Obst und Gemüse ins Fut­ter soll wis­sen wir auch und die Zahlen 2 bis 4 % sind uns eben­falls ein Begriff.

Doch sind wir mal ehrlich: Nicht jeder Hund ist gle­ich. Der eine frisst mehr und ist immer noch schlank. Der andere benötigt weniger und hat vielle­icht den­noch ein paar Gramm zu viel auf den Rip­pen. Der eine fastet an einem Wochen­tag und der näch­ste verträgt keine Knochen.

Eine Standartformel für alle Hunde? Klingt das nur für mich komisch?

Die großar­tige Ernährungs­ber­a­terin Nadine von Barf Check ist genau diesem Prob­lem auf den Grund gegan­gen und hat nun einen neuen Bar­frech­ner entwickelt.

Der neue Bar­frech­ner steht online zur Ver­fü­gung, ist also ohne Down­load oder ähn­lichem nutzbar. Hier­bei wird nicht nur das Gewicht des Hun­des, son­dern son­dern unter anderem auch dessen Aktiv­ität und dessen Hor­mon­sta­tus berück­sichtigt. Für eine unbe­gren­zte Anzahl von Hun­den kann so wesentlich genauer und für jeden Hund per­sön­lich zugeschnit­ten ein Wochen­plan berech­net wer­den. Auch der Fettge­halt findet Berücksichtigung.

Was mir besonders gefällt

Bei der Pla­nung der Wochen­ra­tio­nen fließen viele weit­ere Aspekte mit ein. Ohne Berück­sich­ti­gung dieser müsste man einiges selbst nach­schla­gen und zum Beispiel im Falle eines Fas­tent­ages die Tages­ra­tio­nen neu aufteilen müssen.

All diese Aspekte wer­den in dem neuen Barf — Rech­ner berücksichtigt:

  • Fleis­chfreier Tag ja / nein
  • Fas­tentag ja / nein
  • Getreide ja / nein
  • Milch­pro­dukte ja / nein
  • Knochen ja / nein – mit Wahl der Art der Knochen
  • 30 ver­schiedene Sup­ple­mente als Alter­na­tiven zur Knochenfütterung
  • Öl ja / nein
  • Vit­a­min E ja / nein
  • Seeal­gen ja / nein – mit indi­vidu­ellem Jodge­halt der Algen
  • Leber­tran ja / nein
  • Eier ja /nein
  • 1 oder 2 Mahlzeiten pro Tag

 

Cool, oder? Und man braucht noch nicht mal auf die Zusendung eines Daten­trägers warten, son­dern braucht nichts weiter als einen funk­tions­fähi­gen Internetzugang.

Na dann nichts wie los.

Zu dem Barf –Rech­ner gelangt ihr hier.

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Posted on: 31. Oktober 2017Sabrina

8 Gedanken zu „Der neue BARF — Rechner — endlich genaue Zahlen

  1. Ich bin mir nicht sicher, ob so etwas nicht über­trieben ist. Ich rechne ja meine Nahrung auch nicht so genau aus. Ich gebe Leber, Niere, Muskelfleisch, Leinöl, Kür­biskernöl, Fis­chöl, Lach­söl, Anibio Barf Com­plete, Knochen (nie vom Bein), Herz, Blut oder Blut­pul­ver, Kokosöl, Gemüse. Ich denke, wenn alles in einer Woche im Fut­ter enthal­ten ist, sind die Hunde gut ernährt, oder nicht?

    1. Ehrlich gesagt denke ich das nicht. Barf ist nicht gle­ich barf. Ich nehme das sehr genau, weil ich schon zu oft gese­hen habe zu was die “pi mal Dau­men — Berech­nung” führen kann. Nieren­schä­den und Leber­prob­leme waren dabei nicht sel­ten und oft wer­den sie erst zu spät ent­deckt. “Wird schon passen” oder “immer­hin besser als TroFu” ist kein Bar­fen. Ich berechne das ganz genau und bere­ite täglich die Mahlzeiten zu. Nur weil man Fleisch und Gemüse in den Napf legt, sind die Hunde noch lange nciht gut ernährt. Ich würde es an deiner Stelle genau aus­rech­nen, damit du auf der sicheren Seite bist.

      1. Hin­ter barf steckt ja die Idee den hund wie den Wolf zu ernähren. Da rech­net ja auch keiner. Natür­lich ist die natür­liche Beute anders, da die Protein-Fett-Relation in wild anders ist als in unseren Zuchtschlacht­tieren. Ein Wolf ist im Übri­gen den Magen­in­halt nur, wenn er sonst nichts hat und sein grünzeug machen vielle­icht 5% der Ernährung aus und besteht aus Wurzeln, Gräsern und Beeren. Getreide, Reis oder Kartof­feln gehören gar nicht in die Ernährung. Daher finde ich die barf Verteilung mit 70/30 eh frag­würdig. Ver­schiedene Pflanzenöle beschle­u­ni­gen auch noch Entzün­dung­sprozesse und gehören deshalb auch nicht ins Futter.
        Was haben denn die Hunde mit den nieren­schä­den zu essen bekommen?

        1. Naja die Formel ist ja auf­grund der “Zusam­menset­zung” eines Beutetiers ent­standen, hat also dur­chaus Sinn.
          Ich bin keine Ernährungs­ber­a­terin. Ich kann dir aber das Buch von Nadine3 Wolf “Das große Barf — Buch” ans Herz legen. Das ist wirk­lich toll.
          Mein TIer­arzt zum Beispiel sagt “Barf ist super. Dann aber kon­se­quent richtig, anson­sten ist selbst das Aldi Fut­ter gesün­der für den HUnd.” Ich denke, da ist sicher etwas dran…

  2. Naja, Tierärzte haben ja nicht wirk­lich viel im Studium mit Ernährung zu tun. Die Formel für Barf ist ent­standen, als man dachte, der Wolf würde als erstes den Magen­in­halt des Beutetieres ver­schlin­gen. Man ver­sucht eben diesen Inhalt nach zu armen, indem man Gemüse püri­ert. Das ist natür­lich quatsch, denn all die Magen­säuren, Enzyme und Co. bekommt man dadurch auch nicht in das Gemüse. Abge­se­hen davon, weiß man durch Unter­suchung des Exkre­mente von Wölfen, dass der pflan­zliche Anteil der Nahrung weitaus geringer ist (5–7%) als angenom­men. Außer­dem hat man beobachtet, dass Wölfe den Magen­in­halt, meist den kom­plet­ten Magen zurück lassen. Sie fressen ihn nur, wenn Nahrungs­man­gel besteht, also aus der Not her­aus. Dann kommt auch noch hinzu, dass die Beute eines Wolfes aus Wild besteht und, dass der Fettge­halt da unge­fähr der Hälfte des Pro­teins entspricht. Bei unseren Zucht­tieren (Rindern und co.) ist das Ver­hält­nis kom­plett ver­tauscht, welches auch wieder alles durcheinan­der bringt. Das alte BARF-Konzept mit 70/30 und Unmen­gen von Pansen und Blät­ter­ma­gen (welches ja noch dazu pflan­zlich ist), ist also nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Daher kann ein solcher Rech­ner, der auf dem alten Konzept beruht, der aktuellen Forschung meiner Mei­n­ung nach nicht mehr gerecht wer­den. Ich denke, worin wir uns aber einig sind, ist, dass man einen Hund tat­säch­lich noch wie einen Wolf ernähren muss, da der Ver­dau­ungstrakt zu 100% mit dem eines Wolfes übere­in­stimmt und das kom­plette Genom zu 98%. Selbst wenn einige Hunde (lange nicht alle!!!) Stärke spal­ten kön­nen, ist sie noch lange nicht nötig (ähn­lich wie beim Men­schen mit Zucker) und kann sogar schädlich sein (Getreide, Kartof­feln, Reis).

  3. Bei BARF baut man ein Beutetier nach und das folgt einem gewis­sen Auf­bau. Nicht jeder Men­sch setzt die Nahrung intu­itiv so zusam­men, dass der Auf­bau kor­rekt ist. Ich wette, dass die meis­ten Tier­hal­ter nicht ein­mal wis­sen, wie viel Knochen ein Kan­inchen in Rela­tion zu seiner Kör­per­masse hat. Der Rech­ner macht nichts Anderes, als zu berech­nen, wie ein Beutetier aufge­baut ist. Das kann man nicht nach Gefühl machen. Entweder, man füt­tert ganze Beutetiere (wie der Wolf sie fressen würde) oder man baut sie nach. Für let­zteres muss man die Ration schon “berech­nen”. Und eini­gen Leuten fällt das eben schwer oder sie haben keine Lust auf Prozen­trech­nung. Der Rech­ner macht das automa­tisch mit ein paar Klicks.

    Die Standard-Aufteilung bei BARF ist übri­gens nicht 70/30, son­dern 80/20. Und natür­lich wer­den im Kot von Wölfen nur geringe Pflanzenan­teile gefun­den. Swanie Simon ist zu keinem Zeit­punkt davon aus­ge­gan­gen, dass Wölfe den Magen­in­halt mit­fressen als sie die “Formel für BARF” entwick­elt hat. Das ist ja nun schon ewig bekannt.
    Man darf bei der gesamten “wie viel Pflanzen­ma­te­r­ial steckt in der Losung von Wölfen” Debatte nicht vergessen, dass Kot nicht den gle­ichen Wasserge­halt hat wie Obst oder Gemüse, son­dern weniger (im Dick­darm wird dem Chy­mus das Wasser ent­zo­gen). In Obst und Gemüse sind ca. 1,5–2 % Rohfaser enthal­ten, ein biss­chen Pro­tein, ganz wenig Fett und Min­er­al­stoffe und ein paar Kohlen­hy­drate. Der Haupt­teil ist Wasser. Ein 30 kg Hund, der am Tag 120 g Grünzeugs frisst, nimmt damit ca. 2 g Rohfaser auf. Der Kot des Hun­des besteht dann also inner­halb von 24 h zu einem sehr gerin­gen Prozentsatz aus Pflanzen­ma­te­r­ial, denn nur die Rohfaser ist let­z­tendlich im Kot übrig. Das ist bei Wölfen nicht anders. Sie müssen also mehr als 5 % Grünzeug fressen, um let­z­tendlich 5 % Grünzeug im Kot nach­weisen zu können. 

    Pansen und Blät­ter­ma­gen weisen einen Rohfaser­an­teil von etwa 1,1 % auf. Das ergibt sich aus den weni­gen pflan­zlichen Fut­ter­resten, die nach dem Auss­chüt­teln noch enthal­ten sind. Pansen und Blät­ter­ma­gen gehören zur natür­lichen Ernährung von Wölfen, da diese nicht nur Wild­schweine, Fasane und Hasen fressen, son­dern vor allem auch Wiederkäuer wie Damwild, Büf­fel, Elche etc. Ein Wiederkäuer hat nun ein­mal immer vier Mägen und der Wolf frisst sie mit, wenn auch aus­geschüt­telt. Der Inhalt wird nicht mit­ge­fressen, die Mägen aber sehr wohl. Das ist auch gut erforscht. Der Anteil ist bei BARF auch nicht viel zu hoch, denn damit wird auch der Teil der Nahrung nachgeahmt, die in Form von Gedär­men im Wolf lan­det und die man nicht mitfüttert. 

    Der Fettge­halt von Wildtieren entspricht im Jahres­durch­schnitt (hier muss man mehrere Stu­dien anschauen, nicht nur welche, die Ende des Win­ters durchge­führt wur­den) jener der Empfehlun­gen bei BARF. Hier wird davon aus­ge­gan­gen, dass z. B. Hirsche im Jahress­chnitt einen Fet­tan­teil von 10 % haben (15 % Ende des Som­mers, 5 % Ende des Win­ters). Das entspricht der Empfehlung bei BARF, indem man beim Muskelfleisch auf entsprechende Fettge­halte achtet. Auch das kann der Rech­ner ermit­teln, wenn man zu mageres Fleisch ein­setzt, ist das auch notwendig.

    Wer emp­fiehlt denn außer­dem Pflanzenöle bei BARF? Davon wird in der Regel abger­aten. Man setzt dort Fis­chöle ein oder füt­tert gle­ich Fleisch aus art­gerechter Haltung.

    1. Hallo Nadine,
      ich gehe davon aus, dass dieser Wasser­an­teil in Beeren und Wurzeln mit bedacht wur­den. Alles andere macht ja keinen Sinn. Bei kleinen Beutetieren frisst der Wolf natür­lich den Magen auch mit, aber ein Wolf ist ja auch sehr viel Damwild und da frisst der Wolf den Magen­in­halt eben nicht, wie du ja auch schreibst.
      Ich finde so einen Rech­ner an sich ja auch toll, nur habe ich ein Prob­lem mit der Zusam­menset­zung der Ernährung in dem Rech­n­er­sys­tem und ich würde es besser finden, ihn ein­mal zu kaufen, anstatt in zu abon­nieren. Mir ist die Aufteilung 80/20 eben­falls bekannt, doch in den Köpfen schwirrt noch sehr viel 70/30. Aber selbst 20% Gemüse müsste zu viel sein, wenn man sich an der Ernährung des Wolfes ori­en­tiert. Das “Gemüse” des Wolfes besteht ja aus Beeren, Gräsern und Wurzeln und die machen m.E. nun mal nicht 20% ihrer Ernährung aus. (https://thewholedog.com/dogs-are-carnivores/)

      Zu dem Innereien­an­teil: Mir kom­men 15% sehr viel vor. BEsteht ein Beutetier nicht zu 10% aus Leber, Niere, Milz? Also 5% Leber, 2,5% Niere und 2,5% Milz?

      Zu dem Fett-/Proteingehalt habe ich neulich ein Webi­nar mit­gemacht von Dana Scott (Dogs Nat­u­rally Mag­a­zine). Da wurde genau das behauptet was ich sagte. Daraufhin habe ich bei diversen Liefer­an­ten nachgeschaut und siehe da, dort war es wirk­lich so, dass dop­pelt so viel Fett wie Pro­teine enthal­ten waren. Dann guckte ich bei Wild­fleisch und da war es umgekehrt, also wie es sein soll. 

      Wer Pflanzenöle emp­fiehlt? Mar­i­anne Kohtz-Walkemeyer, Dr. med. vet. Katja Sauer (die im Übri­gen auch meint, der Wolf fresse den Magen­in­halt), S.L.Schäfer und B.R. Mes­sika. Diese Bücher habe ich gele­sen, als ich mit dem Bar­fen anf­ing. Dann stieß ich irgend­wann auf “Prey Model Raw”. Meine Hunde fin­gen beide an bes­tialisch zu stinken. Also stieg ich wieder um auf Barf, aber mit nur 2 pflan­zlichen Ölen (Kür­bis und Lein) und mit einem viel gerin­geren Anteil an Gemüse. Hinzu gebe ich Anibio Barf Com­plete, Kokosöl (auch pflan­zlich, aber eben anders), Fis­chöl, Lach­söl, Cd Vet Arthro­green, manch­mal Bier­hefe. Meine Hunde bekom­men auch Knochen, z.B. vom Kalb, Lamm oder Geflügel (keine Bein­knochen), Bio-Leber, Bio-Niere, (Bio-Milz habe ich noch nicht gefun­den, daher keine Milz), Herz, Muskelfleisch, Blut­pul­ver oder frisches Blut. Darf ich fra­gen, woher du Fleisch von art­gerecht gehal­te­nen Tieren beziehst (gerne auch pri­vat anschreiben (st.jarchow@yahoo.de)). Ich kaufe regional geschlachtetes Fleisch von Land­schlachtereien, aber nehme lei­der an, dass die Tiere trotz­dem nicht art­gerecht gehal­ten wur­den. Ich suche noch entsprechende Liefer­an­ten, also würde ich mich sehr über eine Auskunft freuen. Außer­dem inter­essiert mich, ob du Fis­chöl (wenn denn dann) aus Kapseln oder aus Flaschen (da es da ange­blich oxi­diert und Nährstoffe ver­liert) gibst!? Und wenn, welches? Dein BARF-Buch habe ich übri­gens nach Sabri­nas Empfehlung bere­its gekauft, aber kam noch nicht zum Lesen.
      Liebe Grüße
      Steffi

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