Der Umgang mit unerzogenen Hunde — ein Spiel aufs Messers Schneide ?>

Der Umgang mit unerzogenen Hunde — ein Spiel aufs Messers Schneide

Immer wieder begeg­nen wir Hun­den, die man dur­chaus als “uner­zo­gen” beze­ich­nen kann.

Die Klas­siker lassen sich in drei Grup­pen einteilen:

Die Draufgänger

Einige Vier­beiner lieben es, auf ihre Artgenossen zuzuren­nen. Direkt und ohne zu zögern ste­hen sie bin­nen weniger Sekun­den direkt vor der Nase des eige­nen Hun­des. Sie sprin­gen ihm ins Gesicht und schnup­pern an jeder erden­klichen Kör­per­stelle. Kurz gesagt: sie bedrän­gen den eige­nen Hund.

Queen hasst es und bringt es meist auch durch ein dun­kles Knur­ren zum Aus­druck. Nur die wenig­sten dieser sog. Draufgänger ver­ste­hen diese Zeichen und machen unbeein­druckt weiter.

Um sich die Sit­u­a­tion genau vorstellen zu kön­nen, muss ich dazu sagen, dass ich Queen grund­sät­zlich anleine, wenn wir auf andere Hunde tre­f­fen. Ich hasse es, wenn die Hunde ein­fach aufeinan­der losstür­men und auch Queen hat da ihre Prob­leme mit. In meinen Augen hat es etwas mit gegen­seit­igem Respekt zu tun, den eige­nen Hund an die Leine zu nehmen. Alles andere ist für mich ein absolutes No Go.

Bis der Zweibeiner also etwas näher gekom­men ist, um den eige­nen Hund ein­fan­gen zu kön­nen, vergeht eine gewisse Zeit. Manch einer ruft verge­blich, andere sagen gar nichts, weil sie schon wis­sen, dass ihr Hund sowieso nicht reagieren würde.

Sätze wie “Die will nur spie­len” oder “Der ist harm­los” mögen stim­men, ändern jedoch nichts an dem rück­sicht­slosen Ver­hal­ten von Hund und Halter.

2016-04-01 18.24.11

Der Verfolger

Dann gibt es noch den Ver­fol­ger. Dieses Exem­plar hat seinen Zweibeiner kom­plett aus­ge­blendet und klebt mit der Nase am Po des eige­nen Hun­des. Egal, ob man ste­hen bleibt oder weit­er­läuft, der Ver­fol­ger kommt mit. Je nach­dem, wie sich der Hal­ter eines solchen Exem­plars ver­hält, so ver­halte ich mich. Kommt der Hal­ter direkt zu uns, bleibe ich ste­hen. Denn so etwas kann schließlich jedem von uns passieren. Sollte der Hal­ter jedoch ein­fach weiter gehen oder sein Gespräch mit anderen Hun­de­hal­tern weit­er­führen, ohne einzu­greifen, so laufe ich direkt weiter. Meist hat das zur Folge, dass der Hun­de­hal­ter irgend­wann abge­hetzt hin­ter uns steht, um seinen Hund wieder einzusammeln.

Der Springer

Mein per­sön­licher Liebling ist der Springer. Ein meist ver­fressener Hund, der unun­ter­brochen an mir hochspringt. Bei meinem Glück passiert das meis­tens an Tagen, an denen es schlam­mig ist oder reg­net. Immer wieder rennt der Springer um die Men­schen herum, um auch ja jede Seite des Hosen­beins oder der Jacke zu erwischen.

Ich hasse es 😀

Ganz ehrlich: Diese Sit­u­a­tio­nen sind uns alles schon passiert. Das ist völ­lig klar und bleibt nicht aus. Aber was nicht passieren darf ist, dass einem dieses Ver­hal­ten als Hun­de­hal­ter gle­ichgültig ist. Ich erwarte von dem Hun­de­hal­ter, dem so etwas passiert, dass er ein­greift und zumin­d­est den Ver­such untern­immt, seinem Hund klar zu machen, dass so etwas nicht geht.

Was ich wirk­lich gar nicht mag, ist ein igno­ran­ter Hun­de­hal­ter, dessen Blick entweder auf sein Smart­phone gerichtet ist oder der ger­ade in ein Gespräch ver­wick­elt ist — am besten noch mit einem Kaf­fee­becher in der Hand.

Erst vor Kurzem kam es zur fol­gen­den Situation:

Ich ging mit Queen um einen sehr kleinen See. Man kann auf­grund der ca. 30 Meter Luftlinie prob­lem­los auf die andere Seite schauen. Nun sah ich dort eine Frau mit einer Hun­deleine und einem Smart­phone in der Hand. Direkt scan­nte ich den umliegen­den Bere­ich nach dem Vier­beiner ab. Nichts zu sehen. Bevor ich weit­er­suchen kon­nte, stand das Exem­plar quasi schon vor uns.

Ein mit­tel­großer Mis­chling, der direkt und mit voller Geschwindigkeit auf Queen zuran­nte. Diese trug ger­ade ihr Spielzeug und war wenig begeistert.

Nach einem tiefen Knur­rer, rückte ich in den Fokus des Hun­des. Mehrfach sprang er mich mit seinen dreck­i­gen Pfoten an. Ich fragte die Dame, ob sie bitte ihren Hund rufen könne.

Bringt nix. Der kommt jetzt nicht.”

Ich bin ohne weit­eren Kom­men­tar weiter gelaufen, natür­lich in Begleitung von dem anderen Hund. Wie ihr also sehr, gibt es dur­chaus den Draufgänger, Ver­fol­ger und Springer in einem Vier­beiner vereint.

Die Frau merkte, dass wir gle­ich am “Aus­gang” des Sees sein wür­den und ahnte schon, dass ihr Hund nicht zurück kom­men würde. Sie kam also gemütlich in unsere Rich­tung. Ich wartete am Aus­gang des Sees, weil dort eine große Straße kam. In der Zeit wurde ich noch mehrfach angesprungen.

Meine Laune war also nicht die Beste.

Als die Dame uns erre­ichte, sagte sie nur “Ach Men­sch, da sollst du doch nicht du kleiner Schlin­gel” und stre­ichelte ihren Hund lobend über den Kopf. Ich stand wie angewurzelt dar. Eigentlich wollte ich direkt ins Büro fahren. Queen würde mich nicht ansprin­gen, sodass ich dur­chaus mit meinem nor­malen Büroout­fit die Mor­gen­runde gehen kann. Im Auto liegen Schuhe fürs Büro, sodass das eigentlich ken Prob­lem ist. Nun musste ich erst zurück­fahren um mich umzuziehen.

Ich guckte die Frau entsetzt an.

Was ist? Sie haben doch auch einen Hund!”

Wie ich diesen Satz hasse. Nur weil ich einen Hund habe, bedeutet das nicht, dass ich für alles Ver­ständ­nis haben muss. Wie gesagt, sowas kann immer und jedem passieren. Aaaaaber man hat sich während des Spazier­gangs um seinen Hund zu küm­mern und wenn so etwas passiert, dann habe ich den Anstand und entschuldige mich. Zudem ist genau diese Sit­u­a­tion schon unge­fähr zehn Mal mit genau diesem Hund passiert und wir wohnen dort erst seit kurzem…

Ja das habe ich. Aber ich habe meinen Hund erzogen.”

Mein Hund ist eben noch jung.”

Oh ja. Der näch­ste Klasssiker.

Wie alt ist ihr Hund denn, wenn ich fra­gen darf?”

Zwei.”

Ich atmete tief ein und aus.

Wie schon fest­gestellt, haben wir alle schon solche Sit­u­a­tio­nen erlebt. Jeder Hund muss die Dinge erst ler­nen. Das ist völ­lig klar. Aber es kann wirk­lich nicht sein, dass die Hunde wie wild durch die Gegend rasen dür­fen, während die Zweibeiner in ihrem Handy oder einem Gespräch ver­tieft sind. Außer­dem ist es wirk­lich nicht zu viel ver­langt, sich für ein Miss­geschick zu entschuldigen. Nur, weil man eben­falls Hun­de­hal­ter ist, bedeutet das nicht, dass man jede Form gegen­seit­i­gen Respekts vergessen darf.

Wie geht ihr mit solchen Begeg­nun­gen um?

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14 thoughts on “Der Umgang mit unerzogenen Hunde — ein Spiel aufs Messers Schneide

  1. Du Ärm­ste! Ich hatte alle 3 Exem­plare schon und in allen drei Fällen eine Keil­erei. Shiva warnt genau ein­mal und dann wird sie sehr deut­lich und will dem Ein­drin­gling zeigen, dass er sich zu ver­pis­sen hat. Sie beißt nicht, aber sie täuscht an und bekommt dafür vom anderen Hund und wenn es blöd läuft vom anderen Men­schen Dresche… Daher brüll ich solche Exem­plare vorher schon an, dass sie sich zu verkrümeln haben und steh dann lieber als total unfre­undlich da, als hin­ter­her wieder beim Tierarzt. 

    Flauschige Grüße
    San­dra und Shiva

  2. Der Frau hätte ich aber erzählt, dass sie die Reini­gung für deine Hose Zahlen darf! Das geht ja gar nicht. Man kann sich ja wenig­stens entschuldigen.

    Wir machen inzwis­chen einen sehr großen Bogen um andere Hunde und Hun­de­hal­ter. Hof­fentlich bleibt uns das also erspart

  3. Num­mer 3 stört mich per­sön­lich nicht, weil meine Hosen eh immer so ausse­hen — Meine eige­nen Hunde sprin­gen mich ständig an. 🙁 Was natür­lich nicht heißt, dass ich will, dass sie fremde Leute ansprin­gen. Hier machen es einem andere Leute aber manch­mal etwas schwierig: Am Anfang wollte Genki wirk­lich jeden und alles andopsen. Natür­lich wollte ich das nicht erlauben, aber ger­ade als wer noch ein Welpe war und ich dazwis­chenge­gan­gen bin, habe ich wirk­lich ganz ganz oft den Kom­men­tar zu hören bekom­men “Lassen sie ihn nur! Bei mir darf er das”. Ja, super, danke Leute. Und wie soll er unter­scheien kön­nen, bei welchen Leuten er das darf und bei welchen nicht? Und, natür­lich, kamen solche Kom­mentare immer sel­tener, je größer er wurde! Wie soll er erst recht ver­ste­hen kön­nen, dass es noch okay war, als er ein “niedlicher kleiner Welpe” war und dann plöt­zlich nicht mehr? 

    Zu Fall 1 und 2 muss ich wohl nicht viel zu sagen: Stell dir ein­fach vor, wie das für einen ist, wenn man selbst einen Hund hat, der willkür­lich aggres­siv reagiert und frem­den Hun­den an die Kehle geht. Das ist dann nicht ein­fach nur nervig, son­dern der blanke Horror.

    1. Fall 1 und 2 kön­nen wirk­lich zum Hor­ror wer­den, wenn der eige­nen Hund dort aggres­siv reagiert… Am Ende ist man aber immer selbst der Blöde, weil ja der eige­nen Hunde geschnappt und das Ver­hal­ten vorher kom­plett aus­ge­blendet wird.

      Das Prob­lem mit dem ANsprin­gen habe ich bei Püppi nun auch. Sie ver­sucht es bei vie­len und immer wieder bitte ich die Leute, sie dann ein­fach zu ignori­eren und sie erst dann wieder zu stre­icheln, wenn sie sich ruhig vor den Men­schen gesetzt hat. “Lassen Sie doch” höre ich auch ständig, aber sobald ich die Sit­u­a­tion erk­lären möchte, sind die Leute von ihren großen Kuller­au­gen geblendet und hören mich schon gar nicht mehr …
      Das schlimme an der Sit­u­a­tion ist ja nur, dass manchen Hun­de­hal­tern ein­fach egal ist, ob ihre Hunde rum­sprin­gen oder nicht. Ob sie andere dreckig machen oder nicht, ist egal, weil das sind ja alles HUn­de­men­schen und die haben das ja zu kennen.
      EIn kleines “Sorry” reicht ja schon aus, aber ein­fach weiter zu gehen find ich blöd — vor allem, wenn der Hund schon min­destens zehn Mal Grund dafür war, dass ich mich nochmal umziehen musste…

  4. Hallo ihr Zwei! Puh, ja…die Sorte(n) Hun­de­hal­ter nebst Hun­den ken­nen wir auch. Wobei ich sagen muss, dass bei Euch anscheinend Leute unter­wegs sind die um ihre Defizite wis­sen. (Was es natür­lich nicht besser macht;-)).
    Bei uns tum­meln sich auch noch “Auf Durchzugschal­ter” (weil Her­rchen oder Frauchen solange freudig und/oder beschwichti­gend auf den Hund einre­den, wenn er nicht kommt oder was angestellt hat, dass selbst ich von dem Gequas­sel gen­ervt bin. Viel Kraft weit­er­hin auf euren Wegen…wir sind im Geiste bei Euch:-)!
    LG Danni & die Setterjungs

  5. Ach, sowas ist so typisch!
    Erst let­ztens, ich hatte Yumo abliegen lassen, weil wir momen­tan für die Hun­de­schule 3 Minuten lang Bleib ler­nen müssen; war also voll im Training;
    da kamen zwei Hunde aus dem Wald geschossen, circa 200 Meter von uns ent­fernt (wir standen in einer Quer­straße) und flitzten direkt auf uns zu.
    Klar, dass Yumo dann auf­springt und die Übung hin ist.
    Da Yumo aber angeleint war, wollte ich die Hunde nicht an Yumo dran lassen und habe sie ver­sucht wegzudrängen.
    Zwis­chen­zeitlich mal “Hallo?!” gerufen, denn von einem Zweibeiner war nichts zu sehen.
    Die Frau kam dann etwas später gemütlich um die Ecke, sah mich, wie ich ihre Hunde verkrampft ver­sucht habe, von uns fern zu hal­ten, und sie rief die bei­den ganz entspannt und ging zum Auto (was direkt am Ein­gang zum Wald stand)
    Der eine lief auch zu ihr, der andere hörte über­haupt nicht und bedrängte uns weiter.
    Die Frau war die Entspan­nung in Per­son und schien sich nicht son­der­lich darum zu kümmern.
    Ich war ziem­lich gen­ervt, hab ihr aber nichts zugerüllt, son­dern bin dann ein­fach gegangen…

    Sowas Doofes muss nicht sein. -.-
    Wobei ich geste­hen muss, dass Yumo lei­der zur Begrüßung auch immer ein­mal hochspringt und ich meist nicht so schnell han­deln kann.
    Aber ich entschuldige mich natür­lich immer. Finde es ja sel­ber total nervig; wir bekom­men es nur irgend­wie nicht raus. … wie auch, wenn die Leute grund­sät­zlich sagen: “ach ist doch nicht schlimm” und ihn durch knud­deln. So ist das Hochsprin­gen ja noch verlockender 😉

    lG Alina und Yumo

    1. Oh man. Das ist ja wirk­lich eine unschöne Begegnung.
      Ich ver­stehe das ein­fach nicht. Wir sind doch alle Hun­de­hal­ter. Wir ken­nen doch die Sit­u­a­tion, in der wir stecken? Wieso nehmen so viele Leute keine Rücksicht?

  6. Kurz und knapp..Ich hasse sie .…ggrrrrrrr
    Ich habe eine Maus, die schon viele Ops und Ver­let­zun­gen hatte zusät­zlich zum kaput­ten Rücken. Deshalb muss sie lei­der mit­tler­weile an der lan­gen Leine laufen. Selbst darauf nehmen diese igno­ran­ten Hal­ter keine Rück­sicht und ver­ster­hen über­haupt nicht wenn ich zwis­chen­durch mal ausflippe.
    Sehr tapfer von dir so ruhig zu bleiben

    1. Oh nein. Das hört sich ja schlimm an. Ich hasse es, wenn die Men­schen keine Rück­sicht nehmen kön­nen. Das tut mir wirk­lich leid für dich!

  7. Hallo Sab­rina,

    ich erkenne Ella und mich in deinem Beitrag lei­der wieder. Sieht sie andere Hunde und ist nicht angeleint, dann schießt sie auch wie ver­rückt los und läuft den anderen Hun­den dann auch ein­fach nach. Zu allem Über­fluss begrüßt sie gerne auch mal die Zweibeiner in ihrem Wahn. Hät­ten wir alle drei beschriebe­nen Fehlver­hal­ten in einem Hund.
    Soweit zu ihrem Ver­hal­ten, wenn sie unan­geleint ist. ABER: Solange sie das nicht kann, leine ich sie ein­fach nicht ab. Basta. Ich erwarte ein­fach von meinem Hund, dass sie das beherrschen muss, bevor ich sie in die Frei­heit ent­lasse. Dieses laufen ohne Leine ist ihre Achilles­verse. Wir üben, dass sie schauen muss, bevor sie etwas macht. Wir üben den Rück­ruf zu jeder erden­klichen Sit­u­a­tion an der Leine, mit Ablenkung und ohne Ablenkung. Das Ansprin­gen erlauben so viele Hun­debe­sitzer, dass ich let­ztens schon fast aus­gerastet bin… Und sitzt das nicht im kleinen Pug­gle­hirn, dann gibt es freies Laufen eben nur auf der Hun­dewiese. Solange wie Hirn und Pfoten nicht miteinan­der eine Sym­biose einge­gan­gen sind ist das halt so und das finde ich auch über­haupt nicht schlimm. 

    Klar, dann denkt man nach Erfol­gen an der Schlep­pleine ich wage es mal und es geht schief. Dann habe ich mich zu entschuldigen und es kurz zu erk­lären. Ich glaube dann hätte ich auch das Ver­ständ­nis. Sie ist ger­ade mit­ten in der Pubertät, es ist phasen­weise schwierig. Ich kann deinen Beitrag also abso­lut ver­ste­hen, klappt es mit Ella nicht ist mir das auch immer sehr unan­genehm. Aber wie schon geschrieben, dann kann ich sie eben nicht ableinen und übe stattdessen.

    Dieser Beagle-Mopsmix ist eben auch nichts für schwache Ner­ven. Der Größen­wahn des Mopses in dem Kör­per des agilen Bea­gles ist ein Tanz auf dem Mienen­feld. Und das muss man üben üben üben 😉

    In diesem Sinne…

    Liebe Grüße
    Denise und Pug­gle Ella

  8. Ich muss geste­hen, mein Hund gehört NOCH zu den Uner­zo­ge­nen mit 10 Monaten und Flausen im Kopf. Aber zum einen ver­suche ich, sie zu erziehen und zum zweiten entschuldige ich mich, wenn so etwas wie ansprin­gen passiert. Wenn dann die Leute sagen “das macht mir nichts, lassen sie sie doch” erk­läre ich Ihnen, dass sie das grund­sät­zlich NICHT tun soll. Kann ja auch schlecht vorher fragen…???

    1. Wir haben alle ein­mal mit der Erziehung ange­fan­gen und mussten da alle durch. Es geht ja auch nicht darum, dass die Hunde wie kleine Roboter funk­tion­ieren sollen. Das soll und darf gar nicht das Ziel sein. Es geht nur darum, dass man untere­inan­der mehr Rück­sicht aufeinan­der nehmen sollte und sich für Miss­geschickte entschuldigen sollte. Nur weil man selbst Hun­de­hal­ter ist muss man es ja nicht uneb­d­ingt niedlich finden wenn ein kom­plett dreck­iger Hund einen anspringt. Kann passieren, aber dann sollte man sich wenig­stens entschuldigen…

  9. Es tut gut zu lesen, dass man doch nicht ganz alleine da steht mit diesem Prob­lem, die Sit­u­a­tio­nen die du beschreibst kenne ich nur allzu gut. Ich bin immer wieder erschüt­tert von so viel Rück­sicht­slosigkeit gepaart mit man­gel­n­dem Sachver­stand und die Leute sind meiner Erfahrung nach nicht ein­fach bloß zu stolz um sich zu entschuldigen. Sie hal­ten es schlichtweg nicht für nötig, ihrer Mei­n­ung nach gibt es da gar nichts wofür man sich entschuldigen müsste! Die sind offen­bar der Ansicht das Feld ist ein Paradies in dem alle frei sind und sich alles und jeder lieb hat, als müssten sie man­gel­nde Har­monie und Freude in ihrem Leben dort kom­pen­sieren. Die scheinen wirk­lich nicht zu wis­sen, dass sie schon laut Gesetz ihren Hund nur frei laufen lassen dür­fen solange er nie­man­den belästigt und auch nur wenn er kon­trol­lier­bar, sprich abruf­bar ist und an eine Schlep­pleine oder meinetwe­gen auch Flex­ileine gehört solange das nicht zuver­läs­sig klappt. Auch gilt der Hund im Gesetz als ver­längerter Arm des Besitzers und hat ebenso wenig alles und jeden zu bedrän­gen wie der Besitzer selbst. Erk­läre ich denen, dass wir unsere Ruhe haben möchten, der eigene Hund es nicht mag so bedrängt zu wer­den und ein frontales aufeinan­der zu ren­nen unter Hun­den eigentlich sehr unsozial ist, fan­gen die an zu disku­tieren, belächeln einen unter Aus­sagen wie “Jaja du hast keine Ahnung von Hun­den” oder es kom­men eben die Klas­siker “Meiner tut aber doch nix” und “Will nur spie­len”. Manch­mal vergeht mir dabei die Lust, die Leute noch zu bit­ten ihre Hunde abzu­rufen weil es reine Energiev­er­schwen­dung ist, meis­tens muss man ohne­hin sel­ber han­deln. Um den Hund abzublocken mache ich einen Aus­fallschritt, schicke ihn über Kör­per­sprache und Stimme weg oder werfe auf die Ent­fer­nung eine Wurfdisc vor den auf uns zu rasenden Hund auf den Boden. Werde ich pen­e­trant ange­sprun­gen und der Besitzer untern­immt dage­gen nichts, schubse ich den Hund bes­timmt weg mit einem deut­lichen “Nein!” oder “Ab!”. Anstelle einer Entschuldigung passiert es einem hier dann eher, dass man darauf hingewiesen wird man solle sich andere Klam­ot­ten anziehen, habe aber auch schon erlebt dafür belei­digt und sogar kör­per­lich ange­grif­fen zu wer­den. In dem let­zten Fall hatte ich den Hund nicht mal berührt aber dass der arme Fiffi sich vor dem Aus­fallschritt erschrocken hat, hat den Besitzer wohl zu sehr empört..! Es macht kaum noch Freude so spazieren zu gehen und mit das schlimm­ste ist, dass sich viele nicht durch­set­zen gegenüber solchen rück­sicht­slosen Hun­de­hal­tern son­dern lieber den Kon­flikt mei­den, sich anpassen und bedrän­gen lassen was ein Freifahrtschein für solches Ver­hal­ten ist und es noch weiter fördert.
    Ich werde weit­er­hin meine Gren­zen set­zen, weder mich noch meine Hündin bedrän­gen lassen und hof­fen, dass ich dadurch bei dem Mob so unbe­liebt werde dass wir unsere Ruhe haben. Gute Mine zu diesem rück­sicht­slosen Spiel zu machen ist meiner Ansicht nach kon­trapro­duk­tiv und nett Bit­ten wird ja lei­der meis­tens nicht ernst genommen.

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