Allgemein, Erziehung

Die drei großen A — oder: können Probleme “weg ignoriert” werden?

Um das schon mal vor­weg zu nehmen: ich bin keine Hun­de­trainer­in.

Alles, was ich weiß, basiert auf meinen Erfahrun­gen und meinem Bauchge­fühl.

Nicht mehr und nicht weniger. Den­noch schreibe ich heute mal über das The­ma “Grun­derziehung”.

Mit Queen habe ich keinen Welpen- und keinen Junghun­dekurs besucht. Wir hat­ten schnell einen sehr guten Draht zueinan­der. Ihre gesamte Erziehung beruht auf dem aus unser­er Bindung ent­stande­nen Bauchge­fühl.

Doch über die Grun­derziehung im Ganzen zu schreiben, würde wohl den Rah­men eines Artikels spren­gen. Es soll auch gar nicht um das große Ganze gehen, son­dern lediglich um den Umgang mit uner­wün­schtem Ver­hal­ten.

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Das einzige Prob­lem, was ich mit Queen je hat­te, war ihre Unsicher­heit anderen Hun­den gegenüber. Sie ist rel­a­tiv isoliert aufgewach­sen und kam erst mit 4 Monat­en zu mir. Sie kan­nte keine andere Hun­derasse und ver­bellte diese. So oft es ging suchte ich denn Kon­takt zu ver­schiede­nen Hun­den mit unter­schiedlichen Alter, unter­schiedlich­er Optik und unter­schiedlichem Wesen. Nun kann und wollte ich gar nicht zu jedem mir ent­ge­genk­om­menden Hund laufen. Schließlich sollte sie ler­nen ruhig und entspan­nt an anderen Vier­bein­ern vor­beige­hen zu kön­nen.

Kam uns ein ander­er Hund ent­ge­gen, nahm ich sie auf die andere Seite, sodass ich immer zwis­chen ihr und dem Hund gelaufen bin. Ging sie ruhig und entspan­nt an dem anderen vor­bei, gab es eine Beloh­nung. Fing sie an zu bellen, blieb ich ste­hen, stellte mich in den Weg, legte meine Hand auf ihre Brust und sagte “nein”. Hier­bei habe ich sie natür­lich nicht gestoßen, son­dern nur ange­fasst. Es ging lediglich um die Berührung an sich und dem “nein”.

Warum ich das gemacht hab? Irgend­wie hat­te ich das Gefühl, dass sie sich leichter auf mich konzen­tri­eren kon­nte, wenn ich sie berührt habe. Sie kam leichter aus der Sit­u­a­tion her­aus, wenn ich sie ange­fasst habe. Nur anfassen, mehr nicht.

Nach guten drei bis vier Wochen kon­nten wir entspan­nt an anderen Hunde vor­beilaufen.

Mit Püp­pi bin ich von Anfang an in die Welpen­stunde bei Mar­tin Rüt­ters DOGS gegan­gen.

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Ich bin mit Queens Erziehung abso­lut hap­py und sie ist ein ganz toller Hund gewor­den. Per­fekt, in meinen Augen.

Den­noch wollte ich mich auf das Exper­i­ment ein­lassen. Ich habe die dort bekomme­nen Tipps beherzigt und bei Püp­pi umge­set­zt.

Uner­wün­scht­es Ver­hal­ten sollte grund­sät­zlich ignori­ert wer­den. Hier­bei soll­ten die drei großen A beherzigt wer­den. Nicht anfassen, Nicht ansprechen, nicht anse­hen. Die Begrün­dung liegt darin, dass die Hündin ihre Welpen eben­falls ignori­eren würde.

Uner­wün­scht­es Ver­hal­ten sollte also ignori­ert wer­den, erwün­scht­es belohnt.

Alles klar. Das klang ein­fach. Mit dem Tim­ing hat­te ich eigentlich nie große Prob­leme, sodass ich mich auf das Exper­i­ment ein­lassen wollte.

Wenn wir also zu Beginn der Stunde im Kreis standen und die Prob­leme der einzel­nen durchgin­gen, wur­den bel­lende und aufgekratzte Hunde ignoiert. Diejeni­gen, die lieb und ruhig neben ihrem Zweibein­er saßen wur­den belohnt. Auch im Junghun­dekurs wurde nach diesem Prinzip vorge­gan­gen.

Nun stand ich vor dem gle­ichen Prob­lem wie damals mit Queen. Püp­pi hat nicht grund­sät­zlich jeden Hund ange­bellt. Wurde sie jedoch angepö­belt, pöbelte sie zurück. Uner­wün­scht­es Ver­hal­ten? Für mich auf jeden Fall. Ich will — ger­ade mit zwei Hun­den — entspan­nt an anderen Vier­bein­ern vor­beilaufen kön­nen. Ob diese nun bellen oder nicht, spielt keine Rolle.

Die drei großen A

Bei­de Hunde wur­den angeleint und ich bin an dem anderen Hund vor­beige­laufen. Bei­de wur­den auf die andere Seite genom­men. Manch­mal zog Püp­pi wie irre zu dem Hund, mach­mal bellte sie. Ich ging ein­fach weit­er. Nicht anfassen, nicht ansprechen, nicht anschauen.

Püp­pi wurde acht Monate alt und das Prob­lem war kein bißchen bess­er gewor­den.

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Als wir mit dem Agili­ty anfin­gen, lern­ten wir eine neue Trainer­in ken­nen, die wir auch immer zwis­chen­durch mal Grundäst­zlich­es fra­gen dür­fen. Unsere Fre­undin aus dem Junghun­dekurs fragte wie sie sich ver­hal­ten soll, wenn ihr Hund im Flur sitzt und heult. Ignori­eren brachte da näm­lich nichts und verärg­ert zudem die Nach­barn.

Die Trainer­in riet ihr, das uner­wün­schte Ver­hal­ten zu unter­brechen. “Geh zu deinem Hund, fass ihn an und sag ihm, dass du das nicht möcht­est.”

In meinem Kopf rat­terte es: Also doch anfassen? Und ansprechen?

Ich änderte also meine Tak­tik. Zog Püp­pi zu dem anderen Hund oder bellte sog­ar, blieb ich wie bei Queen früher ste­hen, fasste sie an und sagte “tabu”.

Durch die Berührung an der Brust hat­te ich schnell ihre Aufmerk­samkeit und sie schaute mich mit großen Kuller­au­gen an. “Tabu” ist ihr dur­chaus ein Begriff. Klappte das Vor­beige­hen prob­lem­los, gab es eine Beloh­nung.

Und ich kann sagen: es ist schon um vieles bess­er gewor­den.

Kön­nen Prob­leme “weg ignori­ert” wer­den? Ist das wirk­lich der richtige Weg, um dem Hund zu zeigen, dass man etwas nicht möchte?

Ich kann für mich und für meine Hunde sagen: In unserem Fall hat es nicht geklappt.

Zudem frage ich mich, ob es tat­säch­lich sin­nvoll ist, sich an dem ange­blichen Ver­hal­ten von Hündin­nen zu ori­en­tieren? Unter­schätzen wir unsere Hunde damit nicht?

Ich bin mir sich­er, dass Hunde sehr viel schlauer sind als wir denken. Sie wis­sen sehr wohl, dass wir keine Artgenossen sind. Sie erken­nen uns zwar als voll­w­er­ti­gen Sozial­part­ner an, wis­sen aber sehr wohl, dass wir keine Hunde sind.

Wie gesagt, ich bin keine Hun­de­trainer­in. Das hier sind nur meine Erfahrun­gen und mein Bauchge­fühl. Dabei darf ich nicht vergessen, dass ich zwei ganz tolle Hunde habe und nicht wirk­lich von großen “Prob­le­men” sprechen kann. Den­noch frage ich mich, ob das Ignoieren bei richti­gen Baustellen über­haupt zu Erfolg führen kann? Oder in manchen Fällen vielle­icht sog­ar con­trapro­duk­tiv ist?

Wie hand­habt ihr das? Ignori­ert ihr uner­wün­scht­es Ver­hal­ten?

10 Comments on “Die drei großen A — oder: können Probleme “weg ignoriert” werden?

  1. Moin Sab­ri­na,

    sehr gut geschrieben! 🙂

    Ich kann für uns sagen, dass das Rüt­ter­sche Ignori­eren genau ein­mal geholfen hat: Als Moe das Bet­teln anf­ing. Und zwar nur und genau da. Alle anderen Sit­u­a­tio­nen mussten wir anders hän­deln.

    Allerd­ings ist das wohl auch echt bei jedem Hund anders, ich glaube nicht, dass es das eine Rezept gibt. Wichtig ist ja am Ende, dass es funk­tion­iert — und ganz offen­sichtlich war es für euch der richtige Weg! Dein Bauchge­fühl war da ganz richtig.

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Hal­lo Sab­ri­na!

    Ich habe bestäti­gend nick­en müssen, als ich Deinen Beitrag gele­sen haben. Ich habe inzwis­chen den 3. pöp­pel­nden -Schäfer­hund­far­be­nen Hund an der Leine.
    Jed­er mein­er Hunde hat aus ver­schieden Grün­den gepöp­pelt.
    Eika aus Unsicher­heit, Lutz war total unverträglich und Lyko ist Unsich­er und hat ein Kon­troll-Beschütz-Instinkt.
    Du wirst mir zus­tim­men, dass man einen Schäfer­hund in sein­er größe und seinem Gewicht nicht ein­fach an der Leine pöp­peln und sein Ver­hal­ten ignori­eren kann. Zum einen kann man als Men­sch da ganz schnell von den Beinen geholt wer­den zum anderen, sind da Men­schen und andere Hunde nicht so ganz “begeis­tert” wenn man als Hun­de­hal­ter da nicht ein­greift.
    Als das Ver­hal­ten von Lyko im Win­ter vor 2 Jahren anf­ing habe ich auch ein Einzel­train­ing bei mein­er Hun­de­train­ing gemacht, die ja auch bei M.R. gel­ernt hat und wie man sich unschw­er denken, kann, war ihr Rat auch: ignori­eren.
    Da Lyko sehr viel Kraft hat, sich auf die Hin­ter­beine stellt und sehr nach vorne geht, gab sie mir den Rat wenn ich den Reiz früh genug sah, Lyko z.B. an eine Lat­er­ne zu binden, mich vor hin zu stellen und sein Ver­hal­ten zu ignori­eren.
    Tja es ist nicht immer eine Lat­er­ne oder ein sta­bil­er Garten­za­un in der Nähe, die Reize war teil­weise zu schnell um Lyko anzu­binden und ich hat­te echt zu kämpfen. Nach­dem ich auf diverse Art von Pas­san­ten ver­bal echt angemacht wurde und es für mich psy­chisch echt hart war, ich keine Lust mehr auf Spaziergänge mit Lyko hat­te, Angst rauzuge­hen.… habe ich eben auch aufge­hört das Ver­hal­ten zu ignori­eren. Ich bin mit Wasser­flasche raus, und habe ver­sucht ihn zu bespritzen, das ging nicht weil ich echt zwei Hände brauchte um ihn gehal­ten zu bekom­men. Also ver­suchte ich es mit Ras­selkette, aber hier kon­nte ich nicht gut das Tim­ing durch­hal­ten. Also habe ich ihn auch als Kopfhalfter (mit Halti­har­ness komme ich nicht klar) genom­men und so mehr Gewalt über ihn gehabt…Dadurch wurde ich ruhiger, was ich auf ihn übertrug.
    Ich habe ange­fan­gen mit “Schluss” als Abbruchsig­nal zu arbeit­en, habe das mit Klick­er bestätigt und das klappt inzwis­chen auf der Straße zu 90%.

    Aber lange Rede kurz­er Sinn. Ich finde das Ignori­eren von Fehlver­hal­ten, ger­ade beim Pöpeln nicht in Ord­nung. Zu Hause, z.B. das ewige Nach­latschen, habe ich ignori­ert, aus­ge­sessen und das wurde dadurch bess­er.

    Gruß Silke

  3. Huhu 🙂

    Inter­es­sante Frage.
    Ich per­sön­lich ignoriere schlecht­es Ver­hal­ten wohl nur teil­weise. Draußen haben wir eigentlich kaum schlecht­es Ver­hal­ten, welch­es an den Tag gelehnt wird. Drin­nen ist Wolke manch­mal sehr auf­dringlich und “belästigt” einen zb. immer beim Essen. In solchen Sit­u­a­tio­nen mache ich es immer “unbe­quem” so wie es immer bei Mar­tin Rüt­ter heißt. Ste­he auf. Schiebe Stüh­le um. Solange bis sie geht. Ignori­eren ist das ja in dem Fall auch eher nicht.

    Wir sind nicht bei dog­gs, bei uns hier ist das vom “Pro­gramm” her lei­der nicht so überzeu­gend gewe­sen kein Agili­ty -.-’ — obwohl ich gerne hinge­gan­gen wäre — son­dern wir “arbeit­en” teil­weise nach lind­tart — jeden­falls unsere hun­de­schule tut das -. Ich ver­suche für mich aus bei­den “Rich­tun­gen” das beste rauszu­holen und mach es indi­vidu­ell so wie es zu uns passt. Ich denke, dass sollte man immer so machen…es gibt kein Rezept, son­dern man muss halt bei jedem Hund aufs neue wieder aus­pro­bieren was funk­tion­iert und was nicht. Ich finde übri­gens auch, dass sich Lind­tArt nicht so wirk­lich von der dog Philoso­phie unter­schei­det — aber das sag ich vielle­icht nicht so laut xD

    LG Denise & Wolke

  4. Hal­lo 🙂
    Sehr gut geschrieben! Ich ver­ste­he dich sehr gut und bin auch der Mei­n­ung, dass man Sachen wie anbellen/pöbeln u.ä. nicht ein­fach “wegig­nori­eren” kann 😉
    Ich dif­feren­ziere da klar zw “nicht richtigen“und “falschen” Ver­hal­ten.
    Ich erar­beite mit meinem Memph sehr viele Kun­st­stücke über den Klick­er, da wird ignori­ert wenn er was “nicht richtiges” macht und richtiges wird belohnt. -> super!!
    Falsches Ver­hal­ten ist total uner­wün­scht und muss gestoppt wer­den (bsp pöbeln an der Leine…)
    Ich habe das Glück, dass Memph an der Leine bei Hun­de­begeg­nun­gen nicht pöbelt, auss­er der andere fängt an 😉
    Ich löse das “Prob­lem” indem ich ihn irgend­was machen lasse (sitz platz ist keine gute Alter­na­tive in seinen Augen). Also etwas das ihm Spaß macht zb “Humpeln” oder im Extrem­fall machen wir den “Dog­giewalk” am Hund vor­bei. (Hund ist zw meinen Füssen und ste­ht mit den Vorderp­foten auf meinen Schuhen und wir gehen so gemein­sam)
    Denn wenn ich ihm eben etwas “lustigeres” biete als jet­zt den Hund anzu­machen nimmt er es gerne an, und noch dazu kommt, das es ja auch einem sel­ber gefällt, das hebt die Stim­mung gle­ich an 😉
    Lg Moni und Memph

  5. Hey, da find­en wir uns wieder in deinem Beitrag. Hätte ich Aarons Ver­hal­ten in Hin­sicht der Leine­na­gres­siv­ität ignori­ert, wäre es sich­er nicht bess­er gewor­den. Jet­zt man­age ich die Sit­u­a­tio­nen je nach Art des Gegenübers. Ist es ein entspan­nter Hund der uns ent­ge­genkommt und auch brav bei seinem Besitzer läuft und der Weg bre­it genug kann ich entspan­nt mit Aaron vor­bei laufen und lasse ihn mich dabei anguck­en. Ist kein Platz zum Auswe­ichen, lasse ich Aaron am Rand absitzen und er lässt den Hund entspan­nt passieren. Kommt uns ein krawal­liger Hund ent­ge­hen, muss ich bei Aaron die Hand­lung darauf zu reagieren mit ein­er Wasser­flasche unter­brechen (lei­der klappt in dem Fall eine ruhige Ansprache nicht).
    Bet­teln kann man wun­der­bar ignori­eren, der “Fehler” beim Üben von Din­gen, aber ich finde ein Ver­hal­ten, dass ihm und mir Stress bringt und uns in bren­zlige Sit­u­a­tio­nen brin­gen kann, würde ich nicht mehr ignori­eren.
    liebe Grüße San­dra und Aaron

  6. Ich finde, es ist wie Nicole schreibt. Es gibt Dinge, da ist ignori­eren bes­timmt sin­nvoll. Bei anderen nicht. Das würde ja son­st auch bedeuten, dass der Hund ALLES nur deshalb tut, um unsere Aufmerk­samkeit zu bekom­men. Mir leuchtete das noch nie ein. Wenn mein Hund gern Unrat frisst, dann wüsste ich z.B. beim besten Willen nicht, wie das durch Ignori­eren weg gehen soll. Der macht das nicht meinetwe­gen, son­dern weil er es so gel­ernt hat und leck­er find­et. Alter­na­tivver­hal­ten auf­bauen muss man da auf jeden Fall und wie sollte das denn ohne Ansprechen und Anschauen gehen? Manch­mal bin ich von Hun­de­train­ern ganz schön gen­ervt. Die einen sagen, man soll es “kon­se­quent unterbinden” (ist the­o­retisch, denn der Hund ist nun mal schneller als ich und ich kann ihn ja nicht Gas­si tra­gen, damit sein Abstand zum Boden größer ist), die anderen sagen, man soll es ignori­eren und das find­et mein Hund wiederum super, so kann er sich ungestört durch den Kiez fressen. 😛 Bei­des hil­ft mir zumin­d­est nicht weit­er. Davon abge­se­hen, finde ich es men­schlich, dass man auch mal Nein sagt, wenn man was doof find­et. Ich bin kein Hun­de­führerro­bot­er, son­dern ein Men­sch und der motzt sog­ar auch mal mit seinem Hund, selb­st wenn dann ein Auf­schrei durch die Hun­de­train­er­welt geht.

  7. Liebe Sab­ri­na,
    ich ignoriere uner­wün­scht­es Ver­hal­ten nicht. Meine Hunde sollen wis­sen, dass ich das nicht wün­sche. Ignori­eren stelle ich mir schwierig vor, da der Frust in mir stetig steigen würde. Wenn der sich dann irgend­wann Bahn bricht, wird es schwierig. Und das würde irgend­wann aus mir raus­brechen, denn wie Hei­di so schön schrieb, auch ich bin kein Hun­de­führerro­bot­er. Und meine Hunde müssen auch damit leben, dass ich mal schlechte Tage habe. Ihnen geste­he ich es ja auch zu, mit der falschen Pfote aufge­s­tanden zu sein.
    Das ist tat­säch­lich etwas, was mir bei Her­rn Rüt­ter oft fehlt. Kom­mu­nika­tion mit dem Hund. Und ich meine nicht nur ver­bale. Ich kenne zu wenig, um das zu gen­er­al­isieren, aber das Gefühl, das hier häu­fig ein Schema aus der Tasche gezo­gen wurde, been­dete meine Fernse­hfreude an ihm recht schnell.
    Her­zliche Grüße
    Ste­phie

  8. Hal­lo,
    eben bei der Hun­derunde habe ich das mit dem “Anfassen” bei mein­er Emma aus­pro­biert. Ich sah einen Rad­fahrer mit Hund frühzeit­ig und wusste, dass die bei­den Hunde sich gern anpö­beln. Also bin ich rechtzeit­ig vor dem eigentlichen Pöbeln eingeschrit­ten und habe Emma am Hals/Brustkorb berührt. Sie schaute mich auch mit ihren Kuller­au­gen erstaunt an, ich hat­te also ihre volle Aufmerk­samkeit, während der andere Hund pöbelte, ich werde es weit­er pro­bieren.
    Früher habe ich mich in den Weg vor sie gestellt, dann ignori­ert, auch Wass­er und Rap­pelk­iste haben kaum Erfolg gezeigt.
    Emma beißt auch gern in ihre Leine, mein Mann ver­sucht es mit ignori­eren und ich lasse sie sitzen, ziehe das Hals­band so hoch wie möglich und gebe ihr 30 Sekun­den Auszeit. Meine Meth­ode ist effek­tiv­er 🙂
    Trotz allem sind auch die Hunde ver­schieden. Bei unser­er ersten Hündin kon­nte ich viel mehr ignori­eren und aus­sitzen, während unsere Emma doch sehr ihre Gren­zen austestet und aus­lotet. Beispiel­sweise hält sie auch Blick­kon­takt mit mir, wenn ich schimpfe, reine Machtkämpfe 😉

  9. Hal­lo,

    eigentlich ist es ja logisch das Ver­hal­ten welch­es Selb­st­be­lohnend ist, nicht durch ignori­eren ver­schwindet. Man muss halt nur schauen, wann ein Ver­hal­ten selb­st­be­lohnend ist^^
    Ich habe neben meinem großen “Mon­ster” noch einen kleinen Ter­ri­er­mix — sehr sprach­beg­bt der Gute — der so ziem­lich jedes Reig­ster zieht, wenn er der Mei­n­ung ist, die Welt dreht sich ger­ade nicht um ihn. Da ist das rumgehampel/rumgefiepse zu Ignori­eren eine ori­ma Möglichkeit ihm zu zeigen, dass es so eben nicht klappt.
    Wenn Mon­ster uner­wün­scht­es Ver­hal­ten zeigt, ist das in der Regel mit einem Ziel ver­bun­den, dass nichts mit dem Gewin­nen mein­er Aufmerk­samkeit zu tun hat. Wenn er dann wirk­lich mal einen anderen Hund anpö­belt, meint er das auch ernst. Ignori­eren würde uns da nicht viel brin­gen. Sein Vorgänger war ein Jagdhund mit nicht zu unter­schätzen­dem Jagdtrieb, der häte gan sich­er auc nicht durch Ignori­eren das Jagen gelassen, habe ich aber ach nie von enem Hun­de­train­er als Tipp bekom­men

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