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Die ersten Tage ohne Sam

Drei Wochen ist es nun schon her, dass Sam in sein neues Zuhause gezo­gen ist. Alle, die den Artikel “Wenn nichts mehr geht…” noch nicht ken­nen, kön­nen hier nach­le­sen, wie es dazu gekom­men ist, dass Sam ein neues Zuhause bekom­men hat.

Nun sind einige Tage ver­gan­gen, unsere Gedanken haben wir sortiert und es ist Zeit, euch zu bericht­en, wie der Abschied ver­laufen ist und wie es uns seit dem geht.

Am 24.05. bracht­en wir Sam abends in sein neues Zuhause. In den let­zten zwei Monat­en hat er mehrere Woch­enen­den und auch bere­its eine gesamte Woche dort ver­bracht. Sein Kör­bchen einzu­pack­en und ihn dor­thin zu fahren, war für uns also keine unge­wohnte Sit­u­a­tion. Es hätte sich in jedem Fall anders ange­fühlt, wenn wir ihn und seine Sachen das erste Mal ins Auto getra­gen hät­ten.

Der Abschied fiel recht kurz aus. Als Sam aus dem Auto ausstieg und sein neues Her­rchen und Frauchen sah, freute er sich tierisch und ran­nte ganz selb­stver­ständlich zur Haustür und wollte rein. Wir tauscht­en uns kurz aus, über­gaben den Impf­pass, stre­ichel­ten ihm noch ein­mal über den Kopf und das war auch eigentlich schon alles. Dadurch, dass er jet­zt bei dem Brud­er mein­er besten Fre­undin lebt, ste­ht man ohne­hin in Kon­takt und er ist nicht aus der Welt. Wir wis­sen, dass wir ihn wieder­se­hen wer­den.

Da wir ihn in den let­zten Monat­en immer mal wieder dort hin gebracht hat­ten, hat sich darin eine gewis­sen Rou­tine entwick­elt. Das war für uns und ihn nichts Neues. Der einzige Unter­schied lag darin, dass wir uns darüber bewusst gewe­sen sind, dass wir ihn zum let­zten Mal dor­thin brin­gen wür­den. Sam blick­te sich noch nicht ein­mal um und ging ganz selb­stver­ständlich mit den bei­den nach oben.

Wir hat­ten bere­its einige Wochen, um uns an den Gedanken zu gewöh­nen, dass er in ein neues Zuhause ziehen wird. Für uns war das eben­so in Ord­nung wie für ihn und so ver­lief der Abschied von bei­den Seit­en aus mit wenig Tren­nungss­chmerz. Wir wussten bei­de, dass es die richtige Entschei­dung ist und ich komme auch nicht umher zuzugeben, dass die let­zten Wochen nicht ein­fach gewe­sen sind und wir nicht grund­los ein neues Zuhause gesucht haben.

Wir sind froh, dass wir für ihn ein per­fek­tes Zuhause gefun­den haben und weil bei uns allen vom ersten Moment an das Bauchge­fühl passte, ist das eine Entschei­dung, mit der wir gut umge­hen kön­nen und die uns let­z­tendlich auch nicht mehr allzu schw­er gefall­en ist, als der Tag des Abschieds gekom­men war.

Dass der Platz vor der Heizung nun leer ist und dort kein Kör­bchen mehr ste­ht, war kurz komisch, aber ver­flog auch wieder. Sam hat­te in let­zter Zeit sehr “schwitzende Pfoten” und hin­ter­ließ mit jedem Schritt Pfoten­ab­drücke auf dem Boden. Ich nehme an, dass er durch die Sit­u­a­tion eben­so gestresst war wie alle anderen auch, sodass ich die schwitzen­den Pfoten auf den Stress geschoben habe. Es war kurz selt­sam über­all seine Abdrücke zu sehen, sodass ich den Boden am Tag nach seinem Auszug geschrup­pt habe, um die let­zten Pfoten­ab­drücke zu beseit­en. Das mag nun selt­sam klin­gen, aber irgend­wie brachte das so eine Art Schlussstrich mit, den man irgend­wie brauchte, um die Sit­u­a­tion ver­ste­hen zu kön­nen.

Jan sagt immer, es wäre für ihn um einiges schlimmes gewe­sen, wenn hier über­haupt kein Hund mehr wäre. Das wäre eine viel größere Umstel­lung. Natür­lich ist es noch ein­mal etwas kom­plett anderes, wenn plöt­zlich gar kein Hund mehr im Haus ist.

Püp­pi hat recht schnell gewit­tert, dass an Jans Seite ein Platz frei gewor­den ist und hat ihn schneller als wir guck­en kon­nten für sich beansprucht. Sie liebt ihn so sehr. Das ist echt nicht nor­mal 🙂 Sie bekommt richtig leuch­t­ende Augen, wenn sie ihn sieht. Da kön­nte ich glatt eifer­süchtig wer­den 😀 Spaß bei­seite, von Eifer­sucht unter und mit Hun­den haben wir erst ein­mal genug 🙂 Queen mag ihn auch, wobei Queen ihr Liebe — und zwar ganz generell — nicht allzu gut zeigen kann 😀 Madame ist mit dem Zeigen von Emo­tio­nen eher zurück­hal­tend und ist auch längst nicht so anhänglich wie Püp­pi.

Wir alle haben uns sehr schnell an die Sit­u­a­tion gewöh­nt und auch Sam geht es dort sehr gut. Wir wis­sen, dass es die beste Lösung ist und da wir schon einige Wochen Zeit hat­ten, uns mit dem Gedanken auseinan­der zu set­zen, er schon einige Male dort gewe­sen ist und hier ja nach wie vor zwei Fell­nasen rum­laufen, ist uns der Abschied nicht allzu schw­er gefall­en. Sam auch nicht und das ist auch gut so. Und eigentlich zeigt uns das ja nur, dass es für alle die richtige Entschei­dung gewe­sen ist…

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2 Kommentare

  • Sandra & Shiva

    Manch­mal ist eine Tren­nung der beste Weg. Sam ist glück­lich! Ihr seid glück­lich! Ihr hät­tet ihm keinen größeren Gefall­en tun kön­nen. Wer weiß, vielle­icht find­en er und die Mädels gemein­same Gas­sirun­den nach ein­er Weile gar nicht mehr so schlimm und freuen sich aufeinan­der. Schließlich kann ja nach­her jed­er wieder in seine eige­nen vier Wände zurück­kehren und hat seine Ruhe.

    Flauschige Grüße
    San­dra & Shi­va

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