Erfolgreiche Klage wegen erhöhter Steuern für Listenhunde ?>

Erfolgreiche Klage wegen erhöhter Steuern für Listenhunde

Eine kleine Gemeinde in Garmisch — Parten­kichen forderte die Hal­terin eines Rot­tweil­ers auf, den höchst möglichen Steuer­satz für Hunde in Deutsch­land zu bezahlen. Für den dort gelis­teten Rot­tweiler sollte die Dame 2.000 EUR zahlen, obwohl der Hund laut eines Gutachters als unge­fährlich eingestuft wor­den ist.

In der Regel wer­den in der stre­it­ge­gen­ständlichen Gemeinde für einen Hund 75,00 EUR Steuern fällig.

Dies wollte die Besitzerin des Rot­tweil­ers nicht auf sich sitzen lassen. Mith­ilfe eines Recht­san­walts ging sie gerichtlichen gegen den Steuerbescheid vor.

Der Recht­san­walt machte vor Gericht auf den 26 mal so hohen Betrag aufmerk­sam, der sich hochgerech­net auf die durch­schnit­tliche Lebens­dauer auf rund 30.000 EUR Hun­des­teuern belaufen würde.

Der Richter erkan­nte — allerd­ings erst in der zweiten Instanz — die Unver­hält­nis­mäßigkeit an und gab der Besitzerin Recht. Sie durfte genau wie die anderen Hun­de­hal­ter auch 75,00 EUR bezahlen.

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Der Rot­tweiler — ein traumhaft schöner Hund http://www.rottweiler.de/wp-content/uploads/2013/11/Rottweiler-Erziehung.jpg

Das Bundesverwaltungsgericht entschied

Das Bun­desver­wal­tungs­gericht hat mit­tler­weile entsch­ieden, es sei ins­ge­samt recht­mäßig, wenn die Steuer für bes­timmte Rassen höher aus­fallen als für andere Hunde. Die Grenze sei allerd­ings über­schrit­ten, wenn die Steuer die jährlichen durch­schnit­tlichen Hal­tungskosten für den Hund über­steigt (Az: BVerwG 9 C 8.13).

Ganz allgemein

Deutsch­land und Öster­re­ich sind weltweit die einzi­gen bei­den Län­der, die von Hun­debe­sitzern Steuern ver­lan­gen. Jedoch kön­nen sich viele Men­schen die Hun­des­teuer bere­its für „nor­male“ Hunde nicht mehr leis­ten. Die bewusst über­höhte Hun­des­teuer der Städte und Gemein­den für kreierte Lis­ten­hunde mit den erlasse­nen Kampfhun­de­verord­nun­gen und Geset­zen, soll vor allem die Anschaf­fung und Hal­tung ver­hin­dern. Mit fatalen Folgen.

Viele sog. Lis­ten­hunde sitzen in Tier­heimen und veg­etieren vor sich hin, weil sie nach Jahrzehnte langer Diskri­m­inierung nicht ver­mit­tel­bar sind.

Als Recht­san­wältin setze ich mich für das Recht der Tier­hal­ter ein und berate bun­desweit auf diesen Gebiet.

Bei Rechts­fra­gen und per­sön­lichen Angele­gen­heiten kon­tak­tiert mich gerne über www.ra-konczak.de

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4 thoughts on “Erfolgreiche Klage wegen erhöhter Steuern für Listenhunde

  1. Anmerkung zum all­ge­meinen Teil:
    In der Schweiz muss man auch Hun­des­teuer bezahlen. Je nach Kan­ton oder Gemeinde unter­schei­det sich die Höhe der Steuer, aber ich weiss nicht, wie es bei Lis­ten­hun­den aussieht. 🙂

  2. Dau­men hoch, dass sie wirk­lich den nor­malen Satz bezahlen muss.
    Mir platzt regelmäßig die Hutschnur, wenn ich mal wieder lese, dass eine Gemeinde den Satz für Sokas so astronomisch hoch ansetzt. Meist dann für 3 oder 4 Hunde die in der Gemeinde leben.
    Ist ja nicht so als hät­ten Soka-Halter noch nicht genug Auflagen.
    Ich hoffe das sich in den näch­sten Jahren da was tut.
    Die Gesetze sind ein­fach lach­haft. Im einen Bun­des­land ist der Hund gefährlich im anderen nicht und wenn er die grenze über­quert, wird er automa­tisch gefährlich.
    Und gän­geln tun die Gesetze sowieso nur die ver­ant­wor­tungsvollen Halter.

  3. Mich stört immer wieder, dass die ganzen lieben Stafford­shire Ter­rier und andere Hunde, im Tier­heim leben müssen. Nur weil es den Men­schen mit Lis­ten­hun­den in Deutsch­land so schwer gemacht wird. Dabei sind diese Rassen in anderen Län­dern als Nanny Hunde ange­se­hen, weil sie loyal sind und meis­tens sind sie sehr fre­undliche Tiere. Toll, dass hier wenig­stens die über­höhten Steuern nicht bezahlt wer­den müssen. All­ge­mein muss ja lei­der sogar schon mehr bei der Hun­de­haftpflicht Ver­sicherung gezahlt wer­den. Vielle­icht kommt ja jetzt ein Umdenken in Gang. LG, Luisa

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