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Gastbeitrag von Sören Emmzwoaka — jetzt wird es lustig

Heute gibt es wieder etwas zum Schmun­zeln, denn Sören Emmz­woaka hat passend zu den in dieser Woche anste­hen­den heißen Tage wieder eine lustige Kurzgeschichte für uns.

Achtung Satire: Von Blut­saugern, die keine Vam­pire sind, und Bern­stein-Kokos-Laven­del-Par­füms

Wenn ich mit Moritz in der Zecken­zeit vom gemein­samen Dauer­lauf zurück­kehre, führen wir eine Auszäh­lung durch: Wer hat mehr Blut­sauger einge­sam­melt? Moritz gewin­nt meist deut­lich mit drei zu null. Im ersten Augen­blick erstaunt das, denn wir laufen ja die gle­ichen Wege, sind durch eine Leine miteinan­der ver­bun­den und daher per­ma­nent max­i­mal einen Meter voneinan­der ent­fer­nt. Ander­er­seits halte ich mich auf den Gehwe­gen, während Moritz den vollen Radius der Leine aus­nutzt, um auch mal durch das Gebüsch am Weges­rand zu streifen. Von oben betra­chtet bin ich wahrschein­lich nur ein Kopf mit Schul­tern und regelmäßig her­vorzuck­enden Ober­schenkeln, der für her­ab­fal­l­ende Zeck­en nicht mal halb so gut zu tre­f­fen ist wie der längliche Hun­dekör­p­er. Ein Sieg der men­schlichen Evo­lu­tion und Kul­tur: Weil ich auf zwei Beinen gehe und meinen Kör­p­er mit Stof­fen bedecke, ver­liere ich die Zeck­en-Zäh­lung gegen Moritz.

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Sind die Zeck­en in Moritz‘ Fell lokalisiert, hole ich das OP-Besteck und die Chefärztin, sprich Zecken­zange und Frauchen. Nur Patient Moritz hat ger­ade keinen Ter­min frei und ver­sucht sich um den Ein­griff zu drück­en. Prinzip­iell ist seine Tak­tik, schneller um den Tisch herum­laufen zu kön­nen als ich, zwar schlüs­sig, aber da wir zu zweit sind, führt ihn seine Flucht den­noch recht schnell in die Arme des medi­zinis­chen Per­son­als. Ich fix­iere den Patien­ten, wie man es aus Mit­te­lal­ter-Fil­men ken­nt, wo ein­er armen Seele ohne Betäubung ein fauler Zahn gezo­gen wird, und Frauchen set­zt die Zange an. Manch­mal sind mehrere Anläufe erforder­lich — sehr zum Ver­druss des Patien­ten. Was dem mit­te­lal­ter­lichen Zah­n­pa­tien­ten sein Schnaps war, ist Moritz die Leber­wurst, eine gute Betäubung. Manch­mal erin­nert mich die Wurst aber viel mehr an den Lutsch­er, der Kindern nach ein­er harm­losen Spritze über­re­icht wird.

So ner­ve­naufreibend die Zecken­ziehun­gen auch sind: Man will sie nicht dauernd erleben. Es wäre also ganz prak­tisch wenn die Anti-Zeck­en-Tipps wirk­lich wirken wür­den. Ange­blich schreck­en Bern­stein, Laven­del oder Kokosöl die Viech­er ab. Ver­dop­pelt es den Effekt, wenn man den Bern­stein in Kokosöl badet und dann mit Laven­del par­fümiert? Und was macht man dann mit dem Klotz: Als Kette um den Hals leg­en? Weichkochen und verabre­ichen? Als Zah­n­er­satz implantieren? Ich bin rat­los.

Bloß keine „Chemie“: Die Risiken und Neben­wirkun­gen kön­nen Sie sich an ein­er Pfote abzählen!

Püppi

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Vie­len Dank an Sören für diese Kurzgeschichte. 
 
 
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