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Gewünscht: Ernährung für Dummies

Wir alle haben eines gemeinsam:

Wir wollen das Beste für unseren Hund. Auch und vor allem, wenn es um die Ernährung geht.

Doch was ist eigentlich “das Beste”? Und gibt es das überhaupt?

Früher schien alles so einfach.

Ich erin­nere mich noch gut an die Hunde meines Opas. Er füt­terte sie mit frischem Fleisch und viel Pansen. Das Fleisch bezog er direkt von einer Schlachterei. Zwis­chen­druch gab es mal ein Ei und ich erin­nere mich noch gut an einen großen Eimer mit Biotin.

Den Hun­den schmeckte es. Sie hat­ten tolles Fell und waren stets gesund.

Dann kam die Zeit der Futtermittelindustrie.

Vom Bil­lig­fut­ter aus dem Dis­counter bis hin zu teurem Trock­en­fut­ter wurde die Auswahl immer größer. Man hatte das Gefühl, etwas Gutes zu tun, wenn man in den Tier­markt fuhr und sich beraten ließ. Im Zweifel entsch­ied man sich für die “Haus­marke” und schleppte Monat für Monat die Säcke nach Hause. Eucanuba und Royal Canin waren die Creme de la Creme und wer etwas auf seinen Hund gab, der entsch­ied sich für ein namen­haftes Produkt.

Und heute?

Wir wis­sen nun, dass das Trock­en­fut­ter nicht “das Beste” ist. Wir wis­sen, das tierische Neben­erzeug­nisse Müll sind und dass das Trock­en­fut­ter vollgestopft ist mit irgendwelchen kün­stlichen Zusatzstof­fen. Von Flo­hhals­bän­dern über Steuer­marken wurde schon so einiges in Dosen entdeckt.

Futter1

Kann man sich da noch auf die Futtermuttelindustrie verlassen?

Ganz klar: nein.

Wer sich für ein fer­tiges Pro­dukt aus dem Tiergeschäft entschei­det, sollte sich in jedem Fall mit den Inhaltsstof­fen auseinandersetzen.

Kann man also machen. Oder etwa doch nicht?

Ich bin Per­fek­tion­ist. Für meine Hunde ist das Beste ger­ade gut genug. Den Gedanken, dass ich mehr machen kön­nte, wäre nichts für mich.

Doch was ist eigentlich das Beste?

Ernährung­sex­perten würde nun den Fin­ger heben und laut die vier magis­chen Buch­staben aneinanderreihen.

BARF

Man füt­tert also frisches Fleisch beste­hend aus Muskelfleisch, Innereien, Pansen und RFK. Dazu kommt Gemüse und Obst. Alles in einem bes­timmten Ver­hält­nis zum Gewicht.

Kein Prob­lem.

Wenn das Wörtchen Wenn nicht wäre…”

Hinzu kom­men Öl. Und hier­bei bitte nicht immer das gle­iche ver­wen­den, aber Achtung nicht jedes Öl ist gut, wenn der Hund Prob­leme mit dem Bewe­gungsap­pa­rat hat. Und manche Öle bitte ganz genau abmessen.

Zudem füt­tert man Kräuter. Hier­für gibt es zahlre­iche Kräuter­mis­chun­gen im Laden, mit angegebener Dosierung. Klingt doch ein­fach oder? Ist es aber nicht. In den Kräuter­mis­chun­gen sind viele Dinge enthal­ten, die der Hund eigentlich gar nicht braucht. Und was ist eigentlich mit Seeal­gen? Braucht der Hund die wirk­lich oder schaden sie ihm vielle­icht sogar?

Und da ist noch das Prob­lem mit dem Fleisch. Wieviel Fett muss da eigentlich drin sein? Wo kommt das eigentlich her? Und sitzt in der Leber nicht vielle­icht sogar der ganze chemis­che Mist, den vorher das Tier bekom­men hat? Und was ist mit Kehlkopf? Sitzt da vielle­icht noch was von der Schild­drüse drin?

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Und über­haupt? Wie abwech­slungsre­ich muss das Fut­ter über­haupt sein? Und wieviel ver­schiedenes Fleisch und Gemüse bzw. Obst muss ich eigentlich geben?

Man kann sich einen Ernährungs­plan erstellen lassen. Doch ich kann für meinen Teil sagen, dass den­noch zahlre­iche Fra­gen aufkom­men. Ein Plan ist hil­fre­ich — keine Frage. Doch immer wieder tauchen neue Fra­gen auf.

Man kann sich nach und nach durch­wurscheln. Kann sich die Antworten auf die Fra­gen im Inter­net suchen oder Experten fragen.

Doch schafft das wirklich Klarheit?

Gesunde Ernährung ist ein Fass ohne Boden.

Immer wieder tauchen neue Fra­gen auf. Immer wieder neue Unsicher­heiten, die einem Angst ein­ja­gen. Die oben aufge­führten Fra­gen sind nur ein Bruchteil vom dem, was einem Bar­fer durch den Kopf geht. Mache ich wirk­lich alles richtig?

Ein Bluttest kann die Lösung sein.

Doch wie lange warte ich damit eigentlich? Und was ist, wenn tat­säch­liche Werte nicht passen? Habe ich dann vielle­icht schon einen Schaden angerichtet?

Oder ist das vielle­icht alles über­trieben? Zurück zu den Wur­zlen? Früher gab es all diese Kräuter doch auch nicht oder? Früher hat man auch nicht das Obst und Gemüse abge­wogen. Und übri­gens: Sollte das eigentlich Bio — Qual­ität haben? Genau wie das Fleisch vielle­icht auch?

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Mir ist es wichtig meine Hunde gesund und art­gerecht zu ernähren.

Doch wo liegt eigentlich die Grenze? Ab wann habe ich diesen Punkt erre­icht und was ist nur für Kun­den wie mich gemacht? Für Men­schen, die eigentlich nur das Beste wollen und nicht wis­sen, was genug ist. Noch eine Kräuter­mis­chung noch mehr Öle und Sup­ple­mente. Was brauche ich wirk­lich und was wird mir vielle­icht nur emp­fohlen, weil eine Zusam­me­nar­beit mit einer Firma vorliegt?

Erin­nert ihr euch noch an diese gelb — schwarzen Bücher aus unserer Schulzeit?

Mathe für Dum­mies, Englisch für Dum­mies und so weiter?

Selbst wenn man nicht zu den “Dum­mies” zählte, so waren diese Bücher ein­fach klasse.

Sie enthiel­ten nur das Wichtig­ste und man kon­nte sich auf den Inhalt verlassen.

So etwas wün­sche ich mir auch.

Ein Buch “gesunde Ernährung für Dum­mies”, welches mir alles ver­rät, was ich wis­sen muss und nichts Unnötiges enthält.

Es wird immer ver­rück­ter. Es wird auf immer mehr geachtet und immer mehr verlangt.

Bar­fen wird zu einer Lebens­form. Ich nehme mir gerne die Zeit eine gesunde Mahlzeit für meine Hunde zuzu­bere­iten, doch wenn mein Küchen­tisch voll steht mit Dosen, Ölen, Zusätzen und son­sti­gen Mis­chun­gen, dann glaube ich, bin ich über das Ziel hinausgeschossen.

Nor­maler­weise ver­lasse ich mich auf mein Bauchge­fühl. Egal, ob es um Erziehungs­fra­gen oder Gesund­heitliches geht. Ich kann mich auf meinen Bauch verlassen.

Doch was das Thema Ernährung bet­rifft, so hat mich mein Bauchge­fühl im Stich gelassen.

Wie macht ihr das? Habt ihr einen Plan, auf den ihr euch ver­lassen könnt? Ignori­ert ihr all die kleinen Fra­gen am Rande oder geht ihr dem nach?

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14 thoughts on “Gewünscht: Ernährung für Dummies

  1. Hallo Sab­rina,

    wieder mal echt süße Fotos. 

    Jaja, die liebe Ernährung. Ich füt­tere roh seit mit­tler­weile über 9 Jahren. Ab und zu gab es mal kurze TroFu-Phasen , aber im Wesentlichen wurde Rocky ab seinem 5. Leben­s­jahr roh gefüt­tert und Shiva von Anfang an. Es gibt aber auch Zeiten, da bin ich mir ganz unsicher, ob alles so richtig ist, was ich mache. Wie du so schön sagst: Man will ja das Richtige und vor allem das Beste für sein Tier.
    Ich schreibe bewusst, dass ich roh füt­tere, weil ich kein oder kaum Gemüse dazu füt­tere. Rocky hat es gut ver­tra­gen und gemocht. Shiva mutiert von den meis­ten Gemüs­esorten zu einem kleinen Gaswerk und pro­duziert Gase, bei denen ich ern­sthaft über­lege, ob ich es noch wagen kann, das Feuerzeug zu betätigen.
    Als Hand­bücher (für Dum­mies) hab ich das kleine, aber feine Werk von Swanie Simon und Nat­ural Dog Food. Dort steht alles wesentliche drin und mehr brauch ich eigentlich nicht. 

    Flauschige Grüße
    San­dra & Shiva

    1. Das Buch von Swanie hab ich auch … Ich habe es auch kom­plett gele­sen mit dem Ergeb­nis, dass ich noch ver­wirrter gewe­sen bin als je zuvor 😀

  2. Ich mache aktuell bei Swanie Simon eine Aus­bil­dung zum Ernährungs­ber­ater mit dem Schw­er­punkt BARF! So kann ich auf jeden Fall sicher stellen dass ich dann auch aus­ge­wogen füttere…
    Ich habe schon einiges aus­pro­biert an Fut­ter aber mit dem Rohfleisch fahren meine Hunde und ich am besten! Und nun runde ich das ein­fach ab 🙂

    Aber Du hast Recht dass die ganze Sache um das Fut­ter immer wirrer wird!
    Ich bin mit­tler­weile aus fast allen BARF-Foren aus­ge­treten da ja immer jeder Recht haben will! Und immer wis­sen Fremde alles besser.…
    Aber lei­der sind die Zoofachgeschäfte auch nicht die erste Wahl für eine Fut­ter­ber­atung! Denn die wollen verkaufen ohne den Hund dazu zu kennen.…
    Ich denke jeder Hal­ter sollte das Fut­ter wählen, das für seinen Hund am besten verträglich ist! 

    Ich freue mich schon darauf Ren und Stimpy eeeendlich eigene schön aus­gear­beit­ete Fut­ter­pläne herzustellen 🙂

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

    1. Ich habe das Buch von Swanie gele­sen und fand es ein­fach nur ver­wirrend. Ich hoffe, dass du dort die Infor­ma­tio­nen find­est die du suchst 🙂
      Es wird wirk­lich immer wirrer. Diese ganze Foren und Grup­pen gle­ichen zum Teil einer Sekte. Jeder hat plöt­zlich die Weisheit für sich beansprucht. Mich ver­wirrt und verun­sichert so etwas nur

      1. Ich habe nun fast die Hälfte der Fort­bil­dung geschafft und ich bin kein Stück verwirrt!
        Eine sehr gute Aus­bil­dung bei der man mit vie­len Infor­ma­tio­nen ver­sorgt wird!
        Gute Dozen­ten mit viel Wis­sen, das sie auch gerne weitergeben!

        Mal sehen was ich dann daraus mache 🙂

        Liebe Grüße

        1. Das glaube ich sofort.
          Ich per­sön­lich kann für mich nur sagen, dass das Buch mich ver­wirrrt hat. Das kann natür­lich sein, dass es an meinem Ken­nt­nis­stand­lag, weil dieses Buch für mich die erste Berührung mit dem Thema Barf gewe­sen ist.
          Das die Aus­bil­dung super ist, hört man über­haupt und glaub ich sofort

  3. Hallo Sab­rina, ich habe mich auch mit diesem Thema auseinan­der­set­zen müssen und ger­ade wenn ich dachte ich habe alles ver­standen, hat mich eine andere Aus­sage wieder verun­sichert. Ger­ade bei einem Chi­huahua war es eine Her­aus­forderung passenden Por­tio­nen zufinden. Über­all waren Mindestabnahmemengen. 

    Jetzt habe ich den besten Liefer­an­ten ever gefun­den, der sagt: keep it sim­ple !! Er por­tion­iert 100g Würste — die per­fekt für meine Maus ist und wir haben auch keinen Ernährungs­plan. Er arbeitet mit einem Tier­arzt zusam­men, der auch sagt: rech­nete nicht herum, son­dern geht mit eurem Hund raus und spielt mit ihm. 

    Auf seiner Home­page steht genau dass was man wis­sen muss und man kann die Her­steller immer anschreiben und es wird SOFORT geant­wortet. Hätte ich diesen Liefer­ant schon früher gehabt, hätte ich mit viel grü­beln ers­paren kön­nen ;)) ich finden deinen Artikel wirk­lich toll und regt zum nach­denken an. Ich musste ein biss­chen schmun­zeln, weil ich genau diese Fra­gen hatte ;))

  4. Liebe Sab­rina,
    vor einem Jahr war ich an der gle­ichen Stelle. Ich war kom­plett ver­wirrt. Ich musste meine Hündin umstellen vom Fer­tig­fut­ter, weil sie es nicht ver­tra­gen hat (ehrlich gesagt hätte ich es sonst wahrschein­lich nicht gemacht). Hab mir einen Plan erstellen lassen und wahnsin­nig viel gele­sen. Und mit jedem Buch und jedem Blo­gein­trag wurde ich ver­wirrter. Ich hab mich bald mehr mit der Ernährung meines Hun­des beschäftigt als mit meinem Hund selbst. Und dann hab ich Stopp gesagt. Ich habe mich dran gesetzt und den Plan den ich hatte erweit­ert. Hab ihn so für 4 Wochen erstellt, dass sie mit allem ver­sorgt sein müsste was sie benötigt, habe den Plan kor­rigieren lassen und füt­tere sei­ther danach. Die Blut­bilder sind in Ord­nung, ihr geht’s gut und sie verträgt ihr Fut­ter super. Ich lese mit­tler­weile eigentlich kaum noch was zum Thema, weil dann doch immer wieder der Gedanke aufkommt, ob ich das nicht auch sollte.
    Ich bin nicht dafür geschaf­fen frei Schnauze zu füt­tern. Mir hilft mein Plan und das genaue Abwiegen (ich weiß ganz böse, aber wir kom­men so klar). Meine Hündin wiegt 2,5kg wenn ich mich hier ver­schätze, macht das einen großen Unter­schied. Aus Ernährungs­diskus­sio­nen halte ich mich in der Regel ein­fach raus. Jeder Hund soll fressen was ihm bekommt. Ich weiß nicht, ob ich bereit wäre meinen Gefrier­schrank kom­plett meinem Hund zu opfern und nichts mehr für mich vorkochen zu kön­nen, abends für ihr Fut­ter in der Küche zu ste­hen und mit Sachen zu hantieren, die ich als Veg­anerin eigentlich eklig finde, wenn ich es nicht müsste. Unser zweiter Hund wird nun auch gebarft, aber das eher der Ein­fach­heit wie aus der Überzeu­gung das einzig wahre Fut­ter damit zu haben.
    Die Bücher Swanie und Nat­ural Dog Food haben mir sehr geholfen und ich kaufe mir keine neuen Bücher mehr.
    Ich habe für mich entsch­ieden, dass ich es so gut mache wie ich eben kann. Per­fekt bin ich nicht, aber ich lasse es immer wieder mal nach­schauen. Wenn dann was nicht stimmt, kann ich immer­noch nachbessern. Lieber ver­bringe ich Zeit mit spie­len und kuscheln als damit mir ständig Gedanken um die Ernährung zu machen. Damit fahren wir heute sehr gut.

    Liebe Grüße
    Miriam

  5. Hallo Sab­rina,
    nettes Thema,
    hatte let­ztens wieder geschmun­zelt, als ich die Höhle der Löwen geschaut hatte und Jemand dort mit seiner Kräutermischung(für Hunde) beste­hend unter anderen aus Schaf­s­gabe, die Löwen überzeu­gen wollte.Der eine Löwe wun­derte sich stark, denn bei ihn bekom­men die Hunde nur frisches Fleisch.“Was soll denn ein Hund mit Kräutern?!?!”(Jeder Hund verträgt anderes besser und näch­stes wieder nicht)

    - Nu ja, ich lasse mich auch ganz schön ver­wirren, wenn ich in iwelche Foren lesen.Aber selb­st­sicherer bin ich schon gewor­den und weiß, dass eine Kräuter­mis­chung oder Brokkolie oder oder MEINEN Hund genauso gut tut wie mir.Denn Essen ist unsere Medeizin.

    Wenn man sich Informiert und nicht zu naiv an das Frischfüt­tern oder Bar­fen rangeht glaube ich, dass der Hund bekommt was er brauch.

    Bei Gelenkprob­le­men kein Getreide geben, dieses
    ich nenne es Gerücht hält sich ja auch super eigentlich in allen Foren.-Aber was spricht denn dage­gen täglich gluten­freies Getreide zu geben?, was spricht gegen ab und zu mal Nudeln im Essen?!? Nix!Denn die Menge macht ja das Gift!

    Nur Eiweiß als energieliefer­ant finde ich fraglich.
    Weil, man liest ja auch mager soll das Fleisch sein bloß kein Fett!! 😀

    ich denke, aber auch dass viele Hunde ein­fach ein gutes kalt­ge­presstes Fut­ter bekom­men soll­ten, denn das ist bes­timmt besser als falsch frisch zu füttern.

    Ah, da kön­nte ich jetzt noch so viel schreiben und während des Schreibens, denke ich mir doch, mach ich wirk­lich alles richtig?!?! 😀

    Ich hoffe das ist jetzt nicht zu viel Durcheinander.Waren ger­ade ein­fach meine Gedanken dazu.

    Liebe Grüße

    1. Ich hab Dien­stag auch die Höhle der Löwen geguckt. Hab ihn per­sön­lich auf der House­Of­Dogs in Berlin ken­nen­gel­ernt. Dort wirkte er um einiges souveräner 😀

  6. Ich finde es nor­mal, dass man sich all diese Fra­gen stellt. Und dass man manch­mal ver­wirrt ist. Mir geht das genauso. Mag sein, dass das Bauchge­fühl einem da nicht weit­er­hilft, aber der gesunde Men­schen­ver­stand tut es dann doch. Der Hund hat andere Nährstoff­bedürfnisse als ein Men­sch, deshalb kann man nicht so ein­fach von sich auf den Hund schließen. Kann man wirk­lich nicht? Ich finde, doch. Wir haben für uns als Men­schen gel­ernt, was gesunde Ernährung ist: Möglichst frisch (damit viele Enzyme und Vit­a­mine erhal­ten bleiben), möglichst abwech­slungsre­ich (damit man die ganze Band­bre­ite der Nährstoffe nutzt), möglichst pur und unver­ar­beitet (damit keine Zusatzstoffe nötig sind) und möglichst hochw­er­tig (ohne Gifte und Medika­menten­rück­stände). Wenn man das auf den Hund anwen­det, ist man doch schon einen Riesen­schritt weiter. Dann geht es nur noch um die richtige Aufteilung der Rohstoffe. Ich achte vor allem auf Kalz­i­um­menge, Pro­teinan­teil und Energiege­halt. Wenn das über den Dau­men stimmt und das tut es ja, wenn man das Beutetierkonzept in etwa im Blick hat, dann sollte alles gut sein. Ich denke nicht, dass es (die oberen Kri­te­rien voraus­ge­setzt), einen großen Unter­schied macht, ob der Hund mal 60% oder 80% tierische Bestandteile bekommt. Haupt­sache, es immer mal alles Gute dabei. Innereien, Fisch, Ei, Muskelfleisch, Knochen oder entsprechen­der Ersatz, Grünzeug. Wer Bio oder Wei­de­tiere füt­tert, muss sich noch nicht mal beson­ders um die Fettsäuren sor­gen, die sind dann automa­tisch aus­ge­wogen. Ich wiege nur deshalb die Ratio­nen ab, damit der Hund nicht zuviel bekommt – bes­timmt nicht, um den richti­gen Man­gange­halt nach einer Excel-Tabelle abzu­bilden. Und ich bin mir sicher, dass mein Hund besser ernährt wird als ich selbst. Ein Blut­bild, so wird ger­warnt, bringt auch keine Klarheit. Na, dann halt nicht. Man darf sich ein­fach nicht irre machen lassen. Nat­ural Dog Food ist für mich auch das beste Hun­deernährungs­buch, was ich kenne.

  7. Liebe Sab­rina,
    ich kenne das gut. Auch ich habe immer wieder Momente, in denen ich mich frage, ob ich alles richtig mache. Ich möchte nie wieder einen kranken Hund haben und ahnen, dass meine Fehler zur Erkrankung beige­tra­gen haben.
    Mir helfen dann zwei Dinge: Erstens lese ich dann zum gefühlt hun­dert­sten Mal in Juli­ette de Bairacli-Levys “The Com­plete Herbal Hand­book” das Ernährungskapi­tel und rufe mir in Erin­nerung, dass diese Frau Jahrzehnte extrem gesunde Hunde gezüchtet hat. Zweit­ens erin­nere ich mich daran, dass ich auch für mich und den Lieblings­mann jeden Tag koche, ohne irgend­was auszurech­nen oder abzuwiegen. Und auch wir leben nicht nur, son­dern sind inzwis­chen auch schon seit Jahrzehn­ten ver­dammt gesund.
    Ein kleines Drit­tens: Ich habe diese ver­dammten Facebook-Gruppen zum Thema Ernährung verlassen. 😀
    Her­zliche Grüße
    Ste­phie mit Enki und Luna

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