House of Dogs — wir waren dabei

Am ver­gan­genen Woch­enende öffnete die House of Dogs in Berlin zum ersten Mal ihre Türen. Als wir von der Messe hörten, dachte ich direkt “Da muss ich hin!”. Umso größer war die Freude, als wir zur Messe ein­ge­laden wurden.

Kurzzeitig dro­hte der Trip nach Berlin ins Wasser zu fallen. Püp­pis Milchzahn hatte sich entzün­det und musste oper­a­tiv ent­fernt wer­den. Doch der Arzt gab uns grünes Licht, sodass wir schließlich doch nach Berlin reisen konnten.

House of Dogs11

Fre­itag abend kamen wir in der Haupt­stadt an. Wir über­nachteten im Ralaxa Hotel am Pots­damer Platz. Ich kann dieses Hotel jedem empfehlen, der mit seinem Hund nach Berlin reisen möchte. Über­rascht wur­den wir mit zwei hüb­schen Decken für die Vier­beiner, zwei Spiel­sachen, Näpfen und Leck­ereien. Queen und Püppi waren begeis­tert. Auch für die Zweibeiner ließ das Hotel keinen Wun­sch offen. Daher aboslute Empfehlung von uns 🙂

Nach­dem wir am Sam­stag mor­gen bei blauem Him­mel und strahlen­dem Son­nen­schein vor dem Bran­den­burg­er­tor gefrüh­stückt hat­ten, machten wir uns gestärkt auf den Weg zur Messe.

Bere­its um zwanzig vor zehn war dort einiges los, obwohl die Messe erst offiziell um 10 Uhr begin­nen sollte. Im Ein­gangs­bere­ich wurde die Imp­fausweise kon­trol­liert und teil­weise auch die Chip­num­mern mit einem Lesegerät verglichen.

Ich muss zugeben, dass die Sit­u­a­tion etwas chao­tisch war. Ich ver­suchte eine Schlange zu erken­nen, doch alle standen irgend­wie in einem Kreis um die Damen am Ein­lass herum. Dadurch war es sehr eng für die Hunde. Die große Dogge einer Mitar­bei­t­erin machte die Sit­u­a­tion nicht ein­facher, weil man sich erst ein­mal über sie beu­gen musste, um über­haupt die Impf­pässe abgeben zu kön­nen. Ich komme nicht umher zuzugeben, dass man den Ein­lass etwas struk­turi­erter hätte auf­bauen kön­nen. Ich jeden­falls war mit der Sit­u­a­tion etwas überfordert.

In der Halle ver­schafften wir uns einen kurzen Überblick über die Stände und schauten uns anschließend den Innen­hof an. Dort waren einige Sitzgele­gen­heiten aufge­baut und es gab ver­schiedene Stände mit leck­erem Essen.

House of Dogs3

Bere­its vor dem eigentlichen Blog­gertr­e­f­fen ent­deck­ten wir die ersten Mädels, sodass sich eine kleine Gruppe bere­its im Innen­hof ver­sam­melte. Von den anderen erfuhr ich auch, dass es auch noch eine obere Etage gab. Die hatte ich zuvor gar nicht ent­deckt. Die obere Ebene erre­ichte man entweder durch eine Git­tertreppe oder durch einen Aufzug.

2016-06-11 19.02.43

Während wir im Innen­hof standen, lief eine läu­fige Bull­doggen­hündin an uns vor­bei. Sie trug eine Läu­figkeit­shose, welche im “Pipi  — Bere­ich” für die Hunde aus­ge­zo­gen wurde. Man kon­nte deut­lich sehen, dass die Hündin läu­fig war. In meinen Augen ein absolutes No Go. Ich ver­stehe nicht, wie man diese Hündin auf die Messe schlep­pen kann. Manche Hun­debe­sitzer scheinen wirk­lich nur von der Wand bis zur Tapete zu denken. Aber auch beim Ein­lass hätte an dieser Stelle einge­grif­fen wer­den müssen.

Um elf Uhr war es dann soweit und wir trafen uns mit allen Blog­gern und der Ver­anstal­terin Anette Pet­zoldt in der Ein­gang­shalle. Gemein­sam gin­gen wir nach oben auf die Dachterasse und wur­den dort auf ein Getränk ein­ge­laden. Die selb­st­gemachte Limon­ade war ein­fach nur lecker. Während eines super net­ten Gesprächs beka­men wir einige Insider — Infor­ma­tio­nen. Ich emp­fand es als unglaublich sym­pa­tisch, dass uns auch Fra­gen zur Finanzierung des Pro­jekts beant­wortet wur­den und wir einen ehrlichen und inter­es­san­ten Ein­blick hin­ter die Kulis­sen beka­men. Das Gespräch hat mir wirk­lich gut gefallen und Anette Pet­zoldt ist eine wirk­lich sehr sym­pa­tis­che Frau.

Anschließend wur­den wir zum Stand der Prinzessin von Hohen­zollern geführt. Die Prinzessin hat näm­lich ihr eignes Fut­ter entwick­elt und uns dieses vorgestellt. Es war wirk­lich inter­es­sant, sie auch mal per­sön­lich ken­nen zu ler­nen, obwohl ich den Ein­druck hatte, dass sie doch sehr pro­fes­sionell an die Sache herang­ing und wenig Platz für Per­sön­liches war. Eigentlich sprudel­ten die Inform­tio­nen nur so aus ihr her­aus. Es war schön zu sehen, dass es sich bei der ganzen Sache wirk­lich um ein Herzen­spro­jekt von ihr han­delt, denn sie war voller Energie und Liebe bei der Sache. Allerd­ings komme ich auch nicht umher zuzugeben, dass ich von den Pro­duk­ten nicht ganz so viel halte. Die Zusam­menset­zung der einzel­nen Dosen kam nicht immer auf 100% — teil­weise fehlten bis zu 30% an Angaben bezüglich des Inhalts. Außer­dem gibt es das Fut­ter nur in kleinen Dosen, sodass man allein für Queen täglich auf weit mehr als 10,00 EUR Fut­terkosten käme. Aber ihre Kollek­tion besteht nicht nur aus Fut­ter an sich, son­dern auch aus Pflege­pro­duk­ten, Leinen, Kör­bchen und sogar aus einem Hun­dekuchen aus der Dose, den die Prinzessin selbst pro­bierte und auch uns zum Testen anbot.

Die Prinzessin hat ins­ge­samt 12 Hunde und 8 Katzen aus dem Tier­schutz gerettet und spendet daher für jedes verkaufte Pro­dukt an Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen. Auf Nach­frage ver­riet sie uns, dass es sich pro Dose um einen Cent han­delt, der gespendet wird (der Preis der kle­in­sten Dose liegt bei rund 4,00 EUR). Ich finde es super, dass sich die Prinzessin für den Tier­schutz ein­setzt. Den­noch muss ich zugeben, gedacht zu haben, dass es sich um mehr als nur einen Cent han­deln würde.

Anschließend beka­men wir alle eine Tasche von ihr geschenkt. Diese war gefüllt mit ihren Pro­dukte, die ich im Laufe der näch­sten Tage noch genauer vorstellen werde.

Nach­dem sich die Prinzessin rund zwanzig Minuten Zeit für uns nahm, wurde uns noch ein neues und frisches Unternehmer vorgestellt, die ihre Pro­dukte in Mün­ster her­stellen. Das Untenehmer wirkte sehr inter­es­sant, die Leute super nett und so kom­plett anders als die andere. Aber auch dazu gibt es bald mehr 🙂

Nach dieser Führung waren wir erst ein­mal ent­lassen und ver­schafften uns selbst einen groben Überblick über alle Stände der Messe. Ins­ge­samt waren es 110, verteilt auf zwei Ebe­nen. Viele Unternehmer waren mir neu. Mir gefiel, dass auf die typ­isch großen Fir­men bewusst verzichtet wurde. Mit Aus­nahme von Terra Canis.

2016-06-11 19.02.41

Mein absoluter Lieblings­stand wurde uns von Allie von 2&4zusammenunterwegs gezeigt. Die hüb­sche Maus hat ein Unternehmen ent­deckt, welches Fut­ter in Lebens­mit­telqual­ität selbst einkocht. Natür­lich durften auch Queen und Püppi pro­bieren. Queen bekam das Rin­der­menü in eine extra Schüs­sel und fraß dieses — trotz des Trubels — direkt auf. Ich staunte nicht schlecht, denn so kan­nte ich meine Dame nun wirk­lich nicht. Püppi durfte auch testen. Ihr wurde ein Pro­bierteller vom Stand hin­un­tergestellt mit den Worten “Dann kann die Kleinen auch mal einen Hap­pen testen”. Die Kleine hat schnell gezeigt, wie groß sie schon ist. Denn nach­dem uns erk­lärt wurde, wie das Fut­ter hergestellt wird, staunten wir alle nicht schlecht, als wir fest­stellen mussten, dass Püppi den gesamten Teller aufge­fut­tert hatte. Natür­lich haben wir von jedem Menü etwas mit nach Hause genom­men und wer­den auch dieses Fut­ter bald noch genauer vorstellen.

House of Dogs9

Außer­dem kam ich an diesen bei­den Spielzeu­gen nicht vor­bei 🙂 In dem Huhn ist ein Ball eingear­beitet, der mit Nop­pen aus­ges­tat­tet ist. Queen liebt diese Bälle und ist ganz vernarrt in das neue Spielzeug 🙂

2016-06-11 20.38.55

Was uns gut gefallen hat

Die Ver­anstal­terin­nen waren super nett und haben uns einen tollen Ein­blick hin­ter die Kulis­sen geboten. Wir wur­den mehr als fre­undlich emp­fan­gen und ich hatte wirk­lich das Gefühl, dass sie sich über unseren Besuch auf der Messe freuen wür­den. Die Auswahl der Aussteller fand ich sehr gelun­gen. Es war eine bunte Mis­chung und für jeden etwas dabei.

House of Dogs5

Zudem waren einige Aktions­flächen aufge­baut, die wir natür­lich auch gerne genutzt haben.

Die Vorträge und Gespräch­srun­den während der Messe war sehr infor­ma­tiv und bunt gemis­cht. Wer sich informieren wollte, hatte wirk­lich viele Möglichkeit und eine große Auswahl.

Was uns nicht so gut gefallen hat

Als Urbuxer bin ich natür­lich ein Fan von solchen Gebäu­den, den­noch war der alte Post­bahn­hof nicht die per­fekte Loca­tion für diese Ver­anstal­tung. Die Gänge waren sehr schmal, die Git­tertreppe bere­it­ete dem ein oder anderen Hund große Prob­leme und auch die Geräuschkulisse war teil­weise sehr hoch.

Die Aktions­flächen waren unbeauf­sichtigt. Einige Hun­debe­sitzer nutzen beispiel­sweise die dort ungesicherte Wippe. Uns blieb kurz das Herz ste­hen, als ein Hund dort herun­ter­fiel und sich dabei ver­letzt hatte.

House of Dogs4

Während der Messe wurde der char­man­teste Mis­chling gewählt. Das ganze war sehr süß aufge­zo­gen und niedlich gestal­tet. Den­noch kann ich nicht nachvol­lziehen, warum die Zuschauer der­art laut geklatscht und gejubelt haben. Im Sinne unserer Hunde sollte doch auf diese Geräusche verzichtet wer­den, denn man kon­nte beobachten, wie einige Hunde sehr empfind­lich auf das laute Jubeln reagierten. Zudem wur­den die Vorträge im hin­teren Teil der Halle hier­durch gestört.

Son­nen­schirme im Innen­hof wären richtig super gewe­sen. Es war für die Hunde mor­gens schon zu warm in der Sonne, sodass man sich einen Platz außer­halb der Sitzbänke suchen musste.

Ein Teil des Pro­gramms war eine im Erdgeschoss stat­tfind­ene Ausstel­lung von Bull­doggen. Lei­der haben wir dort einige unschöne Sit­u­a­tio­nen sehen müssen, die nicht uner­wähnt bleiben kön­nen. Die Besitzer sind zum Teil wirk­lich unmöglich mit ihren Hunde umge­gan­gen. Diese wur­den am Hals­band hochge­zo­gen oder es wurde ihnen ins Ohr geschrien. Nicht wenige Vier­beiner wur­den an dün­nen Ket­ten­hals­bän­dern geführt, die auch noch als Würger genutzt wur­den. Damit die Hunde schön aufrecht gehen, wurde die Leine hochge­hal­ten, damit der Hund gar nicht anders kann, als den Kopf zu heben. Am Nach­mit­tag lagen diese Hunde in winzi­gen Käfi­gen, in denen sie nicht mal bequem liegen kon­nte neben dem Ring und zum Teil direkt neben Laut­sprech­ern. Ich bin mir dur­chaus bewusst, dass es diese Hun­debe­sitzer über­all gibt. Vielle­icht ist es naiv sich zu wün­schen, dass die Ver­anstal­ter hier ein­greifen wür­den. Es ist ja auch eigentlich gar nicht ihre Auf­gabe. Allerd­ings hätte ich es schön gefun­den, wenn ein Zeichen gesetzt würde, indem zum Beispiel nur art­gerechte Hals­bän­der ver­wen­det wer­den dür­fen. Irgen­deiner muss mal den Anfang machen.

Um diese Ausstel­lung herum ver­sam­melten sich einige Zweibeiner mit ihren Bull­doggen. Dort mit Queen vor­beizu­laufen glich einem Spießruten­lauf, weil die Bull­doggen zum Teil sehr aggres­siv waren und kein Maulkorb trugen.

Im einem etwas engeren Gang kam uns eine ältere Dame mit einem kleinen Mis­chling ent­ge­gen. Vor uns lief ein Mann mit seinem Hund. Die Dame sprach diesen völ­lig hek­tisch an “Nehmen Sie ihren Hund zu sich. Wenn der meinem zu Nahe kommt, beißt der direkt zu”. Es lässt sich auf Messen ein­fach nicht ver­mei­den, dass die Hunde Kon­takt zueinan­der haben. Man läuft teil­weise eng an ihnen vor­bei, sodass schon mal hier und da geschnup­pert wird. Ich finde es unver­ant­wortlich, wie man einen Hund mit zu einer Messe nehmen kann, der nach eige­nen Angaben “direkt zubeißt”. Zumin­d­est hätte dieser Hund einen Maulkorb tra­gen müssen.

Der Bere­ich, in dem sich die Hunde lösen kon­nten, war groß genug, bestand jedoch haupt­säch­lich aus Sand. Ab dem Nach­mit­tag lagen lei­der einige Glass­cher­ben in dem Sand. Einige Besucher der Messe nutzen diese Fläche zum Spie­len für ihre Hunde. Große schwere Bull­doggen spiel­ten dort miteinan­der und man kon­nte beobachten, dass sich einige Hun­debe­sitzer gar nicht mehr in diesen Bere­ich trauten, weil die Besitzer ihre Hunde unan­geleint laufen ließen, obwohl sicht­bar war, dass andere die Fläche gerne für das nutzen woll­ten, wofür sie eigentlich gedacht war.

Ich hätte mich sehr über einen Presseausweis gefreut, denn dieser macht es erfahrungs­gemäß oft ein­facher, mit Unternehmen ins Gespräch zu kommen.

Unser Highlight

Die Mädels!

Ich fand es mega schön, die Mädels der anderen Blogs endlich mal live und in Farbe sehen zu dür­fen. Direkt von der ersten Sekunde an, fühlte es sich an, als wür­den wir uns alle ewig ken­nen. Im Schat­ten machten wir es uns auf einer Treppe gemütlich. Selbst, wenn zwis­chen­durch einige von uns, “eine Runde drehten”, so fan­den wir dort immer wieder zusam­men. Wir tauschten uns aus, lachten viel und schmiede­ten gemein­same Pläne. Alleine das war die Reise abso­lut wert. Ich hoffe so sehr, dass es nicht bei diesem einzi­gen Mal bleibt und wir uns alle in Zukunft öfter sehen können.

Unser Fazit

Die Zeit auf der Messe war super schön. Die Aussteller waren bunt gemis­cht und inter­es­sant gestal­tet. Die Vorträge waren vielfältig und man hatte viele Möglichkeiten tolle Infor­ma­tio­nen zu sammeln.

Die Loca­tion war cool und typ­isch Berlin, aber lei­der nicht ganz so hun­de­fre­undlich wie erhofft.

Wir haben tolle Unternehmen ken­nen ler­nen dür­fen und wur­den mehr als fre­undlich behandelt.

Trotz der Kri­tikpunkte wür­den wir in jedem Fall wiederkom­men und freuen uns schon jetzt auf das näch­ste Jahr. In der Hoff­nung, dass wir das Blog­gertr­e­f­fen dort zur Tra­di­tion wer­den lassen können 🙂

Teilen Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+
Posted on: 14. Juni 2016Sabrina

4 Gedanken zu „House of Dogs — wir waren dabei

  1. Vie­len lieben Dank für den tollen Bericht!
    Wir waren eben­falls ein­ge­laden, aber Berlin ist ein­fach in diesem Jahr zu weit weg gewe­sen. Wirk­lich schade, denn ich hätte euch alle gerne mal “in echt” kennengelernt. 

    Die Messe an sich hört sich vielver­sprechend an, hof­fen wir, dass die Ver­anstal­ter noch die ein oder andere Verbesserung vornehmen. 

    Liebe Grüße, Anja und Lucy

  2. Das klingt nach einem Horror-Ort für Hunde. Zumin­d­est für meinen. Sollte ich näch­stes Jahr mal dort oder auf einer anderen Hun­demesse sein – nur ohne Hund. Danke für den auf­schlussre­ichen Bericht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.