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[Hund verursacht Unfall — Und nun?]

Wir alle haben schon erlebt, wie schnell ein Hund auf die Straße sprin­gen kann. Eine klap­pernde Müll­tonne, her­aus­ge­zo­gene Rol­laden oder das Zuschla­gen ein­er Tür kann plöt­zlich die Ursache sein, dass der Hund sich erschrickt und auf die Straße springt. Die Katze auf der anderen Straßen­seite kann den Hund der­art reizen, dass er sich los­reißt und hinüber ren­nt.

Wir alle wis­sen, wie gefährlich ein plöt­zlich­er Sprung auf die Straße sein kann – vor allem dann, wenn sich genau in diesem Moment ein Fahrzeug nähert. Der Fahrer wird mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahrschein­lichkeit vor Schreck brem­sen und zwar der­art stark, dass ein gegebe­nen­falls dahin­ter fahren­des Fahrzeug direkt auf­fährt.

Doch welche Konsequenzen kommen in einer solchen Situation auf uns Hundehalter zu?

Verur­sacht der Hund einen Auf­fahrun­fall, so haftet der Hun­de­hal­ter auf­grund der Gefährdung­shaf­tung zu zwei Drit­tel. Zu einem Drit­tel haftet der Fahrzeugführer, der den Hund am Straßen­rand hätte sehen kön­nen und mit erhöhter Alarm­bere­itschaft hätte reagieren müssen. Fahrzeugführer, die einen Hund am Straßen­rand sehen, soll­ten daher stets die Geschwindigkeit der­art reduzieren, dass sie prob­lem­los brem­sen kön­nten.

Recht3

Jeden Hun­de­hal­ter trifft eine gewisse Auf­sichts­flicht. Das bedeutet, dass man alle erforder­lichen Vor­sichts­maß­nah­men tre­f­fen muss, um eine Gefährdung ander­er auszuschließen. Es darf also keine andere Per­son oder Sache zu Schaden kom­men. Dazu gehört zum Beispiel auch das Benutzen eines tauglichen Hals­ban­des sowie ein­er adäquat­en Leine. Der Ein­wand, das Hals­band oder die Leine sei geris­sen, ent­lastet den Hun­de­hal­ter fol­glich nicht.

Selb­st bei einem aus­ge­bilde­ten Hund bleibt auf­grund der Unberechen­barkeit der Tiere immer ein gewiss­es Risiko beste­hen. Es reicht ein klein­er Moment der Unaufmerk­samkeit oder eine Schreck­sekunde und die Katas­tro­phe ist da. Aus diesem Grund bieten einige Hun­de­ver­bände Übungsstun­den und Lehrgänge an, bei denen der Hun­de­führer das richtige Ver­hal­ten gegenüber Men­schen und anderen Tieren lernt. In eini­gen Hun­de­schulen kön­nen Sachkun­de­nach­weise erlangt und Prü­fun­gen dies­bezüglich abgelegt wer­den. Im Falle eines Schadensereigniss­es ist die Recht­spo­si­tion eines aus­ge­bilde­ten Hun­des sowie des sachkundi­gen Hun­de­hal­ters defin­i­tiv die bessere, als die des uner­fahre­nen Besitzers eines untrainierten Hun­des.

Wir alle kön­nen schnell vor dem Prob­lem ste­hen, dass unser Hund einen Schaden verur­sacht hat. Daher soll­ten wir uns der Gefahren bewusst sein und entsprechend vor­bere­it­et sein. In eini­gen Bun­deslän­dern sind Tier­hal­ter­haftpflichtver­sicherung erst bei ein­er Wider­resthöhe von 40 cm vorgeschrieben. Kleinere Hunde kön­nen ohne Ver­sicherungsnach­weis gehal­ten wer­den. Wenn wir uns nun vorstellen, wie schnell bei einem Verkehrsun­fall der Schaden im vier­stel­li­gen Bere­ich liegt, dann stellt sich die Frage, ob eine Tier­hal­ter­haftpflichtver­sicherung nicht für jeden Hund abgeschlossen wer­den sollte. Ob groß oder klein, ob geset­zlich vorgeschrieben oder frei­willig — eins ist sich­er: im Schadens­fall wer­den wir uns alle wün­schen, eine Ver­sicherung abgeschlossen zu haben.

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