Ich drücke wieder die Schulbank

Ich drücke wieder die Schulbank

Ich zähle zu den Men­schen, die immer ein Ziel haben müssen. Eine Peitsche im Rücken und eine Karotte vor der Nase — nur so fühle ich mich gut. Nun sollte man meinen, dass meine Kan­zlei, mein Shop und dieser Blog doch meinen Tag füllen soll­ten. Und eigentlich ist das auch so.

Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, vielle­icht doch nochmal die Schul­bank zu drücken. Vielle­icht doch noch Hun­dewis­senschaften studieren? Vielle­icht doch noch Hun­de­trainer werden?

Ich schob den Gedanken erst ein­mal zur Seite. Weiß ja auch eigentlich noch gar nicht, wo die Reise momen­tan hingeht. Nun habe ich mich kom­plett auf das Tier­recht spezial­isiert und das war auch defin­i­tiv die richtige Entschei­dung. Der Shop läuft aber auch immer besser und macht so viel Spaß. Vielle­icht ist auch das “mein Ding.”

Im Zuge all dieser Gedanken, erre­ichte mich eine Mail. In dieser wurde mir ange­boten, einen Kurs bei NHAD zu besuchen. Zugegeben, im ersten Moment musste ich schmun­zeln. Denn es han­delte sich nicht um Hun­dewis­senschaften oder Hun­depsy­cholo­gie. Der Kurs trägt den schlicht und ein­fachen Namen “Hunde frisieren.”

Ich musste schmun­zeln. Ich sollte also ler­nen, wie man Hunde frisiert?

Ich?

Schnell ent­deckte ich die Vorteile aus dem Kurs. Püp­pis Fell wächst wie Unkraut und ich muss ihr ständig die Augen, Ohren und Pfoten frei schnei­den. Prak­tisch, wenn man auch den Rest des Fells selbst pfle­gen und schnei­den kön­nte. Außer­dem ist der Zeitaufwand über­schaubar und ich hatte Lust auf eine kleine Herausforderung.

Also sagte ich zu.

Schnell bekam ich die Kur­sun­ter­la­gen zugeschicht. Ein hüb­scher Ord­ner und einzeln ver­packte Lek­tio­nen. Jede Lek­tion gliedert sich in einen aus­führlichen Wis­sensteil mit anschaulichem Bild­ma­te­r­ial. Anschließend fol­gen Fra­gen zu dem Kapi­tel, mit denen man selbst prüfen kann, wieviel Wis­sen man sich bere­its aneignen kon­nte. Zum Schluss einer Lek­tion findet man die Hausauf­gaben. Diese muss man zu seinem Dozen­ten schicken und bekommt sie bin­nen 5 Tagen kor­r­rigiert zurück.

Bere­its die erste Lek­tion war anspruchsvoller als ich dachte. Man lernt eine ganz Menge über die Fell­struk­turen, ver­schiede­nen Schneide– und Pflück­tech­niken, Hautkrankheiten und vieles mehr.

Meine ersten Hausauf­gaben habe ich bere­its kor­rigiert zurück­bekom­men und was soll ich sagen: 100 von 100 Punkten 🙂

Vielle­icht ent­decke ich noch ungeah­nte Talente 😀

Nun ist das Geheim­nis um das Bild mit dem Ord­ner von NHAD gelüftet und wer weiß, vielle­icht fahre ich in fünf Jahren mit einem hier­für umge­bauten Wohn­mo­bil durch die Gegend und frisiere Hunde.

Nach dem ver­rück­ten let­zten Jahr sage ich niemals mehr nie 🙂

Ich werde auf jeden Fall noch aus­führlich über den Kurs berichten, sobald ich ihn abgeschlossen habe.

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Posted on: 20. Juni 2016Sabrina

11 Gedanken zu „Ich drücke wieder die Schulbank

  1. Wow, ich bewun­dere deine Energie! Und ich bin ges­pannt, was daraus wird. Jeden­falls wün­sche ich dir viel Erfolg und wer weiß: Vielle­icht sehen wir dich bald ja auf Vox oder so! 🙂

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Na da möchte ich der lieben Franzi nicht in ihr Ding fuschen 🙂
      Ich find es eine coole Erfahrung und es macht mir Spaß. Und wenn ich unterm Strich nur den Frisuer für Püppi spare, dann ist es auch ein Gewinn. Und wer weiß, vielle­icht mache ich doch — um es mit Zohans Worten zu sagen — den ein oder anderen Hund sedig glänzend 😀

    1. Ich bin das von Queen auch gar nicht gewohnt. Doch Püp­pis Fell braucht so viel Pflege, damit habe ich nicht gerech­net. Man bürstet sie mor­gens und abends ist sie schon kurz vorm Ver­filzen. Da muss man echt Zeit investieren. Und ich find es super, dass ich das dem­nächst selbst kann, denn ich kön­nte mir vorstellen, dass man beim Friseur auch den ein oder anderen Euro lassen kann…

  2. Sehr cool, liebe Sabrina!
    Ich liebäugele auch ger­ade mit der ein oder anderen Weit­er­bil­dung, bisher scheit­ert es aber an der Finanzierung. NHAD sagte mir bisher nichts, schau ich mir aber jetzt mal an, vielle­icht ist da ja was passendes dabei. 

    Berichte mal auf jeden Fall weiter über deine Erfahrung mit dem Fernstudium…dein Stu­di­en­gang wäre auch für mich nicht schlecht, so mit Puckys Fell und so…bisher reicht es nur für’s ‘Kurzmachen’ 😉

    1. Ich hätte den Kurs auch nicht gemacht, wenn er mir nicht im Rah­men einer Koop­er­a­tion bezahlt wor­den wäre. Zur Zeit würde so etwas ein­fach nicht drin sitzen.
      Ich finde den Kurs auf jeden Fall super inter­es­sant und bisher kann ich über die Organ­i­sa­tion dort nur pos­i­tives berichten. Ich werde aber noch einen aus­führlichen Bericht schreiben, wenn der Kurs been­det ist 🙂

  3. Die Anfrage für den Kurs habe ich auch bekom­men… und mich ziem­lich gefragt, wie um alles in der Welt ich Genki und Momo mit ihren 5mm Fell frisieren soll. Für mich war das also nichts, ich bin aber trotz­dem ges­pannt, wie der Kurs so für dich sein wird.

  4. Zwis­chen Hun­dewis­senschaften und Hunde frisieren liegen aber Welten 🙂

    Wichtig ist am Ende aber eh nur, dass es einen selbst erfüllt, und falls du mal mit dem Wohn­mo­bil und einer Schere aus­ges­tat­tet in NRW ankommst, sag Bescheid. 

    Viele Grüße
    Maren

    1. Ja das stimmt. Aber der Kurs macht Spaß und ist momen­tan eine tolle Sache neben­bei. Klingt das etwas nach einer ersten Kundin? 😉

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