Körbchengeflüster — der Mensch hinter dem Blog — heute: Moe & Me ?>

Körbchengeflüster — der Mensch hinter dem Blog — heute: Moe & Me

Wir alle haben etwas gemein­sam: Wir lesen gerne Hun­de­blogs. Auch ich als Blog­gerin habe auf meiner Liste einige Blogs, die ich regelmäßig lese und gern ver­folge. Die meis­ten dieser Blog­ger durfte ich per­sön­lich ken­nen lernen. 

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich per­sön­lich liebe es, den Men­schen hin­ter dem Blog zu ken­nen. Als Leser bekommt man irgend­wann ein Gespür dafür, was für ein Men­sch hin­ter dem Blog steckt. 

Doch wie viel weiß man eigentlich wirklich?

In einer Zeit, in der die Hun­de­blogs immer mehr zu einem Rat­ge­ber wer­den und das Per­sön­liche immer mehr in den Hin­ter­grund zu rücken scheint, möchte ich heute eine neue Blo­greihe starten. 

In den näch­sten Wochen möchte ich euch meine lieb­sten Blogs vorstellen. Ich werde die Men­schen hin­ter dem Blog inter­viewen und sie mit den per­sön­lich­sten Fra­gen löch­ern, die man nur stellen kann. 

Heute macht die liebe Nicole von Moe & Me den Anfang. Sie hat sich meinen Fra­gen gestellt und es ist ein sehr per­sön­liches Inter­view entstanden.

Das kom­mende Inter­view wird ein sehr Per­sön­liches. Fällt es dir schwer, auf deinem oder in diesem Fall auf meinem Blog Per­sön­liches von dir Preis zu geben?

Mit­tler­weile nicht mehr, obwohl ich den­noch unter­scheide: Es gibt das Per­sön­liche und es gibt das Pri­vate. Mir passieren oft­mals Dinge, die z.B. mit meiner Fam­i­lie & Moe zu tun haben – über diese schreibe ich dann nicht.
Man kann sehr wohl per­sön­lich schreiben, ohne zu pri­vat zu wer­den. Allerd­ings musste ich das auch erst ein­mal ler­nen: Am Anfang hatte ich das Gefühl, die Grenze viel früher ziehen zu müssen und wollte so unper­sön­lich wie möglich schreiben.
Jetzt bin ich an einem Punkt, an dem es mir wichtig ist, per­sön­lich zu schreiben. Nicht, weil das irgend­wie erwartet wird, son­dern weil ich her­aus­ge­fun­den habe, dass es sich so für mich am Leicht­esten schreibt. 🙂

Auf deinem Blog gehst du offen damit um, dass Moe HD hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie man sich dabei fühlt und ich glaube, wir sind uns da ziem­lich ähn­lich. Wie geht es dir damit? Wie gehst du damit um?

Sagen wir es so: Es gibt gute und es gibt schlechte Tage. Nor­maler­weise ver­suche ich ihn ein­fach machen zu lassen.
Wie du weißt, haben bei uns sämtliche Nahrungsergänzungsmit­tel etc. keinen oder nur wenig Erfolg gebracht. Umso älter Moe wird, desto mehr sehe ich, wie er langsamer wird, wie er teil­weise torkelt, es immer schwieriger für ihn wird, aufzustehen.
Bei jedem Sprung zucke ich zusam­men, wenn er humpelt, mache ich mir sofort Gedanken.
Gle­ichzeitig ver­suche ich ruhig zu bleiben. Moe hilft es ja nicht, wenn ich ständig einen kon­trol­lieren­den Blick habe und ihn ein­schränke. Ich denke, so lange er sich so bewegt, wie er das möchte, wird das schon in Ord­nung sein. Er wird mir zeigen, wenn er nicht mehr kann. Aber heute haben wir auch einen guten Tag – sonst hätte ich auf die Frage vielle­icht anders geantwortet. 😉

Ich per­sön­lich finde alte Hunde haben etwas Magis­ches an sich. Lei­der hatte ich nicht das Glück, dass meine Hunde alt gewor­den sind. Moe ist zwar noch kein alter Opi, doch steuert er so langsam darauf zu. Wie denkst du darüber? Freust du dich auf die gemein­same Zeit, in der Moe ein weiser Hun­deopi sein wird oder hast du Angst davor?

Es macht mir Angst, dass wir nur noch begrenzt Zeit haben. Die Uhr tickt – das ist mir bewusst, auch wenn Moe mit seinen fast 8,5 Jahren noch kein richtiger Opi ist.
Aber, wie oben schon gesagt: Ich merke, dass er langsamer wird, mehr Ruhep­ausen braucht. Gle­ichzeitig liebe ich alte Hunde und mag es sehr, dass Moe langsam grau um die Schnauze wird. Natür­lich braucht er mehr Schlaf, aber er ist auch sehr kusche­lig geworden.
Wir ver­brin­gen viel mehr ruhige Momente miteinan­der als vorher und ich hoffe, wir wer­den noch ganz viele gemein­same Jahre haben.

Was möcht­est du in deinem Leben gerne erreichen?

Wenn ich die Frage ganz ego­is­tisch beant­worten darf: Ich möchte für mich die max­i­male Frei­heit. Die Frei­heit, dort zu leben, wo ich es möchte. Die Frei­heit, ich sein zu dür­fen. Die Frei­heit, jeden Tag neu zu entschei­den, wohin die Reise geht.
Und sonst habe ich auch eine Bucket List mit Din­gen, die ich gerne ein­mal erlebt haben möchte.

Welche Werte und Charak­tereigen­schaften sind dir wichtig? Worauf legst du bei deinem Mit­men­schen wert?
Oh, das ist gar nicht so leicht. Eigentlich ver­suche ich, die Men­schen so zu akzep­tieren, wie sie sind. Den­noch gibt es Charak­terzüge und Eigen­schaften, die ich schätze.
Es ist wohl nor­mal, dass man am Ehesten nach Men­schen sucht, die einem ähneln. Von daher ist mir Pünk­tlichkeit sehr wichtig, Ehrlichkeit, jemand, der das Herz auf der Zunge trägt und andere so akzep­tiert, wie sie sind.

Welche Eigen­schaften und Charak­terzüge sind gar nichts für dich?

Jemand, der Tiere kom­plett ablehnt, wäre für mich sehr schwierig. Ebenso ein abso­lut neg­a­tiv oder kom­plett pos­i­tiv denk­ender Mensch.
Ich habe aber auch Prob­leme mit sehr extro­vertierten, lauten Men­schen – gle­ichzeitig kann ich auch nur sehr schwer mit sehr ruhi­gen, in sich gekehrten Typen.
Was mich richtig auf die Palme bringt, sind Men­schen, die sich über andere lustig machen.

Wovor hast du Angst?
Wo fange ich an, wo höre ich auf? 😀 Ich habe panis­che Angst vor Luft­bal­lons. Ich habe Angst vor Weberknechten und Schnaken (die legen näm­lich ihre Eier unter der Haut ab! Ganz sicher.), ich habe große Angst vor Ohrenkneifern, ich mag große Men­schen­men­gen nicht.
Film­szenen, die mir Angst machen, sind die, in denen Män­ner sich rasieren (die kön­nten sich ja schnei­den) und Unter-Wasser-Szenen (wenn Men­schen ertrinken). Dabei liebe ich Hor­ror­filme und schwimme /tauche selbst total gerne – ohne Angst zu haben.
Ich habe Angst davor, dass Moe ganz plöt­zlich stirbt. Und die Liste ist mit Sicher­heit noch sehr viel länger.


Gab es Momente, die dein Leben völ­lig verän­dert haben? 

Es gibt genau 2 Momente. Der eine ist zu pri­vat, als dass ich ihn nieder­schreiben möchte.
Der zweite ist mein Auszug: Das war das Beste und Wichtig­ste, was ich für mich getan habe und das mein Leben kom­plett verän­dert hat. Wäre ich nicht wegge­zo­gen, wäre ich heute defin­i­tiv ein anderer Men­sch – und ich bin nicht sicher, ob ich den mögen würde.

Was stört dich an der Blog­ger­welt, was magst du besonders?
Wenn ich ehrlich bin, halte ich mich weitest­ge­hend aus der Blog­ger­welt raus – obwohl ich sel­ber blogge. Es gibt nur wenige Blog­ger, die mich total inter­essieren und noch weniger, die sel­ber einen Hun­de­blog haben.
Störend finde ich die Entwick­lung, dass viele mit­tler­weile nicht mehr für sich und über ihren Hund schreiben, son­dern dass der Hund nur noch neben­säch­lich erscheint und sich viele als Experten posi­tion­ieren wollen. Aber das ist Geschmackssache.
Glück­licher­weise gibt es ja immer noch kleine, feine Blogs, die anders sind und nicht den Anspruch haben, beson­ders hil­fre­ich sein zu wollen. 😉
Was ich beson­ders mag: Durch das Bloggen habe ich mit­tler­weile viele tolle Men­schen auch per­sön­lich ken­nen ler­nen dür­fen. Es ist großar­tig, wenn man merkt: Ich bin nicht alleine! Für andere ist der Vier­beiner genauso wichtig.

Wo siehst du dich in zehn, wo in zwanzig Jahren?
Ins­ge­heim hoffe ich, mich noch mehr von allem Materiellen lösen zu kön­nen und der Hip­pie sein zu kön­nen, der ich im Herzen längst bin. 🙂
Ich kann nicht sagen, wo ich mich in 10 oder 20 Jahren sehe, weil ich noch nie langfristig geplant habe. Wün­sche habe ich allerd­ings: Ich wün­sche mir, glück­lich zu sein und inner­lich aus­geglichen zu sein.
Ich wün­sche mir, die Welt zu sehen und einen Ort zu finden, an dem ich Frieden finde. Ob das in 10 oder 20 Jahren ist, später, früher – so lange ich das finde, was ich suche, ist es mir egal.

Hast du das Gefühl beim Schreiben deiner Artikel du selbst sein zu kön­nen? Und warum ist das so?

Ja, kom­plett. Aber das war nicht immer so: Meine Artikel von 2010 – 2015 sind angestrengt, irgend­wie nicht richtig ich. Weil ich nicht wusste, was ich eigentlich erzählen wollte. Alles klang so falsch.

Das ist jetzt nicht mehr so. Moe & Me bin ich, abso­lut, 100%.

Liebe Nicole,

vie­len Dank, dass du dich meinen Fra­gen gestellt hast und so viel Per­sön­liches mit uns geteilt hast. 

Ich freue mich schon auf das näch­ste Inter­view und werde der­jeni­gen nun mal verkün­den, was ich mit ihr vorhabe 🙂 

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5 thoughts on “Körbchengeflüster — der Mensch hinter dem Blog — heute: Moe & Me

  1. Hallo Sab­rina,
    Eure bei­den Blogs sind zusam­men mit “komm­st­duhier­her” die einzi­gen die ich lese, weil, wie Nicole sagt:” ich merke, dass anderen ihr Hund genauso wichtig ist”
    Vie­len Dank für den Blick hin­ter die Kulissen.
    Gruß, Ute&Kara

  2. Liebe Sab­rina,

    vie­len Dank für das schöne Inter­view. Die Fra­gen waren echt mal beson­ders und nicht alltäglich. 🙂 Ich bin schon ges­pannt auf die anderen Blogger!

    Liebe Grüße
    Nicole

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