Mehr als “nur” ein Frauchen?

Mehr als “nur” ein Frauchen?

Vor Kurzem kam meine Fre­undin Tabea zurück nach Deutsch­land. Sie war lange in Aus­tralien und hat dort auf einem Pfer­de­hof gear­beitet. Nun ist sie zurück und bleibt bis April in Deutsch­land. Dann geht es für sie weiter nach Neuseeland.

Wir ken­nen uns nun schon viele Jahre — 10, wenn ich mich nicht irre. Wir haben uns schon immer gut ver­standen, doch momen­tan ganz beson­ders. Zudem teilen wir uns unseren gemein­samen besten Fre­und. Na wenn das nicht zusammenschweißt 🙂

Doch was hat das nun mit diesem Blog oder den Wuffels zu tun?

Tabea ist die einzige Fre­undin, die keinen Hund hat.

Unser Aktiv­itäten beschränken sich also nicht auf Hun­derun­den oder Stun­den in der Hun­de­schule. Und so kam es, dass wir spon­tan in einem Club waren, weil Jan Leyk — oh ich liebe ihn 😀 — dort aufgelegt hat. Seit Jaaaaaahren bin ich nicht feiern gewe­sen. Einige Tage später waren wir in Biele­feld im Loom shop­pen. Und nun haben wir uns im Fit­nesstu­dio angemeldet.

Für viele von euch wird das vielle­icht nor­mal sein. Für mich ist es das nicht.

Ich arbeite von Zuhause aus und wenn man einen Shop, einen Blog und zwei Hunde hat dann bleibt nicht viel Zeit übrig. Hier liegen drei Bücher, die für Rezen­sio­nen gele­sen wer­den müssen und ich weiß gar nicht, wann ich das schaf­fen soll. Wer eben­falls selb­st­ständig ist, der weiß, dass man irgend­wie nie so richtig Feier­abend hat. Es gibt immer etwas zu tun.

Ich war erstaunt wie gut unsere Aktiv­itäten mit den Hun­den vere­in­bar waren. Bevor es in den Club ging, drehten wir einen große Runde und unterm Strich waren wir auch nicht lange weg. Die Hunde kamen völ­lig ver­schlafen um die Ecke als ich nach Hause kam. Bevor wir nach Biele­feld fuhren, haben wir die große Wal­drunde gedreht, get­rickst und Leck­erlis gesucht. Die bei­den waren platt. Wir sind erst nach dem Mit­tag gefahren und so dauerte es nicht lange, bis Her­rchen nach Hause kam und die Hunde nicht mehr alleine gewe­sen sind. Und mal eben eine Stunde zum Sport gehen ist ja ohne­hin kein Problem.

Doch irgend­wie fühlt es sich komisch an.

Je länger ich von Zuhause weg bin, desto häu­figer checke ich die Uhrzeit. Ich werde zunehmend unruhiger bis ich schließlich nur noch nach Hause will. Die Hunde haben keinen Stress alleine zu bleiben. Manch­mal schlafen sie, manch­mal spie­len sie und manch­mal deko­ri­eren sie die Woh­nung um. Ich habe vor eini­gen Tagen hier darüber berichtet. Doch so richtig wohl fühle ich mich nicht, die bei­den allein zu lassen. Ich bin ohne­hin jemand, der ein­fach gewohnt ist, Zuhause zu sein. Die meis­ten Aktiv­itäten finden mit den Hun­den statt und irgend­wie ist es selt­sam sie nicht dabei zu haben.

Es ist ein komis­ches Gefühl. Irgend­wie habe ich ein schlechtes Gewis­sen. Ich habe Lust zum Sport zu gehen, doch werde ich die bei­den nun ein bis zwei mal die Woche alleine lassen müssen. Ich merke, dass es mir gut tut, auch mal an andere Dinge zu denken. Ich bin den ganzen Tag mit den bei­den zusam­men und ich denke fast den ganzen Tag an sie. Und so kom­men auch einige Sor­gen und Äng­ste zu den Gedanken hinzu. Die bei­den ein­fach mal Hund sein zu lassen, fällt mir als typ­is­ches Helikopter­frauchen wirk­lich schwer. Pausen beim Nähen nutze ich gerne um die bei­den zu beschäfti­gen und ich bin mir sicher, dass es auch einige Tage gibt, an denen die bei­den ein­fach nur gen­ervt von mir sind 😀

Für mich ist es nicht nor­mal auch mal etwas ohne die bei­den zu machen und mich auch mal mit anderen The­men auseinan­der zu set­zen. Doch ich denke, dass es “nor­mal” sein sollte und bes­timmt “gesund” ist. Ich merke, dass ich mir weniger Gedanken und weniger Sor­gen mache. Das ist doch schon mal was 🙂

 Vielle­icht ist es auch ein­fach nur unge­wohnt, weil ich die bei­den sonst eigentlich immer um mich habe. Doch vielle­icht gehören diese Gefühle zum Frauchen sein ein­fach dazu 🙂

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Posted on: 10. Dezember 2017Sabrina

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