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natürliche Hilfe bei Gelenkerkrankungen

Gelenkerkrankun­gen sind Arschlöcher.

Das braucht man weder zu erk­lären noch kann man es schön reden.

Viele Hund, vor allem größere Rassen, haben Prob­leme mit dem Bewe­gungsap­pa­rat. HD, ED, Band­scheiben­vor­fälle und was es nicht alles für einen ätzen­den Mist gibt.

Direkt nach­dem Queens ED ent­deckt wurde, habe ich mich damit auseinan­derge­setzt, wie man sie unter­stützen kann. Von dem Tag an sauge ich alle Infor­ma­tio­nen zu diesem Thema auf wie ein Schwamm. Mit­tler­weile haben wir schon so viel aus­pro­biert und heute möchte ich die Gele­gen­heit nutzen um meine Erfahrun­gen mit euch zu teilen.

Ich möchte an dieser Stelle aus­drück­lich darauf hin­weisen, dass ich weder Tier­arzt, Phys­io­ther­a­peut oder Heil­prak­tiker bin. Alles, was ihr gle­ich lesen werdet, basiert auf meinen per­sön­lichen Erfahrun­gen bei und mit Queen. Die Infor­ma­tio­nen erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. 

Gelenkerkrankun­gen sind Mist. Doch sie haben einen entschei­den­den Vorteil gegenüber manch anderen Erkrankun­gen: Man kennt seinen Feind. Man weiß genau, womit man es zu tun hat. Man sieht Verbesserun­gen oder Ver­schlechterun­gen direkt mit dem eige­nen Augen.

Ich jeden­falls habe beschlossen, der ED den Kampf anzusagen und muss sagen: bis­lang schla­gen wir uns wirkl­cih gut 🙂 Ent­deckt wurde sie mehr oder weniger durch Zufall beim ersten Kon­troll­rönt­gen mit einem hal­ben Jahr. Eine Oper­a­tion wurde nicht durchge­führt. Wir haben das mit ver­schiede­nen Ärtzen besprochen und alle haben davon abger­aten. Queens Ell­bo­gen sind nicht per­fekt, aber es steht auch nichts ab und über. Sie sind ein­fach nicht rund aus­ge­bildet. Unser größtes Prob­lem sind Gelenkentzün­dun­gen. Diese zer­stören das Gelenk und verur­sachen Schmerzen. Unser Fokus liegt also vor allem darauf, Gelenkentzün­dun­gen zu ver­mei­den, falls sie doch auf­tauchen soll­ten, möglichst früh zu erken­nen und schnell behan­deln zu können.

Mit­tler­weile weiß ich: Man kann so viel machen und wenn man am Ball bleibt, dann findet man auch etwas, was dem Hund helfen kann.

Daher habe ich hier einige The­men zusam­menge­tra­gen und erzähle euch heute, was bei uns geholfen hat und worauf wir achten.

Die Bewegung

Nur ein bewegtes Gelenk kann ein gesun­des Gelenk sein.”

Bewe­gung ist beson­ders wichtig, denn nur so kön­nen Bän­der, Sehnen und Gelenke intakt bleiben. Bewe­gung sorgt außer­dem dafür, dass genü­gend Gelenkschmiere gebildet wird.

Viele Men­schen machen den Fehler und scho­nen ihrer Hund, sobald sie erfahren, dass ihr Hund ein Prob­lem am Bewe­gungsap­pa­rat hat. Das ist lei­der ein großer Fehler, der alles noch schlim­mer machen kann.

Natür­lich muss jeder selbst entschei­den, wieviel Bewe­gung sein Hund braucht und was vielle­icht zu viel ist.

Den­noch erzähle ich euch ein­fach mal, wie wir das mit der Bewe­gung handhaben:

Wir gehen täglich 3 bis 4 Run­den und sind ins­ge­samt ca. 2 bis 3 Stun­den unter­wegs. Queen läuft also täglich um die 8 bis 10 km. Machen wir einen Aus­flug am Woch­enende kann es auch mal mehr sein. Ist es warm draußen oder machen wir viel Kop­far­beitn, ist es auch mal weniger. Wir haben hier also keine Einschränkung.

Tra­ben ist übri­gens die gesün­deste Gangart.

Was ich zu unterbinden ver­suche sind schnelle Start– und Stop­be­we­gun­gen. Wir apportieren daher nur unge­fähr ein­mal pro Woche. Hier­bei habe ich die Beobach­tung gemacht, dass Queen sich ruhiger und bewusster bewegt, wenn sie zwei Spielzeuge hat. Eins wird also gewor­fen, während sie das andere die ganze Zeit in der Schnauze trägt.

Queen ist sowieso nicht so der typ­is­che “Ich spiel mit frem­den Hun­den — Hund”. Queen spielt meist mit mir, sodass ich gut darauf achten kann, wie sie sich bewegt. Wenn sie mal mit Püppi richtig wild zocken will, lass ich sie zwar, geh aber irgend­wann dazwis­chen und beende das Spiel durch ein neues ruhigeres Spiel.

Die Ernährung

Unab­hängig von der Art der Erkrankung am Bewe­gungsap­pa­rat soll­ten die Hunde in jedem Fall getrei­de­frei ernährt wer­den (Aus­nahme: Braun­hirse, denn diese soll bei Arthri­tis helfen). Es ist beson­ders wichtig, dass die Hunde schlank bleiben. Übergewicht macht nicht nur generell krank, son­dern ist zudem Gift für die Gelenke. BARF wirkt sich pos­i­tiv auf den Bewe­gungsap­pa­rat aus.

Der Hund sollte Nahrung zu sich nehmen, die möglichst reich an Vit­a­mi­nen, Antiox­i­dantien, Min­er­alien und Spurenele­menten sowie enzün­dung­shem­mende sekundäre Pflanzen­stoffe ist.

Hierzu eignen sich inbeson­dere Kräuter wie Wei­den­rinde, Teufel­skralle, Mädesüß, Bren­ness­sel und Ing­wer um Schmerzen und Entzün­dun­gen zu lin­dern. Cory­dalis und Johan­niskraut für ihre anal­ge­sis­che Wirkung. Große Klette, Ampfer­grind­wurzel und Sar­sa­par­illa als Blutreiniger sowie Sel­l­eriesamen, Schaf­garbe und Bren­nes­sel, um durch ihre harn­treibende Wirkung die Eli­m­inierung der Abfall­pro­dukte der Entzün­dun­gen zu fördern. Hage­but­tenkern­pul­ver wirkt gegen Entzün­dun­gen in den Gelenken und stoppt die Zer­störung des Knor­pels, was wiederum Schmerzen lin­dert und die Beweglichkeit verbessert. Knoblauch hilft als Antiox­i­dans gegen freie Radikale und liefert Selen. Die Algen Spir­ulina und Asco­phyl­lum Nodosum liefern zusät­zlich Spurenele­mente und Aminosäuren.

Bei aktuen Schmerzen kann eine kurzzeit­ige Erhöhung der Vit­a­min C — Zufuhr Lin­derung schaf­fen. Omega — 3 — Fis­chöle soll­ten in Verbindung mit Vit­a­min E gefüt­tert wer­den, da Omega — 3 — Fettsäuren stark entzün­dung­shem­mend wirken.

Zudem gibt es zahlre­iche Pul­ver wie zum Beispiel das bekan­nte MSM.

Ich per­sön­lich habe sehr viele aus­pro­biert und kann sagen, dass Col­lag­ile Dog (beste­hend aus bioak­tiven Kol­la­gen­pep­ti­den) sehr sehr gut wirkt. Einen aus­führlichen Artikel von mir findet ihr hier. Zudem bekommt Queen die Kräuter­mis­chung “Kräfti­gen­des Lau­fle­icht” von Hirten­gold. Dieses besteht aus Grün­lipp­muschel, Teufel­skralle, Ing­wer und Lapa­cho. Beide Pro­dukte sind sehr empfehlenswert.

Grün­lipp­muschelpul­ver fördert die Regen­er­a­tion und den Auf­bau von Knor­pel und Bindegewebe und hat zudem eine her­vor­ra­gende entzün­dung­shem­mende Wirk­samkeit. Dieses Muschelfleis­chmehl ist sehr hil­fre­ich bei allen arthri­tis­chen Beschw­er­den und wirkt am besten, wenn die Zufuhr von Vit­a­min C und Vit­a­min E sowie von hochw­er­ti­gen Omega-3-Fettsäuren gle­ichzeitig erhöht wird.

Viele berichten von einer pos­i­tiven Wirkung der DHN Gelenk — Flex Tablet­ten, falls die Hunde Schmerzen haben. Sollte sich Queens Zus­tand irgend­wann ver­schlechtern, wer­den wir diese Tablet­ten eben­falls testen. Bisher habe ich nur Gutes gehört.

Zur Zeit bekommt Queen diese Ergänzungsmittel:

 Physiotherapie

Queen geht zwis­chen­durch immer mal wieder zur Phys­tio­ther­a­pie. Dort bekommt sie Mas­sagen und Behand­lun­gen, die die Zellerneuerung anre­gen und für Entspan­nung und ein all­ge­meines Wohlbefinden sor­gen. Anschließend geht sie eine halbe Stunde auf das Unter­wasser­lauf­band. Dort kön­nen ver­schiedene Stei­gun­gen sowie die Höhe des Wassers eingestellt werden.

Queen geht aber auch oft ganz alleine zur Phys­io­ther­a­pie, denn sobald sie im Wasser steht, fängt sie ganz automa­tisch an von links nach rechts zu laufen und ihr eignes Kneipp Bad zu nehmen 😀

Bewe­gung im Wasser tut gut. Soll­ten eure Hunde nicht schwim­men, kann man sie auch mit einer Reizan­gel durchs Wasser locken, sodass sie zumin­d­est im Wasser laufen.

Zudem arbeiten wir zwis­chen­durch mit Cav­alet­tis­tan­gen. Auf diese Weise kön­nen viele Muskel­grup­pen beansprucht und das Gang­bild ver­fein­ert werden.

Auch helfen kleine Tricks im All­tag die Beweglichkeit zu erhal­ten. Da Queen kein­er­lei Prob­leme mit dem Rücken hat, lasse ich sie regelmäßig Slalom durch die Beine laufen. Vor­wärts und rück­wärst. So bleiben alle Beine und die Motorik fit. Auch Übun­gen wie Pfötchen geben oder der Wech­sel zwis­chen Sitz und Steh fördern die Motorik und Beweglichkeit. Mir ist es wichtig, dass Queen eine starke Musku­latur im gesamten Kör­per hat. Daher achte ich auch immer darauf, Übun­gen für die Hin­ter­hand einzubauen.

Blutegeltherapie

Nach­dem eine Entzün­dung ein­fach nicht ver­schwinden wollte, haben wir sie schließlich mit einer Blutegelther­a­pie in den Griff bekom­men. Hierüber habe ich hier aus­führlich berichtet.

 Der Alltag

Ich achte darauf, dass Queen nicht zu viel springt. So hebe ich sie zum Beispiel aus dem Auto her­aus. Ich würde sie unter­wegs nie auf eine Mauer locken und sie dann auf den Asphalt sprin­gen lassen. Beim Trep­pen­steigen ist sie in der Regel angeleint. So kann ich kon­trol­lieren, dass sie ruhig und gle­ich­mäßig läuft und nicht die let­zten Stufen springt.

Ich käme nie auf den Gedanken mit einem gelenkerkrank­ten Hund Agility oder ähn­liches zu machen. Doch mit­tler­weile gibt es zahlre­iche Ange­bote für gelenkerkrankte oder ältere Hunde wie zum Beispiel Hoop­ers oder Degility. Da Queen jedoch über­haupt nicht der Hund für so etwas ist, bleiben wir bei der Nase­nar­beit und beim Trailen.

Man kann also eine ganze Menge zur Unter­stüzung tun und mit natür­lichen Mit­teln Lin­derung und Besserung schaf­fen. Eine Gelenkerkrankung ist zwar richtig Mist, aber es ist kein Wel­tun­ter­gang und die Hunde kom­men damit oft besser klar als wir. Wer ein paar Dinge berück­sichtigt und seinen Hund mit natür­lichen Mit­teln unter­stützt, kann seinem Hund ein glück­liches Leben bere­iten <3

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7 thoughts on “natürliche Hilfe bei Gelenkerkrankungen

      1. Ach so? Es enthält ja ziem­lich viele der genan­nten Inhaltsstoffe…woran kön­nte das dann wohl liegen?

        1. Es wirkt ja bei jedem Hund anders und außer­dem muss auch die Mis­chung zu dem Hund passen. Ich per­sön­liche mis­che das immer lieber selbst statt fer­tige Mis­chun­gen zu nehmen. So kann ich es auf die Bedürfnisse meine Hun­des anpassen. Bei Hirten­gold passt es für Queen sehr gut. Aber das kann bei anderen Hun­den schon ganz anders sein.

          1. Wo kaufst du denn die Einzelbe­standteile und woher weißt Du wie viel Queen von was ger­ade braucht?

          2. Haupt­säch­lich DHN Naturprodukte.
            Ich habe viel aus­pro­biert und und viel gele­sen. Jeder Hund ist anders. Ich kann auf jeden Fall Col­lag­ile Dog empfehlen. Das ist wirk­lich super. Anson­sten ein­fach selbst aus­pro­bieren, oder einen Kräuter­ex­perten suchen (Achtung: hier gibt es viele, die keine Ahnung haben). Es muss jemand sein, der wirk­lich Ahnung hat. Swanie zum Beispiel ist eine absolute Exper­tin. Sie schaut sich das Tier an und sagt genau was es braucht.

          3. Danke! Ja, wg Col­lag­ile haben wir schon mal geschrieben und ich habe es gekauft. Ich schau mal wo Swanie sitzt. Liebe Grüße

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