Nicht noch ein Cesar Millan — Beitrag ?>

Nicht noch ein Cesar Millan — Beitrag

Musste das sein? Schon wieder ein Beitrag über Cesar Millan?

Ja, das musste sein.

Solange er immer noch von unzäh­li­gen Men­schen gefeiert wird, solange unzäh­lige Men­schen seine frag­würdi­gen Meth­o­den anwen­den, ja solange werde ich weiter schreiben.

Ich bin macht­los. Das weiß ich. Ich bin eine junge Frau, die ger­ade an ihrem Esstisch vor ihrem Lap­top sitzt, während ihre Hunde auf dem Tep­pich neben ihr liegen und schlafen.

Ich kann Cesar Mil­lan nicht davon abhal­ten zu tun, was er tut. Aber ich kann meine Fin­ger, meinen Ver­stand und diesen Blog hier nutzen.

Ich bin bereit. Mein Post­fach ist aufgeräumt und mein dickes Fell ist ange­zo­gen. Ich bin mir dur­chaus bewusst, dass viele seiner “Anhänger” diese Zeilen hier lesen wer­den. Und ich weiß auch, dass wieder sinnlose und auf kein­er­lei Argu­mente basieren­den Kom­mentare unter diesem Artikel lan­den werden.

Aber so lange nur einer von seinen “Anhängern” diese Zeilen liest und auf­grund dieser Zeilen sein Ver­hal­ten seinem Vier­beiner gegenüber über­denkt, dann habe ich etwas erreicht.

Solange er da draußen sein Unwe­sen treibt, so lange werde ich weiter schreiben. Stets in der Hoff­nung, den ein oder anderen seiner “Anhänger” wachrüt­teln zu können.

Cesar Mil­lan.

Einer der umstrit­ten­sten “Hun­de­trainer” der Welt.

Er wird gefeiert und nachgemacht. Seine Meth­o­den gel­ten als “die Lösung”.

Runde1

Dabei erfüllt sein Verhalten den Tatbestand der Tierquälerei.

Als Tierquälerei wird dabei die in § 17 Tier­schutzge­setzt beschriebene Straftat beze­ich­net. Danach wird mit Frei­heitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geld­strafe bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernün­fti­gen Grund tötet oder einem Wirbeltier entweder aus Rohheit erhe­bliche Schmerzen oder Lei­den oder länger anhal­tende oder sich wieder­holende erhe­bliche Schmerzen oder Lei­den zufügt.

Ket­ten­hals­bän­der, Ket­ten­würger sowie andere Würge­hals­bän­der und Stachel­hals­bän­der sind als tier­schutzrel­e­vant einzustufen und abzulehnen. An den weichen Struk­turen des Halses kön­nen schmerzhafte Schä­den verur­sachen wer­den. Ver­let­zun­gen am Kehlkopf, der Luftröhre, Speis­eröhre, Schild­drüse, des Zun­gen­beins sowie der blutzuführen­den Gefäße wird bil­li­gend in Kauf genom­men. Im unteren Bere­ich des Halses ver­fügt der Hund über kein­er­lei Musku­latur, sodass die darunter liegen­den Organe nicht geschützt sind.

Nicht sel­ten ist der Leinen­druck erst der Aus­löser für Leine­nag­gres­sio­nen, weil es beim Hund zu Fehlverknüp­fun­gen kommt. Die schmerzhaften Ein­wirkun­gen stellen der­ar­tig erhe­bliche Reize dar, dass es beim Hund zu Flucht– und Abwehrver­hal­ten kommt. Als Beispiel kann man sich fol­gende Sit­u­a­tion vorstellen: der Hund sieht auf der gegenüber­liegen­den Seite einen Artgenossen und möchte diesen begrüßen. Der Hun­de­hal­ter zieht den Hund mit einem Ruck weg. Der Hund verknüpft diesen Schmerz bzw. Reiz mit dem anderen Hund. Bere­its wenige Wieder­hol­un­gen reichen aus, sodass bei dem Hund Fol­gen­des passiert: “Wenn ich den Artgenossen begrüßen will, tut es weh.” Schnell entsteht ein Mis­strauen und eine Aggres­sion gegenüber dem Artgenom­men und es kommt zu einer Leinenpöbelei.

Die Ver­wen­dung eines Reizstromgeräts sowie von Stro­mim­puls­geräten wurde per Urteil vom 23.02.2006 durch das Bun­desver­wal­tungs­gericht verboten.

Ich habe mich schon ein­mal mit dem Thema “Ket­ten­hals­bän­der” auseinan­derge­setzt und meinen Tier­arzt zu diesem Thema befragt. Den Artikel findet ihr hier.

Mit seiner Show tritt er auch in Deutsch­land auf. Pein­lich ist nur, dass er durch die Hun­de­trainer — Prü­fung gefallen ist. Bei seinen Shows ist daher ein geprüfter Hun­de­trainer als “Anstandswauwau” dabei und schaut dem gefeierten “Star” auf die Finger.

Und bitte ver­schont mich mit den däm­lichen Ausre­den, er sei nur durch die Prü­fung gefallen, weil er trotz Über­set­zung die Fra­gen nicht ver­standen hätte.

Aufgek­lärte, liebevolle und ver­ant­wor­tungs­be­wusste Hun­de­hal­ter sind sich einig: Eine auf Ver­trauen basierende Beziehung zu seinem Hund ist der Schlüs­sel zu einem har­monis­chen Zusammenleben.

Cesar Mil­lan sieht das anders. Denn offen­sichtlich dauert ihm Bindungsar­beit zu lange. Warum lange trainieren, wenn es auch schnell gehen kann? Warum lange Leinen­führigkeit üben, sich immer wieder umdrehen und ste­hen bleiben, wenn doch ein ein­facher Ruck den Hund “in die Spur brin­gen kann?”

Runde2

Laut Millan muss ein Hund geführt werden. Er arbeitet mit Strafen, Drohgebärden, Würgehalsbändern und Elektroreizen.

Und jetzt mal unter uns: Welcher Gehirn­wäsche muss man sich unter­zo­gen haben, um diese Meth­o­den nachzu­machen und seinem eige­nen Hund anzutun?

Nicht nur, dass dieser Mann selbst von Hun­den im “Train­ing” gebis­sen wurde. Er reagiert mit Trit­ten und Schlä­gen darauf. Und da sitzen tat­säch­lich Men­schen auf dem Sofa und reden sich diesen Mist schön. “Ohne Cesar Mil­lan hätte dieses Tier keine Chance gehabt. Besser ein­mal hart ran­nehmen und dann kann das Tier wieder sozial­isiert werden.”

Dabei hat Cesar Mil­lan weder Ver­ständ­nis von Hun­den noch von ihrer Art zu kom­mu­nizieren. Er bricht das Tier, trau­ma­tisiert es, statt sich die Zeit zu nehmen und sich mit dem Tier und seiner Ver­gan­gen­heit auseinanderzusetzen.

Ein Straßen­hund möchte beim Füt­tern nicht gestört wer­den und knurrt, wenn man ihm zu Nahe kommt. Wer weiß, was dieses Tier durchgemacht hat. Dann soll der Hund doch ein­fach in Ruhe fressen kön­nen. Und selbst wenn man der Mei­n­ung ist, dass da ein Train­ings­be­darf besteht, dann sollte man erst ein­mal die Bindung stärken.

Cesar Mil­lan bedrängt den Hund so lange, bis er zuschnappt.

Und wieder sitzen die Men­schen auf ihem Sofa und quatschen den Mist auch noch nach: Ja der Hund muss sich unterord­nen. Der Men­sch ist der Rudelführer. Und als Rudelführer muss man sich Ein­druck und Respekt verschaffen.

Lächer­lich!

Die Kar­riere von Cesar Mil­lan ist schon beinahe unter­halt­sam: vom ille­galen Ein­wan­derer, Hun­de­frisuer und Gas­sigänger bis hin zu einen Quotenmillionär.

Der Ein­satz von Würge– und Elek­troschock­hals­bän­dern ver­bun­den mit der kör­per­lichen Demon­stra­tion von Macht und Über­legen­heit trau­ma­tisiert die Hunde — und zwar für den Rest ihres Lebens. Schon alleine der Hin­weis, man solle die Meth­o­den nicht nach­machen, würde jeden halb­wegs intel­li­gen­ten Men­schen zum Nach­denken anre­gen. Nicht nur, dass seine “Anhänger” den Hin­weis überse­hen, sie han­deln auch noch gegenteilig.

Erst vor Kurzem habe ich eine Retriver­leine von Hunter bei Ebay zum Verkauf ange­boten. Natür­lich das Mod­ell mit dem Stop­per — ein Würger käme mir nicht ins Haus. Eine Frau meldete sich und kam zum Anschauen vor­bei. “Ist das so eine Leine wie Cesar Mil­lan benutzt? Ich schaue mir das ja immer an und mein Hund zieht so an der Leine.” Ich nahm ihr die Leine aus der Hand und erk­lärte ihr, dass ich keine Tierquälerei unter­stützen würde und bat sie zu gehen.

Es ist doch egal, welches “Prob­lem” der Hund hat. Ob er an der Leine zieht, pöbelt ode unverträglich ist. Alles hat nur eine einzige Ursache: Der Men­sch hat es nicht geschafft, ein Rudelführer zu sein. Der Men­sch muss dom­i­nan­ter sein und die Führungsrolle einnehmen.

Ihr glaubt diesen Mist doch nicht wirk­lich, oder?

Schon mal drüber nachgedacht, dass der Hund vielle­icht als erster aus der Tür möchte, weil er sich so freut nach draußen zu kön­nen? Schon mal über­legt, dass der Hund auf dem Sofa schlafen möchte, weil es dort bequem ist? Schon mal in Erwä­gung gezo­gen, dass der Hund sich auf sein Fut­ter stürzt, weil er Hunger hat?

Runde3

Nein für Cesar Mil­lan käme all das nicht in Betra­cht. Der Men­sch geht als erster durch die Tür, der Hund hat auf seinem Platz zu liegen und gefressen wird erst, wenn der Men­sch es erlaubt.

Diese Struk­tur ist genetisch in einem Hund ver­ankert. In einem Rudel gibt es nur zwei Rollen: die des Führers und die des Mit­glieds. Und wenn Sie nicht der Rudelführer Ihres Hun­des sind, wird er diese Auf­gabe übernehmen und ver­suchen wollen, Sie zu dominieren.” (Mil­lan, Cesar: Tipps vom Hun­de­flüsterer,  Gold­mann Ver­lag, 2009, Seite 18)

Für mich völ­lig befremdlich. Wenn ich als Men­sch in meinem Leben so viel Frust ver­spüre, dass ich diesen an meinem Hund aus­lassen muss, indem ich ihn bei jeder Gele­gen­heit unter­drücke, um mich selbst mächtig zu fühlen, dann läuft da was schief. Die Demon­stra­tion von Macht hat nichts in dem Zusam­men­leben mit einem Hund zu suchen. Wer das Bedürf­nis ver­spürt, sich mächtig fühlen zu müssen, der sollte dieses Bedürf­nis nicht an seinem Hund ausleben dürfen.

Der Hund ist der beste Fre­und des Men­schen. Er liebt uns bedingungslos.

Und der Dank ist Unter­drück­ung und die Demon­stra­tion von Macht.

Ekel­haft! Ich würde mich schämen!

Ach ja und wer sich noch nicht als Rudelführer behaupten kon­nte, dem wird emp­fohlen, seinen Hund auf den Rücken zu drehen und anzuknur­ren. Und nein, das machen die Wölfe so nicht. All seine “Beobach­tun­gen” stützt er auf die The­o­rie, dass sich Wölfe so ver­hal­ten wür­den. Lei­der hat er einen großen Fehler gemacht: Er hat Wölfe in Gefan­gen­schaft beobachtet und nicht die, die in freier Natur leben. Das ist ein Unterschied!

Die Biolo­gen Pro­fes­sor Ray und Lorna Cop­pinger schreiben dazu in ihrem Buch, „Hunde: Neue Erken­nt­nisse über Herkunft, Ver­hal­ten und Evo­lu­tion der Kaniden“, bere­its 2001, dass das Nachah­men eines Alphatiers durch den men­schlichen Trainer dem Hund nur Angst ein­jagt und ihn ver­wirrt, ihn aber nichts lehrt, da Lehren und Ler­nen durch Ein­schüchterung nur (sel­ten) funk­tion­iert. Inzwis­chen geht man außer­dem davon aus, dass selbst Hunde untere­inan­der keine Rudel­struk­turen, son­dern lose Grup­pen bilden.

In einem Punkt gebe ich ihm Recht:

Hunde müssen beschäftigt wer­den. Sie brauchen kör­per­liche und geistige Aus­las­tung. Doch ich würde nicht so weit gehen und einen Zus­tand der Ermü­dung als Resozial­isierung bezeichnen.

Runde4

Wir alle kön­nen seine Videos bei YouTube anse­hen. Lei­der sind mit­tler­weile einige Szenen her­aus­geschnit­ten wor­den. Ich erin­nere mich noch gut an ein Video, in dem einem Hund die Luft abgeschnürrt wurde. Er wurde an einem Würge­hals­band in die Luft geris­sen und Cesar Mil­lan hat sich mit voller Kraft auf ihn gewor­fen. In dem ursprünglichen Video wurde der Kopf des Hun­des in einen Eimer voll Eiswasser gedrückt (ich stelle hier die Ver­mu­tung auf, dass der Hund das Bewusst­sein ver­loren hatte). Ich der aktuellen Ver­sion sieht man nur noch den in die Luft gehal­ten Hund und kurz darauf die Szene, in der er am Boden liegt. Wer genau hin­sieht, erkennt, dass das Fell am Kopf nass ist.

Nicht sel­ten sieht man stran­gulierte Hunde die offen­sichtlich panisch um ihr Leben kämpfen. Und auch hier frage ich mich, wie man so einen Kerl feiern kann. Wie kann man jeman­den nacheifern, der Hunde so offen­sichtlich in Tode­sangst ver­setzt? Liegt es daran, dass die Bere­itschaft, an einem Prob­lem inten­siv zu trainieren, um es an der Wurzel zu packen und Schritt für Schritt in den Griff zu bekom­men, zu viel Zeit erfordert? Vielle­icht erscheint es ein­facher, mith­ilfe von Zwang ein ver­meintlich gutes und vor allem schnelles Ergeb­nis zu sehen – ungeachtet etwaiger Fol­geprob­leme, die daraus resul­tieren kön­nen. Die Hunde fol­gen ihm nicht, so unter­w­er­fen sich. Sie haben Angst, zum Teil Tode­sangst. Wer genau hin­sieht, erkennt es in den Augen der Hunde. Erkennt es in der gesamten Körpersprache.

Warum?

Warum wen­det man diese Meth­o­den an seinem eige­nen Hund an?

Wenn ich diese armen Geschöpfe in seiner Sendung sehe, dann kön­nte ich heulen. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe, wie dort mit einem Lebe­we­sen umge­gan­gen wird. Mit einem Lebe­we­sen, welches uns in jeder Sit­u­a­tion bedin­gungslose Liebe schenkt.

Wie kann man nachts schlafen, wenn man tagsüber seinem Hund einen Würger umgelegt hat? Wie kann man mor­gens in den Spiegel sehen, wenn das Elek­tro­hals­band schon auf der Kom­mode liegt?

Runde5

Wie kann man mit sich selbst im Reinen sein, wenn man von seinem eigenen Hund nicht nur misstrauisch, sondern flehend angesehen worden ist? Wenn der eigene Hund, der nicht sagen kann “Hör bitte auf!”, einen mit hilflosen und traurigen Augen ansieht?

Ich habe Trä­nen in den Augen, wenn ich nur daran denke, wievie­len hil­flosen Tieren wegen diesem Mann so viel Leid zuge­fügt wird.

Tut das nicht. Tut das euren Hunde nicht an. Sie haben das nicht verdient!

In einer Britis­chen Talk­show beze­ich­nete der Mod­er­a­tor die Meth­o­den von Cesar Mil­lan als bar­barisch und abso­lut inakzept­abel. Ein sichtlich nervöser “Hun­de­flüsterer” anwortete wenig überzeu­gend: ein Schlag gegen die Kehle des Hun­des sei zum Beispiel kein Schlag, son­dern lediglich eine Berührung gewe­sen. Als der Mod­er­a­tor das nicht gel­ten lassen will und den Ver­gle­ich zu einem Boxkampf zieht, erk­lärt Cesar, dass sein Vorge­hen nötig sei, um das Gehirn des Hun­des in einen anderen Modus, also den Hund zur Ver­nunft zu brin­gen. Und über­haupt soll­ten Men­schen das, was er zeige ja nicht nach­machen. Das Inter­view, das Alan Titch­marsh mit ihm führte verdeut­licht vor allem eines:

Cesar Millan kann die ihm gestellten Fragen nicht beantworten, weil es keine Antworten darauf gibt.

 

Meine liebe Blog­gerkol­le­gin Katha­rina von der Leyen hat eben­falls schon über Cesar Mil­lan geschrieben. Ihre großar­ti­gen Artikel findet ihr hier, hier und hier.

Wer sich traut, kann auch “Arthos” von mir lesen. Den Artikel findet ihr hier.

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48 thoughts on “Nicht noch ein Cesar Millan — Beitrag

  1. Endlich mal einer, der die gle­ichen Ansichten hat wie ich. Anny, meine Hündin, ist meine beste Fre­undin. Aber wirk­lich nie würde ich mit ihr so umge­hen. Irgend­wie erziehen wir uns von alleine gegen­seitig ? Lg aus Magde­burg die Steffi und Anny

  2. Hallo Sab­rina,

    du weißt, dass dich die “Fans” wieder in der Luft zer­reißen wer­den. Aber ich geb dir Recht. In manchen Teilen mag er bei seinen Behaup­tun­gen richtig liegen, aber größ­ten­teils ist es Quatsch, Tier­schutzrel­e­vant und von der TV Indus­trie grob fahrläs­sig, so was als “Hun­de­flüsterer” zu verkaufen. Das hat nichts mit Flüstern zu tun. Das ist Gebrüll und das Auftreten eines kleinen Mannes, der groß erscheinen will. Abge­se­hen davon, dass mir seine Meth­o­den nicht gefallen, kann ich sein ganzes affiges Gegrinse auf den Tod nicht ausste­hen und bin alleine deshalb schon ein Geg­ner 😉 Lei­der verkauft sich sowas gut. Er hat gute Ansätze und manche Aus­sagen von ihm unter­stre­iche ich, aber seine Meth­o­den der kör­per­lichen Ein­wirkung auf den Hund kann man get­rost in die Tonne kloppen. 

    Flauschige Grüße
    San­dra & Shiva

    1. Ich bin gern bereit mit seinen Fans vernün­ftig zu disku­tieren. Das Prob­lem ist ja dass es immer zu aggres­siven Anschuldigun­gen kommt. Wirk­liche Argu­mente brin­gen sie nie vor. Ver­ständlich denn wie will man es erk­lären wenn jemand Hun­den schmerzen und leid zufügt. Es gibt keine Worte und keine Erk­lärun­gen für dieses Verhalten.

  3. Danke, du sprichst das aus, was ich denke. Er mag sich zwar Hun­de­trainer nen­nen, aber Hun­d­e­quäler trifft in den meis­ten Fällen eher zu. Manche Meth­o­den haben einen guten Grund­satz, aber reicht das auch aus ein guter Hun­de­trainer zu sein?
    Liebe Grüße, Andrea

    1. Ganz ehrlich. Wenn jemand Tieren leid zufügt und schmerzen dann ist mir völ­lig egal ob er in der The­o­rie mal etwas gesagt hat, was Sinn machen kön­nte. In der Praxis Arbeiter er mit Dro­hun­gen, Schmerz und Angst. Mehr muss ich über einen Men­schen nicht wis­sen. Ich kann nicht ver­ste­hen wie manche Leute aus­blenden kön­nen, was er den Hun­den antut.

  4. Danke danke danke!
    Ich hoffe ganz viele wer­den deinen Beitrag lesen (vor allem die Anhänger von CM).
    Tat­säch­lich waren mir manche Dinge die du beschrieben hast gar­nicht bekannt, da auch ich die geschnit­te­nen Ver­sio­nen gese­hen habe.
    Ich ver­stehe auch nicht wie dieser Mann “Shows” in Deutsch­land ver­anstal­ten darf und die dann tat­säch­lich ausverkauft sind! Ich finde es unfass­bar und hoffe ein­fach, dass es ihm ver­boten wird als “Hun­de­trainer” zu arbeiten.

    Bei deinem Satz “Schon mal über­legt, dass der Hund auf dem Sofa schlafen möchte, weil es dort bequem ist? ” musste ich direkt an Mar­tin Rüt­ter denken XD Der hat das näm­lich auch gesagt.
    Dürfte ich erfahren wie deine Mei­n­ung zu Mar­tin Rüt­ter ist? 

    Nochmal danke für den tollen Beitrag!
    Liebe Grüße
    Chrissy & Neli

    1. Erst ein­mal vie­len Dank für deinen Kommentar.
      Ich gehe mit Püppi in den Jun­gun­dekurs bei Rüt­ter und hab auch den Welpenkurs gemacht. Queen macht dort zwis­chen­durch Kurse für die nase­nar­beit oder ähnliches.
      Ich gucke jede Folge von Mar­tin und ich habe auch alle seine Bücher gele­sen. Nicht in jedem Punkt stimme ich ihm zu, aber ich mag sein grund­sät­zliches Ver­ständ­nis von dem Zusam­men­leben eines Hun­des. viele Prob­leme entste­hen aus einem Prob­lem in der Bindung zum Hund. Das sehe ich genauso. Wie er. Ich mag es auch, dass er stets ver­sucht den Hund art­gerecht zu beschäfti­gen. Hunde brauchen eine Auf­gabe dann erledi­gen sich viele Prob­leme von ganz allein. Also in den Ansätzen stimme ich ihm abso­lut zu. Ich find ihn sym­pa­thisch, keine Frage. Und ich fühl mich in seiner Hun­de­schuhe sehr gut aufgehoben

  5. Danke das du es auf den Punkt bringst. Ich ertappe mich selbst lei­der immer wieder wie ich mir seine Sendun­gen angucke. Dabei kocht es in mir so lang bis ich wegschal­ten muss. Man sollte mit ihm mal so umge­hen, wie er mit den Hunden.

    1. Mit ihm ist in seiner Kind­heit wohl so umge­gan­gen wor­den wie mit den Hun­den, deswe­gen macht er es ja. Ich will nichts run­ter­spie­len (und ich halte sehr vieles selbst für frag­würdig, schon vond er “Rudelthe­o­rie” ange­fan­gen, denn ein Rudel sind: Eltern­tiere und Jungtiere der­sel­ben Art ver­schiede­nen Alters; Hunde leben also nicht in Rudeln und zeigen daher ein viel flex­i­bleres Sozialver­hal­ten, ähn­lich zB dem von Rat­ten oder Men­schen), aber ich gehe davon aus, dass er viel an Hun­den missver­steht und miss­in­ter­pretiert, weil er es schon über die Men­schen falsch gel­ernt hat.

      1. Da magst du Recht mit haben. Das ändert allerd­ings nichts an der Tat­sache, dass er Hun­den gegeüber grob, aggres­siv, bru­tal sowie ein­schüchternd ist.

  6. Hallo Sab­rina,

    aus Neugierde bin ich von der Seite Moe & Me bei Dir und diesem Artikel gelandet. Du sprichst mir aus der Seele, der Mann gehört sofort ver­boten! Ich bin immer wieder sprach– und fas­sungs­los, wenn ich beim rumzap­pen bei einer seiner Sendun­gen lande, was ich da sehen und hören muss … 

    Mach weiter so!

    Her­zliche Grüße
    Brigitte

  7. Hallo Sab­rina,

    ich stimme Dir voll und ganz zu!
    Ich habe mich schon eine Weile in der The­o­rie mit den ver­schiede­nen Meth­o­den der Hun­deerziehung beschäftigt. Seit wir im Jan­uar unseren Chief (damals ca. 9-monatiger Malinois-Dogo-was-auch-immer-Mischling, Schul­ter­höhe 70cm, gut sozial­isiert aber null erzo­gen) in Por­tu­gal aufge­le­sen haben, inten­siv auch in der Praxis. Und was mir da schon so alles als Tipps gegeben wor­den sind, um ihm seinen Jagdtrieb auszutreiben und beizubrin­gen locker an der Leine zu laufen, ist zum Teil unfass­bar! Von Würge­hals­bän­dern über Leinen­rucke, Flanken­zwicken und Elek­troschock­hals­bän­der war alles dabei! Ich habe als Hun­deneube­sitzer oft das Gespräch abge­brochen, weil ich gedacht habe, “was weiß ich schon”. Mit­tler­weile mache ich das nicht mehr. Weil egal, ob ich prak­tis­che Erfahrung mit Hun­deerziehung habe oder nicht, so weiß ich doch, dass jed­wede Gewalt zwis­chen Lebe­we­sen KEINE Lösung für ein fried­volles Miteinan­der sind. Da ist es mir im Grunde egal, ob ein CM, ein anderer Hun­de­trainer oder irgen­dein Hunde-, Katzen– oder Pfer­debe­sitzer diese propagiert. Gewalt erzeugt immer immer immer Gegenge­walt! Denn was würde denn in einem Rudel passieren, wenn einer immer unter­drückt würde? Er würde auf einen Moment der Schwäche des Unter­drück­enden warten und zurück schlagen!
    Und ganz ehrlich? So anstrengend/nervig/ manch­mal nicht ganz unge­fährlich uner­zo­gene Hunde sind, so sind sie mir lieber als durch ihre Besitzer unter­drückte und verängstigte! Weil wer weiß, wann bei denen das Fass überläuft?

    Glück­licher­weise zeigen ja mit­tler­weile immer mehr Hun­de­trainer, wie es auch anders gehen kann und dass unser Chief uns nicht auf der Nase herum­tanzt nur weil er auf dem Sofa liegt und ständig an sein Spielzeug darf! Und so hat es eben ein halbes Jahr gedauert, bis er halb­wegs locker an der Leine läuft und Hasen in den meis­ten Fällen nur noch belauert aber nicht mehr wie ein Irrer ver­sucht hin­ter­herzu­ja­gen. Aber was ist schon ein halbes Jahr gemessen an dem fried­vollen Zusam­men­leben, das wir noch vor uns haben?

    Das wollte ich nur mal loswerden 🙂
    Lass Dich von schlechten Kom­mentaren auf keinen Fall unterkriegen! Du denkst da genau richtig.
    Steffi

  8. Hallo!
    Toller Beitrag, hat mich wirk­lich zum Umdenken gebracht. An sich habe ich die Meth­o­den und Ver­hal­tensweisen schon immer in Frage gestellt, aber darüber tief­gründig nachgedacht habe ich noch nie. Was ich allerd­ings schon immer frag­würdig fand, ist, wieso man denn eine “harm­lose” Fam­i­liensendung über Hun­deerziehung nicht nachah­men dürfe. Natür­lich ergibt alles jetzt einen Sinn, und ich danke dir, dass du mich dazu bewegt hast, nun die Sendung NICHT mehr zu unterstützen.

  9. Hallo,
    ich habe keinen eige­nen Hund und fand den Hun­de­flüsterer immer ganz toll und hil­fre­ich. Dank Frau von der Leyen habe ich da dann doch nochmal umgedacht. Ich finde es toll, dass immer mehr Blog­ger aufk­lären, denn als Laie sieht man nur den Effekt den Cesar erzielt und der ist da. Die Fol­gen kennt man natür­lich nicht. Und wie es besser geht erstrecht nicht.
    Deswe­gen Danke für deinen Beitrag
    LG
    Laura

  10. Hallo!

    Ich habe (noch) keinen Hund.… werde aber als Rent­nerin sicher einen haben. Daher erkundige ich mich jetzt schon etwas über das Ver­hal­ten der Tiere. Ihr Artikel ist klasse. Ich hoffe, dass er von vie­len gele­sen wird. Was Cesar Milan macht ist Tierquälerei und hat mit Erziehung nicht viel zu tun. Machen Sie weiter bitte… solange bis diese Men­sch aufhört Hunde zu quälen.

  11. Hallo Sab­rina!

    Ja, es ist sehr trau­rig, dass die Leute nicht hin­se­hen wollen. Neulich hatte ich auch eine sehr inten­sive FB-Diskussion. Ich wies darauf hin, dass sonst immer alles hun­dert­fach hin­ter­fragt wird, aber eine amerikanis­che (!) TV-Show für bare Münze genom­men wird, wenn da mitreißende Sto­ries über “Red-Zone-Hunde” und “let­zte Chance” erzählt wer­den. Nie­mand kann auch beurteilen, ob es den Hun­den nach CM’s Besuch besser geht. Es ist so unsag­bar naiv zu denken, dass es –nur weil wir keine Aggres­sion sehen– dem Hund gut geht. Ein trau­ma­tisierter Hund ist vielle­icht ein ruhiger Hund, aber ob er erle­ichtert ist, dass er von CM “gerettet” wurde, ist doch sehr stark anzuzweifeln. Wie anmaßend das zu denken –hier zeigt sich doch viel stärker Ver­men­schlichung. Es ist so erschreck­end, was für ein star­res Mei­n­ungs­bild viele Men­schen haben. Kon­träre Mei­n­un­gen wer­den ein­fach ignori­ert, wenn sie einem nicht gefallen, anstatt sie mit der eige­nen Hal­tung mal abzu­gle­ichen. Statt inhaltlicher Auseinan­der­set­zung bekommt man nur ein “Du hast doch keine Ahnung” und dann wird weit­ergemacht. Auch der Aspekt, dass niemals gesund­heitliche Ursachen aus­geschlossen wer­den, wird ignori­ert. “Ich find den trotz­dem toll”. Aha.
    Vie­len Dank für dein Engage­ment, ich hoffe sehr die Illu­sion von ein­fachen Lösun­gen auf alle Hunde ange­wandt, schle­icht irgend­wann mal aus den Köpfen auch wenn es momen­tan nicht der Fall zu sein scheint. Aber man sollte nicht damit aufhören, immer wieder dage­gen zu sprechen!

    Viele Grüße Tina und Joy 😉

  12. Hey Sab­rina!
    Ich habe vor Ca 2 Jahren auch noch alles von César Milan geschaut und ich denke, dass jeder nor­mal denk­ende Men­sch wis­sen sollte, dass eine so grade Kör­per­liche Ein­wirkung wie sie grad in den alten Fol­gen zu sehen ist, weder notwendig, noch sin­nvoll ist. Auch die Sache mit der kör­per­lichen Ermü­dung finde ich schwachsin­nig (zumal die Hunde ja oft in Kali­fornien in brüh­t­en­der Hitze rum laufen müssen.) Aber ich finde zum Beispiel auch die deutschen medi­en­wirk­samen hun­de­flüsterer Nowak, rüt­ter und wie sie alle heißen als ziem­lich beden­klich, weil auch die Sachen haben die sich jeder zweite ein­fach anguckt. Seien es die schwachsin­nige rudel­stel­lun­gath­e­o­rie oder rüt­tel­dosen und pausen­lose Kon­di­tion­ierung und gehor­samkeitsabfrage. Ich würde zB genauso nie nie zu D.O.G.S. Gehen wie ich jede Aktion meines Hun­des als Dom­i­nanzge­habe abzu­tun. Ich glaube was bei allen diesen stan­dar­d­isierten Pro­gram­men (Ich weiß dass zB auch in den teuren einzel­stun­den von Rüt­ter hier in HH ein­f­sch nur eine Todo Liste abgear­beitet wird, ohne zu gucken, woran es beim Hund hapert; da heißt es auch nur der Reiz des Hunde muss abgelenkt/umgepolt wer­den, statt zu gucken was wirk­lich los ist: neulich lief wieder die Rüt­ter folge wo er eine junge total panis­che Dalmi Hündin einer riesi­gen, zwar fre­undlichen Dogge aus­setzt, nur um “mal zu gucken was passiert” obwohl die Besitzer gesagt haben das die Hündin panis­che Angst hat. Da ist mir richtig schlecht gewor­den: Rüt­ter stand ein­fach nur da anstatt den Leuten zu zeigen, wie sie ihrer Hündin in solchen Sit­u­a­tio­nen Sicher­heit (und zwar nicht durch ankon­di­tonierte Ver­mei­dung) ver­mit­teln kön­nen.) was ich sagen will: es ist immer schwierig wenn bes­timmte Theorien/Übungen als All­heilmit­tel verkauft wer­den ohne darauf einzuge­hen, dass sich das denken ggü. Dem Hund ändern muss. Es heißt immer nur: wenn dein Hund nicht an der Leine richtig läuft; sitzt die Kon­di­tion­ierung wohl noch nicht fest/muss der Gehor­sam aufge­braucht wer­den und es wird gar nicht mal gefragt warum der Hund jetzt unbe­d­ingt vom Besitzer wegläuft oder Ran­dale an der Leine macht.

    1. Ich gehe mit Püppi in die Junghun­de­gruppe bei Rüt­ter und ich bin da mehr als zufrieden. Dort gehen die auf jeden Hund einzeln ein. Wir bes­tim­men selbst, was in den Grup­pen gemacht wird und von einem stan­dar­tisierten Pro­gramm ist da nichts zu sehen. Die Trainer­in­nen sprechen auch nicht ständig von Dom­i­nanz — ganz im Gegen­teil. Das mag vielle­icht nicht über­all so sein, aber die DOGS hier in Osnabrück sind wirk­lich super.

  13. Hallo liebe Hun­de­fre­unde und Tierliebhaber,
    bedauer­licher­weise ersehe ich keine Objek­tiv­ität in dem Artikel. Wir haben im eige­nen Land genü­gend Hundetrainer/innen die beden­kliche Erziehungs– und Train­ingsmeth­o­den anwen­den. Auch fehlt die Dif­feren­zierung zwis­chen guten und schlechten Meth­o­den vollständig.
    Und bevor wir hier auf die Meth­o­den jen­seits des Teiches herumhacken, soll­ten wir uns doch lieber auf die Quälereien im eige­nen Land fokusieren. Denn hier kön­nen wir Verän­derun­gen bewirken. Schauen Sie doch nur ein­mal die ganzen Hun­de­schulen und Hundetrainer/innen vor Ort genau an. Auch wird kein Wort über die Meth­o­den der Polizei­hun­deaus­bil­dung oder bei der Jagdhun­deaus­bil­dung ver­loren. Hier wäre es wesentlich ange­brachter sein Augen­merk hinzu­lenken und nicht bequem auf dem Sofa sitzen und die Prob­leme auf dem TV Bild­schirm präsen­tiert zu bekommen. 

    Und wie man aus den Kom­mentaren erse­hen kann, es wird nur über Cesar Mil­lan, Nowak, Rüt­ter und CO gesprochen und was ist mit dem großen Rest? 

    Vielle­icht gibt Ihnen dieser Kom­men­tar mal einen Anstoß auch direkt in der näheren Umge­bung auf die wirk­lichen Prob­leme zu achten.

    Vie­len Dank !
    Johanna Grossmann

    1. Ich bin mir dur­chaus darüber bewusst, was in der Jagdhun­deaus­bil­dung passiert. Ich weiß auch, was im Schutz­di­enst vor sich geht und was son­stige Trainer für einen Müll verzapfen. Ich habe darüber auch schon in zahlre­ichen Beiträ­gen geschrieben. In diesem Beitrag ging es allerd­ings um CM. Man kann nicht alle The­men in einem Beitrag abhan­deln. Über die von Ihnen ange­sproch­enen The­men habe ich bere­its aus­führlich und mehrfach geschrieben.
      Vie­len Dank also für den “Anstoß” aber all diese The­men waren bere­its auf diesem Blog Gegen­stand eines Beitrages.
      In diesem Artikel sollte es um CM gehen.
      Dem Artikel fehlt es übri­gend weder an Objek­tiv­ität noch an einer Dif­feren­zierung zwis­chen gute und schlechten Methoden 🙂

    2. Mir ist nicht klar, warum der Artikel nicht objek­tiv sein soll, nur weil er sich mit Cäsar Milan befasst. Ich stimme Ihnen zu, dass auch deutsche Hun­de­trainer (zum Teil) beden­kliche Aus­bil­dungsmeth­o­den anwen­den. Ger­ade deshalb macht dieser Artikel ja auch sehr viel Sinn. Ein Artikel über den Hun­de­trainer Cäsar Milan wird eher gele­sen, als über den Hun­de­trainer Thomas Müller. Am Beispiel von Cäsar Milan, wird sehr schön aufgezeigt, wie man es nicht machen DARF. Lei­der kaufen sich viele Leute, sehr unin­formiert ein­fach mal einen Hund. Wenn Sie dann so eine Fernsehsendung mit CM sehen, denken viele, so muss man seinen Hund erziehen. Der Artikel leis­tet sehr gute Aufk­lärungsar­beit über soge­nan­nte “Hunde-Gurus” die aus reiner Prof­it­gier Hunde mis­shan­deln und was fast noch schlim­mer ist. CM sug­geriert Hunde-Anfänger, dass es richtig ist seinen Hund zu drangsalieren. Die wis­sen es nicht besser und machen nach, was Sie in einer Fernsehsendung gese­hen haben.

      1. Vie­len Dank für den Kom­men­tar. Ich sehe das genauso. Obwohl ich mich wirk­lich frage, wie man einem HUnd so etwas antun kann. Ob nun Anfänger auf dem Gebiet oder nicht. Irgend­wie schon sehr her­z­los so gegen sein Tier vorzugehen…

        1. Also den Kom­men­tar von Johanna Gross­mann finde ich ja nun völ­lig Fehl am Platz. Warum soll man nicht über CM schreiben? Der Typ tritt in großen Konz­erthallen in Deutsch­land auf, seine Bücher sind ins Deutsche über­setzt und er wird im TV gezeigt. Jeder Hun­de­hal­ter kennt ihn und seine Meth­o­den sind geset­zeswidrig, tierquä­lerisch und unter aller Würde! Logis­cher­weise fühlen sich mehr Leute ange­sprochen, wenn man über einen Men­schen aus den Medien schreibt, als über die Hun­de­trainerin in Hin­ter­tupfin­gen! Man muss über CM aufk­lären, damit Leute nicht glauben, dass es toll ist und ihren Hun­den sowas nicht antun. Eine Zeit lang hat es um den Hun­de­see im Nach­barort nur noch gezis­cht und die Leute haben die Leine Cesar-Like an ihren Hund gelegt und gezo­gen! Das zeigt was für einen Ein­fluss dieser Nichtwisser auf Hun­debe­sitzer unver­ständlicher Weise hat! Komis­cher Weise auch mehr auf männliche als auf weib­liche. Ich wäre tat­säch­lich auch nicht in der Lage Tiere so zu behan­deln! Am schlimm­sten war der Ein­fluss auf so einen ewig nach Alko­hol riechen­den Men­schen hier in der Gegend! Er hat es geschafft seine Labbie-Mix-Hündin durch diese dom­i­nante Erziehung zum Einen aggres­siv ggü. Hun­den zu machen und auch ggü. Anderen Men­schen, wobei let­zteres meiner Ansicht nach Unsicher­heit war. Der Typ hat eine Hun­de­train­er­aus­bil­dung gemacht und diesen Mist weiter ver­bre­itet! Solche Leute muss man brem­sen! Deswe­gen muss man CM verbieten!
          Mar­tin Rüt­ter halte ich übri­gens nicht für ver­gle­ich­bar und empfinde ihn als kom­pe­ten­ten Hun­de­trainerin. Die oben ange­sproch­ene Folge mit der Dogge kenne ich nicht…

  14. Hallo!

    Ich habe als Kind einen kleinen Hund gehabt und jetzt meinen ersten eige­nen Hund seit 2 Jahren. Also der erste Hund den ich erziehen muss.
    Von Anfang an hab ich viele Dinge gele­sen und trainiert. Aber es hat sich doch viel uner­wün­schtes Ver­hal­ten eingeschlichen. Seit eini­gen Monaten sehe ich mir täglich ein zwei fol­gen Cesar an. Ich kenne nicht die alten Fol­gen. Nur das was im TV kommt. Doch das was Cesar ver­mit­telt hat finde ich gar nichts mit Tierquälerei zu tun. Im Gegen­teil. So finde ich es gut das er sich wert­frei auch Men­schen wid­met die wahrschein­lich eher kein Tier haben soll­ten. Denn durch Moral­predigten wer­den diese Leute nicht ihre Tiere abgeben. Sicher ändert man die Welt nicht.
    Zu meinen Erfahrun­gen. Mein Hund zieht an der Leine. Leinen­führigkeit habe ich ihr falsch beige­bracht. Sie zieht und springt zu Men­schen. Auch begrüßen tut sie jeden zu über­schwänglich. Zuletzt kön­nte ich mit ihr nicht mal mehr durch eine leere Ortschaft laufen weil sie kaum zu hal­ten war. Sie zog, auf zwei Beinen, fiebte und bellte. Hun­de­begeg­nun­gen waren Hor­ror. Und sie sprang meine Groß­mut­ter an, so das diese beinahe die Treppe runter fiel, was tödlich gewe­sen wäre.
    Sie ist ein lieber, toller Hund.
    Aber dies Dinge waren inakzeptabel. 

    Seit weni­gen Wochen (ca 4) trainiere ich anders. Erst langsam, jetzt sicherer und viel mit ihr. Sie darf nicht vorge­hen. Durch Türen ist das für sie nach zwei drei mal mit der Hand vorhal­ten kor­rigieren zur Selb­stver­ständlichkeit gewor­den. Sie frisst erst wenn wir gegessen haben. Sie wartet und lässt sich das Fut­ter jed­erzeit wegnehmen.
    Sie läuft beim Gassi gehen neben mir. Darf nach Leinen­länge ste­hen bleiben und schnüf­feln, kommt dann auf schnalzen hin­ter­her, über­holt mich aber nie. Sonst kor­rigiere ich sie mit vorge­hal­tener Hand, anstün­den am Hals oder in der Leiste oder mit vorge­hal­tenem Fuß, oder aber mit T-Stellung. Schert sie aus der Reihe gibt’s auch Leinen­zug. Kurz mit sofor­tiger Entspannung.
    Ist sie aus irgen­deinem Grund aufgeregt, ist sie von ihrer Natur aus schnell, oder ängstlich, zeige ich ihr immer das ich sie führe, nicht sie mich. Indem ich mich vor sie stelle und mit meiner kör­per­präsenz zurück­halte. Bis sie wieder ruhig ist und sie neben/hinter mir ruhig vor­bei läuft. Alles mit lock­erer Leine.
    Sie ist viel aus­geglich­ener. Sie lässt sich führen. Sie springt kaum noch hoch. Natür­lich braucht sie noch Übung und Kor­rek­tur. Denn wie César sagt bringt erst die kon­se­quente Wieder­hol­ung ein dauer­haften Erfolg.
    Jetzt bin ich die ersten Male an anderen Hun­den vor­bei gelaufen. Ohne große Prob­leme und sie kon­nte mit einem sogar lange frei spie­len. Ich bin viel ruhiger und selb­st­sicherer. Wir waren sogar schon in der Fußgänger­zone. Noch vor kurzem undenkbar. Ich muss nicht streng reden oder schreien. Werde nicht sauer usw. Und gel­ernt habe ich das durch die Sendungen.
    Also uns hat es sehr geholfen. Hun­de­schule ist für mich durch ein gesund­heitliches Prob­lem momen­tan undenkbar. Der Hund aber bere­ichert jetzt mein Leben und ermöglicht mir trotz meiner Hand­i­caps meinen aktion­sra­dius auszuweiten.
    Ich glaube stures schwarz weiß denken und emo­tionale het­zti­raden sind wie immer fehl am Platz.
    Ich sehe keine Tierqualen in diesem Umgang. Dafür aber einen stolzen, sicher­eren Hund und Frauchen und ich bin der Sendung dankbar. 

    Vielle­icht wäre leben und leben lassen besser ange­bracht. Und vielle­icht sollte jeder im Hin­terkopf behal­ten das es immer viele Wege gibt, nicht nur den einen wahren. 

    Liebe Grüße

    1. Das was du da als Train­ing beschreibst hättest du wahrscheinl­cih auch in vie­len hun­de­schule mit auf den Weg bekommen.
      Wusstest du das CM mit Strom arbeitet, bevor die Kam­era eingeschal­tet wird? Hunde bekom­men Stromhals­bän­der um und schläge, wenn sie nicht auf seine Laute reagieren.
      Dieser Mann würgt Hunde und fügt ihnen Schmerzen zu. Zudem ver­steht er nichts von der Kör­per­sprache von Hunden…
      Zudem rate ich dir eine Hun­de­schule aufzusuchen. Die Prob­leme, die du beschrieben hast, soll­ten nicht ohne Anleitung trainiert werden… 

  15. Nunja, ich wüßte nicht warum ich sie nicht ohne Anleitung trainieren sollte, solange ich klar komme. Natür­lich ist es besser Prob­leme gar nicht erst aufkom­men zu lassen. Jetzt ist es aber nun­mal so. Und ich habe ja beschrieben mit bisher rel­a­tiv wenig Train­ing sehr schnelle tolle Verän­derun­gen erzielt zu haben.
    Ger­ade bin ich mit ihr zur Schule gelaufen. Die Leine hing ganz durch und sie läuft durch die Kin­der­massen mit Wurst­broten (zugegeben nach der Wurst 5 cm vor ihrer Nase hat sie geschnup­pert) durch als gäbe es außer ihrer Fam­i­lie nie­mand. Traumhaft. Wir trafen auch einen anderen Hund. Das war erst wie immer aber sie beruhigt sich schon schneller. Und ich habe gle­ich die Gele­gen­heit genutzt und ein paar mal um den Hund rum gelaufen ohne ziehen, klef­fen oder hin­se­hen im Abstand von max­i­mal 2 Metern. Super Fortschritt! 

    Ich weiß ja nicht woher du weißt was hin­ter der Kam­era in der Sendung läuft. Ich weiß es nicht. Ich sehe was die ausstrahlen. Allerd­ings bin ich wie beschrieben kein biss­chen hun­deer­fahren und bei mir funk­tion­ierte es auf Anhieb.
    Über die sel­ben Wege hab ich jetzt auch schon zweimal fremde Hunde von meinem fern gehal­ten. Ging auch.
    Dieser Men­schen hat, ich denke das kann man ihm unbe­strit­ten lassen sehr viel Erfahrung mit vie­len Hun­den. Ich denke er kann das sicher besser wie ich mit meinem ersten Hund. Und ich hab keine Gewalt gebraucht. Da kann ich mir schlecht vorstellen das es bei ihm schlechter klappt. 

    Allerd­ings nimmt sich César ja auch wirk­lich sehr schw­eren Fällen an. Mein Hund ist zwar echt mega energiege­lade­nen, aus­dauernd, aber noch nie aggres­siv gewe­sen. Ich würde sie trotz vieler Erziehungs­fehler jetzt nicht als einen “schw­eren Fall” betiteln.
    Klar haben diese Tiere unter­schiedliche Vorgeschichten. Und benöti­gen vielle­icht auch unter­schiedliche Behandlungen.
    Vielle­icht sollte man eher über einzelne Fälle disku­tieren als über den ganzen Menschen.
    Aus­sagen wie “der dürfte gar nicht an Hunde ran gelassen wer­den” finde ich überzogen.
    Genau so wie mit Fans seiner Serie kön­nte man nicht disku­tieren. Obwohl ich mich nicht als Fan beze­ich­nen würde. Mir hil­fst ein­fach und ich finde es fastzinierend zu sehen wie das wirkt und wie er auf die Tiere eingeht. Das ist alles. 

    Ich mag auch das Konzept Bewegung-Disziplin-Zuneigung in dieser Rei­hen­folge. Oder das er dafür plädiert Hunde nicht zu ver­men­schlichen. Das Ruhe ver­mit­teln und auch immer Dom­i­nanz zu zeigen. Für mich ist das richtige. Der Hund ist glück­lich. Was will man mehr?! 

    Außer­dem ist es doch inter­es­sant das das was ich in der Sendung gel­ernt habe mir wohl auch im Hun­de­v­erein beige­bracht wor­den wäre. Mut­maßlich. Doch das das für mich zur Zeit (noch) nicht geht hatte ich ja erläutert. Gut das es genü­gend Möglichkeiten gibt sich ander­weitig zu informieren, nicht wahr!?

    1. Es gibt genug Einzelfälle, die zeigen, was ds für ein Men­sch ist. Ein Hund wird bewusst­los gewürgt und dann mit Eiswasser über­gossen, damit er wieder zu sich kommt. Egal, was der Hund für eine Geschichte hat. Mit einem solchen Ver­hal­ten ver­stößt man nicht nur gegen das Tier­schutzge­setz, son­dern kann niemals eine Bindung zu diesem Tier auf­bauen. Man kann auf viele Weise trainieren, doch mal sollte nie vergessen, dass eine gesunde Beziehung, die auf Ver­trauen basiert das Wichtig­ste ist. Mit seinen Meth­o­den wer­den Symp­tome aber keine URsachen behan­delt, d.h. in den meis­ten Fällem stolpert man früher oder später auf andere oder gle­iche Wiese wieder auf das Prob­lem. Die URsache ist das wichtige. Darauf sollte man sich konzentrieren…

  16. Ich schaue ger­ade eine Folge. In der er einen Rot­tweiler vorm ein­schläfern ret­tet. Der so aggres­siv war das keiner helfen kon­nte. Er hat ihn seinem jugendlichem Sohn geschenkt.
    Er sucht immer nach Ursachen. Den­noch sind Ursachen meis­tens irrel­e­vant. Wenn ein Hund dir ins Gesicht beißt ist es irrel­e­vant warum, oder? Zählt da ein vielle­icht wollte er sein Fut­ter nicht teilen weil er Hunger hat als Entschuldigung? Glaube ich nicht. Beißen ist inakzept­abel und daran muss gear­beitet wer­den. Er schaut sich immer die Men­schen an, ver­mutet da meist schon die Ursachen und dann den Hund. Erk­lärt was er an Kör­per­sprache sieht und was er Hund braucht.
    So habe ich zB erkannt, das mein Hund unsicher ist, weil ich das oft bin. Das ich mich führen habe lassen aber sie viel zu unsicher dazu ist. Zumal ich sie ja immer getadelt habe. Also sie war verwirrt.
    Es ist der Ham­mer wie genau das zutrifft was César zeigt. Gehe ich an Hun­den vor­bei und sie ist nur wenige cm vor mir, schützt sie mich und hält schon mal vor­sor­glich alles auf pöpeliche weise auf Abstand. Jetzt ver­suche ich sie durch meine Präsenz hin­ter mir zu hal­ten. Bevor sie zieht oder fix­iert. Ein paar cm und meine Hal­tung machen den Unter­schied. So wie César es erk­lärt. Sicher auch andere Hun­de­v­er­ständige. Ich zeige ihm, das ich der Boss bin. Sie beruhigt sein kann, keine Angst braucht und ich das schaffe. Ganz anders! Genau wie César es zeigt sieht man wie ihre Unruhe in Entspan­ntheit kippt. 

    Also ich habe viel über Ursachen und Wirkun­gen gel­ernt. Auch ist das ganze immer sehr indi­vidu­ell auf Hund und Men­sch abges­timmt. Er arbeitet mit dem was vorhan­den ist.
    Ich sehe auch ger­ade einen Fall mit einem e-Halsband. Aber dieser Hund ist ein sehr aggres­siver Pit­tbull und das eine Lebensver­sicherung. Nicht zum ständi­gem Gebrauch.
    Solche Dinge wie einen bewusst­los gewürgten Hund habe ich noch nie gese­hen. Wobei auch in der Folge ger­ade hat er einen Hund gewürgt, besagten Pit­tbull der sich direkt neben Men­schen in einen anderen Hund richtig ver­bis­sen hat. Auf einen Schlag. Ja, da wäre ich froh jemand ist bei mir der weiß wie man da effek­tiv ein­greift und ich wäre da auch nicht zim­per­lich, denn dieses blut­triefende Maul sah nicht mehr lustig aus. Und ich glaube jetzt weniger das die dem Hund eine Kun­st­blutkapsel in den Mund gesteckt haben wegen der Einschaltquoten.
    Ich kann also zu diesem Fall nichts sagen, mit dem Eiswasser, da ich solche Szenen nie gese­hen habe und auch weil sonst über keinen Kon­text berichtet wurde. Wobei es auch dann schwer wäre etwas dazu zu sagen ohne es zu sehen. 

    Das jedoch was ich sehe, ver­stehe ich diese Polar­isierung die um dieses Thema besteht nicht und erst recht nicht, wie aber bei keinem Thema die schon recht fanatis­chen Hal­tun­gen mit über­trieben aggres­siven und has­ser­füll­ten hetzten.
    Es ist ne Fernsehshow! Es ist ein Mann der eine Mei­n­ung über den Umgang mit Hun­den hat und diese weiter ver­mit­telt. Tausende Kilo­me­ter weit weg. Wie viele andere.
    Und hier wer­den Leute belei­digt und aus der Woh­nung geschmis­sen weil sie CM erwähnen! 

    Ich sehe mir eine Sendung an. Ver­stehe einige an Tips und Tricks und am Ver­hal­ten, Kör­per­sprache usw, von Gewalt keine Spur, im Gegen­teil, setze es um, es funk­tion­iert, alles ist entspan­nter, auf bei­den Seiten.…. Der Mann hat was richtig gemacht. Und ich denke mal nicht nur bei uns.….

    Liebe Grüße!

    1. Hallo Jacky,

      ich habe in let­zter Zeit einige Fol­gen CM angeschaut, grade weil ich mir wirk­lich mein eigenes Bild machen wollte. Ich habe mich in den let­zten Jahren sehr inten­siv mit ver­schiede­nen Train­ings­for­men auseinan­derge­setzt und Sem­i­nare über Kör­per­sprache bei Hun­den besucht. Bei manchen Fol­gen, war ich zugegeben­er­weise beein­druckt. Ich finde auch, dass grade bei Train­ern, die sich nur an der Lern­the­o­rie ori­en­tieren, die Rel­e­vanz der eige­nen Per­sön­lichkeit, Präsenz und Ausstrahlung oft­mals lei­der viel zu stark ver­nach­läs­sigt wird. Ursachen­forschung heißt aber nicht, dass etwas eine Entschuldigung ist, son­dern dass man im Train­ing weiß, wo man anset­zen muss. Hunde sind sehr kom­plexe Tiere und er reduziert es zumeist auf Dom­i­nanz. Wer sich mit Etholo­gie auseinan­der­setzt, weiß, dass es zwis­chen nicht artver­wandten Spezies keine Dom­i­nanz geben kann. Bedürf­nis nach Sicher­heit und Führung, ja, Dom­i­nanz doch eher sel­ten. Es ist in erster Linie eine Show — dif­feren­zierte Ursachen­forschung wäre viel zu lang­weilig und nicht plaka­tiv genug. Cesar Mil­lan deutet Kör­per­sprache oft eben NICHT richtig. Ich habe direkt mehrere Szenen im Kopf, in denen er in die Kam­era schaut und erk­lärt, dass der Hund eine “calm energy” hat und der Hund neben ihm Stresssig­nale aussendet. Z.B. bei einer neueren Folge mit einem Pit­bull (der auch während der Folge ver­letzt wurde, ich weiß nicht, ob du die mein­test) setzt er sich mit dem Hund in den Käfig eines anderen und er erzählt, wie ruhig der Hund ist. Kör­per­sprach­lich zeigt der Hund die pure Angst! Cesar Mil­lan arbeitet viel über Hem­mung. Dem Ein­satz dieser dün­nen Leine, die für den Hund sehr unan­genehm ist, beugt sich der Hund meist irgend­wann. Weil es dem Hund wehtut und er keine andere Alter­na­tive sieht. Es geht auch anders. Aber das ist natür­lich nicht so medi­en­wirk­sam. Und wenn Leute sagen, dass nur noch das ange­blich helfen soll, frage ich mich — wieso? Die Leute aus den Sendun­gen scheinen sich noch nie mit Hun­de­train­ing und Hun­de­v­er­hal­ten auseinan­derge­setzt haben und wer­den also auch noch nie etwas anderes aus­pro­biert haben. Man sollte nicht vergessen, dass es eine amerikanis­che (!) TV-Show ist, die von einer Dra­maturgie lebt und unter­hal­ten soll. 

      Aus meiner Arbeit mit ver­hal­tensauf­fäl­li­gen Kindern und Jugendlichen weiß ich, dass Ein­schüchterung und Gewalt (weder psy­chisch noch physis­che) niemals ein Weg ist. Und ja, man kann es dur­chaus ver­gle­ichen, da Hunde die gle­ichen Hirn­bere­iche besitzen, die auch beim Men­schen für Emo­tio­nen ver­ant­wortlich sind. Ja, Gren­zen, Struk­tur und Sicher­heit sind wichtig. Aber da besteht doch ein erhe­blicher, aber nicht immer sicht­barer Unter­schied zur Einschüchterung. 

      Ich kenne einige Links, in denen man sieht, wie CM Hunde in die Res­ig­na­tion bringt.. Präsenz, Kör­per­sprache und Per­sön­lichkeit sind wichtige Fak­toren, die sehr viel bewirken kön­nen. Aber auch wenn Cesar Mil­lan darauf aufmerk­sam macht, wertet es das nicht wieder auf, was er mit vie­len Hun­den auf physis­cher und psy­chis­cher Ebene macht. Wenn man sich etwas von seiner Ruhe und Präsenz abschaut und den Hin­weise zur Bewe­gung beherzigt, ist das ja schön 😉 

      LG Tina

    2. Hallo Jacky,

      auch ich habe als ich noch jünger war vor eini­gen Jahren, keinen eige­nen Hund und damit auch wenig Erfahrung mit Hun­deerziehung und Hun­de­v­er­hal­ten hatte, inter­essiert CM im Fernse­hen gese­hen. Da gab es ja auch noch nicht viel anderes. Mit­tler­weile habe ich glück­licher­weise keinen Fernse­her mehr, dafür aber einen großen, jun­gen Hund. Um den zu erziehen, lese ich viel und schaffe mir im direk­ten Aus­tausch mit Hun­de­train­ern und –trainer­in­nen ein Bild von ihren Trainingsmethoden.
      Dabei ist mir vor allem durch meine let­zte Trainerin bewusst gewor­den, dass ich so wie sie eine andere Auf­fas­sung davon habe, was die meis­ten unter Gewalt und Strafe verstehen.
      Du schreibst, Du hast keine Gewalt bei der Erziehung Deines Hun­des ver­wen­det, arbeitest aber nach Deiner Aus­sage mit “Sonst kor­rigiere ich sie mit vorge­hal­tener Hand, anstün­den am Hals oder in der Leiste oder mit vorge­hal­tenem Fuß, oder aber mit T-Stellung. Schert sie aus der Reihe gibt’s auch Leinenzug.”
      Für mich ist Anstupsen, Kneifen, Leinen­rucke, alles was da so ver­harm­lost wird, Gewalt. Mich vor meinem Hund auf­bauen, ihn scharf ansprechen oder gar schimpfen ist eben­falls Gewalt. Und seit ich sen­si­bil­isiert wor­den bin die Kör­per­sprache meines Hun­des zu lesen, merke ich, wie oft er Mei­de­v­er­hal­ten gezeigt hat. Mir hat das weh getan. Denn ich möchte keinem Lebe­we­sen weh tun. Egal ob physisch oder psychisch!
      Also arbeite ich jetzt kom­plett gewalt­frei. Und nein, mein junger, ungestümer Hund ist noch ziem­lich weit davon ent­fernt ein “gehor­samer” Hund zu sein. Vielle­icht ist das auch gar nicht mein Ans­porn. Denn lieber als einen gehor­samen Hund habe ich einen glück­lichen Hund, der ohne Angst mit mir spielt, kuschelt und gerne wieder zu mir zurück kommt. Alles andere wird er spielerisch ler­nen. Es dauert nur eben ein biss­chen länger und erfordert mehr Man­age­ment. Ich habe Geduld.
      Steffi

  17. Hallo Tina!

    Danke!
    Warum es Dom­i­naz unter Art­frem­den Spezies nicht geben soll ver­stehe ich nicht. Sehe ich auch nicht so bei den Tieren die ich bisher hatte. Und ich finde Dom­i­nanz auch wichtig bei so einem großen Tier. 

    Du hast natür­lich recht, gutes Ver­hal­ten wiegt schlechtes nicht auf.
    Ich hab wie gesagt der­ar­tige Szenen nie zu sehen bekom­men. Aber es wird ja auch oft davon gere­det, das es alte Fol­gen seien. Vielle­icht hat sich CM der Kri­tik ja gebeugt oder sich weiterentwickelt? 

    Du schreibst von Res­ig­na­tion. Und ich finde auch das darf man nicht so isoliert sehen. Ich denke es war nicht die selbe folge die wir gese­hen haben. Aber ich weiß das er sich oft mit dem Rücken zuerst zu den Hun­den in die Boxen setzt. Ich weiß auch welchen Gesicht­saus­druck du dann meinst. Klar arbeitet er da mit einer Hemm­schwelle und san­ftem Druck. Und das der Hund nicht völ­lig entspannt ist sieht man. Aber entspan­nter. Näm­lich so viel ruhiger das er Dinge mit sich machen lässt die vorher undenkbar waren. Wie zB Leinen anle­gen. Res­ig­na­tion und Dom­i­nanz sind auch nicht nur auss­chließlich zu ver­teufeln. Bekommt man den Hund dann beispiel­sweise aus einer aggre­siv ängstlichen Hal­tung her­aus und kann ihm jetzt etwas pos­i­tives zeigen, schafft das sehr viel Bindung. 

    Übri­gens von Kindern würde ich gar nicht erst anfan­gen. Denn hier geht’s um Hunde. Um Kinder scheren sich die Men­schen komis­cher weise kaum. Da ist es Pri­vat­sache. Und wenn ich mich umsehe kön­nte ich bei den meis­ten kotzen. 

    Ger­ade das ist etwas das ich toll finde was CM immer wieder betont. Das immer der Hal­ter das Prob­lem erzeugt. Nicht der Hund sei ein Prob­lem oder habe eins, son­dern habe reagiert auf die Energie der Halter. 

    Auch sagt er immer wieder das dies jetzt sein Bauchge­fühl sei so zu han­deln. Und ger­ade das ist es doch was in unserer Gesellschaft so gestört ist. Seis bei der Kinder­erziehung oder im Umgang mit Tieren. Wozu man dann regeln und hand­lungsabläufe braucht. Die eben viel zu wenig Indi­vid­u­al­ität zulassen.
    Ich finde es sind aus seiner Serie einige sehr pos­i­tive Dinge her­aus zu ziehen. Biss­chen mehr als nur Ruhe und Bewegung. 

    Und was ich auch sehe, es ist eine amerikanis­che Sendung. Ohne Kitsch und Dra­matik geht’s da ja nicht.
    Auch haben die oft ein ganz anderes Ver­ständ­nis zu Hunden.
    Da gehen Leute nur ein­mal die Woche mit dem Hund spazieren oder sie benutzen das Lauf­band. Alles hier nicht denkbar.
    Deswe­gen Kauf ich mir jetzt kein Lauf­band für meinen Hund.
    Es ist in der Sendung oft­mals so, das die Leute sich als let­zte Hoff­nung in der Serie bewer­ben und berichten schon viele Hun­der­trainer usw aufge­sucht zu haben. CM baut meis­tens die Meth­o­den die dort erlernt wur­den mit ein. 

    Ich denke auch das wars jetzt.
    Fazit für mich. Mag sein das es Dinge gibt die er getan hat die abso­lut nicht gehen. Für mich auch nicht. Ich hab solche Sachen trotz­dem nicht gese­hen und glaube das da auch gern (wegen der Dra­matik, die wohl auch deutschen gefällt 😉) Einiges biss­chen aufge­bauscht wird.
    Auch nicht vergessen sollte man das er echt wahnsin­nig vie­len Hun­den hilft. Denen sonst keiner mehr hilft.
    Es gibt aus der Sendung einiges zu ler­nen. Jedoch muss man wie immer sel­ber Hirn und Herz benutzen. So finde ich weder Lauf­band noch diese Würgeleinen ohne Stop­per gut.
    Dieses wirk­lich schon an fanatisch gren­zende Gehetze gegen diesen einen Mann finde ich über­zo­gen und gefährlich. 

    Schönes Woch­enende!

  18. Hallo Jacky,

    erst­mal schön, dass man das so ruhig und sach­lich disku­tieren kann. Finde ich super! 

    Zur Dom­i­nanz: Alleine die Ver­wen­dung des Begriffs sug­geriert, dass der Hund mit uns in einem Machtver­hält­nis steht. In Wahrheit ist es doch so, dass der Großteil der Hunde sich gerne einer Führungsper­son anschließt, die ihm Sicher­heit bietet. Als Leseempfehlung: http://www.lumpi4.de/dominanz-hierarchie-und-beziehung/ zwar auch etwas sub­jek­tiv, aber ich finde es wichtig, dass sie auf die infla­tionäre Ver­wen­dung des Begriffes eingeht. Ich würde behaupten, dass man über­all, wo man davon spricht, seinem Hund gegenüber dom­i­nant sein zu müssen, genauso von Führung und Sicher­heit sprechen kön­nte. Nur, dass das zeigt, dass wir eben nicht in Konkur­renz zueinan­der ste­hen und Führung vor allem durch eigene Kom­pe­tenz und Ruhe entsteht und nicht durch die Erhöhung der eige­nen Stel­lung. Stelle ich Regeln auf, gibt das meinem Hund Sicher­heit und Struk­tur (wie Fut­ter erst nach meiner Ein­willi­gung aufnehmen) und das wirkt sich pos­i­tiv auf sein Ver­hal­ten aus. Man kann es natür­lich mit der Inten­tion machen, eine höhere Stel­lung als der Hund zu haben, aber aus meiner Sicht, ist es die Struk­tur, das Rit­ual, das dem Hund als soziales Lebe­we­sen, Ruhe gibt. Bei einem Hund, der zuvor kaum oder keine Regeln hatte, ist der Effekt auch entsprechend größer. 

    Zur Res­ig­na­tion: Ich habe viele Fol­gen gese­hen, in denen der Hund sich windet und sich mit allem was er hat, dage­gen wehrt. Das ist etwas, was ich nicht unter san­ftem Druck ver­stehe. Und die Hunde sind meis­tens eben nicht entspan­nter, zeigen ihre Aufre­gung nur eben nicht mehr, bzw. durch viel feinere Sig­nale. Ein ruhiger Hund ist nicht gle­ich ein entspan­nter Hund, denn Ver­hal­ten ist immer nur die Spitze des Eis­bergs. Man kann Ver­trauen auch über viele andere Wege auf­bauen, aber das dauert Wochen oder Jahre und dann ist es für mich erst tief.. Dadurch, dass ich an mir gear­beitet habe, ver­traut mein Hund mir so viel mehr als früher. Das hat aber ein­fach lange gedauert und kam erst dadurch, dass ich sie ein­fach besser ver­standen habe und den Druck rausgenom­men habe, dadurch entspan­nter wurde und so auch mehr Führungsqual­itäten hatte. Aber sowas dauert ja viel zu lange. 

    Ob er so vie­len Hun­den hilft.. das ist für mich immer so die Frage. Bei manchen habe ich sogar den Ein­druck.. aber bei sehr vie­len anderen, ver­mute ich eher das Gegen­teil. Wer kann schon beurteilen, ob es dem Hund wirk­lich gut geht oder ob es ihm nicht sogar schlechter geht als vorher? Wir kön­nen die Psy­che nicht ergrün­den und ob ein gehemmter Hund ein glück­licherer Hund ist, wage ich zumin­d­est mal stark anzuzweifeln. Abge­se­hen davon, erfährt man oft nicht, was mit den Hun­den ein Jahr später ist und vor ein paar Jahren ist auch mal ein Neg­a­tivbericht an die Öffentlichkeit gelangt, den ich jetzt lei­der nicht mehr genau in Erin­nerung habe. 

    Jeder, der CM mag, ist bes­timmt kein schlechter Men­sch und auch ich finde das ein oder andere schon beein­druck­end. Nach­dem ich mir einige Fol­gen ange­se­hen habe und Angst in den Augen der Hunde gele­sen habe und viele seiner Fehlein­schätzun­gen, stehe ich ihm sehr, sehr kri­tisch gegenüber.

    Jedem seine Meinung.
    Eben­falls ein schönes Wochenende 😉

  19. Eigentlich mag ich César Mil­lan, kann aber auch ver­ste­hen dass es manche Men­schen nicht so sehen. Ich stehe aber auch nicht zu 100% hin­ter ihm — das mit den Würge­hals­bän­dern und Elek­troschock­ern ging echt zu weit!
    Allerd­ings finde ich seinen Ansatz, sich so zu ver­hal­ten wie ein Rudelführer schon ganz inter­es­sant und auch nicht unbe­d­ingt schlecht.
    Aber ich glaube am Ende muss jeder für sich entschei­den, wie er seinen Hund erzieht und welche Meth­o­den am besten klappen. 😉

  20. Dann habe ich wohl nur die lieben Szenen gesehen.

    Früher habe ich Cesar geguckt, jedoch war dort nur zu sehen wie er mit einem ganzen Rudel über seine “Ranch” spazieren geht und Men­schen eine präsente Kör­per­sprache beibringt.

    Von den anderen Sachen habe ich nichts gese­hen. Gibt es noch eine Seite die diese schreck­lichen Szenen hat. Mir ist dies näm­lich fremd. Vielle­icht kenne seine “Anhänger” auch nur die “lieben” Sit­u­a­tio­nen? Dann fehlt es an Transparenz.

    Was macht ihr denn wenn euer Hund etwas macht was ihr im abgewöh­nen wollt? wie zb. dem Welpen die Beißhem­mung beib­rin­gen… grundle­gende Sachen?

    1. Die Hunde im Train­ing bei CM sind völ­lig eingeschüchtert. Er deutet die Kör­per­sprache völ­lig falsch.
      Solange keine Bindung zum Hund besteht wer­den immer wieder Prob­leme entste­hen. Und wenn man seinen HUnd behan­delt wie CM dann folgt er vielle­icht aber nur aus Angst und nicht weil er vertraut.
      Beißhem­mung habe ich bei­den Hun­den beiger­bacht indem ich die Sit­u­a­tion ver­lassen habe. Wurde es zu extrem habe ich sanft meine Hand auf den Brustkorb gelegt und nein gesagt.
      Ich kenne keine “lieben” Szene von CM. Die Hunde sind eingeschüchtert, verängstigt und unter Stress. Ich würde nicht mehr in den Spiegel schauen kön­nen, wenn mein Hund mich auch nur ein­mal mit solch einer Angst in den Augen anse­hen würde

    2. In den ganz nor­malen CM Fol­gen sieht man solche Szenen auch, sei es ein Elek­troschock­hals­band oder ein Würger. Er drängt Hunde in die Ecke, er unter­drückt sie. Richtig absurd finde ich auch, dass er einen Hund am Lauf­band fes­t­bindet, damit er mehr Bewe­gung kriegt! Was ist denn das bitte? Ich finde es ja schon blöd Hunde zu Balljunkies zu machen und zu denken, man lastet einen Hund damit aus, aber das Lauf­band ist ja noch blöder! Selbst mir ist es zu lang­weilig auf dem Lauf­band zu laufen und die Vorstel­lung daran fest­ge­bun­den zu sein macht mir echt angst! Ein Hund braucht soziale Kon­takte, Gerüche, Geräusche und nicht bloß Bewegung.
      Wenn mein Hund was macht, was mir nicht gefällt sage ich ganz bes­timmt “nein”, “aus” oder “hier jetzt” oder so. Kommt er dann (bei “hier jetzt”) immer noch nicht, gehe ich hin und hole ihn forschen Schritte zu mir. Die Beißhem­mung habe ich allen drei Welpen auch mit “nein” beige­bracht. Meine Hunde waren alle sen­si­bel, daher musste ich nie schup­psen oder so. Das gle­iche gilt für die 5 Pflege­hunde, die ich aus dem Aus­land als Pflegestelle hatte. Ich war bei keinem hart, unge­hal­ten, laut oder sowas. Ich habe Bindung aufge­baut durch Kuscheln, Spaziergänge, Beschäf­ti­gung, Füt­tern und der Rest klappte dann so.
      Von Mar­tin Rüt­ter gibt es ein Buch und eine DVD zur Kör­per­sprache. Bei­des ist recht anschaulich gemacht. Nur falls Sab­rina noch keinen Artikel hat.

  21. Ich möchte mich deiner Mei­n­ung auch unbe­d­ingt anschließen. Ich hatte das große Glück, dank meiner Mut­ter, schon mit Hun­den aufzuwach­sen und mit ihr gemein­sam immer mehr über Hun­deerziehung zu lernen.
    Gemein­sam sitzen wir häu­fig vor entsprechen­den Fernsehsendun­gen mit Cesar Mil­lan und sind regelmäßig entsetzt. Ich finde ins beson­dere ganz schreck­lich, wie teil­nahm­s­los und pas­siv die soge­nan­nten “resozial­isierten Hunde”, die län­gere Zeit in “sta­tionärer Behand­lung” waren, wirken. Welchen Sinn macht den Bitte die Arbeit mit einem Hund, wenn dieser dann gar nicht mehr mit mir in Kon­takt treten will? Wie kann jemand, der einen Hund so sozial isoliert, einen solchen Ein­fluss in einer Gesellschaft haben, die von sich selbst behauptet, aufgek­lärt und informiert zu sein?

    Man kann da nur hof­fen, dass die Gegen­stim­men irgend­wann lauter wer­den als der Profit, den dieser Mann offen­sichtlich einbringt!

  22. Ich muss geste­hen, mir ist dieser Mann gän­zlich unbekannt. Noch nie habe ich eine Sendung von ihm gese­hen oder ein Buch gele­sen. Ich wurde ein­mal fast genötigt, von einer kurzeit­i­gen Bekan­nten — mir unbe­d­ingt ein Buch des Herrn M. durchzule­sen. Sie wollte es mir unbe­d­ingt auf­schwatzen, auslei­hen. Ich habe mehrfach dank­end abgelehnt. Sie selbst hat einen Ridge­back, ich zu diesen Zeit­punkt auch. Die let­zten 20 Jahre begleiten mich Hunde. Ich bin kein Hun­de­trainer und ich lerne täglich dazu. Ich bin Laie der ein Leben­we­sen daheim hat. Das ver­suche ich zu erziehen, damit er in der Gesellschaft und in meiner Gesellschaft entspannt sein kann. Niemals habe ich Gewalt angewen­det. Warum auch ? Es liegt sehr oft am Her­rchen oder Frauchen wenn das mit dem Wuffl nich so rund läuft. Aus­nahme Tier­heim, da bekommt man sel­ten ein Tier was noch unbe­fleckt und frei von Trau­mata ist. Lange Rede: Diese kurzeit­ige Bekan­nte hat mir dann Eng­stirnigkeit vorge­wor­fen. Und das obwohl ich Akademiker sei.. so ihre Worte (mir erschließt sich der Zusam­men­hang nicht, aber ja…). Meinen Ein­wand, dass doch dieser Mann doch das Rad nicht neu erfun­den hat. Es schon viele ver­dammt gute Bücher in Sachen Hun­deerziehung gibt — wurde weggewis­cht als hätte ich eine feuchte Aussprache. Es ist nicht ein­fach gegen die gehypte Mei­n­ung, gegen den Main­stream, gegen den Strom zu denken. Aber es ist es wert. Unsere Hunde sind wun­der­voll. Ich bin dankbar. Für all die Wuffis, Miezekatzen, Mäuschn.. alles was so rum­schwirrt und flat­tert. Jo, ich bin voll der Lebe­we­sen­fan. Tschüss

  23. ich habe ein­mal kurz in diese Sendung hereingeschaut. Mir ist gle­ich schlecht gewor­den, als ich sah, wie er mit den Hun­den umgeht. Aber jeder, der die Kör­per­sprache der Hunde kennt, kann sehen, dass sie erhe­blich Stress und Angst ausstrahlen.
    Ich ver­lasse mich da auf mein eigenes Gefühl, was mit dem Hund los ist.
    Ich hoffe, das nur wenig Hunde durch diese “Schule” müssen.
    Noch was, mein Hund ist sehr sen­si­bel, der würde sofort weglaufen bei dem.

    1. Das sind meine bei­den auch. Die wür­den wahrschein­lich nicht weglaufen, da Hunde im All­ge­meinen ja — in dem Fall lei­der– sehr treu auch zu dem größten A…löchern sind. Sie wür­den allerd­ings durch den Dauer­stress sicher krank werden.
      Was deine Hoff­nung angeht, ich fürchte, es gehen nicht wenige Hunde durch diese Schule. Der ist ein Star in den USA. Und hey, er zeigt doch den Leuten auch, wie sie ihren Hund ver­meintlich aus­las­ten und sich selbst keinen Zen­time­ter bewe­gen müssen: Lauf­band. Außer­dem ist es wahrschein­lich leichter seinen Hund zu unter­drücken, als eine echte Bindung aufzubauen, zumin­d­est für die ganzen Leute, die aus sich selbst her­aus nichts sind und einen schwächeren brauchen um sich stark zu fühlen! Dieser Typ ist echt das Let­zte und seine medi­alen Auftritte jeglicher Art gehören verboten!

        1. naja, so schnell ver­bi­eten geht lei­der nicht, schon gar nicht län­derüber­greifend. Die Men­schen in USA gehen auch ganz anders mit ihren Hun­den um, als es bei uns gemacht wird. Und ganz so helle scheinen die auch nicht zu sein, sonst hät­ten sie keinen Trump.…. Bei dem ganzen Dilemma mit Milan soll­ten wir aber auch die anderen Tiere nicht vergessen, die bei uns in Deutsch­land durch die Hölle gehen, ihr ganzes kurzes Leben lang, zB. die Hüh­ner im Hühner-KZ. Ich meine, für die sollte man sich auch einsetzen.

  24. Ich bin ein großer Fan von Cesar Milan und werde es auch bleiben, den ich habe ver­standen was er mit der Erziehung meint. Er sieht die Hunde wie Hunde(Tiere) und nicht wie du, die den Hund wie einen Men­schen behan­deln, bzw die einen Hund als Kind sehen und behan­deln. Wo ist da die Logik????? Ich kann es nicht hören wenn man sagt “Mein Hund ist wie mein Kind” oder ähn­liches , da wird mir schlecht. Ein Hund ist ein Haustier “ein Tier”, das vom Wolf abstammt ‚und man soll dem Hund so gut wie möglich das natür­liche Ver­hal­ten eines Hun­des beib­rin­gen, und nicht das ver­hal­ten eines Men­schen Kindes. Das ver­sucht Milan zu erk­lären, das er ver­sucht den Men­schen beizubrin­gen, den Hund nicht wie einen Men­schen zu behan­deln. Den die armen Hunde kön­nen das nicht ver­ste­hen und umset­zen, und reagieren dann ver­stört. Milan kennt die Hunde Gehirn Anatomie und arbeitet darauf. Und dein Spruch (ein­fach nur blöd) “Ille­galer Ein­wan­derer” hat nichts mit Hun­deken­nt­niss zu tun, den viele Men­schen egal welcher Herkunft kön­nen wie Cesar sein.
    Du soll­test dich lieber gegen Ille­galen Welpen­han­del einsetzen,oder ähn­lichem und nicht hier gegen Cesar Milan schreiben, gegen einen Men­schen der hun­derte tausende von Dol­lars in Hun­derettungsak­tio­nen gespendet hat,und viele Men­schen wieder glück­lich gemacht hat weil er deren Hunde wieder Sozial­isiert hat.

    1. Oh oh.
      Wo soll ich anfangen?
      Erstens ken­nen Sie mich gar nicht, daher kön­nen Sie gar nicht beurteilen, ob ich meine Hunde wie Kinder behan­del. Das ist näm­lich nicht so.
      Cesar Mil­lan und anscheinend auch Sie, wenn Sie ihn so feiern, sind nicht in der Lage, die Kör­per­sprache eines Hun­des richtig zu deuten. Er erzieht nicht, er schüchtert ein und unterdrückt.
      Ihr Hund tut mir jetzt schon leid, wenn ich ehrlich sein soll.
      Außer­dem setze ich mich seit Jahren für ille­galen Welpen­han­del ein. Aber unab­hängig davon, betone ich nochmal, dass Sie mich nicht ken­nen. Ich sehe da kein Recht, dass Sie mir vorschreiben, was ich zu tun oder zu lassen habe. Sollte Ihnen mein Blog nicht zusagen, dann zwingt Sie nie­mand, auf diese Seite zu kom­men. Sie finden sicher ein tolles CM Forum, in dem Sie sich mit den anderen über die neusten FOlter­hals­bän­der aus­tauschen können.
      Sorry für meine direkt Art, aber ich bin es ein­fach nur leid.
      Ich bin es leid, dass ein gutes Mar­ket­ing dazu führt, dass die Men­schen diesen Tierquäler feiern. Dass sie seine bru­talen Meth­o­den an ihren armen Hun­den anwen­den. Den Hun­den steht die Angst in den Augen. Wenn mein HUnd mich nur ein­mal so anse­hen würde, dann kön­nte ich nie wieder in den Spiegel schauen.
      Ich bin es so leid, dass die Leute seine Folter­hals­bän­der anwen­den und keiner sieht, wie ängstlich die Tiere sind. Haupt­sache sie funk­tion­ieren wie Roboter. Ich wün­sche mir, dass die Hunde nur für fünf Minuten sprechen kön­nten, da ihre so deut­liche Kör­per­sprqache völ­lig falsch inter­pretiert wird. Ich würde mir wün­schen, dass die Hunde ihren Besitzern ins GEsicht schreien kön­nten, wie furcht­bar es ist.
      Aber das wird nicht passieren. Und daher schreibe ich weiter. Und wenn ich nur einen einzi­gen dazu bewe­gen kann, diese Würge­hals­bän­der, Strom­schläge, Eiswasser­be­häl­ter und ähn­liches endlich mal als das anzusehen,w as sie sind, näm­lich FOlter­meth­o­den, dann habe ich mein Ziel erre­icht. Wenn die HUnde schon keine Stimme haben, dann werde ich sie stel­lvertre­tend erheben. Denn das, was dieser Mann tut, zer­stört die Bindung zu dem Hund. Der Hund mag anschließend “funk­tion­ieren”, doch mehr auch nicht. Er ist eingeschüchtert, verängstigt, unter­drückt und eingeschränkt. Wenn man das einem Lebe­we­sen antun will, welches voller Liebe und Hingabe zu seinem Zweibeiner ist, dann hoffe ich so sehr, dass die Men­schen irgend­wann erken­nen wie wider­lich sie sich ihrem HUnd gegenüber ver­hal­ten haben und aufwachen. So geht es nicht.

  25. César Milan ist ein Tierquäler! Meinetwe­gen kennt er die Anatomie eines Gehirns. Das kann auch ein Grund­schüler auswendig ler­nen, hat aber recht wenig mit dem Ver­ständ­nis gegenüber eines Hun­des oder gar dem Ver­ste­hen des Hun­de­v­er­hal­tens, also der Hun­de­sprache zu tun. Meine Hunde sind Fam­i­lien­mit­glieder und so behan­del ich sie. Ich brauche keine Folterin­stru­mente, damit meine Hunde sozial­isiert und gesellschaftlich kom­pat­i­bel sind. Mir tut jeder Hund leid, der so behan­delt wird, wie César Milan es für richtig hält. Der Mann hat nicht mal den Hun­de­führerschein trotz Dol­metsch­ern bestanden. Hat das für Dich kein­er­lei Aus­sagekraft? Abge­se­hen davon kann man doch gegen Milan und gegen ille­galen Welpen­han­del sein!? Was hat das denn miteinan­der zu tun? Ich bin gegen Milan, gegen ille­galen Welpen­han­del, gegen Tierver­suche, gegen Massen­tier­hal­tung und noch einiges mehr! Generell also gegen jede Art von Tierquälerei und Aus­beu­tung von Tieren! Ich kann das alles auf ein­mal! Also weiter so Sabrina!

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