Platz da! Ein Rüpel kommt!

Platz da! Ein Rüpel kommt!

In unserer Heimat gibt es einen wun­der­vollen See, der von allen Zwei– und Vier­bein­ern geliebt wird. Wir haben schon häu­figer über Aus­flüge dor­thin berichtet und auch schon einige Bilder gezeigt.

Der Sil­bersee ist ein­fach toll. Der Strand ist wun­der­schön, das Wasser sauber und es befinden sich nahezu keine Steine am Strand oder im Wasser. Der per­fekte Ort, um seine Hunde ins Wasser lassen zu kön­nen. Queen fährt dort super gerne hin. Sobald sie merkt, dass es zum See geht, win­selt sie ganz aufgeregt und ist nicht mehr zu hal­ten. Und zwar wörtlich 😀

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Doch nahezu bei jedem Besuch in den let­zten Monaten kam es zu unschö­nen Begeg­nun­gen dort. Manch­mal waren wir alleine dort, oft auch mit unserem Kumpel Hagrid. Nicht sel­ten haben wir beschlossen das Weite zu suchen. Daher habe ich einen Text ver­fasst und in eine Face­book Gruppe namens “Hunde Gemein­schaft Sil­ber See” geteilt:

Ich wollte ein­fach mal ein paar all­ge­meine Dinge loswerden.

Ich weiß nicht, ob sich der Sil­bersee zu einem rechts­freien Raum entwick­elt hat, in dem Rück­sicht­nahme ein Fremd­wort und Auf­dringlichkeit zur täglichen Tage­sor­d­nung gewor­den ist. 

Wenn jemand dort mit seinen Hun­den spazieren geht und seine Hunde anleint, dann kann man doch von dem ent­ge­genk­om­menden Besitzer das gle­iche erwarten. Jeder ver­ant­wor­tungsvolle Hun­debe­sitzer leint seinen Hund an, wenn der ent­ge­genk­om­mende Hund eben­falls angeleint ist. Oder er ruft ihn zumin­d­est zu sich — voraus­ge­setzt, er bleibt dann auch neben seinem Zweibeiner.  Ich leine meine Hunde grund­sät­zlich an, weil meine Große sich schnell bedrängt und sich sehr unwohl und unsicher fühlt, wenn andere Hunde auf sie zugestürmt kom­men. Meiner Kleinen möchte ich beib­rin­gen, dass ein Zustür­men sich ein­fach nicht gehört. Mehrfach schon bin ich dafür am Sil­bersee verurteilt wor­den. “Was kom­men Sie hier hin, wenn Sie ihre Hunde anleinen?” “Leinen Sie doch ein­fach ab. Das regeln die schon unter sicht.” Der let­zte Satz ist übri­gens schlicht falsch! Wenn ich am Strand an einem ruhi­gen Platz mit bei­den Hunde spiele und andere Vier­beiner zu uns gestürmt kom­men, dann kann es doch nicht zu viel ver­langt sein, wenn ich die Beistzer bitte ihre Hunde zu rufen. Muss das sein, dass fremde Hunde bel­lend zu uns ger­annt kom­men, das Spielzeug klauen und dieses dann noch mit Knur­ren und Ver­beißen vertei­di­gen? Erst let­ztes Mal kam ein Hund mehrfach zu uns gestürmt. Wir standen nicht an dem großen Sand­strand, son­dern in einer kleinen Nis­che ganz am Rand auf der anderen Seite. Erst ran­nte er meine Kleine mehrfach um und stand dann knur­rend vor der Großen. Erst nach mehrfachem Bit­ten kamen die Besitzer und holten ihren Hund ab. Auf Rufe reagierte er kein bißchen. Beim fün­ften Mal knur­rte meine Hündin eben­falls. Daraufhin nahm der Mann seinen Hund am Hals­band, dem ich auf­grund der hochge­zo­ge­nen Lefzen bis auf die Backen­zähne schauen kon­nte und ging mit den Worten “Komm. Der Schäfer­hund ist böse.” 

Also mal ehrlich?

Wenn euch ein Hund ent­ge­gen kommt, der angeleint ist, dann hat das seinen Grund. Vielle­icht ist er krank, hat Flöhe oder Zwinger­hus­ten. Vielle­icht mag er es nicht, wenn man auf ihn zustürmt oder ist vielle­icht sogar generell unverträglich. Habt doch bitte soviel Respekt und leint euren Hund an.

Und noch etwas: Der Sil­bersee ist nicht dazu da, den Hund auszupow­ern, weil man zu faul ist, sich mit seinem Vier­beiner zu beschäfti­gen. Nicht sel­ten habe ich Leute gese­hen, die ihren Hund abgeleint auf jeden haben zustür­men lassen. In der Hoff­nung, dass sie einen Spiel­fre­und finden und mit einem erschöpften Hund nach Hause fahren kön­nen. Sollte der andere Hund ein­fach keine Lust auf Sozialkon­takte haben, dann ist er nicht generell unverträglich. Vielle­icht hat er ger­ade ein­fach nur keine Lust auf Ihren Hund.

Der Sil­bersee ist für alle da. Auch für diejeni­gen, die nur mal mit ihrem Hund spazieren oder spie­len wollen. Ich habe keine Vere­in­barung unter­schrieben, dass mein Hund mit jedem auf uns zustür­menden Spie­len muss. Ich finde es toll, wenn Hunde dort gemein­sam spie­len und toben kön­nen. Doch nur weil meine Hündin lieber mit mir spielt oder spazieren geht, heißt das nicht, dass sie unverträglich ist. Das zeigt ja auch ihr Ver­hal­ten gegenüber den anderen Hun­den. Ich würde mir ein­fach wün­schen, dass man mit etwas mehr Respekt behan­delt wird und ich möchte nicht hören “Der Hund ist böse.” Mein Hund ist nicht böse. Sie spielt nur ein­fach nicht gern mit frem­den Hun­den. Und das ist ihr gutes Recht. Sie darf auch ein­fach nur mit mir am Wasser spie­len und ihren Ball apportieren, ohne dass wir verurteilt werden.

Schon oft haben wir nur wenige Meter von anderen Hunde ges­tanden. Diese haben eben­falls mit ihren Besitzern oder anderen Hun­den gespielt ohne zu uns ger­annt zu kom­men und meine Hunde zu bedrän­gen. Meine Hunde haben gel­ernt nicht ein­fach zu anderen zu stür­men. Selbst die Kleine mit ihren sieben Monaten weiß das schon.

Und bevor wieder Kom­mentare kom­men: Ja ich habe einen Schäfer­hund und viele von euch ken­nen mich auch. Ihr wisst, dass Queen weder aggerssiv noch unverträglich ist. Sie geht frem­den Hun­den ein­fach aus dem Weg. Sie geht weiter oder spielt weiter. Sie knurrt erst wenn sie sich wirk­lich bedrängt fühlt und da gehört bei ihr schon einiges zu.

Es geht mir ein­fach darum, dass wir Hun­deb­sitzer uns das Leben doch nicht unnötig schwer machen müssen. Wir sitzen doch alle im gle­ichen Boot. Wir soll­ten uns daher auch so ver­hal­ten. Rück­sicht­nahme hat noch nie­man­dem geschadet. Und wenn um Selb­stver­ständliches gebeten wird, dann sollte man so viel Anstand haben und dem nachkom­men, ohne dasss man seinen Gegenüber oder dessen Hund verurteilt oder abstempelt.

Daraufhin schrieben mehrere Hun­debe­sitzer, dass sie die gle­ichen Erfahrun­gen sam­meln musste. Sie wür­den den See daher mei­den und irgendwo spazieren gehen, wo sie ihre Ruhe hätten.

Eine Dame berichtete davon, dass ein Hund an ihren Ruck­sack uriniert hätte. Der Besitzer hat das ignori­ert. Als sie dazwis­chenge­hen wollte, knur­rte der Hund sie an und fletschte die Zähne.

Natür­lich melde­ten sich auch diejeni­gen zu Wort, an die der Post in erster Linie gerichtet war.

Warum fährst du denn über­haupt dahin, wenn dein Hund unverträglich ist?”

Wer mit seinem Hund mit Spielzeug spielt, der spielt sowieso nicht richtig mit ihm.” — hierzu am Fre­itag mehr 🙂

Der See ist groß. Die Runde um den See ist ca. 5 km lang. An nahezu jeder Stelle kann man zum Wasser gehen. Wenn ich mir also eine ruhige Ecke am anderen Ende vom “Hun­de­strand” suche, dann ist das doch mein gutes Recht, oder?

Den­noch inter­es­sant, wie ein und dieselbe Sit­u­a­tion zu 100% unter­schiedlich wahrgenom­men wer­den kann…

Ich komme nicht umher mich zu fra­gen, ob das nun der uns verbleibende Weg ist? Müssen wir weichen, weil für Rück­sicht und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein keinen Platz ist? Ist Bequem­lichkeit und Igno­ranz die mod­erne Umgangsform?

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Platz da! Ein Rüpel kommt!

Ich bin ganz ehrlich:

Ich habe meinen Hund nicht erzo­gen, um die schö­nen Orte zu mei­den. Ich habe meinem Hund nicht beige­bracht, nicht auf anderer zuzustür­men, um sel­ten besuchte Orte aufzusuchen, während die Rück­sicht­slosigkeit in Per­son am See ihren Hund ren­nen lässt.

Vielle­icht kommt da der Jurist in mir her­aus, aber es gibt doch gewisse Regeln im Zusam­men­leben, die doch bitte alle beherzi­gen soll­ten. Es kann doch nicht sein, dass Ver­ant­wor­tungslosigkeit den Anstand verdrängt.

 Ver­steht mich nicht falsch. Jeder Hund kann mal nicht abruf­bar sein. Jeder Hund kann mal flitzen gehen. Zu 100% kann man das nie sagen. Queen hat zwar noch nie nicht gehört und wahrschein­lich würde ich bei ihr sogar den berühmten “Hand ins Feuer — Spruch” brin­gen, doch vielle­icht würde ich mich hier­bei eines Tages verbrennen…

Doch wenn mein Hund stiften geht, dann sam­mel ich den wieder ein. Wenn mich jemand bit­tet, anzuleinen dann mach ich das (wenn ich nicht ohne­hin schon angeleint habe). Und wenn mein Hund andere bedrängt, die offen­sichtlich für sich sein wollen, dann gehe ich dazwischen.

Nur weil der See ein öffentlicher Platz ist, bedeuetet das doch nicht, dass die Hunde bzw. dessen Hal­ter machen kön­nen, was ihnen ger­ade in den Sinn kommt.

Vielle­icht wollen wir ein­fach nur unsere Ruhe haben und ein wenig abschal­ten. Vielle­icht wollen wir ein­fach nur spie­len oder uns mit Hun­dekumpels tre­f­fen, um dort eine schöne Zeit zu verbringen.

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Was wir jeden­falls nicht wollen sind auf uns zustür­mende Hunde, die für Stress sor­gen mit dazu passenden pöbel­nden und rück­sicht­slosen Zweibein­ern, die außer dumme Sprüche nichts auf Lager haben. Wozu einen Hund erziehen, wenn man ihn dort so her­rlich aus­pow­ern kann und anschließend seine Ruhe hat? Wozu sich mit einem Hund beschäfti­gen, wenn er dort doch so prima mit anderen “spie­len” kann?

Beobachtet man die typ­is­chen Plätze, sieht das meist wie folgt aus:

6 bis 8 Hunde ren­nen wild durcheinan­der, prügeln sich um Spielzeug oder mobben einen ein­zle­nen, während die Zweibeiner zusam­men­ste­hen und schnacken.

Bravo.

 Ich für meinen Teil jeden­falls habe beschlossen, diese Orte nicht zu mei­den. Ich habe meine Hunde erzo­gen, um sie über­all mit hin­nehmen zu kön­nen und nicht, um die schö­nen Orte zu meiden.

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Posted on: 13. September 2016Sabrina

15 Gedanken zu „Platz da! Ein Rüpel kommt!

  1. Spiel­gelt abso­lut wieder was ich auch erlebe!
    Man muss in der heuti­gen zeit sogar mehrmals drum bit­ten dass Jemand seinen Hund anleint, wenn man seinen Hund mit Gehhilfe und Leine spazieren führt.
    Am Strand, sitzt man mit seinen Hund auf der Decke und man hört Sätze wie, das ist doch ein Hun­de­strand lass unseren Hund ruhig dahin laufen.
    Es wird immer weniger Rück­sicht genommen.
    Und die Leine ist ja wie ein Gefäng­nis für den Hund.KOPFSCHÜTTEL!
    Es gibt so viele Punkte, man trifft immer weniger Rücksichtsvolle.Auch ein net­ter Satz:” Ach das ist ein Rüde da kann ich meine ja laufen lassen”!
    Wir mei­den auch schon Orte wo viele sind.
    Weil man ein­fach nicht mehr seine Ruhe haben kann.Gegen Hun­dekon­takt habe ich natür­lich nix, aber mit jeden Hund und immer sicher nicht.
    Wird ja wohl schon auf Hun­de­plätzen gelehrt, dass die es schon unter sich aus machen.LACH!
    Noch zu dem Knur­ren von Queen, ich finde sogar dass sie sehr geduldig war, wenn Sie erst später ange­fan­gen hat zu knurren!!!Das ist ihr gutes Recht, damit zu sig­nal­isieren Schluss jetzt!!
    Ja, ja dann sind sie gle­ich aggressiv.
    Schö­nen Tag trotzdem! 😀
    Es ist ein­fach nur schade!

    1. Der Hund hat sie mehrfach bedrängt und kam mehrmals zurück auf sie zugestürmt. Erst bei der vierten oder fün­ften Sit­u­a­tion aht sie geknurrt. Und das ist ihr gutes Recht finde ich. Dann zu sagen “Komm, der Schäfer­hund ist böse” find ich ein­fach nur ver­let­z­tend und gemein.

  2. Hallo Sab­rina,

    nach­dem Shiva schon mehrfach ver­bis­sen wurde, weil sie sich schnell bedrängt wird und ver­warnt, meide ich diese Rüpel­strecken. Ich gehe da lieber bei nicht so schönem Wet­ter hin. Ich weiß ja nicht, wo die Rück­sicht­slosigkeiten da dann unter­wegs sind, aber man kann auch ein einem wet­tertech­nisch nicht so per­fek­ten Tag einen per­fek­ten Aus­flug machen. Wir haben auch mehrere Seen bei uns. Bei schönem Wet­ter kann man dort nur hin, wenn alle anderen in der Schule sind oder arbeiten. Feier­abend? No go! Da ist freie Fahrt und wer im Weg steht wird gebügelt. Das brauchen weder mein Sen­si­belchen noch ich. Zum Glück hab ich mehrere sehr weitläu­fige Hochebe­nen und Wälder zur Ver­fü­gung, in die ich mich verkrümeln kann. Dort ist Wild unter­wegs und die Der-Tut-Nixe gehen jagen und müssen dort an die Leine. Shiva jagt nicht und kann so her­rlich viel Spaß mit mir haben. An den typ­is­chen Wild­wech­seln kommt sie selb­stver­ständlich an die Leine oder läuft mit Schlep­pleine. Das tut ihr nicht weh und gibt uns bei­den Sicherheit. 

    Flauschige Grüße

    1. Ich kann das gut ver­ste­hen find es aber schade, dass man sich selbst ein­schränkt, während dort die Rüpel ihr Leben genießen.

  3. Und ich als Hun­de­lose kann sagen: ich finde es schreck­lich, wenn man baden gehen will und über­all Hunde im Wasser sind. So geht es extrem vie­len Men­schen die ich kenne. 

    Wir haben einen ganz kleinen Bergsee und da ist ein winziger Strand dazu — man kann dort nicht in Ruhe baden gehen, weil da ständig Men­schen mit ihren freilaufenden Hun­den sind. Ich habe ein Baby und finde das ein­fach eklig.

    1. Genauso wie Eltern Ver­ständ­nis für ihre Kinder erwarten, auch wenn man selbst keine hat, erwarten wir Hun­debe­sitzer das auch von anderen. Man kann wohl Hund und Besitzern nicht generell ver­bi­eten, im See zu baden, genauso wenig wie man das Kindern und Eltern ver­bi­eten kann. So, wie du das kom­men­tierst, klingt es, als würdest du Hunde nicht beson­ders mögen. Das ist auch ok, nicht jeder kann jeden und alles mögen. Aber stell dir mal vor, jemand würde zu dir sagen: Ich kann in keinem See mehr baden, über­all sind Kinder, da ist echt eklig. Wie würdest du dich da fühlen?

      Ich denke immer, es ist ein gegen­seit­iges Geben und Nehmen, ob mit Hund und/ oder Kind oder ganz ohne bei­des. Jeder kann ein biss­chen Rück­sicht nehmen. Und solange die Hunde bei ihren Besitzern bleiben ist auch alles ok. Ver­ste­hen würde ich ja, wenn per­ma­nent einer auf euch zugeschossen käme und dem Baby einen Schrecken ein­jagt. Dann ist es auch dein gutes Recht, was dage­gen zu sagen. Aber du kannst doch nicht alle freilaufenden Hunde über einen Kamm scheren. 

      Zudem geht es in dem Artikel ja nicht um die freilaufenden Hunde an sich, son­dern um die rück­sicht­slosen Besitzer. Es sind nicht die Hunde, die rück­sicht­s­los sind, sie haben es nicht anders gel­ernt. Es sind die Besitzer, die es ver­säu­men, ihren Hun­den beizubrin­gen und ein­sichtig zu sein. Und genau das ist es, was uns auf die Palme bringt.

  4. Guten Mor­gen,

    ein wun­der­schöner Artikel! Lei­der gibt es so viele rück­sicht­slose Men­schen — ob mit oder ohne Hund. Und lei­der scheint das wahnsin­nig ansteck­end zu sein. Wörter wie Bitte, Danke, Entschuldigung sind absolute Fremd­wörter geworden. 

    Ich sehe das wie. Zwar kenne ich den tollen See nicht, aber egal ob See oder Wald oder Feld — in der Regel ist genug Platz für alle da. Und ich kann auch mit meinem Vier­beiner an der Leine aus­ge­lassen spie­len, da brauche ich keine andere Hunde, vor denen mein Hund Angst hat. 

    Let­ztens waren wir im Wald spazieren. Ich mag ja keine Leute, die meinen, eine Diskus­sion anfan­gen zu müssen, warum ich meinen Hund nicht ableine. Nur weil sie keine Lust haben, ihren anzuleinen. Das hat seinen Grund, aber bin ich verpflichtet, das jedem auf die Nase zu binden? Außer­dem muss ich ehrlich sagen, bin ich da sehr schreck­haft: Wenn die anderen Hunde möglichst noch von hin­ten herangestürmt kom­men, dann bemerke ich sie erst, wenn sie ran sind. Ganz große klasse. Entsprechend erschrecke ich dann und mein Hund auch. Und statt den Hund dann wenig­stens ein­fach wieder mitzunehmen, gehen dann die Diskus­sio­nen los. Echt ätzend. Aber die Fehler bei anderen zu suchen ist immer ein­facher als bei sich. Und deshalb hast du auch einen bösen Hund, und nicht der andere Hun­debe­sitzer etwa rück­sicht­s­los. Echt traurig!

    LG
    Kata

    1. Ja lei­der ist das so…
      Dass Queen erst knurrt, nach­dem der Hund schon mehrfach anger­annt kam und sie mehrfach bedrägnt hat, sieht nie­mand. Der Schäfer­hund knurrt und zack ist das klis­chee erfüllt

  5. Genauso sieht es auch häu­figer im Hun­de­wald aus. Warum soll­ten man den eige­nen Hun­den ver­mit­teln, dass auch sie Recht auf einen Tol­er­anzbere­ich haben? Ich erlebe immer wieder, da Hunde angeschossen kom­men und den eige­nen Hund umrem­peln. Das kein gutes Sozialver­hal­ten ist, sehen die Besitzer nicht. Alles muss erlaubt sein und warum sollte man dort nicht die “Frei­heit” genießen. Ich muss zugeben, ich bin nun sel­tener im Hun­de­wald. Aber ganz aufgeben will ich ihn nicht. Danke für den tollen Beitrag.

  6. Hallo,

    lei­der hast du völ­lig recht mit dem was du schreibst. Man­gel­nder Respekt auch unter Hun­de­hal­tern macht sich wirk­lich immer mehr bemerk­bar. Wir haben auch solche Stellen die wir mit­tler­weile kom­plett mei­den weil sie anscheinend zu Rechts­freien­Zo­nen erk­lärt wur­den. Ich ver­such Allie beizubrin­gen das sie nicht zu anderen Hun­den ren­nen soll, das Hun­de­begeg­nun­gen was ganz nor­males sind und jedes­mal wenn dann wieder ein Hund zu uns ger­annt kommt machen wir im Train­ing wieder Rückschritte. Toll ist dann vorallem wenn die Hunde 0 hören aber die Besitzer ein­fach weit­er­laufen und nur ab und an mal laufen. Hab letzt auch einen Vis­zla ein­fach an meine Schlep­pleine genom­men und seinem Besitzer gebracht weil der uns ewig gefolgt ist. Am ende wird man noch von den ganzen “Hun­de­ex­perten” angepampt warum man den Hund jetzt an die Leine nimmt

  7. Oh hör mir auf!

    Es gibt ein­fach Unbelehrbare, die es immer besser wis­sen. Ein­fach ignori­eren, weil sonst wird man da automa­tisch böse. 

    Beispiel?

    Wir sind mit unseren Dog­gies zum See gefahren. Auf dem Weg dor­thin ist auf der linken Seite ein Zweibeiner mit seinem Mini-Vierbeiner gelaufen. Gle­ichzeitig kamen uns zwei Autos ent­ge­gen. Natür­lich war die Fell­nase nicht angeleint und lief so halb immer wieder auf die Straße. Die Autos mussten mit Schlangen­lin­ien vor­beifahren. Im Vor­beifahren ließ ich ein­fach laut fallen “Ein­fach mal den Hund anleinen” — Antwort = “Langsam fahren!” (wir fuhren in Schrittgeschwindigkeit vor­bei). Hab direkt gehal­ten und hab den Men­schen auch belehrt, dass der Hund angeleint gehört und sich das Tier jed­erzeit ein­fach mal erschrecken und einen Unfall verur­sachen kön­nte — Ein­sicht? Lei­der nein. “Mein Hund kennt das, der erschreckt sich nicht. Der weiss wie das geht!”. Da steht ein York­shire, zit­ternd mit einge­zo­genem Schwanz und dauernd um sich her­schauend… naja… wenn möglich solche Men­schen ein­fach ignori­eren, sie sind unbelehrbar.

    Liebe Grüße

    Jérôme

  8. Hi Sab­rina,

    oh..sowas ist immer wieder ärg­er­lich und richtig nervig. Ich kann dich vol­lkom­men ver­ste­hen — meine Cara sieht auch nicht ger­ade zier­lich aus und wird schnell als aggres­siv abgestem­pelt, dabei ist sie so lieb…

    Liebe Grüße
    Julia

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