Queen und Püppi — unterschiedlich wie Tag und Nacht

Queen und Püppi — unterschiedlich wie Tag und Nacht

Queen ist ein Arbeit­shund. Sie braucht immer wieder neue Her­aus­forderun­gen. Erst, wenn ih Kopf richtig rauscht, ist sie glück­lich. Daher stelle ich sie immer wieder vor neue Auf­gaben. Sollte sich in unserem All­tag eine Auf­gabe ergeben, so lasse ich sie erst ein­mal selbst aus­pro­bieren. Bevor ich ein­greife, gebe ich ihr die Chance allein die Lösung zu finden.

Obwohl Püppi auch sinn­los einem Ball hin­ter­her ren­nen würde, muss auch sie zwis­chen­durch kleine Auf­gaben lösen.

Ich möchte, dass die bei­den selb­st­be­wusst durchs Leben gehen und nicht bei jeder kleinen Her­aus­forderung wie ein Ham­ster kapitulieren.

Zum Teil muss ich zugeben, dass ich schmun­zelnd vor den bei­den sitze und mich darüber amüsiere, wie unter­schiedlich sie doch sind.

Heute möchte ich einige diese Sit­u­a­tio­nen mit euch teilen.

Das Spielzeug hinterm Rücken

Wir alle ken­nen die Sit­u­a­tion. Wir sitzen auf dem Tep­pich, spie­len mit unserem Hund und ver­stecken das Spielzeug hin­ter unserem Rücken.

Queen schaut mich in solchen Momenten gelang­weilt an, läuft um mich herum und nimmt sich das Spielie.

Ern­sthaft? Das ist doch kindisch.”

Püppi hinge­hen schaut mich mit großen Augen an. Nimmt man dann auch noch beide Hände nach vorn und zeigt wie ein Black­jack Dealer seine leeren Hand­flächen, sieht man förm­lich die Gedanken­blase über ihrem Kopf.

So ein Mist. Das Spielie ist für immer verschwunden.”

Meist ist Queen schon so gen­ervt davon, dass sie selbst auf­steht, sich das Spielie hin­ter meinem Rücken nimmt und es in ihr Kör­bchen trägt.

Die verschlossene Tür.

In der Regel sind all unsere Türen offen. Lediglich wenn der DHL Mann kommt, wird schon mal die Wohnz­im­mertür verschlossen.

Queen ver­sucht mit der Nase zwis­chen die Tür und den Rah­men zu gelan­gen. Merkt sie, dass die Tür ver­schlossen ist, springt sich hoch und lan­det mit der Pfote auf der Türklinke.

Ver­schlossene Tür? Wozu hat sie denn eine Klinke?”

Steht Püppi vor einer ver­schlosse­nen Tür, kratzt sie mit der Pfote daran. Selbst wenn diese nur angelehnt wäre, käme sie mit dieser Tech­nik nicht hin­durch. Nach mehreren gescheit­erten Ver­suchen setzt sie sich direkt vor die Tür und schnieft.

Oh mein Gott. Ich wurde für immer allein gelassen.”

Apportieren.

Ich bin keine Wuf­mas­chine. Apportieren findet bei uns nur mit Struk­tur statt. Erst hin­set­zen, dann fliegt das Spielie. Entweder kön­nen sie dann das Spielie zurück­holen oder es fol­gen kleine Auf­gaben, bevor ich sie losschicke.

Gibt man bei­den ein schlichtes “Bleib” bevor man das Spielie wirft, dauert es nicht lange und sie ver­suchen, sich das Apportieren zu “erarbeiten.”

Queen fängt an sämtliche Tricks und Kun­st­stücke vorzuführen.

Ey, Frauli. lch will es holen. Guck mal was ich kann. Ich kann mich drehen. Und nochmal. Reicht noch nicht? Schau mal ich kann Sitz und Platz und dann kann ich noch um dich herum laufen. Schickst du mich immer noch nicht los. Guck mal ich kann noch die Pfote heben und rück­wärts laufen. Na los. Schick mich endlich los.”

Püppi zeigt eben­falls, was sie kann.

Los. Los. Los. Ich will es holen. Per­sonal, lass mich endlich losrennen.”

Und dann geht es los. Sie bellt und jault und knurrt und bellt und jault.

Besuch fremder Menschen

Was für Queen früher eine echte Her­aus­forderung war, meis­tert sie heute so:

Ok. Dich kenn ich nicht. Bleib jetzt ganz ruhig ste­hen. Ich stürme mal kurz auf dich zu und schnup­per an dir. Bitte nicht bewe­gen, sonst erschrecke ich mich. Ok, dann zeig mal, was du kannst. Du darfst mir jetzt meinenh Popo kraulen. Ok. Test bestanden und jetzt hin­set­zen! Bleib da bitte erst mal zehn Minuten sitzen, damit ich dich in Ruhe beobachten kann.”

Püppi ist da etwas anders:

Es hat gek­lin­gelt. Besuch. Besuch. Besuch. Ich renne bis zur ersten Trep­pen­stufe und OH MEIN GOTT. Ich kenn den nicht. Hilfe. Frauli will den rein­lassen. Queeeeeen. Fremde Men­schen!!! Ok kein Prob­lem. Ich regel das. Woooooowoooooooooooooo! Erst ein­mal eine Mis­chung aus Heulen und Bellen. Das schadet nie. Und fass mich ja nicht an. Ich muss erst ein­mal gucken, ob Queen dich genehmigt.”

Int­gel­li­gen­zspiele

Nahezu täglich machen wir Intel­li­gen­zspiele. Hier­bei haben die bei­den ein klares Sys­tem entwickelt.

Queen ist eher ruhig und beobachtet Püp­pis Ver­hal­ten genau.

Zack. Da hat sie ein Hütchen ent­fernt. Tja, Pech gehabt. Da war ich schneller. Oh, hast du kein Leck­erli erwis­cht? Schade.”

Püppi hinge­gen ist aufge­dreht und kurz vor einem Herz­in­fakt. Wild und unkon­trol­liert ver­sucht sie die Leck­erlis freizule­gen. Sie kratzt und schubst und ver­sucht alles, was möglich ist, um an das Leck­erli zu kommen.

Ich hab es gle­ich. Ich riech es schon. Das muss doch daraus gehen. Ver­flixt, ich hab es. Oh man wie kon­nte Queen so schnell das Leck­erli klauen. Ok weiter geht’s. Das näch­ste mal bin ich schneller.”

Die zwei sind zusam­men wirk­lich unter­halt­sam und nicht sel­ten sitz ich ein­fach da und lach darüber, wie unter­schiedlich sie doch sind 😀

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Posted on: 18. Januar 2017Sabrina

Ein Gedanke zu „Queen und Püppi — unterschiedlich wie Tag und Nacht

  1. Du musst die bei­den dabei mal Fil­men. Shiva ist Püppi sehr ähn­lich. Sie durch­schaut die meis­ten Tricks und Spiele schon irgend­wann, aber sie ist schreck­lich hek­tisch dabei. 

    Ich würde das zu gerne mal sehen, wie die bei­den arbeiten 

    Flauschige Grüße
    San­dra und Shiva

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