Studie über die Beziehung zwischen Mensch und Hund ?>

Studie über die Beziehung zwischen Mensch und Hund

In einer umfan­gre­ichen Studie der Uni­ver­sität Bonn haben Psy­cholo­gen die Beziehung zwis­chen Men­sch und Hund unter­sucht. Dabei wur­den drei ver­schiedene Typen von Hun­de­hal­tern her­aus­ge­fildert, die sich in der Ein­stel­lung, dem Ver­hal­ten sowie dem Wohlbefinden des Hun­des unterscheiden.

Es wur­den rund 2.800 Hun­debe­sitzer und dessen Vier­beiner unter die Lupe genom­men. Beson­deres Augen­merk lag dabei auf der art­gerechten Hal­tung, dem Fach­wis­sen sowie der Kom­mu­nika­tion zwis­chen beiden.

43 % gehören zu den “naturver­bun­de­nen und sozialen Hundehaltern”.
Diese schätzen das Leben mit einem Hund, beschäfti­gen sich viel mit ihm und sind kon­tak­t­freudig anderen Zweibein­ern gegenüber. Im Zusam­men­leben mit ihrem Hund ver­hal­ten sie sich auf­grund eines hohen Wis­sens selb­st­be­wusst und sou­verän. Sie sind stets um eine gute Erziehung ihres Hun­des bemüht.

35 % fallen in die Kat­e­gorie “emo­tional gebun­den und stark fix­iert”. Diese Hun­de­hal­ter sehen ihren Hund als ihren eng­sten Fre­und, teil­weise sogar als Part­ner­ersatz. Der Hund ist für sie das Wichtig­ste in ihrem Leben. Sie gehen liebevoll und bewusst mit ihrem Tier um.

22 % sehen ihren Hund als “Pres­ti­geob­jekt” an. Sie wollen mith­ilfe ihres Vier­bein­ers ihr Selb­st­be­wusst­sein und Anse­hen steigern. Der Hund kommt nicht auf seine Kosten, denn der Zweibeiner beschäftigt sich nur ambiva­lent mit ihm und baut keine eige­nen Bindung zu dem Tier auf. Seine Bedürfnisse ste­hen über denen des Hun­des. Sein Fach­wis­sen ist eher ger­ing und sein Ver­hal­ten gegenüber dem Hund meist inkon­se­quent und unbeherrt.

Sommer39

Diejeni­gen, die ihren Hund als Pres­ti­geob­jekt betra­chten, soll­ten wohl besser keinen Hund in ihr Leben lassen. Trau­rig, dass mir spon­tan einige Per­so­nen ein­fallen, die ich direkt in diese Kat­e­gorie stecken würde.

Und zu welcher Kat­e­gorie würde ich mich zählen?

Als ich beim ersten Durch­le­sen der Studie auf die Kat­e­gorie “naturver­bun­den und sozial” traf, dachte ich spon­tan “Jap. Das passt auch zu dir”. Ich schätze das Leben mit meinen Hun­den sehr. Ich beschäftige mich gerne und viel mit ihnen und lege Wert darauf, mir möglichst viel Wis­sen über Hunde, ihre Kom­mu­nika­tion und ihre Bedürfnisse anzueignen. Auch eine gute Erziehung ist mir wichtig, um meinen Hun­den möglichst viel Frei­heit geben zu können.

Doch bin ich wirk­lich kon­tak­t­freudig anderen Zweibein­ern gegenüber?

Nicht immer. Nicht wirklich.

Und dann las ich die zweite Kategorie.

Tat­säch­lich betra­chte ich meine Hunde als meine eng­sten Fre­unde. Als meine treuen Begleiter, die ich am lieb­sten immer um mich habe. Als Part­ner­ersatz? Nein soweit würde ich nicht gehen. Obwohl ich mich schon unwohl fühle, wenn meine Hunde nicht da sind. Wenn Stephan mal ein paar Stun­den weg ist, kann ich das dur­chaus verkraften 😀

Tat­säch­lich sind meine Hunde das Wichtig­ste für mich.

Vielle­icht bin ich eine Mis­chung aus bei­den Kat­e­gorien. Wenn ich mich jedoch für eine entschei­den müssten, dann wäre ich ehrlich, wenn ich mich zu den “emo­tional gebun­de­nen und stark fix­ierten” zählen würde.

2016-07-20 20.14.59

Bin ich emo­tional gebun­den? Ja, auf jeden Fall.

Bin ich stark fix­iert? Ja, ich denke schon.

Ich liebe meine Hunde ein­fach und ich möchte so viel Zeit wie nur möglich mit ihnen ver­brin­gen. Ein art­gerechtes Leben ist mir beson­ders wichtig und ich gebe mir die größte Mühe ihnen alles zu geben, was sie brauchen.

Obwohl ich es grund­sät­zlich und unab­hängig von diesem Thema schwierig finde, mich selbst oder andere einer Kat­e­gorie zuzuord­nen, finde ich die Studie wirk­lich inter­es­sant. Unterm Strich wird es aber kaum möglich sein, eine klare Tren­nung zwis­chen den ohne­hin nur weni­gen Kat­e­gorien zu bilden.

Was denkt ihr über die Studie? In welche Kater­gorie würdet ihr euch einordnen?

Teilen Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+

3 thoughts on “Studie über die Beziehung zwischen Mensch und Hund

  1. Sehr inter­es­sant zu lesen! Ich Reihe mich auch eher in die zweite Kat­e­gorie ein. Allerd­ings ist jessi nicht mein part­ner­ersatz. Sie ist “Fre­undin” , Kuscheltier und vieles mehr. Sie steht an sel­ber stelle wie mein Part­ner 😉 Liebe grüße Diana

  2. Sehr span­nende Studie! 😊 Die let­zte Kat­e­gorie ist ja wirk­lich trau­rig. Solche Men­schen soll­ten sich als Pres­ti­geob­jekt lieber ein Auto als ein Lebe­we­sen zule­gen… Ich würde mich auch aus einem Mix von den ersten bei­den Kat­e­gorien beze­ich­nen, auf­grund dessen, dass ich nicht die Kon­tak­t­freudig­ste bin aber mir die Erziehung und das Ver­hal­ten meines Hun­des sehr am Herzen liegt. ☺

  3. Sehr inter­es­san­ter Artikel — wieder mal — 😉 

    Im ersten Moment hab ich mich gle­ich sofort in die erste Kat­e­gorie gepflastert, aber wenn ich ganz ehrlich bin… ich bin sehr emo­tional und stark fix­iert. Shiva ist kein Part­ner­ersatz, aber sie ist voll­w­er­tiges Fam­i­lien­mit­glied und mir das aller­wichtig­ste auf der Welt. 

    Flauschige Grüße
    San­dra & Shiva (die heute mor­gen eine halbe Stunde verkuschelt haben und die wurde dann von der Früh­stück­szeit abgezogen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.