Tricktagebuch — die ersten Schritte

Nach­dem wir euch Anfang der Woche berichtet haben, dass wir nun Trick­sen wer­den und Dog­Danc­ing machen wollen, möchte ich gerne eurem Wun­sch nachge­hen und ein Trick­tage­buch führen.

Das Tage­buch ist natür­lich keine all­ge­me­ingültige Anleitung, son­dern beschreibt nur, wie wir vorge­hen und welche Meth­o­den sich bei uns bewährt haben.

Zu Beginn standen wir natür­lich vor dem Prob­lem, dass Queen nicht auf einen Clicker kon­di­tion­iet war. Ich habe es ein­mal ver­sucht, aber ich selbst hatte Prob­leme mit dem Tim­ing und Queen hatte auch keine große Freude.

Mir war jedoch klar, dass ein Clicker auf Dauer vieles vere­in­fachen würde.

Also übte ich erst ein­mal alleine an meinem Tim­ing. Bewaffnet mit Leck­erlis set­zte ich mich anschließend zu Queen auf den Boden. Ich clickte und sie bekam ein Leck­erli. Zwei Tage lang machten wir diese Übung zwei bis drei mal am Tag mit unge­fähr (15 Wiederholungen).

Queen wurde langweilig.

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Sie ist lei­der nicht allzu fix­iert auf Leck­ereien, daher legte sie sich ein­fach hin und guckt mich erwartungsvoll an. Ich war mir aber nicht wirk­lich sicher, ob sie “den Trick mit dem Click” schon ver­standen hatte. Daher nahm ich den Clicker mit auf unsere Run­den und übte ein­fach zwis­chen­durch Grund­kom­man­dos wie “sitz” “platz” oder “bleib”.

Damit Queen nicht nur das Clicken verin­ner­licht, son­dern sich auch auf meine Stimme konzen­tri­ert, übten wir eben­falls kleine Tricks, die sie schon kan­nte. Ich sagte das Kom­mando wie zum Beispiel “dreh dich”, clickte anschließend und sie bekam ihre Beloh­nung. Die größte Her­aus­forderung bestand darin, sie nicht mehr mit Worten zu loben. Einige Male rutsche mir mein typ­is­ches “prima” heraus 😀

Nach ins­ge­samt fünf Tagen war ich mir sicher, dass Queen auf das Clicken kon­di­tion­iert war. Nach jedem Click spitzte sie die Ohren und schaute auf meine Hand, aus der das Leck­erli kom­men könnte.

Als Basis für viele Tricks wollte ich zusät­zlich einen Tar­get — Stick ins Spiel brin­gen. Ich bewaffnete mich eben­falls mit Leck­ereien und zeigte Queen  den Stick. Mir war klar, dass sie neugierig sein würde, daher hielt ich die Kugel am Ende des Sticks direkt in ihre Rich­tung. Ihre Nase berührte die Kugel, ich clickte und gab ihr eine Beloh­nung. Nach nicht mal zehn Ver­suchen wusste sie direkt worum es ging. Ich hielt den Stick in eine beliebige Rich­tung und sie berührte ihn mit ihrer Nase. Nach der Beloh­nung ver­steckte ich den Stick kurz hin­ter meinem Rücken, um die Aufmerk­samkeit und Moti­va­tion erhal­ten zu kön­nen. Das lief besser als das Kon­di­tion­ieren auf den Clicker. Dadurch, dass man den Stick mal links, oder rechts oder sogar zwis­chen die Beine hal­ten kann, kam schnell Schwung in die Übung und Queen blieb motiviert.

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Unser aktueller Stand:

Wir click­ern jeden Tag eine Ein­heit lang kleine Tricks oder Grund­kom­man­dos. Zusät­zlich üben wir ein­mal täglich mit dem Tar­get — Stick. Dies werde ich noch einige Tage lang machen und am Mon­tag fan­gen wir dann mit der ersten richti­gen Übung an “Tür schließen” 🙂

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Posted on: 5. Februar 2016Sabrina

6 Gedanken zu „Tricktagebuch — die ersten Schritte

  1. Du wirst sehen, das click­ern macht tierischen Spaß. Aber mit dem Tar­get bringst du mich auf neue Gedanken. Den hab ich schon länger ver­nach­läs­sigt. Shiva und ich click­ern auch jeden Abend mehrmals und sie ist immer schon ganz aufgeregt, wenn ich den Clicker in die Hand nehme. Dann wird erst­mal das gesamte Reper­toire abge­spult in der Hoff­nung, dass was dabei ist. Das erin­nert mich so sehr an Rocky, der über 200 Tricks kon­nte und da immer eine andere Kom­bi­na­tion vorge­führt hat, in der Hoff­nung, dass das richtige dabei ist. Derzeit üben wir den Kopf able­gen. Das ist ja für Fotos wichtig. Bin ja mal ges­pannt, ob das im Blondi­nen­haupt bleibt… 

    Viel Spaß beim Clickern
    Flauschige Grüße
    San­dra & Shiva

    1. Ich bin auch schon ganz ges­pannt wie sich das entwick­eln wird 🙂 Wir haben den Trick mit dem Kopf auch schon geübt, weil ich den ständig für Fotos benutzte. Eigentlich geht das ganz schnell also drücken wir euch die PFoten 🙂

  2. Toll, das ihr jetzt trickst und Dog­dance machen wollt! Es gibt nichts tolleres *g*
    Was mir nur aufge­fallen ist: du darfst nach dem Click natür­lich loben, dich freuen usw. Der Clicker ist nur dazu da, den per­fek­ten Moment zu markieren, ein­deutiger und schneller als jedes Wort. Dich über alles freuen mit deinem Hund ist natür­lich trotz­dem erlaubt und sogar erwünscht!!! 🙂

    Viele Grüsse
    Susan

  3. Ein Tipp noch:
    Um wirk­lich zu über­prüfen ob bei Queen schon eine Verknüp­fung mit dem Clicker stattge­fun­den hat, geh ein­fach mal in einem Moment (wo Queen entspannt im Köbchen liegt etc) in ein anderes Zim­mer und clicke dort 1 x.
    Wenn sie den Clicker wirk­lich ver­standen hat dann wird sie direkt ange­laufen kom­men um sich Ihre Beloh­nung abzuholen :). 

    LG, Car­ola mit Deco und Pippa

  4. Na da bin ich ja mal ges­pannt, wie das dann ab Mon­tag mit dem “Tür schließen” wird. Pass nur auf, dass sie dich und Stephan dann nicht aus dem Schlafz­im­mer aussperrt, damit sie das Bett ganz für sich alleine hat… 😛

    Oder noch ver­heeren­der, wenn ich an die Kan­zlei denke… 😀

    Es bleibt also span­nend, aber nun wün­schen wir euch erst­mal einen guten Start ins Wochenende! 🙂

    Lieb­ste Grüße
    Jule mit Chilli

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