Über den ungeliebten Konkurrenzkampf ?>

Über den ungeliebten Konkurrenzkampf

Ich hasse Konkur­ren­zkampf. Ganz ehrlich. Ich habe noch nie jeman­den als Konkur­renz ange­se­hen. Weder in der Schule noch auf Wet­tkämpfen in der Tanzschule. Und auch jetzt als Blog­gerin sehe ich nie­man­den als Konkur­renz an.

Warum auch?

Wir sind alle so unter­schiedlich. Wir haben nicht nur unter­schiedliche Hunde, son­dern auch völ­lig unter­schiedliche The­men. Während der eine gerne backt und für seine Hunde kocht, schreibt der näch­ste gern über Hun­de­sport, gibt Erziehungstips oder schreibt eher im Bere­ich Gesundheit.

Als ich ange­fan­gen habe zu bloggen, wusste ich noch nicht wo der Weg hin­führen würde. Die Zahl der Hun­de­blog­ger war deut­lich über­schaubarer. Dadurch kam der Gedanke, möglichst viele Blogs zu lesen, sich möglichst viel zu ver­net­zen. Es gab eine kleine aber feine Face­book­gruppe, in die alle Hun­de­blog­ger unter sich ihre neuen Artikel hochlu­den. Man ver­passte nichts.

Heute ist das anders. Die Blogs sprießen aus dem Boden wie Unkraut. Ja ich habe das fiese Wort benutzt. Ich kann nicht allen fol­gen und will ich auch gar nicht. Einige Blogs sind inter­es­sant, viele hil­fre­ich und einige auch amüsant. Andere eben nicht.

Mit­tler­weile folge ich nur noch weni­gen Blogs, weil ich schlicht den Überblick ver­loren habe und weil einige Blogs mich auch nicht interessieren.

Doch ich bin mir sicher:

Wir alle haben unseren Platz. Wir alle haben eine kleinen Platz, in den wir passen. Ich für meinen Teil habe mit dem Tier­recht einen Platz gefun­den. Manch einer hat sich auch in diesem Bere­ich ver­sucht, aber man sollte schon Jurist sein, um bei diesem Thema aus­sagekräftige Texte schreiben zu kön­nen. Ich würde ja auch keine Texte über Ernährung oder Tier­medi­zin schreiben.

Ich schreibe eben­falls über unseren All­tag, erzähle vom Hun­de­sport oder stelle neue Pro­dukte vor. Auf meine eigene Weise und in meinem eige­nen Stil. Blogs sind wie Bücher. Entweder man mag den Stil oder man mag ihn eben nicht. Durch den eige­nen Schreib­stil und die ver­schiede­nen The­men ist jeder Blog einzigartig.

Konkur­ren­z­denken ist hier völ­lig deplatziert.

Doch auch wenn man denkt, dass man sich aus dem Konkur­ren­zkampf raushal­ten kön­nte, so holt er einen doch immer wieder ein.

Bei Glück­shund ist es ger­ade soweit.

Ich per­sön­lich habe für mich schon vor langer Zeit beschlossen, nicht nach rechts oder links zu blicken.

Ich folge keinen anderen Shop, die ähn­liche Artikel anbi­eten. Dies ist eine ganz bewusste Entschei­dung. Ich möchte mich abgren­zen, mich nicht inspiri­eren lassen und mich nur auf meine Arbeit konzentrieren.

Die meis­ten Pro­dukte sind in Zusam­me­nar­beit mit meinen Kun­den ent­standen. Das Schnüf­felmem­ory und die Jack­en­taschen­beu­tel waren Kun­denideen. Die Out­do­ordecke ist auf meinen Mist gewach­sen und die Gas­si­tasche ent­stand nach einer Umfrage und eini­gen geziel­ten Kundenbefragungen.

Ich für meinen Teil kann sagen: ich bin mit mir im Reinen. Ich habe nie­man­dem etwas  nachgemacht oder mich inspiri­eren lassen. Klar gibt es über­all Fut­ter­beu­tel mit Kun­stleder­bo­den und jede fün­fte Tasche bei Insta­gram sieht meiner Gas­si­tasche ähn­lich. Das liegt aber zum Einen daran, dass die Kun­den sich die Pro­dukte so gewün­scht haben und zweit­ens habe ich die Pro­dukte auf meine Weise verfeinert.

Ich benutze zum Beispiel fast über­all ganz bes­timmte beschichtete Baum­wolle, die kein anderer hat, weil es die in ganz Deutsch­land eben nur in einem einzi­gen Laden in dieser Qual­ität gibt. Das macht das ein oder andere Pro­dukt vielle­icht ein paar Euro teurer, aber einzi­gar­tig. Und ich bin mir sicher, dass sich Qual­ität auszahlt und am Mate­r­ial zu sparen kommt für mich nicht in Frage.

Doch immer häu­figer werde ich von Kun­den darauf ange­sprochen, dass bes­timmte Shops meine Artikel nach­machen wür­den. Das ist schade und macht mich wütend. Erst heute ist es wieder dazu gekommen.

Mit­tler­weile geht es immer weiter. Viele kleinere Shops ver­suchen sich gegen­seitig zu unter­stützen, doch der Konkur­ren­zkampf wird immer schlim­mer. Mit dem ein oder anderen wird plöt­zlich nicht mehr zusam­mengear­beitet, weil der Shop einem bes­timmten anderen auf Face­book oder Insta­gram folgt. Das ist kindisch, bescheuert und armseelig.

Ich will mit all dem nichts zu tun haben. Ich will mich daraus halten.

Doch das fällt mir zunehmend schw­erer, denn auch ich bin Teil dieses Konkur­ren­zkampfes. Bes­timmten Shops, die mir fol­gen, wurde eine Zusam­me­nar­beit ver­weigert, eben weil sie mir fol­gen. Was soll das? Ich habe nie jeman­dem geschadet, immer mein eigenes Ding gemacht.

Ich hoffe, dass dieser Artikel von den richti­gen Per­so­nen gele­sen wird, daher möchte ich das Ende nutzen, um etwas ein für alle Mal deut­lich zu machen:

Ich konzen­triere mich nur auf meinen Shop. Alle meine Artikel stam­men entweder aus meiner Feder oder sind Wün­sche oder Ideen meiner Kun­den gewe­sen. Wer meiner Seite folgt weiß, wie oft ich Umfra­gen mache und einige Kun­den wur­den von mir schon ganz gezielt nach ihrer Mei­n­ung und nach ihren Vorstel­lun­gen befragt.

Wenn ihr meint mir etwas nach­machen zu müssen, dann nur zu. Was Glück­shund aus­macht, das macht eben nur Glück­shund aus. Konzen­tri­ert euch auf euer Ding und findet einen eige­nen Weg.

Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hin­ter­lässt keine eige­nen Fußspuren.

Teilen Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+

2 thoughts on “Über den ungeliebten Konkurrenzkampf

  1. Ich würde mir hier gar keine so großen Gedanken machen. Ein Fut­ter­beu­tel ist eben ein Fut­ter­beu­tel. Was will man da viel ändern, außer dem Design. Und auch beim Design dürfte schon so ziem­lich alles mal da gewe­sen sein. Was meiner Mei­n­ung den Unter­schied macht, ist das Gesamt­paket. Wie man mit seinen Lesern und Kun­den umgeht und ob man ehrlich ver­sucht einen wirk­lichen Mehrw­ert zu bieten.

  2. Echt jetzt? Das ist arm­selig und ein­fach nur traurig!
    Wir mögen Dich, auch wenn wir wohl nicht ger­ade zu deinen Stamm-Kunden zählen (was aber NICHTS mit deinen Pro­duk­ten zu tun hat!) — mein Prob­lem ist eher das der Entscheidungsfindung 😉
    Ich sehe es aber genauso wie du — nicht nach links oder rechts gucken!
    DAMIT lebt es sich wohl am besten… Lass Dich nicht ärg­ern — Qual­ität setzt sich durch und wer es nötig hat, andere zu kopieren, wird irgend­wann die Quit­tung dafür bekommen!
    Wir mögen alles von Euch, Blog UND Shop 😘

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.