Über Perfektionismus, Stieffrauchen und Patchworkhunde

Lange war es still hier um uns und dies hat­te seine Gründe. Es han­delte sich keineswegs um eine geplante Blog­pause und doch kam ich irgend­wie nicht dazu, einen neuen Beitrag zu ver­fassen. Ich habe zur Zeit viel im Shop zu tun und in einem vollen Ter­minkalen­der ist wenig Platz für Kreativ­ität. Mir blieben die Ideen aus und hinzu kommt auch, dass ich mich zur Zeit in mein­er Rolle als Hun­de­mut­ti nur bed­ingt wohl füh­le.

Eigentlich wollte ich diesen Artikel erst schreiben, wenn das “Prob­lem” gelöst ist und hier wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt ist. Doch da ich zum einen nicht weiß, wann das der Fall sein wird und zum anderen das Bedürf­nis habe, meine Gedanken dies­bezüglich mit euch zu teilen, schreibe ich den Artikel bere­its jet­zt.

Doch ich fange am besten ganz vorne an…

Bevor Queen, Püp­pi und ich hier einge­zo­gen sind, lebte Sam mit Jan alleine hier. Sam war es gewohnt mor­gens alleine zu bleiben. Mit­tags holte Jans Mut­ter ihn zu sich und Jan holte ihn nach der Arbeit wieder ab. Unge­fähr vier Stun­den blieb Sam täglich alleine.

In der ersten Zeit spiel­ten Sam und Püp­pi viel miteinan­der. Die drei kan­nten sich bere­its und ver­standen sich schon immer gut. Draußen habe ich Sam von Anfang an ohne Leine mit­laufen lassen und das klappte auch gut.

Ich habe in den ersten paar Wochen viel “laufen lassen”; wollte allen die Möglichkeit geben, sich in Ruhe an die neue Sit­u­a­tion gewöh­nen zu kön­nen. Schließlich war Sam sieben Jahre lang ein Einzel­hund und plöt­zlich kamen zwei Hunde mit in den Haushalt. Für Queen und Püp­pi schien die Umstel­lung nicht allzu groß zu sein. Queen genoss die große Woh­nung und den Garten und Püp­pi fand es super, einen Spiel­fre­und auf Augen­höhe zu haben. Auch Sam wirk­te glück­lich und zufrieden, nicht mehr alleine sein zu müssen.

Je mehr All­t­ag einkehrte, umso mehr Unter­schiede wur­den deut­lich. Und umso mehr Zeit verg­ing, umso häu­figer merk­te ich, dass bei drei Hun­den Regeln für alle gel­ten müssen. Wenn alle Hunde ohne Leine laufen wollen, dann müssen alle Hunde kom­men, wenn man sie ruft. Hin­ter einem mehrfach hin­ter­her rufen oder gar laufen zu müssen, ist bei einem Hund schon unangemessen, doch bei drei Hun­den nicht trag­bar.

Queen und Püp­pi sind draußen sehr beschäftigt. Sie schnüf­feln viel und sind eher gemütlich unter­wegs. Ich bin auch nicht allzu gerne hek­tisch on tour, daher sind wir Mädels uns sehr ähn­lich und haben uns mit der Zeit auch daran gewöh­nt, dass wir für 4 km schon mal gut und gerne eine Stunde brauchen. Sam hinge­gen ist sehr hek­tisch, er schnüf­felt zwar auch, aber meist nur sehr kurz. Nur sehr sel­ten tra­bt er. In der Regel ren­nt er und da man als Men­sch in dem Tem­po nicht hin­ter­her kommt, ren­nt er von links nach rechts und quer durch den Park. Immer in Bewe­gung und das nicht ger­ade langsam.

Queen hat sich hier­von ansteck­en lassen und wurde hek­tisch, unruhig und unsich­er zugle­ich. Sie wusste nicht, ob sie hin­ter­her sollte oder ob sie über­haupt in Ruhe ihr Geschäft machen kon­nte. Sobald Queen und / oder Püp­pi irgend­wo schnup­perte, kam Sam anger­an­nt und markierte die Stelle. Nicht sel­ten, erwis­chte er Queen oder Püp­pi statt den Strauch oder Baum. Um etwas Ruhe hinein zu brin­gen, leinte ich Sam zwis­chen­durch an. Ich nutze hierzu eine Flex­ileine, damit er den­noch genug Raum für sich hat. Dadurch wurde Queen wieder ruhiger und die Run­den wur­den entspan­nter. Doch Sam dauernd an der Leine zu führen ist auch keine Lösung.

Ich ver­suchte mich mit Leck­erlis und kleinen Such­spie­len unter­wegs inter­es­san­ter zu machen. Ich hat­te die Hoff­nung, dass Sam mich span­nen­der find­en würde als die Umge­bung und so etwas mehr in unser­er Nähe blieb und nicht unkon­trol­liert von rechts nach links schoss. Sam ist — typ­isch Bea­gle­gene — ver­fressen und mit Leck­erlis bekommt man ihn rum. Sobald er jedoch meinen Fut­ter­beu­tel sieht oder merkt, dass man Leck­erlis in der Tasche hat, läuft er direkt vor mir, bet­telt und ver­gisst alles um sich herum. Hier­mit drehe ich ihn nur weit­er hoch statt die Ruhe ins Rudel zu bekom­men, die ich eigentlich anstrebe.

Ich möchte auch ungerne dauernd nach ihm rufen. Queen ist ein unsicher­er Hund und sie fühlt sich durch das Rufen ange­sprochen. Das Ergeb­nis sieht dann so aus, dass Sam direkt wieder los­ren­nt und Queen hin­ter mir her­schle­icht, weil sie denkt, sie habe etwas falsch gemacht.

Ich dachte immer, ich sei ein entspan­nter Hun­debe­sitzer. Doch in let­zter Zeit bin ich mir da nicht mehr so sich­er. Ist es vielle­icht nur meine Vorstel­lung eines Hun­des, die ich verzweifelt ver­suche durchzuset­zen? Ist es nur mein Ego­is­mus, der mir hier im Weg ste­ht?

Meine Vorstel­lung von einem Hund habe ich ver­sucht auf Sam zu über­tra­gen. Habe ver­sucht, meine Idee von Hun­deerziehung durchzuset­zen. Bei einem Hund, der sieben Jahre als Einzel­hund gelebt hat und der sich im Großen und Ganzen nie anpassen musste.

Es gab sowohl schöne Momente als auch nicht so schöne Augen­blicke. Es gab einige Hochs und einige Tiefs.

Vor eini­gen Tagen war ich mit Sam alleine im Garten. Ich habe ver­sucht, mit ihm zu Trick­sen und mich alleine mit ihm zu beschäfti­gen. Er hat wirk­lich gut mit­gear­beit­et, doch wir kamen an den Punkt, dass die Fut­ter­brock­en so sehr im Fokus standen, dass er sich gar nicht bewusst war, ob er sich nun dreht oder durch meine Beine läuft. Er apportiert wahnsin­nig gerne seinen Ball und es macht auch wirk­lich Spaß mit ihm zu spie­len, da er mit Begeis­terung dabei ist. Doch drehe ich ihn damit vielle­icht nur unnötig hoch?

Wir hat­ten auch einige nicht so schöne Momente. Ich habe ihm zum Beispiel ver­boten, an die Sachen in meinem Bürore­gal zu gehen. Auf mein erstes “nein” fol­gte ein zweit­er Ver­such. Auf mein zweites “nein” fol­gte das erhobene Bein und er pink­te mir ins Regal. Vor weni­gen Tagen wollte ich ihn in sein Kör­bchen schick­en, doch er wollte nicht aus Queens Kud­de raus. Nach mehrma­liger Auf­forderung fol­gte auch hier das Bein und er markierte ihr Kör­bchen.

Einige Tage laufen wirk­lich gut. Alle drei Hunde laufen zusam­men ohne Leine und wir gehen gemein­sam spazieren. Doch es gibt auch Tage, an denen ich verzweifelt bin, weil ich nicht weiß, wie ich mich ver­hal­ten soll.

Ist es vielle­icht nur meine Vorstel­lung von dem Zusam­men­leben mit einem Hund, die mir hier im Wege ste­ht? Ist es ego­is­tisch und per­fek­tion­is­tisch, wenn ich ver­suche, Ruhe in die Hunde zu bekom­men.

Ich kann mir vorstellen, wie groß die Umstel­lung für Sam gewe­sen sein muss. Plöt­zlich nicht mehr alleine, plöt­zlich leben zwei weit­ere Hunde im Haus und plöt­zlich ist da das böse Sti­ef­frauchen, die ver­sucht, ihre Regeln durchzuset­zen. Doch nun ist mehr als ein halbes Jahr ver­gan­gen und mir fehlt ger­ade das Ziel vor den Augen.

Wenn man mit drei Hun­den zusam­men­lebt, dann braucht man Regeln. Dann müssen die Hunde “funk­tion­ieren”, damit sie frei laufen kön­nen und ihre Frei­heit bekom­men kön­nen. Ich möchte mich auf meine Hunde ver­lassen kön­nen. Möchte, dass sie kom­men, wenn ich sie rufe.

Inzwis­chen spie­len Sam und Püp­pi kaum noch miteinan­der. Seit Püp­pi vor Kurzem läu­fig gewe­sen ist, zock­en sie deut­lich weniger. An eini­gen Tagen gar nicht. Queen und Sam spie­len gar nicht miteinan­der, wobei ich das nicht allzu sehr auf die Gold­waage leg­en würde, denn Queen spielt in der Regel nur mit mir. Ganz sel­ten mal mit Püp­pi. Sam ver­sucht zwis­chen­durch Queen zu begren­zen, indem er knur­rend hin­ter ihr her flitzt, sobald sie über die Wiese ren­nt. Sie ignori­ert das in der Regel. Nur ganz sel­ten knur­rt sie zurück. Und dann gibt es wieder Momente, in denen alle drei zusam­men mit Kör­perkon­takt auf einem großen Kissen liegen und schlafen.

Manch­mal frage ich mich, wie die Hunde die Sit­u­a­tion empfind­en. Püp­pi scheint — typ­isch für sie — so gar nichts mitzubekom­men. Bei Queen habe ich Angst, dass sie immer unsicher­er wird.

Mach­mal frage ich mich, ob ich zu streng bin. Ob ich vielle­icht per­fek­tion­is­tisch bin und vergesse, dass jed­er Hund anders ist. Queen und Püp­pi lebten von Anfang an bei mir. Ich kon­nte sie von Anfang an lenken und habe zwei entspan­nte und gut erzo­gene Hunde. Vielle­icht vergesse ich, dass Sam ein Rüde ist. Eine andere Rasse und schon von den Genen her ein ganz ander­er Hund. Vielle­icht vergesse ich, dass Sam sich erst an die neue Sit­u­a­tion gewöh­nen muss und vielle­icht sehe ich nicht, dass das Zeit benötigt. Mehr Zeit als ich erwartet habe.

Sam und ich sind zur Zeit keine dick­en Fre­unde. Alles andere wäre gel­o­gen und vielle­icht wer­den wir das auch nie sein. Manch­mal sieht er mich an wie ein klein­er Junge, der seine “Stief­mut­ter” nicht mag. Die strenge Stief­mut­ter, die plöt­zlich ver­sucht, Regeln durchzuset­zen. Die böse Stief­mut­ter, die Ver­gle­iche zu den eige­nen “Kindern” zieht. Und dann sitze ich vor ihm und er tut mir leid.

Ich kann nur mein eigenes Ver­hal­ten ändern. Ich kann nicht von einem Hund erwarten, dass er sich um 180 Grad dreht. Doch noch weiß ich nicht, wie ich zugle­ich lock­er­er sein kann ohne dass ich die nun mal notwenid­gen Regeln aus den Augen ver­liere. Ich weiß ja noch nicht ein­mal, an welchen Schrauben ich drehen soll, geschweige denn wie weit.

Vielle­icht lege ich die Sit­u­a­tion auch viel zu sehr auf die Gold­waage, weil ich durch Queen und Püp­pi, die wirk­lich ein­fach sind, total ver­wöh­nt bin. Vielle­icht muss ich Fünfe auch mal ger­ade sein lassen, doch noch weiß ich nicht wie.

Jet­zt wisst ihr, was hier zur Zeit los ist und was mich zur Zeit beschäftigt. Ich bin mir sich­er, dass wir eine Lösung find­en wer­den. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufend­en. Gerne hätte ich diesen Artikel erst geschrieben, wenn wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, doch mir liegen diese Gedanken ein­fach auf der Zunge und es tat auch mal gut, diese in Worte zu fassen.

Vielle­icht habt ihr ja ähn­liche Erfahrun­gen gemacht oder Lust eure Ideen und Tips in einem Kom­men­tar zu hin­ter­lassen.

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6 thoughts on “Über Perfektionismus, Stieffrauchen und Patchworkhunde

  1. Hey,
    dur­chat­men und Scho­ki essen, dass hil­ft ?
    Als ich deinen Artikel gele­sen habe müsste ich sofort an deinen Artikel über Leinen­führun­gleitung und Rück­ruf denken und ein kleines, gemeines Stimm­chen in Kopf sagte: „Siehste klappt dich nicht bei jedem Hund“. Dann habe ich mich ziem­lich geschämt für den schäbi­gen Gedanken und musste dir unbe­d­ingt schreiben.
    Bei mir leben hier drei, manch­mal vier Hunde.
    Zwei davon, Mali und Aussiemix, bleiben immer schön in mein­er Nähe, laufen toll an der Leine und ent­fer­nen sich max­i­mal 15m. Und dann ist da mein Mon­ster. Mon­ster ist ein Dal­matin­er­mix und auch der Grund warum mich dein Artikel über Leinen­führigkeit so getrof­fen hat: Mag der mich nicht? Hat er keine Bindung? Warum.musste ich da soviel Energie rein­steck­en das er an der lock­eren Leine läuft? Und warum zum Henker hat er so einen großen Radius im Freilauf?
    Wenn ich meine drei los­machen, gehen Mali und Aussiemix schnüf­feln und Mon­ster rast los. 100m Voll­sprint in die eine Rich­tung, 200m Voll­sprint in die andere und dann wird im 100m Radius geschnüf­felt. Ich bin verzweifelt, habe Einzel­stun­den gebucht und hart­näck­ig mit der Schlep­pleine trainiert – Hund blieb dann im 10m Radius, aber immer unter Hochspan­nung, wenn er in seinem Radius ist, ist er nach weni­gen Minuten völ­lig entspan­nt – nur mit höherem Grundtem­po. Also darf er, denn er hört ja wenn ich rufe (macht Sam sich auch), er weiß immer wo ich bin, wenn ich ste­hen bleiben oder gar abbiegen oder umkehren (Sam sich­er auch).
    Meine anderen bei­den brauchen mich als Sicher­heit, bei­de sind eher skep­tisch, sehen schneller irgend­wo eine Gefahr und ori­en­tieren sich dann an mir (wahrschein­lich wie deine eher unsicheren Damen).
    Mon­ster ist das Lat­te. Dem sind andere Hunde, Men­schen, Tiere und Geräusche völ­lig gle­ichgültig, wahrschein­lich kön­nte ein Ufo vor ihm lan­den und er würde höch­stens dran pieseln. Er weiß das ich alleine klar komme und er weiß auch das er alleine klar kommt. Also habe ich mein Bild von meinem per­fek­ten Spazier­gang ad Acta gelegt und freue mich ein­fach an einem Hund der das Leben in vollen Zügen genießt.
    Vielle­icht musst du ein­mal den Blick­winkel ändern und dich daran erfreuen, was Sam gut kann und vielle­icht sog­ar bess­er als deine bei­den anderen Lieblinge.
    Mir hil­ft es immer, Mal nur mit einem Hund spazieren zu gehen dann bekommt man am Besten mit, was den Hund aus­macht.
    Jed­er Hund der uns begleit­et ist anders, jed­er stellt uns vor neue Her­aus­forderun­gen und wir vergessen manch­mal ein­fach wie fan­tastisch das ist und wie lang­weilig unser Leben anson­sten wäre.
    Wie viel Möglichkeit­en es uns bietet aneinan­der und miteinan­der zu wach­sen und zu ler­nen.
    Kopf hoch, das wird schon. Vielle­icht nicht so wie du es dir am Anfang vorgestellt hast, son­dern bess­er ?

    1. Es tut mir leid dass dich mein Artikel getrof­fen hat. Das war nie meine Absicht. Ehrlich gesagt glaube ich nach wie vor dass Leinen­führigkeit etwas mit Bindung zu tun hat. Fehlende Bindung ist ja bei Sam und mir die Wurzel des Prob­lems. Man darf aber nie vergessen, dass es Hunde gibt, zu denen es schw­er bis nahezu unmöglich ist, eine Bindung aufzubauen. Es gibt Hunde, die kaum eine Bindung zu Men­schen entwick­eln und ihr Frauchen oder Her­rchen für einen Keks ein­tauschen wür­den. Queen und Püp­pi sind ein­fach kom­plett anders und in meinen Augen die per­fek­ten Hunde. Zumin­d­est per­fekt für mich 🙂

      1. Das muss dir doch über­haupt nicht Leid tun! Genau dafür sind doch Blog­a­r­tikel da, um über den eige­nen Tellerand zu schauen, um Leute zum Nach­denken oder Umdenken anzure­gen ?
        Ich habe mich da noch ein­mal inten­siv mit auseinan­derge­set­zt und bin für mich zu dem Schluß gekom­men, dass Bindung ein so kom­plex­er The­menkom­plex ist, das es Irrsinn wäre, den nur am Radius un der Leinen­führigkeit festzu­machen.
        Der große Radius und das Ren­nen wollen hat für mich soviele angenehme Neben­ef­fek­te, ich liebe meinen eigen­ständi­gen Knal­lkopf. Nichts bringt mir mehr Energie, als ihm beim Ren­nen zuzuschauen oder mitzuren­nen. Fast nichts ist schön­er als im Som­mer mit Hund und Pferd zusam­men über Stop­pelfelder zu fliegen oder samt Hund zum Speed­hik­ing aufzubrechen. Wäre doch super Schade wenn wir mit unserem Tem­po nicht zusam­men passen wür­den.
        Ich glaube dein let­zter Satz sagt Vieles aus. Nicht jed­er Hund ist für jeden Men­schen per­fekt. Und deine Hunde haben dich geformt und du sie und jet­zt kommt da ein drit­ter zu, der eben sieben Jahre lang anders „geformt“ wurde und „geform“ hat.
        Ich kann nur sehr sel­ten langsam, eben­so meine Hunde (wen wundert’s ;-)) und auf das sen­si­ble Mal­i­ti­er musste ich mich auch erst­mal ein­stellen und er sich auf mich. Wenn man was find­et, was bei­den Spaß macht, hat man mein­er Erfahrung nach, den größten Batzen schon geschafft, dann sind all die anderen Prob­lem­chen eher neben­säch­lich.
        Vllt. find­est du ja irgend­was, das Sam und dir Spaß macht. Fährte­nar­beit bringt miich und Mosnter super runter und macht viel Spaß. Deut­lich ruhiger als Trailen und viel ein­fach­er im Auf­bau und im Train­ing.

  2. Hal­lo,
    ich denke mal Du musst Dich davon lösen das Du Sam gle­ich behan­deln kannst…
    Wir haben hier 4 Hunde, jed­er ist anders und muss auch anders gehän­delt wer­den, auch mit dem Gas­si gehen….
    Bei meinem Mann z.B. kön­nen 2 Hunde frei laufen, ich traue mich das nur bei einem.
    2 bleiben an der Leine, weil man sie schlecht ein­schätzen kön­nte, die eine wäre wohl erst­mal weg, würde aber irgend­wann wieder kom­men und der andere kön­nte „aller­gisch“ auf andere Men­schen reagieren…
    Also wenn wir zusam­men gehen sind 2 im Freilauf und 2 an der Leine (auch wenn mein Mann alleine geht, macht er es so)
    ICH gehe lieber dann 2 Run­den in 2er Gruppe, ein Freiläufer, die andere bleibt an der Leine da sie auf mich nicht so schnell hört wie auf meine Mann bzw. kön­nte es sein das sie mein Mann suchen geht…Und die anderen 2 bleiben eh an der Leine..
    Ich richte mich lieber nach dem Sprich­wort Ver­trauen gut, Kon­trolle bess­er.
    Flex­ileinen halte ich nichts von ‚aber jedem das seine…
    Wir benutzen Schlep­pleinen, entwed­er als lange Leine oder zum Freilauf, damit man not­falls doch noch nach­greifen kann, wenn man an Gleisen lang geht…
    Als wir noch 6 Hunde hat­ten, war der eine auch etwas „anders“, mit dem bin ich dann eher Einzel­run­den gegan­gen und kon­nte so mit ihm eher mal was üben…Leinenführigkeit oder son­st was…
    Wenn Dir das alles eher zu stres­sig ist, warum machst Du dann nicht lieber mit Sam Einzel­run­den ?
    Bei uns mache ich sowas auch sehr gerne (ja, auch wenn es anstren­gen­der ist), aber so kommt man dem Bedürfnis­sen des einzel­nen Hun­des nach und man kann auch mal wieder sehen wie es mit dem Gehor­sam so ist…
    Weil, wenn es nicht so läuft, sind irgend­wann alle gefrustet..
    Oder so wie Du schon schreib­st das bei Deinen Mädels Unruhe rein kommt…das nervt Dich irgend­wann und irgend­wann ist man so gen­ervt das man „ungerecht“ zu irgen­deinem Hund ist..
    Also dann doch lieber es anders machen, man kann es ja dann und wann mal wieder ver­suchen, mit allen zu gehen.
    Aber ich würde wohl eher schauen, das ich entwed­er Einzel­run­den mache oder erst mit den Mädels gehen, da Sam das alleine sein ja kennt..und dann später mit Sam gehen.
    So haben die Mädels ihre Ruhe und Zeit, Sam auch und Du kön­ntest mit ihm dann vielle­icht etwas üben !?
    Und Sam vielle­icht mit ein­er Schlep­pleine laufen lassen ?
    Wir haben auch einen kleinen Hibbel, der ken­nt aber die Kom­man­dos „langsam“, „Stop“ und „warte“…der prescht näm­lich auch gerne vor, das ist aber auch eine gute Übung für den ran ruf…
    Ich mag den Streß nicht wenn die Hunde zu weit vor sind, auch wenn mein Mann drauf acht­en sollte…er hat eine größere Tol­er­anz­gren­ze als ich…wo es mir schon zu weit ist, ist es für ihn noch ok…
    Ich muss mich dann immer zusam­men reißen das ich nichts zu den Freigängern sage, den wir haben abge­sprochen er mis­cht sich nicht bei mir ein, wenn ich mit den Hun­den gehe und ich mich nicht bei ihm..denn es würde mich ja auch ner­ven wenn er mir sagt wie ich die Hunde zu führen habe…
    Aber die Hunde ken­nen auch den Unter­schied bei uns, bei mir hören sie an der Leine top, zick­en nicht rum und bei ihm sind die so „komme ich heute nicht, komme ich morgen…“der lässt sie auch fast über­all schnüf­feln und ich lasse die nur da schnüf­feln wo ich sehen kann das alles ok ist…
    Das wäre jet­zt ein­fach mein Vorschlag so für Dich..zumindest kön­ntest Du ja mal schauen ob es (bess­er) klappt und vielle­icht akzep­tiert Sam ja dann auch das „nein“ von dem Sti­ef­frauchen eher, wenn er dann auch mal die ungeteilte Aufmerk­samkeit von Dir hat…?
    Auch wenn man es nicht glaubt, Hunde kön­nen auch Eifer­süchtig sein/werden…Hunde sind wir kleine Kinder (wurde sog­ar schon mal wis­senschaftlich fest­gestellt, auch wenn wir das sel­ber schon wussten ? )
    Wün­sche Dir viel Erfolg und hoffe Du find­est das „richtige“ Mit­tel für Euch
    LG Sa.Ni.

    1. Für mich ist es keine Lösung dauer­haft getren­nt spazieren zu gehen. Ich bin selb­st­ständig und arbeite jede freie Minute. Ich müsste die Anzahl der Run­den von vier auf drei reduzieren, wenn ich das zeitlich regeln möchte. Allerd­ings ist das für mich keine Option, denn ich möchte nicht, dass Queen und Püp­pi zurück steck­en müssen. Irgend­wie muss es mit allen Hun­den gehen. Zur Not dür­fen halt nicht alle frei laufen… Es ist auch nicht das Prob­lem, dass Sam Kom­man­dos ler­nen muss, son­dern dass die driw kom­plett anders sind. Sam ren­nt schnell von links nach rechts während die Mädels entspan­nt und lock­er ihre Runde laufen…
      Wie gesagt zur Not kön­nen nicht alle frei laufen um etwas Ruhe rein zu bekom­men

  3. Du bist und bleib­st ein­fach eine Per­fek­tion­istin und da liegt dein Prob­lem. Du kannst nicht aus dein­er Haut und Sam nicht aus seinem Fell. Er ist eher der gechill­tere Typ. Ihm ist das vol­lkom­men wumpe, dass du es gerne anders hättest und genau das ist euer ständi­ger Stre­it­punkt. Er ist anders als die Mädels, er möchte es auch gar nicht anders haben.
    Für ihn bist du eben die „Stief­mut­ter“ und er muss sich zwangsläu­fig mit dir arrang­ieren, da er das früher nicht musste, bockt er nun rum. Ich bin aber sich­er, dass ihr zu einem tollen Ges­pann zusam­menwach­sen kön­nt. Du musst nur etwas gelassen­er wer­den und er sollte sich in manchen Punk­ten am Riemen reißen. Da musst du dich durch­set­zen und wenn die Mädels da nur 5 Wieder­hol­un­gen braucht­en, braucht er vielle­icht 20. Nicht aufgeben.
    Die Ruhep­ausen tun euch bei­den gut, park ihn ruhig ab und zu bei seinen „Großel­tern“ und genieße die Zeit mit den Mädels. Er wird sich­er auch nicht daran kaputt gehen, wenn er nur bei zwei Run­den mit darf und die anderen bei­den Run­den aus­set­zt und stattdessen bei den „Großel­tern“ Einzel­prinz sein darf. Ver­mut­lich ist das für euch alle eine Win-Win-Sit­u­a­tion.
    Fühl dich ganz doll gedrückt.
    Liebe Grüße
    San­dra & Shi­va

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