Allgemein, Persönliches

Und plötzlich waren es drei…

Einige von euch haben es schon bei Face­book und Insta­gram gese­hen, dass plöt­zlich auf unseren Fotos und in den Sto­rys eine dritte Fell­nase zu sehen ist. Ich habe ganz viele Nachrichten dies­bezüglich bekom­men und werde heute die Gele­gen­heit nutzen, euch zu berichten. Lange habe ich über­legt, ob ich einen solchen Artikel über­haupt schreiben soll. Doch ihr habt mir so liebe Nachrichten geschrieben und so liebe Worte geschickt, daher möchte ich euch eure Fra­gen beant­worten. Es wird sehr pri­vat sein, daher verzeiht mir, wenn ich das ein oder andere Mal etwas metapho­risch sein wer­den und nicht jedes Detail erzähle.

Irgendwann musst du dich entscheiden, ob du nur die eine Seite umblätterst, oder ein ganz neues Buch anfängst.

Ohne ins Detail gehen zu wollen, beschreibt das Zitat sehr gut die Sit­u­a­tion, vor der ich stand. Ich stand an einer Gabelung, musste mich entschei­den, welchen Weg ich gehe. Ich habe mich dazu entschlossen abzu­biegen und einen neuen Weg einzuschla­gen. Nicht völ­lig uner­wartet, aber den­noch plöt­zlicher als zunächst vermutet.

Mit Queen und Püppi, dem zunächst Nötig­sten und einer lieben Fre­undin an meiner Seite bin ich gegan­gen. Manch­mal muss man ein Buch zur Seite legen. Man kann die Kapi­tel zwar wieder und wieder lesen, doch sie bleiben wie sie sind. Schwarz auf weiß geschrieben und fest­ge­hal­ten. Daran lässt sich nichts ver­wis­chen. Daher ist es manch­mal richtig, ein Buch zur Seite zu legen und  zurück in den Schrank zu stellen.

Aber kom­men wir mal zu dem, was euch wahrschein­lich am meis­ten inter­essiert: Wer ist die neue Fellnase?

Darf ich vorstellen: Das ist Sam

Sam ist auf einem Bauern­hof geboren, ist ein ziem­lich lustiges kleines Kerlchen und wahrschein­lich eine Mis­chung aus Dackel und Jack­Rus­sel. Sam ist ein Jahr älter als Queen und kennt meine Mädels schon von Anfang an. Die drei ver­ste­hen sich daher wirk­lich gut und waren direkt cool miteinan­der. Plöt­zlich mit drei Hun­den spazieren zu gehen, stellte sich Gott sei Dank als leichter her­aus, als zuvor ver­mutet. Da Sam gut erzo­gen ist und auf mich hört, kann ich ihn mit den Mädels frei laufen lassen, sodass alles echt entspannt ist. Püppi und Sam spie­len viel miteian­der. Schon mor­gens um sechs wird sich im Flur “geprügelt” und nach jeder Runde wird erst ein­mal aus­führlich am Bart und an den Ohren gezo­gen und wild herumgekugelt. Zu Beginn hatte ich Bedenken, wie schnell ich hier Ruhe in die drei brin­gen kön­nte, doch die Sorge war unbe­grün­det. Zwar wird gele­gentlich gezockt, doch meis­tens ruhen alle in ihren Ecken und sind sehr entspant Zuhause. Dank Furbo kön­nen wir genau beobachten, was die drei hier machen, wenn nie­mand Zuhause ist. Super praktisch 🙂

Im Moment erkun­den wir ein wenig die Gegend und testen die Gas­sirun­den rund um unser neues Zuhause. Direkt 100 m vom Haus ent­fernt beginnt eine Parkan­lage, die sich hier quer durch die Sied­lung zieht. Bin­nen fünf Minuten Fußweg sind wir am See — sehr zu Freude von Queeni. Queen und Sam spie­len mit­tler­weile auch miteinan­der. In der Regel zergeln sie und knur­ren dabei wild 😀

Sam ist ziem­lich ver­fressen. Püppi hat sich schnell anstecken lassen und frisst mor­gens und abends direkt ihren Napf leer, sobald der den Boden berührt. Endlich 😀 Am zweiten Tag haben die bei­den Putzel schon gemein­sam geschlafen.

Der Sprung von zwei auf drei Hun­den ist sicher nicht so groß wie der Sprung zwis­chen dem ersten und dem zweiten, aber den­noch ist es noch eine Fell­nase mehr. Die drei lassen sich aber super gemein­sam beschäfti­gen, sodass der Unter­schied nicht allzu spür­bar ist. Gemein­sames Suchen von ver­steck­ten Leck­erlis ist ohne Fut­terneid prob­lem­los möglich. Das ist echt entspannt. Der große Garten hin­term Haus ist toll für die Hunde. Da schlug Quee­nis Herz gle­ich höher 🙂

Bere­its nach weni­gen Tagen wurde uns deut­lich, dass man mit drei Hun­den sehr kon­se­quent sein muss und auch ein paar mehr Regeln benötigt, was das Ver­hal­ten im Haus bet­rifft. Aber wir arbeiten dran und haben die Chaostruppe schon ganz gut im Griff 🙂

Eigentlich wollte ich den Artikel an dieser Stelle been­den, doch vor eini­gen Tagen habe ich ein Bild auf Insta­gram gepostet, woraufhin ich viele viele Nachrichten von euch bekom­men habe. Daher werde ich ein paar Worte darüber ver­lieren, wem das andere paar Füße gehört 😀

Ich bin nicht ein­fach so aus­ge­zo­gen. Lange habe ich mich gegen meine Gedanken und Empfinden gewehrt, doch irgend­wann kam der Punkt, an dem es nicht mehr zu leug­nen gewe­sen ist. Die Geschichte begann vor 12 Jahren. Wir lern­ten uns über gemein­same Fre­unde ken­nen, haben damals gele­gentlich etwas zusam­men mit Fre­un­den unter­nom­men. Als ich vor drei Jahren hier in die Stadt zog, haben wir uns öfter gese­hen. Er ver­brachte gele­gentlich seine Mit­tagspause in meiner Kan­zlei und wir gin­gen zusam­men mit den Hun­den spazieren. Viele gemein­same Inter­essen führten dazu, dass wir immer mehr miteinan­der unter­nom­men haben. Die Liebe zum FC Bay­ern München schlug uns ver­gan­ge­nes Jahr zusam­men ins Stad­tion und oft gemein­sam vor den Fernse­her. Durch die Hunde sahen wir uns regelmäßig, gin­gen essen, ins Kino und unter­nah­men viel miteinan­der. Wir kon­nten immer über alles reden und so war er schnell der erste, dem ich Neuigkeiten erzählen wollte.  Im Dezem­ber ver­gan­genen Jahres kam zum ersten Mal der Gedanke in mir hoch. Doch die Angst vor Verän­derun­gen, das typ­is­che “Nicht — wahr — haben — wollen” und die Angst, ihn als meinen besten Fre­und zu ver­lieren, führten zur Ver­drän­gung und zu zwis­chen­zeitlicher Funkstille. Doch lange ohne ihn ging es auch nicht, sodass auf die kurze Funkstille immer schnell eine Nachricht von mir fol­gte. Es ist eine dieser typ­is­chen “Tausend — mal — berührt — Geschichten”. Nach­dem man sich so lange kennt und so ver­traut ist, passiert alles ganz schnell. Von 0 auf 100 schneller als  wir gucken kon­nten. Da wir beide keine Zweifel haben, bin ich direkt hier einge­zo­gen und es war die beste Entschei­dung, die ich getrof­fen habe. Wir sind mega glück­lich und genießen die Zeit zusam­men. Es ist schon ver­rückt, wie schnell sich alles ändern kann. Von jetzt auf gle­ich ist alles anders und es ergibt sich ein kom­plett neues Leben. Ich dachte immer, solche Geschichten gibt es nur in Fil­men. Eine kitschige Liebeskomödie mit Happy End und ganz vie­len “Wie kann sie nur so blind sein — Momenten”…

Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

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4 Comments on “Und plötzlich waren es drei…

  1. Unser Rudel umfasst jetzt auch drei Hunde 😀 Es gibt nichts schöneres! Der Schritt (Umstel­lung) von 1 auf 2 ist aber viel schw­erer als von 2 auf 3 habe ich festgestellt.

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