… und zwar in jeder Hinsicht ?>

… und zwar in jeder Hinsicht

Gestern habe ich euch erzählt, welche Dinge Püppi durch Queen viel schneller erlernt hat.

Sie beobachtet Queen und verin­ner­licht, was sie sieht.

Heute berichte ich euch, dass das nicht vor Vorteile hat 🙂

Jeder Hund hat Flausen im Kopf. Queen natür­lich auch.

Typ­isch Schäfer­hund muss Queen alles kon­trol­lieren. Ich scheine etwas an mir zu haben, was ihr das Gefühl gibt, ständig auf mich achten zu müssen. Ich bin mir sicher, dass Queen glaubt, ohne sie sei ich gar nicht lebens­fähig. Durch meine etwas trot­telige Art durchs Leben zu stolpern hat sie wahrschein­lich sogar recht 🙂

Rundweg13

Queen achtet stets auf mich. Sie beobachtet mich und begleitet — manch einer würde hier das Wort “ver­folgt” benutzen — mich über­all hin. Dies scheint auch die erste Weisheit zu sein, die Queen Püppi mit auf den Weg gegeben hat. Sie scheinen sich abge­sprochen zu haben, denn neuerd­ings ver­fol­gen mich beide abwech­selnd. Zunächst sind beide mit in die Küche gekom­men, wenn ich gekocht habe; mit ins Schlafz­im­mer, wenn ich die Wäsche gemacht hab und mit ins Bad, wenn ich geduscht hab. Neuerd­ings kommt nur noch einer der bei­den mit — und zwar abwech­selnd. Liegt Queen im Kör­bchen beobachtet mich Püppi in der Küche, schläft Püppi in ihrer Höhle, kommt Queen mit. Irgend­wie solle ich mir so langsam Gedanken machen. Die bei­den scheinen einen Plan zu haben 😀

Ich weiß nicht, ob ihr es schon wusstet, aber wir haben nicht nur eine Klin­gel, son­dern ein aus­getüfeltes, hoch entwick­eltes Alarm­sys­tem namens Queen. Sobald die Klin­gel ertönt, dauert es keine zwei Sekun­den und die Dame steht bel­lend im Flur. Ich gehe davon aus, dass sie sich als eine Türste­her sieht. Da sie sich aber prob­lem­los in ihr Kör­bchen schicken lässt und ihren laut­starken Alarm auf ein leises Wuf­fen min­imiert, ist das für mich in Ord­nung so. Ich habe nicht das Bedürf­nis diese Sit­u­a­tion zu ändern. Ein Hund darf auch mal bellen. So weiß ich, dass zumin­d­est einer auf­passt. Ich muss mich kor­rigieren: dass zumin­d­est zwei auf­passen, denn Püppi hat von der Meis­terin gel­ernt. Sobald es also klin­gelt, sprin­gen beide in den Flur und schla­gen nebeneinan­der Alarm. Während Queen tief und dunkel bellt, heult Püppi wie ein Wolf — natür­lich in einer weitaus höheren Ton­lage. Doch auch Püppi lässt sich mit Queen ins Kör­bchen schicken, sodass das für mich in Ord­nung ist. Klar, kann man nun von Rudel­stel­lung quatschen und von der Auf­gaben­verteilung inner­halb eines Rudels. Ich stehe aber nicht so auf dieses Rudel­ge­quatsche und bin bisher ganz gut ohne die — in meinen Augen falsche — Vorstel­lung eines Rudelführers aus­gekom­men. Solange ich mich (ins­beson­dere beim Rück­ruf) auf meine Hunde ver­lassen kann, sehe ich solche Dinge locker. Ich möchte ein liebesvolles Ver­hält­nis zu meinen Hun­den und ich möchte, dass wir uns gegen­seitig als treuen Begleiter wahrnehmen. Für Worte wie Rudelführer, Alphatiere und Auf­gaben­verteilun­gen ist in unserem Leben kein Platz und ich habe bisher nur die besten Erfahrun­gen mit dieser Ein­stel­lung gemacht.

Rundweg14

Bevor wir abends ins Bett gehen, geht es auf die Wiese vorm Haus zum let­zten Lösen. Anschließend springt sie wie irre auf mich zu und will Fan­gen spie­len. Ganze zwei Tage hat das gedauert bis Püppi nun eben­falls auf mich zurast und gefan­gen wer­den will. Gut, dass die Hecke sehr hoch gewach­sen ist und nicht sieht, wie eine bek­loppte im Schlafanzug abwech­selnd hin­ter ihren bei­den Hun­den her­rennt, während diese wie wild über den Rasen rennen 🙂

Hunde sind die besseren Lehrer. Soviel steht fest.

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2 thoughts on “… und zwar in jeder Hinsicht

  1. Oh wie süß! Ähn­liche Rit­uale ver­folgt mein Wuschelmäd­chen auch. Wenn es klin­gelt, rennt sie zur Tür und bellt, heult, bellt und guckt dann erwartungsvoll zu mir bzw. meinen Eltern. Nach dem Motto: Ich hab doch Bescheid gegeben, jetzt schwing dich endlich. 

    Abends ren­nen wir auch gerne nochmal durch den Garten. Ich im Schlafanzug und mein Wuschelmäd­chen ganz in Fell gek­lei­det. Wir haben da immer einen mega Spaß und fallen hin­ter­her beide glück­lich ins Bett. Gehört ein­fach dazu. 

    Grin­sende Grüße
    San­dra & Shiva

  2. Wir hat­ten das Prob­lem mit der Klin­gel mal so stark, dass Yumo jedes Mal auf­sprang, wenn im TV eine Klin­gel zu hören war!!
    Oh wei, war das nervig! 😉
    Mit­tler­weile hat er wohl ver­standen, dass wir nur bei unserer doch sehr auf­fäl­lig klin­gel­nden Klin­gel auf­ste­hen und ist dann auch nicht mehr zu stoppen.
    Wie ein Irrer rennt er zur Tür und bellt und bellt und bellt… und hört erst auf, wenn ich aus der Woh­nung raus bin und unten die Tür aufgemacht habe. 😉
    Immer­hin, so kann man das Klin­geln nicht verpennen!

    Liebe Grüße

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